Mit Theresa May in den Krieg

Das britische Unterhaus kritisierte am 16. April Theresa Mays Entscheidung, sich an „Militärschlag“ der USA und Frankreichs gegen Syrien zu beteiligen. Doch dabei ging es fast ausschliesslich darum. dass sie nicht vorher das Parlament gefragt hat, da so gut wie alle Abegordneten davon ausgehen, dass Anschuldigungen an Bashar Al-Assad den Tatsachen entsprechen. Wenn sich May aber auf „intelligence“ beruft, geht es in Wahrheit um die zwielichtige Rolle nicht nur des britischen Geheimdienstes. Dass das MI 6 einiges zu erklären hat, wird zugleich an drei Punkten deutlich, die zusammenhängen: im Fall Skripal, bei Behauptungen über Syrien und wenn es um das Dossier über US-Präsident Trump für die Clinton-Kampagne geht. Wie in einer Parallelwelt stellen zur selben Zeit immer mehr Personen ein zunehmend vollständiges Bild dessen zusammen, was die Geheimdienste nicht nur dem britischen Parlament und der Regierung verschweigen, und dies geschieht in aller Öffentlichkeit. 

Wie sehr man im Unterhaus, das exemplarisch für andere politische Gremien steht, dem offiziellen Narrativ auf den Leim geht, kann man im Video unten selbst sehen. Denn Zweifel bestehen allenfalls darin, ob auf Völkerrechtsverletzung (angeblicher Chemiewaffeneinsatz) mit einer ebensolchen reagiert werden soll („Militärschlag“ ohne UN-Mandat). Das sonst eher zurückhaltende Russland bzw. dessen Spitzendiplomat Außenminister Sergej Lawrow wagt sich weit vor, wenn nun davon die Rede ist, dass die Skripals Gift aus NATO-Beständen ausgesetzt waren oder der behauptete Giftgaseinsatz eine False Flag war. Immerhin tritt man hier auch gegen die NATO-Mainstream-Medien an, denen tausendfaches Lügen verziehen wird, wenn einmal auch die Wahrheit gesagt wird, während Kritiker sich keinen einzigen Fehler erlauben dürfen. Was Premierministerin May betrifft, steht sie wohl unter zusätzlichem Erfolgsdruck, wenn sie als Frau einen Militäreinsatz anordnet, zumal sie sich nicht als Einzige in der Skripal-Affäre in Widersprüche verwickelte. Im britischen Parlament scheint das Durchschnittsalter und wohl auch -gewicht etwas höher als in unseren Breiten, und passend zum Thema kamen nur wenige andere Frauen zu Wort. Diese aber zeigten, wie sehr Propaganda mit Frauen und Kindern als Opfer wirkt und dass alles auch dazu dient, mehr „refugees“ nach Europa zu bringen.

Theresa May im Unterhaus, 16.4. 2018

In Deutschland wird erst im Bundestag diskutiert, doch vorab gab es eine Bundespressekonferenz, die ebenfalls auf Video festgehalten wurde. Das erlaubte Spektrum an Skepsis und Kritik entspricht der Bandbreite im Unterhaus, doch auch so sind die Antworten erhellend, etwa wenn die „White Helmets“ als „unglaublich tolle Hilfe“ vor Ort bezeichnet werden. Man erfährt, dass die Bundesregierung offenbar gerne mit ihnen kooperiert und das Auswärtige Amt für sie auch sieben Millionen Euro springen hat lassen (man unterstützt ja die „Rebellen“ schon lange). Es hätte wirklich kritische Presse gebraucht, um auf zahlreiche Fakes zu verweisen, die via „White Helmets“ verbreitet wurden, indem sie direkt zu den Medien gelangten oder von diesen auf Social Media aufgegriffen wurden. Oder sie  wanderten von den „White Helmets“ zur „Syrian American Medical Foundation“ und weiter zur WHO und wiederum zu den Medien. Alle drei Staaten, die Syrien in der Nacht vom 13. auf 14. April angegriffen haben, berufen sich zwar einerseits auf nebulose „intelligence“-Erkenntnisse, sprechen aber auch von Social Media und „NGOs“ i.e. „White Helmets“. Es ist keine Überraschung, dass der echte Journalist Robert Fisk vor Ort niemanden fand, der einen Einsatz von Chemiewaffen bestätigen konnte; wohl aber wurden Menschen bei der Rückeroberung Dumas verletzt bzw. waren staubbedeckt, husteten deshalb und mussten sich abduschen (für Fisks Bericht interessiert sich der Mainstream natürlich nicht).

Marcello Ferrada di Noli ist italienischer Abstammung, wurde in Chile geboren und floh vor dem Pinochet-Regime nach Schweden; er lebt heute überwiegend in Italien. Weil die schwedische Sektion der Physicians for Human Rights, deren Vorsitzender er ist, nicht in Propaganda von Amnesty und Co. einstimmen, werden sie angefeindet siehe Wikipedia:“ Dr. Ferrada de Noli was interviewed by Russian media about his view that the Khan Shaykhun chemical attack of April 4, 2017 was possibly caused by the opposition groups and not the Syrian government This was also referenced by Maria Zakharova, the official representative of the Russian Ministry of Foreign Affairs, at a press conference where she criticized the awarding of the Oscar for Best Documentary to The White Helmets. An examination of the video cited in the article as evidence revealed that it was actually a video of a chemical attack in Sarmin from March 2015. A group of medical specialists in the US and UK examined the video and stated that it was impossible to conclude that it was staged, as claimed by SWEDHR. Reacting to these media appearances, Executive Director of Human Rights Watch, Kenneth Roth described SWEDHR’s actions as „propaganda.

Ferrada di Noli zu den „White Helmets“ auf Twitter

Auf Wikipedia fügen sich alle Elemente zusammen: wir haben Human Rights Watch, eine „Menschenrechtsorganisation“, die wie Amnesty Militärinterventionen und Regime Changes propagandistisch begleitet und u.a. von George Soros unterstützt wird. Den SWEDHR wird auch vorgeworfen, dass sie den Brandanschlag auf das Gewerkschaftshaus von Odessa 2014 mit zahlreichen Opfern mit dem Reichstagsbrand 1933 vergleichen haben und die Ukraine für den Abschuss der malaysischen Boeing im Juli 2014 verantwortlich machten, wo doch die NATO-Presse gleich wusste, dass es nur Wladimir Putin gewesen sein konnte. Die „White Helmets“ nennen sich auch „Syrian Civil Defense“, was davon ablenkt, dass es auch eine echte „Syrian Civil Defense“ gibt, die nicht auf der Seite von Jaish Al-Islam (Al Nusra Front), Al Qaida und anderen Stellvertreterkriegern geopolitischer Interessen steht.Vanessa Beeley beschreibt die echte „Civil Defense“ und erklärt, was es mit den „White Helmets“ auf sich hat: „Before we introduce the real Syria Civil Defence, who are Syria’s real ICDO certified civil fire and rescue organisation, let’s first take a closer look at the imposters; terrorists in white hats, and agents of war – NATO’s pseudo ‘NGO’ construct, embedded exclusively in terrorist-held parts of Syria…

We’re told that the White Helmets routinely scale the walls of collapsed buildings and scrambling over smouldering rubble of bombed out buildings to dig a child out with their bare hands. Of course, never without a sizeable camera crew and mobile phone carrying entourage in tow.“ Beeley weist auf den Soros-finanzierten Propagandafilm bei Netflix hin, in dem behauptet wird, dass die vermeintlich wohltätigen „Helfer“ als erste eintreffen, wenn etwas bombardiert wurde. Sie schreibt auch: „The western media mythology goes as follows: ‚They are made up of former bakers, builders, taxi drivers, students, teachers, pretty much anything apart from rescue workers,‘ according to the much repeated phrase used by their British ex-military, USAR (Urban Search & Rescue) trainer, James Le Mesurier who specialises in outsourcing warfare – the kind of private security operations exemplified by the likes of Blackwater (now known as Academi) and DynCorp, and other well-known global suppliers of mercenaries and CIA outreach assassination experts.“ Selbst „The Atlantic“ schrieb 2012: “Running operations through Blackwater gave the CIA the power to have people abducted, or killed, with no one in the government being exactly responsible.”  Zu Le Mesurier sagt Beeley auch: „White Helmets founder Le Mesurier, who graduated from Britain’s elite Royal Military Academy at Sandhurst, is said to be an ‘ex’ British military intelligence officer involved in a number of other NATO ‘humanitarian intervention’ theatres of war, including Bosnia, Kosovo and Iraq, as well as postings in Lebanon and Palestine.“

Bundespressekonferenz

Hier laufen dann die Fäden zusammen, denn im Kosovokrieg 1999 sprach man stolz von „humanitärer Intervention“ (wiederum auf Kriegslügen basierend), einen Begriff, den der frühere französische Außenminister und (Soros-affine) Ärzte ohne Grenzen-Gründer Bernard Kouchner prägte. Man muss hier auch an die Clintons denken, da sie Zerschlagung Jugoslawiens u.a. um Stützpunkte am Balkan zu errichten, ihnen ein wichtiges Anliegen war. Man sollte sich wie Beeley auch ansehen, wer die „White Helmets“ bewirbt: „The streaming giant, Netflix, recently launched the documentary meant to elevate the White Helmets to a Hollywood level of Madison Avenue-styled demagoguery. As an interesting aside: a major shareholder in Netflix just happens to be the Capital Research Global Investors who hosts a number luminaries of the military industrial complex on its books including Lockheed Martin and Boeing. In 2015, George Soros, billionaire, criminal hedge-fund manager, bought up 317,534 shares in Netflix said to be worth $32.79m.  Curiously in 2016 Soros, dissolved those shares.“ Drehbuchgemäss kann man inzwischen einen Oscar hinzufügen, und zwar jeden für den „besten Dokumentarfilm“ 2017. Passenderweise reiste die False Flag „Bana aus Aleppo“ zur Verleihung an, die angeblich aus einem Teil der einst belagerten Stadt tweetete, wo es keinen Strom gab und erstaunlich gut Englisch konnte, solange sie nicht live sprechen musste.

Soros spielt übrigens eine wichtige Rolle beim Syrien-Regime Change-Szenario und half auch, dafür zu sorgen, dass beim Wort „refugee“ pawlowsche Reflexe bei vielen auftreten, aber kaum jemand mehr die Fahne der alten Friedensbewegung hochhält. Nicht nur Kampagnenorganisationen wie Avaaz, auch Amnesty und Co. bilden da eine Klammer, da sie Propaganda gegen Syrien machen und uns zu „welcomern“ umerziehen wollen, die jedwede eigenen Bedürfnisse hintanstellen. Beeley stellt das Muster dar, das auch bei uns angewendet wird, wenn die „Zivilgesellschaft“ unterwandert und gesteuert wird: „Like many other ‘NGOs’, the White Helmets have been deployed by the west to derail the Syrian state, first  by undermining existing civic structures and by disseminating staged PR to facilitate regime change propaganda, through western and Gulf state media outlets. Despite the fact that they were started, and are still generously funded by NATO members states, particularly from the US and UK, the White Helmets’ official statement still claims categorically that they are somehow ‚fiercely independent‚ and ‚have accepted no money from governments, corporations or anyone directly involved in the Syrian conflict‚. This is both farcical and deeply misleading.“ Dass die deutsche Regierung mit den Handlangern britischer und amerikanischer Geheimdienste zusammenarbeitet und ihnen „hohe Glaubwürdigkeit“ bescheinigt, sollte uns schon wegen mangelnder Souveränität nicht wundern.

Ferrada di Noli: Chlorgas hat eine andere Farbe

Manchen kommt seltsam vor, dass man gestellte Bilder in Hülle und Fülle findet, es also so offensichtlich ist und dennoch immer noch von vielen geglaubt wird. Für Manipulierte wäre es aber ein Zeichen inhumanen Zynismus, sich zu fragen, ob Aufnahmen echt sind, wenn es doch um „Frauen und Kinder, Frauen und Kinder“ geht (dies scheint bei Politikerinnen besonders gut zu wirken, denn viele verfallen da geradezu in Singsang). Immerhin ließen sie sich auch Bilder von Massen junger Männer, teilweise recht aggressiv, als „Frauen und Kinder, die um ihr Leben rennen“ verkaufen. Die beim „Vergeltungsschlag“ von USA, UK, Frankreich getroffene Anlage Barzah war eine Einrichtung des „Syrian Scientific Studies and Research Center“, zu den Wikipedia schreibt: „On April 14, 2018, the Syrian Observatory for Human Rights reported that a CERS facility in Damascus had been potentially struck during US missile strikes on chemical weapons sites. Pentagon officials later reported that the facility had been destroyed.“ Bei Wikipedia-Quellen sollte man sich auch ansehen, wer etwas sagt und von wann sie sind – etwa Berichte aus den 1990er Jahren oder von der amerikanischen „Nuclear Threat Initiative“ mit Ted Turner (Turner Broadcasting, i.e. CNN-Kriegspropoganda), Susan Eisenhower, Warren Buffet und anderen an Bord.

Es ist eingetrichterter oder abgesprochener / oktroyierter Schwachsinn, wenn im britischen Unterhaus, bei der deutschen Bundespressekonferenz, im Fake News Mainstream und an vielen realen und virtuellen Orten der Welt dieses Mantra heruntergeleiert wird: „Ein Chemiewaffeneinsatz ist ein elementarer Bruch des Völkerrechts, da darf es keine Kultur der Straflosigkeit geben, indem wir nicht zurückschlagen.“ Die OPCW selbst bestätigte zuletzt im März dieses Jahres, dass Syrien, dessen Chemiewaffenbestände 2014 unter OPCW-Aufsicht von Russland und den USA zerstört wurden, keineswegs gegen die Chemiewaffenkonvention verstößt. Im Wikipedia-Eintrag zu Barzah in Damaskus lesen wir: „Previous reports by OPCW stated that Investigators from the organization inspected Barzah facility from 14 to 21 November 2017 and their report concluded that the analysis of samples taken during the inspections did not indicate the presence of scheduled chemicals in the samples, and the inspection team did not observe any activities inconsistent with obligations under the Convention during the second round of inspections at the Barzah facility.“ Bei den Fußnoten finden wir einen Zeitungsartikel, der tatsächlich diesen Titel trägt: „Footage shows destroyed chemical weapon research facility, Syrian state television says“.  Der US-Sender CBS, bei dem Ex-CIA-Direktor Michael Morell unter Vertrag ist, zeigte einen Reporter und einen Mitarbeiter vollkommen ungeschützt vor den Trümmern der „Chemiewaffenfabrik“ stehen. Viele fragen logischerweise, warum man Gebäude bombardiert, aus denen dann angeblich chemische Kampfstoffe austreten werden (siehe Irak 1991, wo dies wirklich geschah) bzw. warum es keine Berichte über Vergiftungen gibt.

Sibel Edmonds (Ex-FBI)

Am 16-. April wurde behauptet, den Inspektoren der OPCW wurde der Zutritt zu Duma verwehrt, was man ihrer eigenen Darstellung so nicht entnehmen kann. Während der Kriegsmainstream und andere da sofort annehmen, dass Syrien und Russland etwas zu verbergen hätten und Spuren beseitigen wollen, fehlt dieser kritische Zugang bei „Chemiewaffenangriffen“ vollkommen, die von denen behauptet werden, die mit den „Rebellen“ verbündet sind, die chemische Kampfstoffe herstellen und einsetzen. Er fehlt auch beim Skripal-Fall, wo jetzt von zwei Substanzen die Rede ist, BZ (das NATO-Staaten wie USA und UK herstellen, wie Russland betont) und A234 (Nowitschok/Foliant). Es scheint, als würde Russland das Vertrauen in die NATO-dominierte UN-Organisation OPCW verlieren, und dies auch wegen Duma. Bei den Skripals muss zu BZ gesagt werden, dass es desorientiert macht, was verzögert einsetzt und Stunden oder ein paar Tage anhält. Während man im Fernsehen über Trumps „Zügellosigkeit“ im militärischen Sinn diskutiert, stoppt dieser weitere Sanktionen gegen Russland; es ist auch bekannt, dass er weiterhin US-Truppen aus Syrien abziehen will.  Quer durch wird Ex-FBI-Chef James Comey, der mit der Clinton-Kampagne verbandelt war, breiter Raum dafür geboten, um Trump als moralisch usw. ungeeignet für das Präsidentenamt zu bezeichnen.

Der Kriegsmainstream erwähnt natürlich nicht, wie das „Dossier“ zustande kam, mit dem er allenfalls den Namen Christopher Steele verbindet. Ins Spiel gebracht wird hingegen Trumps Anwalt Michael Cohen, gegen den Richterin Kimba Wood vorgeht, die 2013 George Soros mit dessen letzter Ehefrau verheiratete. Diese zwingt Cohen, all seine Mandanten bekanntzugeben, was das Vertrauensverhältnis zwischen Anwalt und Klient auf den Kopf stellt. Wood wäre 1993 die erste Wahl von Bill und Hillary Clinton für den Posten des Generalanwalts gewesen, doch sie musste ihre Kandidatur zurückziehen, als bekannt wurde, dass sie einen Babysitter schwarz beschäftigte. Christopher Steele wertete beim MI 6 die Berichte des von Pablo Miller angeworbenen (früheren) GRU-Mannes Sergej Skripal aus. Alle drei fanden sich später in der 2009 von Steele gegründeten Firma Orbis wieder, deren Zweck Nachrichtenauswertung ist; man kann auch Propaganda besonders gegen Russland dazu sagen. Orbis/Steele wurden via Fusion GPS in den USA (Verbindungsmann zur Clinton-Kampagne der Soros-Günstling Marc Elias von der Kanzlei Perkins Coie) mit dem Erstellen eines Dossiers über Donald Trump beauftragt. Dieses wurde dann, als ob es nicht aus einer privaten und fragwürdigen Quelle stammte, unter Barack Obama von FBI-Chef James Comey zur Grundlage von Ermittlungen gemacht, die Trump „collusion“ mit Russland nachweisen sollten.

Ex-Labor-MP George Galloway

Man muss es nicht so unverblümt aussprechen wie Peter Koenig, der lange für Weltbank und WHO arbeitete: „Giftgas – die ideale Waffe der Furcht. Die Vergiftung des ehemaligen russischen Doppelagenten Sergei Skripal und seiner Tochter Yulia in Salisbury, die bei ihrem Vater aus Moskau auf Besuch war. Eine Vergiftung mit Nervengas, Novitschok genannt, das angeblich in Russland hergestellt wurde. Mittlerweile wissen wir, dass das Nervengas in der Sowjetunion entwickelt wurde, die es in Russland nicht mehr gibt, und ein militärischer und tödlicher Kampfstoff ist. Das für den angeblichen Anschlag verwendete Nervengift war nicht tödlich. Wir wissen jetzt auch, dass das Vereinigte Königreich – all seine hohen Vertreter von der Premierministerin abwärts derart miserabel gelogen haben, dass sie sich davon schwer erholen werden. Das wird ins Auge gehen. Nicht wie ein Außenminister tat Johnson Boy so, als hätte ihm sein geheimes Biogas/Biowaffen-Labor in Porton Down, gerade einmal 13km von der Straße entfernt, wo das Paar angeblich bewusstlos auf einer Parkbank gefunden wurde, versichert, dass das Gift in Russland hergestellt worden sei. Nun, der Chef-Chemiker der Laboratorien hat später vor den Medien bezeugt, dass sie nicht mit Sicherheit feststellen können ob das Gift in Russland hergestellt wurde. Nein, natürlich nicht.

In Wirklichkeit ist Porton Down, das eine enge Zusammenarbeit mit der CIA hat, eine hochentwickelte Einrichtung für chemische Kampfführung, die mit Leichtigkeit selber das Gift herstellen kann – in beliebiger Konzentration, tödlich oder weniger tödlich, wenn es dem ‚gefälschte News‘ Zweck dienen soll – was es auch tat.“ Man weiss auch, dass Porton Down vom Pentagon Aufträge im Umfang von 70 Millionen Dollar erhalten hat und 2013 ein Gas testete, indem es Passagiere der Londoner U-Bahn diesem aussetzte. Die bulgarische Journalistin Dilyana Gaytandzhieva, die dazu recherchiert hat, meint naheliegenderweise, dass Porton Down in den Anschlag auf die Skripals verwickelt sein könnte. Peter Koenig stellt sich wie viele andere die Frage, ob die Skripals unter Druck gesetzt werden: „Wurden Vater und Tochter wirklich vergiftet? – Das ist eine legitime Frage. Wer hat sie seit der angeblichen Vergiftung gesehen? – Sie sind aus dem öffentlichen Blickfeld verschwunden. Anscheinend erholen sich beide, Yulia wurde vor ein paar Tagen aus den Krankenhaus entlassen, aber wurde von niemandem in der Öffentlichkeit gesehen und sie konnte auch nicht mit den Medien sprechen, denn sie könnte ja etwas sagen, was die Öffentlichkeit nicht erfahren darf. Ihr Vater erholt sich auch und könnte bald entlassen werden – entlassen von wo? – Ist das Ganze eine Farce?“ Der deutsche Chemiker Andreas Schell fragt unter anderem: „Wie isoliert man einen Reinstoff von einer Türklinke? In meiner Welt kann man aus dem Abdruck einer (womöglich ungewaschenen)
menschlichen Hand ein wahres Meer von Verbindungen nachweisen. Der Abstrich einer Türklinke dürfte sich nicht anders verhalten. Eine Reinsubstanz könnte z.B. aus Porton Down selbst stammen und in die Probe gemischt worden sein.Gerade der Befund, es handle sich um eine „sehr reine Substanz“, ist mit Blick auf die Probennahme hoch verdächtig.“ 

Peter Ford, früherer britischer Botschafter in Syrien

Auf jeden Fall sollte man sich die Timeline ansehen und es mit Syrien kombinieren und auch damit, dass Julian Assange, gefangen in der ecuadorianischen Botschaft in London, seit zwei Wochen nicht mehr im Netz ist und nicht twittern kann. Der britische Ex-Diplomat Craig Murray wird Recht haben, wenn er davor warnt, dem MI 6 zu glauben, da der Geheimdienst nicht als Einziger nur sehr dünne Berichte liefert und mit seinem tatsächlichen Wissen geizt. Wenn sich dann auch noch die russischen Vorwürfe von „staged events“ oder „false flags“ (Skripal und Duma) bewahrheiten sollten, hat der Geheimdienst die Politik im doppelten Sinn im Regen stehen lassen. Wie George Galloway im Video oben sagt, wurde vor ein paar Wochen ein Brite in Syrien getötet, der einer Spezialeinheit angehörte (naheliegende Frage: was hat er dort gemacht?). Inzwischen hat sich herausgestellt, dass z.B. eine „Zeugin“, die CBS und „Bild“ verwendeten, um plausibel zu machen, dass „Diktator Assad“ in Duma Giftgas einsetzte, dementierte, etwas wahrgenommen zu haben. Vielleicht wiegt diese Schlappe aber die von der BBC präsentierte kleine Masa auf, die hoffentlich keine neue „Bana aus Aleppo“ ist. Und wahrscheinlich wurden jene Menschen dazu gezwungen, die in Syrien gerade jetzt für Assad auf die Straße gehen und den Angriff auf ihr Land ablehnen. Seit dem Irakkrieg 2003 melden sich immer wieder Geheimdienstveteranen in Memos an den US-Präsidenten zu Wort, so auch dieses Mal.

Sie empfahlen ihm vor dem 14. April, auf Beweise zu warten und verwiesen u.a.auf das obige Interview mit Peter Ford, dem ehemaligen britischen Botschafter in Syrien und auf ihre eigenen früheren Recherchen und Stellungnahmen. Und zu Duma stellen sie fest: „Contradictory indications exist given that the video and images of victims in the locations purportedly affected by chemical weapons  came from rebel-affiliated entities known as the ‚Douma Revolution‚ and the ‚White Helmets‘ while Russian military units which later got physical access to the supposed sites and Syrian Red Crescent personnel working in the area reportedly found no indication of a chemical weapon attack.“ Weil das immer mehr Menschen gerade der Propaganda wegen begreifen legt z.B. die „Bild“ (oder die „linke“ „taz„) stets nach. Und natürlich ist das bloss Fake News auf russisch, auch wenn man ja nachprüfen kann, ob es stimmt: „Der ehemalige Oberst der britischen Armee und NATO-Kommandeur Hamish de Britton-Gordon spielt eine Schlüsselrolle in der Skripal-Affäre. Er ist auch ein entscheidender Stichwortgeber, wenn es um Chemiewaffen in Syrien geht – und trainiert die Weißhelme im Umgang mit diesen.“ Rein zufällig gab es im Februar bei Salisbury eine Übung mit dem Namen „Toxic Dagger„, und Britton-Gordon war unter den ersten, die im Fall Skripal Russland beschuldigten. „Elite commandos train to storm an ISIS chemical weapons factory in Britain“ wurde einer der Berichte betitelt. Gegen kritische Fragen wappnet man sich im Mainstream auch, indem zu Anne Will drei Mitglieder der Atlantikbrücke eingeladen werden (und dieser Umstand nicht erwähnt wird) und die Runde sowieso zu 100% auf Krieg eingestimmt ist.

PS: Wie hier beschrieben werde ich seit Jahren wegen kritischer (wahrheitsgemässer!!!!) Berichte attackiert;  nun suchen die Kater Baghira und Gandalf und ich DRINGEND ein neues Quartier, bevorzugt in Wien oder Wien-Umgebung. So kann ich die von euch geschätzte Arbeit auch viel effizienter und mit euch gemeinsam fortsetzen, denn nachdem ich meine Wohnung in Wien verloren habe, bin ich auf dem Land gelandet. Wer etwas für mich hat oder weiss hilft mir damit sehr. Auf den Wunsch vieler treuer Leserinnen und Leser hin ist finanzielle Unterstützung jederzeit willkommen: Alexandra Bader, Erste Bank BLZ 20111, BIC GIBAATWWXXX, IBAN AT592011100032875894. Ihr erreicht mich unter 06508623555, alexandra(at)ceiberweiber.at und ich bin auf Facebook und Twitter (cw_alexandra)

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14 Gedanken zu “Mit Theresa May in den Krieg

  1. Ich halte es für unwahrscheinlich, das Theresa May überhaupt die Ursache für einen Krieg sein kann. Der Angriff auf Syrien, war zu 99,99% die Idee vom NeoKriegsverbrecher Donald Trump.

    Die britische May Resi und der schmierige französische Maricón sind schlimmstenfalls Mitläufer, bestenfalls Marionetten des Kriegsverbrecher Kartell VSA 😦

    Wie auch immer

    MfG

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    1. Ist mir nicht ganz nachvollziehbar, dein Beitrag.

      Trump hat erst angekündigt, US-Truppen aus Syrien abzuziehen.
      Dann kam der Giftgasangriff, worauf Trump zu einem Militärschlag gedrängt wurde. Er hat Syrien via Twitter ja vorgewarnt und dem Anschein nach wohl nur unbedeutende Ziele getroffen.

      Ich sagte schon vor Monaten, dass Trump von der CIA angelogen wird, egal ob es um Russland, Syrien, Iran oder Norkorea geht. Davon muss man leider ausgehen.

      Comey soll mit der Clinton-Kampagne verbandelt gewesen sein, das wundert mich zu lesen.
      Hat er nicht Trump mehr oder weniger geholfen, indem er während des Wahlkampfes Hillary wegen der E-Mail-Affäre während ihrer Zeit als Außenministerin untersuchen ließ?

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  2. Zum Video der Bundespressekonferenz: Gegen notorische Lügner wie Steffen Seibert und Co, sind Wahrheit suchende Journalisten ohne jede Chance 😦

    Ich hatte heute auch ein Gespräch mit einem notorischen Luegner, welcher sich trotzdem ungeniert als „sozial“ arbeitender Unterstützer von in Not geratenen Menschen tarnt. Der reinste, (laut seiner Selbsteinschätzung,) Philanthrop. Was sonst?!

    Gegen solche professionelle Lugner bzw Philanthropen steht man buchstäblich da wie ein begossener Pudel und kann nur noch staunen, ob deren Gewandtheit beim Luegen.

    Wie auch immer

    MfG

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  3. köstlich ist ja die „britische troll-farm“, auf die die russische botschaft in UK hinweist:

    https://www.gov.uk/government/publications/factsheet-the-uks-non-humanitarian-aid-response-to-the-syria-crisis–2/providing-non-humanitarian-assistance-in-syria

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  4. 18. April 2018 | N8Waechter: Gemengelage am 18. April 2018

    Abzug der US-Truppen aus Syrien
    Nachdem US-Präsident Donald Trump unlängst verlautbart hatte, dass die US-Truppen aus Syrien abgezogen werden, war er scheinbar unter genügend Druck geraten, dass er die Schauspieleinlage des “Raketenangriffs“ auf drei Ziele in Syrien am vergangenen Wochenende anordnete. Die Mehrzahl der Analysten geht jedoch mittlerweile davon aus, dass durch den Angriff wichtige Stellungen des Tiefen Staates (CIA) in Syrien getroffen und vernichtet wurden.

    Ob Trump folglich wirklich unter Druck war oder ob es ein von langer Hand geplanter, strategischer Zug zur ungehinderten Zerstörung ausgewählter Stellungen war, unterliegt gleichermaßen der Geheimhaltung, wie auch der Spekulation. Doch dass die USA ihre Truppen aus Syrien abziehen wollen, bekräftigt die aktuelle Meldung, dass die Trump-Administration ihre Streitkräfte von “arabischen Kräften“ ersetzt sehen möchte.

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