Neue Corona-Gesetze? Ohne uns Frauen!

Am 8. März gibt es eine Sondersitzung des Parlaments auf Verlangen der Opposition zum Internationalen Frauentag. Am 9. März endet die Begutachtungsfrist für überfallsartig auf den Weg gebrachte neue sog. Corona-Gesetze. Wer nun meint, dass jene Szene, die den Frauentag immer ganz besonders intensiv begeht, die Gelegenheit nutzen wird, um gegen weitere Einschränkungen der Freiheit und Selbstbestimmung auch von Frauen Stellung zu beziehen, die oder der irrt. Es ist ohnehin schon vielsagend, dass sich die allermeisten Frauen und Institutionen darin fügen, virtuelle Veranstaltungen abzuhalten.

Ohne die Bereitschaft von Frauen, an der Supermarktkassa zu stehen, Kinder zu unterrichten und zu betreuen, Angehörige zu pflegen könnte sich die Regierung all das ohnehin in die Haare schmieren, was sie uns als „Kampf gegen die Pandemie“ verkauft. Da wäre doch ein Frauenstreik höchst an der Zeit, bei dem sicher all die Frauen sofort dabei sind, die bei Demos und Spaziergängen ihren Unmut artikulieren. Immerhin gelten mit der Novelle schon Treffen von vier Personen als Versammlung gegen die mit drastischen Strafen vorgegangen werden soll. Und es wird leichter werden, Orte abzuriegeln, was auf willkürlichen Begründungen basiert. Ausserdem kommt ein Testzwang zunächst in bestimmten Berufen, der dann wohl auf alle ausgeweitet wird und von einem Impfzwang gefolgt wird.

Plakat der Wiener SPÖ

Wir erleben seit einem Jahr einen Pressekonferenzmarathon vor allem von Männern wie Sebastian Kurz, Rudi Anschober, Werner Kogler, Karl Nehammer, Gernot Blümel. Wenn einmal Ministerinnen zu Wort kommen, heben sie sich davon nicht wirklich ab. Diese Herren – und einige andere – hatten noch nie in der Weise mit der Organisation des Alltags zu tun wie viele Frauen. Sie hatten keine schlaflosen Nächte, weil alle Sicherheiten wegbrechen, sie Rechnungen nicht mehr bezahlen können, die Kinder extrem unter den „Massnahmen“ leiden, und zwar auch dann, wenn sie eigentlich ins Studium starten wollen. Sie waren noch nie eine Kellnerin, die ohne Trinkgelder nicht über die Runden kommt, oder eine Friseurin, die sich selbständig machte und der die Kunden ausbleiben; sie sind auch keine Künstlerin ohne Engagements oder Ausstellungen. Sie sind keine ältere Frau, die damit zugetextet wird, dass sie doch einer Risikogruppe angehöre oder deren Freiheit in einem Heim besonders stark angeblich zu ihre  Besten beschnitten wird. Weil im Journalismus Quotenfrauen gefragt sind und auch sexuelle Belästigung Eigenständigkeit nicht gerade fördert, gibt es im Mainstream keine kritische weibliche Perspektive zu dem, was uns als Corona verkauft wird.

Die FPÖ zu Frauentag und Corona 

Wenn mit „Inzidenzen“, „Mutationen“ und Tests bzw. Impfungen jongliert wird, dient dies allein dazu, den Zustand einer Plandemie zu verlängern (ad infinitum), um das Land komplett umzukrempeln. Es ist schwierig, hier Perspektiven für ein besseres Leben für Frauen zu finden, wenn Schul- und Unichaos, Jobverluste und Pleiten so weitergehen sollen. Seit einem Jahr wurden viele vermeintliche Verschwörungstheorien wahr, sodass einige auch nicht ohne Grund befürchten, dass mit dieser Novelle Lieferketten unterbrochen werden. Wir sehen oben die Aufzeichnung einer Pressekonferenz der FPÖ zum Internationalen Frauentag, in der das neue Gesetz auch thematisiert wird. Unten baue ich das Video ein, das die virtuelle diesjährige One Billion Rising-Veranstaltung wiedergibt. Diese Szene scheint vollkommen weggedriftet, was auch schon nach der Masseneinwanderung 2015, also bei OBR am 14. Februar 2016 vor dem Parlament deutlich wurde. Ein Jahr darauf waren auch OBR-Unterstützerinnen bei einer Kundgebung für das Kopftuch, aus Solidarität mit offenbar von Männern vorgeschobenen Musliminnen; ausserdem gab es auch in Wien eine Veranstaltung parallel zum Womens‘ March in den USA gegen Präsident Donald Trump.

One Billion Rising Austria 2021

Wir sind es gewohnt, dass die meisten Abgeordneten, Gewerkschaften, Wirtschaftskammer, Ärztekammer und Co. angesichts der Zumutungen unter dem Deckmantel Corona versagen. Dazu kommt die Rolle von Bundesheer und Polizei als Erfüllungsgehilfen, sodass wir uns über das Versagen der institutionalisierten Frauenszene nicht wundern sollten. Es mag vielen nicht behagen, aber während Frauen durch die Fähigkeit zu gebären vielleicht einen direkteren Zugang zum Leben haben, quälen uns Männer wie Christian Drosten und Anthony Fauci nur de Laborperspektive. Ihnen hätte der Erfinder des PCR-Verfahrens Kary Mullis heftig widersprochen, wenn er nicht im Sommer 2019 verstorben wäre. Feministinnen, die Frauen verraten, sind weder an wissenschaftlichen Erkenntnissen interessiert noch am Alltag anderer Frauen, der nun einmal oft mit – zunehmend depressiven – Kindern zu tun hat. Wahrscheinlich genügen Gender Studies, um sich hinreichend mit der Realität auseinanderszusetzen, und Gendersternchen, um auf sie zu reagieren.

Gunnar Kaiser bringt es auf den Punkt 

Besonders arg ist, dass auch diese verblendeten Frauen wissen, dass Gewalt jetzt zunimmt und weniger wohlhabende Frauen oft gar nicht die Möglichkeit haben, ihr zu entrinnen. Sie glauben, dass sie ja eh für unsere Interessen eintreten, indem sie ein wenig kritisieren und da und dort Massnahmen oder Geld fordern. Gerne verwenden sie Begriffe wie Macht und Patriarchat, wollen aber nichts davon wissen, sich selbst gegen diese Regime Change-Regierung zu engagieren, die zu Reichen und Konzernen umverteilt. Da bei wird sukzessive genau das zerstört, was für Frauen und Männer Eigenständigkeit und Selbstbestimmung bedeutet, womit wir zwei weitere Lieblingswörter erwähnen. Der Platz einer Frau ist weder im – oktroyierten – Teleworking noch im Homeschooling, sondern er ist bei der nun untersagten Kundgebung am 6. März ab 13 Uhr auf dem Wiener Maria Theresien Platz. Und wenn Frauen bis 9. März ihre Stellungnahme auf der Webseite des Parlaments zum Gesetzesentwurf abgeben, ist das Ziel auch, dass Frauen ins Bundeskanzleramt einziehen und dort ein echter Machtwechsel stattfindet.

 

 

 

15 Kommentare zu „Neue Corona-Gesetze? Ohne uns Frauen!

  1. Liebe Frau Bader, danke für Ihre fortwährende Recherche. Ja, Kaiser sagt es kurz und klar. Ich bin immer wieder erstaunt wie „entspannt“ viele Frauen diesem Wahnsinn begegnen.
    Wenn ich eine bestimmte Freundin anrufe und frage, wie es Ihr gehe, meint sie jedes Mal:
    „Ja, wunderbar, es ist mir noch nie so gut gegangen. Ich bin so gerne zu Hause.“ Letztes Mal mußte ich reagieren, weil ich diese „gemütlich ignorierende“ Reaktion nicht mehr hören wollte.
    Und Kurz fährt zu unserer Unterstützung zum nächsten „Helfer“. Eines verstehe ich nicht. Warum dezimieren sich die Israelis in diesem erkämpften Umfeld freiwillig. Warum schwächen sie sich. Das ist doch das Gegenteil von dem, was sie anstreben? Haben Sie eine Begründung?

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    1. „Ja, wunderbar, es ist mir noch nie so gut gegangen. Ich bin so gerne zu Hause.“

      Das könnte glatt eine Aussage von mir gewesen sein, als mich mein Arzt ums Wohlbefinden fragte, vergangenen Oktober. Da wusste ich allerdings, dass alle Anderen sich auf freien Fuss befunden haben und nicht mit Ausgangssperren und Berufsausübungsverboten gequält werden. Der Dämpfer ließ nicht lange auf sich warten, als es wieder Zeit für einen Lookdown wurde.

      Mittlerweile sehe ich die Maßnahmenmanie der Bundesregierung schon mehr als bloß kritisch. Ich befürchte, dass es so manches Geschäft, das ich vor der Plandemie noch gerne besuchte, es in bälde gar nicht mehr geben wird.

      Nicht einem Krieg haben wir das Geschäftesterben zu verdanken, sondern einer mutmaßlich gekaperten Führung der Bundesregierung, deren einziges Ziel es zu sein scheint, dem übergeordneten Großem, dem Great Reset, zu dienen. Und das, so scheints, um jeden Preis.

      Wie auch immer
      MfG

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    2. Das erinnert mich an Frauen, die ihr Hausfrauendasein verteidigen. Sollen sie, aber sie sind damit von einem Mann abhängig. Was ist, wenn das nicht gutgeht? Es ist genauso verkehrt zu denken, dass es eh gutgehen wird mit dem Staat als Mann und zuhause bleiben. Die Alternative ist, dass wir unser Leben selbst gestalten und nicht diejenigen sind, die die „Pandemie“ sozusagen am Laufen halten…

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    3. Was Israel betrifft, gibt es dort genauso Proteste und Widerstand wie anderswo, das ist aber nicht Thema im Mainstream. Aber wir erfahren davon, weil die Gegner weltweit via Social Media vernetzt sind..

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  2. Danke, Alexandra, habe eben eine Stellungnahme zu den Gesetzesentwürfen abgegeben. Diese Entwürfe sind verfassungs- und grundrechtswidrig, unverhältnismäßig und ohne Tatsachengrundlage.Einige Schmankerl daraus:

    1. anlasslose Ausgangssperre möglich.
    2. Zusammenkunft ab 4 Personen gilt als Veranstaltung und kann untersagt werden.
    3. Personen mit Kundenkontakten, die Test und/oder Maske verweigern, können dienstrechtlich sanktioniert werden.
    usw. usf.

    Das ist eine totalitäre Willkürgesetzgebung!
    LG

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    1. Genau das wollen viele nicht glauben, ich war bei der Kundgebung im Prater, wo sehr viele Leute kamen. Später dann lese ich auf Twitter, wie sich eine Redakteurin von Kontrast (SPÖ-SPÖ-Parlamentsklub) beschwert, dass angeblich Hooligans spielende Kinder eingeschüchtert hätten. Derlei ist mir nicht aufgefallen, ich erkläre, dass wir auch für das Recht von Kindern demonstrieren, sich zu viert zu treffen. Diese Frau und ihre Fans verstehen nicht, auch nicht, als ich die Stellungnahme der Anwälte für Grundrechte poste:

      https://www.afa-zone.at/beitraege/stellungnahme-zur-novelle-epidemiegesetz-und-covid-19-mg-vom-03-03-2021/

      Oder Isabelle Daniel von oe24, die *Ältere* von uns gefährdet sieht. Hat die eine Ahnung, wie viele Ältere dort waren? Die lachen nur darüber, dass jemand in ihrem Namen sprechen will, den sie nicht drum gebeten haben…

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  3. Ich frage mich nur noch, wozu wir eigentlich eine Verfassung haben ? Wo bleibt das resolute Einschreiten von Alex vdB ? Bei diesen untragbaren autokratischen Anwandlungen dieser Bundesregierung, müsste es doch zumindest der (mutmaßlichen) Ärztin und (angeblichen) Demokratin PRW den Magen umdrehen ? Stattdessen liebäugelt sie mit einen fliegenden Wechsel vom Nichts aus der Opposition, hinein zum fast Nichts in die Bundesregierung, ganz nach dem Motto: Dabeisein ist alles 😦

    Wie auch immer
    MfG

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  4. Eine Frau war ja schon mal im Bundeskanzleramt, damals zwar nicht gewählt aber hochgejubelt allenthalben.
    Eine Empfehlung war diese Dame ja nicht gerade.
    Und die aktuelle Ministerrinnenriege, naja.

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    1. Von der Austrian Chinese Business Association – das sagt schon alles, die VfGH-Präsidentin und dann Kanzlerin im Lobbyverein einer fremden kommunistischen Macht

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  5. Absolut erschütternd, dass die Verfassung zum Wegwerfen ist. Ist jedoch, dem Epidemiegesetz geschuldet. Es müsste in Zukunft eine 2/3 Mehrheit verlangt werden und an zu vereinbarenden Bedingungen geknüpft werden.
    Dass unser Rechtsstaat dermaßen versagt, mit dem war nicht zu rechnen.
    So etwas gehört schleunigst behoben.

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    1. Seh‘ ich auch so. Es haben sich eklatante Systemmängel gezeigt, etwa dass unsere Verfassungsinstitutionen zu behäbig und wenig durchschlagend sind.

      So konnte die Regierung mehrere Male das Spielchen treiben, offenbar vorsätzlich verfassungswidrige Verordnungen zu erlassen, in dem Bewusstsein, dass zum Abspruch und Erkenntnis des VfGH die entsprechende Verordnung ohnehin nicht mehr rechtskräftig ist.

      Auch die Gesetzesquoren im NR gehören revidiert, v.a. hinsichtlich der Verfassungsrelevanz einfachgesetzlicher Bestimmungen.

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      1. Die Hauptschuld trägt Alexander van der Bellen. Der hätte Kraft seines Amtes die Möglichkeit, sich auf die Seite des Volkes zu stellen und mit mahnenden Gesprächen und erhobenem Zeigefinger korrigierend in das Maßnahmen Desaster einzugreifen.

        VdB ist aber alles andere, nur nicht auf der Seite des Volkes. Wie wir alle leidvoll erfahren haben müssen, war VdB einer der mutmaßlich aktiven Wegbereiter, zumindest Mitwisser, aber ganz sicher gefälliger Liebäugler, um den Sturz einer Demokratisch legitimierten Regierung [Türkis/Blau] auf Schiene zu bekommen, also ungeniert entgegen den Willen des Volkes.

        Ich bin mit meinem Latein am Ende

        Wie auch immer
        MfG

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  6. Die Medien gaben ihr Bestes bei den Berichten über die Demo, puls24 lieferte sogar einen „Experten“ für das Erkennen und den Umgang der Verschwörungstheoretiker für’s betreute Denken. Heute aus vollen Rohren sind alle Nazis, die man bekämpfen sollte.
    Nur – DAS war nicht das THEMA. Sind sie etwa zu feig, zu blöde auch nur einen Satz zum eigentlichen Thema zu sagen?
    Scheint die geistige Potenz zu übersteigen?
    Müßte man ihnen sagen. „Denken vor dem Sprechen“ wäre ein guter Ansatz dazu. Und vorher ein bisserl was lernen, die Wahrheit nämlich zu erkennen und thematisieren, fühlen ist zu wenig, das kann ein Regenwurm auch, in gleicher Qualität.
    Aber – zu ihrem Pech waren sehr viele live dabei und noch mehr in Gedanken. Denen fällt das dann schon auf und es wird honoriert werden.
    Darauf freue ich mich.

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