Kann Walter Rosenkranz Bundespräsident?

Die FPÖ brauchte lange, um einen Kandidaten für die Bundespräsidentenwahl im Oktober zu präsentieren. Nun wurde aber Volksanwalt Walter Rosenkranz nominiert, der von 2008 bis 2019 dem Parlament angehörte und nach der Wahl im Herbst 2017 Klubobmann war. Er wird von der eigenen Partei eifrig in vielen Presseaussendungen als Bewerber praktisch ausserhalb des politischen Systems angepriesen, was ebenso absurd ist wie wenn es um Alexander van der Bellen oder Gerald Grosz geht. Nun muss man natürlich mit Politik vertraut sein, weil man sich sonst selbst im Wahlkampf schon schwertut. Doch wann wird es zum Bäumchen-wechsle-dich-Spiel mit einer scheinbaren Wandlung vom Mitläufer zum Kämpfer? Bei Rosenkranz liegen viele Informationen vor, mit denen sich jeder selbst beschäftigen kann; hier weise ich lediglich auf entsprechende Quellen hin. Allgemein entsteht aber der Eindruck, als würde van der Bellen gegen Norbert Hofer von 2016 mit leicht geänderter Besetzung und ähnlichem Ergebnis wiederholt; eine echte Chance hat Rosenkranz nicht.

Warum lässt sich die FPÖ darauf ein, fragen sich einige; warum stellt sie einen Burschenschafter auf anstelle einer Frau? Es ist möglich, dass die Blauen vom Frust vieler über Sanktionen gegen uns selbst (sei es „wegen C“, sei es „wegen Putin“) profitieren wollen. Tatsächlich sehen viele Menschen, die mit der Politik eigentlich schon abgeschlossen haben, in einem FPÖ-Kandidaten eine Alternative. Sie neigen dazu, die vollkommene Integration von Rosenkranz (und anderen) ins politische System zu ignorieren. Paradoxerweise wollen sie, dass van der Bellen kritisch bewertet und jedes Detail analysiert wird, aber man soll doch bitte schön nicht Rosenkranz mit demselben Maß messen. Es geht natürlich nicht anders, als genau das zu tun, und dafür gibt es einige Anhaltspunkte.

Rosenkranz wird vorgestellt

Mit „Holen wir uns unser Österreich zurück“ sollen natürlich wir alle angesprochen werden. Doch was in den letzten zweieinhalb Jahren geschah und sich immer weiter zuspitzen soll, wurde bewusst in Gang gesetzt und war immer gegen uns gerichtet. Rosenkranz hatte im Parlament unter anderem mit Sicherheit und Landesverteidigung zu tun, also mit Bereichen, in denen C-Panikmache und Sanktionen als Falle erkennt werden müssten. Hier gibt es einen Link zu allen Presseaussendungen, die Rosenkranz machte oder in denen er vorkommt; ausserdem die Info, dass er nach eigenen Angaben zu seinem Mandat stets bis zu 3500 Euro als Strafverteidiger dazuverdiente. Gerade wird berichtet, dass Rosenkranz von der FPÖ zwei Darlehen a 100.000 Euro erhalten habe und der Partei diese 200.000 Euro schuldet; es sei alles schon getilgt, ist aber die Reaktion der FPÖ. Dies wirft einmal mehr die Frage auf, wie er auch nur die Spur einer Ahnung davon haben soll, wie es ohnehin bereits armen Opfern der Sanktionen gegen uns selbst geht. Außerdem wird er nicht mit Widerstand gegen C-Massnahmen in Verbindung gebracht, was ihn von Susanne Fürst unterscheidet, die viele gern als FPÖ-Kandidatin gesehen hätten; sie soll aber selbst Rosenkranz mit mehr politischer Erfahrung ins Spiel gebracht haben.

Fellner über Rosenkranz

Natürlich war die Laufbahn von Rosenkranz eng mit Heinz Christian Strache verbunden; als dieser Vizekanzler wurde, übernahm Rosenkranz den Klubvorsitz; zuvor war er Stellvertreter von Klubobmann Strache. Als Peter Pilz (damals noch bei den Grünen) 2017 einen Partner für die Einsetzung eines Eurofighter-U-Ausschusses benötigte, unterstützte ihn Strache (2006 waren es Pilz, Strache und Josef Cap von der SPÖ). Die Abgeordneten der FPÖ inklusive Rosenkranz waren nicht als Einzige mit von der Partie, als der UA via Pilz in eine bestimmte Richtung gelenkt, also manipuliert wurde. Es ging darum, die Rolle von Alfred Gusenbauer beim Eurofighter-Vergleich zu verschleiern, aber auch, Norbert Darabos für Hans Peter Doskozil im Burgenland aus dem Weg zu räumen (dort koalierte die SPÖ mit der FPÖ). Dabei versprach Walter Rosenkranz als Fraktionsführer der FPÖ im U-Ausschuss „rasche und schonungslose Aufklärung“, ehe die Befragungen der Zeugen begannen. Er wusste natürlich, dass ein (nie forensisch überprüfter) Entwurf zum Eurofighter-Vergleich genau getimt auftauchen sollte und ärgerte sich, dass ihm dabei Pilz die Show stahl. Zunächst gab es am 4. Mai 2017 eine PK mit allen Fraktionsführern und am 8. Mai eine Aussendung Rosenkranz/Pilz zur Ladungsliste in den UA, die nur für die ersten beiden Tage, den 31. Mai und den 1. Juni dem tatsächlichen Ablauf entsprechen sollte. Dabei ging es um Wolfgang Peschorn (Finanzprokuratur) und Birgit Caesar-Stifter (Rechnungshof) am 31. Mai und Norbert Darabos und Helmut Koziol (Zivilrechtler) am 1. Juni; diese vier Befragungen wurden am 23. Mai 2017 in die offizielle Form einer Ladungsliste gegossen.

Rosenkranz über Strache

Später sollten ehemalige Manager von Eurofighter bzw. EADS (heute Airbus Group, die von Doskozil für russische Interessen attackiert wurde) kommen, was sehr an den ersten UA 2006/7 mit Pilz als Vorsitzendem erinnerte; sie müssten als Ausländer nicht Folge leisten und haben zudem schon lange nichts mehr mit ihrem früheren Job zu zu tun.Für den 14. Juni war in der Rosenkranz/Pilz-Meldung Meinhard Lukas vorgesehen, der heute Rektor der Kepler Universität ist, aber 2007 Eurofighter beriet. Wenn wir oben Rosenkranz am 18. Mai 2019 zu Strache befragt sehen, so platzte da gerade die Ibiza-Bombe und Strache und der geschäftsführende Klubobmann Johann Gudenus waren zurückgetreten. Unten sind die Straches abgebildet, wie sie einer Einladung von Rene Benko folgen, dessen rechte Hand Gusenbauer ist. Doch zurück zu 2017: Aloysius Rauen (Ex-Eurofighter Jagdflugzeug GmbH) planten Rosenkranz und Pilz für den 22. Juni ein, an dem Pilz aber Darabos einem Rosenkranz wohl bekannten Drehbuch zufolge anzeigte, weil der Vergleich am 24. Juni 2017 verjähre. Laut Aussendung wäre Ex-Kabinettschef Stefan Kammerhofer am 21. Juni drangewesen (der nie vom Abwehramt überprüft wurde); für Alfred Gusenbauer und Wolfgang Schüssel sowie Gusenbauers Geschäftspartner Leo Specht, den Chefverhandler von 2003 Edwin Wall und andere gab es überhaupt noch keine Termine. Es kam letztlich gar kein Ausländer, doch am 31. Mai wurde Lukas für den 2. Juni nachmittags geladen und Kammerhofer für den 9. Juni (es wurde dann einen Tag vorverlegt). Gusenbauer und Schüssel sollten am 20. Juni aussagen und Wall am 22.Juni; er berichtete, dass er – wie so viele andere – nie mit Darabos reden durfte; danach zeigte Pilz Darabos an. Die Rolle von Darabos war im Grunde klar, nachdem er und Peschorn befragt wurden, weil er Peschorn zum Verhandlungsleiter machte und dies nie widerrief. Doch der UA inklusive Rosenkranz hatte dies zu übersehen, sondern einen Fall zu konstruieren – und damit ist nicht gemeint, dass Kammerhofer illegal „Minister spielte“ und fremden Befehlen auf dem Rücken von zuerst Darabos und dann Gerald Klug folgte.

Die Straches 2016 bei Rene Benko (c Andreas Tischler)

Pilz bekam übrigens unter Geheimnisverrat den militärischen Verschlussakt Eurofighter-Vergleich, was niemand beanstandete; Doskozil zeigte seinen Komplizen natürlich nicht an und Strache erhielt den Vergleich dann als „Geschenk“ von Pilz, ehe er den UA ermöglichte. Wenn wir uns Infos zum Landesverteidigungsausschuss ansehen, so fungiert Reinhard Eugen Bösch von der FPÖ als Obmann. Dies ist er seit 2015 und er gehörte auch dem Eurofighter-UA 2017 und 2018/19 an. Der Vorgänger von Rosenkranz bei der Volksanwaltschaft Peter Fichtenbauer war von 2006 bis März 2013 Obmann des LV-Ausschusses; zwischen ihm und Bösch fungierte 2013 bis 2015 Mario Kunasek als Obmann, der von 2017 bis 2019 Verteidigungsminister war. Diese Details sind deshalb wichtig, weil die FPÖ die Tragweite einer gekaperten Befehlskette in der Landesverteidigung begreifen müsste.

Aussendung Rosenkranz/Pilz

Doch auch mit dem Beginn von Sanktionen gegen uns selbst änderte sich nichts an ihrer Haltung, dass verdeckter Krieg via fremde Geheimdienste gegen uns tabu sein muss. Ex ante kommt der Aussendung oben noch grössere Bedeutung bei, weil am 2. Juni 2017 „plötzlich“ die einzige Kopie eines Entwurfs zum Vergleich in einem regelmässig geleerten Schrank im BMLV „gefunden“ worden sein soll. Pilz profilierte sich damit auf Kosten von Rosenkranz und Co. (so die Meinung der FPÖ), als er Meinhard Lukas danach fragte. Lukas ist mittlerweile Geschäftspartner von Christian Kern, Eveline Steinberger, Hans Peter Haselsteiner und Alfred Gusenbauer; er schien die Handschrift seines alten Bekannten Koziol zu erkennen. Dieser verdrängte den von Darabos – als einzig Weisungsbefugtem – nominierten Peschorn aus den Verhandlungen, die danach in einen Vergleich mündeten. Den Entwurf sollen Darabos, Koziol, Lukas und Rauen unterschrieben haben; man kann die (leicht verfügbare) Signatur von Darabos entziffern. Befragt wurde dazu aber nur Lukas, während Leo Steinbichler vom Team Stronach vergeblich forderte, Darabos und Koziol nochmals zu laden; auch Rosenkranz und die SPÖ wollten dies nicht. Mit dem „Entwurf“ ging es um Unterschiede zum Vergleich, die Pilz Darabos anlasten sollte. Dass Rosenkranz immer dem Pilzschen Narrativ folgte, hängt damit zusammen, dass die FPÖ zu denselben Netzwerken gehört. Nun wird er als Präsident fürs Volk statt für die Eliten angepriesen, ist aber nie „Eliten“ in die Quere gekommen, sondern unterstützte diese. Strache pflegte wie Wolfgang Schüssel und Alfred Gusenbauer Kontakte zu Martin Schlaff, der mit Geldwäsche zu tun hatte und mit Wladimir Putin Tarnfirmen errichtete und Embargo-Deals durchführte. Zwar blieb es der FPÖ mit Putin-Fan Strache vorbehalten, einen Vertrag mit der Putin Partei Einiges Russland zu schliessen, doch zum Netzwerk Putins gehören auch andere; natürlich tut die FPÖ so, als beträfe es sie nicht. Man denke auch an Wirecard, die Österreichisch-russische Freundschaftsgesellschaft und SPÖ und ÖVP, aber eben auch die FPÖ.

Bei Fellner über Rosenkranz

Es ist anzunehmen, dass viele Rosenkranz wählen, weil alles besser ist als van der Bellen. Doch jemand, der mit Pilz gemeinsame Sache machte, kann niemals eine echte Alternative sein. Es empfiehlt sich, auch bei Norbert Hofer im Nachhinein Skepsis walten zu lassen, denn er gehörte dann mit Christian Kern und Beate Meinl-Reisinger der Austrian Chinese Business Association an. Vielleicht wird Rosenkranz selbst weniger in Erscheinung treten, um so mehr aber werden andere über ihn reden, wie es sich bei van der Bellen verhält. Bei seiner Vorstellung beschwor Rosenkranz die Neutralität, die wir aber nur mit unserer Souveränität wahren können. Diese setzt ein Heer voraus, das seine Aufgaben erfüllt, statt Subversion und Destabilisierung einfach hinzunehmen. Die FPÖ fungiert ausserdem in ihrer Fixierung auf ÖVP-Korruption als Steigbügelhalter für die geplante nächste Regierung von SPÖ, Grünen und NEOS. Was SPÖ-Korruption betrifft, wurden ja die Blauen im Burgenland übergangen in der von ihnen dann kaum kritisierten Affäre um die Commerzialbank Mattersburg.

PS vom 19. Juli 2022: Inzwischen erhielt das Forum Informationsfreiheit nach jahrelangem Ringen den Eurofighter-Vertrag (mit zahlreichen Schwärzungen). Ich weise hier auch auf Details von 2006 und 2007 hin, die für Rosenkranz später relevant sein hätten müssen. Was die Manipulation des UA 2017 – und der Justiz – betrifft, habe ich mich damit immer wieder befasst.

Diese Recherchen erfordern sehr viel Aufwand und sind in dieser Form einzigartig. Es ist immer notwendig, alles neu zu bewerten und weitere Puzzleteile zu einem sehr komplexen Bild hinzuzufügen. Davon profitiert jeder, der mit einzelnen Bereichen in Berührung gekommen ist oder der sich fragt, wie etwas einzuordnen ist. Als Grundlage für weitere Recherche, für parlamentarische Untersuchungen, für Ermittlungen der Justiz eignet es sich auch sehr gut. Es kommt oft darauf an, durch Zufall an eine mögliche Verbindung überhaupt mal zu denken, um sie und einiges mehr zu finden.

Jeder finanzielle Beitrag dazu ist herzlich willkommen:
Alexandra Bader, Erste Bank, AT 592011100032875894 BIC GIBAATWWXXX

Vielen Dank!

Für Inputs und Feedback etc. bin ich auch telefonisch erreichbar unter +43 (0)66499809540

13 Kommentare zu „Kann Walter Rosenkranz Bundespräsident?

  1. wieso ernennt die fpoe einen Burschenschafter? da sind doch selbst diejenigen abgeschreckt, die mangels Alternativen einen Kandidaten anderer Parteien wählen würden (obwohl der Präsident natürlich „neutral“ sein sollte)

    ist das Absicht? Taktik?

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    1. Gute Frage! Auf jeden Fall kann man so noch besser gegen den Kandidaten der FPÖ mobilisieren als 2016. Auch da funktionierte es sehr gut von wegen rrrrrächts. Jetzt checken aber auch viele nicht, dass Rosenkranz natürlich zum System gehört und unterstellen gleich alles mögliche, wenn man bloss z.B. auf seine Presseaussendungen Bezug nimmt

      Es ist alles eine Farce; gerade hat Mikl-Leitner Bello ihre Unterstützung versichert.

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    1. irgendeinen muss es schon geben … 100proz der männlichen fpoeler = Bursche ist nicht sehr realistisch

      der, den ich aus meiner Kindheit kenne, ist meines Wissens keiner (ein fpoeler aus dem Gemeinderat von dort wo ich herkomme) – der kandidiert aber natürlich nicht

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      1. Man kommt auch immer nebenbei auf interessante Zusammenhänge. Ich las eine Biografie von Linus Torvalds, weil ich zeitweise gerne Linux nutzte. Sie wurde zusammen mit einem amerikanischen Journalisten verfasst, der auch u.a. mit Torvalds‘ Familie sprach. Seine Eltern Nils und Anna waren Mitglieder der finnischen KP, sie gehören der schwedischen Minderheit in Finnland an; Nils lebte zum Teil in Moskau:

        https://en.wikipedia.org/wiki/Linus_Torvalds

        Nils war Journalist, trat 2006 der Partei der schwedischen Minderheit bei, kandidierte 2009 bei der EU-Wahl und hatte zu wenig Stimmen für ein Mandat. Er rückte dann ins EP nach, als Carl Haglund Verteidigungsminister wurde. 2014 hatte er bei der nächsten EU-Wahl genug Stimmen und war 2017 Kandidat der Schwedischen Partei bei der Präsidentenwahl. Er war dabei der erste finnische Politiker, der für einen Beitritt zur NATO eintrat:

        https://en.wikipedia.org/wiki/Nils_Torvalds

        In der Biografie seines Sohnes werden die Eltern als überzeugte Kommunisten beschrieben; Linus las zuerst die Bücher nicht, die ihm sein Vater gab, später schon. Er hatte aber Freunde, die Open Source ideologisch verstanden. Linus übersiedelte in die USA und war im Silicon Valley tätig; Linux wurde die Grundlage u.a. für Android-Anwendungen und fast alle Server weltweit laufen mit Linux:

        https://en.wikipedia.org/wiki/Linux

        Was Torvalds selbst sagte (das Buch ist um 2000 erschienen), zeigt doch die Prägung durch seine Eltern. Man beachte, dass es Social Media in dieser Form (auch dass jeder von unterwegs via Phone mitmischt) vielleicht ohne Linux nicht gäbe….

        Ich habe die Entwicklung von Internetnutzung und immer breiterer Nutzung von Computern mitgekriegt, weil ich immer davon profitierte; der Beginn war mit einem recht einfachen Programm auf einem IBM-Rechner; Probleme musste ich immer selbst lösen, d.h. ins Betriebssystem gehen.

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  2. Wen soll man eigentlich wählen ? Es gibt Wahlbetrug und Van der Bellen soll laut Umfragen schon im ersten Wahlgang gewinnen, aber ob Nicht wählen eine Option ist ?
    Ich verstehe aber, wenn niemand Alternativer eine Wahlempfehlung abgibt, weil das eine private Entscheidung ist, die man vielleicht erst im letzten Moment trifft, bin aber etwas ratlos…

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  3. Wir leben in einer Scheindemokoratie. Das lässt sich schon daran erkennen, dass bei Aufstellung eines BP-Kandidaten zuerst nach Finanziers gesucht wird. Wer Geld hat schafft an?
    Wenn ein BP gewünscht wird, der mehr das Volk vertritt und weniger die Elite, sollten gerade bei dieser Wahl wohl andere Rahmenbedinungen herrschen.
    Ich wünsche eine Entkapitalisierung und Entelitarisierung des Bundespräsidenten.

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  4. In Anlehnung an die berechtigte Frage von Mucki

    Von Parteien wird in der Öffentlichkeit der Kader wahrgenommen und der rekrutiert sich aus Burschenschaften. Das hat auch in Österreich noch selten einen Journalisten gestört, eher die deutschnationale Orientierung dieser ‚Vereine‘ selbst,

    Die Burschenschafter tragen die Organisation bis in die Ortsgruppen hinein. Auf der anderen Seite gibt es so viele Burschenschafter gar nicht. Nicht jeder im Rahmen einer Burschenschaft Teilnehmende ist weder dort ein aktives Mitglied noch in der FPÖ selbst. Loyalität zeigt sich über Jahre.

    Haider versuchte das aufzubrechen, aber am Ende scheiterte das Konzept an der kurzen Verweildauer von bspw. Selbstständigen oder Unternehmern, die nicht über Jahre hinweg mit Bezug auf Parteiarbeit so einen langen Atem haben und den braucht es, will einer an der Spitze der FPÖ überleben. Dort pfeift ein anderer Wind.

    Die Wahlorganisation resp. -bewegung läuft davon halbwegs losgelöst.

    Die FPÖ ist nicht die Kavallerie. D.h. während einer am Little Big Horn versucht seine Haut gegen die Truppen der Eliten zu verteidigen, reiten die möglw. unten durchs Tal und knallen ein paar von denen eine auf die Mütze. Das ist nicht dasselbe wie, ‚Konstantin wirf mir geschwind deinen Tomahawk rüber, mein Bowie Messer ist schon stumpf‘.

    Gut, mittlerweile sind Politiker schon so erstarrt, dass wir die Strategie wechselten und sich nicht mehr in Richtung Marterpfahl zerren können/müssen, sondern ihn einfach dahinter aufstellen und die Leute wissen, wohin sie die Äxte werfen.

    Politiker vertreten mittlerweile, eigentlich wie bspw. in den U.S. schon immer, Investoren und so gelagerte Gruppen. Es gibt keine roten oder schwarzen Betriebe mehr, sondern Investoren. Deren Vertreter wandern in Managements von Betrieben in Konzernen resp. konzernalen Strukturen, sprich jenen die noch nicht als solche wahrgenommen werden wollen, ins Management oberhalb der Betriebe (Revolving Doors am Ende).

    Konzerne waren auch deswegen früher verstaatlicht, da sie nicht allein eine Unternehemensgruppe repräsentieren.

    Eine solche kann und darf eine Konzernbilanz legen, da ein Konzern sich frei definieren kann, sondern genauso aus Parteien, Staaten, Vereinen, NGOs, Think Tanks, mittelständischen Betrieben (nicht zwingend Unternehmen in Reinform, denn dort wäre der Unternehmer (Betriebsleiter plus Investor) isoliert,

    Industrielle Güterbereitstellungslinien resp. deren Mengenfunktion ist so angelegt, dass sie nach ca. 70 Jahren zusammenbricht und der Betrieb an sich verschwindet, da in einer industriellen Linie die Substitution der Rohstoffe bis zum Phase-Out verzögert wird. Anders ist es nicht möglich die Mengenfunktion zu Beginn exponentiell anmutend hochzufahren, dafür sind diese Linien nach ca. spätestens 25 Jahren noch schwach 50 mit dem Flachgehen (sehr geringer Mengenzuwachs im Gegenzug zu einer konstant bezüglich der Outputmenge wachsenden Linie) beschäftigt und werden anfällig bezüglich eines verfrühten Phase-Outs, da schneller ein Zustand erreicht wird, bei denen Mengen rückläufig werden. Investoren, genauer gesagt, die dem Geldschöpfenden näheren, steuern die Reproduktion der Linien. Der Trend nahm mit den 1990ern voll Fahrt auf und Politiker sind heute deren Manager im Rahmen der Gesellschaft und Beamte exekutieren deren Anweisungen.

    In einer klassischen Linie wird die Reproduktion und die Substitution der Rohstoffe laufend Vorgenommen, aber nur für einen neu entstandenen Teil der Güterbereitstellung.

    Das sieht man auch bei den sog. Coronamaßnahmen und den . Das Motto lautet zwar ‚Stand with Ukraine‘, aber gemeint ist, aus der Perspektive machen die Sanktionen auch Sinn, ‚Stand with Urkaine Investors‘, denn die Interessen der Kunden decken sich allein z.T. und zunehmend immer weniger, mit deren.

    Allein die sog. Linksliberalen haben bis heute noch nichts geschnallt und eine Brodning, sie sei als ein Vertreter genannt, noch nicht einmal, wem sie mithilft den Markt zu machen. Am Ende wird sie genauso wie alle anderen Mitläufer ausgespuckt in der dunklen Ecke kauern und sich fragen, ‚War es das wert und warum liege ich da‘.

    Nach Windows Vista hat Microsoft ca. 10 Jahre Zeit sich neu zu erfinden. IBM hatte nach dem scheitern deren Business Modells noch gut 20 Jahre Zeit.

    Die Grünen haben sich vor langer Zeit reproduziert und die Ökos gegen, so manche Skizze käme wohl einer Beiledigung gleich, ausgetauscht, die glauben die Reproduktion der österreichischen und deutschen Wirtschaft bewerkstelligen zu können, wie einst jene der eigenen Partei. Viel Spaß dabei, inbesondere den Menschen im Land.

    Deren Alter, sprich über 70 Jahre, geschuldet, müssen sich Parten ca. alle 10 Jahre reproduzieren.

    So begab es sich anno Domini 2022, dass zwei politische Quängelbälge, eine davon den Bademeister vom Tröpferlbad in Wien, gehüllt in einen Rosa Badeanzug, gebend, sich anschicken den Rücken der einst krank darniederliegenden Löwin zu erklimmen und gegen die aufziehende Armee der vermuteten Frau Rosenkranz in Gestalt der weißen Hexe gerade halt noch nicht zu spät in die Schlacht um die nächste Besetzung des Nationalrats ins Feld zu ziehen. Bei genauerer Betrachtung sind nun alle ganz verwirrt und der in der Hofburg weilende dem Merlin gleich Anmutende, seinen wei(s|ß)en Bart Streifende, denkt sich wohl, ‚Na! Dann lasst uns einmal schauen, wie die Schlacht um mein Amit sich ausnehmen wird‘. Er wird wohl kaum durch die Lande ziehen und sich im Rahmen von ‚Not my fight‘ einen Querschläger aus der Zukunft einfangen wollen. Das kann ihm am Ende nicht vorwerfen und auch, dass er offensichtlich seinen Zauberstab beim Einzug ins Amt wohl verlegte. Gut das dann doch schon eher,

    Wer braucht in Online Zeiten noch einen Offline Präsidenten? Wohl kaum einer. Was helfen die vielen Handeshakes beim Verbindungsaufbau, wenn die Kommunikation hernach doch nicht klappt und eigentlich nur Störsignale in Form von gelebter Politik basierend auf industriell im Sinne des Güterbereitstellers in anbieterseitiger Mannier gefertigte Gesetzte und deren Exektution auf die Menschen im Land herinprasseln.

    Die haben allen Grund sich zur Wehr zu setzten. Am Schlachtfeld gilt, ‚Wer sich bewusst oder unbewusst zum Büttel der Gegenparteien macht, darauf kann und wird nicht Rücksicht genommen‘. Mit der Keule zur Vorsicht auf die Mütze und schon liegt er/sie in der Pfütze. Vorsicht ist besser als Nachsicht, das wäre eine andere Formulierung für denselben Sachverhalt.

    Die Legende von Narnia wird in der Legende zu Austria über die nächsten mind. 3 bis 4 Jahre wohl neu geschrieben.

    Schauen wir einmal, was die Eulen berichten.

    Egal. Schaut aus wie Little Big Horn, eine Schlacht gibt es auch, nimmt sich duck-getyped aus wie Little Big Horn.

    Der Politmarkt gehört aufgemischt. Wohlan denn. Nichts könnte den fruchtbaren Boden für die laufenden Reproduktion von allem und jedem besser legen, als das ewige Beben des Bodens und der ewige Rauch der just genauso lange andauerneden Schlachten um alles und jedes.

    So war der sog. IT Markt seit dem Home Computing schon immer und die aktuellen Entwicklungen setzen eher auf der Zeit davor auf.

    Was funktioniert? Einfach den Markt überlaufen und alles im eigenen Sinne zu gestalten, allein im eigenen Sinne den eigenen Interessen folgend einen Markt dem eigenen Vorteil gereichend durch Konsum gestalten zu wollen schlägt fehl, denn die Güter werden einem sowieso allein frei nach dem Motto, ‚Friss Hund oder stirb‘ hingeworfen. Alle anderen, bspw. traditionelle Luxusgüter haben die sog. Eliten schon für sich konserviert, denke einer an Uhren usw, sprich Assets inkl. der Güterbereitsteller.

    Diese Seite der sog. Digitalisierung wird gerne verschwiegen. Die Anwendungsentwicklung am PC und die damit einhergehende Abkehr von Arbeit in Richtung Beschäftigungen der 1990er, die war einmalig und wird von ambitionierten Kreisen über Wasser gehalten.

    Die FPÖ, nun zurück zum Thema, hat wieder einmal bewiesen, dass sie eine Reproduktion ganz sachlich und ohne viel Aufsehen und die pol. Arbeit störend hinbekommt. Das mutet dem Österreicher an sich vertrauter an.

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    1. Ein wirklich sehr guter Kommentar mit Hintergrund. Mehr denn je, bestimmen die Investoren das Geschehen. So lehnt beispielsweise Putin den Great Reset im Rahmen einer unipolaren Ordnung ab, während sich Investoren wie Sberbank aktiv daran beteiligen. Die Steuerung im jeweiligen Spannungsfeld,wobei unsere Regierung leider gar kein Spannungsfeld mehr hat.

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      1. Sberbank gehört zu Putin! Wie man mit verteilten Rollen vorgeht, zeige ich immer wieder anhand dessen, was passiert. Hört endlich auf, Hoffnungen in Putin zu setzen!

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  5. Egal was Putin oder Sberbank macht, es folgt nun die nächste Agenda des Great Resets aus den USA und das ist die Enteignung durch die Energiekrise inklusive Hunger- und Kältetod wahrscheinlich auch in Österreich. Ob Epidemiegesetzt, Klimanotstandsgesetz oder Kriegsgesetz nun werden wohl alle Hebeln angezogen. Morgen soll mal das Klimanotstandsgesetz in den USA kommen.

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    1. Welche USA sind da gemeint? Selbst die CIA hat Probleme durch die LGBT-Agenda von wegen Erpressbarkeit durch fremde Geheimdienste. Wer nicht ständig Propaganda wiederkäut, sondern sich umfassend informiert, muss doch erkennen, dass die USA destabilisiert werden. Weil ich recherchiere, weiss ich, dass sowohl Biden und Co. als auch Trump und Co. Verbindungen zu Russland und China haben. Die destabilisierte USA wird nicht Europa destabilisieren. Es ist natürlich klar, dass man Handel miteinander treibt.

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  6. Wie das meiste an der Agenda der Globalisten, die wir allesamt nicht gewählt haben, wurde auch dies seit Jahren vorbereitet. Die Rockefeller Foundation ist ein starker Unterstützer des WEF (sonst gäbe es das WEF nicht). Die Stiftung schreibt seit 2020 über „Re-setting the plate“. Und das ist damit gemeint. Vollständige Kontrolle der Nahrungsmittelversorgung durch die großen multinationalen Agrarunternehmen. Der Frontmann Bill Gates ist jetzt der größte Besitzer von Ackerland in Amerika und kauft schnell immer mehr auf. Er hat in Babymilch investiert, und es gibt einen Mangel an Babymilch, er hat in Ackerland investiert, und es gibt einen Mangel an Lebensmitteln, er hat in Impfstoffe investiert und es gibt Pandemien und weitere Pandemien werden folgen. Erkennen Sie hier ein Muster? Und Anhänger dieses Musters sind unsere Regierung mit VDB und deren willfährigen Helfer von Rot und Rosa. Wer also dieses System der „Versklavung“ der Bürger ablehnt, hat nur eine Wahl und die heißt „Präsidenten- Tausch“ sofort.

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