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Notre Dame: Untergang des Abendlandes?

Wenn Notre Dame brennt, berührt es zugleich das christliche und das pagane Herz Europas, denn „unsere liebe Frau von Paris“ kann man auch Isis nennen, da Paris „Hain der Isis“ oder „Barke der Isis“ bedeutet, die Parisii, welche die Ile de la Cite besiedelten, sie verehrten. Dass Kelten zu Isis beteten, kennen wir auch aus unserer Geschichte, etwa wenn Überreste von Tempeln der Isis Noreia gefunden wurden. Offiziell zog sich die Christianisierung über Jahrhunderte, doch es gibt Legenden von Maria Magdalena in der Provence; sie soll in Aix-en-Provence begraben sein.  Schwarze Madonnen gehen nicht nur auf Isis zurück, sondern auch auf den Kult der Göttin Kybele aus Kleinasien, der wie jener des Mithras von römischen Legionären übernommen und verbreitet wurde. Die Verehrung von Mithras könnte sich wiederum aus dem Zoroastrismus entwickelt haben, der Auferstehung und Messias kannte. Moses und damit die Bibel sollen von Echnaton beeinflusst sein, der den Sonnengott Aton zum alleinigen Gott erklärte. All dies ist unser gemeinsames kulturelles Erbe, das so oder so attackiert wird; nicht von ungefähr stellte Anonymous kürzlich mehrere Videos zu den äyptischen Pyramiden ins Netz

Als am 15. März 2019 Brenton Tarrant ein Massaker in zwei neuseeländischen Moscheen anrichtete, gab es schon Spekulationen, warum er sich ausgerechnet eine Stadt mit Namen Christchurch aussuchte: „Der Name wurde im Zeitalter des Kolonialismus (British Empire) nach dem Oxford College Christ Church festgelegt. Die schon damals umstrittene Namensgebung wurde durch die Canterbury Association am 27. März 1848 offiziell und bezieht sich auf ihren Gründer John Robert Godley, der damit seine Alma Mater ehren wollte. Der Māori-Name der Stadt ist Ōtautahi, benannt nach einem Häuptling der Māori, der am Avon River siedelte. In den 1930er Jahren wurde eine Umbenennung dahingehend angestrebt; Ngāi Tahu befürworteten auch den Namen Karaitiana, eine Transliteration des englischen Wortes christian (dtsch.: Christ oder christlich).“ Den Maori ging es da ähnlich wie uns in Europa, als unsere Tempel und heiligen Haine zerstört wurden durch ein frühes Christentum, das sich dadurch auszeichnete,  Dämonen für real zu halten und sich einer gewalttätigen Sprache bediente (siehe The Darkening Age von Catherine Nixey). Am 17. März 2019 gab es einen Brandanschlag auf die zweitgrösste Pariser Kirche Saint Sulpice, die nach dem heiligen Sulpicius von Bourges benannt ist (vorher war auch hier ein Tempel; der Pariser Nullmeridian verlief in der Nähe). Anders als meistens beim beinahe alltäglichen Vandalismus gegen Kirchen fiel dieser Akt dadurch auf, dass gerade ein Orgelkonzert stattfand und daher Menschen in Gefahr gerieten. Am 15. April 2019 begann Notre Dame zu brennen, nachdem die letzten Arbeiter die Baustelle verlassen hatten; das Feuer soll über das Baugerüst ausgebrochen sein; die Frage nach der Brandwache bleibt.

Spekulationen auf Twitter (soll  Feuerwehrmann sein)

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Der vermeidbare Terror

Betroffenheitsbekundungen nicht nur aus der Politik lassen den Eindruck entstehen, dass man nichts gegen Terror der Art tun kann, wie er 12 Menschen im weihnachtlichen Berlin quasi nach Vorbild Nizza im Sommer getötet hat. Wer sollte aber etwa Angela Merkel noch abnehmen, dass sie einen „sehr schweren Tag“ für Deutschland sieht und wirklich „entsetzt, erschüttert und tief traurig“ ist? Und wer will noch mit jenen Welcomern diskutieren, denen selbst jetzt kein Licht aufgeht, zumal der Berliner Weihnachtsmarkt nicht der einzige Schauplatz ist? Schließĺich läuteten bei ihnen auch keine Alarmglocken, als in Großbritannien ein vermeintlich 12jähriger als 21jähriger Jihadist enttarnt,  in Deutschland ein 12jähriger erwischt wurde, der einen Nagelbombenanschlag auf einen Weihnachtsmarkt plante und und in Straßburg ein Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt verhindert wurde.

„Man hat uns Menschen geschenkt“ (Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckhardt) oder „was uns Flüchtlinge geben, ist wertvoller als Gold“ (EP-Präsident Martin Schulz von der SPD) sind längst geflügelte Worte geworden, die für immer mehr Menschen blanken Hohn ausdrücken. Es ist kein Wunder, dass sich die Leute nicht nur veräppelt, sondern verraten vorkommen, handeln doch solche Politikerinnen und Politiker gegen ihren Auftrag und damit gegen die Interessen von Staat und Bevölkerung. Göring-Eckhardt war nicht nur einmal Mitglied der Atlantikbrücke (wozu man eingeladen wird), sie vertritt auch weiterhin brav fremde Positionen. Martin Schulz erhält für seine weitere Karriere in der SPD Schützenhilfe vom Atlantic Council, das Konkurrent Sigmar Gabriel, der nun wirklich kein Rebell gegen die Transatlantiker ist, in die Schublade „trojanische Pferde des Kreml“ einordnet.

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Medien, Krieg und Terror

Angst, Angst, Angst kann man viele Seiten in zahlreichen Medien zusammenfassen, wenn man sich aktuelle Zeitungen ansieht. Wir sollen uns daran gewöhnen, dass es keine Sicherheit mehr gibt, dass Paris, Brüssel, Nizza, Würzburg, München und neuerdings auch Reutlingen und Ansbach überall und jederzeit passieren können. JournalistInnen sprechen nicht nur bei Veranstaltungen von notwendiger Gewöhnung an den Terror, sie schreiten auch etwa per Kommentar zur Tat.

Unentbehrlich sind im Propagandareigen ExpertInnen, bevorzugt dann, wenn es die Psyche von bereits toten Killern, Amokläufern, Terroristen etc. zu beurteilen gilt. Was München betrifft, sieht sich die Volksstiftung Deutsche Depressionshilfe veranlasst, eeinige Klarstellungen vorzunehmen, denn nach depressivem Verhalten sieht das Agieren von Ali Sonboly nicht aus. Zugleich wird beiläufig ein „IS-Doppelanschlag“ in Kabul mit mindestens 80 Toten erwähnt, der nicht weiter wichtig ist, weil es hier ja nicht um „den“ Westen geht, sondern nur um ein Land, das die USA vor 15 Jahren überfallen haben.

kroneterror

„Kronen Zeitung“ online

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Zum Asylstreit in der SPÖ

Geht es nach Medienberichten, stellt der burgenländische Landeshauptmann Hans Niessl mit seiner Forderung nach einem Kurswechsel nur unter Beweis, dass er Populist ist. Da liegt der Mainstream aber gar nicht mal so falsch, bedeutet es doch im Wortsinn, dass ihm die Anliegen der Bevölkerung wichtig sind. Niessl scheint wiederum Medien zufolge in der SPÖ damit allein zu sein, hat aber sein Bundesland hinter sich.

Gemeuchelt wird nicht nur verbal, sondern auch mit Fotos; etwa wenn man sich durch die Nachrichtenbeiträge in Ö1 klickt, wo ein lachender Niessl zur Illustration verwendet wird. Im Morgenjournal am 1. Dezember hiess es, er nehme seine Kritik zurück, die natürlich Bundeskanzler Werner Faymann gilt. (1) Niessl empörte sich wie andere Mitglieder der Landesregierung darüber, dass die Bundesregierung am Truppenübungsplatz in Bruckneudorf 400 Flüchtlinge unterbringen will, ohne dass man die Bevölkerung vorher informiert hat. Dazu kommt, dass es sich ja um unbekannte Personen handelt, die man gerade nach Paris nicht unbedingt dort einquartieren sollte, wo militärische Übungen stattfinden. Und tatsächlichen Kriegsflüchtlingen gegenüber ist es wohl mehr als unsensibel, so vorzugehen.

Heute hatte die „Kronen Zeitung“ eine Kampfansage  Niessls an Faymann auf dem Titel, samt Interview im Blattinneren. (2) „Niessl auf Konfrontationskurs“ nannte es die Webseite des ORF, weil ja Personalpolitik immer für Emotionen sorgt. (3) Wird man damit aber den handelnden Personen gerecht, deren inhaltliche Positionen doch zur Disposition stehen müssten? Man beachte auch, dass es am 30. November wieder eine Kundgebung in Bruckneudorf gab, bei der LH-Stellvertreter Johann Tschürtz (FPÖ) und Landesrat Norbert Darabos (SPÖ) auftraten. (4) Auch sie betonten, dass sie die Interessen der Bevölkerung vertreten, und dies auch gegen verhängnisvolle Politik auf Bundesebene.

„Wie die Bundesländer unser Geld verschenken“ ist nicht ohne Plan die Titelgeschichte des neuen „profil“, und in der dazugehörigen Radiowerbung meint Herausgeber Christian Rainer beinahe hämisch, dass die Länder „33 Milliarden für obskure Sozialleistungen verheizen“. (5) Wahrscheinlich ist die Wiener Sozialpolitik eher nach seinem Geschmack: Menschen in Not obdachlos machen, dafür Gemeindewohnungen für Flüchtlinge öffnen. Sowohl der Nationalstaat als auch der Förderalismus sind einem gewissen Herrn ein Dorn im Auge, der über NGOs und Stiftungen agiert und den Putin gerade aus Russland rausgeworfen hat. (6) Wer also „refugees welcome“ ruft (und nicht mal realisiert, dass das überall verwendete Logo von der Grenze zwischen USA und Mexiko stammt), dient fremden Interessen, die auch das soziale Gefüge in Österreich und seinen Bundesländern schwächen soll.

Nun wissen zum Glück immer mehr Menschen Bescheid über derlei Strategien und fragen sich fassungslos, wieso andere nicht durchschauen, dass sie instrumentalisiert werden. Teilweise ist es natürlich auch Selbst-Instrumentalisierung, etwa wenn zwar gelegentlich allgemein von „Menschenrechten“ die Rede ist, es konkret aber ausschliesslich um Flüchtlinge geht. So verhält es sich z.B. bei SOS Mitmensch, aber auch beim Verein von Ute Bock, der per Punschstand „gegen soziale Kälte“ auftritt, aber kein Problem damit hat, wenn diese Einheimische trifft. Wer durchschaut, was vor sich geht, tut sich aber oft schwer, auch in der Politik dieses Begreifen zu erkennen. Sicher liegt dies auch daran, dass PolitikerInnen via Medien zu uns sprechen und dort das kolportiert wird, was Medien verbreiten sollen.

Und über Strategien der USA, deren Einfluss auf (andere in der) Politik und Medien wird kaum jemand offen reden; schon gar nicht, wenn sie/er nicht in Opposition ist. In gewisser Weise finden auch Pressekonferenzen unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt – dies mag verwundern,  ist aber eine langjährige Beobachtung von mir. Ich meine damit, dass man im Mainstream den handelnden Personen nie gerecht wird, denn es wird nicht gewürdigt, wenn sich jemand bemüht und niemand als Blender dargestellt, der keinerlei Verantwortung wahrnimmt. Da Medien Teil des Druckes der USA sind, werden sie natürlich nie kritisch reflektieren, wie sie z.B. mit gebetsmühlenartigen Fragen zum Thema Asyl zusetzen. Wenn nun Landeshauptmann Niessl  von einem Kurswechsel in der SPÖ spricht, (7) glauben viele nicht, dass er sich komplexer Zusammenhänge bewusst ist, weil sie gewohnt sind, dies „der“ Politik gar nicht erst zuzutrauen. Dabei gibt es im Burgenland einige PolitikerInnen, die Bescheid wissen über internationale Aspekte und wohl nicht zuletzt deshalb das Koalitionsabkommen auf die auch wirtschaftliche Stärkung des Landes ausgerichtet haben.

PS: Offenbar ist Niessl doch nicht so „allein“ in der SPÖ, denn Kanzler Faymann reagierte sich in zynischen Ansagen in Richtung Koalitionspartner ÖVP ab. Man kann dies nachlesen, (8) deutlicher aber im Radio nachhören. (9) Und inzwischen legt Landesrat Darabos ausgerechnet in „Österreich“ nach, wo sich ja Faymann so gerne verstanden fühlt, wenn er weiss, wie andere anderswo  (z.B. in Griechenland) regieren sollten. (10)

(1) http://oe1.orf.at/artikel/426280
(2) http://www.krone.at/Oesterreich/Niessl_fordert_Kurswechsel_der_SPOe_bei_Asylfrage-Krone-Interview-Story-484717
(3) http://orf.at/stories/2312124/2312122/
(4) http://www.kleinezeitung.at/s/politik/innenpolitik/4877682/Wieder-Protest-gegen-ContainerQuartier-in-Bruckneudorf
(5) http://www.profil.at/oesterreich/titelgeschichte-wie-bundeslaender-unser-geld-verschenken-6110948
(6) https://jasminrevolution.wordpress.com/2015/12/01/putin-setzt-us-milliardar-soros-vor-die-tur/
(7) http://derstandard.at/2000026713275/Niessl-will-Kurswechsel-der-SPOe
(8) http://derstandard.at/2000026743362/Rote-kalte-Schulter-fuer-Niessl-bei-Ministerrat
(9) http://oe1.orf.at/artikel/426285
(10) http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20151201_OTS0224/darabos-in-oesterreich-regierung-muss-asylpolitik-aendern-sonst-erleidet-sie-schiffbruch

System Change, not Climate Change

In vielen Städten gingen Menschen vor Beginn der UN-Klimakonferenz auf die Straße; am 29. November auch in Wien, wo einige hundert Menschen vor dem Parlament „System Change“ formten. So erfreulich breite Bündnisse und waches Bewusstsein sind, erweisen sich einige Parolen und Forderungen auf den zweiten Blick doch als ziemliches Mischmasch. Unreflektiert wird auch gerne überall das Thema „Flüchtlinge“ hineingepackt, und man sollte auch fragen, was mit „Klimagerechtigkeit“ konkret gemeint ist.

Theoretisch könnte man ja sagen, dass alle Menschen das Recht haben, in Klimazonen zu leben, in denen ertragreiche Ernten, Niederschläge (aber nicht zu viel davon) und Wohlstand für viele selbstverständlich sind. Dass wir alle (unterschiedlich) betroffen sind, stimmt natürlich, doch wir dürfen auch hier nicht vergessen, dass die Zerstörung der europäischen Nationalstaaten auf der Agenda gewisser Akteure steht, die auch wissen, wie man sich „der“ Zivilgesellschaft bedient. In Wien wurde zunächst ein bisschen demonstriert, mit einem recht bunten Zug (inklusive Indigener), der von der Votivkirche zum Parlament marschierte.

Es gab keine langen Ansprachen, sondern nur kurze und daher stark vereinfachende Redebeiträge, was nicht so schlimm ist, da ja von den teilnehmenden Gruppen auch reichlich Material verteilt wurde. Kritik wurde daran geübt, dass nach den Anschlägen von Paris alle Kundgebungen untersagt werden, sogar AktivistInnen unter Hausarrest stünden. Freilich sind die Menschen in Frankreich kreativ genug, um dennoch ihren Protest zum Ausdruck zu bringen: „In the French capital, where demonstrations were banned by the authorities after attacks by Islamic State militants killed 130 people on Nov. 13, activists laid out more than 20,000 pairs of shoes in the Place de la Republique to symbolize absent marchers. Among the high heels and sandals were a pair of plain black shoes sent by Pope Francis, who has been a vocal advocate for action to prevent dangerous climate change, and jogging shoes from U.N. Secretary-General Ban Ki-moon. One activist, dressed in white as an angel with large wings, held a sign saying ‚coal kills‘. About 10,000 people also joined arms to form a human chain through Paris along the 3-km (2-mile) route of the banned march, organizers said.“ (1)

Zu Recht hiess es in Wien, dass „wir“ uns wenig erwarten von diesem Klimagipfel, weil bei seinen Vorgängern auch wenig Konkretes passiert ist; womit wir rechnen müssen, zeichnet sich etwa anhand von Aussagen der deutschen Kanzlerin ab, die „regelmässige Überprüfungen“ fordert. Ebenso viele wie für die Rettung des Weltklimas (oder noch mehr) gingen in Spanien und Großbritannien gegen die Destabilisierung Syriens auf die Straße. (3) In Wien (und wohl nicht nur hier) wurden „Klimagerechtigkeit“ und „Frieden“ miteinander in Verbindung gebracht, was ja auch die Parole vom „System Change“ impliziert. Wie dieser aber in der Praxis erfolgen soll, wenn viele sich ungewollt zu Handlangern eines „Changes“ weg von Nationalstaaten und damit für eine Untergrabung ihrer eigenen Lebensgrundlagen machen, sei dahingestellt. Bezeichnend ist aber, dass ein Mann zu jenen sagte, die den Infostand von Global 2000 betreuten, dass wir ja an allem selbst schuld seien, ergo auch mit den Konsequenzen, also den Klimaflüchtlingen, zurande kommen müssten.

Zwar verlieren Menschen auch aufgrund von Klimaveränderungen ihre Heimat, doch der grösste „Klimasünder“ sind immer noch Kriege, wobei man die Rolle von Konzernen und Banken nicht unterschätzen darf. (4) Nicht immer ist es tatsächlich eine Veränderung des Klimas, wenn ehemals fruchtbare landwirtschaftliche Gebiete nicht mehr genutzt werden können oder wenn lokale Produktion vernichtet wird. Jene TeilnehmerInnen am Protest in Wien hatten Recht, die kritisierten, dass zugleich rund um Weihnachten viel konsumiert wird, bei dem man lieber nicht so genau wissen will, wie es wo und vom wem hergestellt wurde. Immerhin war auch eine Plattform für Foodsharing vertreten, bei der es u.a. um gemeinsame Einkäufe beim Biobauern geht und die in Wien in manchen Bezirken sogar mehrere Initiativen anbietet. (5) Man sollte auch nicht verdrängen, dass es besser ist, weiterzuverwenden, was andere Menschen nicht mehr benötigen (also zu Flohmärkten, in Second Hand- und Umsonst-Läden zu gehen), statt extra produzierte, für grünen Lebensstil angebotene Ware zu kaufen.

Vor dem Stand von Attac versuchte ich, mit Menschen zu diskutieren, die gerade den Föderalismus als  „das“ grosse Problem in Österreich kritisierten und das Durchgriffsrecht der Bundesregierung bei der Unterbringung von AsylwerberInnen lobten. Zuvor habe ich gesehen, dass das neue „profil“ als Titelgeschichte hat „Wie die Bundesländer unser Geld verschenken“; Herausgeber Christian Rainer spricht in einem Werbespot davon, dass Länder und Gemeinden „mit obskuren Sozialleistungen Ihr Steuergeld verheizen“; und zwar im Ausmaß von 33 Milliarden Euro. Ich meinte, ich finde es richtig und als Beweis für  verantwortungsvolle Politik, dass die burgenländische Landesregierung gerade nach Paris (es gab bei der Kundgebung keine Gedenk-, aber eine Bedenkminute) dagegen protesiert, dass der Bund auf dem zweitgrössten Truppenübungsplatz Österreichs „Flüchtlinge“ unterbringen will. (6) „Ich kenne auch keinen Flüchtling persönlich“, erwiderte ein Mann, der jedoch vollstes Vertrauen in alle hat, die bei uns gelandet sind.

Dass ein Medium, das zuvor wie alle anderen Putin dämonisiert hat, dann auf Flüchtlingshype machte, nicht ohne Plan die Länder attackiert, gibt manchen Leuten nicht zu denken. Tatsächlich sollen aber die Nationalstaaten zerschlagen werden, und dem stehen überall dort, wo es ausgeprägten Föderalismus gibt, eben auch Regionen und Länder entgegen. Offenbar haben einige den Plattformtext für die Klima-Aktion nicht gelesen, denn unter den „12 Schritten gegen Klimawandel und für Klimagerechtigkeit“ beziehen sich nur zwei auf die internationale Ebene. (7)Hingegen ist alles andere nur vor Ort realisierbar, vom Umstieg auf erneuerbare Energien über öffentlichen Verkehr und Ernährungssouveränität bis zur Stärkung der regionalen Wirtschaft.

Einiges dazu findet man daher auch im vom Mainstream vielgescholtenen Programm der burgenländischen Landesregierung – deren heftigste KritikerInnen in der SPÖ, die Sozialistische Jugend, übrigens zu den UnterstützerInnen des Klima-Protestes gehören. Vielen wird dieser Widerspruch nicht klar sein, und sie schliessen sich medialer Sichtweise von „provinzieller“ Politik an, während sie selbst ja angeblich global denken (was ist mit lokal handeln?). Es fragt sich aber, ob alle, die bereitwillig für einen „System Change“ auf die Straße gehen, sich dessen bewusst sind, dass andere damit den „Systemwechsel“ von Nationalstaaten mit Sozialstaat zu Wildwuchs und Rechtlosigkeit meinen?

(1) http://www.reuters.com/article/2015/11/29/us-climatechange-summit-demonstrations-idUSKBN0TI00720151129 – man sieht hier auch Bilder von Demos in anderen Städten – nicht alle protestierten in Paris friedlich: http://www.krone.at/Welt/Rund_100_Randalierer_vor_Klimagipfel_festgenommen-Tumulte_in_Paris-Story-484545
(2) http://derstandard.at/2000026588118-632/Merkel-fordert-regelmaessige-Ueberpruefungen-in-Sachen-Klima
(3) http://www.presstv.ir/Detail/2015/11/28/439535/London-Madrid-protests-Daesh-Syria–
(4) https://netzfrauen.org/2015/11/28/rio-doce-disaster-unter-beteiligung-deutsche-bank-blackrock-vanguard-group-goldman-sachs/
(5) http://www.foodcoops.at – manche der Initiativen in Wien sind auch vegan
(6) ich gehe hier auch darauf ein: https://alexandrabader.wordpress.com/2015/11/28/welche-spielraeume-hat-politik/
(7) http://www.systemchange-not-climatechange.at und http://www.ots-video.at/v/2000-demonstrieren-fuer-system-change-not-climate-change/

Willy Wimmer: Hände weg von Syrien!

Einer von Merkels kritischen Parteikollegen ist Willy Wimmer, der lange dem Bundestag angehörte. In Kommentaren, aber auch auf Vortragstour erklärt er politische Zusammenhänge und motiviert die Bevölkerung, sich mit aktuellen nationalen / internationalen Vorgängen auseinanderzusetzen. Nun fordert er die Regierung Merkel dazu auf, Syrien in Ruhe zu lassen, statt die Bundeswehr einmal mehr nicht wie im Grundgesetz festgelegt nur zur Verteidigung einzusetzen:

Jetzt wird in Berlin die Axt angelegt. Die Republik soll eine andere werden. Das zeigt sich in der Migrationsfrage. Menschlichkeit war bislang staatliche Fehlanzeige. Als in diesem Jahr an die Schlußakte von Helsinki aus dem Jahre 1975 erinnert wurde, da hat man die Mahnung aus dem Text von vor vierzig Jahren schamhaft ignoriert. Schon damals wurde auf das Mittelmeer und den südlichen Rand desselben als großes Sorgenkind hingewiesen. Man ahnte und wußte, was sich da zwischen Israel und Marokko entwickeln würde.

Kohl und Kinkel haben mit anderen Europäern nach der Wiedervereinigung Pläne zur Integration und Stabilisierung dieser Großregion geschmiedet, die spätestens 1994 von den USA und Israel in die Ecke gefegt worden sind. Schutzlose Grenzen, hunderttausende Menschen, die sich unerkannt im Lande aufhalten, alles das zerstört die Pfeiler unserer westlichen Zivilisation. Souveränität und territoriale Integrität, das waren die Errungenschaften des westfälischen Friedens aus dem Jahre 1648. Wie alle anderen Friedensschlüsse seither zogen diese beiden Grundsätze die Konsequenzen aus den kriegerischen Verheerungen zuvor, die unser Land und weite Teile Europas zerstört hatten.

Das verstockte Beharren der Bundeskanzlerin auf Fehlentscheidungen schlimmster Art aus dem Sommer dieses Jahres war es nicht alleine, das die Substanz unseres Staates in diesem Kontext zerstört hatte. Sie und andere wußten seit langer Zeit, was sich an den Grenzen Europas zusammengebraut hatte. Weder sie noch andere haben überhaupt die Konsequenzen daraus gezogen und gehandelt. Sie und andere haben auch nicht gehandelt, als sich die Dimension der sommerlichen Fehlentscheidungen klar herausgestellt hat. Die Bestimmungen, die offene Grenzen in Europa und den Schutz unserer Außengrenzen erst möglich gemacht hatten, wurden weiter in dem illegalen Zustand belassen. Die Verfassungsposition des Deutschen Bundestages wurde unter dröhnendem Schweigen seines Präsidenten in die beseitigt. In Berlin ist es nicht weit mehr bis zur Volkskammer und die Kroll-Oper läßt grüßen.

Substanzloses Gerede der Bundeskanzlerin geht bei den deutschen Einpeitsch-Medien glatt durch. So auch die mantra-artigen Beschwörungen von der „Bekämpfung der Fluchtursachen“. Warum sollte das deutsche Volk nicht einmal genauer hinsehen? Diejenigen, die derzeit an der mazedonischen Grenze noch durchgelassen werden, stammen aus Afghanistan, Irak und Syrien. Die Bundeskanzlerin weiß besser als jeder andere, wie sehr die USA die Auflösung des Staates Afghanistan und die Leiden der Menschen in Afghanistan verursacht haben. Die in die Luft gejagten Hochzeitsgesellschaften sind doch nur ein Ausdruck dessen, was das westliche Bündnis in einem Land angestellt hat, das schon 2004 nach Aussage seines Präsidenten Karsai den Frieden hätte haben können. Mord und Totschlag, dafür steht seit 1999 die NATO als ehemaliges westliches Verteidigungsbündnis.

Kriegsgeiler als man sich in Berlin beim heraufziehenden Irak-Krieg der USA und der üblichen Verdächtigen, vor allem in der Person von Tony Blair, zeigen durfte, ging es wirklich nicht. Die heutige Bundeskanzlerin fiel öffentlichkeitswirksam ihrem Vorgänger im Amt, Gerhard Schröder, in den Rücken. Verpaßte Gelegenheit, bei der Zerstörung des Irak dabei sein zu können. Man muß nicht ins Ausland fliehen, wenn man in Teilen des Irak nicht unter die Fuchtel des IS geraten will. Aber das Schwadronieren der Bundeskanzlerin über Fluchtursachen im Falle des Irak macht nur deutlich, daß es die von ihr persönlich propagierte Politik war und ist, die erst Fluchtursachen schafft. Wie im übrigen auch durch das deutsche Kürzen von Hilfsgeldern an die UN, wie wir jetzt schmerzlich feststellen.

Das Ermächtigungsgesetz für eine deutsche Beteiligung an einem völkerrechtswidrigen Krieg gegen Syrien soll in diesen Tagen durch die Reststruktur des demokratischen Deutschland in Berlin gepeitscht werden.Um es ganz klar zu sagen. In Übereinstimmung mit dem Völkerrecht und nur das wird durch die Charta der Vereinten Nationen in Zusammenhang mit kriegerischen Handlungen akzeptiert und dargestellt, handelt nur die legitime syrische Regierung in der Verteidigung Syriens. Das gilt selbstverständlich auch für jene Staaten wie die Russische Föderation, die durch die legitime Regierung in Syrien um Hilfe gebeten worden sind. Es ist fast traditionelle Politik der USA, sich einen Dreck um das Völkerrecht zu scheren. Sie agieren lieber nach dem Gesetz des Dschungels, wenn sie-und das gilt auch für andere Staaten des sogenannten Westens- ohne Zustimmung durch die syrische Regierung auf syrischem Staatsgebiet kriegerische Handlungen durchführen.

Die Tragödie in Paris und der dortige Massenmord fordern deutsches Handeln bei diesen Straftaten heraus, die sich auf diese Verbrechen beziehen. Das wiegt umso schwerer, als erneut sich Hinweise auf unser Land ergeben haben, das sich durch die Vorgehensweise der eigenen Regierung als im Inneren unkontrollierbar herausgestellt hat. Selbstverständlich und mit aller Substanz, zu der der deutsche Staat noch fähig ist, nachdem ihn die Forderungen aus Übersee auf einen »lean state« in Übereinstimmung mit »shareholder value« zum Krüppel geschlagen haben. In Zusammenhang mit Syrien hat die Französische Republik schon zu einer Zeit vor dem Ausbruch des syrischen Bürgerkrieges durch Operationen von Spezialkräften jene Fakten geschaffen, die den Bürgerkrieg erst haben entflammen lassen.

Das konnte man in aller Breite den internationalen Medien entnehmen. Gemeinsam mit den weiteren kriegstreibenden Mächten wie den USA, Großbritannien, Saudi Arabien und Katar hat man Umstände gefördert, die auf die bekannten Schwachstellen in Syrien gezielt haben. Dabei hatte man zur Änderung der Lage in Europa stets die russische Schwarzmeerflotte auf der Krim in ihrer damaligen Versorgungsfunktion für den syrischen Mittelmeerhafen Latakia voll im Blick. Diese Mächte haben erst das Elend hervorgerufen, in der sich offenbar niemand mehr um den Schutz der Menschen in Syrien gekümmert hat, auch nicht die syrische Regierung. Ein Recht der französischen Regierung für ihr heutiges Vorgehen in Syrien besteht keinesfalls. Die einzige Legitimation hat Frankreich von Anfang an ausgeschlagen: ein Mandat des Sicherheitsrates des UN.

Das haben wir schon bei Libyen schmerzlich erfahren müssen. Was ist das für eine befreundete Regierung, die Staats-und Regierungschefs nach Paris einlädt, um das Vorgehen gegen Libyen zu besprechen und noch vor der Ankunft der Regierungsverantwortlichen die Bomber gen Tripolis fliegen ließ? In Paris sitzt der koloniale Colt zu locker und wir geraten in des Teufels Küche, wenn wir uns an der Seite von Paris und nicht des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen in kriegerische Abenteuer hineinziehen lassen. Es war nach dem Zweiten Weltkrieg und den Tribunalen von Nürnberg der Königsweg für Deutschland, aus den Schatten der von den Verbrechern zu verantwortenden Jahre zwischen 1933 und 1945 wieder heraustreten zu können. Eine der besten Verfassungen der Welt und die strikte Beachtung des Völkerrechts schienen die einzige Möglichkeit zu sein und Deutschland hat diese Möglichkeit bis 1999 genutzt, als ein deutscher Bundeskanzler das Verbot eines von deutschem Boden ausgehenden Angriffskrieges mit dem völkerrechtswidrigen Krieg gegen Jugoslawien schlichtweg kippte.

 Ohne Mandat durch den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen schließt Deutschland mit einer Beteiligung am syrischen Bürgerkrieg an der Seite Frankreichs an die Politik von 1939 an. In Berlin entfaltet sich derzeit die ganze Tragik der deutschen „Öffentlichen Verwaltung“. Selbst die Bundesregierungen in Bonn verfügten über Ministerien, die jeden Gesetzentwurf fertigen konnten. Heute braucht man da angelsächsische Anwaltsfabriken. So sind auch die Argumente rechtlicher Art, die man für den Einsatz deutscher Kampfflugzeuge an der Seite des französischen Partners heranzieht. Winkeladvokaten haben das argumentative Gesetz des Handelns in Berlin voll in der Hand, denn alles das, was man hören und lesen kann, hat nur ein Ziel: über eine deutsche Kriegsbeteiligung an den Bestimmungen der Vereinten Nationen vorbei diese Organisation in ihrer Funktion für den Weltfrieden endgültig zu zerstören und die seit dem Jugoslawien-Krieg angestrebte Rolle der NATO voll ausleben zu können.

Diplomaten weisen derzeit darauf hin, daß sich die USA in internationalen Organisationen, wie in der OSZE, gezielt sprachlos stellen. Man verweigert sich den Gepflogenheiten und läßt Abgeordnete nicht mehr an den vorgesehenen Sitzungen teilnehmen. Das hatten wir in der ersten Hälfte der neunziger Jahre schon einmal, als amerikanische Senatoren ihre Land zu diesen Zwecken nicht mehr verlassen durften. Das Ergebnis: die USA kamen als Aggressionsmacht auf dem euro-asiatischen Kontinent aus diesem Prozeß heraus. Blüht uns wieder eine solche Erfahrung, diesmal gegen die BRICS? Syrien verheißt nichts Gutes und Deutschland ist wieder dabei, wenn es um die Zerstörung unserer zivilisatorischen Grundpfeiler geht. Die Frage, ob wir etwas aus der Vergangenheit gelernt haben, kann uns getrost im Hals stecken bleiben.

Vielen Dank, Herr Wimmer, für diesen präzisen Kommentar!
Alexandra Bader

Willy Wimmer hat letztes Jahr gemeinsam mit dem Historiker Wolfgang Effenberger das Buch „Wiederkehr der Hasardeure“ veröffentlicht. Darin spannen die Autoren einen Bogen von der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg bis heute, und vergleichen das Schüren von Konflikten mit damals. Effenberger kommentiert und analysiert die aktuelle Entwicklung ebenfalls (siehe https://alexandrabader.wordpress.com/2015/11/26/wolfgang-effenberger-zum-ursprung-des-islamischen-terrors/ ). Willy Wimmer war am 16. Oktober im Rahmen seiner Vortragsreise auch in Österreich (siehe Bericht: https://alexandrabader.wordpress.com/2015/10/18/willy-wimmer-war-in-oesterreich/ ) und ist am 2. Dezember um 18 Uhr im  Hotel Vötterl (Festsaal), Salzburgerstraße 54,  5084 Großgmain (Salzburg) zu Gast. Nähere Infos hier: https://zeitgeist-online.de/die-naechsten-termine/unsere-veranstaltungen/icalrepeat.detail/2015/12/02/47/ – da die Veranstalter, die Untersberg-Akademie, keine Webseite haben, Anfragen und Anmeldungen bitte an: intercom(at)gmx.at (Pfr. em. Herbert J. Schmatzberger).

Refugees Welcome als Wiedergutmachung?

Sucht man nach Anknüpfungspunkten für den Flüchtlingshype, wird man in der gemeinsamen Vergangenheit von Deutschland und Österreich fündig. Dabei geht es um psychologische Mechanismen, die sich jene zunutze machen, die diesen Hype wollen oder mit ihm mitschwimmen. Auch ihre KritikerInnen laufen leicht Gefahr, auf die gleichen Trigger anzuspringen.

Spaziert man etwa durch den zweiten Wiener Gemeindebezirk, findet man nicht nur orientalische und asiatische Läden, sondern auch koschere Geschäfte und Gedenksteine im Straßenpflaster. Der jüdischen Bevölkerung wäre es lieber, es gäbe mehr Gedenktafeln an Häusern, weil manche Menschen ja gedankenlos auf diese Steine treten. Ich habe am 23. November zuerst eingekauft und kam dann in die Schmelzgasse, in der ich noch nie war (ich wohne in einem ganz anderen Bezirk) und in der vor einem merkwürdigen, anders wirkenden Haus eine Grauen erregende Atmosphäre war.

Es war unbeschreibliches Grauen, das ich spürte, und zugleich das Ausgeliefertsein von Menschen, die auf ihre Deportation in den Tod warteten – und daneben ging damals das normale Leben für die anderen weiter. Die Inschriften auf dem Boden verrieten mir, dass hier tatsächlich Menschen zusammengepfercht waren, von denen nur wenige die Shoah überlebten. Sie wurden von anderen Menschen ausgeliefert, die ihre NachbarInnen, ihre MitbürgerInnen gewesen sind; wenn man Schmelzgasse in Verbindung mit Shoah googelt, erfährt man, dass einige der Opfer aus anderen Gegenden hierher gebracht wurden.

Von den eroberten Gebieten abgesehen waren es keine „Fremden“, die von den anderen in den Tod geschickt wurden, sondern Deutsche und ÖsterreicherInnen, die von Mitmenschen verraten wurden. Dass Verrat eine Rolle spielte, zeigen auch jene Gestapo-Dateien, die nicht vernichtet wurden; ohne die eifrige Mithilfe ganz normaler BürgerInnen hätte die Gestapo weit weniger Wirkung entfaltet. Dabei hat sie im einen oder anderen Fall sogar erkannt, dass nur jemand eine/n anderen loswerden wollte, auf seinen Besitz scharf war, Eifersucht oder offene Rechnungen im  Spiel waren, und ihre Ermittlungen eingestellt.

Verrat an Menschen, die nichts von den VerräterInnen unterschieden hat, ist die schwere Hypothek, welche die Deutschen und die ÖsterreicherInnen von ihren Eltern, Grosseltern, Urgrosseltern geerbt haben. Davon soll offenbar befreien, dass Menschen, die Gesetzen zufolge Fremde sind und auf die nur selten die Genfer Konvention anwendbar ist, über unsere eigenen NachbarInnen gestellt werden. Was aber kann man an den Menschen „wiedergutmachen“, die zunächst „Flüchtlinge“ waren, jetzt aber permanent „Schutzsuchende“ und „Schutzbedürftige“ genannt werden?

Was bedeutet es, dass sie mit Gaben in übertriebenem Ausmaß überhäuft werden; dass Überflüssiges weggeworfen, am Straßenrand und in Wiesen zurückgelassen wird? Dass sich vor einem Lager der Caritas am Wiener Westbahnhof – als dieser ein Hot Spot war – Säckeweise zuviel gespendete Kleidung türmte, aber im Minutentakt weitere Kleidung gebracht wurde? Welchen Sinn macht ein Projekt nach dem anderen, während länger bestehende Obdachloseninitiativen klagen, dass ihnen immer weniger gespendet wird?

Was sagt es über uns aus, wenn z.B. SoldatInnen im Einsatz an der Grenze schlechter behandelt und versorgt werden als (vermeintliche) „refugees“? Wie kommt es, dass sich HelferInnen sehr viel von jenen gefallen lassen, die aggressiv auftreten, die auch untereinander Konflikte gewalttätig lösen? Wie kann eine Angela Merkel, ein Werner Faymann sich als BundeskanzlerIn betrachten, ohne zu erkennen, dass Grundgesetz bzw. Bundesverfassung einen Handlungsrahmen vorgeben und ihre „Willkommenspolitik“ damit nicht das Geringste zu tun hat?

Historische Schuld kann nur in Lernen aus der Vergangenheit münden, das darin bestehen würde, es niemals wieder soweit kommen zu lassen, dass ein Staat und seine Bevölkerung gegen Teile der Bevölkerung auf  faschistische Art vorgeht.  Wer im „refugees“-Hype schwelgt, aber konsequent wegsieht, wenn Einheimische verarmen oder / und entrechtet werden, ist alles andere als ein „Antifaschist“. Nicht ohne Grund sagte der frühere Patientenombudsmann Werner Vogt, dass Menschen nirgendwo so schnell ihre Bürgerrechte verlieren wie in Österreich, wo Netzwerke um Bezirksgerichte Menschen willkürlich ihre Selbstbestimmung und ihren Besitz nehmen, gegen ihre Opfer in gewisser Weise auch vergleichbar wie „damals“ vorgehen.

Wer den Flüchtlingshype am Kochen hält, ist meist nicht bereit, Einheimischen in Not zu helfen oder sich mit ihnen gegen Unrecht zu solidarisieren. KritikerInnen dieser menschenverachtenden Haltung sind fassungslos, wie diese Gefühl- und Charakterlosigkeit möglich ist, doch man kann es wohl mit der „Wiedergutmachung“ des Unrechts an Nachbarn an Fremden erklären. So muss man sich nicht eingestehen, dass die Eltern, die Grosseltern, die Urgrosseltern daran beteiligt waren – und sei es, dass sie einfach wegsahen -, wie Menschen aus ihrer Mitte gerissen wurden, um sie in den Tod zu deportieren. Nicht von ungefähr wird gerne der englischsprachige Begriff „deportation“ verwendet, und manchmal gibt es auch direkte Shoah-Vergleiche, etwa wenn Kanzler Faymann von Zügen in Ungarn spricht.

Warum leben so viele Muslime in Deutschland und Österreich, kann man sich auch ganz ohne Panikmache und Stereotype fragen. Wollen „wir“ so wiedergutmachen, dass so viele Juden getötet und vertrieben wurden? Wie auch immer wir die Bevölkerung „auffüllen“, es wird nie wieder so sein wie früher. In der Leopoldstadt hätte es ein jüdisches Geschäft neben dem anderen geben müssen und jüdisches Leben auf den Straßen. Zwar gibt es inzwischen wieder mehr Juden in Wien, doch nur dank Einwanderung etwa aus Russland, und einige Läden, Restaurants, Kaffeehäuser – all das ein Abglanz des Wien vor 1938.

Wer sich nicht der Tatsache stellt, dass nicht nur „Fremde“ getötet wurden, sondern auch Nachbarn, scheint gegenwärtig auch nicht erkennen zu können, dass Unrecht an Nachbarn genauso schlimm ist, wie wenn man einen Flüchtling so behandeln würde. Universelle Menschenrechte sind dann ein reines Lippenbekenntnis, antifaschistische Parolen das Bekenntnis dazu, nichts verstanden und nichts gelernt zu haben. Als im Juni 2015 die SPÖ Burgenland entschied, mit der FPÖ zu koalieren, trug die inszenierte Empörung auch das Label „antifaschistisch“.

Weil ich Antifaschistin bin, habe ich thematisiert, dass der neue burgenländische Landesrat Norbert Darabos als Verteidigungsminister und als SPÖ-Bundesgeschäftsführer offenkundig unter Druck stand, da man nicht mit ihm reden konnte. Die SPÖ-Freiheitskämpfer fühlten sich sehr in Frage gestellt und waren empört, dass ich ihnen vorhielt, wie sie da einfach zusehen können, ohne Position zu beziehen – haben sie das aus 1938 gelernt? Wo sie und andere damals gewesen wären, kann ich mir lebhaft vorstellen, da Schikanen gegen mich auch okay sind. Aber jetzt weiss ich, dass ich als „Nachbarin“ bzw. Österreicherin nicht ins Schema passe, weil echte Vergangenheitsbewältigung bedeutet, sich der gegen Einheimische möglichen Gewalt und Willkür bewusst zu sein.

„Je suis Paris!“ sieht man derzeit als weiße Leuchtschrift auf schwarzem Grund an der SPÖ-Zentrale. Als alle „Charlie“ und damit angeblich für Presse- und Meinungsfreiheit und Menschenrechte waren,  galt dies natürlich nicht für Ceiberweiber, wie ich mich bei der SPÖ selbst überzeugen konnte. Man beging diverse Gedenktage (auch zum Februar 1934) mit einem Genossen Darabos,  der sich nicht frei bewegen kann, ohne dass sich die GenossInnen etwas dabei dachten. Grösser kann der Gegensatz zwischen in Reden beschworenem Pathos und tatsächlichem politischem Handeln wohl kaum sein.

Man nennt es „Projektion“, unerwünschte Haltungen anderen zuzuschreiben, nicht den eigenen Anteil zu sehen bzw. sich nicht der Tatsache zu stellen, dass in jeder Situation die in letzter Zeit vielzitierte „Menschlichkeit“ angebracht ist. Bis zum Erbrechen ist von „Unmenschlichkeit“ die Rede, wenn Maßnahmen gesetzt werden sollen, die den Interessen der hier lebenden Menschen dienen, statt „Schutzsuchende“ über sie zu stellen. Wie können, um den Begriff „Projektion“ zu illustrieren,  rote „AntifaschistInnen“ in der Kritik stehen, sich mit sich selbst auseinandersetzen, wenn sie sich so toll verbal „antifaschistisch“ und gegen „Unmenschlichkeit“ und für „Menschenwürde“ (von Flüchtlingen) sind? Zusehen, wie ein Genosse unter Druck steht und abgeschottet wird, würde offenbaren, dass dieses Selbstbild auf tönernen Füßen ruht.

Und zur Frage führen, wie es denn wirklich um „Vergangenheitsbewältigung“ bestellt ist, die immer einschliessen muss, dass es familiäre Verbindungen zur Vergangenheit gibt. In der Regel haben jene Menschen tatsächlich die historische Perspektive und den persönlichen Bezug in ihr Leben integriert, die ihre VorfahrInnen in unterschiedlichen Rollen wahrnehmen können, aber Verstrickungen in das Regime nicht aussparen. Auch wer dem „refugees“-Hype skeptisch gegenüber steht, kann sich übrigens psychologisch einspannen lassen, ohne dies zu realisieren – zum Beispiel, wenn lautstark befürchtet wird, „das deutsche Volk“ könne durch Zuwanderung in die Minderheit geraten. Der Dreh- und Angelpunkt bleibt gleich und wird mit den „AntifaschistInnen“ geteilt, ohne dass man sich jeweils als zwei Seiten einer Medaille wahrnimmt.

Strategie der Spannung

„Brüssel in Angst, Ärger über Seehofer, Flüchtlingszahlen steigen“ fasst der Newsletter von Meedia.de eine komplexe Situation zusammen und gibt damit auch Mainstream-Sicht wieder. Da Terror, der jede/n treffen kann, die Bevölkerung als solche einschüchtern soll, ist der Begriff „Strategie der Spannung“ auf jeden Fall passend.

Und vielschichtig wird es auch deshalb, weil es sich über mehrere Länder erstreckt, mit Ereignissen auf anderen Kontinenten zu tun hat und sowohl Mainstream als auch Alternativmedien verunsichern. Dazu gehört die Frage, ob Paris eine „false flag“ war oder nicht, was jedoch seriös betrachtet aus vielerlei Gründen eher unwahrscheinlich ist. (1) Zur Berichterstattung – die realistisch sein oder Angst schüren kann – wäre auch zu sagen, dass sie wesentliche Faktoren ausblendet, die zum Verständnis hilfreich sind.

Etwa, dass die Anschläge vom 13. November nicht die schlimmsten Massaker in Paris nach 1945 sind, wie der Journalist Eric Margolis ausführt: „Wie der bekannte Experte für den Mittleren Osten Robert Fisk schnell aufzeigte, fand in Paris vor 54 Jahren am 17. Oktober 1961 eine noch schlimmere Gräueltat statt. Der Pariser Polizeichef Maurice Papon, ein ehemaliger Beamter des Vichy-Regimes, der im Krieg über tausend Juden in den Tod geschickt hatte, ließ seine brutalen Einsatztruppen gegen 30.000 arabische Demonstranten los, die die Unabhängigkeit Algeriens von der Kolonialherrschaft Frankreichs forderten.

In einer Orgie des Tötens wurden rund 200 Algerier getötet. Viele wurden bewusstlos geschlagen und dann von der Pont St. Michel-Brücke in die Seine geworfen. 11.000 Algerier wurden verhaftet und in Internierungslagerlager oder in ein Sportstadion gesperrt. Ich war in Paris, als diese Massaker stattfanden. Sechs Monate danach besuchte ich wieder Paris, als vier pensionierte französische Generäle versuchten, einen Staatsstreich gegen die Regierung von Präsident Charles de Gaulle und Premierminister Michel Debré durchzuführen, die die Absicht hatten, Algerien nach 132 Jahren französischer Kolonialherrschaft die Unabhängigkeit zu geben.“ (2)

Es wäre jedoch zu einfach, einen direkten Zusammenhang zwischen Kolonialvergangenheit und Radikalisierung herzustellen, zumal die Bataclan-Konzerthalle wohl aus antisraelischen Motiven ausgewählt wurde, da dort seit Jahren Solidaritätsveranstaltungen für die israelische Armee stattfanden und es immer wieder Drohungen gab. Es gab schon wieder Terroralarm auf einem Transatlantikflug; die Maschine landete in Kanada; zwei Flugzeuge der Air France auf dem Weg von den USA nach Europa waren bereits am 17. November von Drohungen betroffen, doch es wurden keine Bomben gefunden. (3)

In Brüssel. wo seit drei Tagen die höchste Terrorwarnstufe gilt, wurden Verdächtige festgenommen. (4) Die Stadt ist wie ausgestorben, „die Leute trauen sich nicht auf die Strasse“, heisst es im Radio an einem ruhigen Sonntag, an dem manche Strassen in Wien auch eher leer sind, aber viele Menschen in Cafés, bei Veranstaltungen oder am Weihnachtsmarkt vor dem Rathaus sind. In der EU-Hauptstadt wurden Fußballspiele abgesagt, die U-Bahn fährt nicht, Museen sind geschlossen.

In Österreich rühren Schuß- oder Explosionsverletzungen von Hobbys oder Brauchtum her: so wurde ein 25jähriger bei der Fasanjagd angeschlossen, und ein Mädchen verlor mehrere Finger, als ein Knallkörper beim Perchtenlauf in ihrer Hand explodierte. Ein Cobra-Einsatz in Wien hatte nichts mit Terror zu tun (wie Medien zuerst vermuteten), sondern galt zwei Tschetschenen, deren Streit gewalttätig eskalierte.

Brüssel ist nicht nur Sitz von EU-Institutionen, da seit 1967 das Hauptquartier der NATO in Casteaeu bei Brüssel beheimatet ist. Zuvor war es in Paris, doch nachdem französische Geheimdienste die Spur von einem Attentäter, der 1962 de Gaulle und dessen Frau nur knapp verfehlte, zu US-Geheimdiensten verfolgt hat, schied Frankreich aus den militärischen Strukturen der NATO aus. Damals schrieb die „Zeit“ über den „teuersten Umzug aller Zeiten“:

„Dieser Vorgang illustrierte die Entschlüsse General de Gaulles: Am 21. Februar 1966 hatte er seinen Verbündeten verkündet, er werde sich im Interesse der Handlungsfreiheit Frankreichs dem militärischen Integrationsnetz der NATO gänzlich entziehen, auch wenn er ihr politisch weiterhin verbunden bleiben wolle. Um im Ernstfall nicht doch wider Willen Opfer einer Bündnisautomatik zu werden, wies er der NATO Ende März 1966 auch noch die Tür: Bis zum 1. April dieses Jahres sollten sämtliche militärische Einrichtungen der westlichen Verteidigungsgemeinschaft von französichem Boden verschwunden sein. Damit wurde eine der kostspieligsten Umzugsaktionen in der Militärgeschichte fällig: Den Wert aller Investitionen in Frankreich, die aus NATO-Mitteln finanziert wurden, schätzen Experten auf mehr als vier Milliarden Mark. Die Frage der Entschädigung ist noch offen.“ (5)

Der französische Generalstabsoffizier Guy Doly veröffentlichte 1980 unter dem Pseudonym „Francois“ den Roman „La sixieme colonne – Si les Russes attaquaient“, der sich mit einem Überfall Russlands auf Westeuropa befasst. Einer von Dolys Protagonisten meint zum Thema Reaktion der USA: „Außerdem,  was hat schon die mehr oder weniger verschleierte Neutralität Frankreichs seit 1966 zu bedeuten? Man wollte der NATO nicht mehr angehören, obwohl man weiterhin Nutzen aus der amerikanischen Protektion zog…“ (6) Auch in dieser fiktiven Geschichte wird aber darauf hingewiesen, dass sich Frankreich nach wie vor auf Artikel 5 des NATO-Vertrags berufen kann, nach dem ein Angriff auf ein Mitglied einer auf alle Mitglieder ist.

Dolys Offiziere sprechen von der „Selbstverteidigungsfähigkeit“ Frankreichs, die umso mehr notwendig wurde, als die militärischen Strukturen der NATO verlassen wurden, wobei diese Selbstverteidigung auch auf Atomwaffen basiert. Bereits in den 1950er Jahren gab es den Versuch, europäische Verteidigung ohne die USA zu organisieren, nämlich in der EVG, die eine europäische Armee vorsah, aber 1954 an der Ratifizierung im französischen Parlament scheiterte. Erst als Nicolas Sarkozy Präsident war, kehrte Frankreich übrigens in die Strukturen der NATO zurück, doch nun hat Nachfolger Francois Hollande nicht Beistand nach Artikel 5 des Nordatlantikvertrags eingefordert, sondern sich auf Artikel 42 (7) des Lissabon-Vertrags der EU berufen. (7)

Es heisst, dass überhaupt als erstes US-Präsident Obama auf die Anschläge reagiert hat; jedenfalls traf Außenminister Kerry am 16. November in Paris ein, um so die Solidarität der USA mit Frankreich unter Beweis zu stellen. Dort trat Kerry allerdings nicht an der Seite von Präsident Hollande an die Öffentlichkeit, sondern sprach vor der US-Botschaft zur Presse. Zuvor hat Hollande bei einer Sondersitzung der beiden Kammern des Parlaments eine Rede gehalten. Am 17. November löste Frankreich dann als erstes Land den EU-Beistandsmechanismus aus. Im NATO-Vertrag ist von Beistand die Rede, der aber nicht militärisch sein muss, und seine Gültigkeit ist auf das Gebiet der Mitgliedstaaten begrenzt; de facto ist die NATO aber längst ein Angriffs- und kein Verteidigungsbündnis.

Solange die Westeuropäische Union existierte, die sich neben der NATO nie richtig etablieren konnte, hätte die EU sich auf deren Vertrag beziehen können, der militärische Beistandspflicht und out of area-Operationen vorsieht. Lissabon liegt zwischen NATO-Vertrag und WEU-Vertrag; deshalb ist auch nicht so klar, was Artikel 42 (7) in der Praxis bedeutet: „The implications and timing of any EU-wide effort to act on the clause were not immediately clear. Ursula von der Leyen, Germany’s defense minister, said in Brussels that Germany would do ‚all in our power to offer help and support‘ but that Tuesday was ’not a day of concrete actions‘ but a ‚day of listening‘.“ (8) Man kann es auch wie die „Irish Times“ ausdrücken: „The clause is not strictly the same as Nato’s mutual defence clause that considers an attack against one ally as an attack against all, but the article can be invoked the case of ‚armed aggression‘ on any EU country.“ (9)

Übrigens gibt es heute keine „verschleierte Neutralität“, eher schon verschleierte NATO-Mitgliedschaft von formal und rechtlich bündnisfreien und neutralen Staaten.
Wenn man sich daran erinnert, wie US-Medien wie „Newsweek“ Wladimir Putin dämonisieren (10), liest man einen Artikel über Hollandes Reaktion auf den Terror mit besonderer Aufmerksamkeit: „Paris has put Europe on the spot. Will Europe step up? Paris is skeptical—even cynical—about the willingness and ability of its European partners to take on their share of the burden for European defense and counterterrorism.“ (11)

Mit anderen Worten ist es überraschend und aus US-Sicht unangebracht, dass Frankreich die EU ins Spiel bringt. Und man überlegt auch gleich, wer damit noch unzufrieden sein könnte: „France’s northern and eastern European allies would prefer to focus their capabilities on defending against Russia. France’s American ally stepped up soon after the attacks in Paris by providing important intelligence, which enabled France to retaliate against ISIS in Raqqa. The United States also provides important refueling assets to French combat aircraft.“

„Newsweek“ meint, dass die Pressekonferenz von Präsident Obama beim G20-Gipfel in der Türkei „Paris alarmiert haben muss“, denn „Obama showed a distinct lack of urgency and an unwillingness to significantly increase America’s military contribution to the fight against ISIS.“ Und nur deshalb wendet sich Frankreich an die EU? Anscheinend alarmiert die USA auch, dass Frankreich und Russland zunächst mal gegen den IS zusammenarbeiten: „If that attitude holds, Paris may be tempted to cooperate more closely with Moscow in Syria on the military front, which presents its own operational limitations. What about France’s Gulf Arab allies, who have been on a spending spree buying French military equipment? Will Saudi Arabia, Jordan, and the United Arab Emirates ramp up their participation in anti-ISIS operations in Syria? Or will they remain focused on what they see as a greater threat—Iranian-backed rebels in Yemen?“

Man hofft auch, dass angesichts der Budgetsituation Hollandes Pläne im Bereich Sicherheit und Verteidigung scheitern: „Hollande told parliament that France will hire 5,000 police and gendarmes, 2,500 correctional and judicial staff and 1,000 customs officials. He also promised to forestall any cuts to defense spending out to 2019. In his speech, the French president declared that the ’solidarity clause‘ trumps the ’stability pact‘. meaning France would prioritize its investment in security over efforts to rein in its bloated budget deficits, which persistently violate EU rules. Brussels (and Berlin) may not protest this statement in the immediate aftermath of the attacks, but they may very well begin to grumble in the months and years ahead if enhanced security is seen as a new excuse for Paris to miss its EU budget targets.“

Auch hier gilt es aber, zu fragen, ob es nur um die Defizitkriterien geht, wenn Artikel 42 (7) aktiviert wird – oder ob Hollande sich tatsächlich an Charles de Gaulle orientiert? „Trotz allem ist Sicherheit notwendig. Ein Beispiel dafür ist das Stade de France, wo die Zutrittskontrolle einen der Attentäter entdeckte, worauf dieser sich auf der Flucht in die Luft sprengte. Gut möglich, dass die anderen zwei Attentäter, die sich in unmittelbarer Nähe aufhielten, ebenso die Absicht hatten, sich innerhalb des Stadions mit 80’000 Zuschauern in die Luft zu sprengen. Ein Stadion kann man schützen, nicht aber jeden Konzertsaal, nicht jedes Restaurant oder Café in einer Stadt wie Paris“, bemerkt der spanische Journalist Rámon Lobo in einem kritischen Kommentar. (12)

„French president judged it too dangerous to send soccer crowds out where militants might be waiting“, beschreibt das „Wall Street Journal“ die dramatischen Minuten am Abend des 13. November: „Mr. Hollande was enjoying the soccer game along with the relatives of people who had died in an unrelated tragedy: the crash of a Germanwings jetliner in the Alps. He was one of the few to leave the stadium during the game.“ (13)

Abgebildet wird er übrigens im Sicherheitskontrollraum des Stadions, mit dem Handy telefonierend, um 21: 36 Uhr. Paris Match verwendet das gleiche Bild, das ein offizielles Foto ist, und berichtet darüber, wie Hollande angesichts der Gefahr aus dem Stadion gebracht wurde. Um 21:13 Uhr war die erste Explosion zu hören, und seine Security stellte sich sofort vor ihn; wenig später erfolgte dann ja die zweite Explosion. Er begab sich dann in den Sicherheitsraum des Stadions, das einer der Austragungsorte der EM 2016 sein soll, und wurde nach 22 Uhr hinausgeschleust; „exfiltrè“ auf französisch, was in vielen Schlagzeilen vorkommt. (14) Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier ist bekanntlich im Stadion geblieben, um den Eindruck zu vermeiden, dass etwas Ungewöhnliches vor sich geht und Panik zu vermeiden. (15)

„Weil die Attentäter nicht bis ins Stadion vordringen können (mindestens einem wird der Zutritt verweigert) sprengen sich die beiden vor dem Stadion in die Luft. Zu diesem Zeitpunkt sind im Stade de France etwa 20 Minuten gespielt. Der Knall ist laut, doch rechnen die meisten zunächst wohl mit Böllern, die vor oder im Stadion gezündet wurden. Man ist sich diesbezüglich ja schon einiges gewohnt. Deutschlands Jérôme Boateng kommentiert später: ‚Beim ersten Knall guckte ich ins Publikum, aber da war kein Rauch, nichts. Da wurde mir schon komisch, weil wir mittags im Hotel die Bombendrohung hatten. Beim zweiten Knall fragte ich mich, was das sein könne‘, “ heisst es in einem Bericht. (16) War zuerst davon die Rede, dass zwei der drei Männer, die sich vor dem Stade de France in die Luft sprengten, über die „Flüchtlingsroute“ gekommen sind, sagen Ermittler jetzt, dass es bis zu fünf sein könnten. (17)

Auf der Webseite „Public Intelligence“ findet man Analysen und offizielle US-Dokumente; in einem Bericht ist vom späteren „Kopf“ der Pariser Anschläge die Rede: „The raid of a safe house in Verviers, Belgium on January 15, 2015 resulted in a firefight between three suspects involved in the plot and police.  Two of the suspects were ultimately killed and the third was arrested by Belgian authorities.  Items recovered from the safe house as well as other locations in Belgium and several other European countries included ‚automatic firearms, precursors for the explosive triacetone triperoxide (TATP), a body camera, multiple cell phones, handheld radios, police uniforms, fraudulent identification documents, and a large quantity of cash‘.

With more than a dozen individuals associated with the plot spread out throughout Europe, including France, Spain, Greece and the Netherlands, the group sought to exploit the ’significant challenges for law enforcement to detect and investigate multi-jurisdictional threats and the necessity of interagency sharing of information about emerging and ongoing threats‘.  In fact, the group’s leader Abdelhamid Abaaoud reportedly directed other members via a cell phone from a safe house in Athens, Greece and was able to return to Syria even after the raid in Belgium, despite having international warrants for his arrest.  The group also employed sophisticated operational security measures and were able to acquire weapons and other supplies without being detected by law enforcement due to knowledge gained during their extensive criminal histories.“ (18)

Man beachte, dass dies nur wenige Tage nach Charlie Hebdo stattfand, es jetzt in Brüssel höchste Terrorwarnstufe gibt und trotz dieser alarmierenden Situation zu Jahresbeginn bei der Migrationswelle auf Druck via Kanzlerin Merkel keinerlei Rücksicht auf Sicherheitsanforderungen gelegt wurde. Wobei eigentlich nur die Gesetze der betroffenen Länder hätten beachtet werden müssen, was durchaus mit Asylrecht und Genfer Konvention vereinbar ist (nach der nur ein Bruchteil derer, die Medien jetzt als „Schutzsuchende“ bezeichnen, Flüchtlinge sind). Immerhin wird auf Flughäfen kontrolliert, über die wesentlich mehr Menschen täglich einreisen als über belagerte Grenzen; und Einheimische bzw. EU-BürgerInnen, die sich nicht unter „Schutzsuchende“ mischen, müssen ohnehin warten, wenn sie mit dem Auto Landesgrenzen überqueren, weil sie sehr wohl kontrolliert werden.

Anonymous meldete, dass der IS am Sonntag in mehreren Staaten zuschlagen wollte, doch dann distanzierte man sich wieder davon. Es war von bestimmten Veranstaltungen die Rede, unter anderem in Frankreich, den USA, Italien und Indonesien. „We did not spread any rumors about possible future ISIS attacks, and frankly, we do not know where the rumors come from,“ hiess es dann. (19) Auf der „von Russland annektierten“ Krim (wie der ORF es nennt) gab es hingegen Anschläge auf die Stromversorgung, die rund 2 Millionen Menschen betreffen. Spitäler und andere wichtige Einrichtungen wurden mit Notstrom versorgt, die Leute konnten in Sozialzentren gehen, denen Generatoren zur Verfügung gestellt wurden. Die Krim wird zu 70% aus der Ukraine beliefert, was der ORF neutral berichtet, während es für die ARD „politischer Aktivismus“ ist, die Infrastruktur einer Region zu attackieren. (20)

(1) http://buergerrechtler-micha.blogspot.de/2015/11/nachlese-der-pariser-anschlage-echte.html – auch hier geht es unter anderem darum: https://alexandrabader.wordpress.com/2015/11/19/geheimdienste-realistisch-betrachtet/
(2) http://antikrieg.com/aktuell/2015_11_21_daserste.htm
(3) http://edition.cnn.com/2015/11/17/world/air-france-flight-diverted/
(4) http://www.rtl.be/info/regions/bruxelles/les-forces-speciales-arretent-quatre-personnes-au-sablon-a-bruxelles-772864.aspx
(5) http://www.zeit.de/1967/14/der-teuerste-umzug-aller-zeiten
(6) auf Deutsch trägt das Buch den Titel „Wenn die Russen kommen“; zu Guy Doly siehe http://www.monde-diplomatique.fr/1979/07/A/35188 – wenn man seinen Namen googelt, findet man auch Auszüge aus dem Werk „France’s Security Independence: Originality and Constraints in Europe, 1981-1995“, in dem auf ihn Bezug genommen wird
(7) http://www.politico.eu/article/what-is-article-42-7-of-the-lisbon-french-government-terrorist-attacks-paris-treaty/ – Analyse siehe http://www.anderweltonline.com/politik/politik-2015/frankreichs-misstrauen-gegen-die-nato-laeutet-neue-europaeische-politik-ein/
(8) http://www.usatoday.com/story/news/world/2015/11/17/paris-attacks-islamic-state-hollande/75913054/
(9) http://www.irishtimes.com/news/world/europe/no-explosives-near-germany-vs-netherlands-match-police-1.2433127
(10) http://www.newsweek.com/2015/04/10/impeccable-logic-behind-putins-madman-strategy-318529.html
(11) http://www.newsweek.com/can-hollande-live-his-defiant-rhetoric-396075 – interessant auch die Reaktion Russlands (auf Artikel 51 der UN-Charta berufen), nachdem bestätigt wurde, dass der russische Airbus aufgrund eines Anschlags über dem Sinai abstürzte, siehe https://alexandrabader.wordpress.com/2015/11/17/terrorfolgen-nuechtern-betrachtet/

(12) https://walbei.wordpress.com/2015/11/22/paris-entbloesst-uns/
(13) http://www.wsj.com/articles/behind-francois-hollandes-snap-decision-at-stade-de-france-and-the-unfolding-terror-in-paris-1447634427
(14) http://www.parismatch.com/Actu/Societe/Stade-de-France-Paris-Comment-Francois-Hollande-a-ete-exfiltre-865361
http://www.wsj.com/articles/behind-francois-hollandes-snap-decision-at-stade-de-france-and-the-unfolding-terror-in-paris-1447634427
(15) http://www.ouest-france.fr/attentats-paris/attentats-paris-hollande-sous-le-choc-au-stade-de-france-3860215
(16) http://www.bluewin.ch/de/sport/fussball/teleclub-artikel/2015/11/wie-im-stade-de-france-eine-massenpanik-verhindert-wurde.html
(17) http://friedensblick.de/18728/laut-ermittler-koennten-bis-zu-fuenf-attentaeter-auf-fluechtlingsroute-gekommen-sein/
(18) https://publicintelligence.net/the-increasing-sophistication-of-the-islamic-state/
(19) http://www.contra-magazin.com/2015/11/anonymous-der-is-will-heute-eine-globale-terrorwelle-starten/
(20) https://propagandaschau.wordpress.com/2015/11/22/unglaublich-ard-tagesschau-verharmlost-bombenanschlaege-auf-stromversorgung-als-politischen-aktivismus/

Adieu, refugees welcome!

Vor wenigen Wochen titelte „News“ mit „Willkommen in Europa“ und zeigte Einwanderer, die auf Bahngleisen von Ungarn nach Österreich gingen. Nun ist „unsere bedrohte Freiheit“ angesagt, wobei viele immer noch IS und „refugees“ unter einen Hut bringen wollen.

Es gibt noch „refugees“ in der Flut an Meldungen, etwa wenn am Internationalen Tag der Kinderrrechte in allen Aussendungen von Kinderflüchtlingen die Rede ist, als ob die Rechte anderer Kinder nicht auch verletzt würden. Oder wenn eine Kundgebung zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen als „Frauensolidarität mit Frauen auf der Flucht“ angekündigt wird. In dieses heile Bild passt nicht, was durch einen irakischen Flüchtling offenbart wurde:

„Eine sechsköpfige, vor drei Wochen am Wiener Hauptbahnhof gelandete Gruppe von Flüchtlingen (allesamt Araber mit niederländischen, tunesischen, sudanesischen und syrischen Pässen) habe die gesamte Reise lang Stadtpläne der Hauptstädte studiert. Auf der Wien- Karte seien vier Punkte aufgezeichnet gewesen: das Rathaus, die Hofburg, der Stadtpark und der Stephansplatz. Auf der Berliner Karte seien vier Auslandsvertretungen und eine U- Bahnstation markiert gewesen. ‚Sie meinten, sie müssten sich die Örtlichkeiten einprägen‘, so der Iraker gegenüber der ‚Krone‘. Der heimische Geheimdienst ist alarmiert.“ (1)

Falls die Zeitung damit den Verfassungsschutz meint, so hat dieser auch insofern nichts bereits im Vorfeld unternommen, weil er Hinweisen auf verdeckte Einflussnahme auf die Regierungspartei SPÖ nie nachgegangen ist. Diese ist aber maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Migrationswelle mit offenen Armen aufgenommen werden musste und wir jetzt ein doppeltes Sicherheitsproblem haben. Zum einen hält der Zustrom an unsere Grenze im steirischen Spielfeld an, zum anderen stellt auch die Terrorgefahr erhöhte Anforderungen an die Sicherheitsorgane.

Dass beides miteinander zusammenhängt, werden inzwischen nur mehr die Allernaivsten bestreiten. Und jene Personen, die ganz genau wissen, dass sie mit ihren Wortmeldungen dem eigenen Land schaden, bzw. jene Leute, die ohnhin bloss reflexhaft reagieren und sich der breiten Masse anschliessen wollen, die sie noch im Flüchtlingsfieber vermuten. Gefahren sind nicht mehr zu leugnen, wie Berichte aus Deutschland am 20. November zeigen: „Focus Online lässt heute Morgen eine Bombe hochgehen: Spezialeinsatzkräfte der Polizei hätten am späten Donnerstagabend eine verdächtige arabische Gruppe entdeckt, die möglicherweise ein Attentat auf Bundeskanzlerin Merkel plante. Merkel wird heute beim CSU-Parteitag auf dem Münchner Messegelände auftreten.“ (2)

Zwar wiegeln andere Medien ab, doch das Szenario des „Focus“ klingt recht konkret: Es wurden nämlich Polizei-Uniformen und Gasflaschen in einer Hotelsuite nicht weit von der Messe entfernt sichergestellt; vier von acht Verdächtigen gelang die Flucht. Es heisst, eine Servicekraft des Hotels, die arabisch spricht, hörte diese Personen über eine bevorstehende Aktion reden. Die Polizei dementierte allerdings offiziell, dass sie etwas Verdächtiges entdeckt hat; es sei „falscher Alarm“ gewesen, wie Münchner Tageszeitungen eilig behaupteten. Focus bleibt aber bei seiner Version, zumal der Autor des Beitrags, Josef Hufelschulte, beste Beziehungen zum BND hat und schreibt:

„Zu klären ist jetzt, ob es einen Zusammenhang zu den mutmaßlichen Terroristen gibt, die einen Anschlag auf das abgesagte Länderspiel in Hannover geplant haben sollen…Dafür spricht, dass der Kopf der verdächtigen Attentäter-Gruppe aus Hannover ein Mann aus dem arabischen Raum mit deutschem Pass sein soll. Auch beim Einchecken der verdächtigen Gruppe in München legte ein Mann aus dem orientalischen Raum nach Focus-Online-Informationen einen deutschen Pass vor. Zwei Verdächtige aus dem Münchner Hotel sind mit einem silberfarbenen 5er BMW mit einem hannoverschen Kennzeichen geflüchtet. Zwei mutmaßliche Komplizen flohen mit einem 3er BMW mit einem Überführungskennzeichen aus dem Main-Taunuskreis.“

Später wird ein wenig zurückgerudert (3), doch ein weiterer Einsatz am Tag davor wird nicht erwähnt: „Das alles an sich ist schon sehr merkwürdig, merkwürdiger jedoch ist, dass bis jetzt noch keine Zeitung, auch nicht der FOCUS, über einen weiteren Polizeieinsatz in München, der ebenfalls gestern, und zwar schon um ca. 13:15 Uhr, durchgeführt wurde, berichtet hat. Zu diesem Einsatz findet sich auch keine Pressemitteilung der Polizei. Dieser Polizeieinsatz fand in der Nähe des Hofbräuhauses, genauer am Hotel Mandarin Oriental und somit im Herzen Münchens statt. Sofort nach Beginn des Einsatzes wurden die anwesenden Passanten mehrmals über Lautsprecher dazu aufgefordert, den Ort so schnell wie möglich zu verlassen.

Kurze Zeit später waren für ein paar Minuten Hubschraubergeräusche, vermutlich die eines Polizeihubschraubers, zu hören. Nach ca. 25 Minuten wurde der Einsatz beendet. Leider kann ich weder Angaben darüber machen, wie viele und welche Einsatzkräfte vor Ort waren, noch sind mir weitere Einsatzdetails bekannt, da ich diesen Polizeieinsatz ’nur‘ über das Mobiltelefon eines zufällig vor Ort anwesenden Freundes mitverfolgen konnte. Auch wenn dieser Polizeieinsatz sehr wahrscheinlich durch einen Fehlalarm ausgelöst wurde, so ist es doch verwunderlich, dass bisher nirgends darüber berichtet wird.“ (4)
Ein gutes Beispiel dafür, wie sich Menschen mit den neuen Realitäten schwertun, ist die Seite „Friedensblick“, die anfangs eindeutig pro „refugees“ war und jene eindeutig einordnete, die  dem Hype ablehnend gegenüber standen. Hier ist man aber so ehrlich, sich mit den Fakten zu befassen, und fragt nun, wie Abdelhamid Abaaoud, der als (inzwischen toter) Kopf der Pariser Anschläge gilt, nach Frankreich gelangt ist. Und gibt die Antwort, dass Merkels Grenzöffnung dafür verantwortlich ist, denn Abaaoud sprach noch Anfang des Jahres in einem Interview davon, dass es Monate dauerte, einen Weg nach Europa  zu finden, nachdem er sich einmal dem IS angeschlossen hatte.
„Nach der Grenzöffnung von Angela Merkel, ab Ende August 2015 brach die staatliche Ordnung an den Grenzen zusammen. Über die Balkanroute brauchen manche Flüchtlinge “nicht einmal zwei Wochen“ von Syrien nach Deutschland. Der Terrorist Abooud dagegen brauchte 2014 noch ‚Monate‘, um von Syrien nach Belgien zu kommen, und musste ‚Herausforderungen‘ meistern. Diese ‚Herausforderungen‘ dürfte es jetzt nicht mehr geben“, stellt der „Friedensblick“ fest. (5)

Und abschliessend heisst es: „Es ist unverantwortlich, dass die Diskussion von Durchhalte-Parolen geprägt ist. Stattdessen sollte Vernunft einkehren und das Sicherheitsrisiko abgestellt werden: Jeder Flüchtling muss seinen Pass vorzeigen, der elektronisch eingescannt und geprüft wird. Falls kein Pass vorhanden ist, müsste dieser Person die Einreise verweigert werden, solange die Identität nicht geklärt ist. Die Klärung könnte in grenznahen Einrichtungen erfolgen.“ Andere sind hingegen nicht einsichtig, sondern gehen dazu über, von „Schutzbedürftigen“ und „Schutzsuchenden“ zu sprechen, was noch mehr verschleiert als der ohnehin fragwürdige Begriff „Flüchtling“.  

Russland, dessen Präsident bei den G20 Klartext redete über die Financiers des IS, spricht jetzt auch davon, dass die Ukraine Waffen an den IS geliefert hat. (6) Ein deutscher Blogger stieß auf einen Artikel in der „Welt“ vor einem Jahr, in dem eine „Hochglanzpostille“ des IS beschrieben wird, die es nur in virtueller Form (ergo nicht im Hochglanzformat) gibt. (7) Der Blogger hält Paris nicht für eine „false flag“ (8), hält aber die Zeitschrift des IS für ein Fake, unter anderem, „weil in diesem besagten, gefälschten, Magazin die Bombe abgebildet war, die das russische Flugzeug (Flug 7K-9268) über Ägypten zum Absturz brachte: Man nehme eine Schweppesdose von 2007 (vielleicht einem Pfandflaschensammler aus der Plastiktüte geklaut?) und garniere das Ganze mit Undefinierbaren aus der Werkzeugkiste und fertig ist der Sprengsatz . So bastelt eine amerikanische Firma aus dem terroristisch-industriellen Komplex die ‚Wahrheit‘.“ (9)

Allerdings wäre  – wobei man einer  „IS-Mitgliederzeitung“ zu Recht nicht trauen sollte – denkbar, dass präparierte Dosen an Bord von Flugzeugen gelangen, wenn Ausführungen von Udo Ulfkotte zutreffend sind: „Aus Geheimdienstkreisen weiß ich zudem, dass an europäischen Flughäfen wie Kopenhagen bei ISS Worldwide A/S (einer Firma, die weltweit Niederlassungen hat, um Passagierflugzeuge bei Zwischenstopps zu reinigen) viele nordafrikanische und nahöstliche ‚Flüchtlinge‘ arbeiten, denen man vollstes Vertrauen schenkt. Auch eine andere Firma, Delta Global Services Inc., beschäftigt nach Geheimdienstangaben in Europa ‚Flüchtlinge‘ als Hilfspersonal beim Reinigen von Passagierflugzeugen. Bekannt wurde das zum ersten Mal, als Abdirahmaan Muhumed (29) nachträglich als IS-Kämpfer enttarnt wurde. Der Mann hatte Zugang zu Flugzeugen, mit denen täglich insgesamt 90 000 Passagiere befördert wurden. Geheimdienste weisen darauf hin, dass viele solcher ‚Flüchtlinge‘ im Umfeld von Flughäfen arbeiten. Eine größere Zahl zeitgleicher Terroranschläge auf den Flugverkehr sei vor diesem Hintergrund nur eine ‚Frage der Zeit‘.“ (10)

Ulfkotte weist auch darauf hin, dass der IS Manpads hat (bekannt aus dem Ukraine-Konflikt, wobei die malaysische Boeing damit nicht abgeschossen wurde, weil Manpads die Reiseflughöhe nicht erreichen) und zudem Fliegerabwehrrakten aus Gaddafis Arsenal. (11) Nur die Maschinen der israelischen El Al haben ein Raketenabwehrsystem, außerdem Regierungsflugzeuge wie jenes der Bundeskanzlerin. (12) Ein ähnlicher Eiertanz wie um die Fahndung in München spielte sich zuvor in Hannover ab, als es zuerst hieß, die Kanzlerin sei schon im Fußballstadion gewesen, als am 17. November wegen Terrorgefahr das Länderspiel gegen die Niederlande abgesagt wurde. Mit einer „schwierigen Entscheidung zwischen Sicherheit und Freiheit“ wird sie zitiert, soll aber gar nicht erst bis vor Ort gelangt sein. (13) „Merkel verblüfft mit Mini-Statement“ nennt die „Bild“ einen Bericht zur Reaktion der Kanzlerin am 18. November. (14)

Zunächst und noch am 17. war Innenminister Thomas de Maiziere am Wort: „Ich möchte die Quelle und das Ausmaß der Hinweise und der Gefährdung nicht weiter kommentieren, das würde Rückschlüsse auf unser Verhalten zulassen und möglicherweise dazu führen, dass Hinweisgeber keine Hinweise mehr geben.“ So weit noch nicht außergewöhnlich, doch dann bittet er die Öffentlichkeit um einen „Vertrauensvorschuss“, dass „wir gute, bittere Gründe hatten, uns so zu entscheiden“. Auf Nachfragen reagiert er abweisend, denn: „Ein Teil der Antworten würde die Bevölkerung verunsichern.“ Das kann sich auf den Täterkreis oder auf die Tragweite beziehen, auch auf die Situation, in der sich die Bundesregierung tatsächlich befindet.

Was Merkels „Mini-Statement“ betrifft, erinnert es an Aussagen österreichischer PolitikerInnen, nur dass da von einer „Balance zwischen Freiheit und Sicherheit“ die Rede ist; man fragt sich unweigerlich, ob das Repertoire an Begriffen nicht größer sein müsste, aus dem man sich bedienen kann.  Es lohnt immer, zu vergleichen: wer verhält sich in ähnlicher Lage und Funktion wie? Was hat eine Akteurin, ein Akteur, bei anderer Gelegenheit getan – man erinnere sich nur an Merkels lange Fernsehinterviews in puncto „refugees welcome“ und „es gibt keine Obergrenze“ (an Flüchtlingen). Ganz im Sinn des vorherigen Eintrags zu einer halbwegs realistischen Einschätzung der Geheimdienste möchte ich dazu anregen, sich zu fragen, was vor uns verborgen vor sich gehen mag, wie sich Merkels Kurzauftritt erklären lässt.

Es lohnt vielleicht, die Geschehnisse in Paris einzeln zu betrachten, dann kann man die Schießerei in der Bataclan-Halle aussortieren, denn hierbei spielte wohl das Motiv eine Rolle, dass die Location als „pro-zionistisch“ gilt wegen Solidaritätsveranstaltungen für die israelische Armee. (15) Vereitelt wurde ein Anschlag im Stade de France, indem die Täter nicht hineingelassen wurden; dort wäre aber Massenpanik ausgebrochen; zudem waren Präsident Francois Hollande und der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier auf der Ehrentribüne. War zunächst von der Aktivierung des Beistandsmechanismus in der NATO die Rede, entschied sich Hollande dann dafür, erstmals in der Geschichte der EU deren Beistandsverpflichtung einzumahnen. Peter Haisenko erinnert dies an Charles de Gaulles Misstrauen gegen die NATO, und er sieht darin ein neues Kapitel in der europäischen Politik. (16)

De Gaulle und seine Ehefrau wurden 1962 nur um Zentimeter von einer Kugel verfehlt; Wikipedia erwähnt das Attentat. ohne auf die wahren Hintergründe einzugehen. (17) Dann aber ermittelten seine Geheimdienste, dass es Verbindungen zu US-Geheimdiensten gibt, und de Gaulle schrieb an US-Präsident Lyndon B. Johnson, dass sich sein Land aus den militärischen Strukturen der NATO zurückzieht, was bis zur Zeit Präsident Sarkozys französische Politik blieb. (18) „Ein Teil der Antwort würde die Bevölkerung verunsichern“ als Andeutung von de Maiziere mag an Helmut Schmidt erinnern. der 2007 in der „Zeit“ sagte: „Ich habe den Verdacht, dass sich alle Terrorismen, egal, ob die deutsche RAF, die italienischen Brigate Rosse, die Franzosen, Iren, Spanier oder Araber, in ihrer Menschenverachtung wenig nehmen. Sie werden übertroffen von bestimmten Formen von Staatsterrorismus.“ Ob das sein Ernst sei, wird er gefragt: „Wen meinen Sie?“ – Antwort: „Belassen wir es dabei. Aber ich meine wirklich, was ich sage.“ (19)

Charles de Gaulle heisst übrigens auch das „Flagschiff“ der französischen Marine, ein nuklear angetriebener Flugzeugträger: „Nach den Terrorangriffen in Paris am 7. Januar 2015 gegen die Redaktion von Charlie Hebdo wies Präsident François Hollande den Flugzeugträger Charles de Gaulle an, vom Indischen Ozean aus den Einsatz gegen den IS zu unterstützen. Im Februar und März diente der Träger als Basis für die Angriffe der französischen Luftwaffe gegen IS-Stellungen in Syrien. Nach Abschluss von Wartungsarbeiten soll die Charles de Gaulle am 18. November 2015 den Hafen Toulon verlassen, als Einsatzgebiet war der Persische Golf, das Eintreffen im Zielgebiet für Mitte Dezember vorgesehen. Nachdem es am 13. November 2015 zu einer erneuten Serie von Anschlägen in Paris gekommen war, legte Hollande als neues Zielgebiet das östliche Mittelmeer fest. Der russische Präsident Putin wies den dort operierenden Kreuzer Moskwa an, mit dem französischen Schiff zu kooperieren. Unmittelbar zuvor hatte der Leiter des russischen Inlandsgeheimdienstes, Alexander Bortnikow mitgeteilt, dass man für den Absturz einer russischen Passagiermaschine am 31. Oktober 2015 ebenfalls von einem Terroranschlag ausgehe.“ (20)

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache ist übrigens auch für Zusammenarbeit mit Russland: „Im Kampf gegen den Terror muss die EU nach Ansicht des FPÖ- Parteiobmanns stärker mit Russland kooperieren. Strache nannte hier vor allem den Austausch von Geheimdienstinformationen über mögliche Terrorzellen. ‚Wir brauchen Russland, um Frieden und Sicherheit in Europa sicherstellen zu können‘, sagte er. Erneut forderte Strache die Aufhebung der im März des Vorjahres im Zuge der Ukraine- Krise verhängten ‚unsinnigen‘ Sanktionen der EU gegen Russland. Damit habe sich die Union ‚wirtschaftlich selbst in beide Beine geschossen‘, zudem widersprächen die Maßnahmen der österreichischen Verfassung. Tatsächlich ist Russland einer der wichtigsten Handelspartner der EU.“ (21) Was die Migrationswelle, aber auch die Zerstörung des Bundesheers betrifft, ist die FPÖ auf einer Linie mit der an die SPÖ geketteten ÖVP und dem Team Stronach. Man hat den Eindruck, dass die SPÖ nur mehr Erfüllungsgehilfe Merkels ist, die wiederum ja kaum das Wohl des deutschen Volkes im Auge haben kann, wenn sie die Grenzen unbegrenztem Zustrom öffnet und damit auch andere Staaten in Mitleidenschaft zieht.

Wie viele atmen wo im Stillen auf, dass der „refugees“-Hype jetzt noch stärker abflaut, als es in den letzten Wochen ohnehin der Fall war? Wer würde in der Politik gerne anders handeln, wer in Mainstream gerne anders schreiben? Wer tut freiwillig, was für viele andere so offenkundig gegen die Interessen des eigenen Landes gerichtet ist und ausblendet, wer Kriege führt und destabilisiert? So sehr Merkel (nicht zu Unrecht) für das Anziehen der Migrationswelle gescholten wird, sollte man ihr doch Minsk II in Zusammenarbeit mit Putin und Hollande zugute halten. „Wenn die Schweigsamkeit unserer Bundespolitiker über Gefahrenpotenziale seitens des islamistischen Terrorismus (auch) darauf gründet, dass es auf internationaler Ebene geheimdiplomatische Drohnungen gibt, verfügt die Bevölkerung gar nicht über genug Informationen, um die Lage selbst realistisch zu beurteilen“. stellt filmdenken.de fest. (22)

Was Merkels Auftritt beim CSU-Parteitag betrifft, hat sie diesen grußlos und wütend verlassen. Es fing jedoch ganz normal an:  „Zunächst war der Empfang noch freundlich ausgefallen. Merkel hatte in ihrer Rede dann der CSU-Forderung nach einer Obergrenze für die Zahl der Flüchtlinge erneut eine Absage erteilt. Dabei wirkte es so, als ob die rund tausend Delegierten diese Kröte schlucken würden. Es gab sogar einigen Applaus.  Die CDU-Chefin hatte sich dafür ausgesprochen, die nationalen Grenzen zu schützen, europäische Lösungen zu finden und Fluchtursachen zu bekämpfen. Dadurch ‚retten wir Leben und wir werden die Zahl der Flüchtlinge reduzieren‘, sagte sie. Mit diesem Ansatz ’schaffen wir es im Unterschied zu einer einseitig festgelegten Obergrenze, einer nationalen Obergrenze, im Interesse aller zu handeln‘.“ Doch CSU-Chef Horst Seehofer trat weiter für eine Begrenzung ein; dass er meinte, man werde sich da schon mit der CDU verständigen, nahm Merkel nicht zur Kenntnis. (23)

Abseits pathetischer Rhetorik sehen Praktiker ihre bereits früher ausgesprochenen Warnungen Realität werden;  es sei an ein Interview mit dem Chef des Militärischen Abschirmdienstes, Christoph Gramm, im März dieses Jahres erinnert. Er spricht davon, dass Jihadisten möglicherweise auch von der Bundeswehr ausgebildet wurden – und mittlerweile ist eine ganz lange Liste an Kasernen für Flüchtlinge geöffnet. (24) In Frankreich geht es übrigens nicht um Merkels und Faymanns refugees-Hype, sondern um die Islamisierung von Gemeinden, wie Fewzi Benhahib schildert, der vor Islamisten aus Algerien floh und dachte, in Saint-Denis in Ruhe leben zu können. (25) Apropos Hype: nicht nur dieser wird durch verdeckte Einflussnahme geriert, auch die Fluchtbewegungen selbst, wie etwa eine Webseite zeigt, auf der man per Webcam auf der Balkanroute dabei sein kann und die zum Aufbruch nach Europa motiviert. (26)

(1) http://www.krone.at/Oesterreich/Fluechtling_schlaegt_Alarm_Anschlagsplaene_fuer_Wien-Ziele_markiert-Story-482929
(2) http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/peter-orzechowski/anschlag-auf-merkel-in-muenchen-brodeln-geruechte.html
(3) http://www.focus.de/politik/deutschland/sek-einsatz-in-hotel-polizei-gibt-nach-terror-verdacht-in-muenchen-entwarnung_id_5096844.html und http://www.bildblog.de/74209/die-exklusive-muenchen-terror-falschmeldung-von-focus-online/ bzw. http://www.polizei.bayern.de/muenchen/news/presse/aktuell/index.html/231508
(4) http://www.dorfling.de/index.php/home/chef-blog/politik/809-der-verschwiegene-polizeieinsatz-in-muenchen
(5) http://friedensblick.de/18673/reiste-terrorist-abaaoud-dank-merkels-grenzoeffnung-ein/
(6) http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/11/20/russland-waffen-fuer-isis-sollen-aus-der-ukraine-gekommen-sein/
(7) http://www.welt.de/politik/ausland/article131037197/IS-Terrorpropaganda-im-Hochglanzformat.html
(8) https://alexandrabader.wordpress.com/2015/11/19/geheimdienste-realistisch-betrachtet/
(9) http://www.altermannblog.de/die-mitgliederzeitschrift-des-islamischen-staates/
(10) http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/udo-ulfkotte/naechste-angriffsziele-weihnachtsmaerkte-und-der-flugverkehr.html
(11) http://www.spiegel.de/politik/ausland/waffen-in-libyen-terrorgruppen-bedienen-sich-am-arsenal-gaddafis-a-891310.html
(12) http://www.jpost.com/Israel-News/Elbit-will-install-anti-missile-lasers-on-German-Air-Force-planes-382012
(13) http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-11/hannover-laenderspiel-absage-stephan-weil-bundesliga
(14) http://www.bild.de/politik/inland/thomas-de-maiziere/neue-spur-schlaefer-kam-aus-dem-weserbergland-43446054.bild.html
(15) http://www.timesofisrael.com/jewish-owners-recently-sold-pariss-bataclan-theater-where-is-killed-dozens/
(16) http://www.anderweltonline.com/politik/politik-2015/frankreichs-misstrauen-gegen-die-nato-laeutet-neue-europaeische-politik-ein/
(17) https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_de_Gaulle
(18) http://www.globalresearch.ca/the-lessons-of-history-in-1966-president-de-gaulle-said-no-to-us-nato/5386501
und http://scribblguy.50megs.com/torbitt45.htm bzw. http://www.rpfrance-otan.org/Lettre-from-President-Charles-de
(19) http://www.zeit.de/2007/36/Interview-Helmut-Schmidt/seite-7
(20) https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_de_Gaulle_%28R_91%29
(21) http://www.krone.at/Oesterreich/Strache_will_Dschihadisten_auf_Insel_verbannen-Auf_Lampedusa-Story-483071
(22) http://filmdenken.de/islamistischer-terror-und-fluechtlinge-in-der-geopolitik-zu-kenfm-pariser-anschlaege-nwo-2/
(23) http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/parteien/id_76187658/wuetende-merkel-verlaesst-csu-parteitag-grusslos.html
(24) http://www.welt.de/politik/deutschland/article138183348/Abschirmdienst-warnt-vor-Islamisten-in-Bundeswehr.html
(25) http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4869481/SaintDenis_Wie-meine-Stadt-islamistisch-wurde – dazu auch Interview mit Caroline Fourest: http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4871176/Der-Front-National-freut-sich-uber-diese-Linke?from=simarchiv
(26) http://live.w2eu.info/ auch mit Detailinfos wie dieser:
http://live.w2eu.info/croatia/11/19/urgent-macedonia-serbia-croatia-and-slovenia-are-separating-migrants-due-to-their-supposed-nationalities/

Geheimdienste realistisch betrachtet

„Versagen der Geheimdienste“ kritisieren die einen, „schon wieder eine False Flag“ behaupten die anderen – so stehen sich verkürzt gesagt die Lager Mainstream und Alternativmedien gegenüber. Dabei muss zunächst einmal geklärt werden, wie Geheimdienste arbeiten, weil sich die Vorstellungen darüber zwischen NSA-Überwachung und neuem James Bond-Film bewegen.

Dass Wikipedia keineswegs unparteiisch ist, sollte bekannt sein; dennoch sei auf die knappen Definitionen unterschiedlicher Geheimdienstbegriffe verwiesen, damit wir wissen, wovon überhaupt die Rede ist. Im alternativen Bereich wird in der aktuellen Debatte manchmal von „Strategie der Spannung“ verwendet:

„Die Werkzeuge sind illegale, meist gewaltsame Mittel wie Terroranschläge, Morde, Entführungen, paramilitärische Operationen, ferner psychologische Kriegführung und wirtschaftliche Zwangsmaßnahmen, außerdem das Schüren von Unruhen und die zielgerichtete Eskalation von ursprünglich gewaltlosen Konflikten durch Agents Provocateurs. Diese werden typischerweise unter falscher Flagge und in Kombination mit der Verbreitung von Falschinformationen angewendet, um die Urheberschaft einem unbeteiligten Dritten anzulasten. Im Fall von auf diese Weise durch Staatsorgane inszenierten oder geförderten Terroranschlägen wird auch von Staatsterrorismus gesprochen.“ (1) Geheimdienste realistisch betrachtet weiterlesen