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The Corona Diaries (25): 18. Mai 2020

Uns werden vielfach widersprüchliche Botschaften zugemutet unter dem Deckmantel der „Corona-Krise“, das nennt man kognitive Dissonanz. Wer diese wahrhaben will, gerät leicht in Konflikt mit einer Umgebung, in der alles verdrängt wird, das ein scheinbar harmonisches Bild stört. Dazu kommt die Verunsicherung derjenigen, die sich dem Maskenzwang nicht weitgehend entziehen können oder die Kinder darauf drillen müssen, wenn diese wieder die Schule besuchen. Wir alle haben noch die Bilder im Kopf, wie es vor ein paar Monaten war: keine freibleibenden Tische im Lokal, keine Bedienung mit Masken, keine mit Absperrband versehenen Sitzgelegenheiten z.B. beim Thalia, kein Verkaufspersonal mit Plexiglasvisier oder Mundschutz. Die „neue Normalität“ wird uns auch kontinuierlich eingetrichtert, indem wir Mundschutz tragen müssen, wenn wir ein Geschäft oder eine U-Bahn-Station betreten.

Zugleich ist „Corona“ für alles mögliche verantwortlich, für Thrombosen zum Beispiel, es geht an die Nieren und an die Eier (veränderte Spermien) – für die einen ein klares Zeichen, dass man sich jetzt an alles klammert, während andere ihnen dies andächtig vorhalten, da sie Anhänger und Anhängerinnen der „Corona-Sekte“ sind. Hier wird recht genau artikuliert, was psychologisch abläuft: „Grundvoraussetzung für diese Form des Psychoterrors ist, dass sich Täter und Opfer in einem Vertrauensverhältnis befinden. Weil das Opfer dem Täter (dem Staat und den Leitmedien) vertraut, lässt das Opfer die manipulativen Aussagen durch einen Dritten nicht überprüfen. Der Bürger hat nur die Option, das Narrativ zu übernehmen oder das Vertrauen in die Herrschenden aufzukündigen. Im Fall der Unterwerfung wird innerhalb kurzer Zeit das Selbstvertrauen der Opfer zerstört. Wer seiner Außenwahrnehmung nicht mehr traut, kann sich nur noch einer Führung unterordnen.

Broder in der „Corona-Krise“

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Terror in Halle oder: Eine merkwürdige Einzeltat

Alles scheint klar: ein Neonazi, ein Rechtsextremer, ein junger Mann, der sich als einsamer Wolf im Internet radikalisierte, erschießt in Halle zwei Menschen und scheitert beim Versuch, in eine Synagoge einzudringen. Doch wir wissen, dass gerade im Bereich Rechtsextremismus, Stichwort NSU-Komplex, mitgemischt und vertuscht wird. Inzwischen wurde bekannt, dass Stephan B. sich mitnichten auf Neonazi-Kreise bezieht, sondern von arabischen Webseiten spricht. Jemand haben dem Hartz IV-Bezieher 750 Euro (in Bitcoin) überwiesen; eine großzügige Spende, die manche Youtuber gerne einmal von einer einzigen Person bekommen würden. Es klingelt, wenn von „Spende“ die Rede ist, denn so wurde ein Konnex zwischen dem Christchurch-Attentäter und den Identitären in Österreich hergestellt, alerdings mit ebenfalls auffälligen 1000 Euro. Dies trug wegen Verbindungen der FPÖ zu den Identitären nicht unerheblich auch vor Ibizagate zu Irritationen in der Regierung bei. Uns wird wie bei Brenton Tarrant und Anders Breivik ein „Manifest“ angeboten, jedoch via Rita Katz vom Site Institut. Mit derlei Dokumenten kann man alles bestätigen, was man im Sinne eines notwendigen Narrativs bestätigt haben will. 

Bei Site landen auch Terrorvideos, noch ehe Gruppen diese selbst über ihre Kanäle verbreiten; besonders „bleibt“ sind solche mit Gruselfaktor z.B. von Enthauptungen. In Deutschland und Österreich fiel vor Jahren die „Globale Islamische Medienfront“ GIMF auf, die eine von rund 30 % Sting Operations in diesem Bereich sein könnte, auch weil sie mit Site (und IntelCenter) verbunden scheint. D.h. dass Aktionen in Wahrheit auf Anstiftung von V-Leuten durchgeführt werden, die eine Szene infiltrierten. Bei einem Prozess 2011 in München wurde einiges enthüllt, weil Irfan Peci von GIMF als V-Mann des Verfassungsschutzes enttarnt wurde, wie es hier unter Bezug auf den Bayrischen Rundfunk heißt: „Es geht um die Internetplattform ‚Globale Islamische Medienfront‘ (GIMF), auf der mehrere vor dem Oberlandesgericht München Angeklagte Drohvideos und Dschihad-Botschaften eingestellt hatten. Weite Teile davon seien vom Federal Bureau of Investigation (FBI) – also der bundes-polizeilichen Ermittlungsbehörde des US-Justizministeriums – gesteuert worden, behauptet der Verteidiger. Er zitierte dabei aus neuen Dokumenten des US-Justizministeriums, die sich mit dem Internet-Netzwerk befassen. 

Rita Katz auf Twitter zu Halle

 

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