Jamal Khashoggi und die Doppelmoral

Der ermordete saudische Journalist Jamal Khashoggi wird in Windeseile zum Regimegegner gemacht, weil man sonst das Geschehen nicht einfach darstellen kann. Es wird gerätselt, welche seiner letzten Kommentare und Auftritte entscheidend waren; ging es darum, dass er Trump zu Saudi Arabien – ohnehin mild – kritisierte? Oder darum, dass er das Oslo-Abkommen für gescheitert erklärte, also um die Palästinenserfrage? Er war mit Osama Bin Laden befreunde, heisst es, und unterstützte die Muslimbruderschaft; diese wiederum liegt im Clinch mit Kronprinz Mohammed Bin Salman. „MBS“ will cool und modern wirken, läßt Kinos, autofahrende Frauen und eine Comic-Con zu, nahm korrupte Familienangehörige fest, ändert aber nichts an der Brutalität der Sharia und dem Umgang mit Kritikern. Dazu kommt dann der Krieg im Jemen (den Khashoggi kritisierte) und dass sich Staaten wie die USA oder Deutschland geradezu verbiegen, um den reichen Saudis Waffen liefern zu dürfen. Man muss mit Behauptungen vorsichtig sein, aber wenn Khashoggi gefoltert und zerstückelt wurde, übersteigt dies alles Vorstellbare. Es ist aber schwer möglich, dass seine Apple Watch eine Aufzeichnung in die Cloud schickte, eher schon stammen Tondokumente vom türkischen Geheimdienst. Bei allzu Grausigem sollte man auch ein wenig skeptisch sein und sich an „Serben, die mit den Köpfen von Albanern Fussball spielen“ (Scharping im Kosovokrieg) oder an die kuwaitischen Brutkastenbabys erinnern. 

Andererseits wissen wir, dass die Saudis köpfen und der Islamische Staat diese Praxis von den wiederum saudisch unterstützten Mujaheddin (siehe auch Bosnien) übernommen hat. Und all die verschiedenen saudischen Versionen muten nur mehr absurd an; inzwischen weiss man, dass ein für Security-Kameras überzeugender, auf den zweiten Blick aber erkennbarer Doppelgänger das Konsulat verlassen hat. Es geht noch bizarrer, denn die Königsfamilie und MBS, dessen Sicherheitspersonal verdächtigt wird, kondolieren Khashoggis Familie. Wenn Angela Merkel Waffenexporte wenigstens „in Frage“ stellt, was nun doch bedeutet, sie hier und jetzt „vorerst“ zu stoppen, ist Donald Trump weit davon entfernt. Man weiss, dass im Konsulat eifrig geputzt wurde, ehe die türkische Polizei Zutritt bekam, sodass sie nun daran geht, Mitarbeiter zu befragen. Wie sehr geheuchelt wird, erkennt man auch daran, wenn mit Reaktionen im Fall Skripal verglichen wird, denn der einstige GRU-Agent Sergej Skripal verschwand nicht in einer russischen Vertretung bzw. wurde dort ermordet. Wie ernst sind die Worte von SPD-Außenminister Heiko Maas gemeint: „Im Fall liegt es an der saudischen Seite für weitere glaubwürdige Aufklärung zu sorgen. Wir schauen da genau hin. Mit Frankreich und Großbritannien, der EU und den G7-Staaten sind wir in enger Abstimmung. Wir brauchen eine geschlossene Antwort der Staatengemeinschaft.“

Spiegel-Titel 

Offen will sich allerdings niemand mit den Saudis anlegen; und Gründe, Waffenexporte zu stoppen gab es schon wegen des Krieges im Jemen. Man ist aber auch deswegen zahm, weil die Saudis in den letzten Jahren viel investieren, beispielsweise in Firmen im Silicon Valley. Immerhin nehmen US-Unternehmen nun nicht an „Davos in the Desert“ teil und Trump sprach schon vor ein paar Tagen vn einer „rogue operation“, die mit Täuschungen und Lügen zugedeckt werden sollte. Fast klingt danach. was die Saudis jetzt sagen, dass etwas schiefgelaufen sei, man aber nicht beabsichtigt habe, Khashoggi zu töten, dessen Leiche aber dann entsorgt wurde. Jetzt ist sogar davon die Rede,. dass MBS noch mit Khashoggi telefnierte, um ihn zur Rückkehr nach Saudi Arabien zu überreden, ehe er dann getötet wurde. Er war aber lange für saudische Staatsmedien tätig, als sicher kein Dissident wie verfolgte Blogger; am Ende schrieb er für die CIA-affine „Washington Post“; in der letzten Kolumne forderte er eine freie Presse:  „Die arabische Welt sieht sich ihrer eigenen Version eines Eisernen Vorhangs gegenüber, der aber nicht von äußeren Akteuren auferlegt wurde, sondern von inneren Kräften, die nach Macht streben.“

Sibel Edmonds wurde als FBI-Whisleblowerin bekannt und verfolgt das Geschehen via Twitter: „There is no disrespect for the ‚victim‘- Only Facts that he was NOT what has been marketing for weeks. had been an for decades: Intel, and lately in via shady NGOs active in – London, Ankara & Istanbul!!’“ Wäre er das, was Medien aus ihm machen, wüsse er vielleicht wenig, das ihm gefährlich werden konnte. Khashoggi war eng mit dem Chef des saudischen Geheimdienstes befreundet und hat für ihn 20 Jahre lang gearbeitet, wobei Prinz Turki al Faisal seine Funktion aber zehn Tage vor 9/11 zurücklegte. Es mutet aberwitzig an, dass eine saudische Untersuchung von Khashoggis Tod unter der Leitung von MBS stattfindet, aber so wird es auch über die Accounts der Botschaften verbreitet. Wie es Peter Haisenko auf seiner Webseite Anderwelt Online zusammenfasst, werden Erinnerungen an andere Hit-Teams geweckt: „Am Montag den 2. Oktober betrat er dann um 13.14 Uhr die Botschaft. Seine Verlobte wartete draußen mit dem Auftrag, dass sie die Medien verständigen solle, falls er in zwei Stunden nicht wiederkehre. Um 16:20 tat sie dies dann auch.

Türkische Berichterstattung

An diesem Tag hatten alle in der Botschaft Beschäftigten (türkischen) Angestellten frei bekommen. Zufall? Auch der normale Besuchsverkehr wurde an diesem Tag nicht durchgeführt. Warum? An diesem Morgen landeten auch 15 saudische ‚Touristen‘ in Istanbul, ein Teil mit einem Privatjet. Diese ‚Besucher‘ betraten vor Khashoggi die Botschaft. Nur Stunden später flogen diese Personen (alle!) wieder ab, obwohl sie ihre Hotelzimmer für mehrere Tage reserviert hatten. Dieser Ablauf lässt die These von einem ‚zufälligen Streit‘, der außer Kontrolle geriet, alles andere als glaubhaft erscheinen. Auch weil Khashoggi wohl eine Vorahnung hatte und deswegen seiner Verlobten den Presse-Auftrag erteilt hat. Ursprünglich wollte der Journalist seine privaten Angelegenheiten in der saudischen Botschaft in den USA erledigen. Dort sagte man ihm aber, dies könne er nur in der Türkei. Deshalb flog er nach Istanbul.“ Hatice Cengiz, die er heiraten wollte, wartete zwei Stunden vor dem Konsulat und verständigte dann die Medien. Die Saudis hätten vom Mossad lernen können, dass in den Zeiten umfassender Überwachung nichts ganz im Verborgenen bleibt. Denn das Szenari hat gewisse Ähnlichkeiten mit der Ermordung des Hamas-Führers Mahmoud Al-Mabhouh 2010 im Al Bustan Rotana Hotel in Dubai, die per SMS von Wien aus koordiniert wurde.

FreIlich wurde damals mehr Sorgfalt auf das Spurenverwischen verwandt, doch weil Dubai über gute und zusammenhängende Überwachungstechnik verfügt, wurde die Einreise von Israelis unter falschem bzw. ausgeborgtem Namen mit Videos aus den Hotelfluren kombiniert. Das saudische Team in Istanbul ging weit weniger subtil vor, wie bereits bisher bekannte Fakten zeigen. Dies läßt den Schluß zu, dass einiges enthüllt werden wird, sofern die Türkei dazu bereit ist. Von der Situation profitieren auch der Iran, der Jemen, Qatar, Syrien, der Libanon und die Gegner von Donald Trump. Wenn man zum Vergleich an Israel denkt, kann man sich auch die Sicht des saudischen Regimes vorstellen, das ja auch „nur“ Feinde beseitigt hat. Ernst Wolff beschreibt Khashoggi u.a. so: „Außerdem war Khashoggi ein Anhänger der Moslembrüderschaft und pflegte gute Beziehungen zur Türkei, ihrem Präsidenten Erdogan und zur katarischen Führung. Für Mohammed Bin Salman galt er daher als ‚Verräter‘. Dass er sich mit seinem Job als Kolumnist der Washington Post auch noch eine weltweit beachtete Plattform verschafft hatte, machte ihn für Mohammed Bin Salman doppelt unbequem.“

Hatice Cengiz auf Twitter

Und er hat damit wohl recht: „Vor allem aber wird der Krieg im Jemen weitergehen – ein generalstabsmäßig geplanter Massenmord, in dem in den nächsten Wochen und Monaten Hunderttausende sterben werden, ohne dass jemand an ihrem Schicksal teilnimmt, weil sie im Gegensatz zu Jamal Khashoggi nicht das Privileg genießen, auf Grund ihrer Popularität ins Fadenkreuz der internationalen Diplomatie zu geraten.“ Die Khashoggis einschließĺich Jamals Onkel Adnan, der als Waffenhändler bekannt wurde, stammen ursprünglich aus der Türkei. Inzwischen kritisiert der ebenfalls im Jemen engagierte Iran das saudische Regime scharf. Es wäre nicht die Trump-Administration, gäbe es nicht solche Berichte: „Jared Kushner is one of the most – if not the most – elusive member of President Trump’s inner circle. Since the president’s inauguration, he has spoken publicly to reporters only a handful of times. And as the fallout from the Saudi state-sponsored murder of journalist Jamal Khashoggi continued to widen, Kushner sat for an interview with CNN’s Van Jones where he downplayed the role of Crown Prince Mohammad bin Salman, with whom Kushner reportedly shares a ’special relationship‘ (the prince reportedly once bragged about having Kushner ‚in his pocket‘) and defended the administration’s ‚cautious approach‘ toward the investigation into what exactly led a team of 15 Saudi nationals to torture and butcher Khashoggi during an Oct. 2 visit to the kingdom’s consulate in Istanbul.“

So viel anders wäre es mit Hillary Clinton auch nicht geworden, deren Wahlkampf teilweise von den Saudis finanziert wurde und deren rechte Hand Huma Abedin der Muslim Brotherhood zugerechnet wurde. Ex-Senator Ron Paul schreibt: „President Trump has promised ’severe punishment‘ if the Saudi government is found to have been involved in Khashoggi’s murder, but he also took off the table any reduction in arms sales to prop up the murderous Saudi war on Yemen. It’s all about jobs, said President Trump. So the Saudi killing of thousands in Yemen can go on. Some murders are more important than others, obviously.“ Er weist darauf hin, dass die USA die Sanktionen gegen den Iran verschärfen werden, der dann sein Öl kaum international verkaufen wird können. Sollte den USA aber einfallen, Saudi Arabien mit Sanktionen zu kommen, wird man sich dort nach Teheran oder Moskau orientieren. Wenn nun bekann wird, dass die Kommandos von MBS auch andere auf dem Gewissen haben, sei wieder auf israelische Spezialeinheiten der Armee oder des Mossad verwiesen; alles ist gleichermaßen abzulehnen. Der exiliranische Blog Parse & Parse macht deutlich, dass auch bei uns Journalisten verfolgt werden, wenn sie unangenehme Wahrheiten verbreiten wie Alexander Dorin, der sich mit dem Balkankrieg befasste: „In der Vergangenheit haben wir wiederholt über die Verhaftung und Verfolgung des Schweizer Enthüllungsautors Alexander Dorin berichtet, den Mitglieder der Basler Staatsanwaltschaft im Sommer 2015 brutal überfallen, geschlagen, mit automatischen Schusswaffen bedroht, entführt und während vier Monaten ins Gefängnis geworfen haben, um so seine publizistischen Aktivitäten zu stoppen und ihn einzuschüchtern.Als Kopf dieser Staatsanwaltschaftsbande konnte der Basler Staatsanwalt Thomas Homberger ausgemacht werden, auch wenn dieser, wie wir bereits in früheren Interviews erörtert haben, offensichtlich im Auftrag von Leuten im Hintergrund agierte.“

SWR auf Twitter

Als Kopf dieser Staatsanwaltschaftsbande konnte der Basler Staatsanwalt Thomas Homberger ausgemacht werden, auch wenn dieser, wie wir bereits in früheren Interviews erörtert haben, offensichtlich im Auftrag von Leuten im Hintergrund agierte.“ Das Vorgehen wird so erklärt: „Während der brutalen Erstürmung der Liegenschaft von Alexander Dorin durch ein Spezialkommando der Basler Polizei, entwendete die Polizei Abertausende von Dokumenten über die Jugoslawienkriege, die Alexander Dorin vom Geheimdienstler Jugoslav Petrušić erhalten hatte und deren Veröffentlichung durch die Intervention des Sonderkommandos offensichtlich verhindert werden sollte.“ Dorin macht im Interview klar, dass es in der neutralen Schweiz nur NATO-Medien gibt, wenn man muslimische Greueltaten an Serben enthüllt: „Es gibt ja in der Schweiz keine bekannte Tageszeitung, die politisch unabhängig berichtet. Gegenmeinungen und -informationen waren bisher lediglich einigen Bloggern und Onlinemagazinen vorbehalten. Bisher konnte einzig Dr. Daniele Ganser diesen Mechanismus ein wenig durchbrechen, wofür er vom System auch prompt heftig angegriffen wurde. Er berichtete übrigens in seinem Buch Illegale Kriege – wie die NATO-Länder die UNO sabotieren – eine Chronik von Kuba bis Syrien über meine Bücher. Das Buch erschien mittlerweile auch auf Französisch unter dem Titel Les guerres illégales de l’OTAN – Comment les pays membres de l’OTAN sapent l’ONU. Une chronique de Cuba à la Syrie. Herr Ganser war damals noch nicht über meine politische Verfolgung durch die Basler Staatsanwaltschaft informiert, was ich jedoch mittlerweile während eines persönlichen Gespräches nachgeholt habe. Ich werde ihm laufend zusätzliches Material zum Thema schicken, so dass die Wahrheit abgesichert ist, falls wieder etwas Unvorhergesehenes geschehen sollte.“

Tatsächlich werden bei uns Menschen, die sich nicht dem Diktat von Tabu und Narrativ des Mainstream unterwerfen wollen, mit vielfältigen Mitteln marginalisiert, diffamiert und existentiell vernichtet, wenn sie an Einfluss gewinnen. DIe Leser sehen sich als ach so kritisch, wenn sie alternative Infos haben wollen, schätzen aber nur selten den dafür notwendigen Aufwand oder sind bereit, diejenigen zu unterstützen, die sich für sie aus dem Fenster lehnen. Dazu kommt, dass manche auch mit Rückhalt nicht recherchieren, sondern einfach ein wenig vom Gewohnten abweichen. Zuwenig Wertschätzung kennen aber alle Journalisten, weil viel zu selbstverständlich ist, dass sie gute Geschichten abliefern, ohne zu bedenken, welche Voraussetzungen dies erfordert. Warum auch immer Khashoggi zur Bedrohung wurde, sind Wissen und Wille vonnöten, was mit Ruhm, aber auch Gefahr verbunden ist. Viel zu leicht sehen auch „Kollegen“ weg, besonders wenn sie erwünschte offizielle Darstellungen verbreiten, aber zumindest ahnen, dass sie dabei Wesentliches verschweigen (müssen). Davon kann ich auch ein Lied singen, seitdem ich mich mit Mißständen im Bereich Landesverteidigung befasse, die mit der Zeit der SPÖ im Ressort zu tun haben und sich bis heute auswirken.

PS: Man muss noch hinzufügen, wie es weiterging, denn am 23.10. wollte Präsident Erdogan Details bekanntgeben, die wir ihm aber weitgehend einfach so glauben sollen.  Absurd wird es, wenn Saudi Arabien selbst aufdecken will; nur eine unabhängige internationale Untersuchung kommt in Frage.

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24 Gedanken zu “Jamal Khashoggi und die Doppelmoral

    1. Findet man in den Untiefen des Netzes zB hier (und auch der Vater soll tot sein):

      Ich wäre sehr, sehr, sehr skeptisch an Ihrer Stelle siehe die meisten Youtube-Kommentare

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      1. Alexandra, ich kann den Link leider nicht öffnen…
        Könntest du so nett sein und ihn mir auf Facebook/ massenger schicken?
        LG Susanne

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  1. Gääääähn ! OK, wenn’s sein muss, sag ich eben auch was dazu:

    Aus psychometrischer Perspektive betrachtet, sind Araber wegen kleiner Lappalien zwar extrem schnell höchst aggresiv und sehr schnell bei fester Hand; Aber: Araber als Meuchelmörder in deren, wohlgemerkt, eigenen Botschaftsräumlichkeiten, müssten mMn erst erfunden werden;

    und vielleicht beabsichtigt das sogar, das gegenwärtige MedienTAMTAM: Die Erfindung zwecks Etablierung arabischer Meuchelmörder in den Köpfen der HirnEntkernten, zur Freude Dritter !!!

    Wie auch immer

    MfG

    P.S.: Araber ticken, mMn, aber vor allem aus psychometrischen Prämissen gefolgert, zB ganz anders als bloß die Türken – wohl gemerkt !

    Ein Doppelgänger von Khashoggi könnte mit der selben Wahrscheinlichkeit genauso gut der jenige Typ gewesen sein, welcher das Botschaftsgebäude zum gegebenem Zeitpunkt betreten hat ? Was sagen Sie jetzt, Sie Erdenwahn ??? Steht gar (genetisch bedingt) os-manische Erpressung am Plan ???

    Fragen über Fragen und eine Dringlicher als die Andere !

    MfG

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  2. @Frau Bader

    Der ermordee saudische Journalist Jamal Khashoggi

    Ist das schon fix mit der Ermordung ? Wurde die Leiche Khashoggis sozusagen bereits gefunden und identifiziert ? Wann ?

    Wie auch immer

    MfG

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  3. Nach internationaler Empörung über den mutmaßlichen Mord an dem Journalisten Jamal Khashoggi hat Siemens-Chef Joe Kaeser einen Besuch in Saudi-Arabien abgesagt. Dies teilte er am Montag via Twitter mit. Am Dienstag findet in dem Land [Anm. Saudi Arabien] eine große Wirtschaftskonferenz statt. – Quelle: https://www.shz.de/21407897 ©2018

    Mehr dazu: https://www.shz.de/deutschland-welt/politik/Konsulatsmitarbeiter-zum-Tod-Jamal-Khashoggis-verhoert-id21407897.html

    Wie auch immer

    MfG

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  4. Werte Frau Bader,

    schauen Sie sich bitte den Zeitstempel dieser Aufnahme an: https://edition.cnn.com/videos/world/2018/10/22/saudi-operative-jamal-khashoggi-clothes-pkg.cnn

    Der Doppelgänger trug die Klamotten des Journalisten schon über 4 Stunden vor dessen Besuch im Konsulat.
    Auf den Fotos wird das meistens weggeschnitten, doch auf dem Film ist es klar zu erkennen.
    Wie soll das möglich sein?

    Außerdem ist dieses Foto (https://images04.oe24.at/khashoggi.jpg/bigStory/352.859.281) gefaked.

    Ein Mitglied des 15-Mann Teams verbrachte seine Flitterwochen in den USA, siehe hier: https://herald.report/the-khashoggi-files-is-saudi-arabia-being-forced-into-a-corner/

    und Team 2 (man reiste getrennt an) hatte gerade einmal 1 Stunde Zeit zwischen An- und Abflug im Moloch Istanbul.

    Weder die Ehefrau noch der Sohn aus Saudi-Arabien wissen von der Existenz einer Verlobten und der Sohn war erst kurz zuvor 14 Tage bei seinem Vater zu Besuch.

    Es gibt daher viele Gründe anzunehmen, daß hier die Saudis gelinkt wurden.
    Nur böse Saudis zieht diesmal nicht, die Sache scheint komplexer zu sein.

    mfG

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    1. Mich erinnert es wie im Artikel zum Ausdruck gemacht an den Mossad-Mord in Dubai – Hit-Teams werden überall ähnlich agieren und man weiss es dank Überwachung bzw. kann es rekonstruieren.

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  5. Weder die Ehefrau noch der Sohn aus Saudi-Arabien wissen von der Existenz einer Verlobten und der Sohn war erst kurz zuvor 14 Tage bei seinem Vater zu Besuch.

    Das glaube ich Ihnen aufs Wort, Herr Müller, das war sogar mein erster Gedanke, dass das G’schichtl mit der Verlobten bloß eine nachträglich platzierte Erfindung ist, um Khashoggis Gang zur Botschaft, den angeblichen Mord und was sonst noch Alles, wenigstens für Hobby-Analyst-Innen, fernab vom Medienkompetenz und Journalismus, leicht nachvollziehbar zu rechtfertigen. 😦

    Und ja, das Foto ist Fake – Hoch Lebe Adobe-Fotoshop LOL

    wie auch immer

    MfG

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  6. Es gibt daher viele Gründe anzunehmen, daß hier die Saudis gelinkt wurden.

    Ja, Saudi-Arabien „hätte“ reingelegt werden sollen. as usual !

    Nur böse Saudis zieht diesmal nicht, die Sache scheint komplexer zu sein.

    Das seh‘ ich genau so wie Sie !

    Wie auch immer

    MfG

    P.S.: Erdoğan will ja heute Dienstag das Versprechen einlösen, die Dunkelheit im Falle Khashoggi ans Licht zu zerren. Abwarten und Tee-trinken ist angezeigt

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    1. Diese Rede, hätte sich der Bühnen süchtige Erdenwahn genausogut ersparen können; schade um die Zeit; alles was Erdoğan in die Rede gepackt hatte, war eigentlich bereits Schnee aus Überlegungen von gestern, mit einer einzigen, jedoch auffälligen Ausnahme:

      Irgendwelche Beweis fähigen Tonmitschnitte, welche laut Erdoğan, dem Türkischen Geheimdienst bzw der Türkischen Regierung vorgelegen sein sollen, waren, aus guten Grunde, urplötzlich Gegenstand konsequenten Verschweigens.

      Wie auch immer

      MfG

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  7. Verifizierter Account @Adhwan
    56 Min.Vor 56 Minuten

    More than 4,500 attendees at the #FII2018 in Saudi Arabia. All companies that announced their withdrawal from the event due to #JamalKhashoggi’s death have sent their senior executives.

    Gerechtigkeit scheint sich allmählich den Weg zu bahnen. Und für eine gesicherte Zukunft SA: Einfach mal auf deutschen KriegsKrams verzichten, von wegen Sanktionen. Und Die Merkel, setzte mit vollem Karracho wieder mal aufs falsche Pferd – as usual 😦

    Wie auch immer

    MfG

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  8. „Am Montag den 2. Oktober betrat er dann um 13.14 Uhr die Botschaft. Seine Verlobte wartete draußen mit dem Auftrag, dass sie die Medien verständigen solle, falls er in zwei Stunden nicht wiederkehre,. Um 16:20 tat sie dies dann auch.“

    Ein Teenager, wie der in Deutschland im Zusammenhang mit dem offenkundigen NSU-Phantom, getötete Zeuge „Florian Heilig“ würde vielleicht so vorgegangen sein, wie oben zitiert, Herrn Khashoggi zu unterstellen versucht wurde.

    Aber mal Hand aufs Herz: Würde ein erfahrener, international renommierter Journalist, auf derart holprig konstruierte Vereinbarungen, mit einer (mutmaßlich erfundenen) Verlobten sich einlassen ???

    Das darf mMn mit reinem Gewissen verneint werden.

    Wie auch immer

    MfG

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    1. Ich werde sicher nicht spekulieren, aber dass er geheimdiensterfahren ist, weiss man; dennoch wird er Sehnsüchte haben wie wir alle, zb sich mit seiner Heimat wieder vertragen.
      ausserdem ist er aus der Khashoggi-Familie, seine Tante Samira al Fayed war die Mutter von Dodi al Fayed:
      https://en.wikipedia.org/wiki/Samira_Khashoggi
      Sein Onkel Adnan war Waffenhändler und soll auch Verbindungen zu Uwe Barschel gehabt haben:
      http://www.barth-engelbart.de/?p=204829
      und zur Noricum-Affäre
      https://caroimchaos.wordpress.com/tag/adnan-khashoggi/

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      1. ausserdem ist er aus der Khashoggi-Familie,

        WOW ! Darauf wäre ich nie im Leben selbst gekonnen, dass Herr Khashoggi außerdem aus der Khashoggi Famillie stammt. Ein weiteres Puzzle-teil, so zu sagen. Danke Frau Bader, für Ihren unverzichtbaren, Vorsprung schaffenden, Hinweis !

        Ganz sicher geht nun auch der Türkische Geheimdienst dieser Erkenntnis nach. Die lesen der Einfachheit halber, sowieso hier mit. Und Saudi-Arabien scheint das Geheimnis über Khashoggis Familienzugehörigkeit zu den Khashoggis, mutmaßlich eh schon zu wissen.

        Wie auch immer

        MfG

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  9. Falsch –>Warum auch immer Khashoggi zur Bedrohung wurde, sind Wissen und Wille vonnöten, was mit Ruhm, aber auch Gefahr verbunden ist.

    Richtig = Die G’schichtln rund um das sagenumwobene Verschwinden von Khashoggi dienen lediglich, als „Mittel zum Zweck“ mit der sinistren Absicht: den Beziehungen zwischen Saudi-Arabiens und den USA eins Auszuwischen – von wegen Wissen, Wille und Gefahr LOL

    So schaut’s aus – zumindest nach bisherigen forensischen Ermittlungen

    Wie auch immer

    MfG

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  10. @flegeling: es kann auch sehr grosse familien geben, in denen eben nicht der onkel, die tante, der cousin von bedeutung sind. schon mal daran gedacht????

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    1. @Frau Bader Großfamilien stellen bei den Arabern ein offenkundig soziales Merkmal dar, auch die, in denen der Onkel, die Tante, der Cousin von Bedeutung sind. Schon mal das Wort „AraberClan“ gehört ????

      Das ist normal für Araber

      Wie auch immer

      MfG

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      1. Ehemalige Adelige haben auch bei uns viele viele Verwandte, oder aber jemand ist nicht verwandt; deswegen sagt Name allein noch nichts

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  11. Vielleicht bin ich naiv, was Möglichkeiten anlangt, TOTALE FAKE NEWS in die Welt zu setzen, aber ich denke, man kann davon ausgehen, dass J.K. im Istanbuler Saudi-Konsulat ermordet und „geschreddert“ wurde.
    Das ganze klingt auch verdammt nach dem Vorgehen eines totalen absolutistischen Regimes bzw. eines total absolutistischen Herrschers.
    Aber: Der Ablauf war derart amateurhaft, dass einem Zweifel kommen müssen.
    Erstens hätte man den Mann viel risikoloser in den USA umbringen lassen können. Riad musste sich bewusst sein, dass der Sultan ein Konkurrent ist NICHTS decken würde.
    Und das Vorgehen bei der Beseitigung der Leiche war schließlich extrem „unprofessionell“. Ich hab aber keine (oder nur eine sehr komplizierte) Erklärung dafür, warum die Saudis „mitspielen“. FWIW

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