Wie man Opposition steuert

„Manufacturing Consent“ ist ein von Noam Chomsky geprägter medienkritischer Begriff. Man kann jedoch auch Dissens künstlich erzeugen, indem man dafür sorgt, dass nur gelenkte scheinoppositionelle Stimmen zu Wort kommen. Ich werde dies anhand von Alice Schwarzers und Gloria Steinems Werben für Hillary Clinton und der Geschichte der Grünen erklären.

Im Jahr 1971 gründeten Gloria Steinem und Dorothy Pitman Hughes Ms. zunächst als Beilage des New York Magazine. Der Wikipedia-Eintrag zu Ms. bezeichnet Steinem als „second wave feminist“, also als Aktivistin, die sich in das Engagement anderer einklinkte, was nicht an ihrem Alter liegen kann, denn sie wurde 1934 geboren. Steinem gründete 2005 mit Jane Fonda und Robin Morgan das Women’s Media Center, das Frauen verstärkt in die Medien bringen will.

Ms. hatte wie andere feministische Magazine damit zu kämpfen, zwar ziemlich bekannt zu sein, dies aber nicht immer mit finanzieller Basis zu verknüpfen. Seit 2001 fungiert die Feminist Majority Foundation als Herausgeberin, die u.a. wegen der Unterstützung des Kriegs gegen Afghanistan nicht unumstritten ist. Es überrascht nicht, dass die Foundation von den Open Society Foundations des George Soros unterstützt wird, der für die Agenda der Globalisten („One World Government“) auch die feministische Szene instrumentalisiert. Die Gründung von Ms. erklärte Gloria Steinem damit, dass es Anfang der 1970er Jahre nichts für Frauen auf dem Zeitschriftenmarkt gab, das auch von Frauen kontrolliert wurde. Der Name „Ms.“ war auch gleich Programm, da Frauen damit dem „Mr“ gleichgestellt wurden, statt zwischen „Miss“ und „Mrs.“ zu unterscheiden.

Gloria Steinem über ihre Zeit bei der CIA

Dass Gloria Steinem zeitweise (?) für die CIA arbeitete, ist bekannt und auch Thema des oben verlinkten Videos. Wenn sie jetzt in der neuen Emma, die nach dem Vorbild von Ms.1977 in Deutschland gegründet wurde, den Gegnerinnen Hillary Clintons „Selbsthaß“ unterstellt, überrascht dies nicht. Zur Präsidentenwahl 2008 sagte sie etwa laut Wikipedia: „Both Senators Clinton and Obama are civil rights advocates, feminists, environmentalists, and critics of the war in Iraq … Both have resisted pandering to the right, something that sets them apart from any Republican candidate, including John McCain. Both have Washington and foreign policy experience; George W. Bush did not when he first ran for president.

Das Weblexikon vermerkt zur Wahl 2016: „In an HBO interview with Bill Maher, Steinem, when asked to explain the broad support for Bernie Sanders among young Democratic women, responded, ‚When you’re young, you’re thinking, ‚Where are the boys? The boys are with Bernie.‘ Her comments triggered widespread criticism, and Steinem later issued an apology and said her comments had been ‚misinterpreted‘.“ (auch hier nachzulesen) Ms. erscheint übrigens vierteljährlich und hat auf dem aktuellen Titel den Gender Gap bei den Wahlen. Natürlich sieht frau in einer Präsidentin Hillary Clinton einen historischen Schritt, um die gläserne Decke zu durchbrechen.

Sechs Jahre nach der Gründung von Ms. kam die Emma auf den Markt; auch hier der Titel ein Wortspiel, nämlich mit Emanzipation. Als Jahrgang 1942 ist Alice Schwarzer ein bisschen jünger als Gloria Steinem, wuchs in Wuppertal auf und ging als junge Journalistin nach Paris. 1971 gehörte sie dort mit Frauen wie Monique Wittig zu den Gründerinnen des Mouvement pour la libération des femmes (MLF), das u.a. ein öffentliches Bekenntnis prominenter Frauen im Novel Observateur initiierte, dass sie abgetrieben haben. Diese Idee brachte sie nach Deutschland mit, wo eine Ausgabe des Stern mit der Titelgeschichte „Wir haben abgetrieben“ erschien. Auch Schwarzers erstes Buch befasste sich mit dem Schwangerschaftsabbruch, das nächste mit „Frauenarbeit – Frauenbefreiung“ und schließlich mit dem „kleinen Unterschied und seinen großen Folgen“.

emmaclintonAktuelle Emma-Ausgabe

Der „kleine Unterschied“ machte Schwarzer weit über Deutschland hinaus bekannt, basierte er doch auf Gesprächen mit unterschiedlichen Frauen, die fast alle Erfahrungen mit Gewalt und Unterdrückung durch Männer gemacht haben, freilich auch im Kontext der Auswirkungen von Krieg und Armut. Schwarzer sprach bereits damals, im Jahr 1975, von „Zwangsheterosexualität“, passend zur Ausrichtung der „grünen“ Heinrich Böll-Stiftung, für die jede/r Heterosexuelle einem künstlichen Konstrukt aufsitzt und „homophob“ ist. Allerdings gehörte Böll, der die Gründung der Grünen unterstützt hat, zu jenen deutschen Kulturschaffenden, die der CIA zuarbeiteten, sodass die Schwerpunkte der nach ihm benannten Stiftung nachvollziehbar sind.

Im „Kleinen Unterschied“ betont Schwarzer: „Angelpunkt der Frauenfrage. Sexualität ist zugleich Spiegel und Instrument der Unterdrückung der Frauen in allen Lebensbereichen. Hier fallen die Würfel. Hier liegen Unterwerfung, Schuldbewusstsein und Männerfixierung von Frauen verankert. Hier steht das Fundament der männlichen Macht und der weiblichen Ohnmacht.“ An heftigen Reaktionen hat sich seit den ersten Buchvorstellungen wie im Spiegel 1975 nichts geändert, wie man bei den Rezensionen auf Amazon sieht, wo eine besonders ausführlich auf den Inhalt eingeht: „Ein Motiv für Alice Schwarzer Kritik am ‚Sexmonopol‘ der Männer dürfte auch ihr Bedauern darüber sein, dass es insgesamt so wenige Lesben gibt. Nach einer statistischen Untersuchung, welche Mitte der 90er Jahren in den USA durchgeführt wurde, beträgt dort der Anteil der Homosexuellen beiderlei Geschlechts (je nach Definition) nur zwischen 3 und 6 Prozent, was in der Tat ja nicht gerade viel ist. Hoffnung auf eine Besserung der Verhältnisse scheint es da nur zu geben, wenn die sexuelle Orientierung eben wirklich nur eine Sache des theoretischen Glaubens und des hierauf gründenden gesellschaftlichen Zwanges ist.“

Schwarzer schwebt vor, dass die Gesellschaft etwa zu gleichen Teilen aus Homo- und Heterosexuellen  beiderlei Geschlechts besteht, was man vielleicht auch „Zwangshomosexualität“ nennen kann. es passt hervorragend in die Agenda der Globalisten, die u.a. über US-Stiftungen und Think Tanks daran gehen, nationale und persönliche Identität aufzulösen, um ihr diktatorisches „One World Government“ durchzusetzen. Interessanter Weise verrät uns der zitierte ziemlich lange Wikipedia-Eintrag nichts über Alice Schwarzer privat, obwohl sie 2011 verriet, mit einer Frau zusammenzuleben. Auch der Rechtsstreit mit der ehemaligen Partnerin Waltraud Schade um deren Buch über die lange zurückliegende Zeit mit Schwarzer wird nur verschleiernd erwähnt, indem Schade als „Exfreundin“ fungiert.

Wikipedia verrät aber, welche Rolle Schwarzer bei der Wahl des (globalistischen) Bundespräsidenten hatte: „Die nordrhein-westfälische CDU entsandte Schwarzer zur 15. Bundesversammlung zur Wahl Joachim Gaucks im Rahmen der Wahl des 11. deutschen Bundespräsidenten am 18. März 2012.Etwas weniger kontrovers als der „Kleine Unterschied“ wurde ein Buch aufgenommen, dass kritische Analyse mindestens ebenso sehr verdient hätte: „Schwarzer schrieb wieder vermehrt Bücher, politische Essays und Biografien. 1993 erschien ihre Fallstudie über den Tod von Petra Kelly und ihrem Lebensgefährten Gert Bastian als Faction-Prosa. Bastian erschoss die schlafende Kelly und beging anschließend Selbstmord. Schwarzers Buch Eine tödliche Liebe. Petra Kelly und Gert Bastian war 2001 Vorlage für die TV-Verfilmung Kelly Bastian – Geschichte einer Hoffnung, für die sie auch das Drehbuch mitschrieb.“

kelly

Petra Kelly war 2014 eine Ausstellung gewidmet

TIll Bastian hat keine Zweifel an der offiziellen Version, dass sein Vater Kelly und dann sich selbst getötet hat, ist jedoch darüber empört, wie Schwarzer den Tod der beiden auszubeuten versuchte: „Nachdenklich stimmt mich der besondere Ingrimm, mit dem Alice Schwarzer Frau Kelly bis übers Grab hinaus verfolgt – warum? Ich gebe unumwunden zu, daß ich Petra Kelly nie sonderlich gemocht habe. Aber Abneigung gegen eine lebende Person ist etwas ganz anderes als der Versuch, eine Tote mit allen journalistischen Mitteln zu diffamieren. Kellys Strategie sei ‚Feminismus zum Anstecken‘ gewesen, schreibt Alice Schwarzer (Seite 97) – klar, ‚richtiger‘ Feminismus findet eben nur auf den Seiten von Emma den korrekten Ausdruck. So bekommt die tote Rivalin jetzt ihr Fett weg: Eine Frau, die Fassadenfeminismus betreibt (‚Sie spielt feministische Kraft- oder Drohgebärden, bleibt aber *ganz Frau*…‘, Seite 97) muß ja eines Tages ein schlechtes Ende nehmen – selbstverständlich durch Männerhand.“

Was Bastian als Mann vielleicht nicht so wahrnimmt, lässt sich aber daraus erklären, dass Kelly wie auch Kanzlerin Angela Merkel und zahlreiche junge Frauen, die als Sprecherinnen oder Abgeordnete gepusht werden, mit „Niedlichkeit“ spielt, mädchenhaft wirken will. Dies mag Schwarzer irritiert haben, weil es ein indirekter und manipulativer Weg der Einflußnahme ist. Bastian meint auch: „Frau Schwarzer ist, und deshalb hat sie die Beziehung zwischen Gert Bastian und Petra Kelly so stimmig nachfühlen können, den beiden Toten wesensverwandt: Wie diese duldet sie keine Halbheiten, Zwischentöne, sondern kennt allenfalls Schwarz und Weiß – Unsicherheit und Bedenken werden stets durch ein vollmundiges ‚So muß es gewesen sein!‘ niedergebügelt. Und eben deshalb ist dieses Buch ein zwar atmosphärisch passender, aber äußerst destruktiver Abgesang auf die Toten: wortgewaltig, vereinfachend, selbstgerecht und gewaltschwanger. Denn ein unzureichend bewiesener, gleichwohl lauthals verkündeter Mordvorwurf ist letzten Endes nichts anderes als – Rufmord…“

Dazu trägt auch bei, dass sie Bastian und Kelly so schildert, als wäre sie stets live dabei gewesen, und z.B. Till Bastian zitiert, ohne je mit ihm geredet zu haben. Vergegenwärtigt man sich diese Kritik, erscheint nicht mehr so empörend, wie das Missy Magazine auf Alice Schwarzers neuestes Buch „Der Schock“ über die Übergriffe zu Silvester in Köln reagiert: „Das Perfide an dem Buch ist, dass es so viele Behauptungen aufstellt zu so vielen Themen, von denen so viele Menschen so wenig Ahnung haben, und deswegen so verunsichernd ist.“ Und so viel neues und extra Verfasstes gibt bes auch nicht (was man bereits von anderen Schwarzer-Büchern oder Emma-Serien kennt): „Immer wieder werden die Haare der Opfer beschworen, die blond und lang sind – lang und blond – im Gegensatz zu den knapp 150 Seiten des Buches, das hauptsächlich aus recycelten Artikeln aus der EMMA besteht – und zwar aus den letzten 14 Jahren. Anscheinend hat Alice Schwarzer nicht genug zu sagen zu der Silvesternacht 2015/16.“

Das oben eingebundene Video zeigt die Geschichte der Grünen auch puncto Frauen, die als Abgeordnete eine heikle Rolle hatten, denn sie sprachen Themen erstmals im Bundestag an, auf die Männer mit Gelächter reagierten; zugleich mussten sie sich gegenüber den Machos in den eigenen Reihen durchsetzen. Petra Kelly wird bewusst nur in Sequenzen gezeigt, wo sie Zwischenrufe erntet und Niederlagen erleidet. Auch so macht die Doku aber deutlich, dass die Grünen eine Art Trichter waren, durch den Bürgerinitiativen, Frauenbewegung, Ökologiebewegung, Friedensbewegung, Anti-AKW-Bewegung usw. hofften, ihre Themen in die Parlemente zu bringen. Gerade dies wurde aber zu „Manufacturing Dissent“, da beide GründerInnen der Grünen, Joschka Fischer und Petra Kelly, letztlich das Geschäft von Transatlantikern besorgten.

Alle Hoffnungen, etwas werde „anders“ und man könne „andere“ Lebensentwürfe, andere Politik auf jedem Level etablieren wurden spätestens dann zunichte gemacht, als die Grünen 1999 mit dem Angriff auf die Bundesrepublik Jugoslawien entgültig zu Kriegsgrünen wurden, die mit dafür sorgten, dass der größte US-Stützpunkt in Europa im Kosovo errichtet wurde. Im Video sieht man Joschka Fischer, Otto Schily (der später zur SPD wechselte) und Gerhard Schröder in einer Bonner Kneipe zechen, in der sie bereits damals die spätere Koalition in ihren Grundzügen skizzierten. Frauen blieben damals außen vorne, sie wollten wirklich „anders“ Politik machen und litten sehr darunter, wie manche Männer dominierten. In jener Zeit galt bei den Frauen vor allem Jutta Ditfurth als „Alphatier“, die schließĺich mit ihren AnhängerInnen die Partei verlassen hatte. Kelly schien am Parlamentarismus zu scheitern, da ihre Bühne Kundgebungen, Tagungen und Interviews waren.

Schwarzer selbst meinte übrigens zu kritischen Reaktionen auf ihr Kelly-Buch so: „Offensichtlich sollen Kelly und Bastian Idole bleiben und nicht zu Menschen werden. Meine Aufgabe ist es aber nicht, mir Kitsch und Selbstbetrug in den Block diktieren zu lassen, sondern Informationen zu sammeln und zu analysieren. Nichts anderes habe ich getan.“ Tatsächlich ähnelt die Art und Weise, wie Schwarzer dabei vorgeht, an Desinformationswerke, wie sie Geheimdienste in Auftrag geben. Denn auch hier werden um nachprüfbare Fakten (schliesslich geht es um Personen, die gelebt haben und zu denen es Eckdaten gibt) stark emotionalisierte Geschichten gestrickt, holzschnittartige Bilder der AkteurInnen gezeichnet. Ganz sicher waren weder Bastian noch Kelly unproblematisch, und dies traf auch auf ihre Beziehung zu, doch man darf diese weder mit der Brille der eigenen Sozialisation sehen noch ausblenden, welche politischen Rahmenbedingungen herrschten.

Schwarzer sieht ihr eigenes Aufwachsen mit einer resoluten Großmutter und einem sanften Großvater als non plus ultra und sieht in Kellys Beziehungen zu älteren Männern die Suche nach einer Vaterfigur. Kelly mag hier etwas kompensiert haben, doch man muss auch ihrer persönlichen Biografie gerecht werden und bedenken, was es bedeutet, z.B. bereits bei der Arbeit für die Europäische Gemeinschaft mit Rüstungsfragen konfrontiert zu sein, oder sich als Studentin gegen jegliche Nutzung der Kernenergie zu wenden. Auf der Webseite Arbeiterfotografie werden Infos zu fragwürdigen Todesfällen zusammengestellt, sodass man sich selbst ein  Urteil bilden kann; neben Kelly und Bastian finden wir dort etwa den britischen Ex-Außenminister Robin Cook, der Enthüllungen über Al Qaida machte, oder Ex-Landeshauptmann Jörg Haider. Kellys Biografie wird stichwortartig zusammengefasst. Sie wurde 1947 geboren und ging mit ihrer Mutter, Stiefvater John Kelly und Halbschwester Grace in die USA, wo sie auch studierte:

„Petra Kelly wird an der Hochschule zur ‚outstanding woman of the year‘ gewählt. 16. Februar 1968: Bei einer Fernsehdebatte an der American University trifft Petra Kelly auf Hubert Humphrey. 19. Juni 1968: Petra Kelly nimmt mit Grace und den übrigen Familienmitgliedern an einer Generalaudienz bei Papst Paul VI. in Rom teil. 21. August 1968: Petra Kelly ist Augenzeugin, als die Truppen des Warschauer Paktes den ‚Prager Frühling‘ beenden. Sie gehört nicht zu den Achtundsechzigern.“ Natürlich mischten im „Prager Frühling“ (wie auch später im „Arabischen Frühling“) Geheimdienste mit, ebenso bei den Achtundsechzigern, wie Hartmut Barth-Engelbart am Beispiel des jetzigen grünen EU-Abgeordneten Daniel Cohn-Bendit aufzeigt.

Interessant ist bei Kellys von der Arbeiterfotografie dargestelltem Lebenslauf auch diese Passage: „1969: Als die US-Armee John Kelly in den Vietnam-Krieg schicken will, erreicht Petra durch eine Eingabe beim Pentagon, dass er zurückgestellt wird, um bei seiner todkranken Tochter bleiben zu können.“ Man wird sich bestimmt den Namen der guten Studentin gemerkt haben, die dies für ihre an Krebs erkrankte Schwester bewirkt hat. „Winter 1969/70: Die Regierungskoalition aus SPD und FDP erklärt die Umweltpolitik zum eigenständigen Politikfeld und zum Bestandteil sozialliberaler Reformpolitik. 17. Februar 1970: Grace P. Kelly stirbt im Alter von zehn Jahren an Krebs. Sie (Petra) beginnt, sich mit der Wirkung von Strahlen zu beschäftigen, die zur Energieerzeugung, in der Medizin oder militärisch genutzt werden. 18. Februar 1970: Petra Kelly fliegt zur Familie nach Deutschland.“ Über die EG führte ihr Weg dann auch in die SPD, die sie  schließlich für die Gründung der Grünen wieder verlassen hat, was auf Parallelen zu Österreich hinweist.

BBC-Radiointerview u.a. mit Sara Parkin (The Life and Death of Petra Kelly)

„Petra Kelly verbindet die Themen Frauen und Arbeit mit der Anti-Atomkraft-Bewegung. Sie versteht sich als Feministin und Pazifistin. Sie ist den Ökofundamentalisten zuzuordnen. Sie arbeitet 18, 20 Stunden am Tag, schläft kaum mehr als drei Stunden pro Nacht. Sie leidet unter Migräne, Depressionen, Panikattacken und Erschöpfung. Sie überfordert aber auch ihre Mitarbeiter. Alice Schwarzer führt das darauf zurück, dass Petra Kelly alles an sich heranließ und durch die pausenlose Aktivität ihre psychischen Probleme ausblendete.“ Tatsächlich hat man das Gefühl, bereits beim Lesen außer Atem zu geraten, wenn Kelly und Bastian sich hier und dort und dann auch noch da engagiert haben. Doch die Arbeiterfotografie weist auch darauf hin, dass Kelly bereits im Wahlkampf für die Bundestagswahlen 1983 massiv unter Druck stand:

„Petra Kelly ist auch Thema in einem 1986 erschienenen, von Freimut Duwe herausgegebenen, von Helmut Lorscheid und Leo A. Müller geschriebenen Buch mit dem Titel ‚Deckname: Schiller‘. Es geht darin um die Operationen der LaRouche-Organisationen, zu denen die EAP (Europäische Arbeiterpartei), das Schiller-Institut und die Publikationen ‚New Solidarity‘ bzw. ‚Neue Solidarität‘ gehören, und über die CIA-Direktor William Colby geäußert haben soll, die CIA habe jährlich 90000 Dollar in die Wochenzeitung ‚New Solidarity‘ gesteckt und die Kader der LaRouche-Komitees bestünden zu 80 Prozent aus CIA- und FBI-Leuten. Die Buchautoren schreiben von nächtlichen Anrufen auf Petra Kellys privater, geheimgehaltener Telefonnummer. Sie schildern einen Fall bei einer ihrer Vortragsveranstaltungen in den USA, bei der die erste Reihe für Rollstuhlfahrer reserviert ist: ‚Etwa dreißig werden hereingeschoben. Nach dem Ende ihrer Rede will Petra Kelly vom Podium gehen und erstarrt. Alle *Behinderten* haben sich von ihren Rollstühlen erhoben, umringen sie, drängen sie zurück.‘

Helmut Lorscheid faßt in einem telepolis-Artikel vom 14.11.2003 Passagen aus dem Buch zusammen: ‚Gleichzeitig ist diese Gruppierung [das Schiller-Institut] spezialisiert auf Psychoterror. Ein prominentes Opfer ihrer ständigen Anfeindungen und ihres Psychoterrors war die damalige Grüne Bundestagsabgeordnete Petra Kelly. Selbst bei privaten Empfängen mit begrenzter Teilnehmerzahl, bei denen der Zutritt außerdem nur mit Einladungskarte möglich war – eine Vorsichtsmaßnahme, die aus diesen Erfahrungen resultierte – sah sich Petra Kelly belästigenden Angriffen ausgesetzt. So überreichte ihr einmal eine Frau, freundlich lächelnd, ein kleines Paket als Geschenk. Petra Kelly wurde gebeten, es zu öffnen. Der Inhalt: Ein in Blut oder blutähnliche Flüssigkeit getunkter schwarzer BH. Das Foto von der entsetzten, solchermaßen *beschenkten* Politikerin erschien später in der New Solidarity. Der Psychostress an diesem Tag ging weiter. Vor Beginn der eigentlichen Veranstaltung, auf der die Grüne reden sollte, wurde sie von weiteren Personen höhnisch gefragt: *Na, Frau Kelly, hat Ihnen das Geschenk gefallen?*

Petra Kelly 1083 in Davos

Dem Autor schilderte Petra Kelly in den 80iger Jahren eine weitere Begebenheit: ‚Nach einer Rede kommen oft bis zu hundert Menschen zu mir, um noch mit mir zu sprechen. In solch einer Situation großer Anspannung kommt plötzlich eine Frau und sagt etwa *Ihre Rede war gut, wir legen Sie um!* In solch einem Moment weiß man nicht, wie man reagieren soll, weiß nicht, ob nicht auch die nächste Person zur gleichen Gruppe gehört. Hinzu kommt das Gefühl: Wir werden dich nicht in Ruhe lassen.‘ Tatsächlich verfolgte die LaRouche-Organisation Petra Kelly bei ihren zahlreichen Reisen in alle Erdteile. Seltsame Blüten trieb dabei die *Informationsbeschaffung* der Neuen Solidarität. So fanden sich persönliche Widmungen Petra Kellys in Büchern, die sie ihrem Fraktionskollegen Gert Bastian geschenkt hatte, plötzlich als Zitat in einem Artikel der La-Rouche-Zeitung wieder.

Die Bücher waren vom Besitzer keinesfalls freiwillig herausgegeben, sondern aus seinem Besitz ‚verschwunden‘. In Schriften LaRouches wurde Petra Kelly zuweilen als Führerin der ‚westdeutschen faschistischen grünen Partei‘ tituliert, wobei gleichzeitig von einem ‚KGB-diktierten‘ Programm der Öko- und Alternativpartei die Rede war. Mal ‚Moskaus 5. Kolonne‘, dann wieder „faschistische Bewegung“ oder beides gleichzeitig, kombiniert mit vermeintlichen Verbindungen zur Drogen- und Rauschgiftmafia.“ (siehe auch LaRouche-Watch: Lyndon Larouche and the art of inducing suicide) Willy Brandt und Herny Koissinger wurden auch schon drangsaliert, was die Frage aufwirft, ob hier echte „Gegner“ bekämpft werden oder Opposition bloß suggeriert wird, man Personen Glaubwürdigkeit verleihen will.

Man findet dazu auch heute noch Infos auf LaRouche-Webseiten über die „politische Hure“ Petra Kelly (Profile of a political Whore) wie diese Erklärung: „In 1982-83 the ELP went after Petra Kelly, leader of Germany’s Green Party and a strong advocate of removing U.S. missiles from German soil. Various smear articles called her a Communist, a terrorist, and sexually promiscuous. An article entitled ‚Did You See This Whore on Television?‘ described her alleged affairs with married men. She sued the LaRouchians for libel in New York federal court. Her attorney, former U.S. Attorney General Ramsey Clark, said the LaRouchians had engaged in a ‚vicious campaign that made it difficult for her to appear in public. The campaign became physical at times. They cornered her on a train, they shoved her grandmother around….They abused her most fundamental rights of privacy, dignity, physical integrity, and reputation.'“

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Faksimile aus „Krieg, Atom, Armut“ von Jutta Ditfurth über die Grünen

Ramsey Clark war einer jener prominenten Amerikaner, die gegen den Golfkrieg 1991 auftraten; er bereiste den Irak sogar noch während der Angriffe, um Kriegsverbrechen zu dokumentieren. Nach dem Tod von Kelly und Bastian forderte die LaRouche-Organisation übrigens Aufklärung und stellte befriedigt fest, dass auch Clark inzwischen ein „LaRouche defender“ geworden sei. Alice Schwarzer geht in „Eine tödliche Liebe“ übrigens auf die Psycho-Operation gegen Kelly ein, will jedoch nicht verstehen, warum sich die ikone der Grünen dadurch bedroht fühlte. Für LaRouche sind die Grünen, wie in einem Dossier im Netz ausgeführt, ein russisches Projekt, was nicht überrascht, da die CIA derlei Behauptungen auch über die Friedensbewegung gegen die Stationierung neuer US-Atomwaffen in Europa oder über den damaligen Terror u.a. über die Journalistin Claire Sterling lancierte. Im weiter oben eingebundenen Video einer ARD-Doku wird auch die Frage geklärt, ob Gert Bastian für die Stasi gearbeitet hat, weil eine der Überlegungen zu den Geschehnissen im Oktober 2012 war, dass er Angst hatte, wie Kelly auf Akteneinsicht reagieren würde. Tatsächlich war die Stasi an Informationen über Bastian interessiert, war er doch einer jener Generäle, die sich gegen die „Nachrüstung“ der NATO wandten, aber kein IM.

In  den Grünen hatte die Stasi drei Leute, die sie mit Informationen versorgten, was auf den ersten Blick bescheiden wirkt und zunächst mal das Beschaffen von Nachrichten, aber noch keine Steuerung von Abläufen ist. Differenzierter als LaRouche meint der konservative Publizist Peter Helms in einem kostenlos erhältlichen E-Book, dass es sich um „rote Wölfe in grünem Schafspelz“ handle, wobei er auf die transatlantische Komponente aber ebenfalls eingeht. Der Stasi waren Kelly, Bastian und Gabriele Potthast ein Dorn im Auge, Erich Mielke nannte Kelly einmal „Agentin der CIA“. Die Arbeiterfotografie fragte nach der Schilderung des LaRouche-Psychoterrors: „Es stellt sich die Frage, was hinter dem hier Beschriebenen für eine Strategie steckt. Geht es darum, einen tatsächlichen Gegner zu diskreditieren, zu drangsalieren und in die Enge zu treiben. Oder geht es darum, jemanden in der Öffentlichkeit als Gegner erscheinen zu lassen?“

Und es wird versucht, das Wirken der beiden einzuschätzen: „Es gibt Aktivitätsfelder von Gert Bastian und Petra Kelly, die – auch – im Interesse des ‚Westens‘ oder einzelner ‚westlicher‘ Mächte gelegen haben (ihr Eintreten für die ostdeutsche Friedensbewegung und die ‚Freiheitsbewegung‘ in Tibet, ihre Haltung zur atomaren Aufrüstung in West und Ost in Zusammenhang mit dem Verlassen des ‚Krefelder Appells‘, ihre Haltung zum Thema Irak und speziell zur Beziehung zwischen dem Irak und Israel,…), so daß die Frage entsteht, ob oder inwieweit es ein Zusammenwirken mit den Machtzentren des ‚Westens‘ gibt. Es entsteht jedenfalls nicht der Eindruck, als hätten Gert Bastian und Petra Kelly wesentlich die geheimen Strategien und Operationen, also die Politik hinter der für die Massen vorgeführten Politik, in ihren Erkenntnisprozeß und ihr Handeln einbezogen.“

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Aus der Geschichte der Grünen in Österreich

Dieser Eindruck von Oberflächlichkeit mag auch daran liegen, dass es fast nichts gibt, wo sie sich nicht engagierten, und dass wir schon bei der Auflistung der Themengebiete durchschnaufen müssen. Aber was, wenn Kelly und Bastian dann eins und eins zusammengezählt haben oder wenn Kelly zunächst tatsächlich für eine Seite gearbeitet hat? Dabei kommt es nicht darauf an, wie weit man etwas durchschaut: „Aber trotzdem haben auch diejenigen Aktivitäten ein starkes Gewicht, die aus der Perspektive der Machthabenden als störend zu betrachten sind. Dazu zählt beispielsweise das Agieren gegen die Interessen der Atomlobby und für deren Opfer. Und dazu zählt ihr Eintreten für die entrechteten Urbevölkerungen der USA oder Australiens. Sicher wurde es ohne Petra Kelly und Gert Bastian leichter, die ‚Grünen‘ zu einer Partei umzuformen, die ihre ursprünglichen Ideale verrät und in der Kräfte dominieren, die bereit sind, sich kaufen zu lassen und innerhalb der eingefahrenen Machtstrukturen der ‚westlichen‘ Welt ihre Rolle zu übernehmen.

Es ist schwer vorstellbar, daß eine Partei – mit Petra Kelly und Gert Bastian in einer führenden Rolle – Deutschland in völkerrechtswidrige Kriege wie die gegen Jugoslawien oder Afghanistan geführt hätte. So gesehen gibt es Kräfte, für die es ohne Petra Kelly und Gert Bastian leichter geworden ist, ihr Spiel zu treiben. Für wen die Gefahr, die aus der Perspektive der Macht von den beiden Persönlichkeiten ausging, zu groß geworden.“ Ein Posting bei Telepolis geht davon aus, dass Kelly (die Wahlkampfhelferin von Robert Kennedy war) „während ihrer Zeit in den VSA beauftragt (wurde), die Friedens- und Ökobestrebungen der damaligen BRD-West-Deutschen zu kanalisieren und im transatlantischen Sinne zu beeinflussen. Die sogenannten ‚Grünen‘ waren geboren. Es ist kein Zufall, dass Gestalten wie Schily, Cohn-Bendit, Fischer, Trittin sich im Laufe der Zeit dort politisch ansiedelten. Es ist ein großer – und gewünschter – Irrtum zwischen Kelly und Bastian als ‚gute‘, ‚idealistische‘ Grüne und Fischer und Co als ‚böse Realos‘ zu unterscheiden. Die Grünen stellen die erfolgreichste COINTELPRO-Veranstaltung der deutschen Geschichte dar.“

Statt Counter Intelligence Program kann man auch „Manufacturing Dissent“ sagen, weil uns die Illusion vermittelt wurde, die Grünen seien eine Alternative im System und in sich zerrissen in Flügelkämpfen, weil man scheinbar noch Hoffnung haben kann, solange nicht alle die Maske haben fallen lassen. Es wäre durchaus plausibel, dass Kelly und Bastian dieses „Spiel“ nicht mehr mitspielen wollten, aber wir wollen nicht wie Alice Schwarzer spekulieren, deren Rolle auch der Autor Oliver Janich höchst dubios findet. Die Feministin Andrea Dworkin meint in einem Buch, das bekannten Frauen gewidmet ist, Kelly und Bastian seien „victims of a plot, probably CIA“. Auch in Österreich hatten übrigens eigenständige Grüne keine Chance, weil die Partei ebenfalls instrumentalisiert und von denen gesäubert wurde, die keinen fremdbestimmten Kurs mittragen wollten.

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Emma für Clinton: „Hass“ auf „mächtige Frauen

Mit Debatten über Burkaverbot, Burkini und die Konsequenzen aus Köln wird ebenfalls künstlicher Dissens erzeugt, wie man an feministischen Medien erkennen kann. Zwar gibt es in der aktuellen Ausgabe des Missy-Magazine keine Clinton-Propaganda, doch diese dominiert dafür die Emma umso mehr. Die Anschläge wünschen sich ebenfalls Clinton als Präsidentin, vertreten Welcomerinnen und lassen Saskia Sassen von Varoufakis‘ Diem25 zu Wort kommen. Man muss sich dessen bewusst sein, dass jedwede Werbung für Clinton mit Desinformationen arbeitet und Frauen vorgaukelt, sie selbst würden durch eine US-Präsidentin gewinnen. Dabei werden die gleichen Strategien angewandet, mit denen uns meist genau die gleichen Medien einreden, es sei „rassistische Hetze“, sich gegen Übergriffe von Einwanderern aus muslimischen Ländern zur Wehr zu setzen.

Nicht von ungefähr sind US-Stiftungen wie jene des George Soros dick im „Geschäft“ mit Gender, unterstützen Frauenorganisationen und Vernetzungen und versuchen so, Denken und Diskurs vorzúgeben. Dass sich an realen Unsicherheiten von Frauen über die Jahre nichts geändert hat und dies auch zu Diskriminierungserfahrung beiträgt, ist da kein Thema, denn dies würde von der Agenda ablenken. Man ist nicht deswegen so sehr an Frauenrechten interessiert, weil eine gerechte Gesellschaft das Ziel ist, sondern weil der Weltstaat nur dann erreicht wird, wenn traditionelle Strukturen (wie Staaten, aber auch heterosexuelle Beziehungen) aufgebrochen werden.

Wenn etwa das Council on Foreign Relations (siehe bisherige Links) die European Women’s Lobby so beschreibt: „The largest umbrella organisation of women’s associations in the European Union (EU), working to promote women’s rights and equality between women and men.“ muss man wissen, dass die Generalsekretärin der EWL von George Soros bezahlt wird und die Lobby auch aus nationalen Frauennetzwerken besteht, die längst für die Weltstaat-Agenda umgepolt wurden. Dabei wird stets die gleiche Leier an emotional aufgeladenen Begriffen verwendet, wie man an einem Artikel des Standard sehen kann. Das CFR empfiehlt auch „Stand Out! with Natalia Brzezinski  – Natalia Brzezinski has worked in a dynamic spectrum of roles – from the U.S. Senate Press Office for Senator John Kerry, to The Huffington Post, to the U.S. Embassy in Sweden.“ Die Schwiegertochter von Zbigniew Brzezinski interviewt in ihrer Sendung praktischer Weise auch gleich Ariana Huffington, deren Blog von George Soros unterstützt wird.

12 Gedanken zu “Wie man Opposition steuert

  1. Sehr geehrte Frau Bader, wieder ein sehr gelungener Artikel.

    Vielen Dank für Ihre Aufklärungsarbeit!

    Es hat schon seine Gründe, warum der Redaktionsschlussartikel oft Ihrer ist.

    Ab September werden wir eine Podcastserie starten. Mit Bloggern im Gespräch. Wir werden darauf noch gesondert zurück kommen, würden uns sehr freuen, Sie als Interviewpartner zu gewinnen.

    Besten Gruß
    Michael Poost
    Redaktion BNN

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  2. „Man ist nicht deswegen so sehr an Frauenrechten interessiert, weil eine gerechte Gesellschaft das Ziel ist, sondern weil der Weltstaat nur dann erreicht wird, wenn traditionelle Strukturen (wie Staaten, aber auch heterosexuelle Beziehungen) aufgebrochen werden.“

    Bingo, das halte ich für einen Schlüsselsatz. Ziel ist nicht die Befreiung der Frau, sondern die völlige Zerrüttung der Gesellschaft. Eigentlich ist alles, was für Frauen erreicht werden kann, erreicht. Aber es muß dieses „Nie-genug“ ständig geschürt werden und vor allem eine gewisse Feindschaft zu Männern aus dem gleichen Kulturraum zu etablieren. Eine wichtige Gehirnwäsche-Strategie. Sie hat Besitz ergriffen von vermeintlich emanzipierten Frauen, die sich als in einer Rape-culture lebend wähnen und fremden Rapists via Twitter für das Erlebnis danken.

    Als Mann , einigermaßen solvent, würde ich keiner Frau mehr über den Weg trauen. Wenn sie anfinge über ihren Beruf zu jammern, wäre ich weg. Finge sie an in Kinderwägen zu schauen, würde ich doppelt und dreifach auf Kondom bestehen, egal ob sie mir versichert ,die Pille zu nehmen, oder ich würde die Beine in die Hand nehmen. Möglicherweise würde ich mich sterilisieren und mein Sperma tiefkühlen lassen. Höchstens noch mein Sperma verscherbeln, damit es im Genpool bleibt. Lesbische Kundinnen gäbe es genug. Ich wäre eigentlich nur damit beschäftigt, mich abzusichern, so dass eine Frau keine Handhabe gegen mich hätte, wenn sie sich mal wieder als Opfer erlebt, als Opfer des Lebens z.B. .

    Armselig? Ja, und wie! Aber der Agenda entsprechend.

    Willkommen in der zerstörten Gesellschaft, die durch Zuwanderer mit intakten, unhinterfragten Familienstrukturen übernommen wird, unter dem Applaus der vermeintlich ewigen Opfer. Manfred Lütz hat ein Buch geschrieben, mit dem vielsagenden Titel: Irre, wir behandeln die Falschen. Ist genauso lesenswert, wie das in obigem Text erwähnte.

    Die NGO’s leisten hervorragende Arbeit. Ihre Saat geht teuflisch gut auf.

    Übrigens, die Frauen im verlinkten Brigitte-Artikel sollten sich mit der befreienden Wirkung einer Burka beschäftigen. Dellen im Gesicht, an den Schenkeln,Hüftgold, Schwabbelbauch sind wie von Zauberhand verschwunden. Das ist die wahre Frauenbefreiung und Männer halten mehr als eine Armlänge Abstand.

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    1. Kommt wie gerufen als Ergänzung:
      http://blogs.faz.net/deus/2016/08/25/mit-170-000-euro-steuergeld-ginalisa-zum-opfer-machen-3703/
      http://www.spiegel.de/politik/deutschland/gina-lisa-lohfink-gruene-fordern-schnelle-reform-des-sexualstrafrechts-a-1096892.html

      Ist absolut nicht off-topic, denn es geht um die Agenda-Politik!

      Männer vergnügt euch mit euch selber und überlasst die Frauen ihren künftigen Herrschern, so wie es agendagemäß vorgesehen ist. Guckt euch die Girlies an, wie sie mit Selbstüberschätzung die Gesellschaft, die ja ihre finanzielle Basis liefert , husch-husch abschaffen wollen. Nix geleistet, außer mit der Gosch’n gewackelt, aber das mit Schmackes.

      Meine Generation weiß, dass das goldene Zeitalter für Frauen hinter uns liegt. Und die, die hineingeboren wurden , haben es nie zu würdigen gelernt und machen es wie eine Sandburg kaputt. Wenn diese großen Kinder vielleicht doch noch erwachsen werden, sind wir bereits irreversibel am oder im Arsch.

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      1. Und dazu wiederum passend das, mittlerweile, legendäre Streitgespräch aus dem Jahre 1975 zwischen Alice Schwarzer (Journalistin und Publizistin) kontra Esther Vilar (Autorin)

        Viel Vergnügen !

        mfg, Otto Just

        P.S.: Selten einen so treffsicheren, da die Realität abbildenden, Kommentar gelesen als den Ihren, Frau Imela ! Herzlichen Dank dafür ! Klar, um überhaupt treffsicher zu kommentieren, bedarf es zuvorderst mal inspirierender Artikel und die gibt es wiederum wie selbstverständlich hier bei unserer allseits beliebten Autorin politischer Abläufe, Alexandra Bader – Punkt

        mfg, Otto Just

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    2. Uff, wieder mal exzellent auf den Punkt gebracht! So knallhart kann ich es den Frauen nicht sagen, mit denen ich diskutieren will; mache es daher ein bisschen diplomatischer🙂

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  3. Werte Frau Bader, nachdem Sie in Ihrem Blog tapfer die Zustimmung von überall ertragen müssen, darf auch ich die Gelegenheit beim Schiopf packen und Ihnen meine Sympathie ausdrücken. Ich lese die Ceiberweiber mit Eifer und (fast immer) Gewinn und meine das genauso wie ich es geschrieben habe.

    Sie sind eine eigenständige, eigen-willige Korrespondentin aus einem Milieu, das ich mittlerweile verlassen und das ich niemals annähernd so gut kennengelernt habe wie Sie. Mögen Sie uns als Publizistin lange erhalten bleiben,das wünsch ich mir.

    Und wenn ich schon bei Wünschen bin, würde ich mir noch viel mehr unabhängige Denke auf der Linken wünschen…..

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    1. Lieber Andreas, danke sehr, genau so soll es ja sein. dass ich Anregungen für eigene Recherchen und Gedankengänge biete, man sich aber auch hier in einiges reinlesen kann und so auch gesammelte Infos zur Verfügung hat – die man ja eh immer selbst bewerten und überprüfen muss…

      Das Problem ist tatsächlich auch eine gekaperte Linke, sodass sich nur mehr wenige ähnlich wie ich artikulieren, zu artikulieren wagen,,,

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