Kann man(n) Recherchen einer Frau vertrauen?

Zu Recht wird der Sexismus von „Österreich“-Herausgeber Wolfgang Fellner nicht mehr hingenommen. Eine Verhandlung vor dem Arbeits- und Sozialgericht Wien, welche die ehemalige Mitarbeiterin Raphaela Scharf angestrengt hat, verlief dementsprechend turbulent. Doch Fellner befindet sich nicht allein auf der alte weisse Männer-Flur und erfüllt eine Rolle beim Schaffen von Narrativen, wie nicht zuletzt bei hemmungsloser Corona-Propaganda sichtbar wird. Natürlich beginnt Sexismus nicht erst bei anzüglichen Bemerkungen und unerwünschten Berührungen, denn viele Journalisten meinen immer noch, dass sie die Richtung zu bestimmen und Frauen hinterzurennen haben. Dabei ist unser politisches Geschehen (und damit auch das Berichtenswerte) vielschichtig und international und braucht vielfältige Zugänge. Dies wird gerade wieder einmal unter Beweis gestellt, wenn aus den USA gemeldet wird, dass eine Hausdurchsuchung bei Donald Trumps Anwalt Rudy Giuliani stattgefunden hat.

Wir erinnern uns daran, dass die Demokraten Präsidenten 2020 des Amtes entheben wollten und diesem der in Wien lebende Oligarch Dmytro Firtash Schützenhilfe anbot, dessen Auslieferung die US-Justiz fordert. Trumps ehemaliger Wahlkampf-Manager Paul Manafort wiederum lobbyierte mit Ex-Kanzler Alfred Gusenbauer für den Putin-treuen ukrainischen Präsidenten Wiktor Janukowitsch und ist wie dieser mit dem Oligarchen Oleg Deripaska verbunden. Darin involvierte Firmen wurden dann von Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil engagiert, um sich an dessen Krieg gegen Airbus zu beteiligen. Näheres dazu findet man(n) in meinem Blog, während „Aufdecker“ wie Florian Klenk vom „Falter“ Doskozil zum „Uhudla-Chavez“ stilisieren. Weil ich Eurofighter, Commerzialbank und die Methoden recherchierte, mit denen er Landeshauptmann wurde, finde ich „Oligarchenknecht“ passend. Doch nicht nur Doskozil, auch Klenk hat Verbindung zu Deripaska, denn beim „Falter“ ist der Porsche-Clan an Bord. Bei Porsche ist Siegfried Wolf im Aufsichtsrat, der Geschäftspartner Deripaskas ist und mit Magna eine Rolle bei den Eurofightern spielte.

Klenk und Doskozil

Klenk und Co. empören sich gerade über Parlamentspräsident Wolfgang Sobotka, der die Wahrheitspflicht in U-Ausschüssen abschaffen will. Sie übersehen dabei, dass Doskozil basierend auf Falschaussagen im Eurofighter-U-Ausschuss unter anderem Gusenbauers Landeshauptmann anstelle von Norbert Darabos wurde. Darabos wurde nicht nur da – mit Hilfe des Freundes von Klenk und Fellner, Peter Pilz – auf übelste Weise behandelt, sondern bereits Jahre zuvor, weil sich Gusenbauer mit dem Bereich Oligarchen, Organisierte Kriminalität und Geheimdienste eingelassen hat, was für „Falter“ und Co. ebenso uninteressant ist wie für die Justiz. Wenn die Herren Journalisten meinen Recherchen nachgehen, werden sie ein Bild zeichnen, das nicht nur die SPÖ auf den Kopf stellt, sondern die gesamte Politik. Denn was passierte, hat seine Ursache in über die Jahre aufgebauten Netzwerken russischer Einflussnahme, die in der Aufregung über den Umgang der OMV mit NGOs ein wenig berührt werden. Natürlich ist es löblich, wenn der „Falter“ die berichtende Plattform „Dossier“ schützen will. Doch die OMV gehört wie die ÖBAG zu einem Geflecht an Personen und Interessen, das eng verwoben ist und eine Ahnung vom Agieren russischer Geheimdienste vermittelt. Dies müsste Verfassungsschutz und Abwehramt auf den Plan rufen, doch dort scheint man zu übersehen, was vor der eigenen Nase vor sich geht. Wie man(n) zum Beispiel beim Mossad weiss, sind Frauen eher multitasking-fähig und weniger auf ihr Ego bedacht als Männer, also im Grunde besser geeignet als diese.

Ist es nur „Krone“ gegen Fellner?

Geschichten mit Fantasien über Doskozil gegen SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner sind wohl eine Angelegenheit des Egos, da bewiesen werden soll, dass man(n) richtig liegt und mitbestimmt, wohin die Reise geht. Im Interesse des Landes ist aber, ein komplexes Puzzle zusammenzusetzen, in dem es keine Parteipräferenzen gibt, sondern Verbindungen dargestellt und nicht verschwiegen werden. Wenn z.B. Klenk jetzt OMV-Chef Rainer Seele und ÖBAG-Alleinvorstand Thomas Schmid kritisiert, so hat dies Berechtigung, es fehlt jedoch der Kontext. Eigentlich wollte Bundeskanzler Sebastian Kurz gar nicht Schmid an der Spitze der ÖBAG, sondern Siegfried Wolf, der im August 2016 schon eine Spendenralley für Kurz begann, als Reinhold Mitterlehner noch ÖVP-Chef war. Und Fellner ist nicht so weit von Klenk entfernt, wenn man bedenkt, dass beide mit Peter Pilz befreundet sind. Dieser spielte etwa bei den Eurofighter-Lügen eine wichtige Rolle, sodass weder Klenk noch Fellner selbst recherchierten. Für alle drei Hawerer gibt es auch keine Commerzialbank-Affäre, die ja wiederum Doskozil belastet, wenn man sich die Fakten ansieht. Kann aber mann sich Fakten ansehen, wenn eine Frau sie zusammengestellt hat? Wenn eine Frau wirklich attackiert, schikaniert, existentiell vernichtet wird, während sich Männer schon als Helden sehen, weil sie Ibizagate mit herbeiführten? Auffällig ist, dass zwar das Verhalten von Männern in Frage gestellt wird, jedoch nicht ihre „Leistung“, also ob sie informieren oder desinformieren. Wenn es also um mehr geht als darum, die FPÖ aus der Regierung zu entfernen, sondern sich ungeheure Abgründe auftun? Und eine Frau ein recht umfassendes Bild dieser Abgründe zeichnen kann und es alles radikal verändert, wenn andere dieses Bild bekannt machen?

PS: Weil ich mich seit Jahren mit solchen Hintergründen befasse, wird mir sehr zugesetzt. Ich freue mich daher über eure Unterstützung und den Austausch mit euch und bin unter 066499809540 erreichbar. Weil „Zusetzen“ auch bedeutet, mich ökonomisch zu treffen, bedanke ich mich auch für eure finanzielle Unterstützung unter Alexandra Bader, Erste Bank, AT 592011100032875894 BIC GIBAATWWXXX vielen Dank!

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