Regime Change im Iran?

Vor sieben Jahren begannen Bilder von Protesten in Tunesien in den sozialen Medien zu kursieren; daraus wurde dann der Arabische Frühling mit Regime Changes. Daran erinnern Aufnahmen aus dem Iran, die oftmals Fake sind, aber u.a. via Twitter verbreitet werden.Bei uns lösen diese fernen Eindrücke die Aufregung über Vorfälle zu Silvester ab (Übergriffe auf Frauen, Angriffe auf die Polizei auch von Linksradikalen) und doch gibt es Parallelen und zwar im verbindenden Wort Destabilisierung. In der deutschen Politik stehen Linke und AfD kritisch zu den Unruhen im Iran, da legitimer Protest nicht zum Regime Change umfunktioniert werden darf.  postete etwa auf Twitter: „Allen Versuchen, die Proteste im für die völkerrechtswidrige Regime Change-Politik von und zu missbrauchen, erteilt DIE LINKE eine klare Absage.“ Und Rene Springer von der AfD sandte aus, dass die Folgen eines Umsturzes dramatisch wären: „Aus diesen Gründen müssen alle Versuche unterbleiben, die legitime Regierung des Iran weiter zu destabilisieren. Das Motto muss vielmehr lauten: Lieber ein stabiles Mullah-Regime als ein zweites Syrien mit hunderttausenden Toten und Millionen Flüchtlingen.“

Kein Zufall ist es wohl, dass Ivanka Trump die Demonstranten via Twitter unterstützt, was ihr Linke (diesmal zu Recht) übelnehmen. Man sollte sich nicht allzu sehr auf das iranische Fernsehen verlassen, doch auch der Mainstream beruft sich darauf; immerhin werden dort keine Bilder von anderswo als aktuell aus dem Iran verkauft. Es ist da die Rede von 20 Toten und 40 Festnahmen, man sieht auch ausgebrannte Autos und brennende Häuser. Ein User auf Twitter meint, dass der fast schon besiegte IS dank Regime Change auch wieder auferstehen kann: „Im laufen grad die gleichen Proteste ab, die zuvor in den anderen aribischen Ländern (+ Ukraine) zu Bürgerkriegen geführt haben, wo sich dann der Westen legitimiert fühlt, eingreifen zu müssen. Anschließend übernimmt der IS.“ Und er postet ein Zitat von Ex-CIA-Chef Michael Hayden, dass nicht der Irak oder Syrien die grösste Bedrohung (für die USA?) seien, sondern der Iran. Hayden ist übrigens auch stolz darauf, dass die USA (mit Beteiligung Deutschlands) mittels Metadaten töten, Stichwort Drohnenkrieg. Und der israelische Premier Benjamin Netanjahu sagt: „Ich wünsche dem iranischen Volk viel Erfolg bei seiner edlen Suche nach Freiheit.“

Aufnahme in Wahrheit von Pro-Regierungs-Demo (Twitter)

Der Regime Change im Iran wird schon lange vorbereitet, wie ein Artikel bei Global Research von 2010 zeigt, der jetzt sehr aktuell wirkt. Und am 31. Dezember schrieb Brandon Torbeville: „A familiar sight is taking place across Iran tonight and it has been for the last three days. Protests are taking place in numerous cities citing grievances and demanding that the Ayatollah and Iranian President step down. For a few days, the protests remained non-violent but now violence has indeed flared up as protesters have laid waste to a number of government properties and those belonging to ‚pro-government militias.'“ Merkwürdigerweise haben Donald Trump und Co. jetzt plötzlich auch die Medien hinter sich: „Neo-cons in the American media and the U.S. President are all demanding that Americans stand with the ‚Iranian people‘ and the ‚protesters‘ in their ‚fight for freedom.‘ The reason this sight is familiar is because we have seen it in Egypt, Libya, and Syria in the past as well as in Iran itself in the late 2000s. Protests that turn violent, a subsequent crackdown that either is violent or is reported as such, and the weight of American propaganda against the target government are all ‚Arab Spring‘ repeats that are themselves nothing more than the color revolution/destabilization apparatus that has been used by the West in countries all across the world for decades, particularly in the last twenty years.“

Ein Blick auf die Landkarte sollte genügen um zu wissen, warum der Iran so begehrt ist; außerdem kamen die Mullahs ja auch per Regime Change an die Macht, als dieser Begriff noch nicht so verbreitet war. Der Zeitpunkt scheint von den Anliegen her unpassend, da religiöse Gesetze gerade gelockert wurden; ausserdem werden Forderungen aufgegeben, die z.B. aus Solidarität mit den Palästinensern bestehen. Man erkennt auf den ersten Blick, dass hier eher die NATO-US-israelische Agenda vertreten wird, was durch nette Fotos von Frauen ohne Kopftuch, über die man sich auf Facebook freuen kann, kaschiert wird. Der Blog „Moon of Alabama“ bringt es auf den Punkt: „Iran – Regime Change Agents Hijack Economic Protests„, denn immer gibt es Anlass für Unzufriedenheit, ganz egal wer regiert, aber wer versucht, legitime Anliegen zu kapern, um die eigenen Ziele durchzusetzen? „Protests against the (neo-)liberal economic policies of the Rohani government in Iran are justified. Official unemployment in Iran is above 12% and there is hardly any economic growth“, aber Rufe nach dem Tod von Präsident Hassan Rouhani scheinen inszeniert.

In Wahrheit aus einem Film (Twitter)

My hunch is that the usual suspects are behind these protests. Note that these started in several cities at the same time. This was not some spontaneous local uproar in one city but had some form of coordination. Then there is this: ‚Carl Bildt‏ @carlbildt – 9:38 PM – 28 Dec 2017 from Rome, Lazio Reports of signals of international satellite TV networks jammed in large cities of Iran. Would be sign of regime fear of today’s protests spreading.‘ A search in various languages finds exactly zero such ‚reports‘. Carl Bildt is a former Swedish prime minister. He was recruited in 1973 as a CIA informant and has since grown into a full blown U.S. asset. He was involved in the Ukraine coup and tried to personally profit from it.The only response to Bildt’s tweet was from one Riyad Swed‏ – @SwedRiyad who posted several videos of protests with one of them showing burning police cars.“ (Und dessen Ursprung ist zweifelhaft.) Dazu passen Fotos aus Filmen, von Pro-Regierungs-Demos, aus Bahrain oder Buenos Aires, die uns als echt verkauft werden. Nach dem „Arabischen Frühling“ war ich bei einer PR-Tagung, wo das Loblied des Retweet gesungen wurde, da man so Inhalte in Windeseile verbreiten kann. Es geht viel schneller als auf Facebook zu posten und die Kommunikation mit anderen ist direkter.

Der Blog weist auf Geheimdienste hin: „Just yesterday one lecture at the CCC ‚hacker‘ congress was about the British GHCQ Secret Service and its sock-puppet accounts on Twitter and Facebook. These are used for acquiring human intelligence and for running ‚regime change‘ operations. Page 14-18 of the slides (11:20 min) cite from obtained GCHQ papers which lists Iran as one of the targets. The speaker specifically notes a GCHQ account ‚@2009Iranfree‘ which was used in generating the protests in Iran after the reelection of then President Ahmedinejad.“ Als im Sommer 2015 Masseneinwanderung nach Europa gepusht wurde, war dies ebenfalls Destabilisierung mit Fädenziehern im Hintergrund. Zwar muss sich Kanzlerin Angela Merkel einige Kritik zu Recht gefallen lassen, doch es wurden besonders von den USA aus mittels Twitterbots „welcome refugees“-Lockpostings verschickt, die sich u.a. auf ein Spruchband „Say it loud, say it clear, refugees are welcome here“ in einem deutschen Fussballstadion bezogen. Keine Überraschung sollte sein, dass diese Parole auch am 18. Dezember 2017 bei Protesten gegen die neue österreichische Regierung skandiert wurde. Wenn jetzt das Polizeiaufgebot Gegenstand einer parlamentarischen Anfrage der SPÖ wurde, sollte man daran denken, dass Regime Change-Szenarien überall möglich sind.

In Wahrheit Foto aus Bahrain (Twitter)

“The enemies of the Islamic Republic of Iran are angry with the glory, success, and the progress of the Iranian nation, and they have vowed to get the regional troubles into Iran, but, sure, the people and officials of the Islamic Republic of Iran will respond to them“, sagte Präsident Rohani, nachzulesen bei Stephen Lendman (und auch in Russland sieht man Dstabilisierung von aussen): „What’s going on resembles March 2011 protests in Daraa, Syria. US-supported armed protesters fired on police, instigating conflict. Security forces responded to violent armed insurgents, killing civilians and police, attacking government offices. What began in Daraa, spread elsewhere in Syria, things escalating into Obama’s war, unresolved nearly seven years later. Events are also similar to late 2013, early 2014 Euromaidan violent protests in Kiev. The Obama administration’s coup involved snipers, killing and injuring hundreds of civilians and police, firing on them with automatic weapons from Kiev’s Philharmonic Hall. Witnesses saw them carrying military-style bags used for sniper and assault rifles with optical sights. Ahead of the uprising, Maidan leaders practically lived at Washington’s embassy in Kiev. US-supported putschists toppled Ukraine’s democratic government.

Fascist tyranny replaced it – the most brazen European coup since Mussolini’s 1922 march on Rome. Events in Iran also eerily similar to earlier CIA-instigated street violence in Venezuela, scores killed, hundreds injured – a US-orchestrated color revolution attempt to replace Bolivarian social democracy with fascist tyranny.“ Wir tun gut daran, uns mit derlei Parallelen zu befassen, aber auch zu erkennen, was es mit uns zu tun hat. Denn Regime Changes werden über Organisationen forciert, die scheinbar unteilbar für Menschenrechte und Pressefreiheit eintreten und die bei uns zur „Zivilgesellschaft“ gerechnet werden. In Wirklichkeit folgen sie einer Agenda, und zwar der von CFR, CIA, George Soros und Co. Der nach wie vor inszenierte Flüchtlingshype mag die Mehrheit der Bevölkerung empören, er sorgt immer noch für massive Staatsausgaben, die bei unseren Armen fehlen und sorgt für Unsicherheit und Empörung, und das soll auch so sein. Er ist aber eine wichtige Voraussetzung dafür, weiter anderswo zu zündeln bzw. auch militärische und wirtschaftliche Interessen zu verfolgen. In Ländern wie Deutschland oder Österreich kann schon lange keine Rede mehr davon sein, dass sich echte Anliegen der Bevölkerung auf der Strasse ausdrücken, um dann gekapert zu werden, da nur mehr Vorgefertigtes (alles „refugees“ unterordnen und wer nicht mitmacht ist Nazi) überhaupt auf die Strasse gelangt.

PS: Nüchternes von Dirk Müller, dem es auch bekannt vorkommt; das Regime ist relativ zurückhaltend, selbst wenn auf Polizei geschossen wird und es tote Sicherheitskräfte gi(siehe Ukraine 2014, siehe Libyen 2011). Hier sieht man die Shilouette einer Frau, die ihr Kopftuch aufspießt, die auf Twitter und bei Protesten in Deutschland und Österreich in die Höhe gehalten wird. Wer dem Regime Change auf den Leim geht, schnallt auch nicht, dass sie oder er „für Frauenrechte“ und damals nicht gegen den „Kopftuchzwang“, sondern dafür waren – beim „Women’s March“ mit Linda Sarsour etwa oder bei einer Demo in Wien im Februar 2017. Empfehlenswert ist auch ein Interview mit Ron Paul und wenn man sich ansieht, wie Israel die iranische Bevölkerung spalten will. Posting auf Facebook: „Ein Iraner sagte mir vor ca. 4 Wochen in München, dass es jetzt bald auch im Iran los geht. Er sagte: ‚Alles ist ein gigantisches Schachspiel und die USA sind die heimlichen Spieler und Drahtzieher. Alles was bisher passierte, auch das in Syrien war von den USA mit-geplant und orchestriert. Wenn man bedenkt, was für gigantische Milliarden Dollar-Beträge die Geheimdienste in den USA haben, braucht man sich darüber nicht zu wundern.

Übrigens der ehemalige NATO-Oberkommandierende Wesley Clark hat es 2007 vorausgesagt. Es hat länger gedauert weil man öfters die Strategie ändern musste.  Die neue Strategie ist die, dass sich die Länder selbst ‚zerlegen‘ durch vorhandenen innere Konflikte, welche man von aussen vorher befeuert z.B. in dem man über massive Sanktionen gegen diese Länder diese zu destabilisieren sucht und so den geplanten Regime-Change unterstützt. Es geht dabei nie darum Demokratie zu bringen, sondern darum, diese Länder aus dem Gleichgewicht zu bringen. Er sagte weiter, ihr hier in Deutschland habt überhaupt keine Ahnung, weil eure Presse nicht berichtet was wirklich passiert.“ Dieser Mann ist kein Freund der jetzigen Regierung im IRAN, aber er hat sehr wohl verstanden was los ist und wie das gesteuert wird.“

PPS: Wie hier beschrieben werde ich seit Jahren wegen kritischer Berichte attackiert; nun suchen die Kater Baghira und Gandalf und ich ein neues Quartier, bevorzugt in Wien oder Wien-Umgebung. Wer etwas für mich hat oder weiss hilft mir damit sehr. Auf den Wunsch vieler treuer Leserinnen und Leser hin ist finanzielle Unterstützung jederzeit willkommen: Alexandra Bader, Erste Bank BLZ 20111, BIC GIBAATWWXXX, IBAN AT592011100032875894. Ihr erreicht mich unter 06508623555, alexandra(at)ceiberweiber.at und ich bin auf Facebook und Twitter (cw_alexandra)

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23 Gedanken zu “Regime Change im Iran?

  1. Bin gespannt wieviele der „sogenannten“ „Intellektuellen“, sich für diese Schweinerei gegen den Iran wieder bereitwillig instrumentalisieren lassen, und sich für deren geheuchelter „Solidarität mit der Menschlichkeit“wieder mal medienwirksam im Lichtkegel der Öffentlichkeit bewundern zu lassen?

    MfG

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    1. So ein Unsinn………….
      Schweinereien passieren dort vor allem von einer Seite her, vom Regime der Ayatollahs.
      Natürlich sind unsere Politiker alles Heuchler, trotzdem ist der Iran ein Sumpf der Primitivität, der religiös motivierten Verbrechen gegen seine Bürger.

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    2. Appendix zu 3.1.18, 01:15 Uhr

      Mit den „sogenannten“ „Intellektuellen“ ist natürlich die übliche Horde von „Preudointellektuellen“ gemeint, die üblichen Kriegstreiber, die üblichen Opportunisten und all die WillkommensKlatscher, you name it, für welche der schmutzige „Krieg“ bloß „Frieden“ ist.

      MfG

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  2. Na na…………….

    Also ich verfolge die Sache mit dem Iran seit Schah Reza Pachlevi.

    Tatsache ist. die Menschen im Iran und dort vor allem die Städtischen „Mehrheiten“ waren ob der Wende der „Revolution“ hin zu einem fundamentalistischen Staatswesen schon kurz nach der Einkehr Ayatollah Chomeinis, schwer enttäuscht.
    Sie hatten sich nämlich unter dem Schah an viele kleine persönliche Freiheiten gewöhnt.
    Aber bereits damals konnten sie ihre Meinung nicht mehr frei äussern. Frauen die im Gefängnis landeten wurde nicht nur gefoltert, sondern meist auch noch vergewaltigt, Männer nahezu immer gefoltert.
    Und wie gesagt, dass war schon Wochen nach dem Umsturz gang und gäbe.
    Die Menschen auf dem Land waren immer die Stütze der Diktatoren in Teheran,
    aber stellen die auch die Mehrheit ?

    Nein, das Regime im Iran ist eine Gottesdiktatur und sie stützen sich auf die Revolutionsgarden, die aber nicht nur als Garden Bewaffnete unterhalten, sondern eine Art SS im Dienste der Mullahs sind.
    Diese unterhalten mittlerweile einen ganzen Industriekomplex der die Versorgung der Pasdaran gewährleistet.
    Bei Versorgung sprechen wir allerdings von Korruption in seiner ganzen Blüte.

    Der Iran ist also nun ein Land in der Hand einer Persischen Waffen-SS die das Regime verteidigt, auf es eingeschworen ist und der jede Brutalität zugetraut werden muss.
    Ja der Iran ist ein Land in dem sogar Mädchen von 14 – 16 Jahren öffentlich gehängt werden.
    ( Googeln unter Atefeh“ )

    Wer den Menschen dort helfen will, sollte unbedingt diese Proteste unterstützen, denn die Menschen im Iran werden einen Wechsel sonst nicht erreichen können.
    Den Wechsel aber wünschen sich vermutlich die meisten, das sieht man auch daran das diese Proteste trotz der tödlichen Folgen für viele Oppositionelle immer wieder aufflackern.

    Das der Iran die Atombombe will hat gewichtige innenpolitische Gründe, denn sie würde das Regime nach aussen absichern und nach innen jede noch so blutige Repression ermöglichen. Ja der Westen könnte nur noch zusehen, viele Menschen im Iran würden jede Hoffnung verlieren, müssten sich mit dem Regime abfinden.

    Im Iran ist die Lage nicht mit Syrien oder Libyen vergleichbar.
    Libyen hatte bis von wenigen Jahrzehnten vor allem eine Stammeskukltur, eine die Jahrtausende überdauert hatte und bis Heute nicht überwunden ist.
    Ich las einmal das Buch eines schweizerischen Fremdenlegionärs der über Sidi-bel-Abbes nach Nordafrika kam und desertierte. Das war ca. 1920.
    Sehr erhellend wie die Berber sich mit dem Islam eingerichtet haben.

    Syrien ist da auch nicht zutreffend, denn dort gibt es verschiedene Ethnien, Religionen und obendrein noch eine Stammeskultur.

    —————————————————————————————————-

    Im Iran besteht seit Jahrtausenden ein Land und eine gemeinsame Kultur.
    Das Land hat eine Tradition als Staat, beruht auf einer Hochkultur die weit in die vorislamische Zeit zurückreicht, ja 3000 Jahre alt ist.
    Das schafft trotz allem eine Identität als „Perser“.
    Wenn das jetzige Regime stürzt, wird das Land kaum zerfallen sondern es wird sich unter einer anderen Regierung neu aufstellen.
    Der Islam wird nicht verschwinden, aber das Leben wird zivilisierter und Reformen werden möglich. Die Atomwaffen werden sie wohl aufgeben und die vielleicht auch die Scharia abschaffen.

    —————————————————————————————————-

    Ich meine wir sollten die Protestierenden unterstützen wo wir können, ansonsten sie aber machen und sie ihren Weg finden lassen.

    Nur das Verbrecher-Regime muss weg.
    Wir sollten hier im Westen nicht wie üblich über Menschenrechte sprechen und sie dort einfach vergessen auch wenn wir das nahezu immer so handhaben.

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    1. Ich sage nur Soros, Soros und noch einmal Soros. Nach der Ukraine, Ägypten, dem Irak, Afghanistan, Libyen, Jugoslawien, und praktisch ganz Südamerika und Afrika, soll jetzt auch noch der Iran seiner politischen Eigenständigkeit beraubt, destabilisiert und in die Hände von US-Dienern gegeben werden.
      Bei Venezuela bspw versuchen sie es ebenfalls, durch wirtschaftliche Isolation, politisches Infiltrieren und Intrigieren einen Regime-Change herbeizuführen.
      Bei Kuba beißen sich die USA nach wie vor die Zähne aus.

      Trumps neuestes Twitter-Bashing-Opfer heißt Pakistan, er glaubt die hätten sich nicht an die Abmachungen mit den USA gehalten, Nordkorea würde sich ebenfalls nicht an Abmachungen halten und der Iran sowieso. Warum? Weil es ihm die CIA erzählt hat und die lügt ja bekanntlich nie^^. Außer wenn sie nicht die Wahrheit sagt^^.

      Es ist dasselbe Muster vom Ablauf her wie schon im arabischen „Frühling“, der ob des Chaos das er angerichtet hat, eher ein Winter war.
      Als Trump US-Präsident wurde hat Soros ebenfalls einen Haufen Demonstranten organisiert, ihnen Geld gegeben, sie in Bussen verfrachtet und an die Demonstrationsorte gebracht, die Tafeln und Sprüche waren vorgefertigt, wie oben genannt auch in der Flüchtlingsgeschichte(„Welcome Refugees“ und so ein Quark) und genauso versucht er es im Iran.

      Ich sage einmal so. So schlecht kann ein „Regime“(bewusst unter Anführungszeichen) gar nicht sein, dass eine US-Intervention etwas besser machen würde.
      Den Libyern ging es unter Gaddafi z.bsp prächtig, sie bekamen etliche staatliche Förderungen, z.bsp wenn sie heirateten oder Kinder bekamen. Das waren die Öl-Millionen, die die USA unbedingt wollten.
      Das Gleiche war es im Irak, auch dort wollten die Amis an die Öl-Vorkommen.
      In Afghanistan hingegen wurde zu dem Zweck interveniert, um Terroristen für spätere Zwecke zu rekrutieren. Al-Kaida, Taliban und wie sie heißen.
      In Syrien haben sie interveniert, um den Flüchtlingsstrom nach Europa wenigstens zu rechtfertigen, denn die meisten „Flüchtlinge“ waren und sind keine Syrer.
      Zum Glück ist Assad noch an der Macht, denn er ist weder ein Diktator, noch unterdrückt er andere Kulturen, Stämme oder Religionen in seinem Land.
      Die Lehre aus dem Flüchtlings-Irrsinn kann nur sein, US-Interventionen frühzeitig zu erkennen und abzulehnen, und sich endlich prioritär den Notleidenden im Inland zuzuwenden.

      Bei den wirklichen Diktaturen haben die USA nicht oder zu spät interveniert. Hitler ließen die Amerikaner von 1933 bis 1945 gewähren, eben weil die Verbrechen des NS-Regimes im US-Interesse waren. Ethnische Juden sollten abgesiedelt werden aus Deutschland, was soweit ging dass Hitler die nicht abwanderungsbereiten Juden in Lager inhaftierte und ums Leben brachte.

      In China bspw gibt es eine wirkliche Diktatur, Religionen sind verboten, es gibt keine Meinungsfreiheit und dort intervenieren die Amis nicht. Von der Logik her ist es im Prinzip dasselbe.

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      1. absolut, deshalb achte man ja auch auf deatils wie das bild von der frau, die den schleier hochhält – in windeseile wird daraus eine grafik gemacht, die auf twitter geteilt und bei demos im westen hochgehalten wird (zum teil von den leuten, die ansonsten das kopftuch verteidigen!)

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      2. So Soros wars also auch dort……………

        Unglaublich der gesammelte Unsinn.
        Soros traue ich viel zu, aber im Iran selber ist er nicht vertreten.
        In so einem Land ist jede Operation viel zu gefährlich, ausser natürlich das er auch dort Geld sprechen könnte, was aber auch gefährlich ist.

        Nein Soros ist dort aktiv wo er sich nicht fürchten muss, beim Regime im Iran jedoch wäre er seines Lebens nicht mehr sicher, auch in den USA.

        Als die USA vor Jahren unter Obama nicht den Mut hatten den letzten Schritt zu gehen und die Opposition im Iran aktiv und offen zu unterstützen, wurden sie gebrandmarkt. Man warf ihnen vor die Demonstranten nun im Stich zu lassen nachdem man sie erst ermuntert hätte.
        Nun aber ist es wieder nicht recht.

        Tatsache ist, dass das Regime in Teheran jedes denkbare Verbrechen begeht, keine Menschenrechte zulässt, in einem Misthaufen aus Korruption versunken ist und die „Religion“ benutzt um weiter ihre Macht auszuüben.

        So ein Regime muss gestürzt werden, gerade auch bevor es Atomwaffen besitzt..
        ———————————-
        Die Opportunität die hier aus dem Kommentaren spricht finde ich abstossend.
        ———————————-
        Die Ressentiments gegen die USA sind offenbar ein so liebgewordenes Thema das man davon nicht lassen kann.
        Mit dem Iran wird eines der hässlichsten Regime unserer Erde schöngeredet nur weil es gegen die USA geht, man alte abgedroschene Ressentiments pflegen kann.

        Natürlich machen die USA viele Fehler, niemand weiss das besser wie die Wähler in diesem Land selber, deshalb wurde Trump ja auch gewählt.
        Aber wir Europäer sind daran zu 50% mitschuldig, wir haben nie gelernt uns aus dem Trauma von 1945 zu erheben und die USA zu erziehen indem wir eine saubere eigenständige Aussenpolitik betreiben.

        Nein, wir lehnten uns gemütlich zurück uns suhlten uns in einem Schuldkult, denn die USA hatten ja eine grosse Armee und würden uns schon beschützen.
        Wenn man einem Land wie den USA aber die Rolle des grössten Gorillas überlässt, sollte man sich nicht wundern wenn der kraftstrotzende Gorilla übermütig wird und dabei auch Fehler macht.

        Wir haben nie etwas getan um den Gorilla zu bändigen.

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      3. Nein, George Soros hat dieses Mal, was die Bezahlung von Unruhestifter in der Heiligen Islamischen Republik Iran betrifft, eine reine Weste.

        Persische Freunde aus der näheren Umgebung / aus einem Vorort von Teheran (bin mit denen seit den frühen 80igern in Kontakt) haben mich telefonisch wissen lassen, dass die von Gewalt gekennzeichneten Unruhen in verschiedenen Städten Irans, von Saudi-Arabien bezahlte Unruhestifter seien und sich der Protest (zB in Maschahd, größte aller bisherigen Kundgebungen) seither eben gezielt gegen die Unruhestifter aus dem Ausland (usa, israel, saudi-arabien usw) richte;

        Gleichzeitig wird dem, von der Mehrheit der Iraner, geehrten Oberauptes, Ayatollah Khamenei, Solidarität bekundet. Die Mehrheit der Iraner scheint also in deren Land zufrieden zu sein.

        MfG

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      1. Frau Baader…..

        Natürlich ist das alles eine verlogene Sache und unsere Linken sind die Meister darin.
        Vorgestern in der Tagesschau, da trat eine Reporterin auf die von den Protesten aus dem Iran berichtete, ……… sie trug einen Schleier.

        Also eine Deutsche die aus dem Iran berichtet trug einen Schleier und rechtfertigte das später damit, dass das dort eben Gesetz sei.

        Also die spricht einen Kommentar für das Deutsche Fernsehen der nur in Deutschland ausgestrahlt wird und trägt einen Schleier……
        Da wird als Iranisches Recht quasi nach Deutschland exportiert und die Reporterin kann nicht mal schnell 2 Minuten den Schleier dafür abnehmen !!!

        Wie will man den Widerstand gegen das Verbrecher Regime dort erwarten, wenn sich eine Deutsche Reporterin nicht traut einen Kommentar fürs Deutsche Fernsehen zu sprechen ……….ohne Schleier.

        Ekelhaft diese Heuchelei und Unterwerfung.

        Und es gibt im Iran auch noch ein paar Christen und andere Minderheiten, alle sie werden unter den Schleier ( Tschador ) gezwungen, klar, sogar deutsche Reporterinnen unterwerfen sich dem ja.
        Würde sich eine Reporterin die aus Somalia berichten wollte, zuvor auch noch beschneiden lassen ?

        Ich weiss, das ist nun Polemisch…….

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    1. Ja aber interessant. Für den Iran wird dieses Foto super gefunden. Bei uns und in allen westlichen Staaten würden alle sogenannten Intellektuellen aufjaulen und von Islamhetze und Rassismus schreien.

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  3. @all: Fällt das nur mir auf, dass die selben Kräfte, welche noch vor wenigen Wochen, hier Frau Baders Arbeit auffallend überschwenglich huldigten, nun plötzlich zu so ’ner Art „Wiederstandsgruppe mittels reflexartigem Opposite Response“ mutierten, beziehungsweise sich nun in der Notwendigkeit wähnen , deren wahres, weil schon immer gewesenes Sein, mit Nachdruck der Exploration Preis geben zu dürfen?

    —-

    @Frau Bader: Wieder gehe ich mit Ihrem Artikel in fast allen Teilen d’accord! Bleibt zu hoffen, dass die Bemühungen einer Meute, des von langer Hand geplanten Regime Change, diesesmal ganz ohne Erfolg sich wieder im Sande verliert. 😦

    MfG

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      1. vielleicht dass manche auf den hinweis auf den drohnenkrieg so heftig reagieren – von wegen, was hat deutschland denn mit afghanistan zu tun

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  4. Was die Saudis machen, ist doch auf jeden Fall mit der USA abgestimmt – vielleicht nicht mit Trump, aber sicher mit der CIA. Und ob das Geld von Soros kommt oder der CIA ist doch wirklich egal.
    Angeblich waren die Eierpreise die Ursache für die Demonstrationen – ein Kommentar dazu erübrigt sich wohl.

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