SPÖ: Warum Christian Kern ein Fake ist

Einige meinen wehmütig, dass alles doch besser war, als der Kanzler Christian Kern hiess und sein Vize Reinhold Mitterlehner war. Dies natürlich in Kontrast zu Sebastian Kurz in Kombination mit Werner Kogler, und eine TV-Diskussion am Abend des 8. Juni mit Kern wird solchen Vergleichen neue Nahrung geben. Aber hat der neue FPÖ-Chef Herbert Kickl recht, wenn er die türkise ÖVP als das grösste politische Täuschungsprojekt der Zweiten Republik bezeichnet? Oder wurde auch aus anderen Parteien eine Mogelpackung, die naive Anhänger in die Irre führt, was die wahre Agenda betrifft? Kern soll sich jedenfalls mit dem konservativen Journalisten Jan Fleischhauer darüber in die Haare kriegen, welche Politik besser aus der „Krise“ führt, linke oder rechte. Das Schauspiel findet bei Puls 4 statt, einem zu ProSiebenSat.1 gehörenden Sender; dort wiederum sitzt die strategische Beraterin von Kurz Antonella Mei-Pochtler seit April 2020 im Aufsichtsrat. Wenn Mei-Pochtler Markus Braun von Wirecard in den Think Tank „Think Austria“ holte, sind wir schon bei einer Verbindung zu Kern.

2016 trat dieser mit Braun beim Innovation Club Network auf; 2018 eröffnete Braun eine Tagung des Darwin’s Circle in Wien (2017 nahm Kern noch als Kanzler teil). Zu den Veranstaltern gehört Niko Pelinka, der als Praktikant in der Kanzlei Lansky tätig war und vom Ibiza-Video wusste; mit Eveline Steinberger-Kern gründete er das Innovation Club Network. Markus Braun sponserte zuerst die NEOS, was ihn mit dem Geschäftspartner der Kerns Hans Peter Haselsteiner verbindet; dann jedoch auch die ÖVP. Die NEOS wiederum machten 2015 in Wien Wahlkampf mit „Berater“ Tal Silberstein, den Kern im Herbst 2016 anheuern sollte. Als Kern CEO der ÖBB war, wurde eine Zusammenarbeit von Wirecard und den Bundesbahnen vereinbart, die 2017 von seinem Nachfolger Andreas Matthä noch erweitert wurde. Kurz behauptete dann, Kern habe Braun gut gekannt, doch Kern nannte Kurz deswegen einen notorischen Lügner.

Jung & Naiv und Kern (2019)

Inzwischen ist freilich davon die Rede, dass auch Jan Marsalek beim ÖBB-Deal mitmischte, was gerade angesichts seiner Connections zu Russland nicht überrascht. Sehen wir uns doch einmal an, wie Kern im Mai 2016 Werner Faymann ablöste; das Video unten weist auf die Rolle des früheren Bürgermeisters von Wien Michael Häupl hin. Faymann war beim traditionellen Maiaufmarsch der Vor-Corona-Zeiten in einer konzertierten Aktion ausgebuht worden; am 9. Mai 2016 kam er einem Komplott zuvor, das ihn durch Kern ersetzen sollte, indem er das Handtuch warf. Kern hatte zu diesem Zeitpunkt allerdings schon einen Vertrag als Vorstandsvorsitzender von RHI in der Tasche, der ihm zwei Millionen Euro im Jahr eingebracht hätte. Das wiederum hat mit Martin Schlaff zu tun, der bei RHI investiert und den Kern-Förderer Alfred Gusenbauer förderte, der dem Aufsichtsrat von RHI angehörte. Schlaff beteiligte sich 2016 an der israelischen Firma Foresight von Frau Kern, was dann auch Herr Kern tat, also „unser“ neuer Bundeskanzler.

Michael Häupl 2016 zu Kern

Bei Häupl sollten wir daran denken, dass er mit dem früheren Moskauer Bürgermeister Juri Luschkow befreundet war, der Stalin nachtrauerte und dem Verbindungen zur Mafia nachgesagt werden. Dies trifft auch auf seine Witwe zu, die Oligarchin Elena Baturina, die mit den Bidens im Geschäft war und deren Anwalt Leo Specht ein Businesspartner Gusenbauers ist (und der lange ÖBB-Aufsichtsrat war). Wenn Häupls Nachfolger Michael Ludwig dem chinesischen Botschafter Li Xiasoi das grosse goldene Ehrenzeichen des Landes Wien überreichte (Laudatio: Heinz Fischer), so erinnert dies an Häupl und Luschkow 2007. Nicht von ungefähr wurde Kern 2018 Präsident des Kuratoriums der Austrian Chinese Business Association, die 2010 vom Gusenbauer-Spezi, dem kommunistischen Anwalt Georg Zanger gegründet wurde. Ausserdem wurde er Präsident einer chinesischen Industrielobby, die direkt an die KP angebunden ist. Während Gusenbauer im Think Tank des Ex(?)-KGB-Agenten Wladimir Jakunin sitzt, der Direktor der russischen Staatsbahnen war, wurde Kern bei diesen Aufsichtsrat. Das wiederum erinnert an den Förderer von Sebastian Kurz, Gernot Blümel und Thomas Schmid, nämlich an den Gast von Jan Marsalek Wolfgang Schüssel (Aufsichtsrat zuerst bei MTS und dann bei Lukoil).

Kern diskutierte bei der SPÖ

Gerne wurde Kern als der grosse Intellektuelle präsentiert, doch zugleich schlug er alle Warnungen vor Tal Silberstein in den Wind. Er fiel aus allen Wolken, als dieser am 14. August 2017 gemeinsam mit einem weiteren Gusenbauer-Geschäftspartner Beny Steinmetz verhaftet wurde. Im Verlauf des damaligen Wahlkampfes wurde immer mehr bekannt, zum Beispiel, dass der ehemalige Gusenbauer-Sprecher Robert Leingruber, der im Dezember 2008 zu Rene Benkos Signa gegangen war, ein Dossier für Silberstein über Kern verfasst hatte. Silbersteins rüder Umgang mit anderen focht Kern nicht an, der sich vollkommen nach dem „Berater“ richtete; in Afrika bringt man diesen ohnehin mit dem Mossad in Verbindung. Als Folge des Silberstein-Wahlkampfes 2006 wurde der damalige Wahlkampfmanager Norbert Darabos Verteidigungsminister; freilich hatte Gusenbauer seinen russischen Herren versprochen, dass es keinen Ausstieg aus dem Eurofighter-Vertrag geben wird. Der nach Scheinverhandlungen 2007 erzielte Vergleich war nicht der Wunsch des eigentlich zuständigen von Darabos, der abgeschottet, überwacht, unter Druck gesetzt wurde. 2017 wurde ihm per U-Ausschuss extra nochmal die Verantwortung zugeschoben, um Gusenbauer zu decken. Daran wirkten auch Justizminister Wolfgang Brandstetter und Sektionschef Christian Pilnacek mit, weil bei Eurofighter auch vertuscht werden musste, was der Kauf der Jets mit Magna und russischen Netzwerken bis in die Spitzenpolitik zu tun hatte. Kern unterstützte alles einschliesslich der Manipulation des U-Ausschusses und der Justiz durch den Abgeordneten Peter Pilz und Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil. Dazu gehörte auch, Airbus zu attackieren, was als „Geheimprojekt Minerva“ mit ehemaligen Ukraine-Lobbying-Partnern Gusenbauers vorbereitet wurde. Bereits 2003 gab es ein „Geheimprojekt Minerva“, als der Magna-Manager Karl Heinz Grasser Finanzminister war und es um die Übernahme und Zerschlagung der VOEST durch Magna ging.

Kern wird angelobt

Im Jänner 2016 machte Kern noch bei den ÖBB Stefan Kammerhofer zum Abteilungsleiter ohne Arbeit, der zuvor Klubsekretär bei Gusenbauer und dann von 2007 bis 2016 Kabinettschef im Verteidigungsministerium gewesen war. Im BMLV spielte er für Gusenbauers Herren illegal Minister und hielt zuerst von Darabos und dann von Gerald Klug Personen und Informationen fern. Ohne fremden Geheimdienst im Hintergrund ist dies kaum denkbar, zumal Kammerhofer fremde Befehle ausführte und Menschen verleumdete, bedrohte und verfolgte, obwohl er nur echte Ministerweisungen ausführen dürfte. Als ich Kern auf Kammerhofer ansprach, der auch mir schwer geschadet hat, bestätigte er zwar, dass er ihn versorgt hatte, meinte aber, dessen Sündenregister seien Unterstellungen. Er werde sich das anschauen und verwies mich an eine Mitarbeiterin, die jedoch nie Infos für mich hatte; auf Twitter blockierte er mich dann. Kern wurde für seine Willfährigkeit auch puncto Eurofighter und Kammerhofer belohnt; damit meine ich nicht nur seine China- und Russland-Funktionen. Denn als er sich im Herbst 2018 aus der Politik in die Blue Minds Group seiner Frau zurückzog, folgten bald Gusenbauer und Haselsteiner als Investoren. An den Eurofighter-Scheinverhandlungen war der heutige Rektor der Linzer Universität Meinhard Lukas beteiligt, der Gusenbauer und Co. beim Vertuschen der Umstände im U-Ausschuss 2017 half. Was für ein Zufall, dass dann die Blue Minds Group mit ihm hinsichtlich eines Innovation Hub kooperierte! Wenn wir oben Bundespräsident Heinz Fischer bei der Angelobung Kerns sehen, ist eine Assoziation natürlich, dass Kern den Wahlkampf des Nachfolgers Alexander van der Bellen unterstützte. Doch Fischers Mentoren waren der in der Sowjetunion ausgebildete Verstaatlichungsexperte Karl Waldbrunner und Justizminister Christian Broda, dessen Bruder Engelbert Atomspion des KGB war.

Kern und Fussi

Rudi Fussi wurde bekannt durch ein Volksbegehren gegen Abfangjäger und 2006 im SPÖ-Wahlkampf für Videos engagiert. Er beteiligte sich 2017 wie Robert Leingruber „ehrenamtlich“ und war einer der Empfänger des erwähnten Dossiers. Wenn er oben Kern interviewt, ist der Sponsor Nunner Logistics recht interessant von wegen Bahnverkehr. Wir wissen jetzt bei Ibizagate, dass „der Detektiv“ Julian Hessenthaler bereits zu der Zeit mit der SPÖ verhandelte, als Kern noch Kanzler war. Konkret erhielt Parteianwalt Michael Pilz den Auftrag, Gespräche zu führen, der einst Konzipient bei Gabriel Lansky und Georg Zanger war und wie Kern in der ACBA aktiv ist. Pilz begleitete sogar Anwalt Ramin Mirfakhrai im Frühjahr 2018 nach Berlin zu Anlegeranwalt Jochen Resch, doch Kern entbindet ihn nicht von der Schweigepflicht, sodass er nicht im Ibiza-U-Ausschuss aussagen kann. Im Eurofighter-U-Ausschuss fungierte Pilz als Pseudo-Vertrauensperson „von“ Darabos, sollte aber daran mitwirken, die wahren Hintergründe zu vertuschen. Von Kerns Businesspartner Haselsteiner ist man sofort beim Oligarchen Oleg Deripaska, dessen Geschäftspartner Siegfried Wolf ab August 2016 auch finanzielle Unterstützer für Kurz sammelte. Was Österreich betrifft, sind links oder rechts also Scheinalternativen; im Land der ehemaligen FDJ–Sekretärin Angela Merkel ist es auch nicht anders. Schliesslich dürfen wir auch nicht vergessen, dass uns Kern die unsägliche Pamela Rendi-Wagner als SPÖ-„Chefin“ eingebrockt hat.

PS: Weil ich mich seit Jahren mit solchen Hintergründen befasse, wird mir sehr zugesetzt. Ich freue mich daher über eure Unterstützung und den Austausch mit euch und bin unter 066499809540 erreichbar. Weil „Zusetzen“ auch bedeutet, mich ökonomisch zu treffen, bedanke ich mich auch für eure finanzielle Unterstützung unter Alexandra Bader, Erste Bank, AT 592011100032875894 BIC GIBAATWWXXX vielen Dank!

3 Kommentare zu „SPÖ: Warum Christian Kern ein Fake ist

  1. „Kern soll sich jedenfalls mit dem konservativen Journalisten Jan Fleischhauer darüber in die Haare kriegen, welche Politik besser aus der „Krise“ führt, linke oder rechte.“

    Sollte es beim besagten puls 4 Zirkusauftritt vom angeblich liebsten Kern gar darum gehen, der Bevölkerung vortäuschen zu wollen, die ÖVP sei eine politisch „Rechte“ / „Konservative“ Partei, und die SPÖ eine politisch „Linke“ Partei ???

    dort wiederum sitzt die strategische Beraterin von Kurz Antonella Mei-Pochtler seit April 2020 im Aufsichtsrat.

    So so ?! Mit diesem ZusatzWissen, dass sich die >neo-liberale< Strategin für Machtexpansion, Antonella Mei-Pochtler, bezeichnenderweise [Corona Message Controll] seit April 2020 im Aufsichtsrat von Puls 4 resp. ProSiebenSat.1 befindet, kann man den vorerst bloß dringend gewesenen Verdacht auf willentliche Täuschung und Manipulation der Puls 4 Zuseherschaft, als objektiviert / als bestätigt und somit als bewiesen abhaken.

    Wie auch immer
    MfG

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    1. Vielleicht noch als Ergänzung, obwohls eh jedem Vernunft begabten bereits klar gewesen sein müsste: Einzige Partei mit verlässlich konservativem Charakter hat in Österreich die Farbe „blau“ oder anders gesagt: Einzig in der FPÖ werden traditionell, verlässlich konservative Werte gelebt. Worauf Du Dich verlassen kannst !!!

      Alle anderen Parteien sind wie die NEOS, Grüne, SPÖ und ÖVP leider nur noch neo-liberal. Der Verlust von Vermögen wird höher bewertet, als der Verlust von Menschenleben.

      Es mangelt also in Österreich an einer echten Linken Partei. Der letzte echte aufrichtige Sozialdemokrat war, ob man ihn mochte, gut fand oder nicht, Bruno Kreisky R.I.P. ! Für ihn zählte das Wohlergehen seiner ihm anvertrauten Bevölkerung – und sonst gar nichts !!!

      Wie auch immer
      MfG

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    2. Noch was, um auch auf den Titel gebührend einzugehen. Mir scheint Christian Kern augenscheinlich auch als Fake. Hat es was zu tun mit Austausch ? Ist mir übrigens schon bei mehreren vertrauten Gesichtern aufgefallen – in den letzten 10 Jahren.

      Wie auch immer
      MfG

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