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Politik unter dem Regenbogen

Vier Monate vor der Nationalratswahl findet die Regenbogenparade statt, an der Politikerinnen und Politiker von SPÖ, Grünen und NEOS teilnehmen werden, während man ÖVP, FPÖ und Team Stronach vergeblich suchen wird. Nach einer aktuellen Umfrage kommen SPÖ, Grüne und NEOS zusammen auf 37 %, Schwarzblau hingegen auf 63  % (das Team Stronach schafft den Wiedereinzug ins Parlament nicht). Dennoch ist deutlich, wie anhand einer Frage polarisiert wird, die vor vielen Jahren davon ausging, Diskriminierung von Lesben und Schwulen etwas entgegen zu setzen.

Heute ist die Einstellung zur jedes Jahr schrilleren Parade in Wien ein wichtiger Gradmesser dafür, wie man seine Mitmenschen zu beurteilen hat. Dass viele „Betroffene“ gar nicht so glücklich darüber sind, mit der Pride in Verbindung gebracht zu werden, stört nicht weiter. Es sollte doch die freie Entscheidung jedes Menschen sein (auch von Heteros und Heteras) wie er es mit der Parade hält. Doch nicht nur im Wahlkampf wird der Besuch der Parade oder der Verzicht darauf zum politischen Statement.  Das war letztes Jahr besonders deutlich, als der neue Bundeskanzler Christian Kern eine Ansprache am Ende der Parade hielt, während zuvor Mitglieder der Wiener Stadtregierung oder rote Minister / Ministerinnen auftraten.

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Christian Kern ist Regenbogenkanzler

Am 18. Juni 2016 konnten die Gegensätze scheinbar nicht grösser sein: beim „Marsch für Jesus“ sprach Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP), bei der Regenbogenparade hingegen Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ). Freilich verbindet zumindest einen Teil der jeweiligen BesucherInnen mehr denn je, da beide Seiten sich für schrankenlose Zuwanderung unter dem Deckmantel „Schutzsuchende“ aussprechen. Was viele „Schutzsuchende“ von Homosexualität und „Vielfalt“ halten, wird denen erst bewusst werden, die nicht dadurch gewarnt sind, dass nach den Übergriffen von Köln feministische Überzeugungen über Bord geworfen wurden.

Absolutes Highlight bei der Regenbogenparade war eine kurze Ansprache von Kanzler Kern, die von Christine Tauzher in „Heute“ so beschrieben wird: „Einen Kanzler, der in verwaschenen Jeans ohne Krawatte auf der Regenbogenparade zu den Massen spricht, der bejubelt wird wie ein Popstar, der lächelt, der sich freut, der keine leeren Floskeln herunterratscht, der frei spricht, der ohne mit der Wimper zu zucken ’schwul‘ und nicht ‚heterosexuell‘ sagt, der es beschämend findet, dass Schwule und Heteros nicht gleichgestellt sind und der das ändern will – einen solchen Kanzler gab es in Österreich noch nie.“ Und sie fügt hinzu: „Das Erstaunliche: Man nahm ihm jedes Wort ab. Es  klang echt und nicht so aufgesetzt und künstlich wie die Reden, die wir von Werner Faymann gewohnt waren –  ganz abgesehen davon hätte sich Kerns Vorgänger nie auf eine derartige Veranstaltung verirrt.

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Kampf gegen und für Homophobie

Homophobie und Islam sind kein Thema, wenn auch über die „Schwulenszene“ hinaus kein Millimeter an der „Willkommenspolitik“ geändert werden soll. Man fühlt sich an „Je suis Charlie“ erinnert, wenn alle regenbogenbunt Zeichen setzen, es die üblichen Hashtags, Grabkerzen, Blumen und symbolischen Gesten gibt. Dabei gibt es Ungereimheiten, was den Terror von Orlando betrifft, bei dem in einem Schwulenclub 50 Menschen getötet und mehr als 50 schwer verletzt wurden.

Zunächst sollte man die false flag-Frage klären und beim Vater des Täters beginnen: „Seddique Mateen, der eine eigene TV Show moderiert, wird unter anderem vom CIA-Outlet Voice of America-Dari finanziert. Im Bild sehen wir Seddique Mateen mit dem kalifornischen republikanischen Abgeordneten Dana Rohrabacher, der mit der Unterstützung eines gewissen Oliver North (Iran-Contra-Affäre) seit 1988 im Kongress sitzt. Rohrabacher trägt den Spitznamen ‚Gunga Dana‘, weil er seit Jahrzehnten bei ‚allen Dingen, die sich um Afghanistan drehen‘ involviert ist. Derzeit sitzt er dem United States House Foreign Affairs Subcommitee on Europe, Eurasia and Emerging Threats (Unterausschuss für auswärtige Angelegenheiten für Europa, Eurasien und aufkommende Bedrohungen) vor.“

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