Journalismus oder Propaganda?

Vor einem Jahr verkauften uns die gleichen Medien Martin Schulz als „Messias“, die heute nach seinem Rückzug die Zerknirschten geben: Wie konnte es nur passieren, dass wir uns so geirrt haben? In Österreich scheinen Medien zu Unrecht unter Beschuss der Vizekanzlerpartei FPÖ zu sein und geben sich als verantwortungsvolle Berichterstatter, die ja bloß Regierungshandeln beobachten. Es ist aber jene Presse, die uns von aus Brutkästen gerissenen Babies in Kuwait (1990) über ethnische Säuberungen im Kosovo (1999), Massenvernichtungswaffen im Irak (2003), Schüsse von Gaddafi-Kräften auf Demonstranten (2011), Schüsse ukrainischer Sicherheitskräfte auf Demonstranten (2014), Flucht und nicht illegale Masseneinwanderung nach Europa (2015), russische Einmischung in die US-Wahlen auf Seiten Trumps (2016) bis zu syrischen Giftgasangriffen (2013, 2017, 2018) so ziemlich jeden Bären aufbindet. Tatsächlich wurde Schulz genau deshalb gepusht, weil er in ein Szenario von als Journalismus verkaufter Propaganda passt, und die FPÖ kann in diesem Setting mehr oder weniger in die Defensive gedrängt werden.

Wer im Bereich internationaler Politik lügt, wird national die Wahrheit sagen? Wohl kaum, zumal national und international meist zusammenhängen und auch Weglassungen und Schwerpunktsetzungen manipulativ sind, wenn so von Wesentlichem abgelenkt wird. Propaganda, die als Journalismus etikettiert wird, bedeutet für Mitwirkende, sich in konzentrischen Kreisen innerhalb eines großen Kreises zu bewegen. Damit meine ich Themenbereiche und -Zuordnungen, die sich oft überschneiden, weil das Meiste nicht 100% dieses oder jenes ist, sondern z.B. eher Innen- als Wirtschaftspolitik oder eher Chronik als Innenpolitik. Der äußere Kreis begrenzt wie die Arena in den „Tributen von Panem“ als unsichtbare Barriere den Aktionsraum von Journalisten, die zurückgeschleudert werden, wenn sie sich zu weit hinauswagen. Das Risiko ist am größten, wenn man sich mit internationaler Politik befasst – wer z.B. bereit war, die Brutkastenlüge oder den Hufeisenplan anzuzweifeln, ging schmerzerfüllt zu Boden. Doch auch Innenpolitik ist gefährliches Terrain, und selbst wenn man bei etwas Sozialem beginnt, kann man sich in den Zeiten der Soros-NGOs rasch die Finger verbrennen.

Der „Kurier“ auf Twitter

Es ist kein Wunder, dass sich immer mehr Menschen Alternativmedien zuwenden, die häufig von Personen betrieben werden, die sich vom Mainstream verabschiedeten, das „Handwerk“ aber gelernt haben. Sehr oft wird in diesen Medien aber nur versucht, das Bild aus dem Mainstream zu ergänzen ohne darauf einzugehen, wie sehr dies auf falscher Grundlage zustande gekommen ist. Wenn man etwas verzerrt Dargestelltes nur in die andere Richtung zerrt, wird daraus noch kein halbwegs getreues Abbild der Wirklichkeit. Vielmehr geht es darum, sich nicht mit Themen gemein zu machen und bereit zu sein, eigene Vorstellungen über Bord zu werfen, wenn Fakten keinen anderen Schluß zulassen. Dass Berichterstattung wie von unsichtbarer Hand gelenkt erscheint, wurde spätestens bei der letzten US-Wahl klar, wo zahllose Journalisten via Twitter ihre Wut und Enttäuschung über den Sieg Donald Trumps bekanntgaben. Auch die Art und Weise, wie sich dies im Mainstream selbst niederschlug, hätte man noch wenige Monate zuvor als in diesen Medien unvorstellbaren Antiamerikanismus ins Reich der Fantasie verbannt. Daher war es kein bedauerliches Stolpern über die eigene Begeisterungsfähigkeit, einen Martin Schulz zu hypen, sondern man muss den Rückwärtsgang einlegen, weil der Kandidat des Deep State durchgefallen ist.

Über Schulz lesen wir im „stern„: „Erst hochgeschrieben, dann abgestürzt: Vor einem Jahr galt Martin Schulz uns Journalisten als Ausnahmepolitiker. Wir müssen uns fragen, warum es immer wieder zu solchen Medien-Hypes kommt. Ich fühlte mich wie der vielzitierte Geisterfahrer, der glaubt, dass ihm hunderte Falschfahrer entgegenkommen – weil er nicht merkt, dass er selbst einer ist. Kaum hatte Sigmar Gabriel am 24. Januar 2017 im stern Martin Schulz als neuen Parteichef und Kanzlerkandidaten ausgerufen, fragte ich mich, wer denn nun hier der Falschfahrer ist. Denn ich kannte den Europaabgeordneten Schulz aus meiner Brüsseler Korrespondentenzeit und aus jahrelangen EU-Recherchen als  relativ bedenkenlosen Machtpolitiker. In einer Bilanz vor der EU-Wahl im Jahr 2014 hatte ich an einer ganzen Reihe von Beispielen seine aus meiner Sicht ‚überdurchschnittlich fröhliche Bereitschaft zur Unaufrichtigkeit‘ beschrieben. Immer wieder war Schulz als jemand aufgefallen, dem es um die eigene Karriere ging – und dessen Blick sich im Jahr 2016 auf die Berliner Politik richtete, nachdem klar war, dass er den Posten des EU-Parlamentspräsidenten abgeben musste.“ Es wird anderswo entschieden, wer zum „Gottkanzler“ taugt und dass  „Mutti“ noch eine Periode dranhängen muss. Zwischentöne gibt es im Mainstream nur dann, wenn das Publikum droht, sich in Massen abzuwenden, sodass man die eigentlich interessanten Analysen meist anderswo findet.

Etwas verändertes „Sankt Martin“-Titelbild von 2017

Etwa wenn Peter Haisenko auf seiner Webseite fragt, ob Angela Merkel Honeckers späte Rache oder eine Handlangerin des militärisch-industriellen Komplexes der USA, also des Deep State ist. Oder Albrecht Müller auf den NachDenkSeiten seine Irritation über den medial gehypten Jusos-Vorsitzenden Kevin Kühnert ausdrückt, da dieser auffällig wenig zum Bereich Krieg und Frieden sagt und schon einmal für militärisches Eingreifen im Iran war. Wir müssen den Mainstream auch verlassen, wenn wir wissen wollen, warum das Stop Soros-Gesetz sinnvoll ist, das in Ungarn erlassen werden soll. Als die Central European University letztes Jahr in Diskussion war, die George Soros in Budapest errichtete, fand man Propaganda vom ORF bis zu Mitgliedern von Soros‘ Projekt Syndicate wie dem „Standard“. Kein Zufall ist, dass der geschäftsführende SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder, den man schon mal bei Bilderberger-Treffen findet, Ungarn immer wieder kritisiert. Schieder, Parteichef Christian Kern und andere verbindet mit Kühnert, dass jedwede außenpolitische Vorstellungen rudimentär ausgeprägt oder schablonenhaft sind, jedoch nichts mit eigenständiger Positionierung zu tun haben. Wie Schulz war auch Schieder eine Deep State-Trumpfkarte, da mit allen möglichen Tricks versucht wurde, ihn zum nächsten Wiener Bürgermeister zu machen, die SPÖ-Basis aber trotzdem anders entschied.

Regieren statt agitieren“ nennt „Kurier“-Herausgeber Helmut Brandstätter seinen Kommentar, in dem er u.a. schreibt: „Versuchen wir endlich, folgenden Idealzustand herzustellen: Die Regierung soll das Land regieren, Medien sollen berichten und kommentieren – und eine informierte Bevölkerung soll sich ihre Meinung bilden. 100 Tage sollte eine Regierung Zeit haben, um sich einzuarbeiten. Das Kabinett Kurz ist gerade einmal zwei Drittel dieser Zeit im Amt, also geht es hier nicht darum, eine erste Bilanz zu ziehen. Hier soll vielmehr auf eine Fehlentwicklung aufmerksam gemacht werden, die am (Faschings-)Dienstag einen ersten Tiefpunkt erreicht hat. Einen gar nicht lustigen. Die Arbeit von Journalisten muss täglich der Kontrolle durch die Öffentlichkeit ausgesetzt sein, die Arbeit des von uns allen finanzierten ORF erst recht. Wehleidigkeit hat da nichts verloren.“ Es geht ihm darum, den „auf die Verfassung der Republik Österreich vereidigten Vizekanzler Heinz-Christian Strache“ dafür zu schelten, dass er ein Facebook-Meme teilte, das ORF-Eigenwerbung parodiert: „Es gibt einen Ort, an dem Lügen zu Nachrichten werden. Das ist der ORF.“ Dies zum Foto eines Moderators, sodass Brandstätter, dessen Partnerin Patricia Pawlicki beim ORF arbeitet, dieses Urteil fällt: „Das hatte nichts mehr mit Kritik zu tun, das war Rufmord an einem Menschen, dem Moderator Armin Wolf, und an der Arbeit eines ganzen Unternehmens.“

Meine Reaktion auf den „Kurier“

Während US-Präsident Donald Trump, mit dem der „Kurier“ Strache vergleicht, aber standfest bleibt, lässt sich die FPÖ treiben. Denn man kann nicht nur dem ORF zahllose Fake News nachweisen, zumal unseriöse Quellen auch weiterhin im Mainstream als vertrauenswürdig gelten – man denke an die „Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“ oder die als „White Helmets“ zu Helden stilisierte Al Nusra-Front in Syrien. Bei Trump hat sich vielen eingeprägt, wie er auf den Vorwurf, von „Fake News“ zu sprechen, mit der simplen Feststellung „You are very fake news“ reagierte. Die FPÖ und andere tun immer noch so, als stünden ihnen Journalisten als Journalisten gegenüber und nicht Propagandisten, die so tun müssen, als handle es sich um freie Berichterstattung. Und auch Strache eiert herum – statt klare Kante zu machen, dass die Unabhängigkeit des Kosovo eine Folge des völkerrechtswidrigen NATO-Angriffes ist, will er nicht gesagt haben, dass der Kosovo zu Serbien gehört. Brandstätter sieht in ORF-Kritik eine Attacke auf DEN Journalismus schlechthin: „Das war ein Angriff auf alle Redaktionen, die ihre Arbeit als täglich Suchende (!) nach der Wahrheit empfinden, die freilich dabei auch Fehler machen können.“ Dabei vergißt er, dass er und andere im Gegenteil tagtäglich verschleiern, sodass auch Aussagen von Medien über Medien dazu beitragen.

Es wird noch heuchlerischer, wenn er scheinheilig fragt: „Ist die Demokratie gleich gefährdet, wenn die Regierung Journalisten einschüchtert? Die KURIER-Redaktion hat darüber lange diskutiert. Dieser Artikel fasst das Ergebnis der Diskussion zusammen.“ Ich habe auch via „Kurier“ mit einem Mantel an Desinformationen bedeckte Wahrheiten puncto Verteidigungsministerium und SPÖ zutage gefördert (siehe Tweet, auf den Brandstätter und Co. nicht reagieren). Denn ich stellte dar, dass der auf die Verfassung vereidigte Verteidigungsminister der Republik Österreich, Norbert Darabos, sein Amt nicht entsprechend ausüben konnte, weil man ihn abschottete, was Druck und Überwachung impliziert. „Kurier“ und Co. begingen und begehen Rufmord an ihm und tragen dazu bei, dass Darabos auch als Landesrat keinen Spielraum hat. Denn wie der Daumen bei den Deep State-Akteuren, die sich u.a. der Presse bedienen, für Schulz, Schieder und Kern nach oben ging, deutet er für Darabos und wohl auch für Strache nach unten. Als Darabos 2007 gegen die Implementierung des US-Raketenabwehrsystems Aegis in Europa auftrat, sollte ihn auch Armin Wolf in der ZiB 2 maßregeln – so in der Art, was er sich anmaßt zu behaupten, dass der Iran eine Raketen hat, die Europa erreichen können.

Wer wird Propagandist/in des Jahres?

Brandstätter, Wolf und Co. dienen dazu, uns offizielle Versionen reinzudrücken, die wir nicht anzweifeln sollen, und disziplinieren Politiker, die ausscheren wollen. Deep State wird gegen Darabos auch deswegen wirksam, weil „seine“ Themen immer wieder mit dem mit der CIA verwobenen Rüstungskonzern Lockheed Martin verbunden sind, ob es um das Aegis-System geht oder darum, dass das europäische Produkt Eurofighter madig gemacht wird. Nur die SPÖ selbst kann die Propagandisten noch an Hybris überbieten, etwa wenn sich Arbeiterkammerchef Rudolf Kaske Sorgen darum macht, dass Journalisten ihren Job nicht mehr ausüben können. Ihm und anderen in der Partei ging es genauso wie „Kollegen“ im Mainstream sonstwo vorbei, dass ich mit allen Mitteln fertiggemacht wurde, weil ich Darabos‘ Lage thematisierte und Deep State-Handlanger in der SPÖ und im Ministerium benannte.  Als es 2017 einen zweiten Eurofighter-Ausschuss gab, folgte der Mainstream brav allen über den Abgeordneten Peter Pilz gemachten Vorgaben, statt wenigstens jetzt Aussagen auf den Grund zu gehen, wonach heereseigene Experten nie mit Darabos reden konnten.

Hätte der Mainstream jemals Berichte über die Abschottung des Ministers zusammengefasst, hätte dies dafür gesorgt, dass Darabos regieren kann, um dann bewertet zu werden. So aber wurde und wird gegen ihn agitiert, statt dass er regieren kann. Wie war das noch mal? Regieren statt agitieren?  Würde man im Mainstream zugeben, dass man gewaltig Mist gebaut und damit dem Land und einzelnen Menschen geschadet hat, hieße das aber einzugestehen, dass man Propaganda betreibt, während ich Journalistin bin. So aber stehe ich gewissermaßen Propagandisten mit Redakteurs-Faschingsmasken gegenüber, während ich nur Recherche für sich sprechen lassen kann, wie es eigentlich sein soll. Wir beobachten auch abseits der Twitterblase zunehmend, dass Propagandisten einander interviewen und hypen, dass man sich geradezu ängstlich aufeinander bezieht in Verteidigungsstellung gegenüber dem Internet-Dschungel. Diesen finden immer mehr Menschen spannender als Mainstream-Einheitsbrei, der doch nur über so viele bisherige Täuschungen hinwegtäuschen soll. Ein Instrument dafür sind Medienpreise, die niemals Journalismus auszeichnen.

PS: Was der „Kurier“ wirklich von „auf die Republik Österreich vereidigten“ Regierungsmitgliedern hält, sah man am 1. Juni 2017, als er sich für Drohungen von Pilz gegen Darabos vor dessen Aussage im U-Ausschuss zur Verfügung stellte. Und wir wollen auch nicht vergessen, wie Armin Wolf mit Ex-Vizekanzler Reinhold Mitterlehner umging.

PPS: Wie hier beschrieben werde ich seit Jahren wegen kritischer Berichte attackiert; nun suchen die Kater Baghira und Gandalf und ich DRINGEND ein neues Quartier, bevorzugt in Wien oder Wien-Umgebung. So kann ich die von euch geschätzte Arbeit auch viel effizienter und mit euch gemeinsam fortsetzen, denn nachdem ich meine Wohnung in Wien verloren habe, bin ich auf dem Land gelandet. Wer etwas für mich hat oder weiss hilft mir damit sehr. Auf den Wunsch vieler treuer Leserinnen und Leser hin ist finanzielle Unterstützung jederzeit willkommen: Alexandra Bader, Erste Bank BLZ 20111, BIC GIBAATWWXXX, IBAN AT592011100032875894. Ihr erreicht mich unter 06508623555, alexandra(at)ceiberweiber.at und ich bin auf Facebook und Twitter (cw_alexandra)

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33 Gedanken zu “Journalismus oder Propaganda?

  1. Wer im Bereich internationaler Politik lügt, wird national die Wahrheit sagen? Wohl kaum, zumal national und international meist zusammenhängen und auch Weglassungen und Schwerpunktsetzungen manipulativ sind, wenn sie von Wesentlichem abgelenkt wird.

    Köstlich auf den Punkt gebracht!!!! That sums it up! Die beste Beschreibung / Definition der österreichischen Medienlandschaft ever. Da werden die Presstituierten in deren Schreibstuben wieder schäumen vor Wut, wenn Sie so schiach, aber wahr, über deren SchreibArbeit berichten. lol

    Rezension:

    Seit heute morgen 09:00 Uhr gibt es 598 wissenshungrige, Ihre Arbeit wertschätzende, Abonnenten – Tendenz steigend

    Wie auch immer

    MfG

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  2. Basierte der Hype um Schulz nicht eher auf der Freude über den Abgang von Gabriel?

    Kann ein Regierung heutzutage noch einen Journalisten einschüchtern. Ich habe schon lange keinen mehr gelesen oder von einem solchen.

    Als Kind und erst dann ein wenig ambitionierter verfolgte ich selbst zumindest mal die Pressestunde und die üblichen Senden zur Zeit der ‚Liberalisierung‘ Österreichs. Im Prinzip waren die Gefechte allesamt dem Schein geschuldet und begleitet von Propaganda.

    In Wahrheit schießen Journaillisten hie und da eine paar Platzpatronen in dem Himmel um den Blick auf den Tross zu lenken welcher ohne Ritter an der Seite planlos über den Erdball rumgeistert und von einem Turnier zum anderen eilt. Dort winken ausgehungerte Burgfräulein und Kammerzofen sich gegenseitig zu. Der Journaillismus ist tot, lange lebe der Journaillismus.

    Für einen Außenstehenden ist ein SAP Berater auch ein Entwickler. Es mag Entwickler unter der programmierenden SAP Beraterschaft geben, aber entwickeln dürfen die trotzdem nicht. Genauso geht es vermutlich der Journalisten mit dem Journaillismus und dem Leser sowieso.

    Früher ging es darum einen guten Journalismus zu finden, heute sucht man diesen vergebens. Egal ob gut oder schlecht. Wenn das was bspw. der Standard oder die Presse, vom Rest ganz zu schweigen, ab- resp. ausliefertet das Ergebnis journalistischer Aktivitäten ist, dann bin ich ein auf der bleeding Edge surfender Hardcore Hacker sobald ich eine Zeile Scratch schreibe.

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  3. Liebe Alexandra

    Aus meiner Sicht ein weiterer hervorragender Artikel. Gibt es in Österreich oder in den angrenzenden Ländern niemanden der mit Dir als Chefredakteurin eine unabhängige Presse auf baut?

    Mach weiter so. Viel Glück Karl

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    1. Gibt es in Österreich oder in den angrenzenden Ländern niemanden der mit Dir als Chefredakteurin eine unabhängige Presse auf baut?

      Falls Sie es tatsächlich übersehen haben sollten: Frau Bader ist bereits seit langen Chefredakteurin einer unabhängigen Presse und 598 neugierige, wissenshungrige Abonnenten, Tendenz steigend, wissen das bereits zu schätzen.

      Jawohl, Sie lesen richtig: Frau Bader bietet allen an der Wahrheit Interessierten eine unabhängige Presse. Sonst noch Fragen?

      Wie auch immer

      MfG

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      1. naja, ein gutes gehalt dafür, eine wohnung usw wären auch ganz nett…

        der Spanier würde sagen : un paso despues del otro. Der Engländer sagt zum selben Vorgang: step by step.

        Und in der Tat: Als erster Schritt muss das Lügengebäude der selbsternannten „Elite“ zum Einsturz gebracht werden.

        Erst dann wird man, ob in der Gesellschaft oder in der Politik, wieder über Menschen, wie Sie es sind, froh sein, dass es sie gibt, was nicht zuletzt Ihre, die der Anderen zu unrecht Ausgeschlossenen, incl. meiner Wenigkeit, vollständige soziale und wirtschaftliche Rehabilitierung beinhalten wird.

        be prepared !!!

        wie auch immer

        MfG

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  4. Die deutsche Bundeszentrale für Politische Bildung ( http://www.bpb.de/gesellschaft/medien/krieg-in-den-medien/130697/was-ist-propaganda ) unterscheidet journalistische Information vonPropaganda wie folg:
    „Charakteristisch für Propaganda ist, dass sie die verschiedenen Seiten einer Thematik nicht darlegt und Meinung und Information vermischt. Wer Propaganda betreibt, möchte nicht diskutieren und mit Argumenten überzeugen, sondern mit allen Tricks die Emotionen und das Verhalten der Menschen beeinflussen, beispielsweise indem sie diese ängstigt, wütend macht oder ihnen Verheißungen ausspricht. Propaganda nimmt dem Menschen das Denken ab und gibt ihm stattdessen das Gefühl, mit der übernommenen Meinung richtig zu liegen. Hier zeigt sich der große Unterschied etwa zur journalistischen Information: Journalisten betreiben Aufklärung, indem sie alle verfügbaren Fakten und Hintergründe darlegen und die Menschen selbst entscheiden lassen, was richtig und was falsch ist.“
    Jeder kann an Hand dieses Kriteriums selbst entscheiden, was unsere Medien bieten.

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  5. Also die Kosovo-Aussage Straches finde ich sowas von harmlos.

    Der Kosovo war ursprünglich, vor dem völkerrechtswidrigen NATO-Angriffskrieg gegen Jugoslawien, der noch dazu jeder Substanz in der Begründung entbehrte, ein Teil Serbiens.
    Heute ist er das nicht mehr, aber früher war er es.
    Die ganzen Abspaltungen in Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Serbien, Montenegro und den Kosovo gab es ja erst später, nach dem Krieg.
    Wäre ich Strache, würde ich der Journallie einfach einen kurzen historischen Vortrag halten. Damit Klarheit herrscht.

    Die Sache mit dem Abwerzger-Gespräch war ja auch nur von den Medien so konstruiert und falsch interpretiert worden. Aber auch eine denkbar undankbare Situation, wenn ein ehemaliger HJ-Angehöriger zufällig über Juden schimpft, im gleichen Atemzug aber harmlosere Dinge sagt, denen man ja beiläufig zunicken konnte.
    Das war jedenfalls medial konstruiert, es ist nichts dran. Sein FPÖ-Partner Federspiel sagte deutlich „alle Menschen sind frei an Rechten und Würde geboren“ oder so ähnlich. Abwerzger sagte auf die Juden-Verunglimpfung „soetwas soll man aber nicht sagen“.
    Auf Youtube kann man es sich noch einmal anschauen, den kompletten ursprünglichen Beitrag in Tirol-Heute.

    Die Liederbuch-Affäre um Landbauer war meiner Meinung nach sehr wohl politisch relevant und Jörg Haider hat damals sicher gewusst, warum er Burschenschafter in der FPÖ nicht groß werden ließ. Was aber niemandem das Recht gibt, Jagd auf Landbauer oder seine Familie zu machen.
    Genauso falsch finde ich aber auch die angekündigten Einschnitte in der Sozialpolitik, die die FPÖ mitträgt. Aber deswegen gleich Jagd auf die FPÖ zu machen mit Lügen, Konstruktionen und Unterstellungen ist nicht ehrenwert seitens der Medien.
    Journalismus sollte schon an der Wahrheit orientiert sein. Manche Journalisten sollten sich ein Beispiel an der unemotionalen Herangehensweise von Juristen machen, die müssen sich an fixe Gesetze halten, was wahrheitsorientierter ist als politisch tendenziöse Berichterstattung.

    Ich verfolge die Seite Unzensuriert.at schon einige Jahre mehr oder weniger genau, und es kam nicht selten vor, dass der ORF schlampig, unsauber oder einfach unwahr über die FPÖ berichtete.
    Manchmal sind es nur scheinbare Feinheiten, wie dass Verkehrsminister Hofer in einem Bericht über den Transitgipfel in München nicht erwähnt wird. Ein anderes Mal wird verallgemeinert, Dinge wie der Kosovo-Sager oder das Abwerzger-Gespräch aufgebauscht oder Kleinkrieg geführt, wo niemand recht nachzugeben scheint. Auf der einen Seite die FPÖ, in der Berichterstattung meist gegenüber der SPÖ oder den Grünen benachteiligt, auf der anderen Seite Wolf, Wrabetz und die ZIB-Meute, die sich unwahre Meldungen nicht nachsagen lassen wollen aber doch politisch getrieben scheinen.

    Es erinnert derzeit schon, wie im Artikel oben angeklungen, an die Zeit nach der Amtseinführung Trumps als US-Präsident, als der CNN eine Hexenjagd veranstaltete, wenn man die Berichterstattung des ORF und der Mainstream-Presse gegenüber der FPÖ beobachtet. Übertrieben halt.
    Wenn man schon etwas findet, sollte es schon Fakten entsprechen. Und Wolf ist ja kein Heiliger, Lauda ist hab auf ihn, Mitterlehner sowieso und niemand mag den schnellen, triebsamen Interviewstil, der einfach unhöflich wirkt und nicht immer angemessen scheint.

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  6. nur propaganda, zb da:

    https://kurier.at/politik/inland/unterstuetzung-fuer-kurier-appell-lasst-medien-ihren-job-machen/311.023.769

    „Ähnlich wie Drozda sehen auch Neos, AK, Gewerkschafter und auch Kommunikationsprofis wie Wolfgang Rosam den Konflikt zwischen der FPÖ und einzelnen Medien, allen voran dem ORF. Rosam zum KURIER: „Als zutiefst überzeugter Demokrat leide ich derzeit körperlich. Wir müssen raschest möglich zur Normalität zurückfinden. Es braucht die Koexistenz zwischen fairer, korrekter Berichterstattung und kritikfähiger Politik. Alles andere schadet der Demokratie und steht eigentlich nicht zur Debatte.“

    die genau gleichen zitate zb da:

    https://derstandard.at/2000074328227/FPOe-vs-ORF-NEOS-warnen-vor-Schritt-Richtung-gelenkter-Demokratie

    !!!achtung es folgt satire!!!: da stellt sich mir die frage, dass wenn sich präsidenten und parteivorsitzende, clubchefs und kommunikationsprofis (alle8ung!) um den persönlichen hintereingang bei wolf und wrabetz drängen, ob das dann schon als anbahnung ist…

    im ernst: ein guter kommentar. leider funktioniert unser staat seit kreisky immer schlechter. mitschuld ist die zerbröselnde vierte säule der demokratie…

    ein von geheimdiensten unabhängiger journalismus…

    fundstück der woche, vermutlich auch kategorie satire:

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/themen/autoren-gegen-ueberwachung/demokratie-im-digitalen-zeitalter-der-aufruf-der-schriftsteller-12702040.html?printPagedArticle=true#pageIndex_0

    i hab des ned gwusst, dass die faz etwas gegen geheimdienste und konzerne hat und für menschenrechte eintritt…

    gut, ich les aber auch immer nur die beiträge zu irak, jemen, libyen, syrien und zur ukraine.

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    1. Danke für die Hinweise, daran sieht man einmal mehr, dass es sich um eine Matrix handelt. Nur selbst informieren und denken, wie Sie es machen, ist ein Ausweg.

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  7. bist du deppert, die frauen kriegsministerinnen von d und f geben gerade vollgas auf phönix…

    angriffsgruppen werden geplant und zusammengestellt.

    natürlich nur um die demokratie zu verteidigen. was würde sich dafür besser eignen als ein koordinierter angriff…

    die europäische verteidigungsinitiative.

    jetzt hab ich angst. terror ist die begründung, sicherheit der vorwand

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    1. bist du deppert, die frauen kriegsministerinnen von d und f geben gerade vollgas auf phönix…

      angriffsgruppen werden geplant und zusammengestellt.

      Alles Theater ! Außerdem: Bellende Hühner können nerven, sind aber wegen deren Beschaffenheit unfähig zu beißen. Die FlintenUschi weiß das zu genau (strategisch verteilte Militärbasen in der BRD warten auf deren Bestimmung), dass bloß ein einziger Knopfdruck genügt, um Deutschland aus sicherer, tausender Kilometer, Entfernung (remote controlled) verdampfen zu lassen.

      Manche können sich eben auch ein Europa ganz OHNE Deutschland denken.

      Wie auch immer

      MfG

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      1. Gegen wenn wollen diese HampelmännInnen einen Erstschlag machen? Gegen Russland? Gegen den Lieben Gott?

        Merke: Wer denken kann, ist klar im Vorteil. Ein sogennanter ErstSchlag zB gegen Russland hätte, ohne eigenmächtig vor greifen zu wollen, zur Folge, dass unsere Kinder Als Belohnung sozusagen, künftig im Geografieuntericht, sich beim Auswendig Lernen der NationalStaaten von Europa, exakt um mindestens DREI Länder (DEF-Staaten) weniger merken müssten.

        Das summiert sich, da sich dadurch folglich auch das Lernen über die größeren Städte samt Sehenswürdigkeiten der verschwundenen DEF-STAATEN erübrigt.

        Jetzt stellt sich nur noch die rein rhetorische Frage: Was spräche eigentlich dagegen?

        Wie auch immer

        MfG

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      2. Dieses Tamtam europäischer Verteidigungsminister gegen Russland ist wie wenn sich ein heidnischer David mit Goliath anlegen würde. Denn die europäischen NATO-Staaten sind militärisch Russland weit unterlegen.
        Zudem hat Russland eine sehr effektive und geübte Armee, die ein Verbund ist im Gegensatz zu den aufgesplittenen, finanziell zurückgestutzten nationalen Armeen Nato-Europas.
        Amerika wird der EU-NATO in Zukunft nicht mehr zur Hilfe kommen, das hat schon Trump klar gemacht, verwenden sie doch die irre Summe von 800 Mrd Dollar für das Militärbudget 2018 für ganz andere Dinge. Dem ist so gut wie alles in den USA untergeordnet, und es gibt einen Government Shutdown nach dem anderen.

        Die türkische Armee ist zwar die zweitgrößte innerhalb der NATO, aber sie ist nicht so schlagkräftig wie bspw die russische. Die US-Armee ist gemessen an ihrer Effektivität auch mehr ein Papiertiger, die Russen haben in 3 Tagen in Syrien mehr weitergebracht als die USA in mehr als 1 Jahr, was den Kampf gegen den IS anging.
        Und die Deutschen, mit ihrer ausgesetzten Wehrpflicht und einer kaum mobilen Ausstattung an Kriegsgeräten, liefern eher Waffen in alle Welt statt sich um ihr eigenes Militär finanziell zu kümmern. Wenn der Russe kommt wird es sie reuen, so oder so.

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      3. Und die Deutschen, mit ihrer ausgesetzten Wehrpflicht und einer kaum mobilen Ausstattung an Kriegsgeräten, liefern eher Waffen in alle Welt statt sich um ihr eigenes Militär finanziell zu kümmern. Wenn der Russe kommt wird es sie reuen, so oder so

        Das ist der springende Punkt. Deutschland hat sich seit Jahrzehnten auf die USA verlassen. Das Kriegsmaterial, was in Deutschland lagernd ist und einigermaßen taugt, Aufsehen erregend auch eingesetzt zu werden, ist quasi ständiges Eigentum der USA. Womit also will die FlintenUschi, wem auch immer, drohen? Wem in der Welt, glaubt Leyen, gefährlich werden zu können?

        Deutschland ist ohne militärische Unterstützung der Amis bewegungseingeschränkt wie ein Bein amputierter ohne Krücken / Rollstuhl.

        Von der Leyens Halluzination: „wir brauchen endlich die Fähigkeiten, weltweit aktiv zu werden, ohne dabei immer darauf warten zu müssen, dass die USA uns zu Hilfe kommt“ zeugt von einem offenkundig bereits pathologischen Realitätsverlust!!

        Man kann sich nur noch wundern

        Wie auch immer

        MfG

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      4. @hlg:

        Dass die USA den IS gründeten und unterstützten(wie auch die Türkei das tat) und das Ganze von der CIA ausgeheckt wurde, steht für mich außer Frage.
        Jetzt wo die Türkei kurdische Milizen angreift, stehen die USA wieder mal zwischen den Fronten.

        Einerseits waren sie dabei, den IS(gemeinsam mit Russland, die brachten da mehr weiter) zu vertreiben. Andererseits lassen sie die Türkei im Norden und Israel im Süden als Aggressoren gewähren, um schon wieder unkontrollierte Gebiete zu schaffen, was den IS zurückholen könnte.
        Mich würd’s nicht wundern, im Gegenteil. Da rechne ich sogar damit.

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  8. Vor einem Jahr verkauften uns die gleichen Medien Martin Schulz als „Messias“, die heute nach seinem Rückzug die Zerknirschten geben: Wie konnte es nur passieren, dass wir uns so geirrt haben?

    Martin Schulz hat mit dem, für Menschenkenner vorhersehbaren, Rücktritt bloß das Versprechen eingelöst, unter keinen Umständen mit Angela Merkel ins BundesRegierungs Boot zu steigen. Bravo, Herr Schulz!

    Martin Schulz scheint, spät aber doch, bewusst geworden zu sein, dass bei allem, was die kapitalistisch-faschistische Merkel-Junta (CDU) verbockt (siehe 2015) bzw. in Zukunft noch verbocken wird, er selbst als Vize und Koalitionspartner immer auch eine, wenn auch bloß moralische, Mitschuld tragen würde.

    Herr Schulz hat somit, entgegen der sozialdemokratischen Norm, wahre Charakterstärke erkennen lassen.

    Wie auch immer

    MfG

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    1. Nichts für ungut, ich habe schon vor einem Jahr gesagt, dass Schulz ein Blender ist. Die kannten ihn einfach nicht, weil er EU-Politiker war und keine bundespolitische Erfahrung hatte.
      Und jetzt hat er die SPD in ungeahnte Tiefen geführt, mal sehen ob es unterhalb der 16% noch Raum zum Fallen gibt.

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      1. Fledgling, nicht so kleinlich sein. Sie sind sicher der einzige Leser, der diese einfache Aussage, wonach Schulz ein Blender war, nicht verstehen wollte.

        Macron selbst ist auch kein Blender, Merkel auch nicht. Die Medien machen sie zu politischen Blendfiguren. Zumindest wenn man ihrer Logik folgt.

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  9. propaganda. eindeutig. soros selbst als autor. ob er für die werbeeinschaltung extra zahlt?

    https://derstandard.at/2000074433399/Google-und-Facebook-bedrohen-unsere-Gesellschaft?ref=rec

    https://archive.is/hGV5K

    denken sie sich beim lesen des artikels bitte anstelle von google, facebook oder internetkonzern einfach presse, politik-„wissenschaft“ und fernsehen…

    und sie sehen wie soros es macht…

    leute wacht endlich auf bitte…

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    1. Wenn Soros sagt, Facebook und Google würden „in die Knie gezwungen“, dann wird es wohl so kommen. Bei Facebook wäre es mir Recht, die führen eh zu nichts Gutem, machen gewöhnliche Leute aus Langeweile zu Angebern, die mit Teilen sinnloser Plakate glauben, die Welt zu retten.
      Um Google wäre es schade, das benutze ich ja. Und Trump soll er gefälligst auch in Ruhe lassen, er ist demokratisch gewählter US-Präsident und soll das auch bleiben.
      Sex-Skandale hin oder her, ich will nicht wissen welche Puff-Karriere Soros, die Clintons und die ganze Baggage hinter sich haben.
      In der High Society bzw unter höchsten Politikern sind Puffbesuche nichts Ungewöhnliches, es wird halt Stillschweigen untereinander gehalten.

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