War Ibizagate ein türkisgrüner Coup?

Stellen wir uns einmal vor, Norbert Hofer wäre Bundespräsident geworden, die FPÖ verpasst dann aber den Einzug ins Parlament. Ein Video mit Szenen einer peinlichen b’soffenen G’schicht des grünen Vizekanzlers Werner Kogler taucht auf und es gibt von Hofer Kalendereinträge, wie sie jetzt von Alexander van der Bellen bekannt werden. Die Empörung wäre ähnlich gross, wie sie es am Abend des 17. Mai 2019 wegen der Ibiza-Aufnahmen mit FPÖ-Vizekanzler Heinz Christian Strache war. Nun ist sicher auch Ressentiment im Spiel, wenn die FPÖ einen Auszug aus Van der Bellens Terminkalender veröffentlicht. Man darf es jedoch nicht darauf reduzieren, denn es hat immer politische Dimension, wenn mit unlauteren Mitteln gekämpft wird.

Es macht durchaus Sinn, immer wieder „Was wäre, wenn….“ zu denken, nur dass man sich damit nicht selbst runterziehen soll. Denn es gibt Kräfte im Hintergrund – die FPÖ „wagt“ es, von Tiefem Staat zu sprechen – die Personen als ihre Werkzeuge pushen, während sie anderen jeden erdenklichen Prügel vor die Füsse werfen und vor Charaktermord und Erpressung nicht zurückschrecken. Die FPÖ kreierte den Hashtag #TuEsFuerMich basierend auf einer SMS von Finanzminister Gernot Blümel an ÖBAG-Chef Thomas Schmid, der 2017 Kabinettschef im Finanzministerium war. Einige verwendeten diesen Hashtag, aber um die FPÖ zu verspotten, er darf nicht trenden; nun posten viele zu #OeVPKrise. Dabei gäbe es ohne das Verhalten von Van der Bellen und Kurz nach Ibizagate nicht diese Regierung, ein „Was wäre, wenn…“ ist also mehr als berechtigt.

Brandstätter bei Fellner

Erstaunen löst bei einigen aus, dass sich Bundeskanzler Sebastian Kurz der Korruptionsstaatsanwaltschaft als Zeuge für Blümel angeboten hat. Eher schon wäre das bei einer sehr engen privaten Verbindung zu erwarten, umso mehr, als dass Kurz, der die Justiz immer wieder kritisiert hat, unter dem Verdacht steht, vor dem U-Ausschuss falsch ausgesagt zu haben, es auch eine Anzeige dazu gibt. Von daher ist verständlich, dass auch Helmut Brandstätter von den NEOS darauf hinweist, der die Kritik der FPÖ an Van der Bellen lächerlich findet; wir wissen ja, dass Hans Peter Haselsteiner seine Kampagne unterstützte und Hofer attackierte. Man kann sich alles auf der Webseite tuesfuermich.at selbst ansehen und meine Darstellung des Sachverhalts lesen. Man muss Brandstätter aber danach fragen, warum er noch als Herausgeber des „Kurier“ falsche Zeugenaussagen beim Eurofighter-U-Ausschuss etwa von Ex-Kanzler Alfred Gusenbauer unterstützte. Oder warum die Zeitung zur Plattform für Drohungen des Ex-Abgeordneten Peter Pilz gegen Ex-Minister Norbert Darabos wurde, der als Bauernopfer für Gusenbauer beim Eurofighter-Vergleich diente. Hängt das vielleicht damit zusammen, dass der „Kurier“-Aufsichtsratsvorsitzende Erwin Hameseder von Raiffeisen Stellvertreter des Strabag-AR-Vorsitzenden Alfred Gusenbauer ist? Der ÖVP wirft Brandstätter jetzt u.a. das Spendenkeilen für das Projekt Ballhausplatz vor, ist aber dafür, dass die Regierung mit international tätigen Unternehmen redet. Nun trifft dies auf viele Sponsoren der „Neuen ÖVP“ ja durchaus zu, aber was meint er wirklich – dass es in Ordnung ist, wie die NEOS von Haselsteiner gefördert zu werden, der mit dem Oligarchen Oleg Deripaska kooperiert? Oder ist Kohle von Markus Braun von Wirecard für die NEOS gut, für die ÖVP jedoch verwerflich? Ist es falsch, wenn Braun Kurz‘ Think Tank „Think Austria“ angehörte, aber richtig, dass Ex-Kanzler Christian Kern mit ihm auftrat und die ÖBB mit Wirecard verband? 

Nina Tomaselli 

Brandstätter muss auch ausblenden, dass er wie Kurz, Gusenbauer und viele andere gerne Gast bei Rene Benko war, der sich anders als die falsche Oligarchin wirklich an der „Kronen Zeitung“ (und am „Kurier“) beteiligte. Für Brandstätter darf es keine Rolle spielen, dass nicht nur Grüne bzw. Pilz den Eurofighter-U-Ausschuss manipulierten, sondern auch die NEOS. Auch Nina Tomaselli, Vertreterin der Grünen im Ibiza-U-Ausschuss, ist im Wegsehen geübt, denn auch bei Ibiza wird alles ignoriert, das nicht zum gewünschten Narrativ passt. Die Grünen wären ohne Ibiza nicht im Parlament, was man nicht als blosses Schicksal betrachten kann, weil Pilz ja als Folge seiner Rolle als Gusenbauer-Lakai bei den Eurofightern gegen die „eigene“ Partei kandidierte. Van der Bellen wurde bei der Bundespräsidentenwahl mit Eigenschaften versehen, die er nie hatte; seine Anhänger wirkten teilweise geradezu verklärt. Vor Tricksereien wurde nicht zurückgescheut, wie wir am scheinbar spontanen Frau Getrude-Video erkennen konnten. Es war schlicht Gehirnwäsche, die in Anwesenheit des dadurch auch gewählten Präsidenten mit einem Werbepreis ausgezeichnet wurde. Etliche Babyelefanten später wollen einige immer noch, dass Van der Bellen sakrosankt ist, der keinen Pfifferling auf unsere Grundrechte gibt. 

Natascha Strobl

In welcher Scheinwelt wir leben sollen, macht das angeblich kritische Moment Magazin mit Natascha Strobl deutlich, die auch Corona-Fanatikerin ist, da sie Zero Covid unterstützt. Man kann sie auch als kommunistische Agitatorin bezeichnen, da sie hinter jeder Ecke einen Nazi vermutet und jeden diffamiert, der jemandem ein Dorn im Auge ist. Wer z.B. die Methoden des Wahlhelfers von Alfred Gusenbauer, Christian Kern und der NEOS, Tal Silberstein kritisierte, wurde von ihr sofort als Antisemit gebrandmarkt, was auch von den Netzwerken ablenken sollte, zu denen nicht nur er gehört. Lenin würde Strobl vielleicht als nützliche Idiotin bezeichnen, weil ihr nicht auffällt, dass die „Neue ÖVP“ sehr viel mit der CDU/CSU gemeinsam hat, die viele mit der SED vergleichen. Strobl war Sprecherin des Verbandes Sozialistischer StudentInnen und wird im Umfeld der SPÖ (und von ORF etc.) engagiert; bezeichnender Weise will auch sie nicht wahrhaben, dass sie ähnliche Aussagen wie oben auch über die SPÖ treffen kann. Denn um zu verschleiern, dass Darabos überwacht, abgeschottet, bedroht wurde und wird, vernichtete man auch im Verteidigungsministerium Akten, darunter auch die (natürlich entlarvenden) Minister-Terminkalender. Gusenbauers Hintermänner „regierten“ über einen skrupellosen Kabinettschef, der stolz behauptete, jetzt sei er der Minister; übrigens war auch der jetzige Leiter der Sektion Öffentlicher Dienst bei Vizekanzler Werner Kogler, Christian Kemperle (als Leiter der Sektion I im BMLV) wie viele andere am Landesverrat beteiligt. Auch Tal Silberstein kommt ins Spiel, denn er „beriet“ die SPÖ im nie ernstgemeinten „Sozialfighter statt Eurofighter“-Wahlkampf, den Darabos dann ausbaden musste.

Christian Hafenecker

Wie zu erwarten legte Herbert Kickl nach, der am 23. Februar 2021 eine Pressekonferenz gab und auch die Reaktionen auf seinen Kollegen Christian Hafenecker kommentierte. Kickl wies darauf hin, dass das Parlament vom Bundespräsidenten nur Rechenschaft verlangen kann, indem es ihn in einen U-Ausschuss vorlädt. Er gab einen Teil der Fragen preis, die ihm seine Fraktion dort stellen würde, zum Beispiel, wann und von wem er erstmals von dem erfahren hatte, was am 17. Mai 2019 als Ibiza-Bombe platzte. Dies auch konkret in Form von Ausschnitten aus einem Video, welche „Süddeutsche Zeitung“ und „Spiegel“ veröffentlichen werden, natürlich wann und von wem. Unverständlich ist Kickl, warum sich Van der Bellen nicht mit Strache in Verbindung setzte und warum es am 16. Mai ein Treffen mit Außenstehenden gab. Dabei waren neben der damaligen Kabinettsdirektorin Andrea Mayer, die heute Staatssekretärin bei Werner Kogler ist, auch Lothar Lockl und Martin Radjaby aus dem einstigen Kampagnenteam van der Bellens. Bei einer staatspolitisch gefährlichen Situation ziehe der Bundespräsident Externe bei, kritisiert Kickl; ob Lockl und Radjaby denn überhaupt sicherheitsüberprüft seien?! Auffällig ist, dass alle etwas wurden: Josef Mussil von der Van der Bellen-Kampagne, dem Julian H. Wochen vor dem 17. Mai 2019 Ausschnitte aus dem Video zeigte, ist jetzt im Kabinett von Werner Kogler. Mayer ist Staatssekretärin, Lockl ORF-Stiftungsrat und Geschäftspartner der ÖBAG und Radjaby wird im Zuge der Umstrukturierung des ORF einen Posten als Direktor bekommen.

Pressekonferenz von Kickl

Klar ist, dass es auch Kalendereinträge zu Van der Bellens plötzlich notwendigen ORF-Auftritten gab und der Rundfunk aufwändige Berichterstattung nach dem Platzen der Bombe lieferte. Am 18. Mai 2019 war es auch durchaus erwünscht, dass sich ein paar tausend Menschen auf dem Ballhausplatz versammelten; wie anders war es doch, als Türkisgrün Corona ausgerufen hatte. Die Grünen verwendeten ihre Fotos vom 18. Mai, um sich mit Sprüchen wie „Saubere Umwelt – Saubere Politik“ zu inszenieren. Dabei vergaßen sie ganz ihr Korruptionspaket mit der Manipulation des Eurofighter-Ausschusses u.a. mit einem „plötzlich“ nach zehn Jahren in einem regelmäßig geleerten Schrank entdeckten Vergleichsentwurf (die WKSTA deckt die Grünen nach wie vor). Kickl erinnert daran, dass Van der Bellens Einträge auch ihn selbst betreffen und dass der Präsident nur dahingehend aktiv wurde, die Koalition zu beenden. Wenn wir uns den Wikipedia-Eintrag zur Ibiza-Affäre ansehen, haben wir die Eckdaten wieder parat; Kickl weist darauf hin, dass Van der Bellen in großer Hast die FPÖ-Minister durch Beamte ersetzte, diese aber angelobte, ohne dass die notwendige parlamentarische Mehrheit sichergestellt wurde. Am 27. Mai wurde dieser Regierung Kurz das Misstrauen ausgesprochen, was besonders die alten Verbündeten Doskozil und Pilz vorantrieben. Van der Bellen blieb der historischen Sitzung fern, weil er Greta Thunberg empfing, die beim wesentlich von Klemens Hallmann, einem Geschäftspartner Benkos, finanzierten Klimagipfel Arnold Schwarzeneggers in Wien war. Als es darum ging, eine Expertenregierung zu ernennen, blieben die ÖVP-Kabinette bestehen, und mit Brigitte Bierlein wurde ein Kuratoriumsmitglied der Austrian Chinese Business Association Kanzlerin.

Hafenecker bei Fellner

Kickl erinnert daran, dass Van der Bellen ursprünglich Andreas Pilsl als Innenminister haben wollte; der OÖ Landespolizeidirektor kommt aber aus der Ecke von Ex-Innenminister Ernst Strasser, sodass Kickl Widerstand ankündigte. Strasser steht auch für die Österreichisch-russische Freundschaftsgesellschaft, die einer breiten Öffentlichkeit erst durch ihre Verbindung zu Wirecard bekannt wurde. Statt Pilsl kam dann Wolfgang Peschorn von der Finanzprokuratur, der parlamentarische Anfragen selbst beantwortete, weil er nicht zuletzt bei Darabos erlebte, dass Minister abgeschottet werden; er bestätigte auch, dass – nicht von Darabos, sondern gegen dessen Willen – 2007 letztlich Scheinverhandlungen über die Eurofighter geführt wurden. Kickl fragt jedenfalls, ob Kurz und Van der Bellen 2019 packelten oder ob der Bundespräsident von den Türkisen abhängig ist; es muss eine Erklärung dafür geben, dass Kanzler und Präsident Ermittler und U-ausschuss nicht wahrheitsgemäß informierten. Wir dürfen uns wohl auch fragen, warum van der Bellen bei der Regierungsbildung nach der Wahl 2019 darauf bestand, dass Alma Zadic Justizministerin wird. Sie war 2017 noch bei Freshfields, jener Kanzlei, die Airbus gegen Doskozil vertrat, der wiederum einen Pakt mit Pilz eingegangen war, dem alten Hawerer Van der Bellens. Dann kandidierte sie bei Pilz, kam auch ins Parlament und wechselte 2019 auf die Liste der Grünen; übrigens machte Werner Kogler nach der Wahl auch Pilz ein Angebot. 

Der 18. Mai 2019 auf Twitter

Es verwundert nicht, dass viele sich Illusionen über Van der Bellen bewahren wollen, auch wenn er uns seinen Verrat auf dem Silbertablett serviert. Er beugt sich mit Kalkül allen sog. Corona-Massnahmen und verliert kein Wort über Grundrechte; dazu passt dann auch, dass er nichts zu den Angriffen der ÖVP auf die Justiz sagt. Wer den Bundespräsidenten stellt, hat schon die halbe Miete, wenn es darum geht, Österreich zu unterminieren. Denn wer ihn kritisiert, wird schon allein deswegen angegriffen, weil er dazu bereit ist; es spielt keine Rolle, worum es inhaltlich geht. Wenn wir uns an den Wahlkampf erinnern, war dieser sehr stark polarisierend auch durch seine Überlänge. Von der „Van der Bellen-Mehrheit“ schwärmten einige dann auch bei der Übergangsregierung; es hätte ewig so weitergehen können. Werden sie so etwas auch als Alternative zur scheiternden jetzigen Regierung wollen, also als Übergang in den Kommunismus, wie er Schritt für Schritt im Hintergrund geplant wurde? 

 

 

11 Kommentare zu „War Ibizagate ein türkisgrüner Coup?

  1. Seltsam ist, 1.) warum Grün nach der VdB Wahl überhaupt stritt statt zu feiern.
    Und 2.) noch interessanter ist, warum Lunacek zurücktreten mußte, denn Mayer tut absolut keinen Millimeter mehr als sie. Es gibt keine grünen Kommentare wieso Rücktritt.
    Und der „Meckerant“ Lukas Resetarits bekommt im ORF zur Freitag Hauptabendzeit eine absolut unwitzige peinlichbillige 2teilige „Kabarettsendung“.
    Er hat nur einzweimal gemeckert, vorher ewig nicht und seither nicht mehr obwohls für die Künstler immer schlechter wird. Wars eine Auftragsarbeit?
    Ersparte man sich so die politische Erklärung für die Regierungsumbildung?

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  2. Würden wir das email des Hessenthaler an vdB vom 16.5.2019 kennen, wüßten wir alles. Die Grünen werden wohl was mit der Veröffentlichung des Videos zu tun haben, sonst schreibt doch der Täter dem Präsidenten kein mail.

    Der Staatsanwalt hats jetzt. Und der U Ausschuß auch bald. Und bald wird alles durchsickern.

    Wäre sehr peinlich für vdB wenn er VORHER gewußt hat, daß der Skandal kommt und er hat keine Schutzmaßnahmen zur Staatsstabilisierung getroffen und mit Hofer nicht mal geredet.
    .
    Die FPÖ ist fairer. Hofer war beim Präsidenten und hat ihn aufgefordert die Regierung zu entlassen. Und zwar BEVOR Hafenecker den Countdown machte und Kickl in der PK auf vdB schoß und sinngemäß fragte ob vdB mit der ÖVP eine Kooperation habe oder von ihnen erpresst wird.

    Dazu fällt mir spontan ein, daß ich irgendwo las, daß eine Beraterfirma von Kurz eine frisch renovierte Zimmerflucht in der Hofburg (!) als Büro bezogen hat und ich mich frage wie man zu sowas überhaupt kommen kann und was das kostet.

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    1. Es ist alles denkbar, ein Bekannter meinte, es sei doch seltsam, dass jemand der FPÖ das VdB-Kalenderblatt zuspielt. Es könnte doch sein, dass nun die gleichen Kräfte, die Türkisgrün installierten, es wieder abwickeln. Ich halte theoretisch auch „gute“ Kräfte möglich, die sich einer Übermacht gegenüber sehen und eben auch mal einen Scoop landen. Wäre es von den Gegnern gewollt, würde es mehr mediales Echo finden. Aber das ist eine Momentaufnahme beim derzeitigen Stand des Puzzles, das ich zusammensetze.

      Hofer bei VdB kann dann sein, dass die FPÖ nun einmal den Spiess umdreht und sehen will, was passiert.

      Bei denen, für die VdB sakrosankt ist, haben wir es ja mit Leuten zu tun, die Vergewaltiger vor der Abschiebung nach Afghanistan schützen wollen.

      ZB Krisper, die sich aufregt, dass die Polizei da bei Kundgebung Panzerwagen einsetzte. Unterschwellig bedeutet das, warum nicht bei all den „Corona-Leugner-Nazis“. Dazu war Erich Fenninger von der Volkshilfe bei Fellner, aber ich brachte es nicht über mich, das Video anzusehen. Das sind die Leute, für die möglichst viele Impf-Versuchskaninchen sein sollen. Je wehrloser = u.a. älter, desto besser…

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  3. Der VdB war die Verhinderung Hofers.
    Türkis wegen kopieren des FPÖ-Programms siegreich + für die Zerstörung derselben.
    Das grüne Parteiprogramm ist gegen die FPÖ sein und diese verhindern.
    Ist ein bißl wenig.
    Aber es gibt bei denen viele, die ganz offen den Great Reset Button tragen.

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  4. Einen Bundespräsident darf man nicht kritisieren, er steht unter besonderem Schutz im Strafrecht. Daher kann man also nur sagen:

    Wenn also ein Julian Hessenthaler, der Ibizafilmer, einer Staatsbehörde einen Tag vor dem Bombeplatzen 2019 ein Bekennerschreiben schickt und der Chef dort verstehts nicht weil so wirr ist und lässt es ins Archiv ablegen, dann ist das nichts besonderes.
    Wenn derselbe Hessenthaler 1,5 Jahre später im Interview vor seiner Auslieferung nach Ö bekanntgibt, daß er ein mail an diese Behörde geschickt hat, dann erinnert man sich schon wieder dran, holts raus und gibts der Polizei.

    Es ist weiters gar nichts besonderes, daß man am selben Tag wo man das mail bekommt eine 2 stündige Besprechung zum selben Thema abhält. Das mail bringt man mit den „Gerüchten“, die Anlaß für die Sitzung sind, aber nicht in Verbindung.
    Die rechte Hand wußte also nicht was die linke Hand tut.
    Die eine Hand bespricht also besorgt Gerüchte, 2 Stunden lang, und die andere Hand legt zeitgleich wirre Bekennerschreiben unverstanden ab.

    Naja, egal, ist ja die oberste Staatsbehörde.

    Und ihr HEUTIGES Verhalten, zu einer wüsten Attacke-Serie der obersten ÖVP Regierungsorgane gegen den österreichischen Rechtsstaat und die unabhängige Justiz und zu einer in der Geschichte Österreichs einmaligen Hausdurchsuchung bei einem amtierenden Finanzminister NICHTS zu sagen, GAR NICHTS, ist auch gar nicht auffällig.

    Alles in Ordnung. Alles in Ordnung.
    Ein Präsident ist sankrosankt, unantastbar.

    Da würde keiner an Erpressung denken, niemals würde einer das denken.

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    1. Irrtum, es gibt einen eigenen Paragrafen dagegen, ihn zu nötigen, wie übrigens auch bei anderen Amtsträgern, was jedoch auch bei diesen mal angewendet, mal ignoriert wird. Dh konkret wird es nur potentielle Täter erwischen, die eh nix umsetzen können. Nötiger, die Handlanger einsetzen und über Macht verfügen, einen Vorsatz auch realisieren können, bleiben unbehelligt.

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    2. also die formulierung DIE BOMBE PLATZT gibt semantisch aber mehr her. der verfasser hat eindeutig einen längeren wissensstand darüber. sonst würde im kalender DA PLATZT JETZT EINE BOMBE stehen….

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  5. Übrigens wird gegen Brandstätters Freund Brandstetter ermittelt, in der Causa Heumarkt.

    Brandstetter ist mit Kurz, Schüssel, Gusenbauer, Mitterlehner, S. Wolf usw. verbandelt.

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  6. Da stimmt was nicht. Wenn ich den Standard lese, steht da:
    https://www.derstandard.at/story/2000123667725/was-wusste-van-der-bellen-von-ibiza

    „Außerdem gab Julian H. an, dass ihm der Name eines in der Öffentlichkeit nicht allzu prominenten Van-der-Bellen-Mitarbeiters genannt wurde. Bei diesem könne er eine Art „Testament“ platzieren.
    Den Eingang einer solchen E-Mail bestätigte die Präsidentschaftskanzlei: „Zutreffend ist, dass Julian H. das Schreiben mit seinem Namen kennzeichnete. Nicht zutreffend ist hingegen, dass er die Veröffentlichung des Ibiza-Videos ankündigte.“
    Er habe „lediglich vage Andeutungen über eine bevorstehende Veröffentlichung zum Thema Korruption gemacht sowie geäußert, dass er mit Repressalien rechne“, sagte die Präsidentschaftskanzlei dem STANDARD. Die E-Mail sei „ad acta“ gelegt worden;…“

    ab Minute 19, Teil 2,
    Die Fragen, die Kickl in der PK vom Dienstag an van der Bellen stellt, sind mehr als brisant.

    WAS hat der PRÄSIDENT mit dem Erpresserfilmmacher HESSENTHALER ZU TUN?

    Wie lief die Staatskrise 2019 wirklich ab?

    Und warum wird der Strache mit MORD bedroht? Was soll er denn nicht sagen oder nicht tun?

    JETZT wo der Hessenthaler ausgeliefert wird – angeblich soll er kaum widerstandsfähig sein und bei einer Einvernahme sofort umfallen- sagt EU Infothek, fängts an seltsamen Stellen an zu glühen.

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    1. Er muss zuerst im deutschen Wirecard-U-A aussagen!!!

      So lange wird er eben nicht ausgeliefert, es geht darum, dass er ein „geheimes“ Konto bei der Wirecard-Bank hatte:

      https://www.derstandard.at/story/2000124468867/ibiza-drahtzieher-julian-h-soll-zu-wirecard-aussagen-deshalb-in

      Das wiederum könnte auch bedeuten, dass er wie zB Dmytro Firtash Verbindung zu Jan Marsalek hatte. Dieser verschaffte einigen Konten und Kredite bei Wirecard.

      Hingegen hatte Markus Braun Verbindung zur UniCredit (denken wir an die Bank Austria), was auch zu Kreditvergaben führte und jetzt Turbulenzen bei UniCredit zur Folge hat.

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      1. ach so ist das, danke für den link

        ein GRÜNER braucht in D also den Hessenthaler „plötzlich ganz ganz dringend“, und VORHER wurde dieser Grüne vom Anwalt des H. kontaktiert?
        Frage: Wer hat hier bei wem angefragt, ob man H nicht einvernehmen will?

        Mir scheint: Die verschleppen die Auslieferung mit allen Tricks.

        Man fragt sich, wie sich ein pleite Drogenhändler mit Sucht so einen dauerprasselnden Anwalt leisten kann. Ist im Vertrag, wo Hessenthaler das Video verkauft hat, so ein „Rechtsschutz“ eingebaut?

        Gibt es etwa eine Nichtverfolgungsgarantie für den H. in Österreich?

        WIESO bitte schreibt ein H. dem Präsidenten 2019 ein email, daß er Angst vor Verfolgung hat?

        Was hat 1.) der Präsident überhaupt mit ihm zu tun?
        Woher kennt er den?
        Was soll der Präsident denn für ihn tun? Um was wurde er gebeten?

        Ich denke, die GRÜNEN haben ein ERNSTES Problem.

        Da muß man jetzt ganz genau hinschauen, es stinkt ordentlich.

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