Der Verfassungsschutz und russische Operationen

Es gab am Wochenende einige Meldungen, die scheinbar wenig miteinander zu tun haben, aber einen weitreichenden Tiefen Staat in Österreich beleuchten. Dabei decken die Maskenmedien scheinbar auf, lenken jedoch zugleich von den Zusammenhängen ab. Man könnte da fast einen Limited Hangout vermuten, also dass man manches zugibt, mit dem sich die veröffentlichte Meinung dann befassen soll. Es spielen immer Leaks bei Justiz und Polizei eine Rolle, die Maskenmedien zu Aufdeckern machen, fast ohne dass je wirklich recherchiert wird. Sehen wir uns einmal diese News an, ehe wir sie basierend auf meinen Recherchen einordnen. Im „Profil“ wird berichtet, dass die Salzburger Wüstenrot-Gruppe enge Verbindungen zur Commerzialbank Mattersburg hatte und bei deren Pleite Mitte Juli 2020 auch einige Millionen verloren hat.

Ausserdem machte die Runde, dass zwei Fluchthelfer von Jan Marsalek von Wirecard verhaftet wurden; ihre Namen werden abgekürzt als Ex-FPÖ-Mandatar S. und Ex-BVT-Abteilungsleiter M.W. Mittlerweile wurde auch ein Vertrauter von W. festgenommen, der ebenfalls beim Verfassungsschutz tätig war. Marsalek flog mit einer Maschine der Avcon Jet über Österreich nach Weissrussland und dürfte dann nach Moskau weitergereist sein. Im Grunde schreiben Medien dazu alle das Gleiche, von wenigen Nuancen einmal abgesehen. Es wird aber erst dann interessant, wenn weitere Puzzleteile ins Spiel kommen.

Eigenlob des „Kurier“

Fangen wir einmal damit an, was Wirecard und die Commerzialbank verbindet: Wirecard CEE in Graz, die Commerzialbank und ihr Fast-Alleineigentümer, eine Kreditgenossenschaft wurden von Treuhand Partner Austria geprüft. Der grösste Kunde von TPA ist Rene Benkos Signa Holding, in deren Beirat auch Wüstenrot-Chefin Susanne Riess sitzt. Als sie Vizekanzlerin war, verfügte sie wie andere in der FPÖ über Verbindungen zum Magna-Konzern; man denke nur an Ex-Finanzminister Karl Heinz Grasser. Damals wurde ihr Ex-Gatte Michael Passer von Magna engagiert, und zwar, als es 2002 vorgezogene Nationalratswahlen gab. Passer war auch Rene Benkos Steuerberater und stand mit ihm gemeinsam vor Gericht; vertreten wurden sie von Ex-Justizminister Dieter Böhmdorfer, der auch der Anwalt des ukrainischen Oligarchen Dmytro Firtash ist.

Die NEOS und das BVT

Es gibt auch eine Verbindung von Magna zum ehemaligen Direktor der Commerzialbank Martin Pucher, einerseits, weil er wie Frank Stronach einmal an der Spitze der Fußball-Bundesliga stand, andererseits aber, weil seine Tochter Denise bei Magna arbeitet. Wegen der Wirecard-Österreich-Connection geriet die Österreichisch-Russische Freundschaftsgesellschaft ins Rampenlicht; von Bedeutung ist aber auch die Austrian-Chinese Business Association. Magna, TPA, Novomatic, Strabag, Jan Marsalek und Markus Braun gehörten zu den besonderen Unterstützern der ORFG; Braun war in Sebastian Kurz‘ Think Tank „Think Austria“ und sponserte zuerst die NEOS und dann die „neue“ ÖVP. Braun wechselte 2010 von KPMG zu Wirecard, also von einem weltweit agierenden Berater-Unternehmen, in dem es Mitglieder der chinesischen KP gibt. KPMG unterstützt die 2010 vom auch mit Ex-Kanzler Alfred Gusenbauer verbundenen Anwalt Georg Zanger gegründeten ACBA, was übrigens auch TPA tut.

Wirecard und Österreich

Man muss bei Wirecard auch berücksichtigen, dass der Aufsichtsratsvorsitzende Thomas Eichelmann auch AR-Chef des deutschen Baukonzerns Hochtief ist, an dem sich wie an der Strabag (AR-Vorsitz: Gusenbauer) und an Magna der russische Oligarch Oleg Deripaska beteiligt hat. Stellvertreter von Eichelmann bei Wirecard ist Stefan Klestil, dessen Stiefmutter österreichische Botschafter in Moskau war; Klestil arbeitet auch für den Personalberater Roland Berger, der wie Eichelmann einmal bei der Boston Consulting Group war. Berger investierte in die Signa, deren Beirat er angehörte; Antonella Mei-Pochtler war auch bei Boston Consulting und kümmert sich seit 2011 um Kurz. Die Maskenmedien gingen kaum auf solche Details ein, was bei „Kurier“, „Profil“, „Trend“ auch mit Raiffeisen und Benko zu tun hat und bei der „Kronen Zeitung“ mit Benko. Nicht zufällig bekommt Benko Kredit u.a. von Raiffeisen (dort verlor man übrigens 60 Millionen bei Wirecard), der Bank of China und der Sberbank Europe. Deren AR-Vorsitzender Siegfried Wolf war bis 2010 Magna-CEO und ist auch AR-Chef von Deripaskas Russian Machines; er wirkt wie ein Mentor von Benko und Kurz. Er sitzt auch im Aufsichtsrat von Porsche; die Familie Piech ist wiederum am „Falter“ beteiligt, der ebenfalls zur Maskenpresse gehört.

Ein „Limited Hangout“?

Bei der Commerzialbank fällt auf, dass Martin Pucher mit Norbert Wess den gleichen Anwalt hat wie Karl Heinz Grasser und seine Stellvertreterin Franziska Klikovits, die bis zuletzt mit Wüstenrot kommunizierte, den Anwalt von Heinz Christian Strache, Johann Pauer (Straches letzter Wahlkampfberater Gernot Rumpold ist mit Oligarch Deripaska befreundet). Für die Revision der Kreditgenossenschaft ist eigentlich der Wirtschaftslandesrat zuständig, doch man delegierte dies via Finanzlandesrat an TPA. Bis Dezember 2017 war das Helmut Bieler, seit damals fällt es in die Kompetenz von Hans Peter Doskozil. Bieler musste es als normal ansehen, das Regieren seinem Büro zu überlassen, was glatter Amtsmissbrauch ist, wenn es freiwillig und nicht unter Zwang erfolgt. Er erklärte sich so auch die Situation von Ex-Verteidigungsminister Norbert Darabos nicht nur in Wien, sondern auch im Burgenland. Welch ein Zufall, dass neben Magna auch Hans Niessl und sein Nachfolger als Landeshauptmann Doskozil in die Einbürgerung des Jelzin-Clans auf „Wunsch“ Deripaskas involviert waren! Polizei und Justiz haben im Burgenland bisher „natürlich“ alles gedeckt; es geht bei russischen Netzwerken aber klarerweise weit darüber hinaus.

Ex-BVT-Chef Gert Polli zur BVT-Affäre

Man kann nicht wirklich scharf trennen zwischen russischen Geheimdiensten, Oligarchen und Mafia; auch bei der Betrachtung chinesischen Einflusses muss man an ähnliche Muster denken. Vor drei Jahren gab es wegen eines mysteriösen „Konvoluts“ über die Zustände beim BVT eine Hausdurchsuchung, angeordnet von der Korruptionsstaatsanwaltschaft. Dies wird bis heute Ex-Innenminister Herbert Kickl angelastet; die WKSTA bekam das anonym verfasste Papier per Google-Mailacount, den US-Behörden nicht zurückverfolgen wollten. Man munkelte auch früher schon, dass es von M.W. stammen könnte, denn es schien eine Abrechnung mit Ex-Kabinettschef Michael Kloibmüller zu sein, den wir bei der ORFG finden. Parallel zum BVT-U-Ausschuss gab es auch einen dritten UA zu den Eurofightern mit Ex-Innenminister Wolfgang Sobotka als Vorsitzendem, der Jan Marsalek in Moskau traf. Nun wird Sobotka zwar als Vorsitzender des Ibiza-U-Ausschusses dauernd zum Rücktritt aufgefordert; sein Verhalten bei den Eurofightern wird aber nicht kritisiert. Man kann nämlich nicht nuranhand der Geschichte der Beschaffung der Jets und dann des Vergleichs mit dem Hersteller jene Unterwanderung Österreichs durch kommunistische Kräfte feststellen, der wir auch das „Corona-Regime“ verdanken. Dass der Verfassungsschutz Menschen verfolgen soll, weil sie für Souveränität und Demokratie eintreten, belegt auch – ebenso beim Bundesheer – völliges Versagen in der Gefahren- und Spionageabwehr.

PS: Der jetzt verhaftete Ex-FPÖ-Politiker Thomas Schellenbacher war mit seinen Verbindungen zur Ukraine bereits 2019 Thema. Freilich muss man bei diesem Land auch an Gusenbauers Lobbying denken oder an den Kurz-Förderer Ex-Vizekanzler Michael Spindelegger und Firtashs Agentur zur Modernisierung der Ukraine. Und an Raiffeisen und Anwälte wie Leo Specht oder Gabriel Lansky…

3 Kommentare zu „Der Verfassungsschutz und russische Operationen

  1. Neben „russischen“ Operationen ist Österreich auch Schauplatz offenbarer „israelischer“ Operationen, ganz zu Schweigen von „amerikanischen“, oder „deutschen“.

    Gerade das Ibiza-Video, das in Österreich einen Regimewechsel nach sich zog, zeigte nicht nur zufällig genau die selben Methoden („Oligarchen-Nichte“) typischer International-Sozialisten (Globalisten), wie der fast zeitgleiche Versuch in Rom/Malta den Trump Berater George Papadopoulos aufs Glatteis zu führen. Wie sonst sollten wir den Bogen von einer Globalisten-PsyOps in Neuseeland(!) zu Österreich verstehen, wo der Putsch gegen Kurz/Strache mit der Kaltstellung der Identitären seinen Anfang nahm?

    Was viele nicht sehen ist die Tatsache, dass Nationen in diesem globalen Schachspiel immer kleiner Rollen zu spielen haben, als international vernetzte NGOs, Geheimdienste, Bankenverbände oder Multis. Deshalb ist „Russland“ nicht Russland, wie auch Amerika nicht unbedingt die USA sind, wie wir gerade am Globalismus Gegner Trump erkennen sollten.

    FS3

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  2. „Netzwerke“:
    _ Ein SPÖ-USA Netzwerk „Das Geld stinkt nicht“ und bis heute nicht klar wie viel wo davon in der Ukraine usw. gelandet ist, war auch „Madoff“ mit der Bank Medici.
    _ Ausgerechnet die „Russische“ Untersuchungen haben an Tageslicht die Ukrainische Bestechungszahlungen gebracht. Wenn es jetzt nur den „FPÖ“-S nicht gäbe, ist auch Wirecard gegessen.
    _ Aktuelles Problem, die Idee der Söldner in Libyen wurde umgesetzt, nur nicht von der EU.

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    1. Aus den Augen haben wir verloren:
      „Was war die Leistung“ ? für die Ukraine,
      von Gussenbauer- Prodi-Manafort. Amtsmissbrauch?
      Gab es auch „Etwicxlungshilfe“ von Manafort mit den Bespitzelungleistungen f. die SPÖ-Gussenbauer?
      Ich bin der Meinung, ja.
      Es ist dann auch kein Wunder, dass es zu „Lansky-Konvolut“- Absender keine Auskunft gibt.

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