Mit Silberstein und Finkelstein gegen Soros?

Es gibt einen Zusammenhang zwischen den Wahlkampagnen von Christian Kern und Viktor Orban: dass Arthur Finkelstein und George Birnbaum, die wie Tal Silberstein die SPÖ beraten haben,  für Orban arbeiteten. Diese habe niemand Geringerer als der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu Berater empfohlen, die ihm einmal zu einer komfortablen Zweidrittelmehrheit verhalfen. Freilich war sein letzter Wahlkampf auf den Konflikt mit Soros zugespitzt, was nichts daran ändert, dass man auch selbst nachrecherchieren kann, welche Agenda Soros-unterstützte NGOs, Tagungen, Projekte, institute, Medien, Personen vertreten. Für Plakate und plakative Ansagen eignet sich dies naturgemäß nicht, wie man auch politische Skandale nur verkürzt und vereinfacht rüberbringen kann. Als Tal Silberstein und Beny Steinmetz, die beide u.a. mit Ex -Kanzler Alfred Gusenbauer Geschäfte machten (und Finkelstein mit ihnen)  im August 2017 in Israel verhaftet wurden schob Silberstein dies auf eine Fehde mit Soros. Der Tag der Festnahme war übrigens der 14. August (es schlug in der SPÖ wie eine Bombe ein, mitten im Wahlkampf) und am 18. August starb Arthur Finkelstein.

Dazu mag passen, dass in verdeckt eingerichteten Facebook-Gruppen auch mit Soros-Kontakten des nunmehrigen Kanzler Sebastian Kurz gespielt wurde. Diese bestehen u.a. darin, dass beide Mitglieder des European Council in Foreign Relations sind (man findet Soros auch beim US-Vorbild), wobei sich Christian Kern, als er wegen dieser FB-Gruppen in Bedrängnis war, auch als Vertrauter von Soros bezeichnete. Es ist kein Widerspruch, dass Silberstein dem Mossad zugerechnet wird, wenn der israelische Premier Orban seinen Mitstreiter Finkelstein empfahl. Denn auch Netanjahu ist alles andere als ein Freund von Soros‘ politischer Einmischung, wie zahlreiche Aussagen belegen. Dass Finkelstein in der Regel für Republikaner und nicht für (Sozial-) Demokraten arbeitete, mag auf den ersten Blick irritieren, aber Silberstein bezog auch Moshe Klughaft in die SPÖ-Kampagne ein, der Ultra-Orthodoxe beriet. Nun hat George Birnbaum, der 1998 nach Israel ging, wo er Netanjahus Stabschef wurde, sich danach mit Finkelstein im Bereich Politikberatung zusammentat, „Das Magazin“ (Schweiz) einiges offenbart: „Politberater Arthur J. Finkelstein erfand die perfide Kampagne gegen George Soros. Sein engser Mitarbeiter erzählt zum ersten Mal, wie er dabei vorging.“

Noch ehe viele Menschen im Westen Europas etwas mit dem Namen Soros anfangen konnten, stand er in Ungarn im Mittelpunkt einer Kampagne, nämlich 2014. Nun gebe sich Birnbaum, dessen Großvater von den Nazis erschossen wurde, Schuld daran, dass der Antisemitismus weltweit erstarke, weil er mithalf, Soros zu dämonisieren. Diese Darstellung ist genaus einseitig wie der Versuch, jede Kritik am reichen Mann als Fake und Hetze zu diskreditieren. Es begann anscheinend damit, dass Benjamin Netanjahu nach dem Mord an Yitzhak Rabin als chancenloser Neuling bei der Wahl reüssierte dank seines „geheimen Kampagnenleiters“ Arthur Finkelstein: „Manchmal entwickeln pollster Kampagnen. In Israel entwickelte Finkelstein sogar einen Kandidaten: Jener Benjamin Netanyahu, der im Mai 1996 gegen Shimon Peres antrat, war seine Schöpfung. ‚Alles, was Bibi während der Wahlkampagne tat, wurde von Arthur bestimmt‘, schreiben Netanyahus Biografen Ben Kaspit und Ilan Kfir.“

Wie Silberstein (in den ersten Jahren) machte Finkelstein kaum Schlagzeilen:  „Finkelstein war eine diskrete Person. Nur zwei Reden von ihm sind im Netz zu finden. Niemand bekam ihn je ganz zu fassen, nicht einmal seine Kunden. Er flog ein, gab Ratschläge und verschwand wieder. Am Wahltag war er nie anwesend. Vor Ort arbeiteten seine Leute, Arthur’s kids, wie sie sich nannten. Informationen über Finkelstein muss man sich zusammensuchen, man findet Hinweise in der israelischen und ungarischen Presse, er wird erwähnt in Akten, Lücken ergänzten Gespräche mit über einem Dutzend Insidern und nicht zuletzt mit George Birnbaum selbst.“ Die US-Republikaner profitierten davon: „Finkelstein folgte dabei einer Formel, die er fortlaufend weiterentwickelte: negative campaigning. Bei dieser Wahlkampfmethodik geht es darum, die Kampagne des Gegners anzugreifen, statt ein eigenes Programm anzupreisen. Finkelsteins Ausgangspunkt: Jede Wahl ist schon vor der Wahl entschieden. Die meisten Leute wissen von Anfang an, wen sie wählen wollen, wofür oder wogegen sie sind. Und es ist ungeheuer schwer, sie vom Gegenteil zu überzeugen.“

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Es wurde allerdings vergessen, dass auch Greenberg, Silberstein und Co., sich auf negative campaigning und Diffamieren des Gegners verstehen. Birnbaum begann als eines von „Arthur’s kids“ und sollte aus zahlreichen Umfragen schlau werden, die sich auf dem Tisch seinec Chefs stapelten (auch Silberstein kann aus Material über die Wähler alles herausleben und arbeitete mit Focusgruppen). Dass er 1998 nach Israel ging, war auf Finkelstein zurückzuführen und für ihn die Erfüllung eines Traumes. Bei der Wahl 1999 hatte Silberstein sein Debut im Team von Stanley Greenberg für Ehud Barak, General der Israelischen Streitkräfte und Labour-Kandidat, seines Zeichens erster Kommandant der Einheit Caesarea des Mossad (später Kidon genannt). Martin Schlaff lieh Barak 600.000 Dollar für den Wahlkampf, erhielt sie jedoch nicht zurück und hat auf diese Weise mit-ermöglicht, dass sich Silberstein erste Sporen verdiente. Danach wurde er von der Wiener SPÖ (2001) und der Bundes-SPÖ (2002 und 2006) engagiert und es soll 2016/17 auch weniger Christian Kerns Wunsch gewesen sein als jener von Michael Häupl und Alfred Gusenbauer.

Das Magazin weiter.“2006 gründet Birnbaum die Firma GEB International – mit Finkelstein als Partner. Gemeinsam wollen sie Osteuropa aufrollen. Birnbaum sucht Kunden, verkauft Finkelsteins Formel. In Rumänien helfen sie Calin Popescu-Tariceanu an die Macht, in Bulgarien Sergei Stanischew.“ In jenem Jahr verhalfen Greenberg und Silberstein Alfred Gusenbauer zu einem knappen Sieg bei der Nationalratswahl, den sie als „Sozialfighter“ gegen die Anschaffung der Eurofighter Typhoon verkauften. Am Ende des Jahres 2006 wird die Firma GCS von Silberstein geführt werden und Gusenbauer ist das Verteidigungsministerium wichtiger als andere Ressorts, damit man daran gehen kann, den Konkurrenten des in Israel recht präsenten Rüstungskonzerns Lockheed Martin, EADS (heute Airbus Group) aus dem Feld zu schlagen. Apropos Rumänien, wo 2007 Silberstein und Finkelstein mitmischten: Der ehemalige Staatspräsident Traian Basescu wurde von Silberstein beraten, ist mit ihm befreundet, ermöglichte CIA-Geheimgefängnisse, die Teilnahme am Raketenschild (System Aegis von Lockheed) und eine Entscheidung für F-16 anstelle von Eurofightern. Noch Fragen?

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Auf Bulgarien wird auch in diesem Artikel über Birnbaum (nach Finkelsteins Tod) hingewiesen; es geht u.a. um Julia Timoschenko, die 2014 von Silberstein beraten wurde,  aber nun demeniert, dass sie wieder amerikanische Berater engagiert. Detail am Rande: An jenem Ukraine-Lobbying, das in den USA wegen Paul Manafort und Co. von einem Gericht untersucht wurde, beteiligten sich auch Alfred Gusenbauer und die Podesta Group, ihres Zeichens Lobbyisten u.a. für Lockheed. Die amerikanische Kanzlei Skadden erstellte ein Dossier über Timoschenko und machte später bei uns Schlagzeilen, weil sie von Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil für eine Klage gegen Airbus herangezogen wurde (sie vertritt auch General Electric, den Hersteller der Triebwerke der F-16),  Silberstein „beriet“ auch Viktor Orbans Vorgänger Péter Medgyessy (wobei von 30 Millionen Forint und einer „Modernisierung“ des politischen Programms die Rede war). Ungarische Berichte sprechen 2004 von den „Beratern von Clinton und Blair“, die den regierenden Sozialisten „helfen“; SIlberstein kam also vor Finkelstein und Birnbaum. Heute heisst der bulgarische (sozialistische) Präsident Rumen Radev, er kommt von der Armee und war Kampfjet-Pilot; demgemäss sieht er die anstehende Entscheidung über die MiG-Nachfolge kritisch.

„Das Magazin“ schrieb: „Im Jahr 2008 will in Ungarn ein Mann zurück an die Macht. Er heisst Viktor Orbán und ist der ehemalige Premier. Dabei helfen wird ihm sein alter Freund ‚Bibi‘ – Benjamin Netanyahu. Die beiden verbindet eine langjährige Freundschaft, die so eng ist, dass manche sie als ‚Bromance‘ bezeichnen. Tatsächlich ist ihre grösste Gemeinsamkeit aber die Arbeit von Finkelstein und Birnbaum.“ Sie schlugen die Sozialdemokraten bei der Wahl 2010 vernichtend, die sie sich ja schon vorher mit Tal Silerstein und Co. eingelassen hatten. Und dann der Bogen zu Soros:  „Im Kern geht es um die Fortsetzung der Erzählung vom fremden  ‚Grosskapital‘, das sich gegen das kleine Ungarn verschworen hat. Aber mit einer dramatischen Steigerung: Was, wenn sich plötzlich der Vorhang vor der Verschwörung des Kapitals lüftet und eine Figur hervortritt, die alles in der Hand hält. Jemand, der ‚das Grosskapital‘ nicht nur steuert, sondern verkörpert? Eine reale Person. Noch dazu eine in Ungarn geborene. Fremd und doch bekannt. Diese Person ist George Soros, sagt Finkelstein. Und Birnbaum erkannte sofort das Geniale an der Idee: ‚Soros war der perfekte Gegner.‘ In diesem Moment wird das Monster George Soros geboren. Ein Multimilliardär, so mächtig und weltweit vernetzt, dass sich die ganze Nation hinter Orbán sammeln müsste, um ihn zu besiegen. Hier in Ungarn wird jene Hassfigur erschaffen, die bald Politiker aus aller Welt aufgreifen. Bis hinein in den deutschen Bundestag oder das Bundeshaus in Bern.'“

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Wer sich jemals mit nachweisbarem Soros-Einfluss befasst hat, wird ungeduldig auf Fakten dazu warten, doch es kommt nur: „2015 taucht erstmals Soros’ Hilfe für Migranten als Teil einer grossen Verschwörung auf.“ (Es war unsere „Hilfe“ mit unseren Staatshaushalten, ohne uns zu fragen!). Somit wird jedwede Soros-Kritik in die Ecke der „Verschwörungstheorien“ verbannt, obwohl gerade im Jahr 2015 jene „NGOs“ usw. die Soros.gefördert bzw. in Soros-unterstützten Netzwerken aktiv sind, zunehmend einförmig argumentierten. Es war bald unmöglich, mit Vertretern darüber zu reden, dass die Bestimmungen der Genfer Flüchtlingskonvention nichts mit jener Masseneinwanderung zu tun hatten, die wir als Aufnahme „Schutzsuchender“ begeistert begrüssen sollten. Vom Kampf Orbans gegen Soros hatten die meisten Menschen noch nie gehört, die zum Beispiel lasen, was die inzwischen verstorbene Autorin Friederike Beck recherchiert hatte. Birnbaum hat schon recht, dass er nie Antisemitismus fördern wollte und er auch keine nicht in Menschen vorhandenen Einstellungen hervorbrachte. Freilich orientieren sich die Leute an dem, was ausgesprochen werden kann und können sich dadurch zu Handlungen ermuntert fühlen, die niemand in Gang setzen wollte.

„Das Magazin“ wies auch auf uns hin: „In Österreich tauchte der Name Soros im Kontext einer Wahl im Zug der ‚Silberstein-Affäre‘ auf. Später flog auf, dass man unter anderem gefälschte Facebook-Accounts eingesetzt hatte, die Soros’ ‚Plan‘ erwähnten. Mit im Kampagnenteam: Birnbaum und Finkelstein.“ So ist es verkürzt, denn es war Silberstein, der diese Aktivitäten an  Peter Puller und andere auslagerte; mit Puller macht er heute nicht näher definierte gemeinsame Projekte. Und wenn es auch Berichte aus Rumänien und Botswana (2014) gibt, die Silberstein dem Mossad zuordnen, schwieg die SPÖ dazu doch immer beharrlich.  Es ist Wasser auf den Mühlen der ÖVP, deren Generalsekretär Karl Nehammer nach der Verantwortung des nunmehrigen SPÖ-Bundesgeschäftsführers Thomas Drozda fragt. Dieser fungierte als Kanzleramtsminister als Verbindungsmann zwischen Kern und der Parteizentrale und soll sagen, wofür ein kolportiertes Honorar von 44.000 Euro bezahlt wurde (das sind nicht die weit höheren Kosten für Silbersteins „Beratung“). Als Folge der unliebsamen Enthüllungen zum Wahlkampf 2017 prüfte sich die SPÖ dann quasi selbst siehe dieses Dokument.

 

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Nun ist Kern Geschichte (und „Chairman of the Board“ der israelischen Firma Fsight) und offiziell Pamela Rendi-Wagner Parteichefin, sie tritt jedoch anders als Drozda kaum auf.  Wenn sich u.a. die ungarischen Sozialisten von Silberstein beraten ließen, der Gegner Fidesz aber von Finkelstein und Birnbaum, stellt sich die Frage, wieso die SPÖ dann beide Seiten der Wahlkampfberatung vereinen wollte. Immerhin wurde Kern noch als ÖBB-Chef im Sommer 2015 zum „Kanzler der Herzen“ gehypt und sollte für genau jenes Weltbild stehen, das eben auch Soros fördert. Sein Verbündeter bei der Ablöse von Werner Faymann war (neben Gusenbauer) der Medienmanager Gerhard Zeiler von Time Warner, einem Mitglied des Council on Foreign Relations. Wenn Netanjahu Soros 2017 vorwarf, dass er „auch unseren jüdischen Staat“ destabilisiere,  soll dann jemand bei Wahlen reüssieren, der kaum im Amt 2016 auch schon George und Alexander Soros empfing? Der Sohn war übrigens vor Kerns Wechsel ins Bundeskanzleramt immer wieder in Wien, unter anderem am Institut für die Wissenschaft vom Menschen, das Soros-unterstützt ist. Man übernachtete  nicht wie Tal Silberstein in Rene Benkos Park Hyatt, sondern zog das Hotel Sacher vor.

Nach dem Massaker von Pittsburgh musste sich Netanjahu Kritik anhören, weil er Trump unterstuetzte und Soros bekämpfte. Es gab auch eine gerichtliche Auseinandersetzung, weil der Premier behauptete, Soros arbeite mit dem Iran zusammen. Wir erinnern uns an die Münchner Sicherheitskonferenz 2018, bei der Netanjahu mit einem Teil einer iranischen Drohne auf die Bühne ging. Sein Sohn Yair wurde auf Facebook gesperrt, weil er u.a. postete, dass Israel ohne Muslime besser dran sei. Eines von Yairs Postings zeigte Soros am Ende einer „Nahrungskette“, zu der auch Ehud Barak gehört. Obwohl er keine offizielle Funktion hat, verfügt Yair über Bodyguards und einen Fahrer; als ihn Facebook sperrte, wich er auf Twitter aus und beklagte die „Gedankenpolizei„.  Wenn es heisst, dass die Mossad-nahe Firma Black Cube gegen Barack Obama und George Soros eingesetzt worden sei, handelt es sich um alte Bekannte. Denn auch Harvey Weinstein beauftragte sie (auf Empfehlung von Ehud Barak), man kennt sie aus dem Kampf Rumäniens gegen Korruption (was auch Geschäfte von Silberstein, Steinmetz und Finkelstein meint) und sie soll in Österreich Journalisten beschattet haben.

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Es ist wohl Ansichtssache, ob man meint, Soros fördere NGOs, die linksradikale Positionen vertreten. Doch viele würden dem zustimmen, während man es vor wenigen Jahren noch als Ausdruck eines politischen Spektrums in Israel sehen würde, dessen Koordinaten  verschoben sind. Miriam Wölke, die aus Deutschland nach Israel gezogen ist, meint in ihrem Blog, dass rechts CDU/CSU vergleichbar sei; bei „rechten“ Demos kündigen Linke sofort Krawalle an (klingt vertraut). Auch Kibbuzim wollen keine afrikanischen Frauen mit Kindern aufnehmen, schreibt sie, und weist darauf hin, dass illegale Einwanderer selbst für sich sorgen müssen und auch deswegen nicht beliebt sind, weil viele offen Judenhass um Ausdruck bringen und kriminell werden. Netanjahu werde von der Bevölkerung keineswegs als Hardliner gesehen, eher schon als Feigling, weil er immer nur ankündige und gegenüber jenen Kräfte nachgebe, die als Lobby für die Palästinenser fungieren. Soros unterstütt in Israel zahlreiche Aktivitäten; seltsam ist auch, wenn spontane Initiativen wie jene von Vicky Knafo, einer arbeitslosen  Mutter, die sich 2003 zu Fuß nach Jerusalem aufmachte,  plötzlich vor Ort Infrastruktur erhalten. Netanjahu will wohl über Mittel- und Osteuropa die Haltung der EU gegenüber dem Iran beeinflussen; vor ein paar Monaten sprach er von einem geheimen Atomlagerhaus im Iran. Ein Artikel aus dem Jahr 2011 berichtet von einem Soros-Plot mit Stanley Greenberg, der für das Open Society Institute arbeitete, Netanjahu mittels sozialer Unruhen zu stürzen,. Dabei wird auf 1999 Bezug genommen, als die Wahlen wie jetzt vorverlegt wurden: „In 1999, a no-confidence vote had ended Netanyahu’s first term in office. Protests, trumped up charges and Clinton’s meddling allowed a cabal of leftist tycoons and NGOs to oust Netanyahu and replace him with Barak. Now, the left is partying in Tel Aviv like it’s 1999 all over again.“

Auf jeden Fall ist es zu billig zu behaupten, dass alles nur eine „Verschwörungstheorie“ sei, weil man die Präsenz von Soros und seiner Stiftungen ebenso nachvollziehbar machen kann wie die Aktivitäten und Aussagen derjenigen, die sich seiner Gunst erfreuen. Antisemitismus gibt es sicher in den Köpfen vieler, die sich über Soros auf dem Laufenden halten; Netanjahu will nichts wissen von solchen Hintergedanken. „Civil Liberties for Europe, spun off of Soros’ Open Society Foundation, tried to convince the German Foreign Ministry to intervene against a controversial Hungarian law targeting Soros’ NGO donations.“ (ein Beispiel für die Auseinandersetzung mit Soros in der Jerusalem Post 2018) „On the surface, the vast number of groups and people he supports seem unrelated. After all, what does climate change have to do with illegal African immigration to Israel? What does Occupy Wall Street have to do with Greek immigration policies? But the fact is that Soros-backed projects share basic common attributes.

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They all work to weaken the ability of national and local authorities in Western democracies to uphold the laws and values of their nations and communities. They all work to hinder free markets, whether those markets are financial, ideological, political or scientific. They do so in the name of democracy, human rights, economic, racial and sexual justice and other lofty terms. In other words, their goal is to subvert Western democracies and make it impossible for governments to maintain order or for societies to retain their unique identities and values.“ (JP im Jahr 2016, eine Analyse von Caroline Glick) Eine Zunahme von Antisemitismus hat auch damit zu tun, dass Soros-Jünger sich in zahllosen Projekten und Aktionen für falsch verstandene Toleranz gegenüber dem Islam einsetzen. Im Mainstream wird Kritik aus Israel und Ungarn kaum objektiv betrachtet; umso mehr freut man sich über das Entlarven der „Hasskampagne“.  Damit sollen auch alle Fakten weggewischt werden, die man gerade in diesen Medien niemals ernsthaft diskutieren wollte; ausserdem wird ausgeblendet, wie international vernetzte Wahlkämpfe ablaufen. Das bedeutet, auch in der Affäre um Tal Silberstein weiter an der Vertuschung  mitzuwirken, zumal man auch frühere Wahlkämpfe ansprechen müsste, doch da verhallen auch Forderungen der ÖVP im Nirwana.

PS: Zum ersten Mal nahm ich Soros-Einfluss wahr, als ich mich mit dem Schicksal der polnischen Partei Samoobrona befasste, die gegen den Raketenschild und gegen die Teilnahme polnischer Soldaten an US-Interventionen war; gegen sie wurde erfolgreich via Soros-unterstützter Gazeta Wyborcza kampagnisiert.

PPS: Drozda reagiert nicht auf die ÖVP, fordert aber FPÖ-Vizekanzler Heinz Christian Strache zum Rücktritt auf, pikanterweise wegen eines Prozesses, den dieser gegen den Silberstein-Wahlkampfhelfer Rudi Fussi angestrengt hat. Nun wurde das Verfahren zwar zum Rohrkrepierer für Strache, es ist aber doch bezeichnend, dass die ebenfalls Silberstein-affinen NEOS der SPÖ (und Fussi) sofor zur Seite springen. Beide Parteien hüllten sich in Schweigen, als gegen Fussi wegen seiner Drohungen gegen eine ehemalige Übersetzerin ermittelt wurde, die er bezichtigte, ein Maulwurf im Wahlkampfteam gewesen zu sein.

PPPS: Neue Meldungen zu Soros, die nichts mit den „Enthüllungen“ zu tun haben.
Soros-Stiftungen verlassen die Türkei
https://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/5536676/SorosStiftung-beendet-nach-Erdogas-Attacken-ihre-Arbeit-in-der-Tuerkei
Soros unterstützt auch Pro Suizid –Organisation  https://www.chroniclesmagazine.org/george-soros-and-the-cult-of-death/
Druck auf große Firmen, nicht mit der US-Regierung zu kooperieren
https://www.newsbusters.org/blogs/techwatch/corinne-weaver/2019/01/17/aclu-soros-groups-pressure-big-tech-avoid-working-us
Mauer um das Soros-Anwesen
https://dailycaller.com/2019/01/13/walls-across-america-george-soros/
Fidesz: die Abstimmung im EU-Parlament über NGO-Finanzierung dient der Migration
https://hungarytoday.hu/fidesz-ep-vote-on-ngo-funding-serves-to-increase-immigration/

3 Kommentare zu „Mit Silberstein und Finkelstein gegen Soros?

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