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Wolfgang Fellners steuerbare Frauen

Letztes Jahr heiratete Wolfgang Fellner wieder, jetzt können wir Gattin Tamara mit einer Frauenrunde bei oe24 diskutieren sehen. Dies ist ein höchst zwiespältiges Erlebnis, doch es bringt nur schriller auf den Punkt, was wir allgemein bei Fellner und generell in den Medien beobachten können. Es fällt auch auf, dass einige Frauen und Männer gar nicht genug bekommen von ihren Auftritten bei Fellner, was übrigens stets mit einem Corona-Test verbunden ist. Beide Geschlechter sind steuerbar, es sind vielleicht nicht immer die gleichen Knöpfe, auf die man drücken muss. Und doch lässt der Talk mit Tamara Fellner viele fassungslos zurück, was auch an ihren ersten Gästen Marika Lichter, Ekaterina Mucha und Andrea Kdolsky liegen wird (und eher weniger an Susanne Fürst). Kdolsky betont stets a la Pamela Rendi-Wagner „ich als Äaztin“ und ist jeden Tag mindestens einmal bei Fellner on Air. Da geht es ihr so wie dem Physiker Werner Gruber, der sich mit Corona ebenso auskennt wie mit dem Demonstrationsrecht und mit Erdbeben. Auch Christian Mucha sehen wir oft bei Fellner, zuletzt weil er dem neuen Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein Schuhe schenken will, die besser zum Amt passen sollen als Sneaker.

Wer zum Fellner geht, tappt leicht in die Falle, denn es müsste auffallen, dass dieser der Politik die Richtung vorgeben will. Wenn Wolfgang F. mit jemandem spricht, merkt man rasch, dass er zwar Klatsch und Tratsch kennen mag, sich aber mit keinem Thema auseinandergesetzt hat und dauernd falsche Begriffe und Fakten verwendet. Fast keiner seiner Gäste korrigiert ihn; das ist bei Frauen noch deutlicher als bei Männern der Fall. Fellner darf man nicht unterschätzen, wie auch die Erfahrungen von Ex-Regierungsmitgliedern wie Karin Kneissl zeigen, die sich nicht mit Inseraten wohlwollende „Berichterstattung“ kaufen wollten. Man hält Fellner nur dosiert aus, doch er liefert mit seinem Agieren Einblick in Hintergründe, was wohl nicht so gedacht war. Tamara Fellner, ihre Gäste, seine weiblichen Gäste sprechen der Emanzipation meist Hohn. Denn simpel ausgedrückt beginnt sie bei der Kontrolle über sich selbst, über den eigenen Körper und darüber, wer diesen berühren darf. Weder Botox noch Corona-Tests oder Impfungen sind Ausdruck dessen, weil die Rahmenbedingungen eben keine vollkommene Wahlfreiheit hergeben. Es ist klar, dass für Corona massiv Propaganda betrieben wird, nicht zuletzt in „Österreich“ mit tonnenweise Steuergeld. Was Botox und Co. betrifft, machen sich viele Frauen davon abhängig, wie sie von gewissen Männern wahrgenommen werden, die in der Regel erfolgreicher sind als sie selbst.

Folge 1 der Tamara Fellner Show

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Die Grünen und der Preis des Regierens

Wenn man sich denkt, dass die Grünen doch ganz anders tickten, als sie noch nicht in der Bundesregierung waren, sollte man es an Konkretem festmachen. Dazu genügt es nicht, sich Presseauftritte zum Thema Corona anzusehen, bei denen auch leicht zu widerlegende Aussagen fallen. Es wird nicht leichter mit der Bewertung, wenn man einmal selbst bei den Grünen war, denn die Debatte darüber, was man an Kompromissen eingehen soll oder muss, wenn man irgendwo mitregiert, ist keineswegs so neu. Eine gute Möglichkeit ist aber, Videos von früher denen gegenüberzustellen, die Vizekanzler Werner Kogler und Gesundheitsminister Rudi Anschober heute zeigen. Man merkt dann nicht nur, dass heute herumgeeiert wird, während es damals ans Eingemachte ging, sondern fragt sich auch, warum um alles in der Welt die Grünen z.B. nach ihrer Kritik auch an der ÖVP in der Hypo-Affäre mit den Türkisen koalieren. 2014 sprach Kogler mehr als 20 Minuten mot einem Stakkato an Vorwürfen von Geldwäsche bis zur Balkanmafia, und immer auch Raiffeisen im Spiel, und Ex-Finanzminister Karl Heinz Grasser, und man schaffte es erst im vierten Anlauf, die Justiz zu Ermittlungen zu bewegen. Aber welch ein Glück, dass auch dank der Grünen die Korruptionsstaatsanwaltschaft eingerichtet wurde; andererseits wurde (vor dieser Gründung) der Banken-Untersuchungsausschuss 2007 von den damaligen Regierungsparteien SPÖ und ÖVP abgedreht. Ein bisschen erinnern die Vorhaltungen Koglers puncto Hypo auch an die Pleite der Commerzialbank Mattersburg, bei der auch jeder es eigentlich merken hätte müssen. 

Jetzt sollten wir uns auch fragen, ob den Grünen überhaupt bewusst ist, mit welchen Kräften sie regieren, wenn sie mit der ÖVP eine Koalition eingehen. Dabei sollte man zwischen jenen unterscheiden, die wie Anschober und Kogler schon lange dabei sind, ergo auch mehr mitkriegen mussten, und denen, die erst relativ neu in der Politik sind, aber für die Grünen im Nationalrat sitzen. Aus der Distanz betrachtet gibt es auch Parallelen zwischen Sebastian Kurz und Werner Kogler, was ihre Rolle in ihren Parteien betrifft. Kurz „rettete“ die ÖVP 2017, während Kogler sich der Grünen annahm, nachdem sie nach der Wahl im Herbst 2017 aus dem Parlament geflogen sind. Nach Ibizagate im Mai 2019 waren die Grünen zunächst bei der EU-Wahl erfolgreich; dann gelang ihnen der Wiedereinzug ins Parlament. Nach Beginn der Testpandemie ist wohl jedem klar, dass diese mit Türkisblau nicht so reibungslos umgesetzt werden hätte können wie mit den Grünen. Ein gewisser Öko-Touch war auch sehr nützlich für die dahinter steckende Agenda, wobei es nicht wirklich um Umweltpolitik geht. Kogler forderte (s.u.) 2014 das Finanzministerium für die Grünen, damit diese beweisen könnten, dass sie es besser machen können angesichts all der Skandale. Immerhin ist Raiffeisen mit der Hypo verbunden, und außerdem gibt es da noch Schmiergeldvorwürfe um die Beschaffung der Eurofighter… als die Grünen dann erstmals eine Bundesregierung angehörten, war aber keine Rede vom Finanzressort.

Werner Kogler 2014 im Parlament

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Bundeswehr, Bundesheer und Zersetzung

Derzeit scheint besonders viel zu passieren, was die meisten Menschen natürlich überfordert; wir haben es aber schlicht mit den Ergebnissen lang anhaltender Zersetzung zu tun. Diese kann man rational verstehen, muss aber lernen, sie auch aktuell wahrzunehmen und versuchen, nicht durch Reaktionen auch noch zu ihr beizutragen. Weil man aber nicht nicht kommunizieren kann, ist es nicht so einfach, sich richtig zu verhalten. Man kann es vielleicht recht gut erklären anhand der Veränderungen, denen Bundesheer und Bundeswehr unterzogen werden. Dies auch deshalb, weil es hier alte Genderklischees gibt, an denen man Prozesse messen kann, die möglichst weit von einem Verständnis von Landesverteidigung wegführen sollen, was im Corona-Einsatz gipfelt. Es ist kein Zufall, dass in Deutschland die Wehrpflicht ausgesetzt wurde und man in Österreich eine Volksbefragung mit dem Ziel ihrer Abschaffung durchführte; außerdem musste Annegret Kramp-Karrenbauer ihre Entsprechung in Klaudia Tanner in Österreich finden. In beiden Staaten wurde der Dienst mit der Waffe 1998 für Frauen geöffnet, was in Deutschland zu einem höheren Frauenanteil geführt hat als in Österreich. Wenn von Kinderbetreuung bei der Truppe und LGBTIQ-Rechten die Rede ist, so wird damit natürlich einer linken gesellschaftspolitischen Agenda Rechnung getragen; es geht dabei aber darum, von Vorstellungen von Verteidigungsfähigkeit wegzukommen.

Man kann an das klassische Bild vom Soldaten denken und da und dort etwas dazukleben, vielleicht PR-Fotos und Ausschnitte aus Presseaussendungen verwenden; und nicht vergessen, auch ein paar Masken hinzufügen. Was hier und in vielen anderen Bereichen vor sich geht, erklärte der KGB-Überläufer Yuri Bezmenov bereits in den 1980er Jahren; hier ist ein Video von einem seiner damaligen Vorträge. Sowohl bei der Bundeswehr als auch beim Bundesheer müssen denkende Soldaten immer häufiger das Gefühl haben, im falschen Film gelandet zu sein, Teil einer fremd- und nicht selbstbestimmten Inszenierung zu sein. Zersetzung setzt immer mehrfach an, sodass man, sobald sie durchschaut wird, wesentliche Akteure praktisch auf Null zurücksetzen müsste, als ob sie (ungewollt) destruktive Verhaltensweisen nicht gezeigt hätten. Heute wurde gemeldet, dass der bisherige Sektionschef im Verteidigungsministerium Christian Kemperle die Sektion Öffentlicher Dienst im Kompetenzbereich von Vizekanzler Werner Kogler leiten wird. In zehn Jahren im BMLV stand gerade auch er für den Missbrauch des Öffentlichen Dienstes für fremde Interessen, unter anderem, weil er mit dem von 2007 bis 2016 „Minister spielenden“ Kabinettschef Stefan Kammerhofer kooperierte.

Niki Fellner interviewt Klaudia Tanner

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