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Corona: Was ist der Plan hinter der P(l)andemie?

Proteste gegen mit Corona begründete Einschränkungen der Bürgerrechte werden medial diffamiert, egal ob sie in Berlin oder in Wien stattfinden. Dabei fällt jedoch auch auf, dass wir offenbar nur die zweifelhafte Wahl haben sollen, brav das zu tun, was uns der Mainstream nahelegt, oder wenn wir dies nicht wollen, damit auch in fragwürdige Gesellschaft zu geraten. Die meisten Menschen sind grundvernünftig, wollen sich aber weder Angst einjagen noch über den Tisch ziehen lassen – es ist durchaus beabsichtigt, dass man ihnen möglichst wenig Gehör verschafft. In Berlin waren am 29. August 2020 weniger Menschen dabei als am 1. August, doch immerhin mit Robert F. Kennedy Jr. auch ein „Startgast“. Kennedy sagte, dass er keine „Nazis“ sah, wie es ihm Medien ankündigten, sondern Menschen, welche die Demokratie lieben und nicht von ihrer Regierung belogen werden. Er wandte sich gegen enge Verflechtungen zwischen der Pharmalobby und der Politik, was man nicht nur in den USA kennt, sondern auch in Deutschland, etwa wenn man an Gesundheitsminister Jens Spahn denkt.  Kennedy wurde dann so aufgenommen: „Die Ankündigung, dass er dort spricht, hatte unter Anhängern Begeisterung ausgelöst. ‚Querdenken‘ hatte öffentlich Donald Trump, Wladimir Putin und ihn eingeladen. Die Fangemeinde von Kennedy, darunter vielfach auch Anhänger der QAnon-Bewegung, sieht in Kennedy eine Lichtgestalt in der Welt der Düsternis, etliche schrieben, Tränen des Glücks vergossen zu haben. Für sie ist er der unerschrockene Verkünder unterdrückter Wahrheiten und Kämpfer gegen die Pharmalobby.“

Das große Problem bei den meisten, die Kennedy und andere kritisieren, ist ihr sklavisches Verhalten gegenüber Lockdown, Maskenpflicht und Co., ohne jemals daran zu denken, dass alles vielleicht mindestens zwei Seiten hat. Zugleich aber muss man feststellen, dass gerade auch deswegen immer mehr Menschen „den“ Mainstream komplett ablehnen und stolz darauf sind, dass sie sich zwar ein Youtube-Video nach dem anderen reinziehen, aber nie mehr öffentlich-rechtliches Fernsehen konsumieren. Wir haben natürlich Schikanen, die je nach Bundesland oder Staat mehr oder weniger stark ausfallen; zugleich jedoch ist manchen nicht bewusst, dass eine gerne erwähnte „Agenda im Hintergrund“ nicht nur Regierungshandeln, sondern auch Proteste bestimmt. Es wird betont, dass entgegen Medienberichten „keine Reichsbürger zu sehen waren“, was so pauschal leider nicht richtig ist. Denn viele sind davon überzeugt, dass die Bundesrepublik Deutschland nur eine Firma sei, und fordern vor der russischen und der amerikanischen Botschaft „einen Friedensvertrag“. Die Vorstellungen, die bei vielen sacken, umfassen immer mehr Bereiche, berühren aber oft die Realität nicht einmal mehr am Rande.

Robert F. Kennedy Jr. bei der Kundgebung am 29. August 2020

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Nein, Putin wird euch nicht retten!

Wenn Enttäuschungen über Regierende zunehmen, steigt der Bedarf nach Rettern. Dabei ist der russische Präsident besonders beliebt, dem oft auch der amerikanische und manchmal zusätzlich der chinesische zur Seite gestellt werden. Narrative verbreiten sich rasch über jene Menschen, die zwar bei öffentlich-rechtlichen Medien Propaganda fürchten, sich aber ein Youtube-Video nach dem anderen reinziehen. Es ist zunächst nichts dagegen einzuwenden, diesen oder jenen Clip aufzurufen, doch Angaben müssen überprüfbar sein; vielfach aber genügt schon eine einfache Wikipedia-Suche nebenbei, um behauptete historische Tatsachen zu widerlegen. Wenn man bei einigen Videos genau hinhört, erkennt man unverhohlene russische Propaganda, deren Verbreiter sich ihrer Rolle vielleicht gar nicht bewusst sind. Es ist auch leicht nachzuvollziehen, denn wer sich etwa mit den Kriegen der USA befasst, blendet dabei fast automatisch aus, wie zum Beispiel Russland in anderen Staaten interveniert. Die Bereitschaft, sich Führern zu unterwerfen, wurde sicher mit dem Corona-Faktor gesteigert, den man ja bei Bedarf immer wieder in die Debatte werfen kann.

Ich lasse im Folgenden ein paar Videos von „Stars“ dieser Szene für sich sprechen; nicht dass jede Überlegung falsch ist oder keinerlei Fakten stimmen; es ist eher ein Mischmasch mit unzulässigen Schlussfolgerungen und man kann oft eine verbindende Unterströmung wahrnehmen. Es gibt all dies auch „intellektueller“, nämlich in Alternativmedien, die mir gegenüber nur soweit aufgeschlossen sind, wie ich mich nicht mit Oligarchen, Mafia und Geheimdiensten, also dem häßlichen anderen Gesicht Wladimir Putins befasse. Einer der roten Fäden, die zahlreiche Vlogger verbinden, wirbt für Putin als „Erlöser“, während es auch und oft gleichzeitig darum geht, irgendein echtes „Germanentum“ zu propagieren und die Geschichte des Zweiten Weltkriegs wenn nicht neu zu schreiben, so doch in Frage zu stellen. Wichtig ist, dass Misstrauen gegen die deutsche Regierung verstärkt wird, die wiederum vielleicht hinter den Kulissen gute Beziehungen zu Russland hat. Wenn man einen herbeigeführten Zustand kritisiert, soll man also daran mitwirken, diesen Zustand noch zu verstärken, statt die Puppenspieler zu entlarven. Videos eignen sich recht gut zum Lenken der Bevölkerung, weil deren Macherinnen und Macher nur selten alles exakt belegen, sich eher an etwas live erinnern wollen, was sie irgendwann gelesen haben.

Trump, Putin und eine neue Jalta-Konferenz

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The Corona Diaries (22): 5. Mai 2020

Haben wir es bei der Regierung mit einem monolithischen Block zu tun, der nach fremder Pfeife tanzt? Dies scheint jedenfalls in Deutschland so zu sein, wo man mit einiger Berechtigung sagen kann, dass Bill Gates den Ton angibt ungeachtet seines Sündenregisters. Medien spielen dabei natürlich mit, was jedoch nicht nur für den Mainstream gilt, sondern auch für manche, die man bisher als alternativ betrachtete. Auf diese Weise wird jeder nächste Schritt als alternativlos etabliert, bloß dass es vielleicht da und dort noch kleinere Verbesserungen geben sollte. Auf diesem Trip ist auch Ingrid Brodnig vom „profil“, die sich angeblich dem Kampf gegen Fake News widmet, aber vor allem einer vorgegebenen Agenda folgt – was untrennbar mit dem Verbreiten von Fake News verbunden ist; „Wenn wir einen Impfstoff gegen Covid-19 bekommen, besteht die Gefahr, dass manche das verweigern“, schrieb sie vor einer Woche, und jetzt unter dem Titel „Gute App, schlechte Publicity“: „Wieso die Corona-App des Roten Kreuzes sinnvoll ist – und Politiker die Software nicht sabottieren sollen.“ 

Man produziert offenbar so eilig Corona-Nummern, dass nicht auffiel, wie man „sabotieren“ buchstabiert. Brodnig als „Lockdown-Groupie“ findet es dann „bemerkenswert“, dass Österreich „gerade als technischer Pionier“ auffällt, denn das Rote Kreuz habe die Tracking-App „als Vorreiter in Europa“ vorgelegt. Ermöglicht wurde dies durch den Microsoft-Partner Accenture mit finanzieller Unterstützung von Uniqua (Raiffeisen). In Deutschland wurde gerade (vorerst?) Pläne für einen „Immunitätsausweis“ gestoppt, da sofort scharfer Protest erhoben wurde. In Österreich erregt Sebastian Kurz‘ Chefberaterin Antonella Mei-Pochtler Aufsehen, weil sie in der „Financial Times“ ankündigte, dass „jeder“ eine App haben wird, auch wenn dies „am Rand des demokratischen Modells“ sei; die Regierung distanziert sich davon (Mei-Pochtler war beim „Projekt Ballhausplatz“ mit von der Partie, kümmerte sich um Sponsoren). Über Umfragen kann man nur staunen, wenn sie Merkel und Kurz Spitzenwerte bescheren, doch in der türkisgrünen Koalition werden Konflikte entstehen.

Screenshot aus dem „Standard“-Newsletter, 4.5.2020

 

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The Corona Diaries (21): 2.Mai 2020

Traditionell wird am ersten Mai demonstriert, jetzt aber weniger denn je. Es gab eine Kundgebung gegen die Maßnahmen mit dem Vorwand Corona am Ballhausplatz, aber auch einen Demonstrationszug auf der Wiener Ringstraße. Dieser findet jedes Jahr statt als erster Mai eines linken Bündnisses, konnte aber heuer den Rathausplatz erobern, da die SPÖ auf ihre Kundgebung verzichtet hatte. Man hörte am Ring „Tod dem Kapitalismus“ oder die Forderung „den Kapitalismus zerstören“ und erfuhr, dass „Gesundheitsräten in den Betrieben“ Abhilfe schaffen sollten. Hammer und Sichel waren bei Transparenten und Schildern gut vertreten; die Abstandhalter am großen Rathausplatz waren als gesprühte Sterne, Herzen, Kreise in vielen Farben selbst gemacht. Es ist keine Überraschung, dass Konzerne wegen Corona geprügelt werden, aber den Demonstranten sollte doch das Lichtlein aufgehen, dass Kurz gerade dabei ist, „den Kapitalismus“ zu zerstören. Zu spüren bekommen dies zuerst kleine und mittlere Unternehmen und ihre Beschäftigten, aber es wird unsere gesamte Wirtschaft aufgerollt.

Die „taz“ erwähnt den Protest am Ballhausplatz nicht, bei dem die Bestimmungen der Bundesverfassung und des Staatsgrundgesetzes thematisiert wurden. Diese stehen substanzlosen „Corona-Gesetzen“ gegenüber, bei denen nicht einmal definiert wird, worum es geht und welche Kenngrößen Maßnahmen umfassen bzw. erreichen sollen. Für den Anwalt Roman Schiessler ist Bundeskanzler Sebastian Kurz schlicht „der Studiosus“, da dieser sein Jusstudium nicht fortsetzt, sich aber von seinem „Kopfkino“ einer Pandemie mit 100.000 Toten hat beeinflussen lassen. Typisch ist wie in Deutschland, dass Menschen, die nicht der traditionellen Demoszene angehören (also nicht reflexartig bei Fridays for Future oder Refugees Welcome anzutreffen sind), jetzt in eigener Sache und für alle anderen auf die Straße gehen. In der „taz“ kommt dies nicht vor, ebenso wenig aber, dass der Zug zum Rathausplatz eine stark kommunistisch geprägte Angelegenheit war, wenn auch das Bündnis etwas breiter angelegt war.

Kundgebung am 1.Mai (Facebook)

 

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The Corona Diaries (20): 30. April 2020

Wir erinnern uns nicht an die Zeit von 1945 bis 1955, oder nur mehr wenige von uns, aber sie ist in der Überlieferung präsent. Deshalb gehört zu den perfiden Tricks, mit dem uns die Plandemie verkauft wird, auch mit Metaphern darauf anzuspielen. Nachdem die Wirtschaft in den Sand gesetzt wurde, geht es nämlich flugs an den „Wiederaufbau“; und außerdem ist Österreich jetzt „frei“ wie damals am 15. Mai 1955. Zugleich wird auch weiterhin Gasligthing mit absurden und schwer umsetzbaren, in jedem Fall aber unsinnigen Vorschriften betrieben. Für viele Gastronomiebetriebe scheint undurchführbar, was ihnen ganz locker von der Hand gehen sollte, um Distanz zu den Gästen und zwischen diesen zu wahren. Wer nicht ohnehin mit einem Partner/einer Partnerin zusammenlebt, darf sich zwar in der Öffentlichkeit treffen, nicht aber küssen. Startete man in den „Lockdown“ weitgehend ohne Masken, so wird seit Wochen der Bereich ausgeweitet, indem man eine tragen soll.

Was Wunder, dass immer mehr Menschen sie nicht abnehmen, wenn sie z.B. aus einem Geschäft kommen, und so auf der Straße herumlaufen. Inzwischen behauptet Sebastian Kurz, er wolle Österreich „Corona-sicher“ machen und ist stolz darauf, dass Benjamin Netanjahu „uns“ zu den „smarten“ Staaten zählt, was auf Totalüberwachung hinausläuft. Merkwürdig wirkt das „Future Operations Clearing Board“ mit der Kurzschen Think Tank-Leiterin Antonella Mei-Pochtler und dem Van der Bellen-Vertrauten Thomas Starlinger. Das klingt fast nach dem „Operating Thetan“ von Scientology, wo es ja auch „Clears“ gibt; können wir die Dialektik der Regierung als „Dianetik“ begreifen?! Bei okkulten Unterströmungen in der Geopolitik stolpert man ja immer wieder über den Ordo Templi Orientis, dem auch L. Ron Hubbard angehörte. Es ist auch so seltsam, dass politischer Umbruch per P(l)andemie via Bundesregierung durchgezogen werden konnte und erst jetzt der Widerstand zunimmt.

„Österreich“ am 29. April 2020

 

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The Corona Diaries (15): 20. April 2020

Zwar begreift die Bevölkerung jetzt allmählich, dass sie nach Strich und Faden belogen wird; vielen fällt aber immer noch schwer, zugleich Corona-spezifisches und Hintergrundanalyse aufzunehmen. Das ist dann der Fall, wenn man befürchtet, dass doch eine spezifische Gefahr von diesem Virus ausgeht; deshalb ist es notwendig, auf neue Infos dazu hinzuweisen. Zugleich aber muss man sich ansehen, welche Figuren bei uns auf einer Bühne erscheinen und sich Bälle zuspielen, den so wird uns „Realität“ vorgegaukelt. Weil es immer mehr fundierte Kritik an den Corona-Narrativen gibt, fällt es den Menschen leichter, sich auch mit Zusammenhängen zu befassen. Ich werde hier beide Bereiche miteinander verbinden, was auch zu eigenen Recherchen und Betrachtungen anstiften soll. Klar ist, dass nichts zufällig geschieht, es also von Bedeutung ist, was oder wer wo platziert wird. Außerdem muss unseren Argwohn erregen, wenn etwas – vielleicht auch scheinbar in Variationen – zugleich in mehreren Medien aufs Tapet kommt. Erinnern wir uns kurz daran, dass uns vor ein paar Jahren eingeredet wurde, die ideale und auch politisch korrekte Beziehung sei zwischen einer möglichst blonden Europäerin und einem möglichst dunkelhäutigen „Schutzsuchenden“ (und möglichst muslimischen). Es gab auch staatlich gesponserte Paarungsanleitungen auf extra angelegten, natürlich mehrsprachigen Internetseiten.

Bereits dies war ein Angriff auf unsere Identität, weil alle zu „Rassisten“ gestempelt wurden, die kein besonderes Bedürfnis nach Exotik hatten. Man kann auch von Bevölkerungspolitik sprechen, die ja ein Markenzeichen von Herren wie George Soros, Bill Gates oder dem verstorbenen Peter Sutherland ist. Jetzt gibt es z.B: einen Kommentar „Was die Pandemie mit uns macht“ in  den „Salzburger Nachrichten“, illustriert mit einem Verbotszeichen fürs Händeschütteln.  „Was Corona aus unseren Beziehungen macht“ ist die Titelstory des „profil“ (Kuss  mit Maske), der zum „Kurier“ gehört, in dem man sich Fernbeziehungen beim Reiseverbot ansieht („So nah und doch so fern: Corona trennt Liebende“). Hier geht es nicht nur darum, unser Recht auf Selbstbestimmung in Frage zu stellen, sondern auch darum, für Zwangsimpfung und digitale ID vorzubereiten. Zugleich werden wir mii Meldungen wie dieser verarscht: ein „WHO-Mediziner“ meint, eine Impfung „gegen Corona“ könne auch „nie kommen“. Inzwischen belegen immer mehr Studien, dass die Letalität von Sars-CoV-2 maßlos übertrieben wurde; sie liegt im Bereich einer normalen Influenza oder sogar darunter.

Kurz bei CNN („Very fake news“ c Trump)

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Relotius und die Recherche

Dieser Tage kursiert ein Video von einer Veranstaltung, bei der sich Claas Relotius seltsam vage zum Reporterdasein äußerte. Er diskutierte mit Daniel Puntas Bernet und Roland Schulz, der als Einstieg über eine Geschichte zu einer Überfallserie sprach. Dies wird sofort konkret und man erfährt, dass Schulz durch eine Zeitungsnotiz darauf aufmerksam wurde und ein halbes Jahr lang immer wieder recherchierte. Hingegen erzählt Relotius von einem Besuch in einem US-Gefängnis bei einem Inhaftierten, der einen dementen “ Kollegen“ betreut. Relotius eiert so sehr herum, dass man erst im „Spiegel“ nachsehen muss, ob es um einen Gefangenen und einen Pfleger, zwei Gefangene und einen Pfleger oder um zwei Gefangene geht, von denen einer als Pfleger fungiert. Ausserdem hat er ganz lässig unter Hackern recherchiert; eine Erfindung, wie Armin Wolf in seinem Blog betont.  In einem der zahlreichen Berichte über Relotius stand,  er wollte nicht, dass seine Texte online gestellt und ins Englische übersetzt werden. Nun ist die Geschichte im Netz abrufbar und mit dem Vermerk versehen, dass sie überprüft wird. Relotius wollte sich beim Event cool geben und sagte, dass er einen Tag im Gefängnis verbringen und alles wie die Häftlinge machen konnte, nur dass er nicht duschte, aber er musste Schnürsenkel und Gürtel abgeben.

Das ist dann wohl ein Fall für die Dokumentationsabteilung des „Spiegel“, doch ich bin sicher nicht die Einzige, die da gleich stutzig gewesen wäre. Eingefädelt hat er den Besuch via Mail an die Gefängnisleitung, sagt er, da noch bewundert von „REPORTAGEN„-Chefredakteur Daniel Puntas Bernet,  der ihm auch Arbeiten abnahm und meinte, so etwas sei unmöglich. Bei Schulz klingt das Reporterdasein nach systematischer, auch harter Arbeit, bei Relotius hingegen easy und sexy. Es fällt auf, dass Frauen dann Fragen stellen und Relotius sofort direkten Draht zu ihnen hat, auf du und du Auskunft gibt, während bei Schulz und Bernet eher ein wenig Distanz des Fachmanns dabei ist. Bei ihnen spielt immer wieder eine Rolle, wie sie auf Menschen reagierem, über die sie schreiben. Schulz spricht von einem abgehobenen Professor, wo nach ein paar Tagen aus ihm herausbrach, was er von ihm hielt; Bernet war im Dilemma, als er über die dunklen Seiten eines Konzerns in Afrika recherchierte, dessen CEO ihm auf Anhieb sympathisch war. Während beide hier Ausgleich durch die Redaktion brauchen, hat Relotius keinerlei Probleme mit emotionaler Involvierung im positiven oder negativen Sinn.

Diskussion im Freitag-Store in Hambur

 

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