Wirecard als österreichischer Skandal

Ohne den tiefen Sumpf in Österreich könnte man weder ein Corona-Regime durchsetzen noch so viele Skandale jahrelang zudecken. Dies bröckelt jetzt als Folge von Ermittlungen, die mit dem Wirecard-Skandal zusammenhängen, wie man auch an der Verhaftung von zwei ehemaligen BVT-Mitarbeitern sehen kann. Wenn sich aber die Grünen nun darauf stürzen, dass Staatsgeheimnisse verraten und Daten gegen Geld weitergegeben wurden, fragt sich, warum alle anderswo weggesehen haben, etwa im Verteidigungsministerium. Auf der Webseite der APA sehen wir zwar auf den ersten Blick, dass Öffentlichkeit weitgehend selbstgerecht und gleichgeschaltet ist. Wir können aber auch Entwicklungen verfolgen, wenn die ÖVP spontan zur Pressekonferenz am 27. Jänner lädt, um Ex-Innenminister Herbert Kickl mit Jan Marsalek und Wirecard in Verbindung zu bringen.

Wir wissen aber, dass Marsaleks Berührungspunkte mit Ministerien neben dem Innen- auch das Verteidigungsministerium umfassen und er Ex-Innenminister Wolfgang Sobotka in Moskau traf. Sein Kontakt zu Johann Gudenus ist natürlich auch wegen der Österreichisch-russischen Freundschaftsgesellschaft interessant und er war ja auch bei der Ibiza-Falle für Heinz-Christian Strache anwesend. Bei Jan Marsalek muss man auch an Markus Braun denken, der zuerst die NEOS und dann die ÖVP unterstützte und bis zum Platzen des Wirecard-Skandals Sebastian Kurz‘ Think Tank „Think Austria“ angehörte. Wiederum dank APA wissen wir, dass die Grünen u.a. gegen Gudenus eine Anzeige wegen des Verdachts der falschen Zeugenaussage im Ibiza-U-Ausschuss einbringen. Das wirkt bizarr, wenn man bedenkt, dass die Grünen – dank Kooperationsbereitschaft Straches – 2017 einen Eurofighter-U-Ausschuss auf Schiene brachten, der auf Falschaussagen aufbaute. Damals vertrat Peter Pilz noch die Grünen, der zwar erfolgreich gegen sie kandidierte, nun aber eine gemeinsame PK mit ihnen gibt.

Jetzt plötzlich?

Der Abschied der FPÖ aus der Bundesregierung wurde am 17. Mai 2019 eingeleitet mit einer Veröffentlichung von „Süddeutscher Zeitung“ und „Spiegel“, mit der sich Medien zu Komplizen eines Kompromats machten. Daran gilt es zu denken, wenn die „Süddeutsche“ sich auf Twitter demonstrativ wundert. Denn es ist nicht sonderlich schwer, Wirecard einzuordnen, wenn man die in Österreich wirksamen russischen Netzwerke einmal recherchiert hat. Man findet aber Verbindungen zur Commerzialbank-Pleite und kann jene Kreise bestimmen, die immer auf die eine oder andere Weise mitmischen. Wir erfahren von den Maskenmedien stets nur das, was wir wissen dürfen, sollen uns aber kein umfassendes Bild machen. Im Windschatten der Zustände im Innenministerium und beim BVT gibt es immer alles, was im Verteidigungsministerium und bei den Heeresdiensten möglich ist. Zwar fördert der Ibiza-U-Ausschuss weitere Details zutage, man muss diese aber auch einordnen können. Als das Ibiza-Video die türkisblaue Regierung sprengte, stellten sich die Grünen gerade auf eine Durststrecke bis zum nächsten regulären Wahltermin ein. Oder doch nicht? „Ibiza-Detektiv“ Julian H. wird jedenfalls nicht nur von Johannes Eisenberg in Berlin vertreten, sondern auch von einem Kanzleipartner des grünen Abgeordneten Georg Bürstmayr.

Was es nicht alles gibt…

Derzeit dominiert Wirecard, während die Ibiza-Affäre nur am Rande wahrgenommen wird. Die APA hat „schier unglaubliche“ Enthüllungen zusammengefasst inklusive mutmaßlicher Spionage von BVT-Beamten für Russland und Fluchthilfe für Marsalek. Fast sieht es so aus, als ob die beiden vom wahren Ausmaß russischer Geheimdienstpräsenz ablenken sollten, wie es ja auch beim Bundesheeroffizier Martin M. und der GRU der Fall war. Viele wunderten sich, dass die Casinos Austria binnen weniger Jahre tschechisch wurden, wobei Ibizagate und Ermittlungen wie ein Turbo wirkten. Die FPÖ stellt nun eine Verbindung zu Wirecard her, weil wieder einmal das BVT involviert gewesen ist. Man kann sich aber auch die Privatisierungen mit Karl Heinz Grasser als Finanzminister nochmals ansehen und wird jenes Muster finden, das wir auch bei den Casinos oder bei Wirecard beobachten können. So erklärt sich auch, dass so vieles über die Jahre zugedeckt wurde, denn der dafür nötige Einfluss ist vorhanden; zugleich aber handelt es sich um ein Kartenhaus. Beginnt es nun einzustürzen, weil immer mehr Details bekannt werden?

Video von FPÖ-PK

Es passt perfekt ins Bild, dass der „Putin-nahe Oligarch“ Dmytro Firtash Kredit von Wirecard bekam, für den ja mit Ex-Vizekanzler Michael Spindelegger der Entdecker von Sebastian Kurz tätig ist. Sieht man sich Ibizagate näher an, fragt man sich, ob es nicht auch Bezug zu Firtash gibt. Immerhin verlor Raiffeisen – einst Firtashs Treuhänder – Investitionen im Umfang von 60 Millionen bei Wirecard (auch bei der Commerzialbank hatte man kein Glück). Wie das BVT und die Casinos kooperierte Firtash übrigens mit der ehemaligen Stasi-Agentin Christina Wilkening. Zufällig vertritt Firtashs Anwalt Ex-Justizminister Dieter Böhmdorfer auch Rene Benko, der wiederum Kredit bekommt von Raiffeisen, der Bank of China, der Sberbank Europe. Es hat natürlich auch nichts zu bedeuten, dass Firtash bereits 2007 Geschäfte nach Wien verlegte, als sich Oleg Deripaska an Strabag und Magna beteiligte. Oder dass der Aufsichtsratsvorsitzende von Wirecard Thomas Eichelmann die gleiche Funktion auch bei Hochtief innehat, einem weiteren Baukonzern mit Deripaska-Beteiligung. Und schon gar nicht werden Justiz und Bundeskriminalamt jetzt Verdacht schöpfen, dass Konzerne zu russischen Fronts wurden und die Spitzenpolitik unterwandert ist. ….

7 Kommentare zu „Wirecard als österreichischer Skandal

    1. Das ist völliger Schwachsinn, ich weiss nicht, warum manche immer wieder damit kommen….ein echtes Problem sind Netzwerke, die alles durchdringen und die auch jede Strafverfolgung verunmöglichen. Mit solchen Links wird leider nur davon abgelenkt…

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    2. Und: es ist tatsächlich eine Verschwörungstheorie, dass jede Korruption mit Kindesmussbrauch zu tun hat. Auch das lenkt ab, denn sonst würde man sich ja ansehen, wer mit wem welche Firma hat.

      Podesta und sein Bruder gehören zu den Clintons und sie haben einen seltsamen Geschmack, was Bilder betrifft. Es gibt Mails, in denen man aber mit Worten spielen kann. Alles schwierig, wenn nicht ermittelt wird. Fritzl beging seine Verbrechen für sich selbst und Epstein nützte Abhängige aus, was nicht das Gleiche ist wie Missbrauch von Kindern, es ging um junge Erwachsene, teils etwas drunter. Epstein investierte auch und gehörte zu den Transhumanisten, er dürfte auch Kameras mitlaufen haben lassen. Dh was auf Epstein Island passierte, diente einem anderen Zweck.

      Bei Dutroux kann es Verbindung zu Gladio geben, hier sind immerhin einige Quellen genannt:

      https://www.extremnews.com/berichte/weltgeschehen/7998172edec8440

      Es gibt tatsächlich eine okkulte Komponente:

      https://fr.wikipedia.org/wiki/Institut_Abrasax

      Es sieht so aus, dass hier Netzwerke im Hintergrund am weitesten ausgeleuchtet sind.

      Das heisst aber nicht, dass man sich bei uns nichts abschauen sollte – was ich ja tue -, denn es gibt auch noch andere Verbrechen, bei denen es nicht um Kinder geht.

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      1. Liebe Alexandra… das soll keine Ablenkung sein, sondern ein Hinweis welche Unmenschen meist an der Spitze stehen und eben deren Verbrechen aufgrund dieser Netzwerke nicht beendet bzw. ermöglicht werden. Grad der Fall Dutroux zeigt diese Verbindungen von Pädophilie, Satanismus inkl. Kinderopferungen mit Geheimdiensten und Politiker sehr gut auf…. Warum soll es bei uns anders sein?! Wer sich mit MK Ultra einmal befasst hat, erkennt was Kurz wirklich ist und was hinter Corona, Great Reset etc. wirklich steckt… sorry sind ja auch alles nur Verschwörungstheorien…😬😂

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      2. Daran hängen sich aber Leute mit tonnenweise eigenen Problemen, die wahrscheinlich auch nur vorgeben zu recherchieren. Es ist auch ein billiger Schmäh, weil es immer dann schwierig ist etwas herauszufinden, wenn man es nicht schwarz auf weiß hat. Da kann man sich nur über Zusammenhänge und Netzwerke nähern und dann hoffentlich mehr erfahren. Das ist denen zu viel Mühe, die bloss Bedürfnis nach Anerkennung haben.

        Und es darf nicht davon abgelenkt werden, dass es 100 Gründe für politische Korruption geben kann und nicht bloss einen.

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