Eurofighter: Die wichtige (lästige) Zeugin

Auch wegen des eher bescheidenen Bundesheerbudgets und Entscheidungen die Luftraumüberwachung betreffend geht es immer wieder um die Eurofighter. Dies auch in Zeiten von Migrationsdruck siehe Türkei und Griechenland und wenn das Coronavirus einiges lahmlegt. Damit sind wir aber ohnehin schon in medias res, denn mit einem wichtigen Zeugen kann man derzeit nicht reden und vielleicht auch niemals wieder. Es handelt sich um Andreas Theiss, den Anwalt von Airbus in Österreich, der sich als Erster in Wien mit dem Coronavirus angesteckt haben soll und nun im Koma liegt. Man veranstaltete einen merkwürdigen Eiertanz um ihn inklusive Falschinformationen, was vielleicht auch zu Unrecht den Eindruck erweckt, dass alles schon sehr zufälliger Zufall sein muss. Theiss kümmerte sich um EADS, später Airbus, als das Thema Eurofighter 2006, 2007 oder auch 2017 hochkochte. Deswegen wäre es auch wichtig, dass ich mit ihm reden könnte, denn ich befasste mich mit diesen Jahren, weil ich auf meine Art ebenfalls zur Zeugin geworden bin. Nach dem U-Ausschuss 2007 wollte mich der bedrängte Verteidigungsminister Norbert Darabos kennenlernen, was dazu führte, dass ich Einschüchterungen aus dem Hinterhalt ausgesetzt war und dies seither auch bin. Hier verweise ich auf eine durch heimliche Aufzeichnungen bekannt gewordene Dienstbesprechung der Justiz 2019, in der deutlich wird, dass gegen Darabos wegen des Eurofighter-Vergleichs in Richtung Anklage ermittelt werden muss (siehe „profil“ diese Woche). 

Die Erfahrung, dass man mit ihm nicht reden darf, dass er abgeschottet wird, man ihn also daran hinderte, sein Amt auszuüben, machten viele, doch dafür interessieren sich weder Justiz noch Polizei. Man folgt offenbar der Vorgabe von Ex-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer, der am 20. Juni 2017 mit einer vorbereiteten Erklärung in den Eurofighter-U-Ausschuss kam, die auf die Ministerverantwortung pochte. Die Justiz muss eigentlich berücksichtigen, ob jemand in der Lage war, etwas zu tun, das ihm vorgeworfen wird; davon kann hier jedoch keine Rede sein. Natürlich „muss“ Darabos den Vergleich verteidigen, kann aber zugleich immer noch nicht frei entscheiden, mit wem er sprechen will oder nicht. Es wäre ja auch gefährlich, wenn er mit all jenen klären würde, was in seiner Ministerzeit wirklich vorging, die enttäuscht waren, weil sie von (via) Ex-Kabinettschef Stefan Kammerhofer ferngehalten wurden. Es sollte sich von selbst verstehen, dass ein Beschuldigter unter Druck nicht die Wahrheit sagen kann. Der Beschuldigte Darabos konnte nicht einmal die Farce kommentieren, die im U-Ausschuss 2017 aufgeführt wurde, was ich wiederum immer wieder aufgezeigt habe. Nun ist es das Eine, seine Abschottung und damit Druck und Überwachung bezeugen zu können: das Andere ist aber die Frage, wer warum mit solchen Mitteln arbeitet. Solche Recherchen mit internationaler Dimension gibt es nur von mir, und eine Unterredung mit Andreas Theiss hätte sicher weitere Erkenntnisse gebracht, was meinen, aber auch seinen Zugang betrifft.

A320neo vs. Boeing 737 Max spielt auch eine Rolle…

 

 

Ich sprach gestern mit dem pensionierten und noch immer sehr aktiven Richter Martin Wabl, der eklatante Mängel in der Justiz aufzeigt. Er ist deswegen für einen unabhängigen Generalstaatsanwalt, dem nicht dauernd dreingeredet wird und auch gegen den Anwaltszwang, der dazu führte, dass es bei uns im Verhältnis weit mehr Anwälte gibt als anderswo. Außerdem hat man allenfalls in der ersten Instanz noch mit Betroffenen zu tun, bei Berufungen wird aber basierend auf Akten entschieden. Mangels spezieller Ausbildung sind Staatsanwälte oft überfordert mit dem, was man ihnen auf den Tisch knallt; man kann daher Verfahren auch in die Länge ziehen, indem man sie Neuen vorsetzt, die erst Routine gewinnen müssen. Damit ist auch, aber nicht nur der Umgang mit der Causa Eurofighter beschrieben, die wie anderes ebenfalls zu Aktenbergen führt, die nicht mehr bewältigbar sind, sodass Wesentliches gar nicht mehr erkannt wird. Beim Eurofighter-Vergleich sollte aber allein vom Studium der U-Ausschuss-Protokolle von 2017 auffallen, dass Darabos als Ministerwille den Leiter der Finanzprokuratur Wolfgang Peschorn 2007 zum Verhandlungsleiter machte und dies nie widerrufen hat. Dies bestätigte Peschorn, was er mir gegenüber bei einem Telefonat vor einigen Tagen auch wiederholt hat. Dennoch fungierte ab dem 24. Mai 2007 der Zivilrechtler Helmut Koziol als Verhandlungsleiter, der damals auch einen handschriftlichen Vergleichsentwurf formuliert hat.

Untersuchungen in den USA

Koziol wurde Gusenbauer von seinem Freund, dem Anwalt speziell für Ex-Sowjet-Klienten Leo Specht empfohlen und war Zivilrechtsprofessor, hat aber noch nie verhandelt. Dies war wichtig für die Feststellung – vom abstrakt-akademischen Standpunkt her -, dass nicht mehr möglich war als eben der dann am 24. Juni 2007 geschlossene Vergleich. Es waren jedoch Scheinverhandlungen, bei denen der Rechnungshof auch kritisiert, dass es ab dem 24. Mai 2007 keine Dokumentation mehr gab; ein wirklicher Einsparungseffekt ist auch nicht nachvollziehbar. Eurofighter wurde damals von Meinhard Lukas beraten, der heute Rektor der Linzer Kepler-Universität ist und einen Innovation Hub mit der Blue Minds Group einrichtete. Diese kooperiert mit der israelischen Rüstungsindustrie; an ihr sind neben Eveline Steinberger-Kern und Christian Kern auch Hans Peter Haselsteiner. Alfred Gusenbauer und andere beteiligt; bei der Kern-Firma FSight ist u.a. Martin Schlaff mit an Bord. Lukas ist aber auch ein alter Freund von Koziol und weiss, wie man verhandelt, sodass es durchaus im Interesse von Eurofighter schien, was im Vergleich stand. Dies aber wird Darabos umgehängt, von dem auch der Chefverhandler von 2003 Edwin Wall ferngehalten wurde, wie man ebenfalls U-Ausschuss-Protokollen (z.B. 22. Juni 2017) entnehmen kann. Als Hans Peter Doskozil Verteidigungsminister war, ging er einen Pakt mit dem Abgeordneten Peter Pilz ein: Doskozil sollte Airbus anzeigen, was für viele Juristen von vornherein „ein Blödsinn“ und aussichtslos war, Pilz hingegen Darabos. In jener Zeit (2016/2017) wurden die ersten A320neo ausgeliefert, gegen die Boeing dann die 737 Max aufbot. Wenn nun fatale Fehler festgestellt werden, die bei Boeing zur Katastrophe führten, so hat dies auch mit der Konkurrenz mit Airbus zu tun.

Deutsche Eurofighter

Der frühere CEO von Boeing Dennis Muilenburg spendete eine Million Dollar für Präsident Donald Trumps Inaugurationsfeier im Jänner 2017; zwei Monate später war der Boeing-Manager Patrick Shanahan Vizeverteidigungsminister. Bei Boeing war er unter anderem für den Dreamliner (787) verantwortlich, wegen man 2006 einen Deal mit dem Oligarchen Dmytro Firtash einging. Dieser soll indische Beamte bestochen haben, um Zugang zu Titanminen zu erhalten; deswegen fordern die USA Firtashs Auslieferung aus Österreich, wo dieser seit dem Regimewechsel in der Ukraine 2014 lebt. Inzwischen sind Shanahan und Muilenburg Geschichte; der neue Boeing-Chef David Calhoun redete eben in einem Interview Klartext: “I’ll never be able to judge what motivated Dennis, whether it was a stock price that was going to continue to go up and up, or whether it was just beating the other guy to the next rate increase. If anybody ran over the rainbow for the pot of gold on stock, it would have been him.” Man entschied sich für Muilenburg, weil er anders als Calhoun kein General Electric-„guy“ war; Calhoun gehörte seit 2009 dem Boeing-Aufsichtsrat an. General Electric erzeugt unter anderem Triebwerke und wird von der US-Kanzlei Skadden vertreten, die auch beim Ukraine-Lobbying von Gusenbauer und Co. vor 2014 dabei war; ebenso wie die Lobbyingfirma FTI Consulting. Skadden ist auch der Anwalt von Rene Benko in den USA, in dessen Signa Holding wir Gusenbauer finden; Skadden und FTI waren bei Doskozils „Krieg“ gegen Airbus an Bord.

Tweet des Ressortsprechers

Allein dieser Konnex zu Gusenbauer müssten bei Staatsanwälten die Alarmglocken schrillen lassen, denn damit ist der U-Ausschuss, der nach Doskozils sinnloser Anzeige gegen Airbus (16. Februar 2017) durch Pilz und Strache auf Schiene gebracht wurde, eine gegen Darabos gerichtete Farce. Zwar wurde u.a. von Pilz beteuert, dass es darum gehe herauszufinden, ob Gusenbauer oder Darabos für den Vergleich verantwortlich sei, doch der Sündenbock stand von Anfang an fest. Denn nicht nur Gusenbauers Lobbying-Partner bei der Doskozil-Kampagne sind ein Hinweis darauf, dass alles mit Gusenbauer ausgeschnapst wurde. Man erkennt eine Inszenierung auch, wenn der Vergleichsentwurf angeblich „plötzlich“ nach zehn Jahren in der einzigen erhaltenen Kopie in einem Schrank im Verteidigungsministerium „gefunden“ wurde (dafür lobte Pilz Doskotzil immer wieder). Dass es ihn gibt, erfuhr auch ich vorher schon (von Walter Rosenkranz, damals FPÖ-Abgeordneter); außerdem erkennt man das Timing, wenn am 31. Mai 2017 („zufällig“ auch Darabos‘ Geburtstag, an dem ihn Pilz via „Kurier“ bedrohte) eine Ladung in den U-Ausschuss für Meinhard Lukas für den Nachmittag des 2. Juni rausging. Am Vormittag jenes  Tages trumpfte Pilz dann damit auf, dass ein Schlüsseldokument im BMLV „gefunden“ worden sei, dessen Echtheit ihm dann Lukas bestätigen sollte; es wurde eben an den Ausschuss geliefert. Darabos und Koziol waren für den 1. Juni geladen und wurden nie zum Entwurf befragt; man hätte sie ja nochmal in den Ausschuss holen können. Ich setzte diese Details und andere im Dezember 2018 der Kriminalpolizei in Oberpullendorf auseinander, jenem Bezirk, in dem Darabos als damals noch Landesrat wohnt. An den Verfassungsschutz leiteten sie eine handschriftliche Zusammenstellung von Aussagen und Beobachtungen zu Darabos‘ Abschottung weiter (Quellen: Mainstream-Medien, Aussagen bei Veranstaltungen und Pressekonferenzen, U-Ausschuss-Protokolle, persönliche Gespräche, weil ich viele danach fragte).

It’s all blatant lie….

Geschehen ist freilich nichts, und auch ich werde weiter schikaniert; 2018 ging es auch darum, dass Doskozil ungehindert Landeshauptmann werden kann, obwohl man nicht nur bei der Polizei meinte, Darabos sei ein „Bauernopfer“. Sowohl Bundespräsident Alexander Van der Bellen als auch sein Vorgänger Heinz Fischer hatten nie Probleme mit verfassungs- und rechtswidrigen Zuständen, wie sie ein unter Druck gesetzter ehemaliger Befehlshaber Darabos symbolisiert. Es ist aber ungerecht, dass sich jetzt teilweise auch purer Sexismus an Verteidigungsministerin Klaudia Tanner entlädt, die ebenfalls ein sie unterstützendes Umfeld brauchen würde. Sie wird – wie Darabos vor ihr – für Umstände gebasht, die Medien mit ermöglichten, die nie an der Wahrheit interessiert waren. Letztes Jahr habe ich erfahren, dass es auch Zeugen dafür gibt, dass der Schrank im BMLV regelmässig geleert wurde (was einem eh auch der Hausverstand sagt); darauf wies ich die WKStA ebenso vergeblich hin wie auf Netzwerke im Hintergrund. Der Schrank wurde von Kammerhofer benutzt, der darin auch „Aktenvermerke“ aufbewahrte, mit denen er kaschierte, dass er kein Weisungsrecht hat und illegal rechtswidrige Befehle auf dem Rücken der Minister Darabos und Klug gibt. Diese Vermerke hätten eigentlich auch nach Ende jeder Legislaturperiode (i.e. 2007-2008, 2008-2013, 2013-2017) ins Staatsarchiv wandern müssen, was im Konjunktiv auch für Darabos‘ Minister-Terminkalender galt, der jedoch gelöscht wurde. Derlei großangelegtes „Schreddern“ sollte Spuren verwischen und davon ablenken, dass das BMLV via Kabinett gekapert wurde; Kammerhofer sollte Personal dazu anhalten, sich nicht schriflich an ihn zu wenden,  weil ja auch das angesichts der Ministerverantwortung verräterisch sein kann.

Fischer und Jabloner decken alles

Dieser Tweet bringt Verlogenheit und Vertuschung perfekt – aber unbeabsichtigt – auf den Punkt: Raimund Löw war wie z.B. Peter Pilz oder Robert Misik einmal bei der Gruppe Revolutionärer Marxisten. Als Heinz Fischers Mentor gilt Ex-Justizminister Christian Broda, dessen Bruder Engelbert zuerst Atomspion des NWKD war, dann in Österreich als einer der Pioniere einer frühen Umweltbewegung galt. Clemens Jabloner war Justizminister in Van der Bellens „Übergangsregierung“ nach Ibizagate und kürzlich zu Gast im Kreisky-Forum- Dabei sprachen er und Isolde Charim mit wohligem Seufzen im Elfenbeinturm puncto Justizprobleme auch die leidige Causa Eurofighter an. Aus dem Publikum meinte ich dann, dass man jedem in wenigen Minuten erklären kann, wie der Vergleich zustande kam, dass Darabos immer unter Druck war und Bauernopfer für Gusenbauer ist; darauf ging Jabloner dann bewusst nicht ein, er wollte es nicht kommentieren (und eilte am Ende der Veranstaltung sofort weg). Wenn man nun einer jungen Staatsanwältin einen Berg Eurofighter-Akten übergibt, wird sie sich nicht zurechtfinden und wird auch eine fünfseitige im August 2019 an die WKStA geschickte Sachverhaltsdarstellung nicht in ihrer Tragweite erkennen können. Außerdem gab es bereits 2017 eine, nachdem Pilz Darabos angezeigt hatte; darüber hinaus immer wieder Anzeigen nicht nur von mir zu den Zuständen im BMLV, die u.a. zu Liegenschaftsverkäufen ins SPÖ-Umfeld via Kammerhofer führten. Die folgenden Tweets sollen zeigen, dass man sorgfältig vorgehen muss, wenn man Netzwerke zuordnet; außerdem gibt es beim Thema Airbus auch starkes US-Interesse, was besonders die Sparte Defence and Space betrifft, die den Amerikanern ein Dorn im Auge ist. Ich kam also auf einer langen Reise, die ich dem Bundeskriminalamt gerne darlegen würde, die einen Auftrag von der WKStA zur Einvernahme erhalten müsste, zu immer mehr Eurofighter-Hintergründen und -Abgründen. Es begann bei einem verklausulierten „ich will dich kennenlernen“ von Darabos, das man auch als schriftlichen Ministerwillen bezeichnen kann.

Ist es wirklich so einfach?

Unter normalen Umständen wäre ich ins Ministerium gekommen, auch mit einigen Fragen zu aktuellen Themen im Gepäck; vielleicht wäre Darabos anfangs vorsichtig gewesen, ob er mir vertrauen kann. Abseits des Ressorts hätte es so verlaufen können, dass man einen Treffpunkt ausmacht, von dort aber woanders hingeht, weil man unbeobachtet reden will. Doch ich wurde sofort aus dem Hinterhalt attackiert, Jobverlust inklusive, schließlich via Kammerhofer bedroht und nachhaltig verleumdet; erst über die Jahre habe ich immer mehr Puzzleteile zusammengesammelt, beginnend bei der Abschottung von Darabos und Zeugen dafür und einer Bewertung von Vorgängen um das Bundesheer (Berufsheer-Kampagne, Abberufung von General Entacher, Budgetnot, Auslandseinsätze), die zu anderen Schlüssen als der Mainstream kam. Bei den Eurofightern interessierte mich zunächst der Vergleich und sein Zustandekommen, dann aber immer mehr die Konkurrenz zwischen Airbus und Boeing, schließlich aber auch die russische Komponente. Ich teilte dann in Teams ein, „Team Russland“ wollte keinen Vertragsausstieg, sondern den Vergleich, während „Team USA“ u.a. mit Pilz auf ein Stornieren des Kaufvertrags abzielte. Dafür kann man jedoch auch mit legitimen Motiven sein, wie ich die Haltung von Darabos und Peschorn verstehe. Bei der Wehrpflicht-Volksbefragung wiederum waren einige aus guten Gründen für das bestehende System, ohne zum „Team Russland“ mit Erwin Hameseder von Raiffeisen zu gehören („Einsatz für Österreich“); das „Team USA“ setzte auf Hannes Androsch und Co. („Unser Heer“) von wegen kleines Berufsheer (auch für Kampfeinsätze, was nicht dazugesagt wurde).Hameseder begegnet übrigens  Gusenbauer im Aufsichtsrat der Strabag, an der sich seit 2007 der Oligarch Oleg Deripaska beteiligt; AR-Vorsitzender bei Deripaskas Russian Machines ist Siegfried Wolf, der diese Funktion auch bei der Sberbank Europe innehat, die nebenbei als „Front“ des SWR dient. Wolf wirkt wie ein Mentor von Rene Benko, der wiederum einen Kredit bei der Sberbank Europe laufen hat und in einem Luxushotel Deripaskas in Lech am Arlberg heiratete.

Wo überall mitgemischt wird 

Noch vor der Entscheidung für Eurofíghter 2002 half der Magna-Manager Hubert Hödl EADS, den russischen Markt zu sondieren; dies mit Unterstützung von Magna-CEO Wolf. 2006 wurde per Dekret von Wladimir Putin, mit dem Wolf auch befreundet ist, die United Aircraft Corporation gegründet, die sich dann auch an EADS beteiligte. Zwar „nur“ im Ausmaß von einigen Prozenten, aber dies entspricht dem Engagement von Frankreich, Deutschland, Spanien bei Airbus, worin EADS aufgegangen ist. Der Rest ist Kapitalmarkt, was nachvollziehbar macht, warum via Negativ-PR zur Doskozil-Anzeige die Marktkapitalisierung von Airbus beeinflusst werrden sollte. In Österreich übernahmen dies Raphael Sternfeld (jetzt Kommunikationschef der SPÖ Wien) und Stefan Hirsch (einst einer der Darabos-Aufpasser, jetzt Kommunikationschef der Bundes-SPÖ), international war FTI Consulting zuständig, mit Focus auch auf die City of London. Gusenbauer im „Team Russland“ versprach EADS, dass man im Wahlkampf 2006 nur pro forma auf „Sozialfighter statt Eurofighter“ machte; es hatte ja jemand Interesse daran, dass die SPÖ gewinnt. Als Gusenbauer im U-A 2017 nach Koziol gefragt wurde, behauptete er, dieser sei viele Jahre in einer renommierten Wirtschaftskanzlei tätig gewesen; es wurde aber keine gefunden. auf die dies zutrifft. Peschorn zufolge hat er da und dort Kanzleien beraten, selbst aber bis zum Mai 2007 noch niemals verhandelt. Obwohl Zeugen vor ihren Aussagen im U-Ausschuss darüber belehrt werden, welche Konsequenzen das Verletzen der Waĥrheitspflicht hat, bestandete dies weder der Ausschuss noch die Justiz. Das gilt auch für Gusenbauers Antwort auf die Frage, wer ihm denn außer Koziol noch von Specht empfohlen wurde, denn es seien mehrere gewesen. Er könnte dies nicht sagen, weil einer von diesen heute erkrankt sei; was aber, wenn es sich um Meinhard Lukas handelte? Dieser ist nierenkrank, wie er 2019 bekanntgab; es wäre aber eine Anzeige gegen Gusenbauer unvermeidlich gewesen, hätte dieser gesagt: „Mir wurde auch Lukas von Specht vorgeschlagen, der dann eben Rechtsberater von Eurofighter wurde.“ Deutsche Leserinnen und Leser müssen sich an dieser Stelle klarmachen, was es bedeutet, dass bei uns der Kanzler keine Richtlinienkompetenz hat. Deswegen konnte Gusenbauer zwar auf die Ministerverantwortung pochen, zugleich aber changierte der U-Ausschuss zwischen „hat Darabos angeschafft..:“ und „ups, das geht ja gar nicht..“. Außerdem gab er vor, nichts von Koziols Entwurf im SPÖ-eigenen Gartenhotel Altmannsdorf mitgekriegt zu haben (er empfing mit Fischer Bill Clinton in Wien); erst als alle davon am 2. Juni 2017 wussten, habe er davon erfahren.

„Novomatic zahlt alle“?

„Er hat Angst“ ist der Eindruck eines Journalisten, der mit Darabos telefonierte, als  es in den letzten Wochen wieder einmal auch um den Eurofighter-Vergleich ging. Das bedeutet wieder einmal, dass er nicht wagen kann, wahrheitsgemäss auszusagen, sich also nicht verteidigen kann gegen Anschuldigungen, denen die Staatsanwaltschaft seit bald drei Jahren nachzugehen hat. Dabei ist dieses immer komplexere Puzzle auch verbunden mit jenem, das man nach Ibizagate zusammensetzen konnte. Alfred Gusenbauer war vor Eva Glawischnig im Aufsichtsrat der deutschen Novomatic-Tochter Löwen Entertainment; er fungiert als „Berater“ des Glücksspielkonzerns. Weil die Casinos Austria nach Ibiza mittels anonymer Sachverhaltsdarstellung ins Visier der Justiz gerieten, verkaufte die Novomatic ihre Anteile an die tschechische Sazka-Gruppe, die nun Mehrheitseigentümerin ist. Es verwundert nicht, dass Novomatic-Gründer Johann Graf, der übrigens nur mit ständig wechselnden Wertkartenhandys telefoniert und dessen Mitarbeiter keine Nummer von ihm haben, auch mit Rene Benkos Signa Holding verbandelt ist. Bei den Eurofightern soll sich die Justiz auf die ehemalige Briefkastenfirma Vector Aerospace und Empfänger wie den „Hauptbeschuldigten P.“ konzentrieren, während man bei anderen ihre Rolle bis heute nicht so genau einordnen kann. Jener P. erhielt genau 20 % der Summe, die man Ex-Verteidigungsminister Herbert Scheibner in den Jahren 2009-2011 zukommen ließ, was ausgerechnet Haselsteiners NEOS kritisierten. Dass dabei u.a. die Baufirma Alpine eine Rolle spielte, über die Scheibner bedacht wurde, ist nämlich schon wieder eine Gusenbauer-Connection. Dieser war dort im Aufsichtsrat, ehe er dann plötzlich 2010 Aufsichtsratsvorsitzender der Strabag wurde (Stv.: Hameseder). Einer, gegen den in der endlosen Eurofighter-Geschichte ermittelt wurde, hatte als Anwalt RIchard Soyer, der auch Kasachstan, die SPÖ oder Ibizagate-Anwalt Ramin M. vertritt, wie dieser Konzipient bei Gabriel Lansky war und an der JKU lehrt.

Benko gehören Anteile an „Krone“ und „Kurier“ (damit auch am „profil“)

Ist es eine Überraschung, dass BMJ-Sektionschef Christian Pilnacek gegen Darabos weiter ermitteln lassen will, wenn dieser wiederum Raiffeisen-Vertreter beruhigen sollte, die im Visier der WKStA puncto Casinos stehen? Es ist ein „Spiel“, bei dem keine Seite zimperlich ist, wie auch Beispiele aus anderen Staaten zeigen. Die Frage ist aber, ob es noch einen Funken Hoffnung auf unabhängige Justiz geben darf, oder ob im Grunde immer der gleiche gut vernetzte Personenkreis genau dies verhindert. Ich habe ohne die Möglichkeit, Einvernahmen durchzuführen, Akten oder gar Amtshilfe anzufordern sehr viel herausgefunden, das alles nicht nur beim Eurofighter-Vergleich auf den Kopf stellt, das wir als „Wahrheit“ anzunehmen gelernt haben. Und natürlich hat es Sprengstoff, wenn ein unter Druck gesetzter Minister schlicht ein wenig Rückhalt wollte, daraufhin aber schwere Geschütze gegen mich aufgefahren wurden. Da ich nicht zu jedem erwähnten Detail wieder alle Links aufführe, verlinke ich zu früheren Texten, in denen es dann eine Vielzahl an Belegen gibt. Das Bild wird immer deutlicher, auch weil manches beim mehrmaligen Lesen wieder etwas Neues offenbart bzw. man dieses und jenes dazu noch recherchieren könnte. Ich kann weit mehr als nur Darabos entlasten, weil ich zugleich ein ganzes Netzwerk skizziere, das von großem Interesse für Heeresdienste und BVT, aber auch westliche Geheimdienste sein müsste. Allerdings bin ich nur eine Frau und zudem wurde ich in eine prekäre Lage gebracht, bin also arm und wohnungslos gemacht worden. Dabei ist charakteristisch, dass mir die „Hintermänner“ nie offen entgegentreten, sondern immer Handlanger vorgeschickt werden; die Justiz beschäftigt sich aber auch bei Eurofighter, Ibiza oder Casinos bislang nur mit diesen. Viele werden demonstrativ geschont, wohl weil sie andernfalls doch etwas aussagen könnten, das Auftraggeber verrät. An anderen muss man Exempel statuieren, auch um zu suggerieren, dass ja tatsächlich aufgeklärt werde. Darabos hat Angst – auch wenn es darum geht, mich gegen Verleumdungen zu verteidigen, denn dies wagt er ebenfalls nicht.

PS: Jede Form der Hilfe und Unterstützung ist willkommen, da ich zum Schweigen gebracht werden soll.

Ich bin unter 06508623555 und alexandra(at)ceiberweiber.at erreichbar.

Alexandra Bader

 

5 Kommentare zu „Eurofighter: Die wichtige (lästige) Zeugin

  1. Sorry, aber ich kann der Schreibe nicht folgen.
    Ähnlich einer Klage eines pubertierenden Kindes.
    Dabei steht bestimmt viel Interessantes drin.
    Schade, bleibt mir ein Teil unerschlossen .

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