Fake-Feminismus gegen Frauenrechte

Gerne wird allen, die gegen Frauenunterdrückung durch den Islam auftreten unterstellt, in Wahrheit ganz böse rechts und rassistisch zu sein. Nicht immer zu Unrecht wird angeführt, dass Akteure und Kommentatoren bei „einheimischer“  Gewalt gegen Frauen lieber weggesehen oder diese verharmlost haben. Doch zugleich wird die Debatte auch immer absurder, wozu auch die Instrumentalisierung des Frauenthemas bei den US-Wahlen wesentlich beigetragen hat. Auch heute werden Hillary Clinton und Donald bzw. Melania Trump ständig gegenüber gestellt, doch man/frau kann sich z.B. anhand von Videos selbst ein Urteil bilden.

Dabei fällt auch auf, wie sehr manche von Melania und Donald Trump besessen sind, etwa die Schauspielerin Rosie O’Donnell, die aktuell von Melania verlangt, sich doch scheiden zu lassen und vor ihrem Mann zu fliehen. Auch wenn O’Donell politisch zu argumentieren versucht, verliert sie sich im Persönlichen, etwa wenn sie meint, dass George Soros sicher ein liebenswerter Mensch ist. Die Liste jener Frauen, die uns meist im Bereich Show, Film, Musik als scheinbar so politische und feminitische Trump-Kritikerinnen präsentiert werden, ist sehr lang und vielen geläufig, weil diese Frauen im Mainstream samt Frauenmagazinen permanent vorkommen. Während Melania Trump als First Lady eine offizielle Rolle innehat, tritt Hillary Clinton als einstige Präsidentschaftskandidatin auf, die nach wie vor nicht aufgibt, was Anhängerinnen wohl zu begeistern mag.

Melania Trump (International Women of Courage Award)

Häufig wird darüber gelästert, dass verbale und sonstige Ausdrucksformen der Trump-Gegnerinnen oft so sehr aufs Körperliche und Geschlechtliche reduziert werden, was bis zu Verkleidungen als Vagina und den berühmten Pussyhats geht. Tatsächlich ist es keineswegs besonders pointiert; vielleicht kann man es noch als „frech“ bezeichnen, was dann aber die Frage aufwirft, ob hier erwachsene Frauen demonstrieren oder doch kleine Mädchen, die endlich so „frech“ wie Buben sein wollen. Ausgeblendet wird, wie Trump auf professioneller Ebene mit Frauen umgeht, sodass selbst Kritische eher per Zufall einen Bericht darüber entdecken, dass mehr Frauen denn je wichtige Funktionen beim Nationalen Sicherheitsrat innehaben: „As women all over the world celebrated Women’s History Month this March, little attention focused on the number of women who form the backbone of President Trump’s National Security Council. His two deputy national security advisers — K.T. McFarland and Dina Powell, and the person in charge of writing the national security strategy — Nadia Schadlow — are women…. Supporting McFarland, Powell and Schadlow is another echelon of accomplished women, such as Victoria Coates, senior director for strategic assessments at the NSC.“

Für viele Frauen nachvollziehbar mögen Probleme mit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie sein: „The job is not particularly family friendly. The main obstacle? Classification issues. Much of the work can only be done in a secure environment inside the White House. That means mom has to live and work in Washington, D.C. McFarland’s five children are grown, but Powell, Schadlow and Coates all have young children who live at home outside of D.C.“ McFarland erzählt: “’President Trump is an equal opportunity guy in the sense of, I’m in a room, and as I said, I’m in the president’s daily briefing in the morning, and sometimes there’s only one woman in the room, and sometimes the vice president’s national security adviser — also a woman, Col. Andrea Thompson, is there, and the president will look at us and expect us to answer the tough questions just as readily as anybody else,‘ she said. ‚In fact sometimes when the really tough questions come, I look around at my male colleagues who are afraid to say something, and I’m the first one to jump in and say, *Well you could think of it this way, Mr. President.*And often the only other person who jumps right in with me is the other woman,‘ she said.“

Diese konkrete Ebene interessiert Fake-Feministinnen nicht schon aus Mangel an Interesse für Sicherheitspolitik; doch es geht um mehr als das. Für die NSC-Frauen und viele andere ist Trump nicht derjenige, dem sie wie Rosie O’Donnell, Lena Dunham und Co. azf der persönlichen Ebene hinterhertwittern, sondern die Person, der sie professionell zuarbeiten müssen. Das ist „level playing field“, wie Trump gerne sagt, wenn es um Chancengleichheit geht, also etwas, das auch Fake-Feministinnen an der Oberfläche anstreben. Zugleich sind sie aber viel zu unsicher, um sich auch nur entfernt vorstellen zu können, auf einem „!evel plainfield“ zu bestehen, wenn es nicht um Tweets und Showauftritte geht. Man kann den Bogen von den USA nach Europa spannen, wo sich Frauen in „soziokulturellen“ Parlamentsausschüssen und ebensolchen Ressorts tummeln, während Sicherheitspolitik ja doch eher „Männersache“ zu sein hat.

Hillary Clinton (Professional Business Women)

Zu McFarlands Erfahrung, dass Frauen sich oft mehr trauen als Männer (wenn sie auf dem „level playing field“ tätig sind) kann man ergänzen, dass auch bei uns so manches „typisch Mann“ ist, etwa wenn sich Mitarbeiter des Heeresabwehramtes selbst outen, weil sie auf Karriereplattformen ihre Einheit MilCert (Cyber) erwähnen. Gäbe es in Österreich „level playing field“ für Frauen und Sicherheitspolitik, wäre das schon einer aufgefallen, die dann bemerkt hätte, dass so ein Verhalten bei Agenten No-Go ist, aber etwas mit männlichem Drang zur Selbstdarstellung zu tun hat. Was es aber gibt bzw. verordnet wird, ist naiver Jubel für Hillary Clinton, deren bisherige Funktionen alle abgeleitet waren von Männern, während sie als Außenministerin für Chaos sorgte und ein „totales Disaster“ war, so Feministin Camille Paglia. Im simplen Weltbild der Fake-Feministinnen haben Männer alle Macht und sichern sich auch alles, was Spass macht; Unfreiheiten, Anstrengung, Megastress, Rufmordkampagnen, Verraten Werden usw. kommen dabei nicht vor.

Deshalb ist es ganz einfach mit „Frauenrechte durchsetzen“, denn „die“ Männer müssen bloss einen Schritt zur Seite treten und Frauen Platz machen, damit diese dann endlich all die wunderbaren spannenden Dinge tun können, ohne jemals Schattenseiten zu erleben. Die einzigen Möglichkeiten, etwas zu beeinflussen, sind in dieser Weltsicht Aktionen von Frauengruppen (Kollektiven) und Untergriffe gegen einzelne „mächtige Männer“, um diese zum Einlenken zu bewegen, weil man ja doch besser anders miteinander umgeht. Die Geschichten von Disziplin, Hartnäckigkeit, Wissenserwerb, Anspannung, aber auch Erfolgserlebnissen, welche nicht nur die NSC-Frauen erzählen können, interessieren sie nicht, weil sie ihnen weitere Handlungsoptionen zuweisen. Dass sich so viele Frauen dafür einspannen lassen, Frauenunterdrückung (Kopftuch etc.) als Selbstbestimmung zu verkaufen, mag an der Überschaubarkeit der persönlichen Ebene liegen.

Denn würden sie sich politischen Zusammenhängen widmen, Medien nicht mehr alles unreflektiert abnehmen, würden sie wohl erkennen, dass sie für eine ganz andere Agenda instrumentalisiert werden sollen. Es würde zur schmerzhaften Einsicht führen, dass sie an der Abschaffung jener Rechte mitarbeiten, die sie nur gegen „Rechtspopulisten“ etc. verteidigen sollen. Es ist eine kindliche Sichtweise auszublenden, dass Kriege bewusst geführt, Länder destabilisiert, Migrationswellen in Gang gesetzt und die Öffentlichkeit manipuliert wird. Tatsächlich sind Fake-Feministinnen unfähig, einen kritischen Diskurs zu führen, sondern müssen sich ihrer selbst pausenlos versichern: „Demokratie, Checks & Balances, Pressefreiheit und soziale Rechte gehören zu den positiven Auswüchsen der liberalen westlichen Kultur, sind aber auch besonders zarte Pflänzchen. Sie stehen unter massivem Beschuss: Populismus, Rechtsextremismus, Politischer Islam, Neoliberalismus feuern von allen Seiten. Vor allem die jüngsten der erkämpften sozialen Rechte in unserer Zivilisationsgeschichte scheinen weniger fest verankert als erhofft. Etwa die Erfolge des Feminismus der letzten Jahrzehnte. Die Feinde der offenen Gesellschaft wollen diese wieder abschaffen.“

So beginnt „Frauenpolitik im toten Winkel„, ein Kommentar von Sonja Ablinger (Vorsitzende des Österreichischen Frauenrings und ehemals SPÖ-Abgeordnete) in der Zeitung der Kulturplattform Oberösterreich. Unter den Leserinnen und Lesern wird sich kaum jemand befinden, der/dem man dies alles nochmals erklären muss. Aufzählend geht es weiter, als ob sich niemand etwas unter Frauenrechten vorstellen kann oder in etwa weiss, was seit der Einführung des Frauenwahlrechts so alles geschehen ist.  Und da meist passiv hingenommen wird, wie sich Politik als Bühne für vor allem männliche Akteure darstellt, wird hinterher geklagt, prekäre Lebensverhältnisse vieler Frauen spielten im vor zwei Monaten nachverhandelten Regierungsabkommen keine Rolle: „Im Regierungsupdate findet sich dazu nichts. Stattdessen präsentiert die Regierung ein Verbot der Vollverschleierung im öffentlichen Raum. Man(n) diskutiert lieber über ein Burkaverbot als über faire Löhne.

Von ‚unseren Werten’ ist die Rede und vom ‚Konsens für gleiche Rechte zwischen Mann und Frau in unserem Land’. Angesichts der unverschleierten Zahlen über Einkommensunterschiede, Armutsbetroffenheit und männerdominierte Entscheidungsgremien, ist die immer wieder aufgewärmte Kopftuchdebatte eine Verhöhnung.“ Ablinger verschweigt wohlweislich, dass vor allem Männer aus islamischen Ländern ein großes Problem für unsere Gesellschaft darstellen und redet deren Handlungen schön, die in vielerlei Hinsicht das staatliche Gewaltmonopol ad absurdum führen. Obwohl sie Vorsitzende des OÖ Gewaltschutzzentrums ist, erkennt sie die Falle nicht, denn der Kampf gegen Gewalt wurde nur deshalb möglich, weil privates männliches Gewaltmonopol ins Visier genommen wurde. „Aber wo stehen wir heute? Wirtschaftliche Unabhängigkeit, Einkommensgerechtigkeit und das Recht auf gleichberechtigte politische Mitbestimmung – das sind noch immer uneingelöste Versprechen auf Gleichheit.

Der Fortschritt ist ins Straucheln gekommen. In aller Deutlichkeit zeigt sich das auch am Arbeitsprogramm, das die Bundesregierung vor wenigen Wochen mit viel Aufsehen beschlossen hat. Bei der Durchsicht des 36-seitigen Papiers wird schnell klar: Frauenpolitik kommt darin nicht vor“, meint sie stattdessen. Trump-Bashing muss auch sein, während der Women’s March am 21. Jänner, One Billion Rising am 14. Februar und andere Aktionen gelobt werden. Wenn es bei Feminismus und Gleichberechtigung darum geht, dass Frauen die gleichen Chancen und Möglichkeiten auf allen Gebieten haben sollen, üben immer noch viel zu viele Politikerinnen, aber auch Journalistinnen zu große Zurückhaltung und kommentieren gerade mal, was Männer tun bzw. orientieren sich daran. Immerhin gab es eben einen öffentlich zwischen Frauen ausgetragenen politischen Konflikt, der zu einer Spaltung der Grünen führte – was wiederum auch zeigen kann, dass Frauen (anders als Männer) im Bereich politischer Streit“kultur“ viel weniger Erfahrung haben als Männer…

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5 Gedanken zu “Fake-Feminismus gegen Frauenrechte

    1. Es ist leider diese gelassene männliche „Viel Lärm um Nichts“-Einstellung, die es einigen Frauen und ihren Schoßhündchen ermöglicht hat, die Gesellschaft auf ein Narrenschiff zu führen.

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      1. sehe ich auch so, es ist ein fehler, es zu unterschätzen, zumal es medial sehr präsent ist – man findet zb das übliche hillary-hypen und pro „refugees“ auch in allen frauenzeitschriften

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  1. Danke für den Beitrag – bis auf die kleine Korrektur, daß es um ein “level playing field” (nicht “plainfield”) geht, kann ich inhaltlich nur zustimmen.
    Zur Frage “Frauen in Führungspositionen” sei dieser kurze Ausschnitt aus einer Diskussionsveranstaltung mit dem kanadischen Psychologieprofessor Jordan B. Peterson empfohlen: „Why few women are in positions of power“ (https://www.youtube.com/watch?v=Awot-d8U9Cc). Dieser Kollege hat Wichtiges zu den Themen “Postmoderne/Kritische Theorie, Social Justice, Feminismus, Identity Politics und Free Speech” zu sagen und wird deshalb von selbsternannten „Social Justice Warriors“ aufs Heftigste bekämpft (Rufmord, no platforming, etc.). Ich kann seine Vorlesungen, Vorträge und öffentlichen Interviews auf Youtube deshalb nur dringend empfehlen!
    Die westlichen Neo-Jakobiner (meist nützliche Idioten im Dienste von Soros & Co.) erweisen sich immer mehr als extrem autoritäre Charaktere, die derzeit überall versuchen, politisch nicht-korrekte freie Meinungsäußerung zu kriminalisieren, zu pathologisieren und letztlich ganz zu unterbinden, sei es nun in Justin Trudeaus Kanada oder im Deutschland des zensurgeilen Maas-Männchens.

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