Wie erkennt man Täuschung im Krieg?

Wenn man heute Sun Tzu liest, scheint einiges immer noch anwendbar, zugleich aber haben sich die Bedingungen für Krieg geändert. Dass lange andauernde Kämpfe die Armee des Angreifers auslaugen und die Kenntnis des Terrains erforderlich ist, kann wohl jeder bei Sun Tzu nachvollziehen. Doch zugleich scheinen Informationen überall präsent und es gibt mehrere Ebenen der Kriegsführung und keine Trennung zwischen der Front mit dem Generälen und dem Herrscher zuhause. Es ist eine Binsenweisheit, dass wir uns jetzt auch in einem Informationskrieg befinden, den man auch daran erkennt, dass Russland und der Westen das Internet jeweils abschotten wollen. Es wird deutlich, wie stark bei uns etablierte Narrative sind; zuletzt wurde eines bei C geschaffen mit Lagern, die einander scheinbar unversöhnlich gegenüberstehen. Es gibt jedoch auch von einer Seite komplett vernachlässigte US-Interventionen, während die andere Wladimir Putin idealisiert und ihn manchmal zum Kämpfer gegen den Great Reset stilisiert.

Die Kundgebungen des vergangenen Wochenendes werden gerne aus der Ferne kommentiert, statt unmittelbar wahrzunehmen, dass es keine homogenen Massen gibt. Am 11. März gab es eine linke Manifestation gegen C-Massnahmen, auch mit Verweis auf unsere Neutralität; tags darauf eine C-Kundgebung plus Demo. Dabei warb tatsächlich jemand um Verständnis für Putins Vorgangsweise, doch dies kann man nicht allen umhängen. Am 13. März gab es schliesslich hintereinander und an unterschiedlichen Orten eine Kundgebung vor allem von Ukrainern in Wien und dann eine der Friedensbewegung, deren Positionen direkt Betroffene nicht unbedingt teilen. Es wird versucht, uns als fünfte Kolonne zu gewinnen, getreu Sun Tzus Ausführungen über Spione im analogen Zeitalter. Man kann aber wachsam sein und Punkte miteinander verbinden, wie ich es schon lange getan habe. Ehe „die Pandemie“ vor zwei Jahren ausgerufen wurde, befasste ich mich mit Putins Netzwerk in Österreich – das unterscheidet mich von vielen Heuchlern, die jetzt von „Ich bin geimpft“ auf „Ich bin Ukraine“ umgesattelt haben.

Friedenskundgebung in Wien

Der russische Schriftsteller Alexander Estis lebt in der Schweiz ärgert sich in einem via Facebook auf Deutsch verbreiteten Artikel über den Gratismut so vieler, die jetzt enthemmt sind gegenüber der russischen Bevölkerung, der sie vom Sofa aus Widerstand in einem Regime abverlangen. Die Schnittmenge ist gross zwischen „Ich mache alles, was mit dem Argument C von mir verlangt wird und zwinge auch andere dazu“ und „Ich kämpfe gegen Putin, indem ich Wodka boykottiere und andere frieren lasse“. Auf besonders dumme Weise bringt dies Christian Ortner auf den Punkt, der immer wieder Gastkommentare in der „Wiener Zeitung“ schreibt und jetzt alle C-Demonstranten attackiert, die ja „für einen Mörder“ auf die Strasse gingen. Er fiel dadurch auf, dass er das russische Denkmal am Schwarzenbergplatz entfernen lassen wollte ungeachtet dessen historischer Bedeutung. Zugleich fiel er nicht damit auf, dass er sich je mit den Netzwerk von KGB – Oligarchen – Mafia befasst hätte, das auch bei uns einflussreich ist. Die Vorstellung mag vielen absurd erscheinen, dass der Mainstream Putin deckt, statt alles aufzudecken, was man enthüllen kann. Doch die ARD und die Sendung „Kontraste“ sind viel präziser als „unsere Medien“, wenn es darum geht, wie Oleg Deripaska von der EU geschützt wird und am Krieg verdient, was sehr viel mit Österreich zu tun hat.

Mit Beitrag über Deripaska

Nicht nur Journalisten ereifern sich jetzt über Deripaska, wollten aber nie so genau wissen, wie er in der hiesigen Szene verankert ist und was dies für das KGB-Netzwerk bedeutet, das Putin installierte. Auch Rudi Fussi kriegt sich auf Twitter (hier eines seiner Postings) kaum mehr ein, übersieht dabei aber grosszügig, wie nahe er über Alfred Gusenbauer, Christian Kern und Hans Peter Doskozil diesem Netzwerk steht. Zur Ehrenrettung der Politik sei gesagt, dass sich der neue Gesundheitsminister Johannes Rauch im ORF für Sanktionen gegen Deripaska ausspricht. SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner wurde jedoch genau danach nicht im ORF gefragt, obwohl sie den Deripaska-Mann Gusenbauer vor wenigen Monaten noch für vermeintliche Verdienste um die Sozialdemokratie auszeichnete. Wenn eine Horrormeldung die nächste jagt, erschöpft uns dies irgendwann psychisch und wir können uns kaum auf ein Buch mit einer Fülle an Fakten konzentrieren. Dennoch ist „Putins Netzwerk“ von Catherine Belton zu empfehlen, weil hier dessen Werdegang ungeschminkt nachgezeichnet wird. In der Doku „Putin’s Way“ kommt auch einiges vor, so dass sie eine Alternative und Ergänzung zu anstrengender und anregender Lektüre darstellt

Dokumentation über Putin

Menschen, die sich vom Mainstream abwenden, glauben oft an gute Kräfte im Hintergrund, die sie manchmal als White Hats bezeichnen und denen sie als Infokrieger bei einer Sting Operation dienen wollen. Man kann dieser Tage tatsächlich angegriffen werden, wenn man auf einen Mainstream-Artikel verweist – nicht indem man ihn gedankenlos teilt, sondern weil er zu eigenen intensiven Recherchen passt. Wer sich aber so gerne scheinbar vertraut mit der Vorgangsweise von Geheimdiensten gibt, übersieht dabei, dass vor allem öffentlich verfügbare Informationen bewertet und in den richtigen Kontext gestellt werden. Dabei muss man Information von Desinformation unterscheiden bzw. unbeabsichtigt in Desinformationen gegebene Infos herausfiltern. Ausserdem spielt ideologische Subversion eine Rolle, die einst Yuri Bezmenov beschrieben hat. Wenn zum Beispiel Oliver Stone mit den Dokumentationen Ukraine on Fire und Revealing Ukraine klar die Putin-Linie vertritt; können wir daraus Einsichten gewinnen, die uns in Österreich bei der Beurteilung der Lage helfen. Nicht von ungefähr lobbyierte Gusenbauer (übrigens mit Donald Trumps späterem Wahlkampfmanager Paul Manafort) für den 2014 gestürzten Präsidenten Viktor Janukowitsch.

Ken Jebsen zur Ukraine

Geopolitik ist etwas Unbarmherziges, wo man selten auf gute oder auch bloss gemässigte Akteure trifft. Man hat wenig Verständnis, wenn man jetzt meint, dass die NATO doch recht beharrlich ukrainische Forderungen zurückweist, die zu einem Krieg zwischen Russland und der NATO führen können. Es ist auch nicht die NATO, die jetzt die Ukraine militärisch angegriffen hat und was Kleptokraten betrifft, gibt es sie vor und nach 2014. Ken Jebsen ist einer von vielen, die bei YouTube gesperrt wurden, was dann aber auch kritische Auseinandersetzung erschwert. Er kommt aber vor, wenn ihn andere interviewen und meint allen Ernstes, wie sollten uns nicht mit Putin befassen; dieser sei ja nicht unser Vater. Das bedeutet, dass er überhaupt nichts mit uns zu tun hat und damit auch sein Netzwerk nicht existiert, und man könnte auch den Spiess umdrehen und sagen, dass halt einige Menschen Putin als Vaterfigur brauchten. Wer dennoch insistiert, dass man Putins Werdegang nicht ausblenden kann, läuft dann Gefahr, von anderen an den Rand gedrängt zu werden. Weil einige Details dem Mainstream zu entnehmen sind, unterstellen viele, dass eh alles Lüge sei („siehe C“) oder dass eh alles schon gesagt ist. Doch in Medien werden von Ausnahmen abgesehen wesentliche Zusammenhänge nicht hergestellt, die dann dich wieder mit uns in Verbindung stehen. Ein Video mit Christopher Steele werden einige mit grösster Skepsis sehen, war er doch für den MI6 in Moskau stationiert und wurde für die Kampagne von Hillary Clinton gegen Donald Trump engagiert. Natürlich ist er nicht in jeder Frage aufrichtig, aber sollten wir dann nicht auch Putin misstrauen?

Gespräch mit Christopher Steele

Vertieft man sich in Details, wird rasch klar, dass sowohl Republikaner als auch Demokraten Verbindung zu Russland haben und dass sich beider Seilschaften berühren. Ein Beispiel ist der Unterstützer der Demokraten Tony Podesta, der mit Manafort und Gusenbauer für die Ukraine lobbyierte und später von der Sberbank engagiert wurde; sein Bruder John leitete Clintons Wahlkampf. Nicht ins gängige Bild passt der frühere Labour-Chef Jeremy Corbyn, der immer vor Putin und Oligarchen in der City of London warnte, aber anders als z.B. diverse Tories als Putin-Versteher geframed wurde (bei Oligarchen geht es auch um Israel). Ein wichtiger Faktor bei Manipulation sind Handlanger des Putin-Netzwerkes, die wie Peter Pilz als dessen Gegner auftreten. Er fungierte aber zum Beispiel im Eurofighter-U-Ausschuss als verlängerter Arm Gusenbauers, dessen Verantwortung für den Eurofighter-Vergleich vertuscht werden musste. Gerade dies ist jetzt wieder aktuell, weil über das Bundesheer und auch die Luftraumüberwachung diskutiert wird. Dabei wird grosszügig übersehen, dass die Landesverteidigung längst unterwandert und infiltriert ist und sich jetzt Offiziere mit Gratismut aufplustern.

Karl Nehammer

Wir werden dazu gedrängt, anderen freundlich oder unfreundlich zu begegnen entlang von konstruierten Trennlinien wie C oder Ukraine; stets wird Gehorsam gegenüber vorgeschobenen Regierenden gefordert. Immer werden andere ausgegrenzt, was dazu führt, nicht gemeinsam gegen eine Regierung aufzustehen, die nicht unsere Interessen vertritt. Das nennt sich Nudging und macht uns zu Infokriegern gegen uns selbst, wenn wir nicht aufpassen. Es hilft, Fakten zu recherchieren und einzuordnen, etwa wenn Kanzler Karl Nehammer jetzt Michael Takacs als Flüchtlingskoordinator bestellt. Zunächst fällt auf, dass er Vizekabinettschef bei Innenminister Gerhard Karner ist; wie zu erwarten war er 2015/16 für den damaligen Flüchtlingskoordinator Christian Konrad tätig. Dieser wiederum gehört zum Netzwerk von KGB – Oligarchen – Mafia, was man nicht nur beim Verkauf von Raiffeisen-Anteilen an der Strabag an Deripaska 2007 erkennen konnte. Es gibt auch einen Verein Menschen.würde.Österreich (früher Österreich hilfsbereit) im Bereich Refugees Welcome mit Konrad und Ferdinand Maier (ebenfalls von Raiffeisen). Hier kommt Martin Schlaff als Sponsor ins Spiel, der mit Putin Embargo-Deals abwickelte und Tarnfirmen gründete; er wird bei Catherine Belton öfters erwähnt. Das hehre Engagement von anderen mit Konrad und Co. erscheint in einem anderen Licht, wenn wir an Destabilisierung denken. Was, wenn Refugees Welcome 2015/16, Plandemie, Inflation, Teuerung, Welcome 2022 zusammenhängen und kapitalistische Staaten ruiniert werden sollen – cui bono?

PS: Weil ich mich seit Jahren mit solchen Hintergründen befasse, wird mir sehr zugesetzt. Natürlich kommt man Drahtziehern im Hintergrund erst allmählich nahe, weil sie über vorgeschickte Handlanger agieren. Diese Drahtzieher haben bei uns noch völlig freie Hand, sodass sie einem auch alles antun können und dann gedeckt werden. Auf diese Weise habe ich meine Wohnung und alles andere verloren, ich wurde arm gemacht und niedergehalten. Immer wieder stehen Tage an, an denen ich nicht mehr weiterweiss. Ich schreibe auch deshalb, weil mir die Netzwerke um Gusenbauer nicht auch noch meinen Geist rauben sollen; dies wurde dann dazu, dass ich diese Netzwerke enttarne. Ich freue mich daher über eure Unterstützung und den Austausch mit euch und bin unter 066499809540 erreichbar. Weil „Zusetzen“ wie gesagt auch bedeutet, mich ökonomisch zu treffen, bedanke ich mich auch für eure finanzielle Unterstützung unter Alexandra Bader, Erste Bank, AT 592011100032875894 BIC GIBAATWWXXX vielen Dank!

2 Kommentare zu „Wie erkennt man Täuschung im Krieg?

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