Wahlkampf: Die verdeckten Operationen des Tal Silberstein

Zwei Facebook-Seiten wurden angelegt, um ÖVP-Spitzenkandidat Sebastian Kurz zu diskreditieren: „Die Wahrheit über Sebastian Kurz“ war offen negativ, während „Wir für Sebastian Kurz“ Stimmung vor allem in der Migrationsfrage schürte und oberflächlich als ÖVP-Seite erschien. Als  „profil“ und „Presse“ beide Seiten zu SPÖ-Berater Tal Silberstein verfolgte, wurden sie blitzartig deaktiviert. Wir erleben ein Schauspiel, das sich in diesem Wahlkampf wiederholt, denn Wahlkampfleiter und Bundesgeschäftsführer Georg Niedermühlbichler hat zuerst jeden Zusammenhang bestritten und wusste wahrscheinlich auch von nichts. Sein Lage als Prügelknabe erinnert an 2006, als sich Wahlkampfleiter und Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos dem Mossad-Mann Silberstein und dessen schmutzigen Tricks fügen musste. Seit Jänner sind übrigens Berichte aus Rumänien oder Botswana bekannt, die Silberstein dem israelischen Geheimdienst zuordnen; in der SPÖ durchschauten manche ihn im Wahlkampf 2002.

Ex-Kanzler Alfred Gusenbauer, der Silberstein 2002 und 2006 engagierte und heute sein Geschäftspartner ist, nimmt auch auf mehrfaches Ersuchen nicht dazu Stellung, wen er da Kanzler Kern empfohlen hat. Im Februar 2017 verfasste ein ehemaliger Gusenbauer-Sprecher (heute Sprecher eines Immobilienkonzerns, in dem Gusenbauer im Aufsichtsrat sitzt) ein Dossier für Silberstein mit Wahlkampf-Überlegungen, in dem Kern vernichtend charakterisiert wurde. Es gelangte vor einer Woche an die Öffentlichkeit, was Kern zu menschlich verständlichen, politisch aber ungeschickten Reaktionen veranlasste. Schließlich behauptete FPÖ-Spitzenkandidat Heinz Christian Strache bei einer TV-Diskussion, dass Kurz ja auch Kontakt zu Silberstein habe, was dieser zuerst bestritt. Es stellte sich dann heraus, dass ein Flug nach Tel Aviv 2014 gemeint war und Silberstein ihn auf Empfehlung Gusenbauers anredete, da er der kommende Mann in der ÖVP sei. Kurz wollte jedoch keine Silberstein-Kampagne, sodass der „Berater“ 2015 wieder ins Spiel kam, als er sich bei der Wiener Gemeinderatswahl nicht um die SPÖ, sondern um die NEOS kümmerte.

„Kronen Zeitung“ zur Affäre (30.9.)

Silberstein und seine Leute gerieten auch ins Gerede, weil sich darunter der rechtsextreme Moshe Klughaft befand, der für das Pizza mit dem Bundeskanzler-Video verantwortlich zeichnete. Das „profil“ verwendet jetzt dauernd Geheimdienst-Jargon: „Der SPÖ-Berater beauftragte eine österreichisch-israelische Spezialeinheit mit einer Negativ-Kampagne gegen Sebastian Kurz. Eine Facebook-Seite hetzt mit fremdenfeindlichen und antisemitischen Inhalten gegen ÖVP-Chef Sebastian Kurz. Dem Anschein nach stecken dahinter Rechte und Blaue – tatsächlich aber sind es Berater der SPÖ.“ (Hervorhebung von mir) Bei „Die Wahrheit über Sebastian Kurz“ fand man Videos, Fotomontagen und Kurz als „Islam-Versteher“; die Seite sollte unter FPÖ-Sympathisanten Stimmung machen, was ihr auch gelang. „Was sich freiheitlich liest und auch freiheitlich anhört, muss nicht zwangsläufig freiheitlich sein. Bisher wurde die Facebook-Seite aufgrund ihrer xenophoben Inhalte dem blauen oder rechten Umfeld zugeschrieben. Doch profil vorliegende Informationen belegen: Hinter ‚Die Wahrheit über Sebastian Kurz‘ (und weiteren schmutzigen Geheimoperationen) steckt tatsächlich die SPÖ – genauer: Christian Kerns umstrittener früherer Berater Tal Silberstein. Bleibt die Frage: Was wusste die SPÖ-Spitze von den vielfältigen Untrieben ihres Kampagnen-Masterminds?“ (Hervorhebung von mir)

Wie in der „Presse“ wird auch im „profil“ Kriik an George Soros (der mit Kurz und Kern in Verbindung gebracht wird) als „antisemitische Verschwörungstheorie“ gebrandmarkt, was Diskussionen in Israel über ihn ausblendet (wobei die „Presse“ wie der „Standard“ Mitglied in Soros‘ Project Syndicate ist).  „Als profil den SPÖ-Wahlkampfleiter und Bundesgeschäftsführer Georg Niedermühlbichler vor drei Wochen erstmals zur umstrittenen Facebook-Seite befragte, stritt dieser jede Verbindung kategorisch ab. ‚Wir weisen jeglichen Zusammenhang mit dieser Site auf das Schärfste zurück.'“ Allerdings muss man bedenken: „Höchstwahrscheinlich weiß Georg Niedermühlbichler tatsächlich nicht, dass letztlich von der SPÖ beauftragte Kampagnen-Experten die Facebook-Seite zu verantworten haben. Denn diese wurde und wird äußerst klandestin betrieben. profil-Recherchen belegen allerdings, dass Tal Silberstein neben der offiziellen Kampagne für Kanzler Christian Kern eine kleine Spezialeinheit mit einer Negativ-Kampagne gegen Sebastian Kurz betraute. Geschätztes Budget: 500.000 Euro.“ (Hervorhebung von mir; das Nichwissen von Niedermühlichler und Kern erinnert an Uwe Barschel 1987). Als der unglückselige Wahlkampfmanager am 27.9. die Wahlkampfkosten offenlegte (und dabei di ÖVP verdächtigte, zuviel auszugeben),  suchte man auch Silbersteins Honorar von kolportierten 400.000 € pro Jahr vergeblich (Wolfgang Rosam schätzt es übrigens auf mindestens eine Million €).

„Das handverlesene Team für die verdeckten Operationen bestand aus Österreichern und Israelis und hatte sein Hauptquartier in Wien. Ein Teil der Arbeit, die im Juni begann, war eher harmlos. So entwickelten die roten Agenten ein Online-Quiz, in dem der User Slogans aus dem Ikea-Katalog von Aussagen von Sebastian Kurz unterscheiden sollte. ….Anlass für die verdeckten Operationen dürften ausgerechnet Ergebnisse aus den von Silberstein eingerichteten Fokus-Gruppen gewesen sein, in denen repräsentativ ausgewählte Bürger vor dem Wahlkampf zu ihren Einstellungen befragt wurden. Ein Ergebnis: Die Österreicher lehnen Dirty Campaigning und allzu aggressives Vorgehen gegen politische Mitbewerber – wie in den USA üblich – ab.“ (Hervorhebungen von mir) Deshalb erhielt „Die Wahrheit über Sebastian Kurz“ ein FPÖ-Branding, und man schob dem Gegner  Schmutzkübel-Kampagnen in die Schuhe zu schieben („Wir für Sebastian Kurz“).  Für die Methode wird Silberstein jedoch keine Fokus-Gruppen gebraucht haben, wohl aber, welche Inhalte besonders wirksam eingesetzt werden können.

„Dass eine falsche Fan-Seite für Negativ-Kampagnen verwendet werden kann, zeigte sich bereits kurz nach dem Start von ‚Wir für Sebastian Kurz‘ Mitte Juli wurde auf der Seite eine Umfrage darüber initiiert, ob der Brenner wegen der Flüchtlinge geschlossen werden solle. Die schräge Fragestellung: ‚Zigtausende Migranten warten in Italien darauf, nach Mitteleuropa weiterzukommen. NGOs drohen, die Menschen nach Österreich zu bringen. Soll Österreich sich das gefallen lassen?‘ Die ÖVP sah sich daraufhin mit schweren Vorwürfen konfrontiert und beantragte – vergeblich – die Löschung der Facebook-Seite. Generalsekretärin Elisabeth Köstinger warf der SPÖ in der Folge vor, heimlicher Betreiber von ‚Wir für Sebastian Kurz‘ zu sein. SPÖ-Bundesgeschäftsführer Georg Niedermühlbichler reagierte erbost: ‚Dort wird scharf gegen unseren Spitzenkandidaten Christian Kern geschossen. Die Höhe ist, dass die ÖVP dann auch noch die Chuzpe hat, uns für diese Sites verantwortlich zu machen. Das ist Dirty Campaigning, wie es im Lehrbuch steht.'“

Niedermühlbichler war schon vorsichtiger, als „profil“ wieder nach den beiden Seiten fragte: „Aufgrund der profil-Anfrage haben wir den Fall hausintern genauestens prüfen lassen. Es gab tatsächlich einen Mitarbeiter, der um diese Website wusste. Da er nach einem schweren Unfall im Krankenstand ist, können wir genauere Informationen dazu nicht erheben. So wie wir immer betont haben, ist die besagte Website in keinster Weise von uns unterstützt worden, gerade wo dort auch empörende Inhalte gegen unseren Spitzenkandidaten veröffentlicht werden.“  Aber es fällt auf ihn zurück wie ja auch die Veröffentlichung des Dossiers, in dem er als „Prinzessin“ mit „Glaskinn“ bezeichnet wird. „profil“ bemerkt: “ Aus Sicht von SPÖ-Wahlkampfstrategen ergibt der Betrieb der beiden Facebook-Seiten durchaus Sinn. Die ‚Wahrheit über Sebastian Kurz‘-Seite soll rechtsorientierte potenzielle Kurz-Wähler wieder zu den Freiheitlichen treiben. Und die umstrittene Brenner-Umfrage und weitere Postings auf ‚Wir für Sebastian Kurz’“ sind geeignet, liberale Kurz-Wähler zu verschrecken und die ÖVP in Erklärungsnot zu bringen. Helle Aufregung und Stress für das Kurz-Team löste etwa auch ein überzogener Beitrag auf der Seite über mögliche Anschläge in Wien aus.“

Offenbar wurde dem Dirty Campaging durch Haft und Hausarrest für Silberstein die Spitze im eigentlichen Wahlkampf genommen: „Derzeit laufen die Facebook-Seiten weiter – offenbar betrieben von einem verbliebenen Rumpfteam, dessen Mitglieder derzeit nicht so recht wissen dürften, wie es mit ihnen weiter geht. Bei einem davon handelt es sich um einen profil namentlich bekannten Social Media-Experten, der vor zehn Jahren für die ÖVP arbeitete und – bevor er sich von Silberstein für das Anti-Kurz-Projekt anheuern ließ – auch für die Neos. Zusätzlich entwickelte er für den ehemaligen Grünen und nunmehrigen ÖVP-Kandidaten Efgani Dönmez ein Anti-Extremismus-Projekt.“ Über „Die Wahrheit über Sebastian Kurz“ wurde eines der Anti-Kurz-Videos öffentlich, das in den erwähnten Fokus-Gruppen getestet wurde  (es erinnert an 2006 produzierte Anti-Schüssel-Clips). Die „Presse“ schreibt u. a.: „Wer ist nun aber für die Inhalte der Seiten verantwortlich? ‚Presse am Sonntag‘-Recherchen zufolge wurde das Konzept von Silberstein erstellt – Peter Puller war und ist federführend für die Bespielung der Facebookseiten zuständig. Dass Puller etwas von zweifelhaften Wahlkampfmethoden versteht, bewies er schon im Jahr 2005. Damals arbeitete er als Pressesprecher der steirischen ÖVP und konzipierte eine Schulungsunterlage für Kampagnenmitarbeiter. Da wurde etwa geraten, den damaligen SPÖ-Spitzenkandidaten Franz Voves in gefälschten Leserbriefen als Faulpelz und Verhinderer darzustellen. Besonders empfohlen wurden Internet-Postings, die sachlich unqualifiziert, aber für die Stimmung wichtige Einträge ermöglichen.

„Österreich“ zum SPÖ-Dossier

Zuletzt fiel Puller im Wiener Gemeinderatswahlkampf 2015 auf, wo er für die Neos arbeitete – übrigens auch damals gemeinsam mit Silberstein. Damals versendeten die Pinken Massen-SMS. Bei vielen Empfängern und auch anderen Parteien sorgte das das für Empörung. Die Neos mussten schlussendlich eine Verwaltungsstrafe wegen dieses Vorgehens bezahlen. Puller hat auch jetzt noch einen kleinen Beratervertrag bei Neos. Laut ‚Presse‘-Informationen soll er auch für die Plattform ‚Stop Extremism‘ arbeiten. Das ist eine überparteiliche Initiative gegen Extremismus und Terror in Europa, die von Gründer und Ex-Bundesrat (damals Grüne) Efgani Dönmez wenige Tage vor Bekanntwerden seiner Kandidatur für die Liste Kurz präsentierte wurde – und die seit Anfang Juli existiert. Dort dabei sind etwa auch die deutsche Rechtsanwältin und Frauenrechtlerin Seyran Ates oder Neos-Kandidatin Irmgard Griss ‚Ich habe nie gemeinsam mit Silberstein für die SPÖ gearbeitet‘, sagt Puller auf Anfrage. Mit den Facebookseiten will er nichts zu tun haben – die Unterlagen, die der ‚Presse am Sonntag‘ vorliegen, lassen allerdings keinen Zweifel an seinem Engagement zu. Was nun Pullers Motivation ist, die Seiten auch nach Silbersteins Ausscheiden Mitte August weiter zu betreiben und wer ihn dazu angewiesen hat, bleibt fraglich.“

Die SPÖ windet sich wie gehabt: „Und inwieweit hat die SPÖ etwas in Auftrag gegeben? Die erste Reaktion: „’Wenn es so etwas gibt, dann ist das ohne mein Wissen passiert‘, sagt SPÖ-Bundesgeschäftsführer und Wahlkampfleiter Georg Niedermühlbichler am Donnerstag. Silberstein wurde für Derartiges nicht beauftragt. Tatsächlich sollen laut ‚Presse am Sonntag‘-Informationen nur wenige Personen innerhalb der SPÖ von der zweifelhaften Silberstein-Kampagne gewusst haben. Einer, der es gewusst haben müsste, ist aber sein Mitarbeiter Paul Pöchhacker, der bis Silbersteins Ausscheiden das Bindeglied zur Partei war und danach dessen Agenden übernahm. Sein Name taucht mehrfach in den Unterlagen auf – dass er ohne Weisung von oben gehandelt hat, wäre aber nicht plausibel. Für eine Stellungnahme war Pöchhacker nicht erreichbar, er ist seit Längerem in Krankenstand.“ Seine letzten Tweets wurden am 26.9. gepostet. Die FPÖ hakt per Aussendung ein: „Gegenüber der Tageszeitung ‚Die Presse‘ wurde zudem bestätigt, dass nämlicher Mitarbeiter bis zum heutigen Tag in einem aufrechten Dienstverhältnis mit den NEOS steht. Wenn man die Finanzierung der NEOS durch den Großindustriellen Hans Peter Haselsteiner vor diesem Hintergrund betrachtet, erscheint das Engagement von Tal Silberstein durchaus sinnvoll, denn Haselsteiner betreibt ja seit Jahren Anti-FPÖ-Hetze im großen Stil und wird dabei auch tatkräftig von den engsten Kreisen rund um SPÖ-Bundeskanzler Kern unterstützt‘, so (Wahlkampfmanager) Kickl.

‚Vollständig absurd wird die ganze Geschichte jedoch, wenn SPÖ-Bundesgeschäftsführer Niedermühlbichler heute davon spricht, dass es offenbar eine *Parallelstruktur* innerhalb der SPÖ gegeben haben soll. Diese *Parallelstruktur* war offenbar dafür verantwortlich, dass Tal Silberstein nach offiziellen Angaben 400.000 Euro von der SPÖ bekommen hat und jetzt kolportierte 500.000 Euro für die Errichtung eines Büros mit eigenem Mitarbeiterstab erhalten haben soll. Dass dies – nach Aussagen Niedermühlbichlers – alles ohne Wissen und Auftrag der SPÖ entstanden sein soll, lässt in Wahrheit nur zwei Schlüsse zu: Entweder haben Kern, Niedermühlbichler und Co. ihre Partei und deren Finanzen überhaupt nicht unter Kontrolle, oder aber steckt in Wahrheit der Finanzier Haselsteiner hinter dem Engagement von Tal Silberstein. Dann drängt sich jedoch der Verdacht auf, dass dies von der SPÖ entgegen den gesetzlichen Verpflichtungen an der Rechnungshofoffenlegung vorbeigeschmuggelt worden sei‘, so Kickl.“ Zufall aber auch, dass Gusenbauer im Aufsichtsrat der Strabag und der Haselsteiner-Privatstiftung sitzt.

PS: Kern hätte auch gegen den gehypten Kurz jede Chance der Welt gehabt, hätte sich die SPÖ nicht mit Gusenbauers Empfehlung Silberstein eingelassen, sondern Norbert Darabos Wahlkampf führen lassen – der seit dem Silberstein-Wahlkampf 2006, den er von wegen „Sozialfighter statt Eurofighter“ dann ausbaden musste, unter Druck ist….

PPS: Zur aktuellen Entwicklung siehe  Dirty Campaigning: Was Christian Kern mit Uwe Barschel verbindet, weil es viele Parallelen gibt.

PPPS:  Wie hier beschrieben werde ich seit Jahren wegen kritischer Berichte attackiert; nun suchen die Kater Baghira und Gandalf und ich ein neues Quartier, bevorzugt in Wien oder Wien-Umgbung. Wer etwas für mich hat oder weiss hilft mir damit sehr. Auf den Wunsch vieler treuer Leserinnen und Leser hin ist finanzielle Unterstützung  jederzeit willkommen: Alexandra Bader, Erste Bank BLZ 20111, BIC GIBAATWWXXX, IBAN AT592011100032875894. Ihr erreicht mich unter 06508623555, alexandra(at)ceiberweiber.at und ich bin auf Facebook und Twitter (cw_alexandra)

45 Kommentare zu „Wahlkampf: Die verdeckten Operationen des Tal Silberstein

  1. Ich bin mir im Augenblick nicht sicher, was ich wählen soll! War früher Schwarz, sympahtisiere seit dem Bundespräsidentenwahl mit blau (habe auch im 2. und 3. Wahlgang Norbert Hofer gewählt), Kurz hat viele gute Ideen, aber ich habe sowohl bei den Blauen als auch bei den Schwarzen Angst dass sie mit der SPÖ koalieren!

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    1. zu Kurz Wahlprogramm: Steuerpläne entlasten NICHT die Kleinverdiener!! https://kontrast.at/schulmeister-ueber-die-oevp-steuerplaene UND: Kurz will nicht nur die Kontrollen zur Einhaltung des Arbeitnehmerschutzes schwächen, sondern auch den Strafrahmen bei Übertretungen massiv reduzieren. Der Wirtschaftskammer ist das Arbeitsinspektorat schon lange ein Dorn im Auge. (!!!) https://kontrast.at/wie-kurz-den-schutz-von-arbeitnehmern-schwaechen-will/

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    2. Kurz hat schon viele gute Ideen – aber er denkt nicht daran,sie umzusetzen.Er will möglichst viel Macht generieren um das Umvolkungsprogramm in Ruhe durchzuziehen.
      Deshalb auch die Verschärfung von „Hasspostings“ und das totale Überwachungsprogramm – wozu denn wirklich? – sämtliche Terroristen waren vorher bestens bekannt.Das ist der ultimative Maulkorb für Österreicher.Und um Unliebsame zu vernichten werden alle benötigten Daten geliefert.Da brauchts keine gelenkten Gerichte mehr.
      Kein Mensch fragt nach,wie er das umsetzen will – da er doch „glühender Europäer“ ist (und das sind die gefährlichsten) – widerspricht das den EU-Doktrinen.Und er findet die Ideen von Macron und Merkel super.
      Wieviele Alarmglocken läuten da?

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      1. Leider macht er im Windschatten der SPÖ-Skandale Wahlkampf und wird nicht so genau angesehen.

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      2. Es ist hoch an der Zeit,dass endlich jemand rechtzeitig den türkisen Heiland hinterfragt….seine zahlreichen Unterstützer (Soros) plus der Dreieinigkeit mit dem Kettenraucher in der Hofburg.
        Wenn man so will…

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  2. Heute überschlagen sich die Ereignisse – schön konzertiert, Respekt an die Meuchler, großes Kino!
    Die Neos trennten sich auch schon von Puller, und Fellner fordert Kerns sofortigen Rücktritt samt Übernahme der Spitzenkandidatenposition durch den pannonischen Schlepperkönig mit Polizeimarke.
    Verständlich – man braucht eine gewisse Plausibilität des gefälschten SPÖ-Wahlergebnisses, mit dem Kommunikationswissenschaftler wäre das dann doch zu auffällig gewesen, wenn da dann mehr als 20 % rausschauen.

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      1. Es ist völlig klar, dass das Ganze von langer Hand vorbereitet wurde, wie zB. auf Knopfdruck Die Presse, Österreich und das Profil losschießen.
        Ich verstehe dennoch den Sinn nicht ganz, denn die auf höherer Ebene involvierten Personen sind allesamt der SP oder deren (auch internationalen) Dunstkreis zuzurechnen, und nun schlachten sie den Spitzenkandidaten 2 Wochen vor der Wahl.
        Ich erkenne nicht so recht, was das letztendlich bringen soll – Stimmen wohl kaum.
        Und eine Wachablöse – aus welchen Gründen auch immer – könnte man am Wahltag oder kurz danach auch durchführen.
        Knifflige Angelegenheit…Was meinen Sie?

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      2. Erstmal werden viele zum Spielball, ohne es zu begreifen, z.B. dieser „Held“:

        http://www.krone.at/591280

        (Robert Misik „droht“ Silberstein)

        Und man muss glaube ich zwischen unterschiedlichen Interessen auf verschiedenen Ebenen unterscheiden, denn denen im Hintergrund ist wurscht, ob die SPÖ beschädigt wird. Und die, die in der Partei in den Startlöchern scharren, wissen nicht, dass es einen Hintergrund gibt.

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      3. Es gibt definitiv mehrere Ebenen und viele „Spielbälle“, die sich dessen nicht bewusst sind (bez. Misik fehlen mir die Worte).
        Aber grundsätzlich muss auch den höchsten Ebenen daran gelegen sein, Ihre Spielbälle eben im Spiel zu halten, nicht zu zerstören.
        Darum wird aus der ganzen Sache für mich noch kein Schuh.
        Dass es dabei nur um eine handvoll neu zu beschaffender Abfangjäger geht, die
        ja ein Verteidigungsminister nicht im Alleingang, sondern nur eine Koalitionsregierung nach langwierigem Vorgang bestellen kann, ist mEn nicht schlüssig.
        Es könnte jetzt so sein, dass Kurz mit den von den Skandalen profitierenden Listen Grün/Pilz/Neos (die auffallend geschont werden) eine Mehrheit zusammenbringt – das wäre dann eine hiesige Jamaica-Variante, die aufgrund (scheinbar) größtmöglicher inhaltlicher Unterschiede das Land, wie den nördlichen Nachbarn, in Richtung völliger Lähmung führt und der Idee einer „Republik Europa“ wohl dienlich wäre.
        Das wäre mir dazu eingefallen, ist aber hazardös und wäre ein doch gewagter Plan; vielleicht ist es „Plan B“.

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      4. Naja,
        sollte die „Neue ÖVP“ 32 % haben, reicht es, wenn Pilz/Neos und Grün jeweils 6 % (oder insgesamt 18) erreichen – was nach dem gestrigen Supergau Kerns schon möglich wäre.
        Hat sich Kern jemals gegen eine EU-Armee ausgesprochen? Ich weiß davon nichts…sogar Strache hat sich vor nicht allzu langer Zeit dafür ausgesprochen, VdB sowieso, insofern sehe ich alle Parteien auf dieser Schiene, dazu müsste man doch Kern nicht abschießen.
        Doskozil sagte erst vor ca. einem Jahr, dass noch Zeiten kommen könnten, wo sich die Neutralität als besonders wichtig herausstellen könnte….obwohl, der hat schon viel gesagt.
        Für mich wird da noch kein Schuh daraus.

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      5. Es stellt sich die Frage, wer das alles finanziert hat; sollte es wirklich nicht (oder nach dem 17. Juli – Verhaftung T.S. – nicht mehr) die SPÖ gewesen sein, kommt für mich nur der Tiroler Bauunternehmer in Frage (selbstverständlich mittelbar), der sehr optimistisch bezüglich „Jamaica“ war (was mich damals, vor wenigen Monaten noch verwundert hat, es gab da ein Interview mit ihm, weiß nicht mehr, wo; von der Liste Pilz war damals noch keine Rede!) und seine NEOS in Regierungsverantwortung sehen will.
        Seine Plattform, die anfangs ja eher auf Kern zugeschnitten schien, könnte ebendiesem Zweck dienen.
        Es handelt sich ja um einen extra gegründeten Verein, der seine Bücher nicht offenlegen muss.
        Sehr spannend.
        PS: Die Dosko-Sache (Abfangjäger, neue Uniformen…EU-Armee?) könnte etwas sein, was ich als „Kollateralnutzen“ bezeichne – also nicht das eigentliche Ziel, sondern ein gewollter Nebeneffekt.

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      6. @Eva Pichler
        Frau Bader hat es sehr richtig gesagt – das ist um Hausnummern zu groß für den „Oh, it’s a Faymann“.
        Bezüglich Fellner: Ich kann den heimischen Achtteiler von David Schalko namens „Altes Geld“ nur jedermann empfehlen – das ist das Entlarvendste, was ich hinsichtlich hiesiger Politik jemals im Öff.Rechtl. TV gesehen habe.
        Die Brüder Fellner werden dort übrigens „Falkner“ genannt, der Wiener Bürgermeister als das porträtiert, was er ist – ein Schwerstalki.
        Extrem sehenswert, mit viel Hintergrundwissen.

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  3. Die fellnersche Redaktion war wohl sehr aufgeregt….. so einen Satz muß man erst zustande bringen (ist aber inzwischen korrigiert):

    Laut israelischenn Jourlaisten hat der Milliojnär seine Anteile an „Triple M“ aber nicht verkauft.

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  4. Seid bei allen Äußerungen recht vorsichtig; ab heute gilt das deutsche Zensurgesetz (heißt irgendwie anders. Netzdurchsetzungs bla bla bla); wie heißt denn das Pendant in Österreich?
    Erstziel dabei ist es, bei den Beschuldigten Prozesskosten zu veranlassen – das kann schnell auf 10k€ anwachsen.

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    1. Genau das hatte ich mir eben auch gedacht. Die aktuelle Causa hat ja rein zufällig noch diesen (erwünschten?) Nebeneffekt, die Überwachung der sozialen Medien zu forcieren und legitimieren. Wird man bald einen Notar brauchen, um einen fb-Freundeskreis zu gründen?

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    2. Denn es könnte gut ein EU-ÖVP-SPÖ-Gemeinschaftsprojekt sein,das der FPÖ schaden soll.Gestärkt werden NEOS.GRÜNE und Pilz.
      Deshalb auch das laute Schweigen vom Kettenraucher aus der Hofburg.

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      1. Und gleihzeitig den gemeinsamen Dreck von ÖVP und SPÖ elegant unter dem Teppich lassen.Da steht viel auf dem Spiel.

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  5. Danke für die präzisen Beobachtungen von Alexandra und Renate:

    – im Windschatten der SPÖ-Skandale (was für Weichenstellungen?)

    – das laute Schweigen aus der Hofburg

    In der PK war Kern heute auch nicht gerade nervös ….. von wegen zarte Prinzessin!
    Sieht echt verdammt nach Plan XY aus.

    Habe in diesem Jahr öfter Postings gelesen, die diese Wahlen als die letzten prognostiziert haben, sowohl De als auch A betreffend. Sehr verstörend das Ganze…

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    1. Also, ich habe auch viel gelesen, dass zB die Bundestagswahl nicht mehr stattfindet…man sollte auf solches nicht allzu viel geben, die Hintergrundmächte posten nicht, maximal lassen sie Dinge verbreiten, die sie halt als Gerüchte herumschwirren haben wollen.
      Was ich mir durchaus vorstellen kann ist, dass es die letzten „Nationalratswahlen“ sind.
      Denn das Projekt „Republik Europa“, welches Juncker, Macron und Merkel nun (eh mit langem Anlauf) aufs Tapet bringen, soll ja das Ende des Nationalstaates sein.
      Dieses Projekt wird – so meine Prognose – OHNE Volksabstimmungen durchgezogen (nonaa), da liegen wohl schon entsprechende Rechtsgutachten in den Schubladen, die dies legitimieren werden.
      Das bedeutet, dass 2018 die jeweiligen Parlamente – also auch das österreichische – die unumkehrbare Vertiefung der EU zur Republik beschließen werden.
      Das könnte ein Grund für „Jamaika“ sein, Kurz wird, wenn er es selbst noch nicht will, dahingehend vom BP abwärts genudged werden (das gehört wohl zu den wenigen Dingen, die mit der FP unmöglich wären; es muss also eine Koalition ohne FP geben, die aber ein nach außen etwas „Neues“ ist; eine neue GroKo wäre schon sehr offene Vera.sche der Bevölkerung).
      Danach gibt es eben nur noch „Provinz“- oder Regionalwahlen, keine Nationalratswahlen mehr.

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      1. Sehr interessante These.
        Bis vor einigen Minuten ging ich noch fix von der Neuauflage von Schwarz-Rot aus.
        Ich fürchte, dass Sie recht behalten werden, Herr Ronnie.

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      2. Es wird nach meinem Ermessen keine Koalition geben, in der die FPÖ vorkommt, denn die Republik Europa ist mit ihr nicht zu machen; darum und aufgrund der Entwicklungen seit gestern tippe ich eben auf Türkis-Grün-Pink-Grau(Pilz); aber selbst mit einer neuen GroKo (ob mit Doskozil oder Kern) oder einer anderen Ampel würde es in die skizzierte Richtung hinsichtlich einer EU-Republik gehen – das ist das wirklich Ungute an der Sache….“alternativlos“, sozusagen.

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      3. @Ron Nie – deshalb gehen die meisten auch nicht mehr zur wahl – Ö sog. „politik“ besteht aus rückgratlosen absahnern.. egal, wohin man schaut.. kein wunder, dass die meisten sagen: wurscht, was du wählst, in Ö ändert sich nichts an der geistlosen korrupten politik.

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  6. Bedenkt auch, das was heute in Katalonien vor sich geht ist ein Zeichen für den kommenden Zerfall unserer Systeme, der Freiheit und der Demokratie.
    Jene, die sich heute als „Verteidiger der Demokratie“ bezeichnen sind die Faschisten von heute. Das alles wird noch ein übles Ende nehmen.

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      1. Na no na net
        Soros will nur Unruhe und Chaos und weiß in welches Vespennest er reinstechen muss. Die Separatisten sind bestimmt Linke.

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