Das Jahr der Fake News

Vor allem weil Medien bei der US-Wahl mit ihren Prognosen weit danebenlagen und zugleich massiv gegen Donald Trump Stimmung machten, sind mehr Menschen denn je davon überzeugt, dass der Mainstream Fake News liefert. Als Gegenmaßnahme wurden im Mainstream einmal mehr alternative Angebote im Netz und vor allem die sozialen Medien attackiert; schliesslich kann dort jede/r abseits des einstigen Meinungsmonopols publizieren. Man spinnt das Märchen von Putins Einflussnahme auf die Wahl Trumps weiter, indem Abwehr von Desinformationen auf Schiene gebracht wird.

In Deutschland soll ein Abwehrzentrum geschaffen werden, dessen Vorbild wohl George Orwells Wahrheitsministerium ist. „The Russians Did It“ wird erfolgreich im Liestream gespielt, sodass man auch ohne jeden Beweis befürchten kann, Putin werde eine Wiederwahl Merkels verhindern, also dafür sorgen, dass die Kanzlerpartei bei der Bundestagswahl eine Niederlage erleidet. Wenn es die „Bild“ behauptet, die einst mit CIA-Geldern gegründet wurde, dann muss es ja stimmen. „Mainstream News is Fake News“ hört man in US-Alternativmedien, die Donald Trump unterstützten. Schneller als die deutsche Regierung ist Noch-Präsident Barack Obama, der eben noch den „Countering Disinformation And Propaganda Act“ auf Schiene brachte.

sorosnewsWerbung für George Soros

Gemeint sind in Deutschland, in den USA und auch in Österreich jene Publikationen und Menschen, die keine Desinformationen  verbreiten, sondern diese zerpflücken. Wie allgegenwärtig Fake News sind, merkt man selbst bei reduziertem Mainstream-Konsum. So legt der „News“-Verlag Produkten aus seinem Haus „Life Drive“ bei, ein „Magazin für Autokultur und Lifestyle“, in dem der Artikel „Gold wird wieder glänzen“ Werbung für den Regime Changer George Soros macht, der Facebook-Zensur ebenso finanziert wie Proteste gegen President-elect Trump. Das erfahren wir natürlich nicht von „Life Drive“, ist man doch Teil des Widerstandes gegen Trump, der weit weniger schmeichelhaft dargestellt wird als Soros. Über diesen schreibt man etwa: „George Soros wettete auf den Brexit und kaufte vor der Abstimmung in Großbritannien um eine Milliarde US-Dollar Gold. Seine Rechnung ging auf. Nach dem Votum der Briten für den Ausstieg aus bder EU schoß der Goldpreis in die Höhe.“

HIngegen heisst es: „Donald Trump als Präsident der USA bedeutet Unsicherheit für die politische und wirtschaftliche Entwicklung nicht nur Amerikas, sondern der Welt.“  An anderer Stelle ist von „totaler Unsicherheit“ die Rede, weil Trump „milliardenschwere Investititionsspritzen für die marode amerikanische Wirtschaft“ will, welche „die Inflation mit Garantie anheizen“ werden. Vom üblichen Trump-Bashing abgesehen muss man sich fragen, aus welcher Perspektive hier geschrieben wird, denn „marode“ Wirtschaft bedeutet auch Massenarbeitslosigkeit, Armut, Perspektivlosigkeit, die sich mit der bejubelten Clinton wohl fortgesetzt hätten. Es passt auch ins Schema, dass ein weiterer Artikel grüne Städte der Zukunft lobt, in denen alles digitalisiert ist, was auch totale Überwachung bedeutet (was nicht dazugesagt wird).

newsgaga

Im Magazin „News“ wurde Trump unter anderem als „Präsident Gaga“ porträtiert, und die jetzt scheidende Chefredakteurin Eva Weissenberger fuhr auf den Sexismus-Zug ab. Eine Titelstory zum Thema Fake News wurde mit großgeschriebenem „Wir glauben euch nix mehr!“ angekündigt. Wem es nicht schade ist um seine Euros, die/der kann derzeit die Jahresrückblicknummer des „profil“ erwerben, das ebenfalls zur „News“-Verlagsgruppe gehört, in der Trump als „Choleriker“ usw. porträtiert wird. Damit wird jener negativen Charakterisierung Genüge getan, die in den Fake News-Medien stets die dahinterstehende (Geheimdienst-) Agenda verrät. Als „Bild“ für Menschen, die ein bisschen mehr Text brauchen, wurde die „Welt“ gegründet, die Trump im Juli als „gefährlichen Narzissten“ porträtierte, der das Ende der Zivilisation herbeiführen könnte. Im Juni wiederum stellten „Experten“ fest, dass Trump „die Sprache eines Viertklässlers“ verwende, was natürlich auf seine Intelligenz abzielt.

Der „Kurier“ verschanzt sich ebenfalls hinter Fachleuten und weist uns darauf hin, dass Psychologen und Psychiater nicht ohne Grund vor ihm warnen. „Ist er ein Fall für den Psychiater?“ wollte das „Handelsblatt“ wissen, und bei web.de fragte man, ob er eine Persönlichkeitsstörung hat. Wenn Personen oder Anliegen verdeckt forciert oder sabotiert werden, schafft man mit psychologischen Zuordnungen und geweckten Emotionen Zugehörigkeit oder Distanz. Man erzeugt ein Gefühl von Gemeinschaft oder isoliert Menschen und Themen, und stets funktioniert es bei sehr vielen Leuten, ohne dass sie überhaupt ahnen, wie leicht man sie manipulieren kann. Es überrascht nicht, dass der „Kurier“ die Putin-Fake News-Geschichte auch spinnt und wie das Atlantic Council vor „trojanischen Pferden des Kreml“ in der Politik warnt.  Dabei wird stets vergessen, dass das US-Establishment inklusive CIA seit Jahren massiv Einfluss nimmt und die weit größere Kriegsgefahr von Hillary Clinton ausgegangen ist.

trumpnewsLife Drive: Trump bedeutet absolute Unsicherheit

„So reagiert man richtig auf Hass und Desinformation“ belehrt uns natürlich auch der „Kurier„, der damit seine eigenen Prinzipien der Berichterstattung meint und zudem asozial ist. Denn „Hass und Desinformation“ sieht man nicht nur an der Art und Weise, wie Trump und Clinton vorkamen, sondern ebenso am Umgang mit scheinbar rein österreichischer Politik. Der „Kurier“ veröffentlicht, obwohl / weil er im Interesse der Globalisten gegen Bundesländer, Föderalismus und staatliche Souveränität ist, Publikationen über die einzelnen Bundesländer. Diese preisen landschaftliche Schönheit, kulturelles Angebot, Initiativen, Innovatives usw. und erwähnen in Fall des Bundeslandes alle Mitglieder der Landesregierung bis auf Norbert Darabos. Das wird kaum daran liegen, dass man einen für Soziales, Gesundheit und Asyl zuständigen Landesrat nicht einbauen kann, sondern hat eher damit zu tun, dass er kein Vasall der Globalisten sein will.

In der paradoxer Weise von der Republik Österreich herausgegebenen „Wiener Zeitung“ wird per Leitartikel vorgeschlagen, „verhaltensauffälligen“ Politikern wie ihm die Gage  zu kürzen. Im Nationalrat und in den Landtagen wäre dies locker umzusetzen. Denn sie würden ja keine ‚Eingliederungshilfe‘ benötigen, sondern bloß einen pädagogisch geschulten Klubobmann.“ Dies spielt auf einen Disput um behinderte Kinder an, wirft aber die Frage auf, wie man mit Medien umgeht, in deren Redaktionen man vom Druck auf Darabos weiss, diesen aber nie thematisiert, sondern denen dient, die diesen Druck ausüben. Fake News sind natürlich nicht nur offensichtliche Lügen, es sind auch Bilder, die von handelnden Personen geschaffen werden, sodass selbst Leute, die mit diesen real zu tun haben, lieber „den Medien“ als sich selbst trauen.

newsfake

Und Weglassungen, wie am Beispiel Clinton und verdeckter Einfluss der Kreise, die sie stützen zu sehen, sorgen ebenfalls für ein falsches Gesamtbild, das nur aus wenigen Puzzleteilen besteht. Rainer Mausfeld erklärt in Interviews sehr gut, welche Methoden angewandt werden, um uns an der Nase herumzuführen; beispielsweise, indem man Nachrichten aus dem Zusammenhang reißt, sodass wir sie selbst in den richtigen Kontext bringen müssen. So verschwinden etwa die Millionen Toten der diversen US-Interventionen nach 1945 aus unserer Wahrnehmung, aber auch Aussagen von Politikern und Behördenvertretern, die nicht im aktuellen Zusammenhang erwähnt werden. Man muss auch wissen, dass „unsere“ Medien im Wesentlichen US-Propaganda betreiben, was auf den ersten Blick angesichts von Trump-Bashing paradox wirkt, aber zeigt, dass er manches erst unter Kontrolle bringen muss. Berichte zum Terror am 19. Dezember in Berlin zeigen, dass Absurditäten in vollem Ernst als News verkauft werden, was viele darin bestätigt, dass man überhaupt niemandem trauen kann und alles ohnehin „false flag“ ist.

Doch wie dargestellt ist nicht nur die unmittelbare Lüge „fake“ oder auch „false“, sondern jede Schilderung, die nicht den Tatsachen entspricht. Ohne Spekulationen befördern zu wollen, war Berlin zumindest in dem Sinn „false flag“, dass auch ein tatsächlicher IS-Hintergrund nicht vollkommen isolierter, vom Himmel gefallener Terror ist, da der IS im US-Gefangenenlager Camp Bucca im Irak unter den Augen der „Gastgeber“ gegründet wurde. Reaktionen guter Menschen, die bei Vernünftigen fassungsloses Kopfschütteln auslösen, werden im Mainstream ebenso gelobt wie eine Regierung, die das eigene Volk im Stich lässt. Selten blitzt Wahrheit durch, etwa wenn wirkliche Experten im Fernsehen davor warnen, dass das Nächste kein Anschlag, sondern bewaffneter Kampf sein wird (wie von der CIA „vorhergesagt“). Man hat es soweit kommen lassen, weil man auf den Schutz des eigenen Staatsgebiets verzichtet hat und der Verfassungsschutz noch vor einem Jahr meinte, für Jihadisten sei es zu beschwerlich, sich dem (sogenannten) Flüchtlingsstrom auf der Balkanroute anzuschließen. Heute kann er daher im Mainstream feststellen, dass immer mehr Jihadisten in Österreich (und erst recht in Deutschland) sind, die man aber bloß „beobachtet“.

7 Gedanken zu “Das Jahr der Fake News

  1. der flüchtlingsstrom lief genau so ab wie man eine truppenverlegung grossangelegt abwickeln würde.

    es wurden massentransportmittel lukriert, zur verfügung gestellt, die regeln für das personal außer kraft gesetzt (keine ruhezeiten einzuhalten für die fahrer, keine kontrollen durch grenzschutz, kein anhalten durch die polizei) um die verlegeung so schnell und effizient wie möglich abzuhandeln.

    und dann wurde der oberspediteur sogar bundeskanzler. wenn das keine bilderberg -äh- buch-karriere ist, dann weiß ich nicht…

    irgendwie hatte das ganze etwas von einem staatsstreich, oder?

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    1. @hlg

      Nach zwei Tagen endlich halbwegs verdaut……
      Selten hat es jemand so schlüssig formuliert.
      Und die Lemminge?
      Die einen mit Blindheit geschlagen, die anderen verbinden sich selbst die Augen.

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  2. In Österreich gibt es keine einzige Tageszeitung, der man noch glauben kann. Es wird nur noch gelogen und verbogen, dass sich die Balken biegen.
    Jede Ungerechtigkeit beginnt mit einer Lüge.

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    1. Das ist richtig, und auch Rundfunk und Fernsehen nicht; ausserdem sind einige der Internetengebote ebenfalls nur Varianten der Agenda (und zwar die, die sich in dem Sinn links positionieren, dass sie für Welcome ohne Ende sind).

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  3. Man könnte sich auf die Schenkel klopfen vor Lachen, wäre es nicht so traurig: Die Amerikaner bespitzeln und überwachen uns wie Ratten in einem Labor! Lesen unsere Mails, hören unsere Telefongespräche ab.
    Und was machen „unsere“ Medien? Sie echauffieren sich darüber, dass sich Geheimdienste Gegenseitig bespitzeln… Lockt DAS eigentlich noch eine Katze hinter dem Ofen hervor? Interessiert das wirklich jemand?
    Die Informationen welche „die Russen“ angeblich „gehackt“ haben sollen, sind laut Assange aber gar kein „hack“ sondern ein Leak! Sie wurden von Insidern offengelegt. Offen für den Souverän – für uns! Dem es doch eigentlich zusteht zu erfahren was Sache ist.
    Die Medien wissen das auch! Also Fake-News wie die Brutkastenlüge, die Konzentrationslager in Jugoslawien oder die Massenvernichtungswaffen im Irak. Ein Einziger riesen FAKE.
    Anstatt dass sich die mittels (in Deutschland) Zwangsgebühren finanzierten Medien mit den INHALTEN der höchst brisanten Informationen auseinandersetzen, geben sie sich seit Wochen nur Verschwörungstheorien hin, wo diese herstammen könnten. Natürlich von Präsident Putin persönlich. Dieser Putin muss echt die Super-Power haben.
    Darüber, in wie weit Trump nun der Heilsbringer ist oder auch nicht, reden wir in einem Jahr… Auch er will ja laut eigenen Aussagen nicht gerade zimperlich mit Whistleblowern umgehen. Also mit denen, die UNS die Informationen geben, die uns verdammt nochmal zustehen.

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    1. Es spricht für Trump, dass er Putin den Rücken stärkt und für Putin, dass er sich nicht provozieren lässt… wie die Amtszeit Trumps werden wird, sehen wir dann ja ohnehin – wobei es auch für ihn spricht, dass nach wie vor alles unternommen wird, um diese Amtszeit zu verhindern. Denn Obamas Provokationen zielen ja darauf ab, einen Vorwand für Notstandsgesetze zu haben, mit denen er im Amt bleiben kann.

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