Medien, Krieg und Terror

Angst, Angst, Angst kann man viele Seiten in zahlreichen Medien zusammenfassen, wenn man sich aktuelle Zeitungen ansieht. Wir sollen uns daran gewöhnen, dass es keine Sicherheit mehr gibt, dass Paris, Brüssel, Nizza, Würzburg, München und neuerdings auch Reutlingen und Ansbach überall und jederzeit passieren können. JournalistInnen sprechen nicht nur bei Veranstaltungen von notwendiger Gewöhnung an den Terror, sie schreiten auch etwa per Kommentar zur Tat.

Unentbehrlich sind im Propagandareigen ExpertInnen, bevorzugt dann, wenn es die Psyche von bereits toten Killern, Amokläufern, Terroristen etc. zu beurteilen gilt. Was München betrifft, sieht sich die Volksstiftung Deutsche Depressionshilfe veranlasst, eeinige Klarstellungen vorzunehmen, denn nach depressivem Verhalten sieht das Agieren von Ali Sonboly nicht aus. Zugleich wird beiläufig ein „IS-Doppelanschlag“ in Kabul mit mindestens 80 Toten erwähnt, der nicht weiter wichtig ist, weil es hier ja nicht um „den“ Westen geht, sondern nur um ein Land, das die USA vor 15 Jahren überfallen haben.

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„Kronen Zeitung“ online

Keinen Nachrichtenwert hat übrigens ein Friedensmarsch in der Ukraine, was Ex-Tagesschau-Redakteur Volker Bräutigam zu einer weiteren Programmbeschwerde bewegt hat. Er meint darin unter anderem: „Ein gröberer Beweis für Einäugigkeit, Abhängigkeit und Servilität der Redaktion in Bezug auf Berlins und Washingtons Wünsche ist platterdings nicht möglich.“ Dem Mainstream bereitet Sorgen, dass immer mehr Menschen Desinformationen durchschauen und selbst recherchieren, wie man es etwa zu Nizza und zu München beobachten kann. Während die Schablone vom „wirren Einzeltäter“ dazu dient, diffuse Angst zu erzeugen, fragen sich UserInnen z.B., warum der deutsche Journalist Richard Gutjahr sowohl in Nizza als auch in München als gerne interviewter Augenzeuge auftaucht.

In Nizza war seine Hotelsuite so gelegen, dass er letztlich die einzige  Aufnahme von der Amokfahrt anbieten konnte (was mit Überwachungsvideos passiert, ist eine andere Geschichte). Dass seine Ehefrau Einat Wilf ihren Militärdienst beim Nachrichtendienst der israelischen Armee leistete, ist wohl reiner Zufall. Inzwischen sind viele stets misstrauisch und sprechen von „false flag“, was Frankreich mit Gegenmaßnahmen beantwortet, die jedoch bloß desinformieren. Absurder Weise kritisiert eine u.a. von George Soros‘ Open Society Foundations unterstützte Organisation wie FAIR (Fariness And Accuracy in Reporting), dass nicht-westliche Tote im Vergleich kaum registriert werden.

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Posting zu Nizza, Hinweis auf den Sydney Morning Herald

Die Scheinkritik von FAIR beginnt mit diesen Worten: „A coalition airstrike reported on Tuesday that killed at least 85 Syrian civilians—one more than died in the Nice attack in France last week—wasn’t featured at all on the front pages of two of the top US national newspapers, the New York Times and LA Times, and only merited brief blurbs on the front pages of the Wall Street Journal and Washington Post, with the actual stories buried on pages A-16 and A-15, respectively.“ Zugleich weist „Telepolis“ auf den Gründer der American Civil Liberties Union (und von Human Rights Watch) Ayreh Neier hin, der eng mit George Soros, dem berüchtigten Regime Changer verbandelt ist. Das deutsche Magazin hat dabei die positive Absicht, Kampagnen gegen „Hass im Netz“ zu hinterfragen, die man ja durchaus teilen kann.

Es muss auch klar sein, dass uns eingeredet wird, wir müssten jetzt historische Schuld abtragen und man uns ebenfalls Kriege anlastet, die unter anderem die USA führen, die dafür aber andere unter dem Label „der Westen“ in Geiselhaft nehmen. Die richtige Frage ist daher, ob es Terror bei uns und in Afghanistan auch gäbe, wenn die USA sich nicht überall einmischen, nicht versuchen würden, auch aus Europa eine Kolonie zu machen, und die Antwort ist leicht zu erraten. Dabei wird der Blick des Publikums vor allem dadurch vernebelt, dass man Vorstellungen von spontaner Selbstradikalisierung (alles Einzelfälle) bzw. (auch damit verbunden) psychischer Erkrankung verbreitet, auf die dann emotional reagiert wird. Auf diese Weise von der Verstandesebene abgelenkt, wissen viele gar nicht, dass es in Wahrheit um Geostrategie und Hegemonialinteressen geht oder sie wollen es gar nicht wissen, weil viel zu viel auf sie einströmt.

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Userposting mit Hinweis auf Überwachungskameras in Nizza

Nun kann nicht jede/r aus dem Stand heraus unterscheiden, was echt und was „False Flag“ ist, aber die Beschäftigung mit Details, die Diskussion mit anderen auch im Netz beschäftigt den Verstand und reduziert emotionale Reaktionen auf das Geschehen.·Damit wird die „Strategie der Spannung“ unterlaufen, wie man seit Enthüllungen über die NATO-Terrororganisation Gladio scheinbar wahllose Angriffe auf die Bevölkerung nennt. Wichtig ist natürlich, Systematik in die eigenen Überlegungen zu bringen und sich nicht in jenen Details verlieren, die auch zahlreiche UserInnen posten, sondern diese als Bestandteil eines Puzzles zu verstehen, die passen können oder auch nicht. Beim zynischen Benutzen von Menschen – eben auch der geschockten Bevölkerung – werden Befindlichkeiten kalt einkalkuliert und oft überhaupt erst geschaffen.

Wer dafür empfänglich ist, alles emotional abzuhandeln, glaubt auch gerne daran, dass die Erklärung stets im „Persönlichen“ liegt. So muss es bei anderen UserInnen sein, die irgendwann genervt reagieren, wenn ihre Hinweise auf Fakten belächelt bzw. wenn sie dafür untergriffig attackiert werden. Hingegen ist Verstehen um jeden Preis angesagt, weil es ja um das „persönliche Schicksal“ geht, wenn ein Muslim gewalttätig wird. Seltsamerweise rasten traumatisierte syrische Christen offenbar nicht aus, von syrischen Christinnen ganz zu schweigen. Es geht auch so weit, selbst bei Kanzlerin Merkel eine Geisteskrankheit zu vermuten, siehe etwa dieser durchaus interessante kanadische TV-Beitrag. Interessant ist es deshalb, weil man die gezeigten und analysierten Merkel-Aussagen so verstehen kann, dass sie eine fremde Agenda vertritt, entweder freiwillig oder unter Druck.

fs

Tweet der Standard-Chefredakteurin am Tag nach dieser Diskussion

Betrachtet man etwa manche WelcomerInnen nüchtern, ist leicht zu erkennen, was bei ihnen der „Trigger“ ist, sodass man sich gar nicht erst fragen muss, was in einem 18jährigen vorgeht, der gerade erfahren hat, dass sein bester Freund (tatsächlich oder gar nicht) tot ist. Zum einen wollen sie um jeden Preis dazugehören, sich darin geborgen fühlen, dass viele so drauf sind wie sie und sich und andere mit längst leeren Begriffen wie „Empathie“ und „Menschlichkeit“ schmücken. Andere haben nie gelernt, sich abzugrenzen, eigene Bedürfnisse zu artikulieren, Konflikte auszutragen und auszuhalten, was auf einige Frauen zutrifft. Manche sind so manisch bei allem dabei -virtuell und real – das auch nur entfernt nach politischer Aktivität aussieht, dass man sich fragt, ob sie auch mal Zeit zum Denken haben.

Die Durchsetzung von Hegemonialinteressen ist kühle Machtpolitik, der sich die Menschen nur dann entgegensetzen, wenn sie das Gemeinsame über das Trennende stellen, vor allem aber aus „welcome refugees, und wenn du das nicht willst, bist zu ein Nazi“-Emotionen aussteigen. Wie selbstverständlich dabei vorgegangen wird, zeigt der Auftritt von Wolfgang Petritsch bei der Veranstaltung von Weltreporter.net am 23. Juli im burgenländischen Raiding. Petritsch war 1998 EU-Chefverhandler in Rambouillet, als der Kosovokrieg bereits als Plan in der Schublade auch des deutschen Verteidigungsministeriums lag; er war österreichischer Botschafter bei den Vereinten Nationen in Genf, danach bei der OECD in Paris, danach „Fellow“ an der Harvard University und ist Präsident der Marshall Plan Stiftung Austria. 2002 war er bei vorverlegten Nationalratswahlen Spitzenkandidat der SPÖ in Wien, freilich nur mit der Perspektive, Außenminister zu werden, falls die Partei den Sprung in die Regierung wieder schafft.

weltreporter10

„Big Brother“ Petritsch? Aus den USA zugeschaltet

Kritisch betrachtet führte er NATO-Angriff auf die Bundesrepublik Jugoslawien mit herbei und machte die UCK (KLA) salonfähig, etwa indem er deren Führer Hashim Thaci während des Krieges nach Wien einlud. Die UCK ist heute dafür zuständig, dass es im Kosovo fünf Ausbildungslager des IS gibt, was insofern konsequent ist, als dass es auch immer Verbindungen zur Al Qaida gab. Dass es im Kosovo die grösste US-Basis in Europa gibt, ist kein Zufall, hat man doch bei der Konferenz von Bratislava im Jahr 2000 (auf Einladung des US-Außenministeriums und des American Enterprise Instituts) freimütig einbekannt, dass der „Fehler“, nach dem 2.Weltkrieg keine Militärbasen am Balkan errichtet zu haben, so korrigiert wurde. Außerdem sollte der Einfluß der USA auf die größte Ausdehnung des Römischen Reiches anwachsen, man plante eine Art Limes von Riga bis Odessa.

Damit ist man inzwischen sehr weit gekommen, wie der Bau der ukrainischen Mauer, die Erweiterung der NATO und Drohgebärden gegenüber Russland sowie Sanktionen zeigen. Was Petritsch betrifft, wurde er in Raiding zaus den USA zugeschaltet, was etwas von „Big Brother“ an sich hatte. Man hat ihn wohl aufgrund seiner Erfahrung als Diplomat eingeladen, doch zunächst nahm er auf den US-Wahlkampf Bezug. Er meinte, der Kandidat Donald Trump sei journalistisch sehr interessant, doch beide Parteien, Republikaner und Demokraten, befänden sich in Auflösung. Die Stimmung sei mit jener in Europa vergleichbar, da viele Menschen „ziemliche Aggression“ verspürten. „Das, was wir mit den USA identifizieren, zerfällt“, erkennbar eben auch am Parteiensystem, wobei die Demokraten durch die Vorwahlen gespalten sind (wie wir lernten, uns an den USA zu orientieren, sieht man hier).

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Das „Profil“ wirbt für diesen Kommentar

„In Europa wären Hillary Clinton und Bernie Sanders in zwei verschiedenen Parteien“, betont Petritsch. Hier wie dort wird „die Schere zwischen Arm und Reich immer größer“, die USA haben zudem „riesige Infrastrukturprobleme“. Die nächste Regierung muss daher „schauen, wie man das Land wieder in Ordnung bringt“ und sich „von der globalen Bühne zurückziehen“. Was Syrien betrifft, sieht er ein fehlendes Wahrnehmen von Verantwortung in der Region; man müsse den IS „isolieren“, auch in wirtschaftlichen und sozialen Fragen und sich damit befassen, was „Staat und Gesellschaft für Syrien bedeuten“.Denn das Land ist „stark ethnisch und religiös gespalten“, sodass man sich damit befassen muss, diese Gruppen wieder zusammenzuführen und dabei „menschliche Sicherheit zu gewährleisten“. Als Diplomat habe er aber gelernt, dass man „ewiger Optimist sein muss“.

In Syrien lebten die Menschen aber als Angehörige vieler Religionen in dieser Hinsicht noch vor fünf Jahren friedlich zusammen, ehe mit Bestrebungen zum „Regime Change“ nach dem Muster des Arabischen Frühlings und der Farbrevolutionen in Osteuropa begonnen wurde. Seit dem Kosovokrieg interveniert man auch gerne „humanitär“ und bezieht sich in der Rechtfertigung auf Frontorganisationen wie Amnesty, Human Rights Watch oder Ärzte ohne Grenzen. Spricht man Petritsch als Transatlantiker an, dementiert er dies nicht, was ein interessantes Licht auch auf sein „zivilgesellschaftliches“ Engagement wirft. Man findet ihn nämlich im „Senior Advisory Board“ der Plattform Respekt.net, die vollkommen auf „refugees“ umgestellt ist und mehr oder weniger sinnvolle Projekte auch per Crowdfunding unterstützt. Die Spenden an Respekt.net selbst sind durchaus beachtlich, da manche Menschen einige tausend Euro lockermachen können.

kulturschock

Recht spendabel zeigt sich da beispielsweise Ex-Sozialminister und Behindertenanwalt Erwin Buchinger, oder auch der Ex-Abgeordnete Johannes Voggenhuber, der „Privatier“ Alfred Gusenbauer und Erste Bank-Generaldirektor Thomas Uher. Letzteres wundert nicht, da die Erste auch mit ihrer Stiftung ganz auf Welcome- und Bevölkerungspolitik-Linie ist und immer wieder gemeinsam mit den Open Society Foundations von George Soros als Veranstalterin auftritt. Im September letzten Jahres hat Respekt.net in der Lounge der Erste Bank eingereichte Projekte vorgestellt, und Petritsch fand es bei dieser Gelegenheit richtig, dass „die Zivilgesellschaft“ die Regierung nötigt, nämlich Grenzen nicht zu schützen, sondern Flüchtlinge aufzunehmen (d.h. Destabilisierung und Masseneinwanderung zuzulassen).

Für die Aufgaben einer Regierung und Verantwortung gegenüber der eigenen Bevölkerung hatten Petritsch und Uher kein Verständnis, die Kriege und „Regime Changes“ der USA sind tabu, und Schikanen gegen eine kritische Journalistin wie mich sind sowieso okay und werden von Uher sogar unterstützt, da die Erste Bank mithalf, mir meine Wohnung zu nehmen. Von Berkeley nach Raiding war Petritschs Botschaft, dass „amerikanische Interessen“ und jene Europas „kein Gegeneinander“ sind, sondern es um Begegnungen „auf Augenhöhe“ geht. Ich kam nämlich in der kurzen Publikumsrunde dran, wo ich ansprechen konnte, dass ja die USA militärisch intervenieren und mit über Deutschland (Ramstein) gelenkten Drohnen töten. Und als Beispiel für 100% transatlantische Berichterstattung verwies ich auf die Veröffentlichung von US-Botschaftsdepeschen via Wikileaks im Herbst 2010, wo sich „unsere“ Medien durchgängig die Position des interimistischen Botschafters, des CIA-Stationschefs aneigneten.

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Posting in der „Presse“, Verfassungsschutz und Justiz schweigen nach wie vor

Er kritisierte den damaligen Verteidigungsminister Norbert Darabos, weil dieser „gefährlichen Einsätzen offen feindselig“ gegenüberstehe, also keine Soldaten nach Afghanistan schicken will. Ich meinte, man kann das ja auch unterstützen, denn der Minister hat unsere Interessen zu vertreten, statt ihn dafür unter dem Motto zu bashen, was der sich eigentlich einbildet, und typisch Provinzialismus. Da übrigens Karim El Gawhary in Raiding einen „Kulturschock“ erlitten hat und Darabos ein paar Dörfer weiter wohnt – ist das jetzt auch ein Schock für ihn, dass so ein „Provinzler“ auch als nunmehriger Landesrat unter Druck ist? Dies kommt nicht nur in Darabos‘ Verhalten zum Ausdruck, sondern es gab auch Postings wie das oben abgebildete – der Minister soll sich dem Kabinettschef „fügen“, sonst…. Nach der Verfassung hat der Verteidigungsminister das Weisungsrecht im Ressort und die Befehls- und Verfügungsgewalt über das Heer; daran gehindert zu werden, Befugnisse auszuüben, nennt man wie?.

So also wird dann verfahren, wenn jemand „auf Augenhöhe“ agieren will, d.h. wie in der Verfassung und auch im österreichischen Staatsvertrag vorgesehen, bei dem unter anderem die USA Souveränität, Unabhängigkeit, Rechtsstaarlichkeit und die Rechte aller BürgerInnen garantieren. Nebenbei bemerkt ist es natürlich auch eine Verletzung des NATO-Vertrags, der von den Mitgliedern Gewaltverzicht in internationalen Beziehungen verlangt – ob man nun Jugoslawien, den Irak, Afghanisten, Libyen überfällt oder gegen eine österreichisches Regierungsmitglied und eine österreichische Journalistin vorgeht. Petritsch, auf dessen Antwort ich dann nicht reagieren konnte, sprach allerdings immer von der EU und nicht vom Staat Österreich, ohne darauf hinzuweisen, dass diese ja auch transatlantische Wurzeln hat. Der kanadische Ökonom Michel Chossudovsky führt dies hier aus und kritisiert die Rolle des Marshall Plans sowie TTIP als „Endspiel“ bei der Unterwerfung Europas. Wenn z.B. die „Wienerin“ (Juli 2016) über die „Wundertüte Care-Paket“ berichtet und Frauen trifft, die sich daran noch erinnern können, kommt daran auch die Ausrichtung „unserer“ Medien zum Ausdruck. Christa Chorherr etwa, die sich mit elf Jahren fragte, „warum schickte der Feind gute Sachen?“ und zu einem“glühenden Amerika-Fan“ wurde, schließlich in den USA studierte.

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„Wienerin“ Juli 2016

Die Mutter von Christoph Chorherr bloggt heute und ist ganz auf offizieller Linie. Der Sohn war bei den Grünen unter jenen, die Bundeskongressbeschlüsse zur EG/EU nicht umsetzten; seine MItarbeiterin Annelies Vilim (heute AG Globale Verantwortung) unterstützte als Pseudo-Betriebsrätin das Mobbing gegen mich, weil ich Beschlüsse ernst nahm und als Referentin NATO-kritische Positionen einnahm (und wusste, dass die EU ein US-Projekt ist). „Solange wir Grenzzäune aufstellen, sind wir kein Partner“ gibt Petritsch aus den USA die Linie vor, ohne darauf einzugehen, dass es kein über allem stehendes Recht auf Asyl gibt, dieses zudem der Genfer Flüchtlingskonvention und Dublin III unterliegt. Die europäische Politik müsse ein Gegengewicht bilden, man könne nicht „nur die anderen bitten,seid’s nett zu uns“, sondern muss „auch europäische Interessen formulieren“. Dass es nicht um „nett sein“ geht, sondern um das Einhalten internationalen Rechts, d.h. die Souveränität anderer Staaten achten, in internationalen Beziehungen keine Gewalt einsetzen, die Gebietshoheit eines Staates über sein Territorium nicht durch verdeckte Aktionen unterlaufen, keine Interventionen oder „Regime Changes“ herbeiführen und AkteurInnen z.B. in der Poliik in Ruhe zu lassen gemäss deren Menschenrechten, sollte man Petritsch nicht erklären müssen.

Er weist auf andere entstehende Machtblöcke hin und rät Europa, sich wie ein Nachbar ohne strategische Interessen z.B. zu Ländern im Nahen Osten zu verhalten. Wie aber nimmt ein Publikum seine Aussagen ohne ergänzende Informationen auf, zumal MedienvertreterInnen bemüht sind, „uns“ vor Verschwörungstheorien zu schützen, die auch Petritsch vermeiden will. Wir sollten uns nicht manipulieren lassen und nicht zum Objekt werden, meint er, was für Moderatorin Cornelia Vospernik vom ORF ein schönes Schlußwort war. Natürlich wurde nach der Veranstaltung sofort eifrig weitermanipuliert, wie BesucherInnen dann etwa in den Sonntagszeitungen mit vielen Seiten Angst und der öffentlich-rechtlichen Berichterstattung merken konnten, sofern sie es merken wollten…

 

 

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