Wie Fake News gemacht werden

Die Perfidie, mit der gerade die permanent Fake News am laufenden Band produzieren, die sich am meisten über Fakes aufregen, kann man am besten anhand einzelner Beispiele deutlich machen. Ich wähle dafür zwei Artikel aus dem „Kurier“ aus, die sich beide leicht analysieren und zurechtrücken lassen. Bei einem genügen wenige Mausklicks und die richtigen Sucheingaben, beim anderen geht es um einen Themenbereich, über den ich viel recherchiert habe. „Drei Minuten toxischer Männlichkeit im Jahr 2016“ lesen wir zu einem Foto von President-elect Donald Trump mit geballten Fäusten wie bei einem Boxer. Es geht um ein Video, das die „verheerenden Auswirkungen starrer Geschlechterrollen“ verdeutlicht und das ich hier auch einbinde.

„Die feministische Organisation The Representation Project produziert jedes Jahr ein Video zu einem Thema, das aus Sicht  ihrer Mitglieder das Jahr dominiert hat. 2016 lautet dieses toxische Männlichkeit“, lesen wir erklärend. Man sieht im Clip, das es eigentlich nur darum geht, Donald Trump einmal mehr an den Pranger zu stellen, egal ob Gezeigtes neben Ausschnitten aus seinen Reden auch tatsächlich mit ihm zu tun hat oder nicht. Fake News werden gerne wissenschaftlich abgesichert, so auch in diesem Fall: „Eine Studie der American Psychological Association hat gezeigt, dass sich Sexismus auch auf Männer negativ auswirken kann. Männer, die sich Frauen überlegen fühlen und eine sexistische Einstellung haben, haben dem Ergebnis nach eher mit psychischen Problemen wie Depressionen zu kämpfen. Merkmale toxischer Männlichkeit, die Männern besonders schaden, sind laut Wissenschaftlern das Verlangen, Frauen überlegen zu sein und sexuelle Umtriebigkeit.“

Wie nicht nur Trump mit dem theoretischen Konzept von „toxic masculinity“ in Verbindung gebracht wird, stelle ich hier dar. Nach einer kurzen Beschreibung des Videos verweist der „Kurier“ auf die Filmemacherin Jennifer Siebel Newsom, die das Representation Project gründete und der Huffington Post erklärte,  „wie diese starren Geschlechterrollen gewalttätiges Verhalten vorantreiben: ‚Ob die in den Medien große Beachtung findenden Vorfälle sexualisierter Gewalt an Hochschulanlagen, Amokläufe, Polizeigewalt oder die schädliche Sprache von Donald Trump, diese Dinge sind das Ergebnis einer Kultur, die hypermaskuline Eigenschaften wie Dominanz, Aggression und Kontrolle über Empathie, Fürsorge und Zusammenarbeit bestärkt. Ob das Mobbing von anderen Menschen, Diskriminierung und Abwertung von Frauen oder der Überbewertung von Geld und Macht über alle anderen Dinge, dieser Status Quo ist gefährlich und muss am Esstisch, in unseren Gemeinden und auf nationaler Ebene angesprochen werden.'“

Mit der Erwähnung der „Huffington Post“ haben wir bereits die erste Bezugnahme auf Regime Changer und Clinton-Unterstützer George Soros, der Donald Trump den Krieg erklärt hat und dessen Organisation MoveOn entsprechende Proteste organisiert. Rein zufällig unterstützt Soros auch Facebook-Zensur (von wegen Fake News) und förderte das Super-PAC (Political Action Commitee) Ready PAC (früher Ready for Hillary) dem auch Jennifer Siebel und Ehemann Gavin Newsom (Ex-Bürgermeister von San Francisco) angehören. Soros stieg im Herbst 2013 als Co-Chair des Finanzausschusses von Ready PAC ein und wird als größter Geldgeber der Demokraten beschrieben. Wir finden Jennifer Siebel Newsom auch bei PACH (Project for the Advancement of Our Common Humanity), dessen Vorsitzende Monique Hoeflinger u.a. bei Soros‘ Open Society Foundations und im Bereich von LGBTI-Rechten gearbeitet hat. Hätte uns der „Kurier“ dazugesagt, dass eine Unterstützerin von Hillary Clinton (die man später auch bei den Sanders-Anhängern findet) ein Anti-Trump-Video gemacht hat, sähe alles natürlich etwas anders aus.

Doch das ist ebenso untersagt wie das Thematisieren der Einflussnahme von Soros und Co. nicht nur auf die US-Politik, sondern auch bei uns etwa bei der „Flüchtlingskrise“. Sucht man übrigens nach News zu „toxic masculinity“, stößt man auf einige Gescbichten, die Männern die Katze als Allheilmittel anpreisen. „Is it normal for women to like alpha males?“ wird mal so zwischendurch gefragt, ehe als typische Katzenstory auf ein Shooting von Schauspieler Chris Hemsworth („Thor“)  für „Vanity Fair“ mit mehreren Katzen hingewiesen wird. Wenn Katzen als „Gegengift“ zu „toxic masculinity“ empfohlen werden, zeigt man dazu glückliche Katzen“besitzer“. Im September schuf die Duke University sogar Safe Space für Männer: „The Duke Men’s Project, launched this month and hosted by the campus Women’s Center, offers a nine-week program for ‚male-identified‘ students that discusses male privilege, patriarchy, ‚the language of dominance‘, rape culture, pornography, machismo and other topics.“

Der „Kurier“ beteiligt sich an Versuchen, Safe Spaces für Frauen im Netz zu kreieren, von wegen „Hasspostings“ und Untergriffe, doch in Wahrheit geht es darum, Voraussetzungen für Zensur zu schaffen. Zudem ist das Safe Space-Konzept bei denen sehr umstritten, die tatsächlich noch das in die Zukunft retten wollen, was von Frauen erkämpft wurde, jetzt aber der Einwanderung wahrhaft „toxischer“ Maskulinität preisgegeben werden soll. Denn auch hier ist die Agenda eine andere, nämlich Frauen nicht mehr zu Selbstbehauptung, Durchsetzung und Gegenwehr zu ermutigen, sondern ihnen alles abzunehmen, was genau diese Eigenschaften erfordert und trainiert. Die Debatte über politisch korrekte Begriffe lenkt außerdem davon ab, dass nicht Männer ohne Katzen, sondern Männer ohne Kultur bisher nicht gekanntes Gefährdungspotenzial darstellen, auf das die Polizei mit dem Austeilen von Taschenalarm reagiert, statt Frauen zu schützen.

Der zweite analysierte „Kurier“-Artikel trägt den Titel „Mehr als nur ein Weihnachtsfriede: Pilz lobt Heeres-Minister Doskozil“, denn der langjährige Sicherheitssprecher der Grünen war auch erstmals bei einem Truppenbesuch (im Kosovo) dabei. Als Doskozil Ende Jänner dieses Jahres angelobt wurde, hagelte es sofort harsche Kritik seitens der Grünen, die jedoch schon lange fremde Interessen vertreten. Daher konnte man damals noch hoffen, dass sich Doskozil der verdeckt verfolgten Agenda jener Kreise verschließt, die bei der US-Wahl auf Hillary Clinton setzten. Nun aber schreibt der „Kurier“ über die Weihnachtsfeier der österreichischen KFOR-Soldaten mit Doskozil: „Begleitet wurde er nicht nur vom eigenen SPÖ-Wehrsprecher Otto Pendl, sondern auch vom Grünen-Wehrsprecher Peter Pilz und dem Team-Stronach-Abgeordneten Christoph Hagen. Und die nutzten den besinnlichen Auslands-Besuch auch gleich dafür, einen innenpolitisch-militärischen Weihnachtsfrieden auszurufen.“

Hagen lobte den Kollegen Pendl, „weil dieser im November 2015 mit einem historischen Allparteienantrag einen wesentlichen Beitrag zur Rettung des Bundesheeres geleistet hätte. Dieser von allen Parlamentsparteien getragene Beschluss leitete das Ende der Ära des Verteidigungsministers Gerald Klug ein, und war eine wesentliche Rückendeckung für seinen Nachfolger Hans Peter Doskozil, der damit bei den Budgetverhandlungen 1,3 Milliarden zusätzliche Investitionsmittel herausholen konnte.“ Und Redakteur Wilhelm Theuretsbacher zitiert Pilz: „Mit ihm haben wir jedenfalls eine wesentlich bessere Zusammenarbeit als mit seinen beiden Vorgängern (Norbert Darabos, Gerald Klug, Anm.).“ Wie zu erwarten, gibt es bei den Userpostings zum Artikel auch entsprechendes Echo getreu der Vorgabe des „Kurier“ und von Pilz: Doskozil gut, Darabos und Klug schlecht. Dass Darabos abgeschottet, überwacht, unter Druck gesetzt wurde (wird!), weiss man in den Medien ebenso wie im Landesverteidigungsausschuss; es ist aber tabu, dies anzusprechen; und Darabos‘ Nachfolger Klug war dann bloßer Statist, der die Strategie der NATO nicht einmal zu unterlaufen versucht hat.

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Peter Pilz zum Nationalfeiertag 2016

Bezeichnend, dass der vielgelobte Doskozil es nicht wagt, sich den wirklichen Altlasten in seinem Ressort zu stellen, auf die ich hier eingehe. Diese Passage im  „Kurier“ ist bezeichnend: „Ohne die zusätzlichen Mittel hätte das Bundesheer auch seinen KFOR-Einsatz im Kosovo nicht aufrechterhalten können. Der derzeitige KFOR-Kommandant, der italienische Generalmajor Giovanni Fungo, zeichnete ein höchst dramatisches Bild von der Situation im Kosovo. Es sei vergleichbar mit einem unterirdischen Vulkan, der jederzeit ausbrechen könnte.“ Man sieht hier – was der „Kurier“ freilich nicht erwähnt -, um wessen Interessen es in Wahrheit geht, denn mit dem völkerrechtswidrigen Angriff auf die Bundesrepublik Jugoslawien 1999 wurden die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass fremde Truppen im Kosovo präsent sein „müssen“: „Die Kosovo-Truppe, kurz KFOR (englisch Kosovo Force) ist die im Jahre 1999 nach Beendigung des Kosovokrieges aufgestellte multinationale militärische Formation unter der Leitung der NATO„, so Wikipedia; man beachte, dass hier NATO steht.

Rund 5000 US-Soldaten befinden sich in der modernen Basis Camp Bondsteel, in deren Nähe Jihadisten trainiert werden. Hingegen steht im „Kurier“: „Er (Doskozil) spricht auch von einer ‚dramatischen Islamisierung des gesamten Balkan‘. Pilz ergänzt: Es sei eine neue ‚Balkanroute des Dschihadismus‘, die nicht nur für Personaltransfer, sondern auch für illegale Waffentransfers genutzt werde. Und was Heeresnachrichtendienst und Verfassungsschutz hier leisten, sei beachtlich.“ Auffällig, dass Pilz Doskozil souffliert und dass er ausnahmsweise einmal nicht auf Heeresnachrichtenamt und BVT hindrischt, wie er es sonst immer tut. Was die Islamisierung des Balkan betrifft, warnten Abgeordnete wie Nikolaus Berlakovich (ÖVP) nach einer Reise letztes Jahr, bei der man sie eindringlich bat, darüber zu berichten. Wäre das Bundesheer 2015 nicht paralysiert gewesen (kaputtgespart und de facto ohne Minister), so hätte man der illegalen Masseneinwanderung eben auch von „Gefährdern“ (so umschreibt es das BVT, das vor einem Jahr noch jede Bedrohung leugnete) Einhalt gebieten können.

In der SPÖ hatte jedoch (wie in den anderen Parteien) niemand ein wirkliches Interesse daran, den verfassungs-und rechtswidrigen Zustand im Ressort zu beenden, auch nicht der jetzt so sehr gelobte Abgeordnete Pendl. Dass man zu Weihnachten Truppen im Kosovo besuchen konnte, geht auch auf die Kappe von Sozialdemokratie und Grünen, denn während Rotgrün in Deutschland Krieg 1999 führte, waren SPÖ und (österreichische) Grüne für dieses Vorgehen. Bei den Grünen war es verpönt, sich gegen die NATO zu stellen, die besonders Peter Pilz und sein Freund Alexander Van der Bellen (damals Parteichef und jetzt Bundespräsident) unterstützten. Die SPÖ stellte bei der vorverlegten Nationalratswahl 2002 gar Wolfgang Petritsch auf, einen der Wegbereiter des Kosovo-Kriegs, der gar nicht bestreitet, Transatlantiker zu sein und Außenminister werden sollte.

gruenegegendoskoJunge Grüne auf Facebook

Angesichts einer „Berichterstattung“, die beständig Stereotype schafft und alle wesentlichen Fakten weglässt, kann man den Männern beim „Kurier“ nur empfehlen, sich wirklich mit „toxic masculinity“ und deren Folgen zu befassen: „Sexism harms women and society at large. It can also be psychologically toxic to the perpetrators of sexism themselves. For the past couple of decades, psychologists have been uncovering a link between traditional masculinity and poor mental health.“ Das Thema Militär ist in den Redaktionen mit Sexismus pur verbunden, da bei Ex-Minister Darabos seine Tätigkeit im Verteidigungsausschuss unterschlagen wurde, während man auf dem lange zurückliegenden Zivildienst herumritt. So wurde das Bild vom freiwillig heeresfernen (Weichei-) Minister geschaffen, statt sich zu fragen, was es bedeutete, dass nicht einmal der Generalstabschef direkten Kontakt zum Befehlshaber des Heeres nach der Verfassung hatte. Für Aussagen, die nicht auf der Linie der Herren der Medien in der US-Botschaft lagen, wurde Darabos ja stets von allen Seiten gebasht.

Aber wahrscheinlich spiegelt sich da auch der Sexismus von Journalisten bzw. ist er den Globalisten sehr nützlich, die ihre Dominanz u.a. via NATO ausüben. Sehr angenehm ist dies aber nicht für Kolleginnen der Herren Redakteure:  „Now, a new meta-analysis published in the Journal of Counseling Psychology confirms that link and adds some details about which aspects of so-called ‚toxic masculinity‘ are most damaging to mental health. The two aspects most closely related to sexism, which psychologists refer to as ‚playboy‘ and ‚power over women,‘ were among those most closely linked to poor mental health outcomes. Those who conform to the so-called ‚playboy‘ norm of masculinity, see women as sex objects and typically say they’d prefer to have many sex partners. Those who conform closely to the ‚power over women‘ norm see women as unequal to men and in need of a controlling masculine influence.“ Außerdem gibt es noch die Norm der „self-reliance“, also Probleme z.B. damit, seine Seele für Propaganda zu verkaufen, selbst lösen zu wollen, ohne Hilfe zu suchen.

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4 Gedanken zu “Wie Fake News gemacht werden

    1. du verstehst aber schon, dass dies durch fake news ermöglicht wird, auf die immer noch zu viele reinfallenn? wobei eine der letzten aktionen obamas ein versuch ist, dem netz den garaus zu machen, er hat ein gesetz abgesegnet, das es erlaunt, fake news seite abzudrehen (damit ist natürlich nicht der mainstream gemeint).

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  1. Kurier war einmal eine ernstzunehmende Informationsquelle. Inzwischen ist er zum rot-grünen Propagandablatt verkommen. Die veröffentlichten Userkommentare dort sind voll von Hass, Hetze und Lügen. Wäre das mit „Fake News“ ernst gemeint, dann würde die Redaktion solche Kommentare erst gar nicht veröffentlichen. Wir wissen aber, dass man in Wirklichkeit die „alternativen Medien“ abdrehen will. Unter anderem auch diesen Blog hier.
    Ich fürchte es wird ihnen auch gelingen.

    Was den Balkan angeht: Sobald dort die internationalten „Friedenstruppen“ abgezogen sind wird dort der IS die Kontrolle übernehmen (gleich wie im Irak und in Syrien). Die Islamisten werden am Balkan ihre Kräfte bündeln und dann von dort aus sich ausbreiten, natürlich mit Unterstützung der Sozialisten und der Kommunisten (GrünInnen) aller Länder.

    Der Krieg hat längst begonnen, die Mehrheit merkt es nur noch (!) nicht.

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    1. Mein neuer Artikel befasst sich auch damit; diesmal mit Beispielen aus der Kronen Zeitung und zum Thema Wahrheitsministerium, das es in den USA und in Deutschland geben soll; wenns nach den Grünen geht, übrigens auch bei uns…

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