Keinen Bock auf Annalena Baerbock

Ist Kritik an der grünen Kandidatin Annalena Baerbock sexistisch, wo es doch um Plagiate, geschönten Lebenslauf und weit mehr geht? Sie hatte noch nicht viele politische Funktionen, stand aber einmal an der Spitze des grünen Landesverbandes Brandenburg. Dort veruntreute Schatzmeister Christian Goetjes von 2009 bis 2011 mehr als 270.000 Euro, ohne dass es Baerbock aufgefallen wäre. Er investierte diese Summen in Prostituierte aus Bulgarien, sodass der Verdacht naheliegt, dass er sich als Zuhälter betätigte, auch wenn er danach behauptete, er habe diese Frauen retten wollen. Baerbock bekam erst etwas mit, als Goetjes mit 40.000 Euro abtauchte, will aber ihrer Verantwortung als Vorsitzende nachgekommmen sein. 2012 sagte eine Zeugin aus, dass Goetjes ein Escort-Service mit sechs Frauen über das Internet betrieben hatte. Bei einem Prozess wurde er zu einer Haftstrafe verurteilt; zuerst gab es Meldungen wie diese: „Schock in Brandenburg – Grüner Schatzmeister veruntreute 200.000 Euro“, von Anfang Mai 2011; man sei bisher von 40.000 Euro ausgegangen.

Je mehr man (frau) sich gar nicht einmal besonders intensiv mit Baerbock befasst, desto weniger bleibt von ihrer PR-Fassade übrig. Diese wird von den „Lobby Boys“ kreiert, ihrem Ehemann Daniel Holefleisch, der nach Jobs bei den Grünen bei DHL Kontakte zur Politik checkt und Michael Scharfschwerdt, der für Joschka Fischers Lobbyingagentur tätig war und jetzt Baerbocks Kampagne leitet. In ihrem eben präsentierten Buch „Jetzt. Wie wir unser Land erneuern“ gibt es mehrere Textpassagen, die von anderen Autoren übernommen wurden, ohne dies entsprechend zu kennzeichnen; dies widerfuhr selbst einem Gastkommentar ihres Parteikollegen Jürgen Trittin in der „Frankfurter Rundschau“. Es ist sicher kein Zufall, dass es darin um Außenpolitik ging, also um das Verhältnis zu den USA und zu Russland; manche meinen, Robert Habeck wäre diesbezüglich noch schlimmer als Baerbock.

Screenshot vom „Handelsblatt

Was Brandenburg betrifft, musste Christian Goetjes für den grössten Teil der veruntreuten Gelder nicht einmal einen Verwendungszweck erfinden, so lax waren die Kontrollmechanismen der Grünen. Es ist bezeichnend, dass viele Frauen eine „Provokation“ von Männern durch Baerbock sehen wollen, bloss weil sie als Kanzlerkandidatin gilt. Der Tweet unten ist von der Bundesfrauengeschäftsführerin der SPÖ Ruth Manninger, die auf scheinbar gerechtfertigte Kritik an der Kritik hinweist. Allerdings ist bei den Genossinnen ähnlich viel im Argen wie bei den Grünen, was echte Emanzipation anlangt. Bei Baerbock fällt auf, wie sie auf den Vorwurf reagiert, keinerlei Regierungserfahrung nicht wenigstens auf Landesebene vorweisen zu können. Denn sie kommt damit, dass sie früher im Sport aktiv war, wo auch manch einer dann auf die Trainerseite wechselt. Freilich macht sie den Eindruck eiber von den „Lobby Boys“ trainierten Sportlerin, die Vorgaben erfüllen soll.

Baerbock als Opfer?

Aus der Perspektive einer schreibenden ehemaligen Grünen, die sich auch aus dem Stegreif verbal gut ausdrücken kann, empfinde ich Baerbock als gekünstelt. Es erinnert mit männlichen „Trainern“ und einem manchmal fast kindlichen Auftreten sogar ein wenig an Greta Thunberg. Und das sicher zu Recht, weil der inszenierte Greta-Hype Wegbereiter für die Wiederkehr der Grünen in Österreich und jetzt für Baerbocks Kandidatur war. Es ist irritierend, dass sie immer wieder falsche Begriffe verwendet (legendär ist „Kobold“ statt Kobalt), ohne dass man es als Versprecher abtun kann; sie korrigiert sich nicht und es kommt auch zu häufig vor. In einer Partei kann man sich nicht bei allem im Detail auskennen, das man kommentiert; auf der sicheren Seite ist man aber nur, wenn man sich mit einem Thema befasst hat. Bei all den Frauen, die uns als politische Vorbilder präsentiert werden, fehlt meist der Eindruck, dass da eine wirklich einmal weiss, wovon sie redet. Als besondere Pointe wird Plagiatsjäger Stefan Weber jetzt vorgeworfen, sich an einer Rufmordkampagne zu beteiligen, doch die Grünen haben ihn auch schon selbst beauftragt. Dieser Tweet erinnert an eine Bundestagsdebatte über Ex-Verteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg, der jüngst als Wirecard-Lobbyist Schlagzeilen machte und einen Event in Kärnten mit Ex-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer besuchte, der für ehemals (?) kommunistische Staaten lobbyiert.

Vor zehn Jahren im Bundestag

Auch interessant für das Rekonstruieren von Netzwerken ist, dass Joschka Fischers Consulting-Firma für Rene Benko tätig war, der mit Markus Braun über gemeinsame Medienprojekte kommunizierte. Eben war Arnold Schwarzenegger in Wien bei einem von ihm initiierten Klimagipfel, der u.a. von Benkos Geschäftspartner Klemens Hallmann gesponsert wird; Schwarzenegger logiert in Benkos Park Hyatt Hotel. An Schwarzeneggers Projekt beteiligt sich neben Greta Thunberg die ehemalige grüne Abgeordnete Monika Langthaler, die wie Baerbock an der London School of Economics studierte und vor der EU-Volksabstimmung 1994 ein Papier zur Sicherheitspolitik präsentierte, das sie kaum selbst geschrieben haben kann. Natürlich streut der grüne Vizekanzler Werner Kogler Annalena Baerbock Rosen; sein Schwager Ronny Pecik machte Geschäfte mit Benko und mit dem Oligarchen Viktor Vekselberg und fädelte den Verkauf der Telekom Austria an Carlos Slim ein. Die Grünen verkaufen sich in Österreich nicht nur als Klimaretter, sondern auch als vermeintlich sauber und politisch integer.

Baerbock in Brandenburg

Baerbock ist mittelbar daran beteiligt, den gewählten Spitzenkandidaten im Saarland Hubert Ulrich zu mobben, weil er keine Frau ist. Die bisherige Landesvorsitzende Tina Schöpfer wollte auch auf Platz Eins, fiel jedoch in drei Wahlgängen durch. Boris Reitschuster weist gerade darauf hin, dass Bücher wie jenes von Baerbock oft per se Etikettenschwindel sind, weil sie von einem Ghostwriter verfasst wurden. Es gibt schon auch beides, denn einige Politiker stehen dazu, dass sie nicht selbst schreiben, sondern mit einem Autor zusammenarbeiten. Zum Beispiel Ex-Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, der mit Alexander Purger von den „Salzburger Nachrichten“ kooperierte oder der frühere Vizekanzler Reinhold Mitterlehner, der sein Buch mit Baraba Toth vom „Falter“ herausgab. Für Ex-Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil schrieb Margareta Kopeinig vom „Kurier“ das Buch „Sicherheit neu denken“. Auch solche Projekte können mit Selbsterhöhung zu tun haben, aber man kennt wenigstens den Autor; bei Baerbock sieht es schlicht nach Hochstaplerei aus. Es passt dazu, dass sie zu den Young Global Leaders des World Economic Forum gehört, denn das wird man nicht für eigenständiges Denken. Und so jemand verspricht in einer Stahlhütte „Planungssicherheit bei klimaneutraler Produktion“ – weiss sie überhaupt, wovon sie redet?

Was soll man dazu sagen?

Nicht von ungefähr werden Grüne mit Ökodiktatur in Verbindung gebracht, für deren Durchsetzung „Corona-Massnahmen“ wie eine Vorstufe wirken. Man merkt bei Vertreterinnen der Grünen, dass sie keine Ahnung haben, aber hinter jeder Überschwemmung eine Klimakatastrophe wittern. Es entsteht der Eindruck, dass sie begeistert auf jeden Zug aufspringen, den jemand ins Rollen gebracht hat. Jede „Krise“ ist eine gute Gelegenheit für Selbsterhöhung und Selbstüberschätzung, wie man zuletzt auch bei Corona feststellen konnte. Es gibt da auch keine Entscheidung, bei etwas nicht mitzumachen, weil dies gar nicht vorgesehen ist. Der Eindruck, dass keine(r) von denen überhaupt noch denkt, mag im Einzelfall auch täuschen, weil wir nicht wissen, wem in Wirklichkeit unwohl ist oder wer keine Chance hat, weil er Bedenken artikuliert, was ja nicht öffentlich werden muss. Annalena passt jedenfalls gut zu Werner, der gerne so tut, als würde er „die grösste Krise seit dem Zweiten Weltkrieg“ bewältigen. Es ist klar, dass die Vorstellung von einer schwarz-grünen Koalition für viele in Deutschland mit Blick auf Österreich nichts ist, wofür sie sich begeistern können.

Von Werner Koglers Facebook-Seite

Die Grünen sind aus K-Gruppen und aus rechten bis sehr rechten Umweltschützern entstanden; die meisten Leute waren aber schlicht davon motiviert, etwas zu verbessern, sich selbst zu engagieren. Übrig bleiben sollten aber nur jene, die sich instrumentalisieren liessen oder die bewusst in die Grünen geschickt wurden, um dort Karriere zu machen. Wer wird jetzt noch realisieren, dass er oder sie sich für einen neuen Versuch Realsozialismus stark macht beim Zettelverteilen? Die Grünen wurden 2020 ohne jede Diskussion auf Corona-Linie gebracht, indem Christian Drosten bei der Bundestagsfraktion eingeladen war. Sein Missbrauch des PCR-Verfahrens ist zwar in der Öffentlichkeit bekannt, darf aber die „eigene“ Linie der Grünen (auch in Österreich) nicht in Frage stellen. Wenn Menschen nicht deswegen in politische Spitzenpositionen gelangen, weil sie notwendige Erfahrung mitbringen, sondern weil sie leicht lenkbar sind, wird Politik selbst zu einem Plagiat. Dieses Buch erscheint dann zwar unter Namen wie Annalena Baerbock, Werner Kogler, Sebastian Kurz, Angela Merkel, es wurde aber von Kräften im Hintergrund geschrieben. Wenn jemand etwas bewirken will, werden Personen vorgeschickt, die alles sabotieren und ihn selbst diffamieren sollen.

Kein Kommentar

PS: Weil ich mich seit Jahren mit solchen Hintergründen befasse, wird mir sehr zugesetzt. Ich freue mich daher über eure Unterstützung und den Austausch mit euch und bin unter 066499809540 erreichbar. Weil „Zusetzen“ auch bedeutet, mich zu treffen, bedanke ich mich auch für eure finanzielle Unterstützung unter Alexandra Bader, Erste Bank, AT 592011100032875894 BIC GIBAATWWXXX vielen Dank!

10 Kommentare zu „Keinen Bock auf Annalena Baerbock

    1. Es ist ihr wohl nicht bewusst, aber sie ist nicht die Einzige, die etwas erzählt und dann hat ihr Verhalten nicht das geringste mit ihrer angeblichen politischen Moral zu tun.

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  1. Ich zitiere: „Ein Hausbesuch ist angesagt, um die verbliebenen Tassen im Schrank dieser Frau zu zählen.“
    Viele können es nicht mehr sein.
    Ein Vergleich wie so dumm wie Schifferscheiße, wie es in Norddeutschland heißt, wäre eine Beleidigung dieses Exkrements.
    98,5 Prozent der ausgesuchten Parteigenossen haben sie gewählt, das sagt viel über diese Glaubensgemeinschaft aus.
    Niemand hat die Absicht…

    Gefällt 4 Personen

    1. Um sich nicht zu viel zu ärgern, ist es ratsam die Hintergründe und Zusammenhänge von Parteiorganisationen sich anzusehen, wie es Alexandra macht. Übrigens ist die Präsentation mit kurzen Videoausschnitten zu angesprochenen Themen hervorragend, da es einen schönen Überlick gibt. Danke Dir, Alexandra.

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      1. Danke 😉 nicht zu viel ärgern ist das Stichwort; man konzentriert sich dann weniger auf eine Person, sondern sieht sich auch das Umfeld an. Es kann gut sein, dass die Idee mit der Kanzlerkandidatin eher von diesem kommt. Dazu dann ein präsentabler Lebenslauf und schliesslich ein Buch..wäre Baerbock z.B. damit aufgefallen, dass sie sich für ein bestimmtes Projekt einsetzt, bei einem Thema wirklich kompetent ist, wäre all das nicht notwendig gewesen. Übrigens sieht sich laut Exxpress.at Stefan Weber jetzt auch das angebliche Studium an der London School of Economics genauer an. Vielleicht gibt es ja auch so etwas mit gekauften Titeln wie in den USA herauskam? Erinnere mich an die Debatte auch über das Studium von Jill Biden. Wenn ich das richtig im Kopf behalten habe, studierte Soros an der London School of Economics (aber wirklich).

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  2. Baerbock = Hochstablerin. IQ knapp über 75. Juristisch bräuchte sie eigentlich einen Betreuer. Alle Grünen, haben wahrscheinlich nur einen zweistelligen IQ. Selbstreflexion und Denken sehr eingeschränkt.

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    1. Wenn Sie es so sehen, halten Sie den Grünen nur einen Spiegel hin. Es hat nichts mit Intelligenz zu tun, instrumentalisiert zu werden, wie man auch bei Corona sieht. Wer einer Gruppe angehört, passt sich immer in gewisser Weise an- das driftet bei vielen natürlich dazu ab, über nichts mehr nachzudenken, was andere vorgeben.

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  3. Ich bin froh, daß die GrünInnen Baerbock ausgesucht haben. damit haben sie sich ein Eigentor geschossen, denn sie wirkt auf mich ( und vielleicht auf andere auch) wie ein dreistes dickes Mädel, das nur wegen der Frauenquote hochgeschwemmt wurde und ansonsten wenig drauf hat.
    Ein Glück, daß Habeck es NICHT geschafft hat, der hätte den Grünen sicher viele Stimmen eingebracht. Baerbock bringt ihnen Verluste und das passt mir weil ich keinen Bock auf die linksgrüne Weltregierung und Batteriesondermüllautos und Geldblähung und ihren Impf-Zwangskommunismus habe.

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