Schlagwort-Archive: Männerbild

Medien unter rechten Männern

Es darf nicht sein, dass die aggressive Männlichkeit von Einwanderern der Umgestaltung Deutschlands und anderer Staaten im Weg steht. Deshalb findet ein Ablenkungsdiskurs über rechte Männer, auch mal als „Faschismus und Männlichkeit: Die weiße Scharia“ wie in der FAZ statt: „Wie das angeschossene Tier ist auch das untergehende Patriarchat, so die Soziologin Franziska Schutzbach, womöglich gefährlicher als das Patriarchat selbst“, ist hierbei der Schlußsatz und wir können uns denken, dass mit keiner Silbe auf das Verhalten „Schutzsuchender“ eingegangen wird. Dabei ist die größte Kluft nicht zwischen rechten und linken Männern oder rechten Männern und linken Frauen, sondern zwischen neu zugewanderten und alteingesessenen Männern. Bildungsfernsehen serviert uns einen Rechtspopulismus-Tatort mit umbenannter AfD und originalgetreuer Antifaschistischer Aktion oder eine Soko Donau-Folge über den Mord an einen Burschenschafter auch mit Antifa-Komponente. Und dann gibt es am 14. Februar einen Themenabend „Flucht aus Europa“ in der ARD mit heterosexueller Kleinfamilie, die einen von Rechtsextremen übernommenen Kontinent verlassen will.

Die FAZ lebt wie andere vom Weglassen und Umdeuten, und man bedient sich dabei u.a. der Identitären, die mit der Übernahme linker Aktionsformen bekannt wurden. Martin Sellner aus Österreich eignet sich dafür gut, da er Tränen unmännlich findet und auf klassische (altbackene) Rollen setzt: „Er interviewt eine Kollegin von den Identitären, die bestätigen soll, was er eh schon weiß: dass Frauen von Natur aus emotionaler sind als Männer. Dass sie sich deshalb als Politikerinnen nicht eignen. Und vielleicht nicht einmal als Wählerinnen. Denn sie würden sich durch Bilder von Flüchtlingskindern manipulieren lassen. Deshalb würden sie dann die Parteien wählen, die ‚die Grenzen aufreißen‘, was dazu führe, dass sie ‚vergewaltigt werden und Schleier tragen müssen‘. Hätten Frauen nicht mitgewählt in Europa in den vergangenen zwanzig Jahren, gäbe es keine ‚Masseneinwanderung‘, keine ‚Islamisierung‘. Schuld an allem Übel ist also der Feminismus, weil er die Frauen wider ihre Natur vom Herd getrennt hat – das ist die Quintessenz von Sellners Videos zur ‚Frauen-Frage‘. Das ist die Ansicht, die er mit seinen Verbündeten in Deutschland und Amerika teilt, mit Politikern und Aktivisten von der AfD und der Alt-Right-Bewegung.“

Video der Identitären

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Warum ein Rekrut zu Tode gequält wurde

Zuerst wollte das Verteidigungsministerium vertuschen, dass der Tod eines Rekruten durch Überhitzung kein tragischer Unfall war. Dann aber wurde bekannt, dass andere junge Soldaten bei Übungen bei großer Hitze in Ohnmacht fielen und dass in der Kaserne in Horn extrem rüder Umgangston an der Tagesordnung ist. In einem „Falter“-Interview erzählt der Vater eines Kameraden des Opfers von Nachrichten, die ihm sein Sohn geschickt hat. Userpostings beim „Standard“ weisen darauf hin, dass es (nicht nur) in dieser Kaserne immer schon solche Mißstände gab. Und Minister Doskozil setzt jetzt zwar eine Sonderkommission ein, wollte aber nie etwas davon wissen, dass antiquierte Männlichkeits- und damit auch Soldatenbilder fatale Folgen haben. Letztes Jahr schuf Doskozil eine ehrenamtliche Frauenbeauftragte, seine Parteigenossin und ehemalige Frauenpolitikerin Irmtraut Karlsson.

Es war nie möglich, mit ihr (oder gar mit Doskozil selbst) darüber zu reden, was ich als Journalistin, die sich mit Sicherheitspolitik und Landesverteidigung befasst hat, beobachtet und erfahren habe. Dabei setzte ich mich immer mit tatsächlichen und nicht einer akademischen Blase zuzuordnenden Genderaspekten auseinander. Der Fall Horn wäre, wenn es nicht traurige Realität wäre, ein Lehrbuchbeispiel für fehlgeleitete Männlichkeitskonzepte, denn Obszönität und Schinderei jenseits von Belastungsgrenzen offenbaren Unsicherheit und Schwäche bei Ausbildern, die den starken Mann markieren wollen. Oder auch: wir quälen euch jetzt so richtig, damit ihr in Zukunft die F**** und nicht die Gef**** seid. In dieser Welt wird Frauen „Karriere mit BH“ per Inserat angeboten und Zivildiener sind keine Männer, weil sie nicht schießen gelernt haben.

SPÖ-Gemeinderat auf Twitter

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