Schlagwort-Archive: Chelsea Clinton

Reden wir über Pressefreiheit!

Die Bundesregierung grenzt rechte Medien nicht aus und der ORF hat Social Media-Richtlinien veröffentlicht, die zu Objektivität bei privaten Tweets anhalten. Und schon sehen Mainstreamjournalisten sich selbst unter der Brücke oder in Haft wegen ihrer so notwendigen Meinungsäußerung und ihrer Recherchen. Die Verunsicherung ist so groß, dass nicht mehr von einer relativ einheitlichen Twitterblase die Rede sein kann, sondern plötzlich differenziert argumentiert wird, viele auch ihre Ängste ausdrücken. Dies zeigt, dass sich die Rahmenbedingungen ändern, was auch in Handlungen der türkisblauen Regierung zum Ausdruck kommt, etwa wenn Grenzsicherung als wichtige Aufgabe verstanden wird. Zugleich scheint der Mainstream zu kontern, indem die Deutungshoheit puncto Migration verteidigt wird, die dafür sorgte, dass illegale Einwanderung mit Flucht vermischt wird. Wenn Medien Kampagnen durchführen, hat es konkrete Auswirkungen, da auch andere Akteure wie die sogenannte Zivilgesellschaft dazugehörten und neue Realitäten geschaffen wurden mit einer Bevorzugung von „Flüchtlingen“ in vielen Bereichen. Diese sind von Flüchtlingen gemäß Genfer Flüchtlingskonvention und von legalen Einwanderern zu unterscheiden, auch wenn der kreierte Narrativ dies als „unmenschlich“ brandmarkt.

Am 27. Juni 2018 verteidigen Bundeskanzler Sebastian Kurz und Vizekanzler Heinz Christian Strache die ORF-Guidelines als Ausdruck der öffentlich-rechtlichen Verpflichtung zur Neutralität, wobei Kurz aber durchaus auch skeptisch ist. Mit Innenminister Herbert Kickl und Verteidigungsminister Mario Kunasek demonstrierten sie bei einer live übertragenen Pressekonferenz Einigkeit auch hinsichtlich einer Task Force, welche die Migrationsentwicklung beobachtet, zumal es laut Kurz zwar weniger, aber immer noch zuviel illegale Migration gibt. Die gestrige ProBorder-Übung von Bundesheer und Polizei an der steirischen Grenze in Spielfeld wird u.a. auf Twitter auch deshalb kritisiert, weil „ProBorder“ ein Slogan der Identitären war und diese seien ja bekanntlich rechtsextrem. Doch diese Zuschreibung ist, wenn man sich auch die Ermittlungen gegen Martin Sellner und Co. ansieht, selbst in einer Blase entstanden, an der Medien einen gewissen Anteil hatten. Guter Journalismus macht sich nicht mit einer Sache gemein und hört immer auch die andere Seite an, will Fakten herausfinden und darstellen, auch wenn der oder die Berichtende nicht mit diesen einverstanden ist. Und die einzelnen Akteure und -innen wissen, dass sie auch auf Twitter nicht rein privat unterwegs sind, sondern ihre Meinung als journalistisch und meinungsbildend verstanden wird.

Florian Klenk vom „Falter“ ist beunruhigt

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Hillary Clinton und die Lock Her Up-Forderungen

2016 wurden uns zwei Präsidentschaftskandidaten medial nahegelegt: Hillary Clinton in den USA und Alexander Van der Bellen in Österreich. Man verkaufte sie vor allem als Errungenschaft der Emanzipation und machte auch ihn zum Feministen, alles auch unter dem Label weltoffen und antirassistisch. Während Van der Bellen (erwartungsgemäss) gewonnen hat (nach wiederholter Stichwahl), schaffe es Clinton nicht, will aber bis heute nicht aufgeben. Wir wissen, dass man im Mainstream Kriege schönredet, sodass uns nicht wundern sollte, dass der Clinton Body Count, Korruption, Verbindung zu Drogenhandel usw. ausgeblendet wurden. Selbst wenn man sehr interessiert ist, sind einem meist nur Stichworte wie Whitewater, Mena (Drogen), der Tod von Berater Vince Foster 1993 (2016 so kaschiert) oder die Lewinsky-Affäre geläufig (diese durfte ja Schlagzeilen machen).  Wie Journalisten ticken, die dazu fähig sind, alles zuzudecken, sah man auch bei uns; schliesslich wird seit damals auf allen Kanälen heldenhafte Hillary vs. Macho Donald gespielt. Außerdem sahen sie auch bei Van der Bellen nicht so genau hin, der offensichtlich nur einer Agenda dient, der jedoch auch sie selbst ihre Brötchen verdanken. Umso heftiger werden dann immer jene Kandidaten attackiert, die es ernst meinen bzw. deren Anhängerinnen und Anhänger.

Im Netz machen Postings des anonymen Whistleblowers Q Furore, der in „Drop“ Nr. 854 ein Video über Hillary Clinton als „Nagel in vielen Särgen“ ankündigt. Angesichts der eingangs beschriebenen Propaganda braucht es jedoch viele, um Anliegen und Enthüllungen zu transportieren, da sonst alles verschwiegen wird oder kritische Stimmen eingeschüchtert werden:  „WE must work TOGETHER. WE are only as strong as your VOICE. YOU must organize and BE HEARD. THIS is why they keep you DIVIDED and in the DARK. WEAK. We are here to UNITE and provide TRUTH. Dark to LIGHT. EVIL surrounds us. WE are FIGHTING for you. Where we go one, we go ALL.“ Es geht um eine Politikerin, die am 9. November 2016 allen Ernstes twitterte: „To all the little girls watching…never doubt that you are valuable and powerful & deserving of every chance & opportunity in the world.“ Die wahre Hillary findet man in Dokumentationen wie der unten eingebundenen, in denen man sieht, dass sie und ihr Mann höchstes aus Versehen einmal etwas Korrektes getan haben. Im Wahljahr 2016 kamen dem Clinton Body Count Fünf weitere Namen in sechs Wochen hinzu; der Mainstream zeichnete sich durch Blackout aus, obwohl/weil es auch um Journalisten ging. Im verlinkten Video sieht man auch Hillarys Reaktion auf den Tod von Seth Rich, der Wikileaks Informationen über das Democratic National Committee gab.

Dokumentation über Korruption und Tod

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Globaler Widerstand gegen den Deep State

An der Aufregung über die deutschen Koalitionsverhandlungen merkt man, dass viele das Konzept des Deep State immer noch nicht verstehen. Hingegen meinen sie, die SPD habe CDU und CSU in die Knie gezwungen und kramen dafür auch Klischeevorstellungen von Sozialismus hervor. Man kommt weiter, wenn man die Entwicklung der SPD, aber auch der SPÖ mit den Demokraten in den USA in Verbindung bringt und nach Einfluss des Deep State fragt. Dieser wird z.B. dann sichtbar, wenn jedwede Begrenzung von Einwanderung abgelehnt wird oder wenn Außenminister Sigmar Gabriel keine Termine mehr wahrnimmt und ihn Nachfolger Martin Schulz z.B. bei der Münchner Sicherheitskonferenz vertreten soll (wenn er nicht verzichtet). Dass Schulz Soros/Deep State ist, erkläre ich hier auch aufgrund einer persönlichen Begegnung im Wahlkampf 2014, wo er beim Thema verdeckter Einfluss auf die Sozialdemokratie Panik bekam. Die Münchner Sicherheitskonferenz müssen wir auch deshalb beachten, weil dort versucht werden wird, den Narrativ gegen Russland zu verstärken. Da Präsident Trump Gegner des Deep State ist, soll Deutschland eine Führungsrolle in der NATO übernehmen.

Der Whistleblower Q postete jüngst einiges zum Bereich Big Pharma, was erwartungsgemäss viele dazu anregt, selbst zu recherchieren. Auf Twitter wird z.B. auf den Abschuss der malaysichen Boeing (Flug MH17) 2014 in der Ukraine hingewiesen, da 100 Personen an Bord waren, die an einer AIDS-Konferenz in Melbourne teilnehmen wollten. Es waren Top-Forscher, wie wir damals aus Medien erfahren konnten: „The researchers, health workers and activists were on their way to the International AIDS Conference in Melbourne. Among the victims planning to attend was Dutch national Joep Lange, a top AIDS researcher and former International AIDS Society president. Briton Glenn Thomas, a spokesperson for the World Health Organization and a former BBC journalist, was also on flight MH17.“ Da Massenmedien unter Deep State-Kontrolle sind, machte z.B. der „Spiegel“ auch sofort Wladimir Putin verantwortlich, wobei inzwischen diverse Anti-Trump-Titel alles toppen: „Wer ist verantwortlich für den Abschuss von MH17? Russland ganz sicher nicht, sagt Wladimir Putin. Der Präsident leidet an wahnhaftem Wirklichkeitsverlust – und mit ihm das ganze Land. Dagegen helfen auch keine Sanktionen.“ Nebenbei bemerkt ist es auch schlechter Journalismus vom Abschuss von „MH17“ zu sprechen, da es sich um die Flugnummer handelt und eine Boeing 777-200 der Malaysia Airlines gemeint ist.

QAnon  am 8.2.2018 zu Big Pharma

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USA: Die Methoden der Demokraten werden enthüllt

Es ist kein Wunder, dass der Mainstream uns weismachen will, Präsident Donald Trump wolle mit der Veröffentlichung des FISA-Memos von Zusammenarbeit mit Russland ablenken. Denn dieser Narrativ dient dazu, ihn unter Druck zu setzen und zu verschleiern, mit welchen Methoden Trumps Gegner arbeiten. Mit einem Dossier, das die Clinton-Kampagne über die Firma Fusion GPS beim ehemaligen britischen Agenten Christopher Steele bestellte, wurde Material fabriziert, das eine Überwachung Trumps rechtfertigen soll. Man fädelte dies seitens des Justizministeriums und des FBI so ein, dass Carter Page (der nie mit Trump sprach) und sein Umfeld belauscht werden, um gegen Trump vorgehen zu können. Der Foreign Intelligence Surveillance Act wird als Vorwand dafür verwendet, amerikanischen Staatsbürgern so auf die Pelle zu rücken, wie man es sonst nur bei Ausländern macht. Page arbeitete jedoch für das FBI und taucht in Unterlagen als „Male 1“ auf, lässt sich aber leicht identifizieren; er sollte für die Behörde russische Kontakte ausspionieren.  An der Herstellung des Steele-Dossiers war auch der alte Freund der Clintons Sidney Blumenthal beteiligt.

Dies bringt die Demokraten ebenso in Zugzwang wie das Verhalten ihres Abgeordneten Adam Schiff, der Vorsitzender des House Intelligence Committee ist und in dieser Eigenschaft die Veröffentlichung des FISA-Memo aus Sicherheitsgründen verhindern wollte. Denn Schiff fiel letztes Jahr auf zwei russische Comedians (Vovan und Lexus) herein, die ihm verrieten, dass Wladimir Putin Trump mit Nacktfotos erpresse, die ihn mit einem Model zeigten. Schiff beließ es nicht bei einem Telefonat, sondern war gierig auf die versprochenen Informationen und blieb mit den vermeintlichen Ukrainern in Kontakt.  Diese peinliche Aktion wird zwar in angloamerikanischen Medien erörtert, bleibt aber im deutschsprachigen Raum aussen vor. Wie man unten sehen kann, meinen viele, dass Schiff (für den es schon seit Tagen den Hashtag #FullOfSchiff gibt) dem Ansehen des Geheimdienstausschusses schadet und zurücktreten muss.

Schiff soll gehen (Twitter)

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Donald Trump, QAnon und der Deep State

In den USA und in Europa tauschen sich einige Menschen über die neuesten Postings des anonymen Whistleblowers Q aus und gehen internationalen Zusammenhängen nach. Wenn Q einen Einbruch des Dow Jones von (ausgerechnet?) 666 Punkten nach der Veröffentlichung des FISA-Memos anspricht, so weist dies auf Kurseinbrüche auch an der deutschen und der österreichischen Börse hin. Hat wieder einmal George Soros die Finger im Spiel, fragen manche und erinnern daran, dass er z.B. gegen das britische Pfund spekulierte. Fest steht, dass Soros Opposition jeder Art gegen Präsident Donald Trump unterstützt und auch jene Demokraten, die gegen Trump auftreten, mit ihm verbunden sind. QAnon ist manchmal klar, manchmal kryptisch, etwa wenn er die Bezeichnung „Dopey“ verwendet – es kann einer der nach den sieben Zwergen benannten Supercomputer der CIA sein oder der saudische Prinz Alwaleed oder Alexander Soros. Letzterer wurde, siehe eines der Userpostings hier, auf Reddit einmal so erwähnt: „Dopey Alex Soros wants to use daddy’s money to overthrow nationalistic countries.“

Interessanterweise sind sowohl Trumps „Dopey“ Alwaleed (wegen saudischem Geld für Clinton) als auch George Hoguet aus der Rothschild-Familie, auf die QAnon sich am 5. Februar bezieht, der Harward University verbunden. Wir finden z.B. gestiftete Lehrstühle:  Sarah Kennedy Bates (Graduate Student Affiliate; George Hoguet Fellow. PhD Candidate, Department of History, Harvard University) und Ousmane Kane (Faculty Associate. Prince Alwaleed Bin Talal Professor of Contemporary Islamic Religion and Society, Harvard Divinity School; Professor of Near Eastern Languages and Civilizations, Department of Near Eastern Languages and Civilizations, Harvard University).  Auch auf einer Real Estate-Seite werden beide erwähnt, was aber nicht bedeuten muss, dass sie sich kennen. Alexander Soros, der wie sein Vater politisch mitmischt, posierte beim WEF in Davos mit dem jordanischen König Abdallah. Aus US-Sicht sind QAnons kryptische Hinweise auf den eben verkauften Rothschild-Besitz in Österreich Gegenstand für wilde Spekulationen. Dabei kam die deutsche jüdische Familie Rothschild Anfang des 19. Jahrhunderts nach Österreich und erwarb schließlich Land und vor allem Wald in Niederösterreich. Sie war wirtschaftlich erfolgreich, wurde angefeindet und war sehr wohltätig mit bis heute hinterlassenen Spuren.

QAnon zu Rothschild und Österreich

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Was ist nur mit den Frauen los?

Selbst im Mainstream sind manche entsetzt über eine Demonstration, bei der das Kopftuch mit weiblicher Selbstbestimmung verbunden wurde. Dass dabei Frauen und Männer getrennt gehen sollten und „autonome Feministinnen“ sich leidenschaftlich unter dem Vorwand „Menschenrechte“ für archaische Traditionen enagieren, macht ebenfalls fassungslos. Ein Kopftuchverbot im öffentlichen Dienst als Neuerung ist zudem leider damit verbunden, dass die Weichen für ein dauerhaftes Bleiben von sogenannten Flüchtlingen via „Integrationsjahr“ gestellt werden sollen. Conny Bischofberger schreibt in der „Kronen Zeitung“ (7. 2. 2017):

„Hands off my Sister! – Hände weg von meiner Schwester, Herr Kurz! Wir sind hier! Wir sind laut! Weil man unsere Freiheit raubt! Die Freiheit, Interviews zu geben, hatten Teilnehmerinnen an der Burka-Demo vom vergangenen Samstag aber nicht.“ Die Journalistin muss immer an einen Mann mit Baseball-Kappe und Sonnenbrillen am Wiener Kohlmarkt denken, dessen Frau im Niqab „artig“neben ihm hertrippelt: „Mein Körper? Mein Recht auf Selbstbestimmung? Ich darf im Namen aller sagen: Wir sind verwirrt!° Dazu tragen Mainstreammedien allerdings sehr viel bei, weil sie zugleich ein wenig Kritik an vorgeschobenen Kopftuchfrauen üben und massiv gegen den amerikanischen Präsidenten agitieren und für die Einwanderung muslimischer Männer agitieren.

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Ihr wählt ein Gehirn und keine Vagina!

Die Schauspielerin Susan Sarandon ist zeitlebens eine engagierte Linke und bringt es auf den Punkt: sie wählt nicht mit ihrer Vagina. Auch Ted Noel, ein Arzt, der per Videoblog thematisiert, dass Hillary Clinton an Parkinson leiden könnte, spricht davon, dass die AmerikanerInnen sich für ein Gehirn, nicht aber für ein Geschlecht entscheiden. Was Parkinson betrifft, können PatientInnen nicht spontan reagieren, sodass Noel annimmt, dass Clinton ihr scheinbar neue Fragen beantwortet, von denen sie im Vorab aber informiert wurde. Der Mediziner empfiehlt, das Verhalten von Hillary Clinton und Donald Trump bei TV-Debatten zu vergleichen. Tatsächlich wirkt Trump immer authentisch und voll da, wie man auch zu dem stehen mag, was er von sich gibt.

Wenngleich sich Noel auf Gesundheitsaspekte konzentriert, weist er doch auf die bisherige rechte Hand Clintons Huma Abedin hin, die viele als „Sicherheitsrisiko“ betrachten. Abedins Verbindungen zur Muslim-Bruderschaft werden sowohl satirisch als auch ernsthaft erörtert, auch wenn sie mittlerweile nicht mehr an Clintons Seite zu sehen ist. Inzwischen macht die Vorstellung die Runde, dass Teile der „intelligence community“ einen „Coup“ gegen die Clintons durchführen, was auch erklärt, wer Wikileaks immer wieder Material zugespielt hat. Allerdings distanzieren sich Barack Obama und Joe Biden von Hillary Clinton, und Abedin, die für Hillary wie eine zweite Tochter ist, scheint den „campaign trail“ verlassen zu haben.

Klartext von Susan Sarandon

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Being Hillary Clinton

Nachdem Hillary Clinton eine Gedenkzeremonie am 11. September vorzeitig verlassen hat und auf dem Weg zum Auto zusammenbrach, blühen Spekulationen mehr denn je. Es heisst, sie leide unter Lungenentzündung und war der Hitze wegen dehydriert; doch sie soll nach neunzig Minuten Erholung im Appartement ihrer Tochter Chelsea wieder an die Öffentlichkeit getreten sein. Manche meinen, es habe sich um ein Double gehandelt und sie verweisen darauf, dass es seither nur ein Telefoninterview mit Anderson Cooper auf CNN gab.

Der Mainstream hält sich nicht bloss brav an die offizielle Version, es wird auch wieder einmal eifrig auf Donald Trump herumgehackt, etwa in „News“, dessen neueste Ausgabe per Newsletter so angekündigt wird: „Donald Trump. Die Chancen des wüsten Cholerikers steigen wieder. Ein Psychogramm.“ Auf der Titelseite prangt das Konterfei Trumps, und die weiteren Erklärungen im Newsletter sind: „Echt jetzt? Donald Trumps Chancen, der nächste Präsident der USA und damit der Herr über Atomwaffen zu werden, steigen wieder. Die Favoritin Hillary Clinton musste zugeben, dass sie an einer Lungenentzündung laboriert. Dazu kommt, dass in gut einer Woche das erste TV-Duell zwischen dem Republikaner und der Demokratin über die Bühne gehen wird und niemand weiß, ob Clintons Stab eine wirksame Strategie gefunden hat, wie sie die wüste Brachialrhetorik Trumps kontern kann.“ Der neue „Spiegel“ spricht hingegen auf seiner Titelseite von „Fünf Minuten vor Trump – Hillary Clintons Schwäche wird zur Gefahr für die Welt“.

In den USA war zu bemerken, dass nach Clintons Kollaps die Presse sofort die Sprachregelung von SprecherInnen der DemokratInnen (und von Clinton) übernahm und meinte, es gehe um „power through“, also darum, dass Clinton welchen körperlichen Zustand auch immer durchsteht, da die Wahl jetzt ins Finale geht. Es ist nicht überraschend und spiegelt jeen Bias pro Clinton und gegen Trump wider, den wir auch von „unserer“ Presse kennen. „Erlaubt ist nur perfekt“, so der Titel eines Artikels von Rieke Haverts in der „Zeit“, der mit diesen Worten zusammengefasst wird: „Hillary Clinton musste sich als Frau im US-Wahlkampf schon für alles rechtfertigen: die Haare! Das Make-up! Der Stil! Und jetzt noch krank! Wehe der, die Schwäche zeigt.“ Was, wenn es weniger die Schwäche ist als vielmehr die Unglaubwürdigkeit, denn wer kollabiert und steht dann gleich wieder winkend auf der Straße?

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