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Roter Wahlkampf-Vollholler

„Ich hol‘ mir, was mir zusteht“ lesen wir zum Foto eines Bauarbeiters auf dem geleakten Wahlprogramm der SPÖ, das morgen beim Bundesparteirat vorgestellt werden soll. Inhaltlich ist es ein mit vielen Abbildungen und großen Überschriften ähnlich dicker Aufguß des im Jänner präsentierten „Plan A“. Der Slogan sorgt schon für Spott im Netz, etwa wenn Claus Pandi von der „Krone“ auf Twitter dazu Fotos von Auto- und Uhrengeschäften zeigt. Davon inspiriert poste ich Wienerberg-  und Katzen am Wienerberg-Bilder, da ich mir meine durch SPÖ-Machenschaften geraubte Wohnung wiederholen will. Damit sind wir auch schon in medias res, dass Programme nicht nur kaum gelesen werden, sondern auch wenig mit der Realität von Parteien zu tun haben.

An der Stelle von (Noch-?) Parteichef und Bundeskanzler Christian Kern würde ich mir mal Gedanken machen, wieso dauernd Strategien und Papiere durchsickern, sodass er im Wahlkampf nicht punkten und anderen Vorgaben machen kann, sondern dauernd Schsden begrenzen muss.  Dabei ist die Ironie der Geschichte, dass Kern auf Anraten von Ex-Kanzler Alfred Gusenbauer Tal Silberstein als Berater engagiert hat, den internationale Medien dem Mossad zuordnen. Silberstein sollte schon mehr drauf haben, als im Wahlkampf 2006 den guten Strategen und damaligen Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos zu marginalisieren und nun die Karre an die Wand zu fahren. Doch er scheint zu einem üppigen Honorar (kolportiert wird eine halbe Million pro Jahr) endloses Recycling zu betreiben: aus Plan A wird Plan für Austria (die Deutsch-Englisch-Mischung auch im Innenteil macht manche schaudern), aus Pizzavideo in Israel wird Kern als Pizzabote, aus Sozialfighter (Gusenbauer 2006) wird Sozialfighter 2.0 (Kern) und aus „statt Eurofighter“ 2006 wird die absurde Anzeige von Verteidigungsminister Dokozil gegen Airbus (an der auch Peter Pilz Anteil hat).

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