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Mit George Orwell für das Kopftuch

Am 4. Februar demonstrierten in Wien nicht nur Muslime gegen das Kopftuchverbot z.B. bei Richterinnen. Auch George Orwell hätte wohl kaum vorhergesehen, dass das „Netzwerk muslimische Zivilgesellschaft“ dies unter das Motto „#MuslimBanAustria – Mein Körper, mein Recht auf Selbstbestimmung“ stellen würde. Auf Fotos sieht man kaum Männer mit Kopfbedeckung (und keinen mit Kopftuch), sodass es wohl um die Einschränkung der Rechte von Frauen geht. Auch die Liste der Unterstützer liest sich teilweise bizarr: Neue Linkswende, IFW, ATIB Union, Initiative für rassismusfreie Politik
– IDB-Initiative für ein diskriminierungsfreies Bildungswesen, Feminists of Vienna, Fonds für Genozidforschung, ACUS – Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie, Plattform MeinHijabMeinRecht.

Beim „Fonds für Genozidforschung“ fragt man sich, ob ihm schon mal die erste Definition für Genozid untergekommen ist, die der polnisch-jüdische Anwalt und Friedensaktivist Raphael Lemkin 1944 verfasst hat. Denn sie bezieht sich darauf, dass ansässige Bevölkerung mit ihrer Kultur und ihren Gewohnheiten unterdrückt und / oder verdrängt wird. Man erkennt sie wieder, wenn man forcierte Masseneinwanderung von Männern aus islamischen Ländern und deren Auswirkungen auf unsere Gesellschaft betrachtet. Ganz sicher hat sie nichts damit zu tun, dass viele Menschen mit gesundem Mißtrauen auf das Etablieren vorgestriger Gepflogenheiten aus besagten Ländern reagieren.

mbanwienFacebook-Bilder der Neuen Linkswende

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Mut zum Widerstand

Edward Snowden arbeitete zehn Jahre als „government agent“ und erkannte, dass er die amerikanische Bevölkerung nicht schützte, sondern ihre Rechte unterminiert. Dann zog er Konsequenzen, der Rest ist bekannt, er ist nach wie vor ein Idol für viele Menschen. Paradoxer Weise wird er auch von Leuten bewundert, die selbst lieber auf dem falschen Dampfer bleiben, statt sich einmal in Ruhe zu fragen, was sie mit ihren Aktionen tatsächlich bewirken.

Gegen den Strom zu schwimmen erfordert nicht nur deshalb Mut, weil es so wenige tun, es geht auch darum, sich selbst dabei zu begegnen und sich dem zu stellen, was man bisher dachte und getan hat. Sicher fällt es leichter, wenn man wie Jean-Michel Jarre, der „Exit“ mit Snowden produziert hat, das Kind einer Mutter ist, die der Resistance angehörte. Snowden kam von selbst zum Schluss, dass er nicht mehr so weitermachen kann und Medien Informationen über das in der Öffentlichkeit nicht bekannte Ausmaß an Überwachung zuspielen muß.

Wenn man sein Leben für die Wahrheit aufs Spiel setzt (wie er es getan hat), weiss man nicht, ob es sich „lohnt“ in dem Sinn, dass Veränderungen bewirkt werden. Es kommt auf die eigene Haltung an, die Jarre von seiner Mutter einst so erklärt bekam, dass man nicht schweigen kann. Viele Menschen haben den Eindruck, sich weit aus dem Fenster zu lehnen, weil sie gegen andere auftreten, etwa gerade im verlängerten österreichischen Bundespräsidentenwahlkampf, wo ein Kandidat der Grünen und einer der Blauen einander als Extreme gegenüber stehen. Dabei ist das nur das Party A vs. Party B und dann umgekehrt-Prinzip, das hier von David Icke erklärt wird.

Musikclip „Exit“

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