Soll Österreich in die NATO?

In den hitzigen Debatten zum Krieg in der Ukraine wird zweierlei übersehen: dass Deutschland, Österreich, Finnland, Schweden und die Schweiz eine unterschiedliche sicherheitspolitische Geschichte haben. Und dass es immer auch um asymmetrischen Krieg mittels Geheimdiensten geht, der längst überall präsent ist. Er wird jedoch weitgehend ignoriert, obwohl (weil?) man entsprechende russische Netzwerke zerschlagen kann; diese sind z.B .mit der „Presse“ verbunden. In Finnland scheint ein Beitritt zur NATO direkt bevorzustehen, aber man hat hier ja auch rund 1000 Kilometer Grenze zu Russland. Wladimir Putin und sein St. Petersburger Umfeld errichteten übrigens in Grenznähe eine abgeschirmte Siedlung luxuriöser Datschen. Es ist anzunehmen, dass Finnlands Entscheidung auch Auswirkungen auf Schweden hat und Befürwortern eines NATO-Beitritts in Österreich Auftrieb gibt.

Diese sind personell mit dem Antikorruptionsbegehren verbunden (das mit Reporter ohne Grenzen verknüpft ist) und mit dem Bundesheer, was jedoch einen Konnex zum Putin-Netzwerk nicht ausschliesst, das im asymmetrischen Krieg wichtig ist. Bei der Initiative „Unsere Sicherheit“ finden wir zum Beispiel Michael Ikrath von der Kanzlei Lansky, der als Abgeordneter dem Landesverteidigungsausschuss angehörte, oder Irmgard Griss, die für die NEOS im Parlament sass. Diese Partei wird bekanntlich von Hans Peter Haselsteiner unterstützt, einem Geschäftspartner des Oligarchen Oleg Deripaska. An Bord sind auch Christian Segur-Cabanac und sein Sohn Philipp (Leiter des Jagdkommandos) und Walter Feichtinger, der immer wieder von Medien zur Sicherheitspolitik interviewt wird. Für einen Touch von George Soros sorgen Anton Pelinka (dessen Neffe Niko einmal bei Lansky arbeitete), Rainer Münz und Gerald Knaus. Ausserdem ist Ex-Verteidigungsminister Friedhelm Frischenschlager an Bord, der den NEOS Wahlhilfe leistete und für ein reines Berufsheer eintritt und einst mit Haselsteiner im Parlament sass. Der ehemalige österreichische Botschafter in Moskau Emil Brix wiederum empfing 2017 den damaligen Innenminister Wolfgang Sobotka, als dieser auch Jan Marsalek von Wirecard traf, der auch Connections zu Schüssel und Kern hat.

Finnland und die NATO

Im Juni 2020 floh Marsalek mithilfe des Putin-Netzwerks in Österreich nach Moskau, wo er seither unter der Obhut des FSB lebt. Bei „Unsere Sicherheit“ finden wir auch die Beraterin von zuerst Sebastian Kurz und dann Alexander Schallenberg bzw. Karl Nehammer Antonella Mei-Pochtler. Ebenfalls Putin-Netzwerk sind Robert Misik und Rudi Fussi, die mit Alfred Gusenbauer und Christian Kern verbunden sind. Es klingt wie ein schlechter Scherz, wenn „Unsere Sicherheit“ eine offen unter Beteiligung der Bürger:innen diskutierte neue Sicherheitsdoktrin fordert. Denn die jetzige wurde erst vor wenigen Jahren (nach der Wehrpflicht-Volksbefragung) beschlossen und nennt sich Sicherheitsstrategie. Zuvor gab es eine Doktrin mit der Option eines Beitritts zur NATO, die auf die Kappe der Regierung von Wolfgang Schüssel geht. Freilich gehören auch Schüssel und einige seiner Mitstreiter zum Putin-Netzwerk, sodass sich fragt, was hier wirklich gespielt wurde. Deutschland und Österreich sind nur begrenzt vergleichbar, wenn es um Sicherheit geht, obwohl die Kontakte zwischen Bundeswehr und Bundesheer intensiv sind. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es in Deutschland vergeblich Proteste gegen eine Aufnahme in die NATO; vielen wäre Neutralität lieber gewesen. Österreich bezahlte für Neutralität (also auch keine fremden Truppen mehr im Land) den hohen Preis dass auch die Amerikaner uns wehrlos haben wollten. Dies führte letztlich dazu, dass sich russische Agenten, Oligarchen und Mafia wie zuhause fühlen können, während mit seinem Leben spielt, wer ihnen und ihren Einflussoperationen entgegentritt.

Guttenberg bei Gusenbauer und Co.

Bundeswehr und Bundesheer wurden aber gerade in den letzten Jahren abgewirtschaftet, was auch mit Ministern und Ministerinnen in Verbindung gebracht wird. Aus diesem Grund sehen wir oben Karl Theodor zu Guttenberg, der die Wehrpflicht aussetzte und später für Wirecard lobbyierte. Er wird immer wieder zu den Atos-Gipfelgesprächen eingeladen, die mit dem russischen Netzwerk verbandelt sind. Dort trifft er u.a. Alfred Gusenbauer, Landeshauptmann Peter Kaiser, den Präsidenten der Österreichisch-Aserbaidschanischen Handelskammer Gerald Gerstbauer und dessen Geschäftspartner Gabriel Lansky. Nur alte weisse Männer können glauben, dass Landesverteidigung (erst) durch (vermeintlich) eigenständiges Agieren von Frauen im Ministerium unterminiert wird und dies nicht ohnehin so beabsichtigt war. „Unsere Sicherheit“ erinnert an das Personenkomitee „Unser Heer“ zur Wehrpflicht-Volksbefragung, dem Frischenschlager und Pelinka angehörten. Zunächst managte es Stefan Sengl, der jetzt die PR für das Antikorruptionsbegehren übernahm. Sein Partner bei der Skills Group ist Anwalt Michael Pilz, der Konzipient bei Gabriel Lansky und Georg Zanger war. Skills ist wie das Land Kärnten, der Flughafen Wien (mit Lanskys Schwager Julian Jäger), die ÖBB oder Treuhand Partner Austria (Prüfer von Wirecard CEE in Graz, der Commerzialbank Mattersburg und ihres Mehrheitseigentümers; grösster Kunde ist Signa) Mitglied in Zangers Austrian Chinese Business Association.

Klaudia Tanner und Robert Brieger

Weil Ministerin Tanner aus Niederösterreich stammt, sei erwähnt, dass Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner mit Gerald Gerstbauer und ÖBB-Chef Andreas Matthä befreundet ist; Matthä ist wie Christian Kern, Peter Kaiser und Übergangskanzlerin Brigitte Bierlein im Kuratorium der ACBA. Wenn der Putin-treue „Wochenblick“ wegen der Ministerinnen Karoline Edtstadler und Klaudia Tanner in Schnappatmung verfällt, muss man nüchtern feststellen, dass schon lange über die von Edtstadler angesprochene EU-Armee geredet wird. Bei Tanner geht es um ein Abkommen mit den USA, die an den Fähigkeiten unserer Gebirgsjäger interessiert sind und diese bereits 2020 unter die Lupe nahmen. Oberflächlich betrachtet sieht dies nach einer Orientierung an der NATO aus, doch zugleich trifft die nüchterne Bemerkung britischer Diplomaten zu, dass „unser“ Verteidigungsministerium praktisch eine Abteilung des russischen Militärgeheimdienstes GRU ist. Auf die Frage, wer wirklich regiert, wird man bei diesem Ressort gleich dreifach gestossen. Denn der Minister oder die Ministerin hat das Weisungsrecht im Ressort wie Kollegen in anderen Ministerien, er/sie ist aber auch Befehlshaber/in des Bundesheers und bekommt von der Regierung die Verfügungsgewalt über das Heer übertragen. Als Gusenbauer 2007 Kanzler wurde, hiess der neue Minister Norbert Darabos, wollte aber kein Handlanger Putins sein, sodass man ihn abschottete, überwachte, bedrohte. Als Gusenbauer letzten Sommer für besondere Verdienste um den KGB um die Sozialdemokratie ausgezeichnet wurde, waren mit Heinz Fischer, Werner Faymann, Hans Niessl und eben Gusenbauer Politiker versammelt, für die Darabos erfolgreich wahlkämpfte und die ihn verraten haben. Erwähnt man das Kapern der Landesverteidigung, erntet man in der Regel eisiges Schweigen, wie ich es etwa bei Frischenschlager vor der Wehrpflicht-Befragung oder bei Ikrath jüngst bei einer Diskussion erlebte. An der Auszeichnung Gusenbauers wirkte übrigens Mikls Stellvertreter Franz Schnabl mit, der wie Gusenbauer, Niessl und andere an der Einbürgerung der Jumaschews auf Wunsch von Putin und Deripaska beteiligt war.

Gusenbauer wird geehrt

Walentin Jumaschew und Tatjana Dyachenko gehörten zu Putins Königsmachern und heirateten, nachdem Tatjanas Vater Boris Jelzin Putin gewichen war. Wenn wir jetzt noch mal an dem Auftritt Guttenbergs siehe weiter oben denken, fällt auf, wer nicht nur in diesem Fall nicht eingeladen wird: der ehemalige Verteidigungsminister Darabos, der übrigens für das bestehende Wehrsystem war, bei dem die Miliz mit dem Grundwehrdienst zusammenhängt, dies aber nicht vertreten „durfte“. Als Darabos formal Ressortchef war, „spielte“ Kabinettschef Stefan Kammerhofer illegal für fremde Interessen Minister. Kammerhofer wurde vom Abwehramt nie sicherheitsüberprüft, das eigentlich den wirklichen Minister schützen hätte müssen. Über Christian Kern wurde er als Belohnung für Landesverrat schliesslich Abteilungsleiter ohne Arbeit bei den ÖBB, was er bis heute ist. Wenn nun einige in NATO-Fantasien schwelgen oder mehr Geld fürs Heer fordern, wollen sie nicht wahrhaben, dass alles durch das Versagen des Heeres beim Eigenschutz auf den Kopf gestellt ist. Dieser Zustand kann den USA kaum entgangen sein, wird aber offenbar in Kauf genommen. Allein das spricht schon gegen einen Beitritt zur NATO, die uns dann ja keinerlei (versprochenen) Schutz bietet. Doch gesamt gesehen wäre aus NATO-Perspektive die Mitgliedschaft von Putins Brückenkopf Österreich so ähnlich wie die Wiedervereinigung mit der DDR für die Bundesrepublik Deutschland.

Finnland und die NATO

„Unsere“ NATO-Fans kommen übrigens bei Puls 4 zu Wort, das zu ProSiebenSat.Eins gehört, wo praktischer Weise eine von ihnen, nämlich Antonella Mei-Pochtler im Aufsichtrat sitzt. „Immerhin“ ist mit Robert Brieger nun der bisherige Generalstabschef des Bundesheers Vorsitzender des EU-Militärausschusses. Erst 2011 wurde einem breiteren Publikum bekannt, dass es die Funktion eines Generalstabschefs überhaupt gibt. Damals wurde Edmund Entacher über die illegale „Befehlskette“ via Kammerhofer abberufen. Er wandte sich an eine Berufungskommission im Bundeskanzleramt, die kritisierte, dass es nur eine Handvoll tatsächlicher Ministerweisungen (mit Unterschrift von Darabos) pro Jahr gibt, doch es änderte sich nicht das Geringste. Eine der ungeheuer seltenen Weisungen 2007 beauftragte den Präsidenten der Finanzprokuratur Wolfgang Peschorn mit Verhandlungen mit Eurofighter und wurde von Darabos nie widerrufen, aber von Kammerhofer für Gusenbauer widerrechtlich ausgehebelt. Als es 2017 einen neuerlichen Eurofighter-U-Ausschuss gab, war der jetzige Leiter der Plandemiekoordination GECKO Rudolf Striedinger Chef des Abwehramts. Er durfte jedoch nicht mitbekommen, dass die Rolle Gusenbauers auf Kosten von Darabos verschleiert wurde und der damalige Minister Hans Peter Doskozil Airbus für Putin attackierte. Eher skurril ist bei „Unsere Sicherheit“ übrigens, dass mit Thomas Riegler ein Geheimdienstexperte mitmacht, der offenbar noch nie von asymmetrischem Krieg laut russischer Militärdoktrin gehört hat. „Unser Lebensmodell“, das sie bedroht sehen, gerät aber durch gezielte Destabilisierung unter Druck, also durch asymmetrische Kriegsführung. Ausserdem scheinen sie unter „unserem Lebensmodell“ zu verstehen, dass in Gefahr gerät, wer sich dem Putin-Netzwerk widersetzt. „Unser Heer“ hatte 2012/13 übrigens einen scheinbaren Gegner mit „Einsatz für Österreich“ mit Erwin Hameseder von Raiffeisen (Stellvertreter Gusenbauers im Strabag-Aufsichtsrat).

Diese Recherchen erfordern sehr viel Aufwand und sind in dieser Form einzigartig. Es ist immer notwendig, alles neu zu bewerten und weitere Puzzleteile zu einem sehr komplexen Bild hinzuzufügen. Davon profitiert jeder, der mit einzelnen Bereichen in Berührung gekommen ist oder der sich fragt, wie etwas einzuordnen ist. Als Grundlage für weitere Recherche, für parlamentarische Untersuchungen, für Ermittlungen der Justiz eignet es sich auch sehr gut. Es kommt oft darauf an, durch Zufall an eine mögliche Verbindung überhaupt mal zu denken, um sie und einiges mehr zu finden.

Jeder finanzielle Beitrag dazu ist herzlich willkommen:
Alexandra Bader, Erste Bank, AT 592011100032875894 BIC GIBAATWWXXX

Vielen Dank!

Für Inputs und Feedback etc. bin ich auch telefonisch erreichbar unter +43 (0)66499809540

7 Kommentare zu „Soll Österreich in die NATO?

  1. Vielen Dank Frau Bader für ihre wertvollen Artikel! Sie tragen mit ihrer sachlich-unaufgeregten Art viel zur Auflösung von Manipulation, Schwarz-Weiß-Denkmustern und emotionalen Blockaden bei, welche sich in der Gesellschaft zu verfestigen drohen. Ich hoffe ich kann durch das Teilen und Weiterverbreiten ihrer Artikel eine größere Bevölkerungsmasse erreichen, damit endlich ein geistiger Ruck durch die Gesellschaft geht. Viele meiner Bekannten sind jedenfalls positiv überwältigt und aktivieren ihre grauen Zellen. Sie sollten sich auch selbst öfter ins Rampenlicht stellen und auf Kundgebungen erscheinen, wenn es ihnen möglich ist!

    Den Spagat zwischen NATO-Vasall und Putinsprungbrett bringt man in der Form glaub ich auch nur bei uns zusammen haha

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    1. Danke sehr!!! Es ist nicht so, dass die Veranstalter von – inzwischen eher geschrumpften – Protesten mich reden lassen wollen. Sie folgen den gängigen Narrativen, das merke ich, wenn sie etwas zum Krieg in der Ukraine sagen. Es ist zunächst schwer, Manipulation zu erkennen, sich dann auch einzugestehen, dass man davor nicht gefeit ist. Das werden viele scheuen, sodass meine Recherchen für diejenigen wichtig sind, die imstande sind, Glaubenssätze in Frage zu stellen, Verbindungen zu erkennen, Details zu betrachten, bis sie wirklich Sinn ergeben.

      Das hilft auch, wenn man sich fragt, was eigentlich der ganze Hype um C brachte. Gerade las ich, dass 3 G nun auch bei der Einreise nach Österreich fallen. Und wer zieht jetzt wen für alles zur Verantwortung? Was ist mit den Kosten, auch in menschlicher und sozialer Hinsicht? Es werden immer noch C-Strafen eingetrieben, etwa von Demos etc. Sie kennen sicher den von Noam Chomsky geprägten Begriff Manufacturing Consent. Man kann ihn auf das Verkaufen von C (oder Kriegen….) via Mainstream anwenden. Es gibt aber auch Manufacturing Dissent, so dass dieser die Agenda nicht behindert, sondern eingefangen wird. Genau dies passiert mit C-Protesten und allgemein Protestpotenzial.

      Vor zwei Jahren hätte man auch so reagieren können, dass man aufzeigt, wie sich Politik verhalten hätte müssen, was andere tun hätten müssen. Dazu braucht man aber eine Vorstellung von Normalität. So drifteten die einen mit gekaperter Politik mit (die jetzt quasi unverhüllt gekapert erschien und mit grösstem Ernst Unsinn verkündete) und die anderen kreierten eine Parallelwelt. In dieser wurde zunächst an die Politik appelliert, und wir sollten uns alle liebhaben, es wurden endlos Experten zitiert. Inzwischen gibt es neue Parteien, diverse Initiativen und eine Szene, die man mobilisieren kann. Es klingt zunächst gut, aber es würde sehr lange dauern, bis genug Einfluss im System erreicht würde. Deshalb war ich immer dafür, jene Normalität einzufordern, die im Grunde für Souveränität steht, also bestehende Akteure auf den Prüfstand zu stellen und ins Visier zu nehmen. Das würde bedeuten, dass bei einigen der Gesichtsverlust so gross ist, dass sie abtreten und andere nicht mehr diese Agenda umsetzen könnten.

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      1. Das womöglich entscheidende Hindernis zu einer Rückkehr „normaler“ Verhältnisse sind die wirtschaftlichen Verflechtungen mit dem verlogenen Pandemienarrativ. In den mehr als zwei Jahren sind millionenfach Abhängigkeiten entstanden, aus denen der einzelne Mensch nicht ohne große persönliche Verluste ausscheren kann.

        Es ist womöglich ein Schöpfungsprinzip, dass alles wuchert, einem Baume gleich, der immer mehr Zweige treibt. Alles verästelt sich und wächst, auch das Schädliche, sobald es Raum fassen kann. Oben wird die Richtung vorgegeben, alles darunter muss mit. Der Fisch stinkt vom Kopfe her, eine platte Weisheit!

        Der bedrängte Mensch jedoch ist findig. Die Schwachen ducken sich und laufen mit, die Schöpferischen machen Geschäfte. Erinnert Euch, wie 2020 zum Beispiel sogleich Masken geschneidert und verkauft wurden! Als ich dies wahrnahm, befiel mich das Grauen. Damals begann das, was Hans Hermann Hoppe „The run to the bottom“ nennt. Der Wettbewerb um Vorteile, das Ringen um persönliche und wirtschaftliche Dominanz, gleich in welche Richtung. Mangels Weitsicht (extreme Arbeitsteilung, Wohlstandsverblödung) oder moralischer Verkommenheit werden die Folgen des eigenen Handelns nicht beachtet. Man sehe sich die zahllosen Unternehmerpleiten an, vor allem in Gastronomie und Hotellerie. So brav haben sie alle selbstzerstörerischen Vorschriften mitgemacht. Von der Spritze will ich erst gar nicht sprechen.

        Mittlerweile dürfte die Mehrheit durch das C.-Regime kompromittiert sein, gleich ob aktiv (in unternehmerischer Teilhabe) oder passiv (als Empfänger von sog. Unterstützungszahlungen), so dass ein Ausstieg aus dem Untergangsszenario schon allein aus psychischer Befangenheit unmöglich wird. Mit anderen Worten: die Gesellschaft hat sich auf der sinkenden Titanic eingerichtet und trachtet blind und taub danach, es sich wirtschaftlich und leiblich gutgehen zu lassen.

        Ich stelle diese Betrachtungen mit Grausen an. Hatte das von Anfang an erkannt, furchtbar gelitten, bis hin zu gewissen schwarzen Gedanken. Mittlerweile habe ich mich abgefunden, dennoch hoffend, es möge sich meine düstere Vision nicht bewahrheiten.

        Irgendwo las ich folgenden Satz auf: GOTT SCHREIBT AUCH AUF UNGERADEN ZEILEN GERADE.

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      2. Es ist leider auch so, dass der Unmut sofort gekapert wurde, damit unterging, dass vor allem ganz normale Menschen protestierten. Und damit sich diese auch nicht wirkungsvoll selbst organisieren. Dabei war hilfreich, dass sie in der Regel nicht gewohnt waren, öffentlich zu reden, sich in irgendeiner Weise politisch Öffentlichkeit zu verschaffen, dass sie bestimmt auch zunächst unsicher waren und ihre Wahrnehmungen einordnen wollten. So aber hatten diejenigen erst recht Raum, die absurden Thesen auch schon vor 2020 Geltung verschaffen oder schlicht Geschäfte machen wollten. Die haben auch kein Problem damit, etwas öffentlich zu sagen, für das sie wohl angefeindet werden. Das vollkommen Normale, das mir auf Demos begegnete, wird natürlich weitgehend ignoriert. Es liest sich dann z.B. so:

        https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Ballweg

        Link auch deshalb, weil das neu ist:

        https://apolut.net/im-gespraech-michael-ballweg/

        Hier hat Netzpolitik recherchiert, wie es mit Verdienen an Protesten, Reichsbürgern und Co. aussieht:

        https://netzpolitik.org/2020/pandemie-leugner-die-spur-des-geldes/

        Natürlich wird so auch berechtigte C-Kritik getroffen, doch man sieht, dass sehr wohl recherchiert werden kann, was Briefkastenfirmen bedeuten und diese in einen Kontext stellen. Das jedoch ist im Mainstream tabu, wenn es um das russische Netzwerk geht (wobei sich auch fragt, wem das Instrumentalisieren von Protest nützt), und findet „alternativ“ ohnehin nicht statt.

        Das vom Protest gezeichnete Bild erinnert an den „Mittelalterfilter“ in Filmen und Dokus, wo nie die Sonne scheint, alles grau und schmutzig sein muss und Wahrheit nur eine untergeordnete Rolle spielt:

        Man kann bei Geschichtsfenster vieles sehen, bei dem sich sofort Parallelen aufdrängen…

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  2. Eben entdeckt: Anton Pelinka 2012 gegen die Wehrpflicht, weil der Präsenzdienst „aus einer Zeit stammt, die es nicht mehr gibt, nämlich dem Kalten Krieg“:

    Es gibt noch den Youtube-Kanal von „Unser Heer“ 😉

    Anton Pelinkas Bruder Peter (dessen Sohn mit Eveline Steinberger kooperiert) moderiert bei W24 (wo man SPÖ-nahe die üblichen Narrative pflegt).

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