Zuwanderung: Wer ist wirklich krimineller?

Wer darauf hinweist, dass auch Einheimische Messer verwenden, kassiert schon mal einen Shitstorm. Und umgekehrt ebenso, wer Übergriffe von Zuwanderern ausblendet und #MeToo nur bei Tätern mit anderem Hintergrund gelten lässt. Doch man denkt selten daran, dass Gewalt im öffentlichen Raum und sexuelle Belästigung nur gut sichtbar in den Focus gestellt werden, dies aber nichts aussagt über das wirkliche Ausmaß von Kriminalität. Es ist absolut verständlich, dass Menschen geschockt sind, wenn sie attackiert werden oder Zeuge von rasch eskalierenden  Situationen werden. Es sollte aber in der richtigen Relation gesehen werden, da „white collar crime“ für Betroffene oft mindestens genauso schlimm ist, zumal es nur selten geahndet wird. Vieles kommt überhaupt nur dann ans Licht, wenn es als systematische Wirtschaftskriminalität mit vielen Opfern verstanden wird und sich Menschen finden, die dagegen antreten. Der Verstand sollte uns sagen, dass Kriminalität auch etwas mit der eigenen sozialen Stellung und mit der Herkunft, mit der Verankerung in einem Land zu tun hat.

Wenn vor einem Supermarkt ein Messer oder eine Machete gezückt wird, lässt sich das auch medial gut verkaufen und sorgt für Empörung in den sozialen Medien. Aber was, wenn kriminelle Netzwerke ihre Opfer ausrauben, ohne dass diese sich wehren können, wenn sie in stiller Verzweiflung verharren, weil es sich eben um „white collar crime“ handelt? Eigentumsdelikte werden nur dann streng bestraft, wenn salopp gesagt ein Unterschichtler auf ungeschickte Weise etwas in einem Geschäft mitgeben lässt. Dagegen mag der Umgang mit Delikten gegen Leib und Leben abfallen, doch beides lässt schwerste Delikte gegen das Leben von Menschen aussen vor, die man ihrer gesamten Habe beraubt. Nicht von ungefähr wird Gewalt auch strukturell definiert, was bedeutet, dass Rahmenbedingungen existieren oder geschaffen werden, die bestimmte Bevölkerungsgruppen daran hindern, ihr Leben nach ihren Möglichkeiten zu leben bzw, dass ihnen Gerechtigkeit widerfährt. Sanktionen gegen arm Gemachte am  laufenden Band fallen in diese Kategorie, weil das System auch dabei zusieht und dies nicht verhindert, es aus der Perspektive Wohlhabender angemessen findet.

Ablenkung? Die „Welt“ auf Facebook

Ein Afrikaner mit einem Messer ist ebenso wahrnehmbar wie Muslime, die Juden bedrohen, doch was uns daran ängstigt, macht solche Szenarien zugleich (scheinbar) beherrschbar. Es gibt keinen doppelten Boden und man kann Täter, Opfer und Begleiterscheinungen klar benennen. Wie anders ist es bei Wirtschaftskriminalität, die z.B. Menschen mit Immobilienbesitz ins Visier nimmt, die von kriminellen Netzwerken um die österreichischen Bezirksgerichte zwangsentrechtet werden. Das Sterben der Opfer an der Folter, um jeden Cent des eigenen – gestohlenen – Vermögens (oft vergeblich) betteln zu müssen, von Angehörigen ferngehalten zu werden, alles zu verlieren und in der Justiz nur Täterkomplizen, aber keine Menschen zu finden – all das findet ohne Medienberichte statt und ohne virtuelle Empörung. Weil Zehntausende vom grössten Verbrechen Österreichs betroffen sind und nach wie vor alle mauern, weise ich sehr wohl darauf hin. Das passt manchen schon deshalb nicht, weil der afrikanische Vergewaltiger damit angeblich verharmlost wird.

Doch auch in Afrika gibt es eine Hierarchie der Kriminalität mit denen ganz oben, die sich am meisten bereichern und auch am meisten über Leichen gehen. Wir sollen aber ausschliesslich über die Kriminalität reden, die uns auf der Strasse begegnen kann und zware dort, wo Wohlhabendere sich sowieso kaum aufhalten. Mit besonderem Argwohn wird daher auch beobachtet, dass man da und dort nicht mehr sicher sei, wo es bisher noch unbeschwertes Einkaufsvergnügen gab oder dass ein Promi in der Innenstadt aus einem Luxusschlitten gezerrt wurde. Erstaunlicher Weise gibt es in Deutschland noch gar keine Definition für Wirtschaftskriminalität, sondern man behilft sich mit Straftaten, die „wirtschaftliche Bezüge“ haben. In Österreich wird zwar angeblich viel im Bereich Untreue, betrügerische oder fahrlässige Krida und Sozialbetrug aufgeklärt, vom Volumen her macht aber z.B. Geldwäsche weit mehr aus.

Wikipedia verrät uns allerdings nicht, dass die Staatsanwaltschaften Anzeigen gegen kriminelle Massenenteigner-Netzwerke unter den Tisch fallen lassen, weil diese Form der Kriminalität (die vom Nationalsozialismus, Stichwort Arisierungen, inspiriert wurde) vom Justizministerium und den Höchstgerichten gedeckt wird. Organisierte Kriminalität wird immer dann staatlich, wenn viele Institutionen mit drinnen hängen, indem sie zuerst wegsehen und dann partizipieren. Wer aber in Hartz IV; als Obdachloser oder als Opfer der Sachraubwaltermafia (oder als Folge von Folter in der Kindheit) stirbt, wird nicht als Mordopfer betrachtet, auch weil der Focus auf importierter Kriminalität liegt. Was wirtschaftliche (und militärische) Interessen mit der Tötung von Menschen zu tun haben, erkennen wir noch am ehesten dann, wenn es um andere Länder geht. Während wir vorsichtig jede und jeden mit etwas anderer Hautfarbe auf der Straße betrachten sollen, schlagen die wahren Kriminellen aus der Ferne zu und bleiben selbst unsichtbar. Davon lenkt auch ab, dass der neue Innenminister Herbert Kickl mehr Polizisten aufnehmen will, denn die einen finden das gut, während andere schon deshalb dagegen sind, weil er bei der FPÖ ist.

Sputnik auf Facebook

Sachraubwalteropfer können die Polizei übrigens, weil sie vogelfrei sind, nicht als Freund und Helfer betrachten. Das gilt auch für jene Väter und Mütter, denen die Kinder dank Justizkriminalität gestohlen werden (manche nennen des „pädokriminell“). Viele Menschen setzten sich lange dafür ein, dass man Schwarzen unvoreingenommen begegnet, wissen aber nicht mehr, was sie Unterstellungen von Kriminalität, Kulturferne und Faulheit jetzt entgegnen sollen. Auch dass hier nie weit ist, den armen Einheimischen zum Sozialschmarotzer zu stempeln oder bloss über erfrorene Obdachlose zu jammern, aber nichts zu unternehmen, sollte uns Sorge bereiten. Bedroht scheinen Helfer, Frauen, Polizisten und auch deren Hunde, wenn man jene Artikel heranzieht, die besonders auffallen. In Österreich sah man das aus der Bundesländer-Perspektive meist weniger entspannt, aber in Wien mit 1,8 Millionen Einwohnern war Migrationshintergrund Alltag, ohne dass es normalerweise mit Problemen verbunden war. Es schien, dass in manchen Branchen immer mehr Türken oder auch Menschen aus Ex-Jugoslawien arbeiten, während in anderen die meisten irgendwie „einheimisch“ sind. Man war gerne auf Märkten und in den Geschäften, die ihre Existenz dem Zuzug verdankten und hatte vor allem mit Integrierten ganz normalen Kontakt.

Auch das wurde von einigen misstrauisch beobachtet, war aber für weit mehr noch sozialer Friede, während für uns nun auch gilt, was Peter Gauweiler (CSU) für Deutschland feststellt: „Das deutsche Asylrecht wurde im Grundgesetz so gestaltet, dass wir eine Zahl von anerkannten Asylanten haben, die problemlos integriert werden kann. Dafür braucht es auch keine Obergrenze. Das sind Zahlen im fünfstelligen Bereich, wenn überhaupt. Wenn jetzt aber – ohne asylberechtigt zu sein – jedes Jahr weitere 200 000 Menschen neu aufgenommen werden sollen, muss jedes Jahr eine Stadt der Größe Würzburgs gebaut werden, wenn man nicht Slums will. Mit Wohnungen, Kindergärten, Schulen, Krankenhäusern und allem, was eine solche Stadt braucht. Wer das kann, soll das sagen. Wir haben 2017 in Deutschland schon wieder mehr Asylantragsteller neu registriert als die anderen 27 EU-Länder zusammen. Das geht nicht.“ Nicht von ungefähr geht es hier auch um Rechtsbrüche u.a. wegen falscher Angaben, wobei Fake-Minderjährige ein grosses Geschäft für die „NGOs“ etwa der reichen Kirche sind.  Und dazu kommen nicht geahndete Kriminalität, Anzeigen auf freiem Fuss und Richter, die verständnisvoll mit Vergewaltigern umgehen, die sich hier ja so einsam fühlen.

Wir sind leicht nur Bauern im Spiel wie auch Menschen in Afghanistan und wo der Westen sonst seine“Werte“ durchgesetzt hat. Alles, was starke Emotionen wecken soll, müssten wir mit Argwohn betrachten, da es uns zu Reflexen verleiten soll, statt nüchtern zu analysieren und Zusammenhänge zu erkennen. Bezeichnend ist, dass die Genfer Flüchtlingskonvention in jeder Hinsicht verleugnet wird, auch dass ein Beachten von Anordnungen und Gesetzen eine Bedingung für (befristeten) Aufenthalt in einem Gastland ist, sofern man als Asylwerber anerkannt wird. In der Praxis ist davon nichts zu bemerken, da Verstöße keinerlei Konsequenzen haben, man zugleich aber arme Staatsbürger dafür bestraft, dass sie sich aus dem Altkleidercontainer bedienen (dessen Inhalt, nebenbei bemerkt, Märkte in Afrika zerstört). Wie leicht verlieren Menschen bei uns ihre Arbeit (trotz Milliardenförderung für Konzerne)  und wie vieles wird anderswo zu ganz anderen Bedingungen produziert; wie sehr wird international spekuliert, Steuer vermieden und über andere Staaten in „Economic Hit Man„-Manier hergefallen.

Spielfilm über die Finanzmarktkrise „Der Bankraub“

All das zerschlägt meist jede Chance von Betroffenen auf selbstbestimmtes Leben und tötet nicht selten; bei uns durch Leiden an Perspektivlosigkeit, anderswo durch Gifte, Chemikalien, Überarbeitung, Hunger und Waffen. Und doch scheint die Vorstellung leichter zu ertragen, dass dir jemand das Smartphone aus der Hand reisst, wenn du in der Fussgängerzone unterwegs bist, als dass du es purem Glück verdankst, dir eines leisten zu können. Es sind nicht deine Fähigkeiten, es ist dein Geburtsort und dann dein manchmal eintöniger, aber körperlich nicht anstrengender gut bezahlter Job, denen du das schuldest. „White collar crime“ streift nur manchmal bei dir an, etwa wenn Menschen über Nacht ihre Rente durch das Platzen der Spekulationsblase verloren haben. Wir alle kennen „Masters of War“ von Bob Dylan: „You put a gun in my hand and you hide from my eyes and you turn and run farther when the fast bullets fly…you fasten all the triggers for the others to fIre and you sit back and watch while the death count gets higher..“ oder Donovans „Universal Soldier„. Kriege werden auch geführt, um danach ein okkupiertes Land „wiederaufzubauen“ und Flüchtlingsströme sind mehr als ein „Nebenprodukt“.

Beim Ermöglichen und Wegsehen spielen „NGOs“ in geopolitischen Diensten eine wichtige Rolle, die Menschenrechte auf ihre Fahnen heften, aber nie Einheimische meinen bzw. glauben, dass „Ehe für Alle“ wirklich das größte Problem arm Gemachter, sozial Geschwächter, Zwangsentrechteter ist. Enthüllungen a la „Panama Papers“ oder „Paradise Papers“ zeigen uns, wie Staaten auf nicht mal illegale Weise Geld geraubt wird, das sie brauchen, um auch denen Infrastruktur anzubieten, die dafür nicht bezahlen wollen. Richtlinien zur Compliance oder zur Corporate Governance scheinen Makulatur, wenn Privatpersonen (wie Martin Schlaff) halt von der Telekom dazwischen geschalten werden, wenn sie einen ausländischen Mobilkfunkanbieter von wegen Compliance nicht direkt erwerben kann. Derlei Manöver gehen stets zu Lasten des Staatshaushaltes, wie man auch am Verscherbeln der Bundesimmobiliengesellschaft BUWOG sehen konnte. Es ist ohnehin ein Wunder, wenn es einmal nach Jahren zu einem Prozess kommt, da die Staatsanwaltschaften ansonsten gerne den Deckel draufhalten.

PS: Da „Afghane ersticht Mädchen“ die Diskussionen dominiert, eine Anmerkung: man sollte es nicht vollkommen isoliert sehen, wenn ein 2002 geborener Jugendlicher nach Deutschland gelangt und hier zum Mörder wird. Denn als er zur Welt kam, haben die USA sein Heimatland überfallen mit dem Vorwand, es habe etwas mit dem 11. September 2001 zu tun. Ohne etwas zu beschönigen muss man Zusammenhänge erkennen, um zu wissen, wer wie in welchem Kontext wohin gelangt. Im Afghanistan der 1970er Jahre bewegten sich Frauen frei auf der Strasse wie auch in Persien und mit Abstrichen in Saudi Arabien; immer wenn regime changes stattfinden, ändert sich alles zum Schlimmeren (der Einmarsch der Sowjets in Afghanistan wurde provoziert).

PPS: Wie hier beschrieben werde ich seit Jahren wegen kritischer Berichte attackiert; nun suchen die Kater Baghira und Gandalf und ich ein neues Quartier, bevorzugt in Wien oder Wien-Umgebung. Wer etwas für mich hat oder weiss hilft mir damit sehr. Auf den Wunsch vieler treuer Leserinnen und Leser hin ist finanzielle Unterstützung jederzeit willkommen: Alexandra Bader, Erste Bank BLZ 20111, BIC GIBAATWWXXX, IBAN AT592011100032875894. Ihr erreicht mich unter 06508623555, alexandra(at)ceiberweiber.at und ich bin auf Facebook und Twitter (cw_alexandra)

 

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16 Gedanken zu “Zuwanderung: Wer ist wirklich krimineller?

  1. Ich würde sagen, es ist ganz einfach. In der Kriminalitätsstatistik erscheinen straffällig gewordene Ausländer nicht mehr auf, sobald sie eingebürgert sind. Der Begriff „Einheimische“ ist in so einem Fall irreführend.
    Und in der Stadt gibt es eher Bettler als am Land. Warum tun die Städter nichts dagegen? Wenn jemand bettelnd vor einer Kirche sitzt ist er sicher eher arm als ein Mitglied der Bettelmafia. Hier am Land gibt es nämlich höchstens Bettelmafia, in schönem Gewand und mit teuren Handys, gesammelt in Bussen gehen sie strategisch von Haus zu Haus, wo was zu holen ist.

    Die politischen Weihnachtspredigten in der katholischen Kirche, die nur Not im Ausland und nicht im Inland beklagen sind bezeichnend für das Irregehen der Österreicher beim Thema Armut. Wobei es auch Ausnahmen gibt, wie am Christtag im Bundesfunk zu hören war.

    Der richtige Ansatz wäre es, zuerst Einheimischen zu helfen und dann Auswärtigen, sobald das Problem im eigenen Land gelöst ist. Alles andere ist Ideologie. Man kann schließlich nicht die ganze Welt aus Mitleid nach Europa importieren. Das würde Europas Staaten nur ruinieren, siehe Deutschland. Wie können die ein solch mieses Renten- und unsolidarisches Sozialsystem betreiben und dann plötzlich 20 Mrd für Wirtschaftsmigranten bereitstellen?

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    1. Was lernen wir daraus? – Das Geld ist ja da – bloß nicht für die „Biodeutschen“

      Und „Wirtschaftsmigranten“ sind das nicht – da würden sie sich doch um Jobs kümmern.

      M.E. sind das „Versorgungssuchende“, die herausgefunden haben, dass sich das Einkommen durch Zuzug von 4 Familienmitgliedern glatt verfünffachen lässt.

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    2. Bleibt noch zu ergänzen, dass die Polizei genötigt ist am Tag 3 Fälle publik zu machen. Zumindest wäre dies mein Informationsstand.

      In einem sozialistischen Land wie Österreich (in Europa finden sie kaum andere Länder und Politiker) wird eben auch dieses Instrument politisch missbraucht um eine Abweichung vom kaum bis ‚besser‘ gar nicht zu erreichenden Sollbild aufzuzeigen und just diese Abweichung wird abgestraft.

      Allein fällt das in Österreich nicht auf, da es nie anderes war. Ziehe drei Exemplare welche dir ins Konzept passen und der Tag ist wieder mal bis zum nächsten Morgen gerettet.

      Deutschland unterscheidet sich kaum in diesem Umfeld und dieses Hervorkehren der Abweichung ist dort besonders ausgeprägt. Bezüglich Österreich ist noch positiv zu vermerken, zumindest bisher, dass kaum einer glaubt sich diesem Sollbild durch Regulierung immer näher anbiedern zu können.

      Bettelmafia ist ein guter Punkt. Ganz offensichtlich hat von ‚linken‘ Gutmenschen noch keiner Begriffen, dass der sog. europ. Binnenmarkt per se zu Verarmung muss führen, da sich die Preisniveaus zum ‚Rohstoff hin‘ und damit vom Konsumenten hin lokal ausbilden viel mehr als früher.

      Noch dazu bilden sich Preisniveaus losgelöst von Nationalstaatsgrenzen aus, da sie am Ende keine nationale Währung mehr haben welche auf- und abgewertet werden kann.

      Dadurch entsteht ein Sog ins höhere Preisniveau. Landflucht ist eines der älteren Phänomene. Es wanderten schon zu Beginn der Industrialisierung die Arbeitskräfte vom Land in die Städte. Allein wandern die Menschen nicht mehr vom Land in Österreich in die Stadt (zumindest nicht dem Ausmaß). Es ist nicht klug in Nationalstaaten zu denken sondern in Preisniveaus. Informell ausgeprägt lachte diese Betrachtung im Kontext von Regionalität immer durch, ‚Der Wiener‘, ‚Der Grazer‘, ‚Der Tiroler‘, Die Gescherten (in unserem Fall die Mühlviertler und selbiges galt für die Linzer/Städter umgekehrt).

      Damit erübrigt sich jede Form der Armutsimmigration. Man kann Politikern nicht ökonomische Grundkentnisse abverlagen, wohl aber sollte man zumindest die *beobachtbare* Dynamik entlang einer Wertschöpfungskette und die sich geänderten Rahmenbedingungen sich zu Gemüte führen. Aber wir leben in einer Welt in der der Soziologe sich mit Problem befasst die Soziologen umgehängt werden, der Ökonom mit Problemen die Ökonomen umgehängt werden und da die Ergebnisse durchaus aus widersprüchlich sind scheitert der Politiker beim Versuch ein Gesamtbild sich vor Augen zu führen.

      Einer der erfolgreichsten Tricks der Eliten war das Einkasteln von Wissenschaft in abgegrenzte Fachbereiche. Bio-Informatik ist eben nicht die Kombination von Biologie und Informatik im Sinne von Erweiterung des Spektrum allein, sondern damit ist wieder ein kleineres Kasterl oder Würfelchen im Sinne von Eingrenzung entstanden. Spezialisierung = Einkasteln und allein der Billigkeit am Ende geschuldet.

      Was sagt eine Kriminalstatistik? Nichts. Gar nichts. Eine Kriminalstatistik ist für den neutralen Beobachter ohne Hintergrundkenntnis genauso spannend wie eine Statistik über die Farben der Icons auf meinem Desktop.

      Am Ende könnte man zum Schluss kommen, würden wir die Farben aus den Icons verschwinden lassen wäre die Lage besser und die Statistik einfacher aufzubereiten und leichter zu lesen … Blöd wenn der Betrachter nur schwarz/weiß sieht. Dann wird ein generelles ‚Ausländer raus‘ zur Option, Ausländer raus aus Österreich reicht nicht, Ausländer raus aus dem Währungsraum wäre zumindest mal dasselbe verkürzte Ergebnis eines Denkprozesses aber korrekter, egal was man davon hält.

      So ein übergreifendes Wissen welches die Frau Bader als eherbare Journalistin präsentiert fehlt und auch deswegen wird sich vermutlich zumindest mal nicht in den Himmel gehoben.

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  2. Danke dass du unsere staatliche und Konzern Kriminalität ansprichst denn diese ist Hauptgrund der Flucht. Auch ist mir Klar dass mit all den kriegstraumatisierten Flüchtlingen nicht die einfachsten Leute ins Land kamen . Es ist wie mit Kindern wenn du die verprügelst machen die das mit ihren Kindern auch.Die Gewalt welche unserer Firmen und Staaten in Afrika saeten kommt zu uns zurück.Unser politisches System hat auch die Tendenz soziopathen nach vorne zu bringen denn nur Rücksichtslose kommen in Konzernen und Politik weiter. Ihre ganze Energie um all die Verbrechen zu begehen beziehen sie jedoch von uns! Da Machtmenschen einfach nur ein krankheitsbild haben liegt ein grosser Teil der Schuld Bei uns “ normalen“ welche Erst die ganze Energie, Logistik und manpower liefern für all deren Verbrechen. Schaut also gut wem ihr eure Energie gebt und übt weniger Gewalt an euren kindern.Gruss von Marco aus Argentinien wo wir sehr unter Gewalt leiden.

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  3. Alles, was starke Emotionen wecken soll, müssten wir mit Argwohn betrachten, da es uns zu Reflexen verleiten soll, statt nüchtern zu analysieren und Zusammenhänge zu erkennen.

    Das ist so wahr und sollte von allen mehr beherzigt und verinnerlicht werden.

    Man bekommt jedoch allgemein (nicht auf dieser Seite) im Internet und speziell in den Kommentarbereichen manchmal das Gefühl, im Alleingang gegen eine ganze Horde von Satanisten und jeglicher Vernunft feindselig gestimmten ankämpfen zu müssen, was außer der kostbaren Zeit, natürlich auch sehr viel unwiederbringliche Energie verpuffen lässt. UNWIEDERBRINGLICH!!!

    MfG

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    1. wo denn? wie denn? er wird nicht mal erwähnt… es stimmt allerdings, dass afghanistan kein leeres feld ohne geschichte ist, sondern „der westen“ dort interventíerte. und dass dies auch viele menschenleben kostete, die wohl nicht weniger wert sind als das eines mädchens, das noch leben würde, gäbe es keine illegale einwanderung als folge von destabilisierung (und zuglaich auch als solche)

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    2. Eigentlich nicht. Er hebt allein die legalisierten Machenschaften auf ein angemessenes Niveau.

      Das von Frau Bader auf das Tablett gehobene Thema wird zwar hie und da mal thematisiert gerät aber schnell wieder in Vergessenheit. Der Mord an einem Kind ist schlimm(stens) verkauft sich aber medial besser. Da ist der Aufschrei groß.

      Im Standard las ich bereits einen Kommentar der so lapidar dahergesagt jemanden der eine Miete im voraus bezahlte und betrogen wurde in dem Zusammenhang, welche Menschen nicht ‚unbesachwaltet‘ durchs Leben liefen. Ich will den Kommentar nicht überbewerten, denke aber es wird viel schnell dahergesagt.

      Enteignung durch die öffentl. Hände ist Volkssport in gewissen Kreises dieses Landes. Oder wenn mal ein Unternehmer auf die Bezahlung einer Rechnung könnte klagen wird er einfach von vorne bis hinten fertig gemacht. Ich kenne solche Fälle und dabei handelt um politische Entscheidungen. Wenn die selbe Landesregierung und die selben ihre Meinung ändern.

      ‚Das schöne Österreich‘ ist eine platte Propagandalüge welche von der Politik auf jede nur erdenkliche Art und Weise wird verteidigt. Egal ob Glawischnig ‚Sie reden unser schönes Österreich immer schlecht‘ sobald mal Kritik in der Sache aufkommt.

      Es ist doch schön und der Wald. Gut in Bayern gibt es bereits Urwälder welche seit 3 Jahrzehnten unberührt bleiben. Bei uns wird so getan als sei es ein Güte oder ein Gütesiegel von Politik, wenn nicht grad auf Geheiß das Geheiß von Politikern hin alles ruiniert wird.

      Wie super glauben ist Oberösterreich ;). So super.

      Klarerweise ist nicht alles schlecht. Dies ist ja nicht der Anspruch den ein Staat oder Politik stellt.

      Wissen sie wie Wien ist entstanden. Alle die mit der Arbeit keine Freude gehabt haben kamen von nah und fern nach Österreich und setzen sich an ein großes Lagerfeuer. Als die Hunnen selbst schon die Gegend rund um Brüssel ins Visier nahmen schaute Attila über die weite Ebene übers Burgenland ins Wiener Becken und dachte sich, ‚Mein lieber Schwan. Dort muss das Ende der Welt sein. Dort rührt sich keiner und das schon seit Stunden‘. So entstand Ungarn und der Vormarsch der Hunnen kam zum Erliegen. Die Flanke im Norden haben die Franzosen mit Bürokratie fertig gemacht. Jetzt wissen sie auch warum Brüssel usw…

      Glauben sie was passiert wenn sich die klugen Köpfe aus Österreich abseilen, dann sitzen Politiker mit den Millionen von Zipfelkindern jeder Coleuer und Kultur rum. Na viel Spaß.

      In Deutschland läuft ein ähnlich gelagertes Spiel mit Menschen die eine wie auch immer hochgepriesene wohldefinierte Ordnung stören, sobald sie Gehör finden. Ist in Österreich genauso – keine Sorge. Dann zeigt die Politik über den Staat in Kombination mit den öffentl. Händen und Friends was im Team alles so geht.

      Willkür zu (re)präsentieren, das können die Leute gut. In dem Sinne ist so mancher Politiker ehrlich.

      Sich nicht zu engagieren ist nicht schlechteste Idee. Wer nichts investiert in das Fortkommen anderer ist in Österreich bestens aufgehoben und mittlerweile ist unsere dekadente Wirtschafts’ordnung‘ (aka Konsumgesellschaft) so entartet, dass man besser die Arbeit auch gleich liegen lässt und das haben die schon die sich damals ans Lagerfeuer setzen. Wirklich anders ist es nirgends. Aber wenn in einer glaubt er hat ein gute Idee und ein Einzelner lehnt sich dagegen auf, dann muss der aus der Sicht der Politik ja verrückt sein. Die sozialistische Volksharmonie währt halt ewig oder zumindest 1000 Jahre je nachdem wer am Ruder sitzt oder drauf.

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      1. stimmt. wirtschaft ist krieg mit anderen mitteln.

        wie will man grundstücke und realbesitz in friedenszeiten lukrieren, wenn nicht durch enteignung oder geplante kinderlosigkeit?

        na eben.

        und es stimmt, dass diese entrechtung schon lange tradition hat…

        beschlagnahme, das andere wort für entrechtung, nur von juristen für mächtige legitimiert…

        viele andere sachen die dem volk so passieren (wie sogenannte klimakatastrophen oder flüchtlingskrisen zb) dienen nur der ablenkung…

        konkret heute gesehen? die beiden grün-aber-naiv-sprechpuppen schwelgten in ihrem element: wie toll es so ist gegen kinderarbeit keine billigen leiberl zu kaufen…

        unglaublich.

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      2. Es ist spannend all diese Punkte mit Detail und am konkreten Fall diskutieren. Aber es kehren immer wieder ein paar Argumente und buntfärbende Worthülsen zurück.

        Gleichmacherei = Harmonisierung
        Die Absiedelung von Produktionsstätten = Wettbewerbsvorteil der Länder mit geringerem Preisniveau usw…
        Alter Wein in neuen Schläuchen = Innovation = qualitativer Zwachs

        Das alles kann in einem Fall mehr als gerechtfertigt sein und im anderen nicht mehr. Motive sind schwer zu beweisen.

        Wenn sie ein Produkt haben welches im Wirtschaftsraum verbreitet ist, dann werden sie die Reinvestition unter der Annahme, dass Sie brav den Gewinn pro Stück resp. Mengeneinheit abgesengt, die Menge ausgeweitet und maximiert haben genauso wie den Gewinn sich hart tun, die Reinvestition im höheren Preisniveau zu stemmen :). Man kann klarerweise auch einen Abbau von Mitarbeitern vorziehen und die Automatisierung vorantreiben. Die Automatisierung ersetzt den rechnerisch fixierten und zwingend notwendigen Abbau der Mitarbeiter, da das Modell der sich automatisierenden Güterbereitstellungslinie welche Güter im Konsumenten an potentiell alle übergibt eben so aufgesetzt ist, dass die Mengenzuwachsfunktion oben hin abflacht und zu dem Zeitpunkt ‚Vollautomatisierung‘ erreicht wird und Arbeit zum Verweilen auf einem Betriebsgelände entartet und der Gewinn gegen Null ginge. Der Unterschied zum ‚Marktplatz‘ oder Entsprechung Freier Markt im Industriemodell ist, dass Produkte *ewig* bereitgestellt werden.

        Mit Kreditgeld sind sie relativ schnell am Ende der Fahnenstang

        Wir verteilen eben von unten nach oben damit die Tendenz der Enteignung teilweise kompensiert wird. Aber in Österreich wird Eigentum und damit freie bedarfsgerechte Verbrauch nicht mehr recht groß geschrieben.

        Enteignet wird damit Ware für ‚echte‘ Märkte da ist oder irgendwo über die öffentl. Hände ein Zinszufluss wird organisiert wohin auch immer. Alles andere wie psychiatrische Gutachten sind schlicht Mittel zum Zweck. Vorsatz nachzuweisen ist nicht wirklich einfach.

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  4. für mich ist es absolut logisch dass in Europa speziell die Straftaten gegen Frauen voll aufscheinen..in den Ursprungsländern werden sie nicht geahndet und die Frauenverachtung selbst ist Unkultur, der Islam ist der Islamismus, der vom Westen schön geredet wird, die Unkultur wird nicht abgelegt nur weil nun alles was die Grenzen überschreitet und Asyl ruft auch Asyl bekommt.

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