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Coup Teil 5: Geheimdienste? Aber nicht doch!

In den Medien findet ein Wettrennen statt zwischen denen, die von Geheimdiensten sprechen und denen, die sich z.B. eine rivalisierende Gruppe in der FPÖ vorstellen wollen. Inzeischen melden sich auch Politiker zu Wort, die aufgrund ihrer jahrzehntelangen Erfahrung wissen, was Sache ist (wenngleich sie sich nicht so plump hereinlegen lassen). Einer davon ist Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble, dem die professionelle Vorgangsweise auffällt und der Erpressung für möglich hält. Der frühere BND-Präsident August Hanning weist darauf hin, dass von der Machart und dem Mitteleinsatz her sowohl an Geheimdienste als auch Sicherheitsfirmen zu denken ist, die ehemalige Agenten beschäftigen: „Der ganze Vorgang wirft gravierende Fragen auf. Hier ist offenbar – entweder von einem Nachrichtendienst oder mit nachrichtendienstlichen Mitteln – in einer sehr aufwändigen Operation eine Falle gestellt worden. Es wurde mit Lockvögeln gearbeitet. Man hat Wohnungen verwanzt. Das Ganze hatte einen Vorlauf. Also sehr aufwändig, wie wir das eigentlich nur von Nachrichtendiensten kennen oder von Firmen, die sich mit nachrichtendienstlichen Mitteln betätigen und Nachrichtendienstler in ihren Reihen haben.“

Und er warnt davor, die Vorgänge zu bagatellisieren: „Hanning stellt klar, dass die Beeinflussung von Wahlen keine triviale Angelegenheit sei. Schon der Versuch, auf solche Weise Wahlen zu beeinflussen, verstoße gegen die demokratische Kultur. Das sei sehr ernst. Daher seien weitere ernsthafte Nachforschungen wichtig, mahnt Herr Hanning.“ Für Geheimdienste spricht auch, wie jetzt vollendete Tatsachen geschaffen werden, wie unter anderem die SPÖ die Maske fallen lässt – sie hat nichts mehr mit jener Sozialdemokratie zu tun, die es vor ein paar Jahren noch gab. Sie will eine Expertenregierung, der u.a. Franz Fischler und Heide Schmit angehören – Fischler vom transatlantischen Forum Alpbach, wo Johannes Voggenhubers „handlerin“ Sonja Puntscher Riekmann seine Vizepräsidentin ist. Fischler sprach noch am 5. Mai davon, dass er Kickl als Repräsentanten Österreichs ablehne; man fand ihn wie auch Voggenhuber und Haselsteiner, den Förderer von Schmidt wie der NEOS, in einer kreierten globalistischen Refugees Welcome-Zivilgesellschaft, deren Kandidat 2016 Alexander van der Bellen hieß. Statt dass er sich sofort mit Bundespräsident Frank Walter Steinmeier in Verbindung gesetzt hätte, wenn die österreichische Regierung über deutsche Medien (gefolgt von Politikern) abgeschossen wird, scheint er den Coup eher zu begrüßen. Er versuchte keine Sekunde, gegen Lockspitzel und illegale Aufnahmen vorzugehen, sondern erfüllt seine Rolle, indem er den unbequemen Innenminister Herbert Kickl loswerden half.

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Erfolgreicher Coup gegen die Bundesregierung

Der Coup gegen die österreichische Bundesregierung setzte „natürlich“ bei den schwächsten Gliedern an, und das waren höchst banal zwei FPÖ-Politiker, die einer vermeintlichen Russin imponieren wollten, die als Lockvogel eingesetzt wurde. Da langsam Vertrauen aufgebaut wurde zu Johann Gudenus, dessen Familie eine Jagd zu verkaufen hatte, es aber eigentlich um den heute zurückgetretenen Vizekanzler Heinz Christian Strache ging, ist eine Geheimdienstaktion naheliegend. Das mediale Feuerwerk wurde von der deutschen Relotiuspresse aus gezündet und zeigte, dass auch hiesige Medienleute längst politische Aktivisten sind; demonstrativ lobten ORF-Angehörige auf Twitter ihre Kollegen. Man war auch sozusagen crossmedial äußerst dankbar, was Stärke und Zusammenhalt signalisieren und die Illusion von echter Presse aufrechterhalten sollte. Besonders hämisch über Strache in einer Honey Trap waren diejenigen, die sich selbst gerade von einem Geheimdienst benutzen haben lassen, und zwar gegen die Souveränität Österreichs.

Da die FPÖ keinerlei Krisenkommunikation hatte, verstummte sie auch weitgehend in den Sozialen Medien, wo vor allem Unabhängige gegenhielten, die verstanden, was gerade abläuft. Weil aber professionell auf das Wecken emotionaler Reaktionen abgezielt wurde verstanden viele nicht, dass man Kritik an Strache und Gudenus üben und dagegen sein kann, dass fremde Geheimdienste eine Coup durchführen. Vielleicht hätte Strache sich und die Regierung retten können, hätte die FPÖ fieberhaft recherchiert, wer hinter den Aufnahmen steckt, die der Süddeutschen Zeitung „zugespielt“ wurden und zwar u.a. Leila Al-Serori, die vorher beim Kurier war. Süddeutsche steht für transatlantisch/Deep State wie Spiegel, Kurier, Krone, ORF und Co. Ließ der Mossad-Mann Tal Silberstein, der die SPÖ im Wahlkampf „beraten“ hat, die Falle aufstellen? Strache selbst sprach von geheimdienstlich und Kanzler Sebastian Kurz erwähnte Silberstein, doch da nahmen die Ereignisse schon den gewollten Gang. Auch wenn viele sich fragen, wie Strache und Gudenus auf so etwas reinfallen konnten, war das Spektakel doch beispiellos, das veranstaltet wurde, um diese Regierung abzuschießen.

AfD zur Relotiuspresse

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