Wird das rote „Projekt Ballhausplatz“ scheitern?

Via „Kronen Zeitung“ wurde vor ein paar Tagen lanciert, dass es eine Art „Projekt Ballhausplatz“ der SPÖ gäbe. Es ist ein Plan, wie Pamela Rendi-Wagner gemeinsam mit Leonore Gewessler von den Grünen und Beate Meinl-Reisinger von den NEOS Kanzler Karl Nehammer und Vizekanzler Werner Kogler ablösen soll. Zugleich erfahren wir, dass die Staatsanwaltschaft Wien gegen Peter Pilz ermittelt und die Korruptionsstaatsanwaltschaft gegen ehemalige SPÖ-Politiker. Auf den ersten Blick hat beides nichts mit dem geplanten Durchmarsch zu einer Ampel nach deutschem Vorbild zu tun. Tatsächlich aber findet man stets die gleichen Netzwerke; es sei denn, man will unbedingt naiv sein und an unabhängige Justiz glauben. Es ist hier jedoch vor allem deswegen relevant, weil uns weisgemacht werden soll, dass dieses Frauen-Trio unabhängig und im Interesse Österreichs handle. Wir werden aber sehen, dass es Kräften im Hintergrund dient, die uns schon mal etwas ganz Neues verkauften, nämlich den jüngsten Kanzler ever mit Sebastian Kurz. Wenn die „Krone“ stolz meldet, dass sie von SPÖ-Kommunikationschef Stefan Hirsch in den roten Plan eingeweiht wurde, sind wir auch schon bei dem, was die Justiz bei Ermittlungen bislang übersehen hatte. Hirsch war an Bord, als Ex-Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil Airbus für russische Interessen attackierte; auch Pilz mischte mit und um viel Steuergeld wurden ehemalige Ukraine-Lobbying-Partner Alfred Gusenbauers (Skadden und FTI Consulting) und Anwälte wie Johannes Zink angeheuert.

Zugleich gab es 2017 wieder einen Eurofighter-U-Ausschuss, dessen Drehbuch vorsah, Ex-Minister Norbert Darabos den Schwarzen Peter für den von Gusenbauer gewollten Eurofighter-Vergleich zuzuschieben. Zink ist mit Gregor Adamovic von der Korruptionsstaatsanwaltschaft befreundet und wurde von dieser ebenfalls engagiert; ausserdem vertrat er Pilz, Ex-Kanzler Christian Kern und das Land Burgenland und gehört dem Aufsichtsrat der Kulturbetriebe Burgenland an. Dorthin wurde Darabos 2019 abgeschoben, dessen Beseitigung zwischen Doskozil und Pilz 2016 paktiert wurde. Nun gibt es in der Affäre um Umfragen von Meinungsforscherin Sabine Beinschab auch eine SPÖ-Komponente, nachdem bisher eher die ÖVP im Focus war. Die WKStA ermittelt gegen Josef Ostermayer, Norbert Darabos, Laura Rudas und Paul Pöchhacker. Nicht nur Ostermayer, sondern auch Darabos wird von Zink vertreten, der stets gegen Darabos‘ Interessen agierte siehe dieser offene Brief, auf den er nie reagierte.

Ein ungeheuer toller Plan…

Es gibt zu allen vier Genossen einiges zu sagen, das erklärt, warum „drei Frauen an die Macht!“ etwas von einer dritten Verfilmung der „Frauen von Stepford“ an sich hat. Josef Ostermayer galt nicht nur als rechte Hand von Ex-Kanzler Werner Faymann, er stand bis Dezember 2021 an der Spitze der Sozialbau AG. Diese hatte nicht als einziger gemeinnütziger Bauträger Gelder bei der im Juli 2020 von der Finanzmarktaufsicht gesperrten Commerzialbank Mattersburg veranlangt, aber mit über 70 Millionen Euro besonders viel. Bei der WKStA ist Wolfgang Handler für die CBM-Ermittlungen zuständig, dessen Ruf seit dem Tierschützerprozess nicht der beste ist. Die CBM wurde von Treuhand Partner Austria geprüft, was auch für ihren Fast-Alleineigentümer, eine Kreditgenossenschaft gilt (hier im Auftrag des Landes Burgenland, was bis Dezember 2017 über Landesrat Helmut Bieler lief und danach über Doskozil). Aufgrund einer anonymen Anzeige 2015 tat die Staatsanwaltschaft Eisenstadt ein bisschen so, als würde sie ermitteln; es gab „natürlich“ keinen Anfangsverdacht, aber immerhin sperrte die FMA zwei TPA-Prüfer auf fünf Jahre. Dies entspricht einem gesetzlichen Ausschluss von TPA bei der Prüfung der Bank (wo jeder Revisor nach wenigen Minuten Lunte riechen hätte müssen), doch es änderte sich weder bei der Bank noch beim Land etwas an den Praktiken. TPA ist eng mit Rene Benko, dessen rechte Hand Gusenbauer ist und der Signa Holding verbunden; man prüfte auch Wirecard CEE in Graz. Gegen Doskozil, der sich mit der WKStA bequemer Weise gleich den Anwalt teilt, wurde klarerweise nie ernsthaft ermittelt.

„Spritzen-Päm“ als Kanzlerin?

Paul Pöchhacker war bis zur Silberstein-Affäre (Wahlkampf 2017 auch mit Rendi) ein unbekannter Mitarbeiter der SPÖ-Zentrale in der Löwelstrasse; mittlerweile wird er von Doskozil im Burgenland beschäftigt. Tal Silberstein gehört zu den Geschäftspartnern Gusenbauers, wurde in Rumänien in Abwesenheit in einem Verfahren wegen organisierter Kriminalität zu fünf Jahren Haft zusammen mit Beny Steinmetz verurteilt und war 1999 erstmals an einer Wahlkampagne beteiligt. Es handelte sich um jene von Ehud Barak in Israel, der von Martin Schlaff mit 500.000 Dollar unterstützt wurde. Barak war der erste Kommandant der später Kidon genannten Killereinheit des Mossad; auch Silberstein wird dem Geheimdienst zugerechnet. Schlaff half Putin zu dessen Zeit in Dresden bei Embargo-Deals und dem Errichten von Tarnfirmen; all das hier dargestellte involviert mehrere Geheimdienste. Laura Rudas war zeitweise zugleich mit Darabos SPÖ-Bundesgeschäftsführer:in und hat jetzt denselben Arbeitgeber wie Sebastian Kurz. Dieser wiederum ist nun Geschäftspartner von Alexander Schütz, der mit Markus Braun von Wirecard, mit Rene Benko und anderen befreundet ist und wie Siegfried Wolf ein Vermieter des Oligarchen Dmytro Firtash ist, dessen Auslieferung die USA verlangen. Im Juni 2020 floh Jan Marsalek von Wirecard mit Unterstützung von Martin Weiss und Egisto Ott (beide BVT) in einer Maschine nach Moskau, die Firtash von Raiffeisen geleast hatte. Marsalek befindet sich in der Obhut des FSB; der erwähnte Jet brachte im März 2021 Kurz von einem Besuch in Israel zurück nach Wien.

Meinl-Reisinger kürzlich bei Fellner

Wenn Meinl-Reisinger geradezu hysterisch die totale Aufopferung aller für den Kampf gegen Putin fordert (wie wir ja auch alles im Fight gegen C geben müssen), übersieht sie geflissentlich, dass die NEOS von Hans Peter Haselsteiner gesponsert werden, der mit Geschäften mit Wladimir Putin, Oleg Deripaska und Viktor Vekselberg so richtig reich wurde (was auch für Raiffeisen gilt). Um den oben genannten Egisto Ott geht es auch bei den Ermittlungen gegen Pilz, denn ihm wird vorgeworfen, dass er über seine Verbindung zu Ott (dem Pilz immer wieder in „Zackzack“ die Mauer macht) die Unwahrheit im ÖVP-Korruptions-UA sagte. Er kennt ihn seit 2009, heisst es in einer anonymen Anzeige, nicht erst seit 2019 (als Zink übrigens der WKStA für Doskozil und Pilz gefälschtes Eurofighter-Beweismaterial servierte). Auch die „Washington Post“ befasst sich ausgiebig mit Ott, wobei sie jedoch Stephanie Krisper von den NEOS als scheinbare Putin-Gegnerin zitiert; Ott wird russischem Einfluss zugerechnet. Es dreht sich bei ihm und bei Pilz auch darum, dass Dokumente oftmals seltsamer Weise ihren Weg von den Sicherheitsbehörden in die Öffentlichkeitsarbeit finden und für politische Agitation eingesetzt werden. An russische Geheimdienste muss man nicht nur bei Wirecard, Ott und Co. denken, sondern auch beim Verteidigungsministerium; britische Diplomaten bezeichnen es schlicht als eine Art Dependance der GRU. Damit sind wir wieder bei Darabos, der da nicht mitspielen wollte, aber überwacht, abgeschottet, unter Druck gesetzt wurde (wird); als Aufpasser für ihn fungierte auch Stefan Hirsch sowohl im BMLV als auch in der Löwelstrasse. Dort folgte Darabos – der ins Burgenland zu wechseln hatte – 2015 Gemeinderat Gerhard Schmid als Bundesgeschäftsführer nach, den wir unten zum Thema Krieg in der Ukraine sehen; Schmid erhielt von Doskozil einmal 114.000 Euro für ein Konzept für das BMLV. Hirsch war übrigens beim Lobbyisten Peter Hochegger tätig, der bei der Privatisierung der Bundeswohnungen und bei den Telekom-Ostgeschäften mit Martin Schlaff mitmischte (dazu hier mehr).

Die SPÖ und der Ukraine-Krieg

Bei Schmid bei der SPÖ Wien-Hietzing diskutierten unter anderem Katharina Mader von der Arbeiterkammer, die in einem Gespräch mit Schmid den herbeigeführten Zusammenbruch super findet, und der jetzt pensionierte Streitkräftekommandant Franz Reißner. Moderiert hat Margaretha Kopeinig, die beim „Kurier“ war, eine beschönigende Doskozil-Biografie schrieb, für die sie auch Pilz befragte und dann von Doskozil engagiert wurde. Reißner war einmal Vorsitzender der Sozialdemokratischen Offiziere im BSA und deckte auch da den Umgang mit Darabos und führte illegale und daher rechtsungültige „Weisungen“ des früheren Kabinettschefs im BMLV Stefan Kammerhofer aus. Immer wieder schliesst sich der Kreis, denn die Kanzlei des Gusenbauer-Verbündeten Gabriel Lansky entbehrte 2017 eine Mitarbeiterin, um das SPÖ-Team im Eurofighter-UA zu koordinieren. Bei Lansky ist auch Heinz Mayer tätig, der sofort ein Gutachten zu den Ermittlungen gegen Pilz erstellte, um diesen zu entlasten. Lansky vertritt u.a. Russland und Kasachstan und hatte lange einen lukrativen Rahmenvertrag mit den ÖBB (dort ist Kammerhofer jetzt Abteilungsleiter ohne Arbeit). Er ist an der Express Interfracht beteiligt gewesen, einer KPÖ-Firma, die in der Rail Cargo aufging; als Kern ÖBB-Chef war, kam er mit Wirecard ins Geschäft. Mit Kerns ehemaliger Partnerin Eveline Steinberger ist Laura Rudas‘ Partner Markus Wagner übrigens im Innovation Club Network aktiv.

Tanner zu Blackout und Co.

Vermeintliche Kompetenz von Politikerinnen wird auch suggeriert über die ÖVP, zum Beispiel über Verteidigungsministerin Klaudia Tanner. Sie will jetzt unter anderem Raketenabwehrsysteme für das Bundesheer und lobt die Eurofighter; wo sie Airbus doch noch immer nicht kennengelernt hat! DER „Falter“ widmet dem Bundesheer eine Titelgeschichte, die Finanzbedarf und Versäumnisse offenbart, aber Tanner gut dastehen lässt. Das BMLV sei ihr „Wunschressort“ gewesen und man bezeichnet sie als „vielleicht wichtigste Verteidigungsministerin Europas“ (was sie Putin und Kurz zu verdanken hätte). „Das Comeback“, wie das rote „Projekt Ballhausplatz“ heisst, setzt dabei an, dass wir gelernt hätten, die ÖVP mit Korruption zu assoziieren, was dann die SPÖ als Alternative auch für ÖVP-Anhänger erscheinen lässt. Wenn derlei mit Frauen transportiert wird, sehen sie sich leicht als mutige Kämpferinnen, wo sie in Wahrheit nur eine von einflussreichen Kräften unterstützte Agenda vertreten, aber glauben, etwas durchzusetzen. Das wird deutlich, wenn Rendi-Wagner die C-Agenda noch stärker vorantreiben wollte als die Regierung und diese auch gegen Misstrauensanträge in Schutz nahm. Leonore Gewessler soll wahrscheinlich Werner Kogler nachfolgen und scheint Österreichs Energieversorgung an die Wand zu fahren. Auch dies ist etwas komplexer, denn man muss das Netzwerk der Gazprom kennen. Rendi, Meinl und Gewessler stellen gepushte Narrative nicht in Frage, sondern folgen ihnen umso mehr. Deshalb werden sie niemals ein kritisches Wort über C, forcierte Migration oder fatale Folgen von Sanktionen verlieren. Jüngst wurde wieder gelobt, dass Rendi „fünf Altkanzler“ bei einer Grundsatzrede im März lauschten; dies symbolisiert aber auch, dass Frauen ganz sicher nicht aussuchen, wer formal an der Spitze der SPÖ steht.

Rendi ehrt Gusenbauer (2021 von Facebook)

Und doch will man uns einreden, dass die SPÖ „gegen die Teuerung“ sei und eine weisse Weste habe. Immer wieder falle ja ÖVP-Korruption auf; wann ziehen die Grünen die Reißleine und kündigen die Koalition auf? Dabei waren die Weichen mit Beteiligung dieser SPÖ (und von Grünen und NEOS) mit dem ersten Lockdown in Richtung einer Abwärtsspirale gestellt. Alles sind Sanktionen gegen uns selbst, die wem nützen? – diese Frage müssen Frauen gerade dann stellen, wenn Männer wie Kurz und Kogler in diese Falle tappten. Mit anderen Worten haben wir es mit asymmetrischem oder hybridem Krieg zu tun, den das Bundesheer als erstes erkennen müsste (Konjunktiv). Was Korruption betrifft, muss man sich das Zusammenspiel von WKStA, Doskozil, Zink, Pilz und Florian Klenk vom „Falter“ ansehen. Ausserdem sollte die Staatsanwaltschaft Wien, wenn sie gegen Pilz ermittelt, das Gesamtbild inklusive der Manipulation des Eurofighter-UA betrachten. Während die traditionellen Stepford-Frauen Haushaltsroboter sind, sollen Rendi, Gewessler und Meinl die „starke Frau“ in der Öffentlichkeit“ mimen. Diese weicht ganz sicher keinen Millimeter vom Drehbuch ab, wo ein Mann vielleicht da und dort zögert oder merkt, dass er falsch abgebogen ist bzw. bei Druck im Spiel signalisiert, wie unwohl ihm ist.

Diese Recherchen erfordern sehr viel Aufwand und sind in dieser Form einzigartig. Es ist immer notwendig, alles neu zu bewerten und weitere Puzzleteile zu einem sehr komplexen Bild hinzuzufügen. Davon profitiert jeder, der mit einzelnen Bereichen in Berührung gekommen ist oder der sich fragt, wie etwas einzuordnen ist. Als Grundlage für weitere Recherche, für parlamentarische Untersuchungen, für Ermittlungen der Justiz eignet es sich auch sehr gut. Es kommt oft darauf an, durch Zufall an eine mögliche Verbindung überhaupt mal zu denken, um sie und einiges mehr zu finden.

Jeder finanzielle Beitrag dazu ist herzlich willkommen:
Alexandra Bader, Erste Bank, AT 592011100032875894 BIC GIBAATWWXXX

Vielen Dank!

Für Inputs und Feedback etc. bin ich auch telefonisch erreichbar unter +43 (0)66499809540

13 Kommentare zu „Wird das rote „Projekt Ballhausplatz“ scheitern?

  1. sull ma dou lochn oder wanan? nur – bei der Lage derzeit würden die drei Parteien bei einer Wahl wohl die Mehrheit kriegen

    was geht in solchen Frauen vor? sie wollen auch was werden, egal wie? angeblich alles aus eigener Kraft geschafft haben? die gehirngewaschene Masse glaubt das vermutlich – dabei wurden sie nur was, weil sie „durften“

    wenn sie ehrlich zu sich wären, würden sie die Diskrepanz bemerken, da müssten bei den dreien jeden Tag die Zähne knischen und die Gesichtszüge verkrampfen ob der ständigen kognitiven Dissonanz

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    1. Es ist leider eine reale Gefahr, auch wenn es so offensichtlich absurd ist. Ich kann mir diese Frauen (wenn sie nicht unter Druck gesetzt werden, aber den Eindruck machen sie eben nicht) nur so vorstellen, dass sie alles perfekt hinkriegen wollen. Das kam mal bei Tanner durch mit dem „mich gegen Männer durchsetzen“, was man (frau) aber eben nicht von Inhalten trennen kann. Es ist nicht egal, ob sie sich bei Traktoren „durchsetzt“ oder bei C-Agenda beim Heer. Wobei in Strukturen immer dazukommt, dass die meisten sich durchwursteln und Fehler nicht benennen, sondern sich wegducken. Inkompetenz von Politikern wird ausgenutzt, indem man sich scheinbar unentbehrlich macht. Es fragt sich aber immer, wie jemand in ein politisches Amt gelangte und auch, ob der diesem schon gewachsen wäre, aber daran gehindert wird, es richtig auszuüben.

      Bei Rendi darf man nicht vergessen, dass sie so tut, als hätten Silberstein-Affäre und Eurofighter-UA nichts mit ihr zu tun. Sie war Ministerin und gehörte SPÖ-Gremien an. Auch Meinl war damals Politikerin und machte 2015 Wahlkampf mit Silberstein. Und Gewessler kandidierte 2019 für die Grünen, womit sie auch mit Pilz verbundene, von Kogler immer gedeckte Korruption deckte.

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      1. gegen alles möglichst „perfekt“ machen – eben so weit es geht, in dem Sinn, dass man sich anstrengt und alles in seiner Macht stehende tut, wäre ja nichts einzuwenden

        aber wenn es dann so kommt, wie du es beschreibst, ist was schiefgegangen

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    2. Noch etwas: Ich wollte Thomas Drozda auch erwähnen, denn zuerst wurde Rendis Mann Kabinettschef von Drozda, als dieser im Mai 2016 mit Kern in die Regierung kam. Doch die Webseite des Firmen ABC funktionierte nicht, die ich wegen Drozda bei der ARWAG gebraucht hätte. Jetzt geht sie wieder:

      https://www.firmenabc.at/arwag-holding-aktiengesellschaft_DoN

      Er ist nicht nur dort Aufsichtsrat, sondern auch beim Kabelwerk:

      https://www.firmenabc.at/kabelwerk-bautraeger-gmbh_bI

      An der ARWAG ist u.a. die Wien Holding beteiligt. Und der Fonds für temporäres Wohnen in Wien:

      https://www.firmenabc.at/fonds-fuer-temporaeres-wohnen-in-wien_PBkZ

      Mit Renate Brauner – die es lustig fand, dass ich meine Wohnung (in einem BUWOG-Haus neben einem ARWAG-Haus) wegen korrupter Genossen verlor.

      Mit Drozda wollte ich mal über die Abgründe in seiner Partei reden, er war gar nicht unsympathisch; ich sollte mich an seine Referentin wenden (ups – die war vorher für den Gusenbauer-Mann Josef Cap tätig!); er sagte nichts dazu, dass er mich auf Twitter blockierte (wurde das von jemandem so verfügt?) und es gab nie ein Gespräch (eh klar).

      Diese Episode fand im Wahlkampffinale 2019 statt, er war damals Bundesgeschäftsführer und Abgeordneter; nach der Wahl legte er seine Funktion zurück:

      https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Drozda

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    3. Es gibt viele fast idente Aussendungen von Christian Deutsch (der mich schon lange auf Twitter blockiert):

      https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20220712_OTS0115/teuerung-spoe-deutsch-untaetigkeit-der-regierung-schadet-land-und-bevoelkerung-enorm-neuwahl-einziger-ausweg

      Es soll der SPÖ nützen, was sie mit herbeiführte. Wie du richtig bemerkst, werden das viele nicht checken. Bis vor kurzem war die SPÖ noch gegen Misstrauensanträge gegen die Regierung. Jetzt plötzlich sind Neuwahlanträge wichtig, die ja bloss eine Steigerung des Misstrauensantrags sind…

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      1. die SPÖ hatte ja den „Vorteil“ der Opposition, da kann sie sich gerieren, als wären alle anderen schuld und sie würden die Rettung bringen….

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  2. Bei diesen Aussichten auf eine potentielle zukünftige Regierung wird mir schlecht.
    Da kommen wir vom Regen in die Traufe.
    Danke für die Recherche!

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    1. Zuerst wird jetzt alles kaputtgemacht und dann wieder aufgebaut – Pressekonferenz heute mit Vertretern von EU-Kommission und -Parlament und Michael Ludwig.

      Zuvor wurde vor einer Straßenbahn posiert, die für diesen „Aufbauplan“ werben soll…. (Fotos siehe mein Twitter-Account)

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  3. bei der Firma eines gewissen lustigen Herrn, der als Bundespräsident kandidieren möchte und dessen Name mir gerade entfallen ist, ist als erforderliche Qualifikation (!) bei einer Bewerbung der vollständige Stichnachweis zu bringen … was für ein tolles zukünftiges Staatsoberhaupt….

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  4. Politiker vertreten Investoreninteressen und das taten sie schon immer. Müßig zu erwähnen, dass die Generation Web besonders konservativen Investorenkreisen auf den Leim ging und deren exponierteste Vertreter in der Politik, wurden im Artikel angesprochen. Egal wer gegen welche Bevölkerung Krieg führt, Politiker der 4 besagten Parteien auf jeden Fall.

    Auch wenn die Abfolge ähnlich erscheint
    a) das/die Bohème macht sich breit oder wird verbreitet
    b) hernach Mischen sich Kreative darunter
    c) hernach Mischen sich ‚kreative‘ Denker unters Volk
    d) usw…

    Das alte Spiel vom Alten Geld über die letzten ca. 200 Jahre, daran ist einmal wenig neu.

    Die Vermischung der Punkte zu beginn nahm sich über die Jahrzehnte immer ein wenig anders aus. Bohèm heißt am Ende, umgeben von Tristesse in karger Umgebung einsam durch ein Fenster in die Welt zu schauen. Diese Basis verbindet sich mit kommun(itar)istischen Strömungen.

    Passt ganz gut in die 1920/30er in Europa, die 1950/60er in den U.S. und die 1990er am Internet im Übergang zum Web und darüber hinaus. Als in den U.S. klar wurde, dass der Zinssatz am langen Ende nicht mehr raufkommt, hat sich das Alte Geld, welches noch immer nach Anschluss suchte, die Idee geboren über das Internet die sog. Old Economy mithilfe von IT und Netz in Zukunft ständig im Phase-Out haltend laufend zu reproduzieren resp. deren längst überfällige Linien.

    Egal ob Weimarer Republik, Blumenkinder, Beats & Co oder die neuen Bewegungen voll durchgeknallter grün Ideologisierter, alles fußt zumeist im Bohèmen im Ausgangspunkt. Coronamaßnahmen stellen diesbezüglich keine Ausnahme dar. Jetzt beginnt/begann, wovon schon lange geträumt wurde.

    Das kommunitaristische Ambiente der 1960er Bewegungen hat sich über Berkeley gehalten und das Web ist durchzogen von deren Ideen. Die Buntheit geht eher darauf zurück, dass schnell auffiel, dass sich die Bohème im Umfeld der Vereinzelten vor dem PC Weilenden breit macht und dann wurde das Web bunter gestaltet.

    Die IT großen IT Schuppen sind die Instrumente (auch) des Alten Geld, resp. deren Investoren. Die Verbindung zwischen Politik und Wirtschaft läuft über Investoren. Das war eine Neuerung in den U.S., deswegen fällt insbesondere bei den Neocons diese Verbindung so augenscheinlich nicht auf. Die passen aber ganz gut in das Umfeld von zentralisierten ‚Behörden‘ und damit Verbindung stehend das Business Modell, die Verbindung zwischen Staat resp. der politischen Kontrolle und den als eigenständige Betriebe ausgegliederten Abteilung, damit falls im Umfeld bspw. des mil. ind. Complex eine Bude Amok läuft oder Mitarbeiter darin, sofort der Stecker gezogen werden kann. In dem Modus soll in Zukunft gesteuert über IT und Cloud die gesamte Old-Economy, die Linien werden älter und krisenanfälliger und landen somit im Phase-Out (rückläufige Gütermengen) die Betriebe am laufenden Band, praktisch immer kurz vor deren jähen Ende, gehalten werden und das Übergabemodell dazu wäre ‚der Wartungsvertrag für alles und jedes auf ewig‘. Was im ‚Great Reset‘ skizziert wurde, das wurde alles schon zuvor erdacht, in den 1990ern ausprobiert und soll jetzt implementiert werden.

    Nichts davon hat jemals funktioniert 😉

    Nach dem Ende des Kalten Kriegs wurden Wege gesucht Menschen auf anderen Wegen in die Güterbereitstellung einzubinden, aber nicht während ihrer Arbeitszeit. Das scheiterte in den 1990ern, denn die Leute waren vom Konsum kombiniert mit Industrielinien eben sehr angetan. Übrig bleiben als bekannte Vertreter, (Public)Beta-Test bspw., Open-Source, Free-Software usw….

    Hat zwar nie funktioniert und der erste Versuch genannt E-Commerce Hype scheiterte, genauso wie digitale also Smart-Contracts am Marktplatz, digitale Währungen im Anschluss, Smart, IoT, Cloud/App seien allein als pfiffige Marketingbegriffe zu diesen Themen genannt. Die Reproduktion der Finanzindustrie startete in den 1990ern und der Java Hype skizziert diese Ära, sprich den Ausstieg aus dem Kreditgeschäft und nach 2008 wurden auch allein nur mehr die Web- und hernach App-Frontends für die Kunden gebastelt.

    Nach den 1950er Jahren, spätestens Ende der 1860er war alles da, die heute angewandten und verfeinerten Konzepte auch schon, was fehlte war die Rechenzeit. Dann bekamen die großen IT Schuppen Troubles, da das angewandte klassische Industriemodell kollabierte, sprich ihre Linien zur Reproduktion anstehenden, bspw. die UNIX Shops und IBM.

    Am Host war zuvor angedacht, bis die Rechenzeit zur Verfügung stand, Applikationen zu schreiben. Sicher ist, dass die Verbindung Applikation plus PC vom Mittelstand übernommen wurde, ob Home-Computing isoliert betrachtet werden kann oder in einen der beiden Kontexte passt, kann ich nicht belegen.

    Es handelt sich dabei aber nicht um eine logische Entwicklung, sondern Großrechnersysteme bis hin zur Cloud sind eine eigene Welt, welche im Hintergrund fortentwickelt wurde und hie und da meldete sich der Schachcomputer im Duell gegen Großmeister zu Wort.

    Wie sagte einst mein Prof. auf der Uni zu mir, er kam vom Team rund um Zemanek und erzählte gerne Geschichten, ‚Wenn klar ist, wie hoch die Rechenleistung auf Basis von Silizium tatsächlich ist und unsere (IBM) Vorhersagen stimmen, dann werden die großen Investorenschuppen angreifen‘. Es dauerte keine Nanosekunde länger.

    Er formulierte auch gekonnt, ‚Wenn die Heilsprediger der Methodenlehre, apokalyptischen Reitern gleich über die Lande ziehen, dann sind die alten Paradigmen auf welchen die Welten fußen schon längst durch.. Zu dem Zeitpunkt mache dich vom Acker, denn in dieser IT Welt willst du nicht mehr sein wollen‘. Ja und auch das dauerte keine Nanosekunde länger.

    Ich sage es euch, ‚Schnappt eure Boards, lasst uns an den Strand hopsen, in der tosenden Gischt auf ihre Wellen aufspringen und hart hinter deren Kämmen reitend, zuvor besagte Sintflut vor uns her treiben. Ansonsten überrollt sie uns am Ende uns noch selbst‘.

    Die Welt für welche auch die im Artikel besagten Girls aus dem Dreimäderlhaus stehen, die ist schon längstens Geschichte. Zeit sich eine neue eigene ohne die alten Saftsäcke und deren vergänglichen Flieder zu schaffen. Diese Höllenfeuer der Apokalypse will und braucht keiner zu löschen. Denn die Kohle die dabei bleibt, soll deren sein. Braucht sich keiner mehr damit die Hände schmutzig zu machen.

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