Schlagwort-Archive: Edith Tudor-Hart

Kritisches zur Bundespräsidentenwahl

Es sieht so aus, als würde Alexander van der Bellen noch einmal Bundespräsident werden wollen. Gerade wird eine Pressekonferenz für den 23. Mai 2022 angekündigt. Auch im Licht der Ereignisse seit 2016 sollten wir uns kritische Berichte aus dem Wahlkampf noch einmal ansehen. Doch weil es eine übergeordnete Agenda gibt, müssen wir diese ebenfalls berücksichtigen. Bereits im Wahlkampf wirkten einige Anhänger wie weggetreten, sodass ein Gespräch mit Robert Malone und Matthias Desmet über „mass formation“ sehr gut dazu passt. Ich habe mich damit immer wieder wegen C befasst, doch der Begriff beschreibt eigentlich Mechanismen des Totalitarismus. Echte Solidarität, die es nur zwischen Individuen gibt, wird durch Pseudo-Gruppensolidarität ersetzt, bei der keiner wirklich zählt. Auch das ist bei van der Bellen charakteristisch, und kanalisierte frei flottierende Ängste gibt es ebenfalls. Man denke nicht nur an C, sondern auch daran, dass van der Bellen einen zur Bedrohung aufgebauten Gegenkandidaten benötigte. Welch ein Zufall, dass in der Stichwahl nur Norbert Hofer von der FPÖ übrigblieb und der Wahlkampf dann extrem lange dauerte. Als van der Bellen seine Kandidatur im Jänner 2016 bekanntgab, fragte ich ihn unter anderem nach einer Aussage, dass Österreich eh bloss ein Zwergstaat sei und er für einen Staat Europa ist: warum kandidiert er dann überhaupt als österreichischer Bundespräsident?

Vielleicht ist es bezeichnend, dass es kein aktuelles Video, sondern nur Berichte zur Kandidatur gibt. Videos und Bilder von 2016 werde ich im Folgenden in den Analysen von damals verlinken, die man mit späteren Recherchen kombinieren muss. Im März 2016 wurde ein großes Personenkomitee für van der Bellen vorgestellt, das in bislang der SPÖ vorbehaltenen Kreisen wilderte. Wir erinnern uns ja, dass Andreas Khol von der ÖVP und Rudolf Hundstorfer von der SPÖ keine Chance hatten. Dies trug dann auch zum Rücktritt von Bundeskanzler Werner Faymann bei, dem Christian Kern nachfolgte. Nun wurde van der Bellen massiv von der SPÖ, aber auch von Oleg Deripaskas Geschäftspartner Hans Peter Haselsteiner unterstützt. Beim erwähnten Personenkomitee fällt unter anderem auf, dass Heinz Mayer dabei ist, den wir auch beim Antikorruptionsbegehren und in der Kanzlei Lansky finden. Ausserdem wird Renee Schröder damit zitiert, dass sie van der Bellen quasi gut zur Kandidatur zugeredet habe. Später leitete die Wissenschafterin die nahezu untätige Akademie der Liste Pilz, dessen Gründer aber alles im Alleingang entschied.

Er kandidiert

Der Wahlkampf 2016 warf mehrfach seine Schatten voraus, etwa indem er die Grünen fünf Millionen Euro kostete, welche die Partei dann bei vorverlegten Wahlen 2017 gut brauchen hätte können. Während 1992 der grüne Kandidat Robert Jungk besonders von Peter Pilz boykottiert wurde, erfreute sich van der Bellen der Unterstützung aller. Er wurde zum Objekt für Projektionen aufgebaut, was bei vielen verfing, womit wir wieder bei „mass formation“ (oberster Sowjet?) sind. Kritiker mögen nun einwenden, dass „Bello“ halt „ein Globalist“ sei, da er ja nicht nur gegen die Republik Österreich, sondern auch gegen „Obergrenzen“ bei Einwanderung ist. Doch wir müssen ihn richtig einordnen, wobei uns helfen kann, dass van der Bellen über Pilz zu den Grünen kam. Ausserdem nahmen er und Heinz Fischer Pilz 1985 gegen Spionagevorwürfe in Schutz. Zwar ist dies Spekulation, doch Pilz war Jungk vielleicht deswegen suspekt, weil er einmal für den CIA-Vorläufer Office of Strategic Services tätig war und Kontakt zum Widerstand gegen die Nazis hielt. Sein Deckname war „China“, was für „Junk“ (Dschunke) steht; Edith Tudor-Hart, die Cousine seiner Frau Ruth arbeitete für den KGB. Jungk engagierte sich mit Engelbert Broda in der Ostermarschbewegung, der viele Jahre später als russischer Atomspion enttarnt wurde; Brodas Bruder Christian war der Mentor von Heinz Fischer. Viele interessante Details findet man im Buch „Die Dunkelkammern der Edith Tudor-Hart“ von Peter Stephan Jungk, es gibt auch einen Film dazu.

Putin bei van der Bellen 2019

Videos können immer nur Teilaspekte abdecken, aber man kann sich ja auch durch den Kanal der Hofburg klicken. Vor der Wahl glaubten einige wirklich, dass van der Bellen ein Friedenspräsident wird; sie veranstalteten sogar eine Wanderung am Nationalfeiertag. 2016 standen Maria Vassilakou in Wien und Eva Glawischnig im Bund an der Spitze der Grünen; beide kamen einst über Peter Pilz und Glawischnig folgte van der Bellen nach. Die jetzige Justizministerin Alma Zadic wurde zuerst Abgeordnete bei Pilz und dann Regierungsmitglied bei den Grünen auf Wunsch van der Bellens. Ehe die Grünen 2017 fürs Erste aus dem Parlament flogen, hatten sie ein Büro am Rooseveltplatz in Wien-Alsergrund, wo dann Anwalt Leo Specht und sein Geschäftspartner Alfred Gusenbauer hinzogen. Im selben Haus wohnt Ludwig Adamovich, der zunächst Heinz Fischer beriet und dann zu van der Bellen wechselte. Angeblich soll Pilz ja „Aufdecker“ sein, doch er verschleierte Gusenbauers Verantwortung für den Eurofighter-Vergleich und die Unterwanderung des Verteidigungsministeriums durch den russischen Geheimdienst. Bei Lucona wiederum fügte es sich wunderbar, dass Heinz Fischer einst im Club 45 verkehrte und Gabriel Lansky Udo Prokschs Anwalt war.

Van der Bellen „gegen“ Putin

Nun mag es auf den ersten Blick wie Gegnerschaft zu Wladimir Putin wirken, doch zugleich ist „Bello“ wieder mit allem einverstanden. Teuerung und immer grössere Not vieler Menschen ist für ihn okay, weil er ja immer gegen die Bevölkerung auftritt bzw man ihn so dirigiert. Dies ist bei mit C verkauften Schikanen nicht anders und fand einen bizarren Höhepunkt, als er uns am Nationalfeiertag 2021 Impfen statt Neutralität nahebrachte. Genau fünf Jahre zuvor wanderten naive leichtgläubige Leute am 26. Oktober für van der Bellen, der für Österreich nur wenig übrig hat. Was Impfzwang betrifft, sollte man sich einmal diese Untersuchung von zahlreichen schweren „Nebenwirkungen“ zu Gemüte führen. Wenn plötzliche Kritik an Putin irritiert, muss man verstehen, dass es Geheimdienstnetzwerke auch über dessen Person hinaus gibt. Es kann durchaus sein, dass schon die Weichen für eine Zeit nach Putin gestellt werden. Auf jeden Fall gab es KGB-Seilschaften schon lange bevor Putin Präsident wurde. In Dresden in den 1980er Jahren kooperierte er unter anderem mit Martin Schlaff, der dann Gusenbauer und Kern förderte und mit Franz Vranitzky befreundet ist.

Friedenswanderung am 26.10.2016

Zum Narrativ gehört auch Ibizagate am 17. Mai 2019, das zu Rücktritten und Neuwahlen führte und die gegenwärtige Regierung erst ermöglichte. An der Ibiza-Falle war nicht nur Julian Hessenthaler beteiligt, der wegen Drogendelikten verurteilt wurde, sondern auch Anwalt Ramin Mirfakhrai. Der ehemalige Konzipient der Kanzlei Lansky wird von der Justiz mit Samthandschuhen angefasst, man hat noch nicht mal sein Handy ausgewertet. Doch Gabriel Lansky gehört zum russischen Netzwerk und ist auch mit Gusenbauer verbandelt; so gesehen passt dann wieder alles. Es ist jetzt ein Irrtum zu glauben, ein Gegenkandidat zu van der Bellen würde tatsächlich eine Alternative darstellen. Denn Gerald Grosz und ein kommender Bewerber aus den Reihen der FPÖ erfüllen nur die Funktion, ein Feindbild im Sinne der „mass formation“ anzubieten. Grosz hat nicht von ungefähr eine Plattform bei Wolfgang Fellner, der gerne Pilz-Gerüchte transportiert. Norbert Hofer war zeitweise in der Austrian Chinese Business Association des Gusenbauer-Hawerers Georg Zanger mit Beate Meinl-Reisinger und Christian Kern. Die FPÖ ging einst eine Partnerschaft mit der Putin-Partei „Einiges Russland“ ein. Am 19. Mai trafen der Schlaff-Mann Heinz Christian Strache und Johann Gudenus (siehe Österreichisch-russische Freundschaftsgeellschaft) bei Fellner aufeinander. Übrigens gehört van der Bellen auch zu den Gästen Rene Benkos und lässt sich von dessen Geschäftspartner Klemens Hallmann zum Klimagipfel in Wien einladen. Es ist immer noch der Verdacht im Raum, dass van der Bellen Ibiza-Vorwissen hatte, denn er wurde nicht einmal im Ibiza-U-Ausschuss befragt.

Diese Recherchen erfordern sehr viel Aufwand und sind in dieser Form einzigartig. Es ist immer notwendig, alles neu zu bewerten und weitere Puzzleteile zu einem sehr komplexen Bild hinzuzufügen. Davon profitiert jeder, der mit einzelnen Bereichen in Berührung gekommen ist oder der sich fragt, wie etwas einzuordnen ist. Als Grundlage für weitere Recherche, für parlamentarische Untersuchungen, für Ermittlungen der Justiz eignet es sich auch sehr gut. Es kommt oft darauf an, durch Zufall an eine mögliche Verbindung überhaupt mal zu denken, um sie und einiges mehr zu finden.

Jeder finanzielle Beitrag dazu ist herzlich willkommen:
Alexandra Bader, Erste Bank, AT 592011100032875894 BIC GIBAATWWXXX

Vielen Dank!

Für Inputs und Feedback etc. bin ich auch telefonisch erreichbar unter +43 (0)66499809540

….und was war dein Aufwach-Moment?

Vielleicht war noch nie so viel davon die Rede, dass die einen aufgewacht seien, andere aber immer noch alles glauben, was man ihnen vorsetzt. Es ist meist sehr interessant, Menschen zuzuhören, was für sie einschneidende Momente waren, durch die sie danach einen anderen Weg eingeschlagen haben. Doch man verleitet uns auch dazu, an falsches „Erwachen“ Hoffnungen zu knüpfen, nämlich wenn Aussteiger im Bereich Politik und Mainstream-Medien den Vorhang ein wenig lüften, damit wir hinter die Fassade blicken können. Zunächst fragt sich, ob sie wirklich komplett draussen sind und dann sieht man in der Regel, wie Kritik sofort wieder eingefangen wird. Ein Beispiel dafür ist ein langes Facebook-Posting des ehemaligen „Krone“-Mitarbeiters Thomas Schrems, der seinem Unmut über Hofberichterstattung Luft machte. Sofort wurde er vom „Falter“ interviewt, weil es zu einem Narrativ gegen Bundeskanzler Sebastian Kurz passte, das Erfahrungen mit anderen Politikern ausblendete.

Aufwach-Momente von Personen, die nicht aus den Bereichen Politik oder Medien kommen, gibt es im Video unten zu hören. Für eine Neuorientierung benötigt man Informationen, die jedoch nicht deswegen schon zuverlässig sind, weil sie nicht vom Mainstream stammen. Es spielt auch wenig Rolle für den herrschenden Diskurs, wenn sich Thesen verbreiten, die nicht an die hiesige Realität angekoppelt sind. Dies ist auch schade, weil viel an rebellischem Geist dadurch verloren geht, statt die Verhältnisse hier zu verändern. Es gibt aber auch kein Aufwachen und dann ist alles anders, sondern wenn man sich nicht manipulieren lassen will, muss man sich dies täglich neu erarbeiten. Natürlich kann man dabei einiges im Rückblick neu bewerten, was besonders spannend, aber auch schmerzhaft sein kann, wenn es um Politik und Medien geht.

Menschen schildern ihr Erwachen

….und was war dein Aufwach-Moment? weiterlesen

Ibiza und der Dritte Mann

Die Welt des „Dritten Mannes“ ist nicht mit dem Wien der Nachkriegszeit oder dem Ende des Kalten Kriegs verschwunden. Auch heute geht es um Spionage, Schwarzgeld, illegale Machenschaften, die in ein Geflecht an persönlichen Beziehungen eingebettet sind. Dies wird nicht zuletzt dann deutlich, wenn man versucht, die Tiefen von Ibizagate auszuloten. Eben wurde bekannt („natürlich“ aus dem Verschlussakt der Staatsanwaltschaft), dass der gestürzte FPÖ-Chef Heinz Christian Strache nach dem Ibizagate-Debakel unter anderem seinen ehemaligen Weggefährten Johann Gudenus von einem Detektiv observieren ließ. Als temporären Weggefährten kann man auch Peter Pilz bezeichnen, der Strache brauchte, um 2017 einen zweiten Eurofighter-U-Ausschuss auf Schiene zu bringen. Heute enthüllt Pilz mit seiner Plattform Zackzack unter anderem, dass sich Ex-FPÖ-Volksanwalt Peter FIchtenbauer 2013 über Geldsegen freuen konnte. Auch Fichtenbauer war nützlich, da er als Vorsitzender des Landesverteidigungsausschusses Druck auf Ex-Minister Norbert Darabos übersah und damit auch dessen Abschottung und Totalüberwachung duldete. 

Weil es bei nahezu jeder Person, deren Name in den Medien mal genannt wird, Abgründe und Hintergründe gibt, ist nicht so absurd, dass Strache am Ende an eine Verschwörung unter Beteiligung von Parteikollegen dachte. Das trifft zumindest auf seinen Ex-Bodyguard R. zu, der bekanntermaßen eher als Maulwurf zu bezeichnen wäre. Straches „Paranoia“ gibt wohl auch Nahrung, dass das Video nachbearbeitet wurde wegen schlechter Tonqualität, was nach diskreter Anbahnung so abgelaufen sein soll: „Die beiden Techniker sagten dann zu, dass der ‚falsche Detektiv‘ und sein technischer Helfer das Tonstudio haben können, solange sie es benötigen. Etwa Ende August 2017 kam dann mehrere Tage, jeweils zum Wochenende, ‚Alfred‘ als ‚Vertrauens-Techniker‘ des falschen Detektives und arbeitete direkt von seinem Datenträger bzw. dem USB-Stick, sodass keine Daten dieser Ibiza-Aufnahmen im Studio gespeichert worden sind.“ („Alfred“ ist ja ein guter Deckname 😉 Das klingt durchaus aufwändig, sodass sich Strache fragen wird, ob er denn wirklich gesagt hat, was man auf den bislang publiken sieben Minuten von sieben Stunden hören kann. Es ist nicht verwunderlich, dass sich auch meine User/innen in Kommentaren den Kopf darüber zerbrechen, worauf  dieses „Kompromat“ abzielte.

Die „Krone“ über Strache gegen Gudenus auf Twitter

 

Ibiza und der Dritte Mann weiterlesen