Warum wir uns im hybriden Krieg befinden

Zu Recht wird jetzt über hybride Kriegsführung diskutiert, doch viele landen dann doch wieder bei an konventionellem Krieg angelehnten Vorstellungen. Die eine Seite sind dann z.B. Mainstreammedien, die andere besteht aus Alternativmedien; dabei wird völlig ausser Acht gelassen, dass es um Zersetzung geht. Dies bedeutet, dass wir umgeben sind von zumindest indirekt gesteuerten Prozessen, die viele verstehen wollen, die dann jedoch sofort wieder in konformes Verhalten verfallen und nicht merken, dass sie getriggert werden. Man kann nur bei Offensichtlichem ansetzen, das bei eigenen Erfahrungen andocken sollte, und sich dann zu besser Getarntem vorarbeiten. Medien berichten oft in einer Art und Weise, die wahre Absichten verschleiern soll. Das Beispiel unten scheint auf den ersten Blick die Empörung der USA über rätselhafte Erkrankungen an der Botschaft in Wien zu teilen. Doch Exxpress wurde von Eva Schütz gegründet, einst Vizekabinettschefin im Finanzministerium, deren Gatte Alexander der Vermieter des Putin-nahen Oligarchen Dmytro Firtash ist, mit der chinesischen HNA Group kooperierte, Verbindungen zu Wirecard hatte und als ÖVP-Großspender gilt, der im Ibiza-U-Ausschuss nicht aussagen wollte.

Exxpress postet auf Twitter und auf Facebook, wobei auf FB mehr diskutiert wird und man dort sieht, dass sich einige über Verdächtigungen gegen Russland empören und meinen, die Amerikaner denken sich wieder etwas aus. Der ausführliche Wikipedia-Eintrag zum Havana Snydrome zeigt jedoch, dass man es auch als hybride Kriegsführung einordnen kann, denn Betroffene werden dadurch in Angst versetzt und andere befürchten, die Nächsten zu sein. Man hört einen durchdringenden Ton entweder ganz kurz oder bis zu 30 Minuten, es kann auch mit Vibrationen oder Druck verbunden sein, und leidet danach unter Gedächtnisverlust, Hörverlust, medizinisch feststellbarem Gehirntrauma. Experten streiten darüber, ob es sich um Mikrowellen als Auslöser handelt oder um mass psychogenic illness, die man auch als „mass hysteria“ oder „epidemic hysteria“ bezeichnen kann. Wenn MPI untersucht wird, kann man oft feststellen, dass sie sich von oben nach unten verbreitet, also von älteren Personen mit höherem Status ausgeht (kommt uns das in Corona-Zeiten nicht bekannt vor?). Der Wikipedia-Eintrag zu MPI, die durch Massenmedien begünstigt wird, verweist auch auf „herd mentality“ (wer denkt da nicht an „herd immunity“?) und „folie a deux“ (die Übertragung illusionärer Vorstellungen auf eine andere Person).

Exxpress.at und das Havanna-Syndrom

Was das Havanna-Syndrom angeht, wurden auch nicht-psychogene Folgen festgestellt und man konnte beobachten, dass Diplomaten entweder unterwegs im Auto oder zuhause davon befallen wurden. Die CIA lokalisierte dann aufgrund von Mobilfunkdaten ihre russischen Kontrahenten in der Nähe der Vorfälle; natürlich sind auch CIA-Agenten vom Havanna-Syndrom betroffen. Erst im Mai dieses Jahres gab es einen CIA-Bericht, der den russischen Militärgeheimdienst GRU damit in Verbindung bringt, den wir auch im Schlepptau des Oligarchen Oleg Deripaska finden. Dies erklärt auch, warum Wien ein heißes Pflaster ist, das für Diplomaten inklusive CIA nicht zu attraktiv sein soll. Deripaskas Geschäftspartner Siegfried Wolf ist ein Förderer von Bundeskanzler Sebastian Kurz, aber auch die Opposition ist mit Deripaska und Co. verbunden, da Österreich der Brückenkopf Wladimir Putins in Europa wurde. Scheinbar geraten „Russland-freundliche“ Politiker ins Visier siehe FPÖ und Ibizagate, doch in Wahrheit stoppen Medien und U-Ausschüsse immer an einer unsichtbaren Grenze. Vermeintliche Aufdecker wollen und dürfen tatsächliche verdeckte russische Einflussnahme nicht untersuchen, die auch darin deutlich wird, dass mithilfe der SPÖ Putins Berater Walentin Jumaschew plus Familie eingebürgert wurde, wobei auch Deripaska eine Rolle spielte, da er mit Jumaschews Tochter Polina aus erster Ehe verheiratet war. Familie steht auch für Jelzin-Tochter Tatjana, deren erster Ehemann Leonid Dyachenko bis 2019 bei Urals Energy beschäftigt war.

Russisches Interview mit Willy Wimmer

Da ich Willy Wimmer kenne, der zur Zeit von Bundeskanzler Helmut Kohl parlamentarischer Staatssekretär im deutschen Verteidigungsminister war, muss ich bei diesem Video an ein Interview mit Yuri Bezmenov zur Subversion der westlichen Presse denken, der Beispiele dafür bringt, wie die Sowjetunion ihr Wohlgesonnene als „nützliche Idioten“ vorführte. Was abläuft, kann man kaum deutlicher machen als im Gespräch mit Willy Wimmer, der jedoch einen beliebten Trigger erwähnt. Ironischer Weise sind viele Menschen, die einen „Schuldkult“ wegen der Judenverfolgung ablehnen, gerne bereit, sich für den Überfall Hitlers auf die Sowjetunion verantwortlich zu fühlen und Putin zu glorifizieren. Wimmer wird im Video auch auf das 2019 erschienene Buch „Und immer wieder Versailles…“ angesprochen, das auf Amazon gelobt wird, aber auch Kritik wegen zu platter Erklärungsmuster hervorruft, als ob nicht mehrere Staaten an Dynamiken mitwirkten, die zu Kriegen führen. Es passt jedoch ins Bild, weil angloamerikanische Bestrebungen betont werden, zwischen Russland und Deutschland zu spalten. Zum hybriden Krieg gehört auch, dass in der Machart der Reichsbürger der Staat mittlerweile von vielen delegitimiert wird inklusive der Behauptung, Deutschland brauche „einen Friedensvertrag“. Viele hoffen auf ein „Danach“ auch bezogen auf Corona (das Erzeugen von Panik ist auch Kriegsführung) in einem neuen System, das sie sich nicht konkret vorstellen wollen.

Michael Saßmann

Wenn das Havanna-Syndrom untersucht wird, braucht man einen Rahmen, an dem man festmachen kann, ob es sich „natürlich“ erklären lässt oder auf Handlungen eines Gegners basiert. Dies ist für den Geheimdienstapparat der USA kein zu grosser Aufwand, gilt aber auch für alle, die jetzt „erwachen“ bzw. andere bei einem Prozess der Bewusstwerdung unterstützen wollen (deshalb gehe ich immer von Politik und Medien aus, denn beides ist mein Terrain). Dazu gehört Michael Saßmann, der mit einem Team „weltweit visionär anders denken“ will und Videos wie das oben eingebundene produziert. Beim Einordnen von Unwettern und Überschwemmungen muss man bisherige Ereignisse, aber auch Flussbegradigung und Flächenversiegelung berücksichtigen. Es ist kühn, hier wie Saßmann Polsprünge alle 25.000 Jahre anzuführen, wenn der Untergang von Doggerland zwischen dem europäischen Festland und Grossbritannien erst vor 8000 Jahren erfolgte. Während der Anstieg des Meeresspiegels durch Abschmelzen der Polkappen Doggerland allmählich versinken liess, blieben die bewohnten Doggerhills als Insel übrig, die wahrscheinlich an einem Tag untergingen, als eine Rutschung an der Storegga-Kante im Nordatlantik einen Tsunami auslöste. Dies kann man auch „Fridays for Future“ entgegenhalten, einer im hybriden Krieg eingesetzten Gruppe, die jetzt einmal mehr gegen Klimawandel demonstriert. Es muss jedoch ein entlarvender Konter sein, sonst befördert man das, was man bremsen will.

Lokalaugenschein....

Während Saßmann auch bei Hochwasser-Hilfe alles in seine These presst, sieht man durchaus auch Bundeswehr und Bundesheer im Einsatz, sodass nicht die Rede davon sein kann, dass die Bevölkerung generell im Stich gelassen wird. Verlässt man sich auf ihn, meint man gar Wien in den Fluten versunken zu sehen, wo die Berufsfeuerwehr wie in Jahren zuvor viele Einsätze hatte. Unterführungen standen unter Wasser, auch eine U-Bahn-Station, und das Einlaufwehr der Neuen Donau wurde geöffnet, um die Donau zu entlasten. Diese wiederum erreichte ihren Höchststand beim Hochwasser des Jahres 1501, als es einige Tage ununterbrochen regnete, was auch charakteristisch war beim Hochwasser im August 2002. Von Wettermanipulation, was heute eine beliebte Vermutung ist, war 1501 natürlich noch keine Rede; 2002 und 2013 war in Wien sowohl an der Neuen Donau als auch an der Donau (siehe Alberner Hafen) das Wasser höher als heute gestanden. Rund um Donald Trump, seine Präsidentschaft und seine Wiederkandidatur wurde via QAnon ein Mythos gesponnen, der Parallelen zur bolschewistischen Operation Trust aufweist, die in den 1920er Jahren als Honigfalle für Monarchisten gedacht war. Manche glauben immer noch, dass Trump zurückkehrt und bewerten nicht neu, was sie früher dachten, sondern driften immer weiter ab. Dabei beziehen sie sich dauernd aufeinander und empfehlen die gleichen Quellen, um eine vermeintlich vertrauenswürdige Altervative zum Mainstream zu schaffen.

Video von Druschba FM

Dazu gehören Videos mit Catherine Thurner, die ich bloss stellvertretend für andere nenne; aktuell behauptet sie, dass es erst im 19. Jahrhundert Menschen gab, denen man leere Städte errichtete. Sie bezieht sich auf Videos von Chnopfloch, der die eines anderen User übersetzte und auch von Erika Schuh erwähnt wird. Wir sind mit Chnopfloch auch bei der flachen Erde, doch interessant sind hartnäckige Hinweise von Usern in den Kommentaren zum Video auf die langen Belichtungszeiten zu Beginn der Fotografie. Deshalb verschwinden sich rasch bewegende Objekte, und eine einsam wartende Kutsche in der scheinbar leeren Stadt ist teils verschwommen, weil sich das Pferd ein wenig bewegt hat (außerdem hat man auch damals schon retuschiert). Faszinierend ist aber, dass es in Rom im 18. Jahrhundert noch viele Gebäude aus der Antike gab und die Einwohnerzahl relativ gering war; Giovanni Batista Piranesi verewigte diese Bauten in zahllosen Stichen. Dies hätte gar nicht sein können, geht es nach Thurner und Co., die noch 2020 den Sieg von Trump, Putin und Xi Jinping über den Tiefen Staat unmittelbar bevorstehend wähnten; und auch heute ist es fast schon soweit. Bei Druschba FM siehe Video erinnern Dirk Pohlmann von Free21.org und Leo Ensel an Michail Gorbatschow und Boris Jelzin, was uns wieder einige Hinweise bietet. Zunächst muss erwähnt werden, dass Walentin Jumaschew Jelzins Präsidentschaftskanzlei leitete und daran mitwirkte, dass FSB-Chef Wladimir Putin Jelzin nachfolgte.

Das Bundesheer und das Hochwasser

Nicht nur Pohlmann und Ensel sind voll des Lobes für Gorbatschows Abrüstungsbemühungen in den 1980er Jahren, als sich eine starke Friedensbewegung gegen Atomwaffen wandte. Doch es war ohnehin klar, dass niemand einen Nuklearkrieg gewinnen kann, während der hybride Krieg per Zersetzung voranschritt, wie Bezmenov damals warnte. Es spricht viel dafür, dass die Berliner Mauer genau deswegen fallen durfte, auch wenn man den Westen im Glauben liess, es habe nur mit Protesten zu tun gehabt. Bei Gorbatschow irritiert auch, dass er dann den Global Brain Trust gründete, der den Weg schon vorzeichnete, den wir jetzt beschreiten. Was den Ausverkauf Russlands mit Jelzin betrifft, kamen in den letzten Jahren der Amtszeit alle Äußerungen Jelzins de facto von Jumaschew und Putin sorgte dafür, dass Jelzin Gelder für seine Familie in die Schweiz transferieren konnte. Das FSB fertigte nämlich ein Kompromat an, um den russischen Generalstaatsanwalt Yuri Skuratow zu erpressen, der dies verfolgen wollte (was uns puncto Ibizagate zu denken geben sollte). Im Russland der Jelzin-Jahre war auch der Fonds Hermitage Capital aktiv, an dem sich der uns als Geschäftspartner von Rene Benko, Tal Silberstein und Alfred Gusenbauer bekannte Beny Steinmetz beteiligte, aber auch Bill Browder und Edmond Safra siehe dieses Buch.

Kurz 2019 in St. Petersburg

Gerne wird behauptet, Putin kämpfe ja gegen Oligarchen, die die sich aber in der Realität nicht mit dem Kreml anlegen. Es ist kein Zufall, dass sowohl die Ex-Kanzler Wolfgang Schüssel (jetzt Lukoil-Aufsichtsrat) und Christian Kern (jetzt Aufsichtsrat der russischen Staatsbahnen RZD) das Valdai-Wirtschaftsforum in St. Petersburg besuchten, dem heuer Sebastian Kurz zugeschaltet war. Im Mai 2019 gab es eine Veranstaltung des Valdai Club in Wien unmittelbar nach Ibizagate; man meinte dann auch, es sei ein Fehler von Kurz gewesen, die Koalition mit der FPÖ anzukündigen. Im hybriden Krieg kann jemand auch nur zum Schein eine gewisse Position einnehmen, was die Orientierung erschwert und es so verführerisch macht, sich Gruppen anzuschliessen, auch wenn sie eben noch von „reptiloider Genetik“ sprachen und auf Gene Decode verweisen und wir heute allesamt „Bio-Roboter“ sein sollen. Im Grunde ist es das Gleiche, wenn die SPÖ-Frauen „transinklusiven Feminismus“ propagieren, weil beides unsere Persönlichkeitsgrenzen auflösen soll.

Michael Saßmann

Beliebt und tröstlich ist die Vorstellung, dass uns ein für die „gute Seite“ tätiges Militär retten möge. Dies ist aber ebenso absurd wie die Annahme von Dirk Pohlmann und Leo Ensel, dass die Grünen wirklich „antirussisch“ sind. Es geht bloss um die Kontrolle über Narrative, deshalb wird eine Synthese über These und Antithese geschaffen. Wenn Menschen im ehrlichen Bemühen um mehr Wissen im Kaninchenbau feststecken und nicht mehr herausfinden, passt dies auch gut ins Konzept, denn dann kommen sie nicht dahinter, was gespielt wird. Wäre „das Militär“ richtig gepolt wie Michael Saßmann und andere hoffen, dann würde es nicht bei Corona mitmachen. Manche behaupten dann, jemand von Bundesheer oder Bundeswehr habe von Widerstand etc. gesprochen, doch leider tritt nie einer offen auf. Es ist genauso Bullshit (besonders wenn man weiss, wie es bei der Armee zugeht) wie die Vermutung, amerikanische und sogar russische Truppen seien längst hierzulande präsent. Sehr gerne wird alles, was falsch zu laufen scheint, mit dem Begriff Sting Operation wegerklärt. Wie wenn es darum ginge, Drogendealer auf frischer Tat zu ertappen oder einen V-Mann in ein Syndikat einzuschleusen, lassen also sagenumwobene „Gute“ im Hintergrund Kontraproduktives am laufenden Band geschehen. Dass „sting“ mit „Stachel“ übersetzt wird, sagt schon alles, denn mit einem Stich erreicht man keine Umwandlung abhängiger Regierungen in souveräne Akteure. Die Geschichte der deutschen Regierung hat mit Angela Merkel und der DDR zu tun, in Österreich geht es auch um alte KGB-Netzwerke. Man kann aber schlicht von Erfahrungen ausgehen, die jeder macht: wir alle wissen, dass z.B. das Hochwasser 2013 noch nicht in dem Maße Social Media-Ereignis war. Man indoktriniert uns seit März 2020 damit, dass der Staat bis in die letzte Pore für uns und unsere Sicherheit sorgt; umso grösser ist das Entsetzen angesichts von Flut und Schlamm. Beide Faktoren beeinflussen nicht nur die Wahrnehmung des Hochwassers und seiner Folgen, sondern von allem, mit dem wir konfrontiert sind.

PS: Weil ich mich seit Jahren mit solchen Hintergründen befasse, wird mir sehr zugesetzt. Ich freue mich daher über eure Unterstützung und den Austausch mit euch und bin unter 066499809540 erreichbar. Weil „Zusetzen“ auch bedeutet, mich zu treffen, bedanke ich mich auch für eure finanzielle Unterstützung unter Alexandra Bader, Erste Bank, AT 592011100032875894 BIC GIBAATWWXXX vielen Dank!

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