Die Farce um den 12 Stunden-Arbeitstag

An Heuchelei nicht zu überbieten ist die Aufregung über eine angebliche Einigung der künftigen Koalition auf einen 12 Stunden-Tag. Denn was lasen wir, nachdem Noch-Bundeskanzler Christian Kern im Jänner in Wels seinen „Plan A“ präsentierte und er das Regierungsprogramm neu verhandeln wollte? „Zu einer Einigung könnte es bei einer Flexibilisierung der Arbeitszeiten kommen. Kern will ermöglichen, dass Arbeitnehmer in Betrieben mit Gleitzeitmodell künftig bis zu zwölf Stunden pro Tag arbeiten dürfen. Dem stehe nichts entgegen, sagt Mitterlehner.“ Hingegen gibt es jetzt große Empörung vor allem bei denen, die Kern damals frenetisch applaudierten, etwa beim oberösterreichischen Arbeiterkammerpräsidenten Johann Kalliauer. ÖVP und FPÖ erklären, dass die Wochenarbeitszeit von 38,5 oder 40 Stunden nicht überschritten werden darf, sich also durch tageweise Mehrarbeit dann mehr Freizeit am Stück ergibt. So war das wohl auch beim hochgejubelten „Plan A“ gemeint, wobei wir bei Kern auch daran denken müssen, dass er die (selbst-) ausbeuterische Start Up-Szene pusht.

Dabei muss man auch an die Verstrickungen von Eveline Steinberger-Kern denken, deren israelische Firma Foresight zudem bei der Einführung von Smart Metern mitmischt. Wenn wir uns an Auftritte ihres Ehemannes erinnern, ist da ziemlich oft von Start Ups die Rede, und seinen Social Media-Accounts und Medienberichten entnehmen wir auch seine Treffen mit dieser Szene. Kern reiste auch nach Israel, um sich Smart Technologies-Start Ups anzusehen – das ist dort ein Bereich, in dem viele einen Unit 8200-Background haben (Armeegeheimdienst). Neben der Frage, ob Digitalisierung nicht noch mehr Überwachung bringt und Arbeitsplätze vernichtet, sollte man sich auch mit prekären Arbeitsverhältnissen auseinandersetzen. Und damit, welche Konkurrenz einheimisches Gewerbe ausknocken soll, etwa der Fahrtendienst Uber, für den Frau Kern warb. Auch auf dem Höhepunkt des Wahlkampfes ließ es sich Christian Kern nicht nehmen, beim „Darwin’s Circle„, der wiederum Bezug zu seiner Gattin hat, auf den CEO des von CIA und FBI gegründeten Unternehmens Palantir zu treffen,  wo Ex-SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas arbeitet (die über ihren Co-Geschäftsführer Norbert Darabos wachte). Was hat Kern, haben die Kerns mit einer Branche zu schaffen, die darauf stolz ist, dass man auf der Basis von Metadaten Menschen töten kann?

2013 im „Kurier“: Strache gegen 12 h-Tag

In der aktuellen Debatte wird immerhin auch darauf hingewiesen, wie prekär es in vielen Bereichen zugeht, an die man zunächst gar nicht denkt, etwa bei Filmschaffenden. Der Soziologe Benjamin Herr sammelte Praxiserfahrung in einer neuen Branche, in die viel Geld investiert wird, aber um Gewinne zu machen, während das Prekariat, das z.B. Essen ausliefert, sich selbst ausbeuten muss: „Die Digitalisierung hält Einzug in die Essenszustellung. Plattformen bündeln auf ihren Websites Restaurants, KundInnen bestellen per App. Aber wie sind die Arbeitsbedingungen in diesem Teil der ‚Gig Economy‘? Wie ist es, wenn der Arbeitsprozess per App gesteuert wird? Ich habe drei Monate als Fahrer in der Gig Economy gearbeitet. Aus dieser teilnehmenden Beobachtung, gekoppelt mit Hintergrundrecherche und zahlreichen Interviews mit FahrerInnen ist eine Studie entstanden, die tiefe Einblicke in die Arbeitsrealitäten gibt.“ Hier ist nicht von 12 Stunden-Tagen, sondern von bis zu 15 Stunden die Rede und davon, dass die Fahrer die Produktionsmittel selbst stellen müssen.

Der ÖGB hat nicht nur die Zerschlagung seiner Bank, der BAWAG, zugelassen, was bis heute nicht einmal annähernd aufgeklärt ist, sondern jahrelang zugesehen, wie es immer mehr Werkverträge und dann nicht abgesicherte freie Dienstnehmer gab. Dabei wurden reguläre Beschäftigungsverhältnisse umgangen, ohne de den facto Arbeitnehmern auch die vorgesehene „Freiheit“ zuzugestehen, selbst zu entscheiden, wo und wann sie die übernommenen Aufgaben verrichten. Erst vor wenigen Jahren wurden freie Dienstnehmer besser abgesichert; lange Zeit standen sie vor dem Nichts, wenn sie ihren „Job“ verloren haben. Betroffen waren (sind) Menschen von Raumpflegerinnen, die ihre Betriebsmittel selbst beschaffen mussten und sich als halbe Unternehmerin fühlen sollten, bis zu Journalisten und –innen, Grafikern und -innen, also in kreativen Berufen, wo man gerne arbeitet. Mehr Ausbeutung durch Digitalisierung wird kaum wahrgenommen, wenn Betroffene nur am Rand des eigenen Focus auftauchen, etwa wenn sie bestelltes Essen liefern. Um Klartext zu reden: „frei“ bedeutet grundsätzlich auch endlose Arbeitszeiten, weil es soziale Sicherheiten der Vollzeitangestellten nicht gibt.

Strache 2017 auf Facebook

Ist die SPÖ – nicht als Einzige – für Start Ups und stellt sich boomende Wirtschaft durch explodierende Kreativität vor, dann geht es um viel Geld vom Staat und wenig Arbeitsplätze. Und es ist immer noch ein Unterschied, ob man für seine eigenen Ideen und Ziele viel Zeit einsetzt oder es für jemand anderen tun soll, der oftmals eine Festanstellung ab dann verspricht, wo das Werk zu laufen beginnt. Der 12-Stunden-Tag als Ausnahme, die mit mehr Freizeit ausgeglichen wird (siehe Strache-Posting) ist natürlich keineswegs besonders familienfreundlich, da ja andere mitspielen müssen, um alles weiter am Laufen zu halten, wenn der Vater oder die Mutter gerade mit Mehrarbeit dran sind. Man kann hier einwenden, dass es auch um Arbeitsplatzflexibilität geht, doch von zu Hause aus arbeiten kann auch ständige Verfügbarkeit bedeuten. Und wenn es um Arbeitsbedingungen geht, muss man sich auch ansehen, wer bereits jetzt auf Abruf tätig ist und entweder vollkommen im Stress durch Arbeit oder unter Stress, weil kein Anruf kommt und in dieser Zeit auch nichts verdient wird (betrifft etwa Verkäuferinnen). Das ist in Österreich zwar anders als in Deutschland illegal, kommt aber dennoch vor.

Und es geht um die Menschen, die täglich einen weiten Weg zum Arbeitsplatz zurücklegen müssen und wo die Alternative nur arbeitslos und früher oder später arm ist. Manche müssen um fünf Uhr in der Früh aufbrechen, um zu ihrem Job zu gelangen, und können nicht mal auf Bahn oder Bus setzen, sondern müssen das Auto nehmen. Es ist schon gut, dass Heinz Christian Straches Erklärungen seine Fans nicht beruhigen, denn die Gefahr bei jeder weiteren Flexibilisierung ist ein regulärer 10-Stunden-Tag.  Wir dürfen auch nicht vergessen, dass die gesamte Diskussion und daher auch ihre Ergebnisse von denen bestimmt werden, die sich ihre Arbeit einteilen können und dafür auch noch gut bezahlt werden. Wobei Regierungsmitglieder ein engeres Zeitkorsett haben als z.B. die Experten, die Medien mal eben Auskunft geben und an wissenschaftlichen Studien arbeiten. Doch jedweder Stress und jedes „muss ich da wirklich hin?“ fühlt sich anders an, wenn man nicht z.B. aus dem Burgenland nach Wien pendelt, um den ganzen Tag in einem Supermarkt an der Kassa zu stehen und nach Ladenschluss in unbezahlten Überstunden den Boden aufzuwischen…

PS: Wie hier beschrieben werde ich seit Jahren wegen kritischer Berichte attackiert; nun suchen die Kater Baghira und Gandalf und ich ein neues Quartier, bevorzugt in Wien oder Wien-Umgebung. Wer etwas für mich hat oder weiss hilft mir damit sehr. Auf den Wunsch vieler treuer Leserinnen und Leser hin ist finanzielle Unterstützung jederzeit willkommen: Alexandra Bader, Erste Bank BLZ 20111, BIC GIBAATWWXXX, IBAN AT592011100032875894. Ihr erreicht mich unter 06508623555, alexandra(at)ceiberweiber.at und ich bin auf Facebook und Twitter (cw_alexandra)

19 Kommentare zu „Die Farce um den 12 Stunden-Arbeitstag

  1. ich denke die Vereinbarung wird vornehmlich Beamten nützen,die werden dann zu ihrem freien Freitag kommen , weil sie angeblich unter der Woche eh immer so viel gearbeitet haben 🙂

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  2. Ich habe gerne 12 Stunden gemacht und mehr, aber nicht in einem Vertragsverhältnis und nicht zwingend, also schon gar nicht, bis auf einen Fall unselbstständig.

    Länger auf einem Betriebsgelände zu verweilen (arbeiten wäre anders gelagert), wenn die sog. Arbeit da ist und mehrere beteiligt sind, ist praxisfremd im Sinne von institutionalisiertem Vorgehen. Mal von langen Wegzeiten von und zum Betriebsgelände abgesehen. 12 Stunden ‚arbeiten‘ heißt Pausenzeiten einhalten.

    Damit reduziert sich die Regelung eher auf die tendenziell eher Verweilenden und in dem Umfeld führt regelmäßiges ‚länger‘ Verweilen zu immer mehr Verlagerung der Arbeit zu den Randzeiten, seien es Jahres-, Wochen-, Monats- oder aber auch Tagesrandzeiten. Hinzu gesellt sich die Supportganisation für die länger Verweilenden.

    Das ganze macht allein Sinn wenn man zu Beginn eines Aktivitätenkette nicht in Rückstand will geraten. Daraus folgt aber, dass die Versuchung groß ist die Belegschaft voranzupeitschen und der Organisation mehr ‚Arbeit‘ aufzuhalten. Mehr Projekte übers Jahr usw… In dem Fall muss man darauf achten, dass nur Notwendiges wird gemacht und nicht Trallala. Es kommt der Tag an dem ‚Hockn‘ ausgeht, denn soviel Arbeit ist gar nicht da.

    Das Konzept des Menschen während der Verweilens auf ein einem Betriebsgelände zu beschäftigen ist so eine Sache und mit Vorsicht zu genießen. Allein da ein Abteilungsleiter glaubt oder deren mehrere sie bräuchten Tütürü und Tatara weil hype, soll sich jeder seine Hocken selbst machen. Dann wird aufs Notwendigste reduziert. Dem Widerspricht schon unsere Beschäftigungsphiliophie. ‚Alle haben zu arbeiten‘ heißt exakt formuliert auf einem Betriebsgelände beschäftigt zu werden und das ist ungleich der Definition von ‚Arbeit‘, nämlich auf einem Betriebsgelände zu verweilen um die bereitgestellten Ressourcen ‚in seinem Sinne‘ zu verwenden.

    Das Instrument von 12 Stunden pro Tag und 60 pro Woche kann man allein anwenden, wenn man Meter machen kann und will.

    D.h. wenn wie bei uns die Datenaufbereitung in KW xy fertig ist, dann wird sie das in der Regel am Freitag Nachmittag. Also Wochenende … und dann Vollgas. Auf die Art beißen zwar den Letzen die Hunde, aber zumindest schreiten die Projekte voran (ob voraus eine gute Idee ist?). Am Montag braucht man in einem urgenten Umfeld, welches sich aus der Verlagerung zu den Randzeiten ergibt, nicht motiviert wegstarten.

    Es wäre besser, je eher jemand auf einem Betriebsgelände verweilt (platt gesagt Büro), auf ca. 25 bis 30 Stunden mit Option von Normalarbeitszeit auf 40 und kürzt gegebenenfalls die Einkommen (zuviel Minus bezogen auf 38-40 Stunden pro Woche). Alle die eher ‚arbeiten‘ (platt gesagt Produktionshalle, IT Support, Leitstand, …) einfach besser bezahlen. Fixum mit der Tendenz weniger Zeit auf einem Betriebsgelände zu verweilen ist klüger. Die Voest hat auf diese Art die Einkommen gekürzt (Altlasten aus der Zeit der Verstaatlichten). IT Fachkraft statt 7,8k brutto eben anteilsmäßig usw…

    Bei 2,5k netto genügt Gleitzeit. Auf dem Weg wird ja der Aufwand für die Erarbeitung des höheren Einkommens des in der Hierarchie sich höher Stellenden, sei über über Gewinn oder höheres fixes Einkommen und damit die Erhöhung des Zinszuflusses im Konsumenten (potentielle Spareinlage) auf die unteren Eben abgewälzt. Aber genau dieses Mehr kompensiert in der Regel Wagemut, Beständigkeit usw… (Gewinn des Unternehmers im freien Markt) und dazu gehört auch die Ressourcenschonung bspw. der Lebenszeit der Humanressourcen, will man den Begriff gebrauchen.

    Aus der tatsächlich notwendigen Verweildauer auf einem Betriebsgelände und der fix geblockten (egal ob Gleitzeit oder nicht) resultiert eine Differenz welche als ‚Freizeit bezahlt‘ wurde interpretiert. Früher ging man in Besprechungen, verweilte in der Runde und im gleichen Atemzug versuchte ein Gruppen resp. Abteilungsleiter seine ‚Arbeit‘ weiterzureichen. Die müssen auch ihr Verweilten eher wieder mit Arbeit ausfüllen.

    Bis 40 Stunden teilt sich der Mitarbeiter seine Aktivitäten auf und fährt wenn weniger zu tun ist die Stunden zurück. Es wird ja vergessen, dass jenen die mehr weiterbringen auch mehr aufgehalst wird. Alle anderen wären eher gut beraten eine ganz normales Gleitzeitmodell anzuwenden.

    Der Prozess von viel und länger auf einem Betriebsgelände verweilen zu können oder zu müssen schaukelt sich auf. Sobald 60 Stunden ins operative Kalkül werden aufgenommen, dann wird eher länger auf einem Betriebsgelände verweilt und weniger gearbeitet. Ein Team Meeting (platt formuliert Besprechung) bei der nicht Ergebnis abgestimmt werden und sonst nichts ist Freizeit bezahlt. Wenn nicht zügig wird gearbeitet und Arbeit so organisiert wird, dann entstehen Friktionen usw… die führen zum Verweilen bis zu den Randzeiten.

    Es ist wesentlich klüger Arbeit von den Randzeiten wegzuziehen … wenn eine komplexerer Ablauf mal zurückhinkt kann man die Zeit am Ende nicht holen. Außer man hat BWL studiert und in Statistik weggehört, dann glaubt man das Gegenteil. In dem Fall kann man bestenfalls noch an der Organisation der Abwicklung schrauben.

    Die unflexible 40 Stunden Woche kommt aus einer Zeit in der Muskeln noch nicht durch die Maschine wurden ersetzt. Aber wer kann 40 Stunden auf Aufforderung denken. Viele die das denken, glauben das bestenfalls.

    Der Berufsalltag ist eben heute variantenreicher. Allein ist der Weg über ‚Selbständigkeit‘ die variablen Anteile abzubilden (Prämien waren so ein Versuch) versperrt.

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    1. ich arbeite wirklich gerne , gehöre aber nicht zu den Stundenabsitzern.
      Es ist sehr unterschiedlich, manche Kollegen sitzen Zeit ab, manche weniger.
      Manche sind natürlich tatsächlich sehr „gefragt“
      Ich denke es hängt auch vom Typ ab, ich brauche die Freizeit um wieder normal zu werden.
      Ich glaube daher wenn der Wirtschaft das Instrumentarium gegeben wird die Menschen in noch mehr Zeitsklaverei zu binden, wird es nicht unbedingt besser um die Produktivität stehen, es sei denn man misst Produktivtität an Quantität anstatt Qualität.
      Man rechne nur mal ein Menschenleben bis 60 und die 38,5 h…wieviel durfte man wirklich man selbst sein und da red ich noch gar nicht von Gehältern.
      Selbständig sein hat natürlich enorme Risiken und viel Verantwortung, diese wird in der Regel aber wenn es gut läuft auch entlohnt.
      Ich kenne keinen ASVGler der reich geworden ist, aber sehr sehr viele Selbständige.

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      1. Ein Lohn/Gehalt ist der Umfang überlassenen Gütermenge der durch 40 Stunden pro Woche bspw. wird dividiert. Da wird keiner reich 😉

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    1. Was „arbeitest“ Du?
      Zettelschlichter oä in einem Büro vermutlich, denn nach 12 Stunden körperlicher Arbeit gehst am Zahnfleisch!!!
      MfG Bertl Nordbahn

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      1. Stimmt, bei körperlicher Arbeit (auch alles, wo man stehen muss) ist es unerträglich, da bist eh auch nach 8 Stunden kaputt und musst dich erstmal erholen… bei 12 h ist erholen aber gleich Schlafen gehen…

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  3. Wirtschaft Fachkräftemangel
    „Der Arbeitsmarkt ist leergefegt, wir finden keine Fahrer mehr“
    Von Birger Nicolai | Veröffentlicht am 17.09.2017 | Lesedauer: 4 Minuten

    “ Auch mehr Geld helfe derzeit nicht weiter. „Wir werden bei den Löhnen in Richtung des Niveaus der IG Metall gehen“, sagt Krage. Statt 2000 Euro Bruttomonatslohn, wie es noch vor einem Jahr üblich war, fingen Fahrer heute mit 2500 bis 3000 Euro eine neue Stelle an. “

    https://www.welt.de/wirtschaft/article168723196/Der-Arbeitsmarkt-ist-leergefegt-wir-finden-keine-Fahrer-mehr.html

    Ja jetzt, wo der Schaden da ist, wird auch nicht mehr Geld mehr helfen. Auch die so genannten Fachkräfte aus dem Ausland können das nicht gerade biegen, denn sie müssten Deutsch in Wort und Schrift beherrschen, um effektiv zu sein.

    Eine Farce hoch³ von den Arbeitgebern und es wird nicht die einzigste Branche bleiben die in den nächsten Jahren Fachkräftemangel haben wird.

    Einen heuchlerischen 12 Stunden Tag können die Arbeitgeber sich abschminken. Wenn die Arbeitgeber die Arbeitskräfte in der Vergangenheit ehrlich bezahlt hätten, wäre es besser gewesen. Dann käme jetzt eine Mehrbezahlung nicht zu spät.

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    1. Die Arbeitgeberverbände und deren Lobby haben folgendes durchgesetzt:

      Es darf in der BRD ab 4 oder weniger Bewerbern pro Stelle von Fachkräftemangel in einem bestimmten Berufsfeld gesprochen werden.

      Das heißt z.B. 1000 freie Stellen für Rauchfangkehrer, 4000 Arbeitssuchende Rauchfangkehrer = „Fachkräftemangel“

      Besonders verrückt ist der Numerus Clausus für das Medizinstudium. Viele menschlich und von Neigung und Fähigkeit her geeignete junge Deutschen ist der Zugang zur Ausbildung verwehrt, stattdessen wirbt man jährlich tausende in oft kulturfernen Ländern ausgebildete Ärzte an.

      Einerseits wirbt man schwachen Ländern und Gesellschaften die Leute ab, die sie am meisten zur Stabilisierung brauchen, andererseits:

      kulturelle und sprachliche Barrieren die die Diagnosestellung und das Einfühlungsvermögen in die Situation des deutschen Patienten erschweren werden negiert und vertuscht (sag ich aus Erfahrung in einem Wiener Krankenhaus mit z. T. Ärzten und Pflegepersonal aus unterschiedlichen Ländern u. Kulturen)

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      1. das ist in der pflege bereits realität – und zwar auch dann, wenn jemand für ein paar tage jemanden braucht – alternative volkshilfe und co sehr teuer und unflexibel, besser wären gemeindeschwestern, die sich abwechseln und alte vor ort besuchen

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  4. bitte ich bin wieder mal offtopic aber ich bekomm so einen Hals wenn ich so wie jetzt wieder mal höre „Beziehungstat“ wenn der Kosovare die Frau niedersticht.
    Was soll das heissen… hat nix mit islamischen Partriarchdenken zu tun, unter Eheleuten ist das so, Scheidung is halt schwer oder wie oder was
    GRRRRRRRRRRRRRRRRRR

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      1. es suggeriert auch dass auf keinen Fall eine gewisse Kultur dafür verantwortlich sein kann ( ich miene damit nicht nur den Islam , obwohl der sicherlich zur Zeit am meisten solcher Gestalten hevorbringt) sondern generell patriarchalische Kulturen die Frauen keine Rechte zugestehen und morden bei Trennung oder Streit.
        Frauen sind Eigentum.

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      2. @raindancer: richtig muss es heißen: frauen sind eigentümlich. so wird ein schuh draus…

        und schon wieder weg, ab ins fitnessstudio…

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