Refugees Welcome als Wiedergutmachung?

Sucht man nach Anknüpfungspunkten für den Flüchtlingshype, wird man in der gemeinsamen Vergangenheit von Deutschland und Österreich fündig. Dabei geht es um psychologische Mechanismen, die sich jene zunutze machen, die diesen Hype wollen oder mit ihm mitschwimmen. Auch ihre KritikerInnen laufen leicht Gefahr, auf die gleichen Trigger anzuspringen.

Spaziert man etwa durch den zweiten Wiener Gemeindebezirk, findet man nicht nur orientalische und asiatische Läden, sondern auch koschere Geschäfte und Gedenksteine im Straßenpflaster. Der jüdischen Bevölkerung wäre es lieber, es gäbe mehr Gedenktafeln an Häusern, weil manche Menschen ja gedankenlos auf diese Steine treten. Ich habe am 23. November zuerst eingekauft und kam dann in die Schmelzgasse, in der ich noch nie war (ich wohne in einem ganz anderen Bezirk) und in der vor einem merkwürdigen, anders wirkenden Haus eine Grauen erregende Atmosphäre war.

Es war unbeschreibliches Grauen, das ich spürte, und zugleich das Ausgeliefertsein von Menschen, die auf ihre Deportation in den Tod warteten – und daneben ging damals das normale Leben für die anderen weiter. Die Inschriften auf dem Boden verrieten mir, dass hier tatsächlich Menschen zusammengepfercht waren, von denen nur wenige die Shoah überlebten. Sie wurden von anderen Menschen ausgeliefert, die ihre NachbarInnen, ihre MitbürgerInnen gewesen sind; wenn man Schmelzgasse in Verbindung mit Shoah googelt, erfährt man, dass einige der Opfer aus anderen Gegenden hierher gebracht wurden.

Von den eroberten Gebieten abgesehen waren es keine „Fremden“, die von den anderen in den Tod geschickt wurden, sondern Deutsche und ÖsterreicherInnen, die von Mitmenschen verraten wurden. Dass Verrat eine Rolle spielte, zeigen auch jene Gestapo-Dateien, die nicht vernichtet wurden; ohne die eifrige Mithilfe ganz normaler BürgerInnen hätte die Gestapo weit weniger Wirkung entfaltet. Dabei hat sie im einen oder anderen Fall sogar erkannt, dass nur jemand eine/n anderen loswerden wollte, auf seinen Besitz scharf war, Eifersucht oder offene Rechnungen im  Spiel waren, und ihre Ermittlungen eingestellt.

Verrat an Menschen, die nichts von den VerräterInnen unterschieden hat, ist die schwere Hypothek, welche die Deutschen und die ÖsterreicherInnen von ihren Eltern, Grosseltern, Urgrosseltern geerbt haben. Davon soll offenbar befreien, dass Menschen, die Gesetzen zufolge Fremde sind und auf die nur selten die Genfer Konvention anwendbar ist, über unsere eigenen NachbarInnen gestellt werden. Was aber kann man an den Menschen „wiedergutmachen“, die zunächst „Flüchtlinge“ waren, jetzt aber permanent „Schutzsuchende“ und „Schutzbedürftige“ genannt werden?

Was bedeutet es, dass sie mit Gaben in übertriebenem Ausmaß überhäuft werden; dass Überflüssiges weggeworfen, am Straßenrand und in Wiesen zurückgelassen wird? Dass sich vor einem Lager der Caritas am Wiener Westbahnhof – als dieser ein Hot Spot war – Säckeweise zuviel gespendete Kleidung türmte, aber im Minutentakt weitere Kleidung gebracht wurde? Welchen Sinn macht ein Projekt nach dem anderen, während länger bestehende Obdachloseninitiativen klagen, dass ihnen immer weniger gespendet wird?

Was sagt es über uns aus, wenn z.B. SoldatInnen im Einsatz an der Grenze schlechter behandelt und versorgt werden als (vermeintliche) „refugees“? Wie kommt es, dass sich HelferInnen sehr viel von jenen gefallen lassen, die aggressiv auftreten, die auch untereinander Konflikte gewalttätig lösen? Wie kann eine Angela Merkel, ein Werner Faymann sich als BundeskanzlerIn betrachten, ohne zu erkennen, dass Grundgesetz bzw. Bundesverfassung einen Handlungsrahmen vorgeben und ihre „Willkommenspolitik“ damit nicht das Geringste zu tun hat?

Historische Schuld kann nur in Lernen aus der Vergangenheit münden, das darin bestehen würde, es niemals wieder soweit kommen zu lassen, dass ein Staat und seine Bevölkerung gegen Teile der Bevölkerung auf  faschistische Art vorgeht.  Wer im „refugees“-Hype schwelgt, aber konsequent wegsieht, wenn Einheimische verarmen oder / und entrechtet werden, ist alles andere als ein „Antifaschist“. Nicht ohne Grund sagte der frühere Patientenombudsmann Werner Vogt, dass Menschen nirgendwo so schnell ihre Bürgerrechte verlieren wie in Österreich, wo Netzwerke um Bezirksgerichte Menschen willkürlich ihre Selbstbestimmung und ihren Besitz nehmen, gegen ihre Opfer in gewisser Weise auch vergleichbar wie „damals“ vorgehen.

Wer den Flüchtlingshype am Kochen hält, ist meist nicht bereit, Einheimischen in Not zu helfen oder sich mit ihnen gegen Unrecht zu solidarisieren. KritikerInnen dieser menschenverachtenden Haltung sind fassungslos, wie diese Gefühl- und Charakterlosigkeit möglich ist, doch man kann es wohl mit der „Wiedergutmachung“ des Unrechts an Nachbarn an Fremden erklären. So muss man sich nicht eingestehen, dass die Eltern, die Grosseltern, die Urgrosseltern daran beteiligt waren – und sei es, dass sie einfach wegsahen -, wie Menschen aus ihrer Mitte gerissen wurden, um sie in den Tod zu deportieren. Nicht von ungefähr wird gerne der englischsprachige Begriff „deportation“ verwendet, und manchmal gibt es auch direkte Shoah-Vergleiche, etwa wenn Kanzler Faymann von Zügen in Ungarn spricht.

Warum leben so viele Muslime in Deutschland und Österreich, kann man sich auch ganz ohne Panikmache und Stereotype fragen. Wollen „wir“ so wiedergutmachen, dass so viele Juden getötet und vertrieben wurden? Wie auch immer wir die Bevölkerung „auffüllen“, es wird nie wieder so sein wie früher. In der Leopoldstadt hätte es ein jüdisches Geschäft neben dem anderen geben müssen und jüdisches Leben auf den Straßen. Zwar gibt es inzwischen wieder mehr Juden in Wien, doch nur dank Einwanderung etwa aus Russland, und einige Läden, Restaurants, Kaffeehäuser – all das ein Abglanz des Wien vor 1938.

Wer sich nicht der Tatsache stellt, dass nicht nur „Fremde“ getötet wurden, sondern auch Nachbarn, scheint gegenwärtig auch nicht erkennen zu können, dass Unrecht an Nachbarn genauso schlimm ist, wie wenn man einen Flüchtling so behandeln würde. Universelle Menschenrechte sind dann ein reines Lippenbekenntnis, antifaschistische Parolen das Bekenntnis dazu, nichts verstanden und nichts gelernt zu haben. Als im Juni 2015 die SPÖ Burgenland entschied, mit der FPÖ zu koalieren, trug die inszenierte Empörung auch das Label „antifaschistisch“.

Weil ich Antifaschistin bin, habe ich thematisiert, dass der neue burgenländische Landesrat Norbert Darabos als Verteidigungsminister und als SPÖ-Bundesgeschäftsführer offenkundig unter Druck stand, da man nicht mit ihm reden konnte. Die SPÖ-Freiheitskämpfer fühlten sich sehr in Frage gestellt und waren empört, dass ich ihnen vorhielt, wie sie da einfach zusehen können, ohne Position zu beziehen – haben sie das aus 1938 gelernt? Wo sie und andere damals gewesen wären, kann ich mir lebhaft vorstellen, da Schikanen gegen mich auch okay sind. Aber jetzt weiss ich, dass ich als „Nachbarin“ bzw. Österreicherin nicht ins Schema passe, weil echte Vergangenheitsbewältigung bedeutet, sich der gegen Einheimische möglichen Gewalt und Willkür bewusst zu sein.

„Je suis Paris!“ sieht man derzeit als weiße Leuchtschrift auf schwarzem Grund an der SPÖ-Zentrale. Als alle „Charlie“ und damit angeblich für Presse- und Meinungsfreiheit und Menschenrechte waren,  galt dies natürlich nicht für Ceiberweiber, wie ich mich bei der SPÖ selbst überzeugen konnte. Man beging diverse Gedenktage (auch zum Februar 1934) mit einem Genossen Darabos,  der sich nicht frei bewegen kann, ohne dass sich die GenossInnen etwas dabei dachten. Grösser kann der Gegensatz zwischen in Reden beschworenem Pathos und tatsächlichem politischem Handeln wohl kaum sein.

Man nennt es „Projektion“, unerwünschte Haltungen anderen zuzuschreiben, nicht den eigenen Anteil zu sehen bzw. sich nicht der Tatsache zu stellen, dass in jeder Situation die in letzter Zeit vielzitierte „Menschlichkeit“ angebracht ist. Bis zum Erbrechen ist von „Unmenschlichkeit“ die Rede, wenn Maßnahmen gesetzt werden sollen, die den Interessen der hier lebenden Menschen dienen, statt „Schutzsuchende“ über sie zu stellen. Wie können, um den Begriff „Projektion“ zu illustrieren,  rote „AntifaschistInnen“ in der Kritik stehen, sich mit sich selbst auseinandersetzen, wenn sie sich so toll verbal „antifaschistisch“ und gegen „Unmenschlichkeit“ und für „Menschenwürde“ (von Flüchtlingen) sind? Zusehen, wie ein Genosse unter Druck steht und abgeschottet wird, würde offenbaren, dass dieses Selbstbild auf tönernen Füßen ruht.

Und zur Frage führen, wie es denn wirklich um „Vergangenheitsbewältigung“ bestellt ist, die immer einschliessen muss, dass es familiäre Verbindungen zur Vergangenheit gibt. In der Regel haben jene Menschen tatsächlich die historische Perspektive und den persönlichen Bezug in ihr Leben integriert, die ihre VorfahrInnen in unterschiedlichen Rollen wahrnehmen können, aber Verstrickungen in das Regime nicht aussparen. Auch wer dem „refugees“-Hype skeptisch gegenüber steht, kann sich übrigens psychologisch einspannen lassen, ohne dies zu realisieren – zum Beispiel, wenn lautstark befürchtet wird, „das deutsche Volk“ könne durch Zuwanderung in die Minderheit geraten. Der Dreh- und Angelpunkt bleibt gleich und wird mit den „AntifaschistInnen“ geteilt, ohne dass man sich jeweils als zwei Seiten einer Medaille wahrnimmt.

15 Gedanken zu “Refugees Welcome als Wiedergutmachung?

  1. Ich bin erst 55 Jahre alt ! Was aus meiner Vergangenheit habe ich zu bewältigen ? Meine Vater war 12 Jahre alt bei Kriegsende, – nicht mal alt genug für die HJ ! Sowas wie Erbschuld gibt es nicht ! Wenn sich Merkel und Konsorten für irgendwas schuldig fühlen, sollen die ihre Emotionen für sich behalten- und uns, das Volk, damit nicht belästigen !

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    1. Meine Eltern waren Kleinkinder, aber darum geht es nicht – es geht um psychologische Mechanismen, derer man sich da bedient, denn bei denen, die hier in der Debatte und in Aktionen vorgeben wollen und sollen, was andere denken und wie sie handeln sollen, findet meist Verdrängung statt. Sie stellen sich nicht der Tatsache, dass die Menschen, die andere denunzierten und zusahen, wie Juden abgeholt, eingesperrt, deportiert wurden (oder daran aktiv mitwirkten, sich bereicherten) jene Generationen waren, die vor uns hier lebten. Und die bereit waren, all dies ihren Nachbarn, ihren Mitbürgern anzutun. Wenn dies nie wirklich bewältigt wird, tendiert es dazu, von kommenden Generationen ausagiert zu werden (kann man z.B. bei Alice Miller gut nachlesen). Und zwar, indem Mitbürgern Dinge angetan werden bzw. dabei weggesehen wird, wenn andere dies tun, und man glaubt, mit „refugees welcome“ sei man schon rundum „gut“ und könne sich in den Spiegel schauen.

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    2. Dem kann auch ich nur zustimmen. Toll am Artikel finde ich auch, daß der Verfasser davon ausgeht , die Verräter waren nur weiblich, oder sollte ich korrekt VerräterInnen schreiben. Dieser Genderismus zeigt immer wieder seinen geistigen Tiefflug.

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      1. Zunächst mal ist der Verfasser eine Verfasserin, und die verwendet das Binnen-I schon lange; immer dann, wenn es Sinn macht – etwa, wenn es darum geht, dass hier durchaus beide Geschlechter beteiligt sind…

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  2. Wenn jemand sich mit Schuld beladen hatte dann eher die Juden im Jahre 1917. Denn diese hatten Deutschland im Jahre 1917 verraten. Um Palästina zu bekommen waren diese bereit die USA an die Seite der Alliierten zu ziehen. Vorher waren die Juden prodeutsch. Mit der Balfour-Deklaration änderte sich die Stimmung zu ungunsten Deutschlands.
    Die Kriegserklärung vom 24.März 1933 sollte auch nicht vergessen werden. Dann kam ja noch der Wirtschaftsboykott dazu.

    Es kann nun mal nicht sein, daß eine Gruppe von Menschen sich benimmt wie es scheinbar ihre Interessen verlangen. Dabei andere auf das Schwerste schädigt. Wenn Gegenwehr eintritt wird aufgeschrien:“ Welt schaut auf uns, uns wird Unrecht getan.“

    Fazit. Wer sich nicht in Geschichte und damit in der Vergangenheit gut auskennt, ist sehr leicht manipulierbar. Auf diese Weise werden psychologische Mechanismen leicht bedienbar, wenn man nicht weiß wie alles begann.
    Der Schuldkomplex kann somit leicht aufgerichtet werden, wenn man bestimmte Tatsachen einfach ausblendet. Sei es durch Zwang oder durch Freiwilligkeit.

    Das Problem von heute ist, daß leider der größte deutsche Bevölkerungsanteil in der BRD eine Psyche hat, wie Schafe, die nichts dagegen haben , daß ihre Kinder mit Wölfen spielen.

    Der Weg in die Hölle, war schon immer mit guten Vorsätzen gepflastert.

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    1. Wenn wir bei historischen Zahlenspielen sind, müssen wir auch berücksichtigen, dass viele Juden für Deutschland und Österreich im 1. WK kämpften und auch starben – so sinnlos Kriege auch sind. Daher vertrauten sie ja darauf, sicher zu sein, und viele begriffen zu spät, was vor sich geht.
      Es geht mir hier um die persönliche Perspektive der nachfolgenden Generationen, um psychologische Mechanismen; und es betraf ja auch jene Deutschen und ÖsterreicherInnen, die die Nazis nicht als Juden bezeichneten. Ich glaube, das Buch heisst „Die Nazis – eine Warnung der Geschichte“ von Laurence Rees; darin wird auf erhalten gebliebene Gestapo-Akten Bezug genommen. Die Gestapos selbst war gar nicht so efizient – sie lebte von der eifrigen Zuarbeit vieler Menschen, die mehr taten, als sich dem Leben in einer Diktatur zu fügen.

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  3. Es geht im Artikel um den Zusammenhang zwischen schlechtem Gewissen haben wegen Nazi’s und deswegen bedingungslos Wohlstandflüchlinge aufzunehmen.

    Die Kriege aus der so manche Flüchtlinge kommen wurden bewußt inszeniert um eben diese Flüchtlingsströme auszulösen.
    Es gibt keine sinnlosen Kriege. Sonst würden sie nicht ausgelöst werden. Man muss halt da ein bißchen nachdenken.

    Was so nach dem Kriege gegen Deutschland behauptet wurde und noch wird, ist mit Vorsicht zu betrachten, da Deutschland bis heute nicht verteidigungsfähig ist.
    Siehe Carlo Schmid.

    Im WKII ging außschließlich um die Ausschaltung des devisenlosen Warenverkehrs.
    Denn Banken braucht man nicht. Die sehen das aber ganz anders.
    Lösung: Keine Politiker wählen die ideologische oder finanz- wirtschaftpolitische Kriege befürworten oder unterstützen.

    Also.
    Jeder hat seine Heimat. Damit muß auch jeder klarkommen. Wer auswandern möchte sollte die klassischen Einwanderländer aufsuchen. USA, Kanada, Australien. Massenhaft Platz.
    Auch Rußland (17 Millionen qm²) wäre locker drin.
    Ganz zu schweigen von den giga superreichen Ölstaaten die ja alle defacto Nachbarstaaten sind.

    Nach Europa? Nein, das ist nicht nötig und nicht notwendig.

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  4. Ihr, von mir gelesener, bisher bester Artikel ! Ausgezeichnet, Frau Bader ! Sie, Frau Bader, sind die Erste Journalistin, welche die vergangenen samt gegenwärtigen Zusammenhänge richtig erkannt und somit nachvollziehbar korrekt zu einem Ganzen schriftlich zusammengefügt hat – Danke !!

    Als ich heute an der Haltestelle auf die Straßenbahn wartete, dachte ich zu mir selbst: was wäre Österreich für ein herrliches Land, wenn all die geheuchelte Energie und Fürsorge, welche man größten Teils dem Schein nach (heuchlerisch) Fremden zugute kommen lässt, die letzten 20 Jahre ins angestammte, zum Teil beschämend verarmte, weil vernachlässigte Österreichische Volk investiert worden wäre ? Gar nicht auszudenken !

    mfg, Otto J.

    P.S.: „Hab kein P.S. auf Lager“ LOL

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    1. Lieber Otto, danke, hatte auch selbst das Gefühl, dass dieser Text recht gut ist, es war auch für mich in dieser Form eine neue Erkenntnis – hier gibts mehr dazu: https://alexandrabader.wordpress.com/2015/11/25/fluechtlinge-schuldzuweisungen-antifaschismus/

      Und: Sie werden Recht haben, was eine Zunahme an Armut und Unrecht betrifft; wobei wir natürlich mit dem konfrontiert sind, was sich im von Ihnen genannten Zeitraum verändert hat bzw. davon ausgehen, dass es sich geändert hat (und dies unterstreichen verfügbare Daten). An einen Hype für Menschenrechte kann ich mich da in keinem Zusammenhang erinnern…

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  5. Es ist Gehirnwäsche und Stockholmsyndrom!Ich las mal einen Bericht über Deutsche die irgenwelche Hiflsdienste im Ausland machen,manche verschenken dort aus Mitleid alles was sie haben…

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  6. Und: Sie werden Recht haben, was eine Zunahme an Armut und Unrecht betrifft

    Da haben Sie mich missverstanden, Frau Bader. Wie unser aller Zukunft sein wird, kann eigentlich immer nur ein Wunschdenken oder eine Wunschannahme jedes Einzelnen sein. Und jeder Mensch wünscht sich, naturalmente, eine bessere Zukunft. Ich bin jedoch kein Prophet und versuche erst gar nicht mich in derartigen Prophezeiungen zu üben. Und: Nie sollte man, den sprichwörtlichen Teufel an die Wand malen. Ich jedenfalls halte mich daran !

    Was ich jedoch mit obigen Kommentar mit Blick auf Vergangenes zum Ausdruck zu bringen versuchte, ist: Was um alles in der Welt hat die Gutmenschen die letzten 20 oder 30 Jahre daran gehindert, gut und fürsorglich und mit spürbaren Wohlwollen ausgestattet und wie selbstverständlich für in Not geratene Österreicher und Österreicherinnen da zu sein ? Kann ein Individuum in Wahrheit Gut und Gerecht sein, wenn es das Gutsein unbedingt vom Fremdsein abhängig macht ? Und gleichzeitig aber das offensichtliche Leid, ob in der Nachbarschaft oder Andernorts, wenns der angestammten Bevölkerung zustößt, tunlichst ignoriert ?

    Wenn ein Mensch keine Hilfe leisten kann, dann ist das OK. Auch ich gehöre zu jenen, welche finanziell, krankheitsbedingt, nie in der Lage waren, Mitmenschen finanziell zu unterstützen. Für die Armut, auch wenn es die Eigene ist, braucht man sich nie zu schämen, da Armut immer das erste Anzeichen fehlgeleiteter Politik ist.

    Was mich jedoch immens dabei stört, sind Individuen, (Ich verzichte dabei bewusst auf die Bezeichnung „Mensch“), welche ständig sich erdreisten, mit den GeldMittel, was diese Individuen vorher den Tüchtigen der Gesellschaft abgepresst haben, sich selbst sodann als die großen Gönner, Helfer und Samariter von der „verblendeten“ Weltöffentlichkeit feiern zu lassen. Schauen Sie sich bloß in der Parteienlandschaft um, und Sie werden verstehen wovon ich schreibe.

    mfg, Otto J.

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    1. Ich fürchte, Sie haben missverstanden, dass sich die „Zunahme“ auf die von Ihnen angesprochenen ca. 20 Jahre bezieht; ansonsten bin ich mit Ihnen d’accord. Und was die „Parteienlandschaft“ betrifft, sehen Sie sich die hochtrabenden Presseaussendungen zum „Tag gegen Gewalt an Frauen“ an ( http://www.ots.at ) – diese sind meist nicht im Geringsten ernstgemeint bzw. fangen diese Frauen an zu stammeln, wenn man sie auf ganz konkrete Gewalt anspricht, gegen die sie sofort etwas unternehmen können. Ausgenommen sind manche in der Politik und Mitarbeiterinnen von Gewaltschutzeinrichtungen (die meinen auch, was sie sagen). Das kann man auf viele Themen anwenden…..

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