Christian Kern und der Putsch in der SPÖ

Nachdem FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus passenderweise im „Project Syndicate“-Mitglied „Die Presse“ George Soros kritisierte, empörte sich besonders SPÖ-Klubobmann Christian Kern, der vor zwei Jahren Werner Faymann verdrängte. Dies setzte sich fort bei einer Diskussion mit Vizekanzler Heinz Christian Strache in Ö 1 am 25. April 2018, wo Kerns Reaktion tief blicken lässt, was seine SPÖ-Obmannschaft betrifft. Denn wenige Wochen nachdem er Werner Faymann im Mai 2016 ablöste, erhielt er Besuch von Alexander und George Soros, was er nur insofern kommentierte, als dass er eine Anfrage des Abgeordneten Robert Lugar beantwortete. Bekannt wurde seine Soros-Connection, als Facebook-User auf ein Instagram-Posting des jungen Soros mit Kerns Büroschild am 1.7.2016 aufmerksam wurden. Alex Soros vermerkte dazu:  „And the main reason for my slight detour to ‪#‎vienna‬: A very productive meeting with the very impressive and relatively new head of the Austrian Government, Chancellor Christian Kern. ‪#‎christiankern‬ ‪#‎bundeskanzler‬“ Laut Anfragebeantwortung besprach Kern mit den Soros‘, die keine legitimierten Vertreter eines anderen Staates sind, „die allgemeine politische Situation in Österreich und Europa“. Es habe weder einen strukturierten Kontakt noch eine Intervention gegeben; von politischen Aktivitäten der Open Society Foundations in Österreich ist Kern nichts bekannt.

Tatsächlich finden wir bei uns aber das gleiche Muster verdeckter Einflussnahme über NGOs, deren Dachverbände und Vernetzungen, über Tagungen, Projekte, Institute und Experten, wie man es auch in anderen Ländern beobachten kann.  Und auch in Österreich wird so die Vorstellung geformt, dass Staatsgrenzen hinderlich sind und nur endlose Einwanderung, von der hier lebenden Bevölkerung finanziert und begrüßt, „weltoffen“ und damit auch richtig und „mitmenschlich“ ist. Anderswo bedeutet Soros auch, dass z.B. über Kampagnenorganisationen und Menschenrechts-NGOs bis zum Bürgerkrieg Zwietracht geschürt wird, dass Regime Changes begleitet und provoziert werden; der Unterschied zu Europa besteht nicht prinzipiell, sondern nur dem Grade nach. All dies samt einer Liste an Soros-Affinen bei uns fasste ich im Jänner 2017 zusammen und bot Kern an, ihm diese Verbindungen und deren Bedeutung zu erklären – er war und ist daran jedoch nicht interessiert (weil er Teil politischer Soros-Aktivitäten ist?). Wenn man Kerns heftige Reaktion auf Straches Aussagen zu Soros‘ Anteil an der Migrationsagenda transkribiert, offenbart sie einiges(unten ab Minute 44:15) : „Ich muss ehrlich sagen, was er jetzt gemacht hat, das -dreht – vielen – den – Magen – um. Weil was er jetzt tut ist, er tut als ob es Syrien nie gegeben hätte, den Konflikt dort, als ob das nicht zerbombt worden wäre (er sagt ZERbomBT!), die Leute ihre Heimat verloren hätten, da nicht gefoltert worden wäre, dass da Leute systematisch vertrieben wurden.

Strache / Kern als Video

Den Irak, den Jemen, den (sic!) Libyen, und Sie stellen sich jetzt her und sagen, eine Einzelperson hat das organisiert, die noch dazu jüdischer Herkunft ist! Und – Sie – wissen – es – so – gut – wie –  ich: dieser Mann wurde zum Feindbild der Neonazis und Identitären gemacht und Sie dreschen jetzt auch auf den drauf! Wie soll denn das ausschauen!…Sie überschreiten hier Grenzen des Anstands, der Moral, und ich bin nicht bereit, diese Grenzverschiebung, die Sie permanent betreiben, zu akzeptieren! Sie – gehen – hier – zu – weit! Sie hetzen auf die Sozialversicherungsbeamten, Sie hetzen auf das AMS, Sie hetzen auf Ausländer, Sie hetzen auf Juden, das ist das, was Sie tun!“ Strache meint, das seien „paranoide Weltverschwörungsfantasien“ siehe Kerns Behauptung, dass die Burschenschafter die Republik unterwandern. Kern bezeichnet Strache zunächst zweimal als „er“, als ob er sich beim Moderator über diesen beschwert; wenn er über jene Staaten spricht, die überfallen wurden, ist ebenfalls Distanz deutlich, denn er kann nicht klar benennen, was passiert(e) und es ist ihm auch vollkommen egal. Alles hat nur Bedeutung in Bezug auf Soros, „diesen Mann“, der zum Feindbild wurde und auf den „Sie“ (nicht mehr „er“, was etwas von „der da“ hat) eindreschen.

Kern ist am äußeren Schein interessiert („Wie soll denn das ausschauen!“) und bringt „Grenzen des Anstands, der Moral“ ins Spiel, die von Strache (wieder per „Sie“ verschoben würden. Zum Höhepunkt und Abschluss kommt seine Tirade mit dem Vorwurf der Hetze, der einzig dem Zweck dient, Strache „Judenhetze“ zu unterstellen. Dass niemand je meinte, Soros würde etwas allein bewerkstelligen, muss Kern ausblenden, ebenso dass genau darauf nicht so sehr die Identitären hinweisen als vielmehr Menschen, die Zusammenhänge deswegen recherchieren und erkennen, weil sie sich mit Geopolitik befassen. In Wahrheit irritiert etwa bei Martin Sellner von den Identitären, dass er sich an Soros-affinen Regime Changern wie Gene Sharp und Srdja Popovic orientiert. Wenn man sich mit Geopolitik befasst,  geht es zum Beispiel darum, dass die Soros-unterstützten „White Helmets“ ein Propagandatool gegen die syrische Regierung sind, dem auch eine Soros-finanzierte „Doku“ gewidmet wurde, die 2017 den Oscar erhielt. Im Jänner 2016 erklärte F. William Engdahl  „How George Soros Is Playing Both Ends Of The Syrian Refugee Chaos“, nämlich indem über NGO-Fronts Forderungen wie die nach einer Flugverbotszone verbreiten werden und zugleich so getan wird, als wolle z.B. Deutschland nichts lieber als möglichst viele Menschen aufnehmen.

26.April 2016: Alex Soros in Wien

Sowohl in Syrien als auch in Europa wird damit verdeckt gegen die Interessen der Bevölkerung interveniert, was von Medienpropaganda begleitet wird, die ebenfalls oft Soros-Connections aufweist. Wenn Kern hastig Folter aufzählt, scheint er an die Soros-Front Amnesty zu denken, die ebenso wie z.B. Human Rights Watch (Reinwaschen von IS und Al Qaida) dem Regime Change in Syrien und zuvor in anderen Staaten dient. Auf den Vorwurf Straches, mit einem Großspekulanten zu koopieren, regierte Kern mit Kritik an ÖVP-Finanzminister Hartwig Löger, der innerhalb der EU dazu beitrug, dass u.a. Panama nicht mehr als Steueroase gilt. Bedingung dafür war jedoch kooperatives Verhalten betroffener Staaten; dass Panama durch u.a. Soros-finanzierte Recherchen 2016 ins Visier geriet, wird Kern wohl nicht gewusst haben. Als jedoch letztes Jahr mit den Paradise Papers vom gleichen Rechercheverbund nachgelegt wurde und auch Ex-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer mit seinem Geschäftspartner Tal Silberstein erwähnt wurde, fiel Kern nichts dazu ein. Der Ex-Kanzler hat gewisse Ähnlichkeit mit Soros-„Missionaren“, die vom britischen Soziologen Frank Furedi (ungarisch-jüdischer Herkunft) nach dem Besuch einer Konferenz in Budapest beschrieben wurden. Furedi konnte mit diesen meist jüngeren Menschen zunächst ganz normal reden, doch dann fiel der Lack ab.

Furedi berichtete: „Es war später während des Mittagessens in einem vornehmen Budapester Hotel, dass ich der vollen Kraft des arroganten Ethos begegnen sollte, das vom Soros-Organisationsnetzwerk ausgeht. An meinem Tisch lauschte ich niederländischen, amerikanischen, britischen, ukrainischen und ungarischen Vertretern von Soros-NGOs, wie sie sich ihrer Errungenschaften rühmten. Einige behaupteten, sie hätten eine größere Rolle während des Arabischen Frühlings in Ägypten gespielt. Andere brachten ihren Stolz über ihren Beitrag zur Demokratisierung der Ukraine zum Ausdruck. Einige prahlten über ihren Einfluss bei der Vorbereitung des Sturzes des Gaddafi-Regimes in Libyen.“ Als er anmerkte, dass es nicht legitim wäre, der Bevölkerung z.B. in Libyen die eigenen Vorstellungen aufzuzwingen, wurde der Ton der Soros-Gefolgsleute sofort herrisch. Und Furedi hätte wohl auch dem Soros-Missionar Kern so geantwortet: „Ich bin bestürzt darüber, dass manche versuchen, Soros-Kritiker als antijüdisch zu brandmarken. Dem Anliegen, den Antisemitismus zu bekämpfen, ist mit einer solchen opportunistischen Verwendung des Begriffs schlecht gedient.“ Auch Furedi gehört zu den Kritikern: „Soros denkt, dass, wenn Menschen falsch gewählt hätten, er dazu berufen sei, ihre Entscheidungen wieder umzuwerfen. […] Soros glaubt nicht an die Legitimität von Grenzen oder die Autorität nationaler Elektorate. In Konsequenz daraus fühlt er sich dazu ermächtigt, das politische Schicksal von Gesellschaften auf der ganzen Welt zu beeinflussen und wenn möglich zu steuern.“

Kern lässt sich von Wolfgang Fellner interviewen

Mit dem Idealismus hat es Kern vielleicht nicht so; wohl aber dient er Soros-Interessen, wie man auch in seiner Rolle als ÖBB-Chef sehen konnte, die ihm bei einigen den Spitznamen „Schlepperkanzler“ einbrachte. Großzügig bot er im Jänner 2016 eine Halle bei den ÖBB an, damit die erste von mehreren N-O-W-Konferenzen stattfinden konnte; einigen erschienen die Videos dazu im Netz eher bizarr, weil es wie eine Ansammlung von Wichtigtuern wirkte. Interessant sind auf jeden Fall die Sponsoren: etwa die ÖBB (wer hätte das gedacht?), Kerns Mitverschwörer in der SPÖ Gerhard Zeiler (Turner Broadcasting/Time Warner) oder die Kerbler Holding, zu der Wikipedia uns verrät: „2009 gründete Günter Kerbler die Kerbler Holding GmbH. Mit Sitz in Wien hält diese branchenübergreifende Beteiligungen in verschiedenen Geschäftsfeldern im In- und Ausland. Das Kerngeschäft ist auch weiterhin die Immobilie. Die Kerbler Holding hält unter anderem Anteile der Wiener Privatbank, die 2016 die Valartis Bank AG übernahm. Weiters steht Kerbler hinter der Vienna Estate SE und der cetus Baudevelopment GmbH.“ Besonders interessant ist, dass bei Kerbler bis 2015 Hans Peter Haselsteiner mit einer Beteiligung an Bord war und bis zu diesem Zeitpunkt auch Eveline Steinberger-Kern als Mitglied des Verwaltungsrates.

Gerhard Zeiler half Kern nicht nur, Faymann loszuwerden, er war es auch, der Wolfgang Fellners oe24.at ermöglichte, Content von CNN zu übernehmen (also u.a. Kriegspropaganda).  Als Fellner im Wahlkampf 2017 das „Prinzessinnen-Dossier„veröffentlichte, das Kern nicht gerade schmeichelhaft beschreibt (und von einem Ex-Gusenbauer-Sprecher stammt), schwor sich dieser, nie wieder bei Fellner aufzutreten. Kern wurde nicht nur als „Kanzler der Herzen“ („profil“  16.9. 2015 und später von anderen aufgegriffen) in Szene gesetzt und hatte mit den vermeintlichen „refugees“ etwas, mit dem man ihn gegen Faymann positionieren konnte. Er erhielt auch Mitstreiter, die auf Außenstehende vollkommen abgehoben oder wie Schaumschläger wirken mögen, die aber gepusht werden, weil sie einer Agenda dienen. Da haben wir etwa Robert Misik, der im ebenfalls Soros-verbandelten Kreisky-Institut Veranstaltungen moderiert und als vermeintlicher linker Denker unter Genossen herumgereicht wird. Er brachte sich bei der N-O-W-Konferenz ein, die in einer ÖBB-Halle stattfinden durfte, und träumte von einem „Wiener Kongress der europäischen Zivilgesellschaft zur Flüchtlingssituation„. Später veröffentlichte er eine Biografie Kerns und wünschte sich auf Twitter einen CIA-unterstützten Putsch wie 1973 in Chile, und zwar gegen US-Präsident Donald Trump. Man sah ihn auch wenige Tage vor Faymanns Rücktritt bei der Diem25-Tagung in Wien, wo heftig gegen die Regierung geätzt wurde, weil sie keine „Schutzsuchenden“ unbegrenzt aufnehmen will.

N-O-W 2016 in Wien

Damit war er voll auf Soros-Linie, wie ähnliche Äußerungen von Rosa Brooks zeigten, die schon mal an Clinton-Wahlkampfleiter John Podesta mailte: „John, nice to see you at George’s….“ (2008 gab es einen Podesta-Soros-Masterplan zur Machtübernahme in den USA).  Sie hat während der Obama-Administration für das Verteidigungsministerium und für das Außenministerium gearbeitet und ist Senior Fellow bei der New America Foundation, die von George Soros‘ Open Society Foundations unterstützt wird. Gerhard Zeilers Kumpel Wolfgang Fellner stellte in seinem „Österreich“ am 15. Mai 2016 das „geheime Netzwerk“ des Christian Kern dar, das auch in der SPÖ viele nicht durchschauten: „Christian Kern ist für die SPÖ wie ein ‚Blind Date‘ (sic!) – die meisten Parteifunktionäre, die den ÖBB-Chef an die Spitze der Partei gehievt haben, kennen ihn in Wahrheit gar nicht, haben ihn noch nie getroffen.“ Mit anderen Worten haben wir hier auch einen Regime Change, zumal ja zuvor Werner Faymann zunächst beim Wiener SPÖ-Landesparteitag und dann am 1. Mai am Rathausplatz, bei der wichtigsten roten Veranstaltung demontiert wurde.

Dabei waren unter anderem Stadträtinnen und deren Einflussbereiche als Handlanger aktiv, denn dort ließ man sich einreden, dass „refugees welcome“ wichtiger als alles andere ist. Ein Nachfolger Faymanns musste hier etwas vorzuweisen haben, und was könnte sich da besser eignen als ganze Sonderzüge und PR-Sprüche in wohlwollenden Medien? Was „Österreich“ beschreibt, ist in weiten Teilen schlicht Gusenbauers Bekanntenkreis: „Der Aufstieg des Christian Kern ist zu einem wichtigen Teil auch das Comeback des vor fast acht Jahren von Faymann gestürzten Ex-Kanzlers Alfred Gusenbauer. Dieser ist in letzter Zeit zum wichtigsten Berater, manche sagen – etwas übertrieben – ‚Mastermind‘ von Kern geworden. Gusenbauers wichtigster Wegbegleiter An­dré Heller ist nun auch zum Wegbegleiter für Kern geworden. Gusenbauers Pressersprecher Stefan Pöttler ist Kerns Pressesprecher und Politstratege. Gusenbauers Netzwerk – von Immo-Millionär René Benko bis zu Ifes-Chef Karl Blecha – wird jetzt Kerns Netzwerk.“ Ist es Zufall, wenn Kern Heller, Misik  und Co. eine ÖBB-Bühne für den obigen Selbstbeweihräucherungsauftritt bot und dies u.a. von Zeiler, Kerbler und den Bundesbahnen gesponsert wurde? Auch der Gatte der damaligen ÖBB-Aufsichtsratsvorsitzenden Brigitte Ederer, Hannes Swoboda (auch ECFR) mischte mit und ebenso die stellvertretende SPÖ-Klubobfrau in Wien Tanja Wehsely, ihre Schwester Sonja und die ebenfalls Pseudo-Parteilinken Andreas Babler und Erich Fenninger (und Laura Schoch von den Kinderfreunden). Wie sehr Volkshilfe-Direktor Fenninger auf Regime Change getrimmt ist, konnte man bei einer „Flüchtlinge willkommen“-Demo am 20.3.2016 in Wien sehen.

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„Falter“-Cover vom 4. und vom 11. Mai

Hier sieht man, wie der „Falter“ den Machtwechsel in der SPÖ begleitete; später half er der Partei auch bei den Landtagswahlen in Niederösterreich. Es passt ins Bild, dass die Zeitschrift Mitglied im International Consortium for Investigative Journalists ist, dessen Finanzierung via Center for Public Integrity,  Ford Foundation, Carnegie Endowment, Rockefeller Family Fund, W K Kellogg Foundation, Open Society Foundations nicht nur bei den Panama Papers klarmacht, wie der Hase läuft. 2016 unterstellte „Österreich“ Kern große taktische Klugheit und schrieb: „Auch in Wiens SPÖ bringt der Aufstieg Kerns eine neue Machtkonstellation: Mit Kerns Hilfe kommt hier das Politehepaar Schieder-Wehsely zu neuer Macht. Es war Wehsely, die als Erste Faymanns Sturz forderte und die jetzt als Kanzleramtsministerin mächtigste Frau in der SPÖ werden soll. Mit Wehsely im Kanzleramt und Ehemann Schieder als Klubobmann hätten beide so viel Einfluss wie kein Ehepaar zuvor. In der Wiener SPÖ deutet nun alles auf einen raschen Abschied von Häupl (Freunde glauben, dass er noch heuer geht) und auf Wehselys Ehemann Schieder als Nachfolger als Bürgermeister hin.“

Gerade in Wien bedeutete die forcierte illegale Masseneinwanderung eine Wegorientierung von einheimischer sozialer Not und diversen Problemlagen zu „Schutzsuchenden“. Inzwischen ist Sonja Wehsely politisch Geschichte und hat Wien einen Berg an Mißständen hinterlassen; Gatte Andreas wird nicht Bürgermeister, sondern ist geschäftsführender Klubobmann im Parlament, während Kern als Klubobmann ein Zusatzeinkommen von der Partei bekommt bzw. sich selbst zugesteht. Am 11. Mai 2016 (zwei Tage nach Faymanns Rücktritt) berichtete die  „Kronen Zeitung“, dass die Proteste gegen Faymann bei der Maikundgebung von langer Hand und unter Einbeziehung von Rathausmitarbeitern geplant und durchgeführt wurden; da bleibt nicht viel Raum für Spekulation. Es sei von der Ausgabe von Trillerpfeifen bis zu deren Einsatz „alles genau einstudiert“ worden. Was muss passieren, damit sich Genossen so gegen den Parteichef einspannen lassen, also wohlkalkuliert und nicht spontan agieren? Es ist kein Zufall, dass Kern bald klarstellte, dass er „Obergrenzen“ ablehnte, was nichts anderes bedeutet als gegen den Staat Österreich und seinen Bestand zu sein.  Auch von Ex-Bundespräsident Heinz Fischer und Nachfolger Alexander Van der Bellen, die im November 2017 Alexander und George Soros in der Wiener Hofburg willkommen hießen, gibt es entsprechende Aussagen.

Alex Soros auf Instagram

Alexander Soros ist stellvertretender Vorsitzender der Open Society Foundations, deren Advisory Board Erste Bank-CEO Andreas Treichl (auch ECFR) vorsteht. Zu den zahlreichen gemeinsamen Projekten und Querverbindungen zwischen OSF und Erste Bank gehört auch die Unterstützung der European Stability Initiative, die uns Pläne für Resettlement oktroyieren soll (siehe Malta-Plan oder auch Türkei-Plan, Vorbild ist auch Soros‘ Agreement mit Trudeaus Kanada). Bei den Partners & Donors des Instituts für die Wissenschaft von Menschen finden wir auch Alex Soros, OSF, Erste Bank und Soros-affine weitere Einrichtungen wie das Bruno Kreisky Forum, die ESI oder die Project Syndicate (Soros)-Mitglieder „Presse“ und „Standard“, das Project Syndicate selbst, aber auch das Karl Renner-Institut (bis vor wenigen Monaten war Alfred Gusenbauer Präsident, jetzt ist es Kern).  Die Leiterin des IWM, Shalini Randeria, sitzt im Vorstand von George Soros‘ Central European University in Budapest, die jetzt nach Wien übersiedeln soll. Beim Festakt des IWM in der Hofburg sah man IWM-Ehrenpräsident Heinz Fischer, Bundespräsident Van der Bellen und George Soros unter 150 geladenen Gästen. Sohn Alexander, der auch Artikel zu Themen a la „Wie die Ukraine Europa neu beleben kann“ schreibt (wobei es nicht zufällig dort zu einem Regime Change kam), hielt am 26.April 2016 einen Vortrag im IWM (und war auch am  27.4. und 28.4.2016 in Wien). Nun mag man einwenden, dass es schon 1998 Berichte über die Verbindung seines Vaters zum IWM gibt, dessen Kuratorium dieser ja ebenso wie Joschka Fischer („Senior Strategic Counsel, Albright Stonebridge Group“) oder Erhard Busek (auch in Soros‘ Organisation Pasos) angehört.

Im IWM-Vorstand finden wir neben Heinz Fischer auch Wolfgang Petritsch, den mit Joschka Fischer der Kosovokrieg verbindet und der ebenfalls für endlose Einwanderung ist. Im wissenschaftlichen Beirat fällt z.B. Anton Pelinka von der Soros-Universität in Budapest auf, dessen Neffe Niko samt Gattin Gudrun mit Eveline Steinberger-Kern beruflich verbandelt ist. Alex Soros war auch am 29.6.30.6. und 1.7.2016 (offizieller Kern-Termin; nach seiner Wahl zum Parteichef am 26.6.) in Wien, weiters am 2.11.201610.2.20177.5., (8.5.?) und 9.5.2017 und auch am  26.11.2017 (er war übrigens auch siehe 17.2.2017 bei der Münchner Sicherheitskonferenz und bei WEF in Davos). Was Alex Soros von 26. bis 28. April 2016 in Wien getan hat, stand sicher in keinerlei Zusammenhang zur politischen Großwetterlage wenige Tage nach dem 1. Durchgang der Bundespräsidentenwahl. Damals waren nur mehr Norbert Hofer von der FPÖ und der „unabhängige“ Alexander Van der Bellen im Rennen, der nicht nur gegen Obergrenzen, sondern auch gegen Nationalstaaten ist. Es ist kein Geheimnis, dass die SPÖ gerade in Wien lieber Van der Bellen als den eigenen Kandidaten Rudolf Hundstorfer unterstützt hat. Und beim Landesparteitag am 16. April 2016 vor dem 1. Wahlgang begrüßte man zwar noch Hundstorfer, zeigte aber Parteichef und Bundeskanzler Faymann bereits organisiert die kalte Schulter.

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Der VSStÖ Wien auf Twitter, 27.4. 2016

Die meisten in der SPÖ verstanden nicht, dass sich da etwas zusammenbraute, nämlich dass die „Parteijugend“ und viele Ältere manipuliert wurden; ich schrieb damals u.a.: Sie sind „für refugees“, weil es „rechts“ bis „rechtsextrem“ ist, an sich selbst und das eigene Land zu denken, obwohl bzw. weil dies so vorgesehen ist in nationalem wie internationalem Recht. Regelmässig steigen diese Handlanger von US-Kapitalisten aus, wenn man sie fragt – weil sie gegen „unmenschliche Obergrenzen“ sind – seit wann Österreich unendlich Fläche, endlos Budget, unbegrenzt Jobs und Wohnraum ohne Ende und eine komplett bedürfnislose, extrem anpassungsfähige eigene Bevölkerung hat. Ich fragte auch mal beim VSStÖ nach, angeregt durch eine von vielen Presseaussendungen, mit denen diese Organisation zum Druck auf die Regierung beiträgt, was „keine Obergrenze“ konkret bedeutet: acht Millionen „Schutzsuchende“? Äh… Wer siehe oben den eigenen Abgeordneten Flyer in die Hand drückt mit dem Text „Geht nicht über Leichen! Das hält euch nicht über Wasser!“, sitzt nicht nur Desinformationen auf, sondern lässt sich auch psychologisch ausgefeilt gegen die eigene Partei benutzen. Beispiele vom April 2016 zeigen, wie sehr die Sektion 8 mitmischte, die auch eine Direktwahl des Parteivorsitzenden als Kern-Unterstützung durchführte (die Schwester der Sektionsvorsitzenden Eva Maltschnig, Maria Maltschnig, war Kerns ÖBB-Büroleiterin, dann Kabinettschefin und ist Direktorin des Renner-Instituts).

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Die Totengräber der SPÖ bei der Totenwache, 1. Mai 2016

Christian Kern, dem so der Weg geebnet wurde, ist Profiteur der von Soros mitgeschaffenen „Migrationskrise“, sodass es nicht wundert, wenn er seinen „Herren“ so aufgebracht verteidigt. Zur Steuerung der Ereignisse gehörte auch, dass mehrere Medien zum 1. Mai Geschichten brachten, wonach die SPÖ doch auf Bundesebene mit der FPÖ reden könnte; dies diskreditierte Faymann zusätzlich, da gehirngewaschene Teile der Partei dies sofort mit „refugees weg!“ kombinierten und nun erst recht wütend waren. Kaum ertönten die ersten akkordierten Buhrufe am Wiener Rathausplatz, filmte auch schon ein Journalist und stellte ein kurzes Video online. Die sog. Jugendorganisationen waren besonders stolz auf ihren „Protest“; sogar bengalische Feuer hatte der VSStÖ dabei, die ihm von Polizisten aber abgenommen wurden. Man hat es also geschafft, lautstarke Bereiche der Partei gegen den eigenen Vorsitzenden zu wenden, weil dieser keine irrealen Wünsche erfüllen wollte, die nicht Flüchtlingen, sondern illegaler Masseneinwanderung galten. Es war dann nur noch eine Frage von Tagen, wie lange Faymann durchhält und Platz macht für den ausersehenen Nachfolger Christian Kern. „Das Ende der SPÖ, wie wir sie kennen“ betitelte ich einen Artikel in dieser Zeit. Am 17. Mai 2018 ist es genau zwei Jahre her, dass Christian Kern als Bundeskanzler angelobt wurde.

Es sei jeder und jedem, vor allem aber den Menschen in der SPÖ selbst überlassen zu beurteilen, was diese Zeit für die Sozialdemokratie gebracht hat. Heute behauptet Kern gerne, dass Sebastian Kurz die Zweite Republik zerstört habe, doch was war sein eigener Auftrag, wo er sich doch eines sehr engen Verhältnisses mit Soros rühmt? Wie oft haben wir inzwischen schon die Begriffe gehört, mit denen Kern bei seiner Kür zum Parteivorsitzenden scheinbar neuen Schwung in die Politik brachte, etwa das Wort „zukunftsvergessen“?  Und wie oft ist Kern peinlichen Fragen ausgewichen und hat tunlichst vermieden, für etwas gerade zu stehen, siehe Silberstein-Affäre? Wenn man sich von Floskeln nicht blenden lässt, bleibt wenig an konkreten Anliegen übrig – vielleicht noch die Start Ups, die aber ein Bereich seiner Gattin sind, was seinen Einsatz für diese gehypte Branche fragwürdig erscheinen lässt. Zwar berief sich Kern gerne auf Kreisky, war jedoch nicht einmal ansatzweise bereit, außenpolitisch Konturen zu zeigen, sondern machte allenfalls durch Orban- und Putin-Bashing von sich reden. Zuletzt warf er den Regierungsparteien vor, dass seine eigene Fraktion keinen korrekten Antrag auf Einsetzung eines U-Ausschusses zuwege brachte. „Sehr enge Abstimmung“ mit dem Ex-Abgeordneten mit Aufdeckernimbus Peter Pilz vermochte dies zu ändern, bewirkt aber ziemlich schräge Optik, da Pilz Ex-Minister Norbert Darabos (zu Unrecht) wegen des Eurofighter-Vergleichs anzeigte.

PS: Wie hier beschrieben werde ich seit Jahren wegen kritischer (wahrheitsgemässer!!!!) Berichte attackiert;  nun suchen die Kater Baghira und Gandalf und ich DRINGEND ein neues Quartier, bevorzugt in Wien oder Wien-Umgebung. So kann ich die von euch geschätzte Arbeit auch viel effizienter und mit euch gemeinsam fortsetzen, denn nachdem ich meine Wohnung in Wien verloren habe, bin ich auf dem Land gelandet. Wer etwas für mich hat oder weiss hilft mir damit sehr. Auf den Wunsch vieler treuer Leserinnen und Leser hin ist finanzielle Unterstützung jederzeit willkommen: Alexandra Bader, Erste Bank BLZ 20111, BIC GIBAATWWXXX, IBAN AT592011100032875894. Ihr erreicht mich unter 06508623555, alexandra(at)ceiberweiber.at und ich bin auf Facebook und Twitter (cw_alexandra)

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16 Gedanken zu “Christian Kern und der Putsch in der SPÖ

  1. Ausnehmend informativ Fr. Bader und sehr interessant! Ich denke, Sorros ist nur ein Werkzeug , arbeitet also für Andere. Irgendwo habe ich mal gelesen er wäre sozusagen der „Aussenminister“ der Rothschild.

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    1. danke sehr – ich denke erstmal, dass soros mit seinen vielen foundations und projekten ein idealer mittler ist und selbst genug sendungsbewusstsein hat.

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      1. Alexandra, das gehört unbedingt übersetzt und größer rausgebracht, so wertvoll ist diese Recherche. Und ich muss Dir was per Mail senden… Werde es nochmals versuchen.

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  2. “ All dies samt einer Liste an Soros-Affinen bei uns fasste ich im Jänner 2017 zusammen und bot Kern an, ihm diese Verbindungen und deren Bedeutung zu erklären – er war und ist daran jedoch nicht interessiert (weil er Teil politischer Soros-Aktivitäten ist?). “

    Natürlich ist weder Kern, noch irgend ein Politiker od. Journalist an Kontakten zu Ihnen interessiert. Sie würden verstehen warum, würden Sie nicht in Ihrer eigenen kleinen seltsamen Welt leben. Und so kommt es, dass Sie weiterhin im Burgenland sitzen und kleine gehässige Artikel absondern. Mit Umzug nach Wien wird das ewig nichts mehr.

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    1. Ich denke, es steht außer Streit, dass auch Politiker wie Kern in ihrer eigenen, kleinen Welt leben.
      Man hat die Wahl, entweder mit den oberen 10.000 zu zwecksympathisieren oder sich für den weniger ruhmreichen, weil unbequemen Wahrheitsweg zu entscheiden. Das eine ist Mainstream, das andere wird vom Mainstream selbst als Bereich der Spinner, Verschwörungstheoretiker, Phoben, Rechtspopulisten usw betitelt.
      Hier liest man außerdem Hintergründe, die man sonst nirgends liest und immer öfter setzen sich diese Hintergrundinformationen im Mainstream durch.

      Wenn eine öffentliche Person konsequent die Wahrheit aufdeckt, bekommt er oder sie meistens Schwierigkeiten. Ich denke nur an Ulfkotte, der plötzlich und unerwartet an Krebs starb, Jörg Haider der verunfallt wurde, weil er seit Jahren den Mächtigen zu unbequem war oder eben an den Fall von Frau Bader, die aufdecken wollte, dass Darabos als Verteidigungsminister abgeschottet wurde, was nicht erlaubt ist, und die deshalb ins finanzielle Elend getrieben wurde.

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    2. letztklassig, ihre eigene kleine seltsame welt, in der sie leben. egal wo sie leben, sie nehmen ihr selbstgezimmertes gedankengefängnis überall hin mit…

      eigentlich bemitleidenswert, wären sie menschlich…

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  3. Das treibt übrigens Michael Schickhofer gerade. der steirische SPÖ-Chef, für den Kern vor 2 Jahren der Messias war:

    https://kurier.at/politik/inland/skurril-steirischer-spoe-chef-ruft-zu-verzicht-auf-cola-auf/400027342

    Zitat: Europa solle sich Trumps Muskelspiele nicht gefallen lassen, ärgert sich Schickhofer. „Jetzt wäre für die Europäer der richtige Zeitpunkt auf Coca-Cola und andere Luxusprodukte aus den USA zu verzichten“, teilt der Sozialdemokrat per Aussendung mit.

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    1. Ich sag’s einmal höflich. Die Aussagen von Kern, Lercher oder eben Schickhofer verfehlen ihren Zweck kolossal. Auf mich wirken diese stets unüberlegt, unausgegoren und zusammengeschustert. Außerdem gehen Trumps Strafzölle österreichische Landespolitiker so gut wie nichts an.

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  4. Die Alternative zur Postdemokratie ist nicht die Bahndemokratie. Weder Eisen noch Bahn sind in dem Zusammenhang attraktiv. Das wird eine Achterbahn. (Achter = Handschellen).

    Sagen wir es mal unverblümt. Uns kommt die NWO und die Agenda 21 entgegen. Die Menschen müssen in die Städte ziehen und der Platz dazwischen bleibt den Tieren.

    UNO Themen werden halbherzig umgesetzt. Auch in Linz gab es so ein rosinengepicktes Wünsch dir Was zu dem Thema. In dem Zusammenhang wird mal nichts schlechter.

    Das ‚Schicksal‘ von flüchtenden Menschen kann aber nicht im Stile der IGS passieren im Sinne von, ‚Schreibt einen Satz und diskutiert darüber‘ abgehandelt werden. In der Politik hieße das, ‚Nehmt Geld in die Hand und macht was dazu‘. So entstehen dann Flüchtlingsströme.

    Nicht viel anderes verhält es sich mit den im Video angesprochenen 20k Menschen.

    Das teuflische am Internet (vernetzte Kauf) ist, dass die Wahrnehmung des Kaufs noch jener des Konsumgesellschaft entspricht. Durch das Bestellen entsteht der Eindruck des gedeckten Einkommens. Ein Kernproblem und damit auch der Organisation rund um Herrn Kern bleibt.

    Auf einem Marktplatz (die neue Wirtschaft ist einer) wird immer die in den nächsten Periode zu übergebende Gütermenge bestimmt, egal wer kommt. D.h. aber auch, dass das empfinden von Mangel sich darin äußert, dass einem Geld im Beutel bleibt und das Regal bezüglich dieser Menge leer bleibt.

    Der Vorgang geht nicht schlagartig sondern über die Zeit. Deswegen konnte man auf jeden Fall über Umverteilung diesen Makel kompensieren. Eine Unterdeckung des Industrielohns ist nicht erkennbar.

    Der Grund dafür ist einfach, dass mehr andere als erwartet beschlossen die Substitution (beschreiten des bekannten Wegs) aufgaben. In der Praxis kommt der Mensch halt am nächsten Tag. Wie beim Greißler. Wenn kein Mehl mehr da war, dann sagte die Ladenbetreiberin, ‚Ich fahre morgen gleich zum Großhändler‘.

    Globalisierung heißt auch, dass die bestehende Gütermenge run um den Erdball verteilt wird und damit die sog. Bedarfslücken offen stehen bleiben.

    Der Industrielohn kann den Sachverhalt nicht reflektieren. Der würde gedanklich sofort um den Betrag gekürzt und dem entgegen wirkt das Maximum an bereitzustellender maximaler Gütermenge. Der Industrielohn repräsentiert immer eine vom Risiko befreite Gütermenge, d.h. es steht immer etwas im Regal, heute und nicht morgen (sprich in der nächsten Periode).

    Es steigen in Globalisierung auch anderorts die Einkommen und damit ändert sich das Substitutionsverhalten.

    Das ist trivial, da der Konsument ein Minimarktplatz ist in dem im Fall Individualkonsumenten genau ein gütermpfangender Mensch verweilt.

    Die Bedarfslücken werden in der New Economy am langen Ende gefüllt. Das sind die vielen kleinen Geschäfterl neben den großen Herstellern. Diese Aufgabe erfüllen bspw. im Handwerk die Pfuscher. Der Pfusch hat heute eine ganz andere Güte als früher, genauso wie die Verschuldung des Sozialsystems.

    Diskontstrategien und Umverteilung sind zum Scheitern verurteilt. (Armutsindustrie war gestern).

    In der Abbildung der Änderung der Logik hätte sogar die ÖVP nicht unrecht mit bspw. der Aufhebung des Notstandshile. Das ist wäre mal A und B ist noch zu sagen.

    Der Sachverhalt folgt trivial aus der Definition, dass jede Organisation die Controlling betreibt ein Unternehmen ist. Und damit die Finanzmärkte die soziale Komponente die früher der Staat abbildete sogar selbst übernehmen müssen. Der Staat tritt dann quasi als Akteuer in Finanzmärkten auf … und im Moment noch über die Zentralbanken.

    Aber dann muss volle Erwerbsfreiheit gelten. Da es keine Kompensation über die Umverteilung gibt zeigt sich, dass der Haushalt dem Unternehmen gleichgestellt ist.

    Man sieht eigentlich schon, warum eigentlich der C. Kern am Ende recht behalten wird mit der Aktion 20k. Die brummende Exportwirtschaft ändert ja nix an der Gütermenge die im Inland verteilt wird (Status quo fortgeschrieben).

    Die Auswirkung auf Sourcing/Recruiting genauso wie Bildung und die Unmöglichkeit des Wiedereintritt ins gewohnte Berufsbild …

    Themen werden überall wie in der Diskussion in einer IGS angesprochen, aber so wirklich verstehen .. und heiße Kartoffeln angreifen will keiner.

    Bildung, Ausweitung der Arbeitszeit (Maschinen brummen länger und jene die daneben stehen murren umso lauter), Änderung im Sozialsystem.

    Die Diskussion um die Themen heißt eigentlich, dass die Inhalte der SPÖ mitberücksichtigt gehören wie jene der NEOS.

    Oder man setzt auf massive Eigenverantwortlichkeit im Sinne von die Vorsehung ruft den Staatsbürger in seine gottverdammte Pflicht den Arsch in seinem Sinne zu rühren, aber nicht im Sinne der Wirtschaft.

    Das Kleingewerbe hat in Zukunft eine wesentlichere Verantwortung als früher. Ein Kleingewerbe das die Lücken von Bedürftigen füllt heißt Pfusch und kann auf Dauer nicht reüssieren in der Logik der neo-klassischen Linie. Der Biobauer ist nicht der Luxusgüterlieferant, nicht in deiner Art New Economy oder neuen Wirtschaft. In der Konsumgesellschaft auf Basis von Konsument und Industriemodell hat keine andere Wahl.

    Dann liebe Freunde kann uns der Staat und Politik im großen Bild nicht das Lämpchen runterrutschen sonder der Stinkefinger ist das letzte was die Typen von den Menschen sehen.

    Wenn ich sage, die Kombination aus FPÖ und SPÖ wäre für diese Legislaturperiode die bessere Wahl gewesen, dann ist das halt mal so. Ich bin der Meinung und dann ab nach Mallorca.

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  5. Danke, das kann n dieser Faktendichte wohl sonst niemand schreiben – wegen der aktuellen Recherche, aber auch wegen Ihrer „langen Erinnerung“ an die vergangenen 20 Jahre.

    Hoffe, Sie haben diese Posts gesichert.

    Was Sellner und Gene Sharp angeht, haben Sie recht, aber die Problematik ist dem jungen Mann vlt. nicht bewusst.Sharp ist hip und Sellner ist ein rechter Hipster.

    Ihre Zusammenfassung und Interpretation des SP-internen Putsches gegen Faymann sind große Klasse.

    Ich frage mich nur, was in Wien mit Ludwig „passiert ist“, den wollten weder Kern noch Häupl. Freundliche Grüße, A.

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    1. Bei Ludwig hat sich die Demokratie innerhalb der SPÖ durchgesetzt, was denen sicher gut tun wird. Sie nennen sich ja Sozialdemokratie, also müssen sie demokratische Wahlergebnisse akzeptieren. Ludwig war die bessere Wahl als Schieder, mit ihm hat die SPÖ Wien die Möglichkeit, an der Macht zu bleiben und nicht zunehmend Wähler an die FPÖ zu verlieren.

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