Der Angriff auf unsere Beziehungen

Nicht nur die nationale, auch die persönliche Identität soll abgeschafft werden. Deshalb wird behauptet, es gäbe viele Geschlechter, oder dass Heterosexualität rein kulturell bedingt sei. Und so erklärt sich das Verharmlosen von Prostitution zu Sexarbeit als Beruf wie jeder andere auch, weil ja schliesslich Sexualität in Beziehungen auch bloss eine Art Tauschgeschäft sein soll. Bezeichnend waren auch Reaktionen auf die sexuellen Übergriffe von Migranten aus arabischen und afrikanischen Ländern nicht nur in Köln:

„Wie reagiert die Politik ‚nach Köln‘ auf möglicherweise unterschiedliche Vorstellungen vom Zweck körperlicher Begegnungen? Eine vom Bundesministerium für Gesundheit betriebene Internetseite appelliert an das Gute im Menschen. Das Aufklärungsportal ‚Zanzu – Mein Körper in Wort und Bild‚ richtet sich an Migranten“, berichtete die „Zeit„. Die verharmlosende Sprache ist verräterisch, denn Asylwerber(innen) haben sich an Anordnungen und Gesetze im „Gastland“ zu halten, wie die Genfer Flüchtlingskonvention ausdrücklich festhält, da sie sonst ihren Status verwirken. Aber nur unverbesserlich Naive werden noch glauben, dass unkontrollierte Masseneinwanderung etwas mit der GFK zu tun hat und sich nicht fast ausschliesslich nicht Asylberechtigte im Land aufhalten. Typischerweise illustrieren Medien wie die „Zeit“ Berichte über die mehrsprachige Zanzu-Seite mit der Zeichnung eines dunkelhäutigen Mannes auf weißer Frau -wir kehren also den Kolonialismus um, damit „unsere Schuld“ durch Preisgabe weiblicher Körper abgebüßt wird?!

baden

Verhaltensregeln in Bädern

Bei zanzu.de sind auch Weiße miteinander zugange oder Schwarze, aber die Presse focussiert sich auf Bilder, die dunklen Mann / helle Frau oder Schwarze miteinander zeigen – warum wohl? Die „Zeit“ erklärt, welche Absicht hinter dem Angebot stehen soll: „Der emanzipatorische Gestus stammt aus der Sexualpädagogik der 68er. Migrationspolitisch signalisiert er eine Unschuldsvermutung, die allen und ganz gleich mit welchen Papieren hier versammelten Menschen zugebilligt wird. Integration ist ein sanftmütiges Unterfangen. Nur am Rande dräut Ärger durch Überschreitungen, die den Flüchtlingen dann doch zugetraut werden. Eigene Abteilung: Genitalverstümmelung, die ‚ist in Deutschland gesetzlich verboten‘. Sie ist hierzulande auch deshalb ein Skandal, weil sie die Lust an der Lust tötet.“ So kann man Leute auch gut darauf einstimmen, auf Distanz zu Ihresgleichen zu gehen, sobald jemand „deutsch“ oder „österreichisch“ sagt und auf Rechte der eigenen Bevölkerung hinweist, denn dies kann ja nur „rechts“ sein.

Es ist kein Zufall, dass belästigte Frauen zögern, ob sie Anzeige erstatten sollen, denn man hat ihnen ja eingeimpft, nur ja nicht „dem Rechtspopulismus“ Vorschub zu leisten. Wie teilweise erbittert über weibliche Selbstbestimmung, über „Nein ist Nein!“ am Arbeitsplatz und außerhalb, über Partnerschaftlichkeit diskutiert wurde, scheint wie weggewischt, sobald Männer aus einem anderen Kulturkreis Frauen jeden Respekt verweigern und meinen, ihre Körper stünden zur Verfügung. Wo aber Frauen vielfach auch „unter Weißen“ immer noch zu wenig selbstbewusst auftreten, ist klar, dass sie Männern aus nach wir vor patriarchaler Kultur nur mit pädagogischen Vorstellungen begegnen können, die für frau selbst auch einiges an kultureller Überlegenheit mit sich bringen.

Nun sind bevölkerungspolitische Vorstellungen von einem Aufbrechen vermeintlicher „Monokultur“ in Europa mittlerweile  vielen bekannt, und sie vermuten daran das Realisieren angloamerikanischer Pläne aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs, um „die Deutschen“ auf diese Weise zu vernichten. Dabei wird aber übersehen, dass es nicht um anderen ethnischen, sondern anderen kulturellen Hintergrund geht. Denn ethnische Vielfalt besteht in Europa ja schon allein wegen autochtoner Minderheiten, doch diese sind gesellschaftlich und kulturell nicht anders sozialisiert als der Rest der Bevölkerung. Daher geht es bei der gewollten Annäherung arabischer und afrikanischer junger Männer an einheimische Frauen um Destabilisieren, Ängste und Konflikte schüren, Bevölkerung spalten und die Lebensweise der Mehrheit attackieren. Mehrheitlich ist man hierzulande heterosexuell, lebt in Beziehungen oder auch zeitweise allein, hat Kinder mit seinesgleichen.

Es macht wenig Sinn, der Eugenik entsprungene Ideen von der „rassischen Vernichtung“ eines Volkes durch den Import von Männern aus anderen Weltgegenden als Ziel zu vermuten. Tatsächlich geht es eher darum, vor allem aus Deutschland einen „failed state“ zu machen, da hier ja bereits zur Zeit des Kalten Krieges Militärübungen zufolge USA und Sowjetunion zum letzten Gefecht aufeinander treffen sollten. Wenn heute in Köln zehntausende Erdogan-AnhängerInnen auf die Straße gehen und Leute aus dem rechten bis rechtsextremen Spektrum dagegen halten, kann durchaus einiges passieren. Wenn nicht, muss man sich nur vorstellen, was wäre, wenn ständig DemonstrantInnen voneinander ferngehalten werden müssen oder/ und wenn es dauernd Terror(alarm) an mehreren Orten zugleich gibt. Der aus Syrien stammende Islamwissenschafter Bassam Tibi sieht in Vergewaltigungen und Übergriffen auf Frauen als Teil des Kampfes gegen den westlichen Mann.

Tibi schreibt in der „Welt“ unter anderem: „Viele meiner deutschen Gesprächspartner scheinen die Gewalt, die in der Tradition einer orientalisch-patriarchalischen Kultur gegen Frauen steht, nicht zu verstehen. Im Orient gilt die Frau nicht als Subjekt, sondern als Gegenstand der Ehre eines Mannes. Die Schändung einer Frau wird nicht nur als Sexhandlung und Verbrechen an der Frau selbst betrachtet, sondern eher als ein Akt der Demütigung des Mannes, dem sie gehört.“  Viele, die zu uns kommen, haben selbst vergewaltigt, egal auf welcher Seite sie im Krieg standen, betont er. Doch es ist mehr als das: „Unabhängig vom Krieg ist das Frauenbild in der arabisch-orientalischen Kultur patriarchalisch, ja umfassend menschenverachtend. Dieses Frauenbild darf in Europa nicht unter dem Mantel des Respekts für andere Kulturen geduldet werden.“ Er warnt, dass diese Männer meinen, man habe ihnen ein Auto und ein Haus versprochen, bringe sie aber in Massenunterkünften unter. Wenn sie sich dafür „rächen“, dann an den Frauen, die ja keine eigenständigen Wesen sind in ihrer Vorstellung.

sbg

Eine der Baderegeln in Salzburg

Diverse Aufklärungsprojekte, die Tibi sicher auch als Beispiel für grenzenlose Naivität betrachtet, haben nicht zufällig eine doppelte Botschaft. Während beim parallel immer noch stattfindenden Kampf gegen sexistische Werbung Verbot und der Verzicht auf Abbildungen erreicht werden soll, tickt man hier anders. Es wird das gezeigt, was den „Schutzsuchenden“ tabu sein soll, wie um sie noch extra dazu aufzufordern. Und was sie wohl von Zanzu.be samt Erklärungen auch auf Arabisch und Farsi halten; sieht es für ihre Augen so aus, als ob Frauen ihnen erst recht zur freien Verfügung angeboten werden?  Unten durch sind jedenfalls Beziehungen unter Unseresgleichen, wie man auch an Kampagnen zur Legalisierung von Sexarbeit erkennen kann. Wenn die Open Society Foundations des George Soros dabei mitmischen, wird es unter anderem um die totale Ausbeutbarkeit des menschlichen Körpers im angestrebten Weltstaat gehen.

Warum aber wird dieser Linie so brav gefolgt, von Amnesty angefangen über zahlreiche Frauen, die bis Köln noch als „Feministinnen“ galten? Es fällt auf, dass die Debatten etwa in feministischen Foren auf Facebook über Sexarbeit besonders erbittert sind und manche Gruppen jene rigoros ausschliessen, die sachte Zweifel daran äußert, dass der Verkauf des eigenen Körpers wirklich so toll sein soll. In der August-Ausgabe der „Wienerin“ befasst sich ein Artikel mit den Erfahrungen eines Callboys, an den sich Interviews mit dem Soziologen Roland Girtler und der Ethnologin Helga Amesberger anschließen. Amesberger hat Prostitution z.B. in Konzentrationslagern erforscht und vor ein paar Jahren 82 Interviews für eine Studie über Sexarbeiterinnen geführt. Sie meint, es gäbe „in der kapitalistischen Wirtschaft“ keinen Unterschied zwischen dem Job einer Sexarbeiterin, einer Wissenschafterin und einer Journalistin. Als feministische Forscherin findet sie es okay, dass Frauen für Sex Geld verlangen und spannend, mal zu fragen, wie wie freiwillig Sex in Beziehungen stattfindet, wogegen er getauscht wird, „gegen Sicherheit, gegen den lieben Frieden, gegen Zuneigung“? „Sie meinen also, Frauen tauschen Sex immer gegen etwas“, will die Interviewerin wissen.

„Wir alle tauschen Sex gegen etwas, ja. Und das ist nicht schlimm“, denn nicht so tolle sexuelle Erfahrungen kennen doch alle, und dies führt die Wissenschafterin auf mangelnde Freiwilligkeit zurück. Sex in Beziehungen (mit Unsresgleichen) ist also eh gleich Sexarbeit, und diese ist nichts anderes als Wissenschafterin oder Journalistin sein. So kann frau unter dem Deckmantel „Feminismus“ auch zum Beziehungszerstörungsprojekt beitragen, das persönliche Identität auslöscht, damit dann auch die nationale Identität gesprengt werden kann. Dazu passt auch peinlicher Jubel für Hillary Clinton, deren Außenpolitik und deren hemmungsloser Lobbyismus kein Thema sein dürfen. Ausgerechnet Alice Schwarzer schreibt: „Und so wie er neben Tochter Chelsea da stand, konnte man sich Bill plötzlich sehr gut als First Husband im Weißen Haus vorstellen. Das war auch an diesem Abend glaubhaft: Der Typ hat diese Frau zwar ohne Ende betrogen und damit gedemütigt, aber er nimmt sie ernst. Seine Freude, immer wieder mal unterbrochen von Staunen, seine Frau da vorne so strahlend stehen zu sehen, war echt.“ Schon wieder eine negative Norm für Beziehungen zu Unsresgleichen, merke: Sex ist immer Tauschgeschäft, und mieses persönliches Verhalten von Männern gehört einfach dazu. Die Frage, ob die Clintons vielleicht eher beispielgebend für Machtarrangements und Scheinehen sind, wird hier natürlich nicht gestellt…

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