Corona: Wohin geht die Reise?

Wahrscheinlich haben sich jetzt viele daran erinnert, wie es vor einem Jahr war, als Begriffe wie Lockdown gerade erst eingeführt waren. Es gab auch die ersten wahrnehmbaren Proteste und bei einigen die Hoffnung, dass Einschränkungen Schnee von gestern sein werden, wenn Donald Trump Präsident der USA bleibt. Angesichts nahezu gleichgeschalteter Presse wollten einige Menschen Alternativen anbieten, was jedoch nicht immer seriös erfolgte, vielleicht auch, weil Erfahrungen notwendig sind und der Aufwand oft unterschätzt wird. Nun werden niedrige Inzidenzen gemeldet, die uns bei der Corona-Stange halten sollen; zugleich wird versucht, Warnungen etwa von Sucharit Bhakdi vor „der Impfung“ zu ignorieren. Einige „Erwachte“ driften immer weiter weg und behaupten, dass Geimpfte erstens für alle anderen gefährlich sind und sie zweitens diese Inkarnation beenden müssen oder nicht beim Aufstieg der Menschheit in eine andere Dimension dabei sind. Beliebt ist auch, Politiker als die grössten Versager aller Zeiten zu betrachten, zugleich aber China und Russland samt deren Staatschefs zu bewundern. Dabei trug nicht nur Corona-Panikmache Merkmale hybrider Kriegsführung, zu der auch gehört, die politische Elite eines anderen Staates zu kompromittieren und zu kapern. Warum wollen manche Menschen sich Regierungen unbedingt überlegen fühlen, nicht in Form sachlicher Kritik, sondern voll Häme und oft mit der Bemerkung, dass die eh nix zu sagen hätten? Zum einen werden wir – in Deutschland noch ärger als in Österreich – dauernd mit Corona-Massnahmen gequält; wenn da jemand im Hintergrund „aufgeräumt“ hätte, wie einige annehmen, könnte man uns das ja ersparen.

Zum anderen sprechen aus der Vorstellung, was „man“ anstelle der Regierenden mit Leichtigkeit tun würde, auch Neid und Ahnungslosigkeit; allerdings ist die Versuchung zugegeben gross, „denen“ eine reinzuwürgen. Wer die ungeschminkte Wahrheit herausfinden und artikulieren will, sitzt rasch zwischen zwei Stühlen, denn die Lösung heisst weder „Kurz muss weg“ noch „Demokratie muss weg“. Auf jeden Fall muss Sebastian Kurz nicht weg für Pamela Rendi-Wagner, und bei Korruption in seinem Lager sind wir via Netzwerke sofort auch bei anderen Parteien. Zugleich werden wir entlang zahlreicher Linien gespalten, damit wir uns unserer Macht und Mehrheit nicht bewusst werden. Was schon bei Refugees Welcome funktionierte, setzte sich dann im Bundespräsidentenwahlkampf fort und trennt seit über einem Jahr Menschen, die einander für Covidioten halten. Doch es muss Orientierungspunkte geben, über die Konsens besteht – zum Beispiel, dass eine gewisse Bandbreite an Positionen in Medien vorkommt, dass überhaupt recherchiert und nicht gezielt desinformiert wird. Deshalb binde ich hier ein Interview mit Wolfgang Wodarg ein, der davon spricht, dass er früher Tropenreisende mit vom Staat zum Selbstkostenpreis am Paul Ehrlich-Institut hergestellten Mixturen impfte.

Wolfgang Wodarg

Als Wodarg, der früher für die SPD im Bundestag sass, das seltsame Geschehen des letzten Jahres einordnen wollte, las er das Buch „Die Schock-Strategie“ von Naomi Klein und alles ergab Sinn. Damit meint er nicht, dass wir uns mit der These anfreunden sollten, wonach „das Virus“ von China als Waffe gegen den Westen im Labor gezüchtet worden sei. Aber wir sollten uns fragen, warum unser Leben auf den Kopf gestellt werden musste, während alles in China seinen gewohnten Gang (mit hohem Wirtschaftswachstum) geht und auch in Russland alles normal ist (siehe Bericht von Boris Reitschuster). Im Grunde wird jeder von uns zum Reporter, wenn er die Strasse betritt, denn unweigerlich reflektiert er, wie sehr sich die meisten an „die Pandemie“ gewöhnt haben und versucht einzuschätzen, ob Gastronomie mit Test oder Impfung und Registrierung angenommen wird. Dieses Herstellen einer anderen Realität, für die auch ein ganzes Vokabular geschaffen wurde, ist nicht mit normalem Regierungshandeln erklärbar.

Kurz über China

Der Vlogger von „Neue Normalität“ geht zwar in die Falle, nur bei Kurz und der ÖVP dunkle Seiten anzunehmen, doch er zeigt hier eine demaskierende Aufnahme des Kanzlers. Er spricht nämlich über Geopolitik, und als er China erwähnt, grinst er fast und es klingt bewundernd. Wie nicht nur er mit kommunistischen Netzwerken verbunden ist, erläutere ich hier; es betrifft aber auch frühere Regierungen. Jeder sollte einmal alle Veränderungen der letzten Monate Revue passieren lassen und wissen, dass bei einer echten Pandemie das Verhalten aller Akteure ganz anders wäre und nicht derart widersprüchlich ist. Eigentlich hätte das Bundesheer zum Schluss kommen müssen, dass wir die Existenz des eigenen Landes gefährden, das ja das Militär schützen soll, wenn wir beim Corona-Hype mitmachen. Freilich wurde die Landesverteidigung nicht erst mit Türkisgrün und Klaudia Tanner als erster Verteidigungsministerin gekapert, sodass dort fremden Herren gehorcht wird. Wenn viele Menschen von allem absorbiert werden, was ihnen täglich neu und doch weitgehend gleich unter dem Label „Corona“ serviert wird, bleibt ihnen doch das darüber hinaus Denken nicht erspart. Damit ist aber nicht das gemeint, was medial gespielt wird als „Ibizagate ist ein Kurz-Gate“, denn es geht um ein viel größeres Puzzle.

Sucharit Bhakdi im Podcast

Auch in Deutschland wissen die Leute längst, welche Chats in der ÖVP über Postenvergabe entscheiden, aber deswegen, weil die Justiz ermittelt und durchsickern lässt und es den Ibiza-U-Ausschuss gibt. Natürlich zerbricht sich kein Leser den Kopf darüber, was alles nicht berichtet wird und wessen Chats wir nicht kennen; auch Corona als Korruption hat uns nicht zu interessieren. Manche lassen sich im Ernst einreden, dass Abhängigkeiten und Druck in der Politik etwas mit Pädokriminalität zu tun haben, ja dass „Trump und die White Hats“ mit „dem Militär“ tausende Kinder aus unterirdischen Tunnels befreit hätten (hier ein jüngstes Beispiel dafür). In den letzten Monaten wurde der Amerikaner William Toel in Deutschland herumgereicht, weil er zu bestätigen scheint, dass Politiker irrelevant sind und dass es „Rettung“ gibt. Dabei verstehen gerade viele Deutsche, warum Vergleiche mit der DDR durchaus angebracht sind; dies gilt auch für uns. Natürlich wirft man im ORF gerade jetzt mit allen verfügbaren Verschwörungsklischees um sich, da ja Corona-Widerstand diskreditiert und gebrochen werden muss. Freilich ist es mit der beteuerten Orientierung ausschliesslich an Fakten nicht erst bei Corona schnell wieder vorbei, denn man vertuscht hier auch andere Skandale mit.

Andrea Kdolsky bei Fellner

Ex-Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky muss sich fragen lassen, warum sie Wolfgang Fellners oe24 ständig zur Verfügung steht. Doch sie veranschaulicht, wie viele drauf sind, von denen man vielleicht erwartet, dass sie Corona rasch durchschauen. Andererseits wusste sie wohl nicht, was hinter den Kulissen ablief, als Alfred Gusenbauer Kanzler war und sie seiner Regierung angehörte. Kdolsky betont aber die Ministerverantwortung, aktuell bezogen auf Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein, dem Kurz (ohne Richtlinienkompetenz) gerne dreinredet. Das ist um Hausecken realistischer als sich „eigentlich gültiges Seerecht“ anstelle von Verfassungen, aus Tunnels befreite Kinder und einen am Ende doch siegenden Trump vorzustellen. Der ORF streifte in seiner Verschwörungs-Doku QAnon nur kurz, ohne zu erwähnen, dass es an die bolschewistische Operation Trust der 1920er Jahre erinnerte. Damals wurde eine falsche „Monarchistische Union von Zentralrussland“ gegründet, um falsche Hoffnungen zu wecken, Verwirrung zu stiften und Regimegegner in die Falle zu locken; wie Q (und Corona?) verselbstständigte sich auch die Operation Trust. Immer wieder ist auch von Hellsichtigkeit die Rede, die etwa bei William Toel oder Traugott Ickeroth (siehe hier eingebundenes Video) für sich beanspruchen – freilich müsste dies den Standards standhalten, die Wissenschaft und Geheimdienste für Remote Viewing setzten.

PS: Weil ich mich seit Jahren mit solchen Hintergründen befasse, wird mir sehr zugesetzt. Ich freue mich daher über eure Unterstützung und den Austausch mit euch und bin unter 066499809540 erreichbar. Weil „Zusetzen“ auch bedeutet, mich ökonomisch zu treffen, bedanke ich mich auch für eure finanzielle Unterstützung unter Alexandra Bader, Erste Bank, AT 592011100032875894 BIC GIBAATWWXXX vielen Dank!

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