Putin, Nawalny und die weltweite Kreml-Strategie

Wer sich ansatzweise kritisch zur Politik des Kreml äußert, wird rasch mit Häme und Vorwürfen überhäuft; das ist nicht immer bösartig gemeint, sondern viele haben sich Illuonen gemacht so von wegen „der Trump, der Putin und der Xi werden uns alle befreien“. Dies ist verbunden mit der Vorstellung eines gemeinsamen Staates der deutschsprachigen Länder in der Zukunft, der freilich davon abhängt, dass Deutschland „einen Friedensvertrag bekommt“. Da sind dann natürlich Staaten wie die Schweiz (nicht ganz rein deutschsprachig) oder Österreich (ebenfalls) völlig unbedeutend (auch Deutschland ist übrigens mehrsprachig). Natürlich empört in diesem Weltbild besonders, wenn man Meldungen aufgreift, wonach Kreml-Kritiker Alexej Nawalny vergiftet wurde, was ja noch nichts aussagt über den Täter. Bis zu einem gewissen Grad lesen einige aufmerksam, welche Verbindungen russische Oligarchen via Österreich (als Brückenkopf) etabliert haben; sie steigen aber aus, wenn auf Nawalnys Recherchen zu genau diesem Thema verwiesen wird. Dabei kann man kaum einen Bericht über Oligarchen, Organisierte Kriminalität, Geheimdienste lesen, ohne dass Österreich-Bezug besteht – entweder direkt oder wenn man mehr über erwähnte Personen, Firmen, Themen wissen will.

In der „Provinz“ kann man sich so manches sehr gut vorstellen, das jetzt über Nawalny geschrieben wird: „Der Oppositionsführer war zunächst in Nowosibirsk und später in Tomsk, um dort Lokalpolitiker bei den anstehenden Wahlen zu unterstützen. Zudem heißt es, dass er dort gedreht habe. Gut möglich, dass Nawalny ein weiteres Enthüllungsvideo vorbereitete. In den vergangenen Jahren sind diese Videos, die Korruption hochrangiger Beamter und Politiker aufdeckten, zu seinem Markenzeichen geworden. Obwohl die Reise unter hoher Geheimhaltung vorbereitet wurde, war ihm der russische Geheimdienst einem Medienbericht zufolge stets auf der Spur. Die Agenten verfolgten den Politiker in Nowosibirsk und begleiteten später seinen Konvoi nach Tomsk. Auch durch die kurzfristige Buchung mehrerer Hotelzimmer ließ sich der Geheimdienst nicht abschütteln und fand den 44-Jährigen problemlos in der unter anderem Namen angemieteten Wohnung.“ Womit sich Nawalny beschäftigt, hat immer wieder sehr viel mit Österreich zu tun; die lückenlose Überwachung wird manch einem (Ex-) Politiker bei uns bekannt vorkommen; viele würden diese Kapazitäten aber lieber nur der NSA zuschreiben. Wobei wir, wenn es konkret um Geheimdienste geht, natürlich von mehr sprechen als einer Überwachung z.B. von Handydaten.

Zur lückenlosen Überwachung Nawalnys

 

2004 warnte die russische NGO Society against Corruption and Terror das österreichische Innenministerium vor der Strategie des Kreml mit Oligarchen wie Oleg Deripaska. Dies war vergeblich, weil sich Raiffeisen von ihm Geschäfte erwartete und er bei der Strabag und bei Magna 2007 einstieg. Wir können auch wegen dem, was in den darauffolgenden Jahren passierte, ein komplexes Netzwerk verdeckter Einflussnahme rekonstruieren. Man darf generell keine zu hohen Erwartungen in die Fähigkeit der meisten setzen, Hintergründe zu erahnen oder zu durchschauen. Deshalb gibt es auch in erster Linien banale Erklärungen dafür, dass viele wie Mitläufer wirken und helfen, ein Narrativ zu stärken, das eigentlich ihren eigenen Interessen schadet. Da werden Durchschnittsrussen wohl wesentlich wacher sein, weil sich auch relativ unverhüllt zeigt, was bei uns besser kaschiert ist; man stirbt hier auch eher an plötzlichem Herzversagen als an Gift oder an einer Kugel. Dass der „Fall Nawalny“ doch relativ speklakulär ist, darf nicht davon ablenken, dass dies nur die andere Seite einer auch bei uns präsenten Medaille ist. Wie Nawalny zu Recht kritisiert, fragt in Österreich niemand, woher Geld stammt, mit dem z.B. Immobilien erworben werden; außerdem kann man seiner Erfahrung nach Behörden hierzulande nicht über den Weg trauen. Dies hat mit einem nahezu undurchdringlichen Geflecht zu tun, dort das nicht der kleinste Lichtstrahl in Gestalt einer integren Person fallen darf, die sich Verfassung und Gesetzen verpflichtet fühlt. Wer hier gepusht wird, dem steht kaum etwas im Weg; wer gebasht wird, hat keine Chance, weil ihm kaum jemand zur Seite springt.

Die FAZ und Nawalny

Man „darf“ sich in Deutschland und Österreich ein bißchen abarbeiten an Spitzen des Eisbergs, zum Beispiel Nawalnys Leben retten, was ja nicht nichts ist. Doch wenn ein deutsches Gericht versucht, Deripaska wenigstens über seine Handlanger dranzukriegen, endet das in einem zweifelhaften Ergebnis. Der Wirecard-Skandal hat nicht zuletzt via Österreich sehr viel Bezug zu Russland; außerdem ist der Aufsichtsratsvorsitzende Thomas Eichelmann auch beim Baukonzern Hochtief, an dem sich Deripaska beteiligte, in der Rolle des AR-Vorsitzenden. Jan Marsalek und Markus Braun sind wie Strabag, Magna, Signa, Novomatic besondere Förderer der Österreichisch-Russischen Freundschaftsgesellschaft. Signas Wirtschaftsprüfer Treuhand Partner Austria prüfte auch Wirecard CEE und die Commerzialbank Mattersburg, deren Pleite mit 700 Millionen Euro nicht so spektakulär ist wie bei Wirecard. Jetzt ist dem Bundesnachrichtendienst bewusst, dass er sich doch Wirecard beizeiten ansehen hätte müssen, wo sich selbst Menschen, die nicht für Geheimdienste arbeiten, längst fragen, ob es sich nicht um eine russische „Front“ handelte. Es ist schon bizarr, dass jetzt Deutschland in gewisser Weise Alexej Nawalny „hat“ und Russland (wahrscheinlich) Jan Marsalek, wohl mit 1, 9 Milliarden in Bitcoins (dead or alive).

Nawalny wird jetzt geschützt – und  andere?

Was Österreich betrifft, wittern die Grünen Landesverrat bei der allzu großen Nähe Marsaleks zu Innen- und Verteidigungsministerium; sie erstatteten konsequenter Weise Anzeige, damit sein Netzwerk aufgearbeitet wird. Immerhin staubte Marsalek so auch ein Geheimdokument der OPCW mit der Nowitschok-Formel ab; er setzte sich übrigens mit dem Wiener Bedarfsflugunternehmen Avcon Jet nach Russland ab. Von wegen „Provinz“: Es geschah 2010 in Wien-Schwechat, dass Sergej Skripal und andere u.a. gegen Anna Chapman ausgetauscht wurden: „Der wohl größte Agentenaustausch seit dem Ende des Kalten Krieges war im Juli 2010 auf dem Flughafen Wien-Schwechat vollzogen worden. Eine US-Maschine brachte zehn enttarnte russischen Spione nach Österreich zum Weiterflug nach Moskau. Unter ihnen war Anna Chapman, die wegen ihres attraktiven Äußeren – und massenhaft veröffentlichten Privatfotos – besonders viel Interesse bei Medien auslöste.“ Um alles komplizierte zu machen, arbeitete Skripal dann für den Ex MI 6-Agenten Christopher Steele, wie auch vor seiner Enttarnung; Steele wurde bekannt durch ein Dossier über Donald Trump für den Wahlkampf von Hillary Clinton. Allerdings ist Steele auch Geschäftspartner von Oleg Deripaska, was dann wiederum eine Menge an indirektem Österreich-Bezug mit sich bringt. Aktuell wird gemeldet, dass Österreich einen russischen Diplomaten nach einem Prozess wegen Wirtschaftsspionage gegen einen von diesem als Agenten geführten Österreicher auswies; Moskau reagierte prompt.

Eine korrupte Generalstaatsanwaltschaft

Nawalnys Dokumentation über Korruption in der Generalstaatsanwaltschaft, die Organisierte Kriminalität begünstigt, beginnt mit der Eröffnung eines Luxushotels in Griechenland, das unter anderem dem Artjem Tschaika, dem Sohn des Generalstaatsanwalts gehört; es gab auch eine Ansprache des von 2012 bis 220 amtierenden Kulturministers Wladimir Medinsky. Manches kommt bekannt vor, wenn man weiss, wie die österreichische Justiz Kriminelle schützt und diejenigen verfolgt, die dagegen aufstehen. Wir können uns jetzt besser vorstellen, warum Nawalny für Putin und Co. so „lästig“ ist, was ihm manche auch bei uns ankreiden. Seine Kritik an Österreich richtete sich auch an die FPÖ, die einen Vertrag mit der Putin-Partei „Einiges Russland“ hatte, der manchen aber nie recht geheuer war. Beim Team HC Strache wiederum, das bei der Wiener Wahl im Herbst antritt, fragt man sich, warum Johann Gudenus mit dem „Ibiza-Deltektiv“ Julian H. von Moskau nach Wien flog; ob er vielleicht mit der Falle in der Finca 2017 selbst zu tun hatte. Straches PR-Berater Gernot Rumpold arbeitete übrigens für Oleg Deripaska, als fast schon erwartbares Detail am Rande. Weil jetzt weitere Passagen aus dem Ibiza-Video, d.h. ein Transkript veröffentlicht wurde, nimmt Straches Anwalt Johann Pauer immer wieder Stellung.

Anwalt Pauer bei Fellner

Oft lohnt es sich, darüber nachzudenken, was jemand tut oder eben nicht; wir können Pauer, der Strache unter anderem wegen des Vorwurfs vertritt, dass er Untreue begangen habe, mit Michael Pilz vergleichen. Dieser Anwalt ist SPÖ-Mitglied und begleitete Ex-Verteidigungsminister Norbert Darabos in den Eurofighter-U-Ausschuss 2017, den FPÖ und Grüne einsetzten. Gemäß Absprachen hinter den Kulissen sollte Darabos auf jeden Fall von Peter Pilz angezeigt werden, um ihn für den heutigen Landeshauptmann Hans Peter Doskozil aus dem Weg zu räumen, und zwar wegen Untreue. Was alles bei Darabos nicht existiert, sind z.B. Facebook-Postings nach Jänner 2019; er darf weder die Einstellung der Eurofighter-Ermittlungen kommentieren noch Werbung für das Friedensforschungsinstitut Burg Schlaining machen; auch nicht einen Artikel zum Thema Fußball teilen, in dem er vorkommt. Er wird wie schon als Minister als abgeschottet beschrieben („den Norbert haben sie zerstört!“), was Druck/Drohungen und Totalüberwachung a la FSB gegen Nawalny impliziert. Mein Schreiben an Anwalt Pilz, der natürlich nicht reagiert, zeigt sehr wohl, dass „die Provinz“ mit internationaler Politik zu tun hat: „Wenn Sie aktuelle politische Berichterstattung verfolgen, fällt auf, dass Straches Anwalt Johann Pauer sehr wohl öffentlich auftritt, es auch Presseaussendungen gibt. Er äußert sich auch als Anwalt von Franziska Klikovits, der stv. Direktorin der Commerzialbank Mattersburg.

Eines der letzten Facebook-Postings von Darabos

Natürlich kommt er ins Spiel wegen Ermittlungen gegen Strache; er wurde unmittelbar nach der Veröffentlichung des Ibiza-Videos engagiert. Gegen Norbert Darabos wurde fast drei Jahre lang ermittelt, ohne dass Sie für ihn in die Bresche sprangen oder sonst jemand, dabei begleiteten Sie ihn am 1. Juni 2017 als ‚Vertrauensperson‘ in den Eurofighter-U-Ausschuss. Warum verteidigte niemand Darabos öffentlich, warum gab es keine Aussendungen von Ihnen, keine Interviews z.B. mit Fellner?“ Auch Darabos selbst trat nicht in eigener Sache auf, was nahelegt, dass man ihm dies verboten hat, er also bedroht wurde und wird; Justiz und Verfassungsschutz nahmen entsprechende Hinweise nicht ernst. Ich erinnere Pilz daran, dass die gegen ihn erhobenen Vorwürfe „in einem Punkt denen gegen Strache ähnlich“ seien, nämlich „wenn es um Untreue geht, also den mutmaßlichen Missbrauch eines Regierungsamtes. Ich wollte Sie immer wieder vergeblich auf Rechercheergebnisse aufmerksam machen, welche für die Staatsanwaltschaft Darabos entlastendes Material sein hätten müssen; Sie waren daran jedoch nicht interessiert (detto die StA Wien, Eisenstadt, die WKStA). Hingegen weist Anwalt Pauer zu Recht darauf hin, dass bei Strafverfahren, wie ja eines gegen Darabos angestrengt wurde, auch Entlastendes berücksichtigt bzw. ermittelt werden muss. Nur ein Beispiel ist das Platzieren des (Eurofighter-) Vergleichsentwurfs in einem regelmässig geleerten Schrank im Verteidigungsministerium, um ihn triumphierend am Tag nach der Befragung von Darabos „plötzlich“ zu „finden“ und im U-Ausschuss zu verwenden.

Nie vom Verfassungsschutz verfolgtes Posting in der „Presse“

‚Natürlich‘ wurde Darabos nicht erneut vorgeladen, wo dies doch ihn belasten sollte; Sie haben dagegen nichts einzuwenden gehabt. Der U-Ausschuss wurde aber auch ausgetrickst, indem einige Zeugen Falschaussagen machten und diese ein Narrativ gegen Darabos kreierten, das nicht in Frage gestellt werden durfte, was dann auch für den 3. U-Ausschuss 2018/19 galt. Obwohl Darabos und der Leiter der Finanzprokuratur Wolfgang Peschorn übereinstimmend aussagen, dass der Ministerwille nach Artikel 20 Abs. 1 der Bundesverfassung nie widerrufen wurde, wonach Peschorn Vertragsausstiegsverhandlungen leitet, wurde Peschorn am 24. Mai 2007 aus den Verhandlungen gekickt. Er erfuhr davon vom illegal Minister spielenden Kabinettschef Stefan Kammerhofer, der Darabos abschottete, dessen Termine eigenmächtig cancelte oder rechtswidrig selbst wahrnahm, Infos und Personen von Darabos fernhielt und fremde Anordnungen als jene des Ministers ausgab. Immer wieder wurde ein aufrechter Ministerwille von Kammerhofer illegal mündlich außer Kraft gesetzt; auf diese Art und Weise wurde ich auch übel verleumdet und von einer instrumentalisierten Justiz verfolgt und existentiell vernichtet, weil Darabos mich schlicht kennenlernen wollte, aber wie mit so vielen anderen nicht mit mir reden durfte und darf.

Eine Art Ministerwille

Ab dem 24. Mai wurden Scheinverhandlungen geführt, die man auch nicht mehr dokumentierte und an denen die alten Bekannten Meinhard Lukas und Helmut Koziol beteiligt waren; sie führten zum Vergleich vom 24. Juni 2007. Das Geschehen samt Vorgeschichte (auch der Eurofighter-Beschaffung) habe ich inzwischen rekonstruiert. Sie sind nie zu Darabos‘ Verteidigung ausgerückt und auch sonst niemand in der SPÖ; den wahren Sachverhalt kann man jedem in den Grundzügen in wenigen Minuten erklären, nur nicht Staatsanwälten. Als die Ermittlungen eingestellt wurden, vertuschte man damit auch mutmaßlich strafbare Handlungen anderer Personen, für die Darabos schlicht das Bauernopfer darstellte, der sich auch nie zur Verfahrenseinstellung äußern durfte. Wie Sie hier anhand von Beispielen sehen, spielt Ex-Landeshauptmann Hans Niessl als Begleiter bei Doskozil-Terminen sehr aktiv den Schatten-LH, während Darabos, der nach wie vor als abgeschottet beschrieben wird, im Jänner 2019 auf Facebook zu verstummen hatte. Bereits 2017 hatte ich u.a. wegen Ihrer damaligen geschäftlichen Verbindungen sowohl zu Eveline Steinberger-Kern als auch zum Leiter des Wahlkampfes mit Tal Silberstein, Stefan Sengl den Eindruck, dass Sie nicht als Vertrauensperson „von“ Darabos mit in den U-Ausschuss kamen; eher schon in der Rolle, die Kammerhofer im Ausschuss 2007 übernahm. Dass Sie Teil eines Netzwerks sind, machen auch Meldungen wie diese auf Ihrer Webseite deutlich.

Masseverwalter der Anglo-Austrian Bank

Die Anglo-Austrian Bank (Anm.: deren Masseverwalter wurde Pilz‘ Kanzlei; es ist der erste Fall für die Einlagensicherung heuer vor der Commerzialbank) d.h. die Meinl Bank können wir mit Karl Heinz Grasser und Wladimir (Alexander) Antonov in Verbindung bringen, der die litauische Snoras Bank gecrasht hat und mit Geldwäsche zu tun hat: Und dennoch (oder deswegen?) gab er 2011 vor, in Goberling bei Stadtschlaining ein ‚Reitdorf‘ bauen zu wollen, das die Strabag ’schlüsselfertig‘ übergeben sollte. Allerdings zahlte er nie eine Rechnung, was 2012 zur Einstellung der Bauarbeiten führte. Beim Spatenstich war Landesrat Helmut Bieler anwesend, der bis 2017 Finanzlandesrat war, dann gingen seine Agenden auf Doskozil über; dies ist in der Commerzialbank-Affäre von Bedeutung.   Zwischen den Aussagen von Darabos und von Kammerhofer (8. Juni 2017) im U-Ausschuss telefonierte ich mit Bieler, der meinte, dass die Wurzel allen Übels bei Darabos‘ Situation als Minister Kammerhofer gewesen sei. Nun höre ich nach wie vor Erfahrungsberichte aus Bundesheerkreisen über Kammerhofer, der von allen als absolute Null erlebt wurde; Bieler wollte mir aber weismachen, dass Darabos „freiwillig“ das Regieren an ihn delegiert hätte. Es kam dann heraus, dass Bieler es selbst so halten musste, also dass andere Entscheidungen trafen, die sie seinem Büro anschafften; er schien nicht verstehen zu wollen, dass es Amtsmissbruch ist, Regieren zu delegieren. 

Aus einer Mail vom 4. Juni 2017 an Willy Wimmer

Dies ist natürlich auch bei der Commerzialbank relevant, da über Bielers Schreibtisch die Revisionspflicht des Landes für die Kreditgenossenschaft als 90%-Eigentümer der Bank an Treuhand Partner Austria (den Prüfer auch der Bank selbst) arrangiert wurde. Zuständig wäre der Wirtschafts-, nicht der Finanzlandesrat gewesen; das war von 2015-2020 Alexander Petschnig von der FPÖ, der nie auch nur ein TPA betreffenes Schriftstück, geschweige denn einen Prüfbericht gesehen hatte, was im Sonderlandtag am 13. August 2020 zur Sprache kam siehe Video hier.“ Das Komplott gegen Darabos, an dem „Vertrauensperson“ Pilz beteiligt war, hatte weitreichende Auswirkungen: „Mit Ermittlungen gegen Darabos, die den an ihm bereits begangenen Delikten weitere hinzufügten, wurde sichergestellt, dass Doskozil und nicht er Hans Niessl nachfolgt; eine besondere Spielart der Nötigung eines Mitglieds eines verfassungsmässigen Vertretungskörpers. Die Weichen Richtung Doskozil wurden wohl schon im November 2008 gestellt, als Doskozil zunächst als für Fuhrpark und Chauffeure zuständiger Mitarbeiter im Bürü des LH anfing.

Google Maps: Von Frauenkirchen über Winden am See nach Eisenstadt

Damals wurde per Mietvertrag von November 2008 bis November 2009 vorgetäuscht, dass der Jelzin-Clan (auf „Wunsch“ Oleg Deripaskas, der da ja schon bei der Strabag und bei Magna eingestiegen war) in einem heruntergekommen Haus in Winden am See wohnen würde.  Mit anderen Worten an der täglichen Route Niessls von Frauenkirchen nach Eisenstadt, wie die oben eingebundene Landkarte zeigt. Die Jumaschews sollten eingebürgert werden, wofür sich auch z.B. Magna erfolgreich einsetzte; damit sind wir dann auch wieder bei Grasser und bei den Eurofightern, denn wie Gusenbauer wollte der Ex-Finanzminister russische MiG-29 (cui bono?).  Übrigens gibt es auch einen TPA-Eurofighter-Konnex„, erkläre ich abschließend; man findet eine Magna-Verbindung auch beim Commerzialbank-Skandal, da die Tochter des Ex-Bankdirektors Martin Pucher dort beschäftigt ist (Pucher wird von Grasser-Anwalt Norbert Wess vertreten). Zu Pilz meine ich noch: „Ich kann Sie nur Netzwerken zuordnen, die mit Oligarchen/Geheimdiensten/Organisierter Kriminalität zu tun haben; eine andere Erklärung für all die Verflechtungen, Handlungen, das kollektive Vertuschen drängt sich mir nicht auf…“ Wo die Rechtsanwaltskammer Wien steht, wird anhand der Person ihres Präsidenten Michael Enzinger deutlich, der Geschäftspartner von Heidi Glück ist, die u.a. Alfred Gusenbauer und Wolfgang Schüssel promotet. Schüssel war vor Jumaschew im Aufsichtsrat des russischen Mobilfunkers MTS und ist jetzt bei Lukoil im AR; er wollte einmal, dass Grasser ihm an der Spitze der ÖVP nachfolge. Im Angebot hatte Glück auch Ex-Justizminister Wolfgang Brandstetter (einen Freund von Ex-Magna-CEO und Putin-Freund Siegfried Wolf), der die Nötigung von Darabos und Schikanen gegen mich deckte.

Interview mit einem Toxikologen

Enzinger ist außerdem seit Herbst 2017 im Aufsichtsrat von Plasser & Theurer, mit Elisabeth Max-Theurer, die 1980 Gold im Dressurreiten bei den von anderen Staaten boykottierten Olympischen Spielen in Moskau errang. Enzinger schützt „Ibiza-Anwalt“ Ramin M., der wie sein Vertreter Richard Soyer einmal Konzipient beim Vertrauensanwalt der russischen Botschaft Gabriel Lansky war; Michael Pilz war nicht nur bei Lansky, sondern auch bei Georg Zanger Konzipient. Wir finden Soyer auch an der Linzer Kepler-Universität, deren Rektor Meinhard Lukas ja der Komplize von Doskozil und Co. gegen Darabos war. Die gerne ausgebreiteten Spionageklischees sind nicht notwendig, wenn es um ein fein gesponnenes Netz verdeckter Einflussnahme geht. Ich weiss, dass sich viele wünschen würden, hier verdeckte Operationen der CIA aufgeblattelt zu sehen, aber ich weiß beim besten Willen nicht, wie ich russische Connections uminterpretieren sollte. Es ist nur eher ungewöhnlich, dass jemand derlei so detailreich darstellt und dabei auch die Verbindung von der „Provinz“ zur „Weltpolitik“ herstellen kann. Darabos nicht zu bedrohen, sondern verfassungsgemäss regieren zu lassen hätte bedeutet, dass er als Chef der Heeresdienste diese auch gegen russische Subversion eingesetzt hätte.

AMOR VINCIT OMNIA

Alexandra Bader

PS: Ich freue mich über finanzielle Unterstützung für meine Arbeit: Meine Konto Nr. ist AT592011100032875894 BIC GIBAATWWXX (Erste Bank, Alexandra Bader) DANKE!

PPS: Bei Gusenbauer denke man auch daran, dass er dem Think Tank eines Ex-KGBlers angehört; der Vertrauensanwalt der russischen Botschaft Lansky leitete im Wahlkampf 2006 sein Personenkomitee. Damals wurde Gusenbauer als „Sozialfighter“ dargestellt, der dem „Eurofighter“ Schüssel gegenüberstehe; allerdings war der Vertragsausstieg ein leeres Versprechen, da sich die im Februar 2006 per Dekret Putins gegründete United Aircraft Corporation mit 5 % an EADS (später Airbus Group) beteiligte und Gusenbauer seine Direktiven aus Moskau erhält. Die Verbindung Russland-EADS kam auch unter Mitwirkung von Magna zustande, weil an der Spitze von EADS (2000 gegründet) Daimler-Aufsichtsratschef Manfred Bischoff stand (wegen der Luftfahrt-Tochter Daimlers DASA). Mit Daimler hat Magna Geschäftsbeziehungen, das seinerseits 1998 mit dem damals noch planwirtschaftlich geführten russischen Autobauer GAZ zu kooperieren begann (heute mehrheitlich in Besitz von Deripaska). Magna-CEO Siegfried Wolf wechselte 2010 zu Deripaskas Russian Machines und ist auch Aufsichtsratsvorsitzender der Sberbank Europe, die auch russischen Agenten als Tarnung dienen soll; sie gibt u.a. Rene Benkos Signa Kredit. Gusenbauer kooperierte nicht nur bei Eurofighter mit Anwalt Leo Specht, der dann auch sein Geschäftspartner wurde und auch Mafia-nahe Klienten/innen hat. Zur Aircraft Corporation gehört auch Irkut, an dem sich EADS/Airbus früher beteiligte und wo jetzt Deripaskas Aviakor Anteile hält.

 

 

4 Kommentare zu „Putin, Nawalny und die weltweite Kreml-Strategie

  1. Österreich, Raiffeisenbank, Russen und Ukrainische Mafia, Geldwäsche und Strabag Betrug, ist ein unendliches Thema. Eine Tradition: Müll erfinden mit bezahlten Leuten:
    Navalny: Das ist kein Regime Gegner, sondern ein bezahlter Kaspar Kopf aus Deutschland, im Stile von Georg Soros und nur ein Suppenkaspar des Nichts, vorbestraft, oft Schwuchteln die bevorzugt werden. Pussy Riots Mit Organisator, ordinärer geht es nicht mehr in Deutschland, was damals Guido Westerwelle bejubelte. siehe frühere Beiträge, wo Videos gezeigt wurden, von der vom Westen finanzierten Kravall Truppe!

    Erst mal vor der eigenen Korruption kehren, denn Deutschland, die USA, Östereich, sind die Lehrmeister der Bestechung, was auf Grund der Pariser Anti Korruption Konvention von 1998, auch für jeden Politiker und Lobbyisten strafbar ist, wo die Staatsanwaltschaft, auf Grund einen Hinweises ermitteln muss. Da wäre wohl halb Europa in Haft, was sich Politik nennt. Der Vorgänger von Navalny, vorbestrafthttps://geopolitiker.files.wordpress.com/2016/03/nemzow.jpg

    Foto Boris Nemzow, in Club, vom Westen finanziert, wo auch wohl das Mord Motiv liegt


    Der Vorgänger, Boris Nemzow, wurde im Beisein, einer Prostituierten erschossen, verkehrte in Luxus Bordellen, verpulverte das Westliche Geld dort.

    Liken

    1. Inzwischen finde ich immer mehr raus über die mafiösen Netzwerke, die mir zahlreiche Menschen bestätigen. Einer hat mich darüber hinaus daran erinnert:

      https://www.diepresse.com/1284254/personalrochaden-bei-der-polizei-neue-chefs-sind-fix

      Peter Dopler vom Abwehramt bei Niessl im Büro.

      und wo finden wir ihn dann?

      Klicke, um auf Sportpool_Burgenland_Weihnachtsfeier_BVZ-Ausgabe-50.pdf zuzugreifen

      https://alexandrabader.wordpress.com/2017/05/05/burgenlaendische-machtspiele/

      bei der KRAGES; die man Darabos umhängte.

      Ein Personalchef, der einmal beim Abwehramt war? Häh? Nein, ich habe mich nicht verschrieben:

      Klicke, um auf KH%20Oberwart_Dokumentatin_V.42%20vom%2005.06.2020.pdf zuzugreifen

      Dopler kooperierte mit Kammerhofer, der Darabos ja zusetzte, als dieser Minister war.

      Gefällt 1 Person

  2. Befunde der Berliner #Charité zeigen, dass der im Koma liegende, russische Oppositionelle #Nawalny vergiftet wurde. Spätfolgen sind nicht ausgeschlossen. https://t.co/FzgZSxSD8c
    — taz (@tazgezwitscher) August 24, 2020

    In der Juristerei spricht man ganz einfach von Aussage gegen Aussage. Russische Ärzte behaupten, es konnten bei Navalny keine Hinweise für eine mögliche Vergiftung gefunden werden, während die Ärzte der Charité das exakte Gegenteil behaupten.

    Mit welcher Begründung sollte man jedoch einer Partei mehr glauben schenken als der Anderen ???

    Bin gespannt was da noch rauskommt

    Wie auch immer

    MfG

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