Trump, Deripaska und Österreich

Seit vier Jahren tobt eine Auseinandersetzung darüber, ob Donald Trump oder seine Gegenkandidatin Hillary Clinton von Russland unterstützt wurde; man kann dies jetzt auch auf Herausforderer Joe Biden übertragen. Da hierbei Oligarch Oleg Deripaska eine zentrale Figur darstellt, besteht auch starker Bezug zu Österreich, der wiederum erklärt, warum der Ibiza-U-Ausschuss eine so zähe Angelegenheit ist. Man sollte nicht den Fehler begehen, den Kreml mit demokratischen Spielregeln in Verbindung zu bringen und nicht damit zu rechnen, dass jedes Mittel legitim scheint, wenn es um Einflussnahme geht. Auf der Webseite narativ.org wird die Frage beantwortet, ob Deripaska ein Agent, ein Doppelagent oder das Mastermind einer Verschwörung (gegen Trump) ist; als Einstieg wird darauf hingewiesen, dass er im Aluminiumwerk von Pikalevo 2009 keine Löhne mehr zahlen konnte, bis Wladimir Putin alles auf Schiene brachte. Narativ schreibt, dass Putin Deripaska dabei auch vor laufender Kamera demütigte, aber die staatliche VTB-Bank Rusal mit 50 Milliarden Dollar aushalf. Damals wollte Magna (unter Deripaska-Beteiligung) mit der Sberbank Opel übernehmen, Detail am Rande; Raiffeisen sorgte dafür, dass Deripaska an der Strabag beteiligt blieb.

Narativ bezeichnet ihn als „Putins Geheimagenten“ und präzisiert: „Deripaska is known as “Putin’s oligarch” and is often sent on state missions which exist outside the bounds of traditional diplomacy or legality – often on one of his private yachts or planes in order to ensure secrecy. ‚I don’t separate myself from the state,‘ he told the Financial Times in 2007.“ Damals beteiligte er sich an Strabag und Magna, zwei wichtigen Knotenpunkten im weit über Österreich hinaus wirkenden russischen Netzwerk. Als Deripaska (damals der reichste Mann Russlands) 2008 die Gesellschaft britischer Spitzenpolitiker suchte bzw. sie auf seine Jacht einlud, gab es einen Riesenskandal: „The Russian magnate has a knack of turning politicians into puppets. Buying political influence abroad helps the oligarch in two ways. It gives him leverage against other oligarchs and Putin domestically, but it is mostly self-serving. In one 2012 trip with (Nat) Rothschild and Lord Mandelson, Deripaska clinched a $500 million deal with Alcoa, America’s largest aluminum manufacturer.“ (Mandelson war britischer Wirtschaftsminister) Ein in meinem Blog thematisierter Österreich-Konnex ist die Einbürgerung des Jelzin-Clans mit Deripaskas damaligem Schwiegervater Walentin Jumaschew, seines Zeichens Putin-Berater.

Narativ-Autor Zev Shalev verlinkt zu seinen Recherchen

 

„It’s hard to tell where business ends and organized crime begins in Russia. They are one and the same thing, allowing the elite to get away with almost anything. Deripaska denies he has ties to organized crime but authorities have investigated him for money-laundering, murder, illegal wiretapping, bribery, extortion and racketeering. When the U.S. banned him from entering the country, Putin gave him a diplomatic passport to get around the travel ban. he has spent millions and lobbied the U.S. government for years to reverse the ban. Deripaska, his companies or direct associates have been linked to intelligence operations which allegedly disrupted elections in at least four of Russia’s neighbouring states. In December, Russian intelligence agent Alekseyevich Boyarkin was linked to Deripaska in a plot to interfere in Montenegro’s 2016 election“, schreibt Narativ. Tatsächlich gewinnt man den Eindruck, dass es schwer ist, Grenzen zwischen Geheimdiensten, Oligarchen und Organisierter Kriminalität zu ziehen; davon abgesehen, dass dies auch Sache von Ermittlern ist, die aber in Österreich konsequent wegsehen und so alles decken und unterstützen. Montenegro ist in einer speziellen Situation, weil er dort zum größten Arbeitgeber wurde und nun dabei entstandene Verluste einklagen will. Am „Kurier“ ist neben Raiffeisen auch die Signa Holding Rene Benkos beteiligt; 2018 schrieb er über die Bucht von Kotor, die für Milliardäre wie Deripaska, den inzwischen verstorbenen Peter Munk und Jacob Rothschild attraktiv ist.

Putin und Deripaska in Piskevo

Narativ stellte 2019 fest: „The oligarch is not a spy, nor does he work for Russia’s military intelligence, yet somehow wherever he goes, spies seem to follow. That could mean one of two things: He plays a role in state-run military intelligence operations or the GRU is freelancing for him. One exiled oil oligarch says both are possible if you think of the Kremlin as being run by mobsters. ‚The criminal gang in the Kremlin can sometimes call on the services of the GRU,‘ Mikhail Khodorkovsky told the BBC. Either way, Deripaska’s involvement with the GRU and its political interference arm may have gained him inside knowledge of the operation to hack the DNC in 2016. The very crime for which Special Counsel Robert Mueller indicted 12 GRU officers last July.“ Dies erklärt wohl auch, warum US-Geheimdienste bei der russischen Unterminierung Österreichs auch via Deripaska zusahen: „Deripaska’s proximity to power and his ties to military intelligence has also made him an attractive prospect for U.S. intelligence recruiting for over a decade.“ Man dachte ernsthaft daran, ihn umzudrehen und für sich zu gewinnen; dabei spricht gerade auch seine Verbindung zu Paul Manafort dagegen, der als Trumps zeitweiliger Wahlkampfmanager bekannt wurde.

Tweet des Geheimdienstexperten Thomas Riegler

Narativ erklärte: „The recent effort to flip Deripaska began in earnest in September 2015. The Justice Department’s Bruce Ohr met Deripaska to ask about Putin’s ties to organized crime. Deripaska reportedly rebuffed the advance but by the beginning of 2016, the oligarch’s rehabilitation was underway. We know this because the FBI helped Deripaska get another U.S. visa in February 2016. The oligarch was ‚encouraged‘ by the ’softening of the agency’s stance,‘ according to emails released by Republican lawmakers. ‚We reckon that the forthcoming OVD contact represents a good opportunity for the USG,‘ Steele texted Ohr. Deripaska’s initials are OVD. Keep in mind, this was all happening at the same time Christopher Steele was writing his dossier. As it turns out, Steele had worked for Deripaska in 2012. While it’s unclear if the two men were in direct contact, Deripaska was sending Steele messages through his U.S. lobbyist, Adam Waldman. Was Steele working for Deripaska? No one can say for sure but FBI Director Christopher Wray refused to discuss it in an unclassified setting when Sen. Tom Cotton (R-Ark.) asked him at a Senate Intelligence Committee hearing in February last year.“ Der ehemalige MI 6-Agent Christopher Steele führte den GRU-Doppelagenten Sergej Skripal, der von Pablo Miller rekrutiert wurde; später gründete Steele die Firma Orbis, für die Miller und Skripal tätig waren.

Gespräch mit Thomas Röper, St. Petersburg, Putin-Propagandist

Immer wieder erscheint alles buchstäblich „in a nutshell“, denn Jan Marsalek nahm in Österreich Einsicht in ein geheimes OPCW-Dokument zu Nowitschok und mit einer Substanz aus dieser Reihe soll dann auch Alexej Nawalny vergiftet worden sein. Das „Steele-Dossier“ war jedenfalls zentral für das Narrativ von „Russian collusion“ auf der Seite von Trump, während es von „guten“ Kreml-Connections des Clinton-Teams zeugte. Man muss gegen die Tendenz auftreten, alles eben zum Beispiel bei Trump wegzuerklären; jedenfalls meinen manche, dass der Kandidat hineingelegt wurde, indem er Paul Manafort vertraute. Hier sehen wir wiederum langjährige Deripaska-Verbindung: „Manafort inked a lucrative a $10 million a year contract with the oligarch in 2005 to ‚influence politics, business dealings and news coverage to benefit President Vladimir Putin’s government.‘ That work allegedly continued through 2009. Deripaska’s spokespeople deny all these contacts and allegations.“ Wir sind jetzt auch bei Alfred Gusenbauer vom russischen Netzwerk, den Manafort für Ukraine-Lobbying engagierte, denn es geht um Wahlen in der Ukraine: „Manafort’s directive was to get a president elected who would be more inclined to keep Ukraine out of NATO. Along with Kilimnik, Manafort’s American deputy Rick Gates and pollster Tony Fabrizio, Manafort remade the image of pro-Putin Victor Yanukovich and helped engineer his election as President in 2010.

ABC News (Australien) über Russiagate (hier der 1. Teil)

Manafort and Kilimnik stayed on as Yanukovich’s advisers until he was ejected from power in 2014 by the Maidan revolution.“ Konstantin Kilimnik wird als russischer Agent beschrieben, was auch recht gut ins Bild passt. Die allerletzten Trump-Meldungen beziehen sich auf den Tod von Höchstrichterin Ruth Bader Ginsburg; es ist bei den Republikanern nicht zufällig „Moscow Mitch“ McConnell, der dagegen ist, dass vor der Wahl nachnominiert wird.  Wir finden uns leicht in einem Spiegelkabinett wieder, in dem wir nicht wissen, was das ursprüngliche Bild ist und vor Täuschung auf der Hut sein müssen, die auf mehreren Ebenen stattfinden kann. Deshalb will ich nur dazu anregen, dass jeder und jeder sich das nochmals durch den Kopf gehen lässt, was sie oder er über „Trump und Russland“ gelesen und gehört hat. Wenn nämlich mittels Clinton-Kampagne ein russischer Angriff auf die US-Wahlen stattgefunden hatte, dann wird Trump wohl kaum ernsthaft mit Putin kooperieren wollen. „Proxies“ oder auch „Fronts“ gibt es natürlich ebenso in Europa; wahrscheinlich kann man Mitglieder der Österreichisch-Russischen Freundschaftsgesellschaft und ihr politisches oder unternehmerisches Handeln zumindest teilweise so verstehen. Dass hier der eine oder andere jetzt zurückgezogen wird, ist wohl eine Reaktion auf öffentliches Interesse; wir können auch das wahrnehmen, was Geheimdienste als „limited hangout“ bezeichnen, also das zugeben, was man nicht mehr leugnen kann.

Tweet zu „Moscow Mitch“ und eine Fabrik in Kentucky

Dazu gehören etwa diverse Verbindungen zu Markus Braun und Jan Marsalek von Wirecard; immerhin sitzt der eine in U-Haft, während der andere mutmaßlich nach Russland geflohen ist. Bevor wir auf den Ibiza-U-Ausschuss eingehen, sei noch einmal auf Narativ verwiesen, denn hier gibt es plausible Argumente für eine Involvierung Deripaskas in die US-Wahlen. Er hat sowohl zu Manafort Connections als auch zu Steele; das FBI ist an ihm interessiert (und er hat wie Putin Interesse an einer Beendigung der Sanktionen gegen Russland), und es gibt auch indirekte Verbindung zu Wikileaks und Julian Assange. Narativ schrieb dazu etwa: „Deripaska’s associates visited Julian Assange of WikiLeaks at least twelve times between 2013 and 2017. Paul Manafort alone visited Assange three times in the Ecuadorian Embassy. The last visit came in March 2016, while he was working for Donald Trump and a month before the GRU successfully hacked into the DNC servers. Manafort also attempted to secure Assange’s release on a visit to Ecuador.“ Narativ veröffentlicht das Foto unten und bemerkt, dass Waldman und Deripaska in dessen Luxushotel Aurelio in Lech am Arlberg gesehen wurden. Dieses wurde 2008 gebaut, wobei die Deripaska-Freunde Erika und Gernot Rumpold deswegen danach kurzfristig in Geldwäsche-Verdacht gerieten. Sie spielten eine Rolle in der Eurofighter-Affäre und organisierten 2006 ein Event für Deripaska und andere Russen in Wien zwecks Kontaktpflege zu Politik und Wirtschaft.

Waldman und Deripaska in Lech

2010 heiratete Rene Benko (Signa Holding) im Aurelio, nur um ebenfalls in Lech das diesem ähnliche „Chalet N“ errichten zu lassen. Im Aufsichtsrat der Signa finden wir unter anderem Gusenbauer, der Aufsichtsratsvorsitzender der Strabag ist; sein Stellvertreter dort ist Erwin Hameseder von Raiffeisen. Diese Bank half auch Deripaska einmal finanziell aus, damit er an der Strabag beteiligt bleiben konnte; es war nach der Finanzmarktkrise siehe Unterstützung der VTB Bank für Rusal. Welch ein Zufall, dass Raiffeisen und VTB auch Benko Kredit gaben, ebenso die Bank of China und die 2012 aus den Osteuropa-Töchtern der Volksbanken gebildete Sberbank Europe. Was Assange und Waldman betrifft, wurde dies auch Thema, als bekannt wurde, dass Anastasia Vashukevich, die Deripaska im Sommer 2016 bei einem Jachtausflug begleitete, heimliche Aufnahmen machte,. Trump-Anhänger sehen Assange gerne als Helden und verstiegen sich teilweise sogar zur Behauptung, dass er sicher nicht real in britischer U-Haft ist, sondern längst an einem Strand spazierengeht. Interessanter Weise unterstützen Journalisten in Wien Mahnwachen für Assange, die bei politischer Verfolgung von Journalisten wegsehen, wenn dies Interessen des Kreml dient (etwa die „Kollegen“ vom „profil“). Jetzt versuchen einige, etwas daraus zu konstruieren, dass manche sofort mit Nawalny solidarisch sind, aber nicht auch mit Assange und übersehen dabei, wie viele beide unterstützen.

Tweet zu Assange

Die letzten News über Assange scheinen zumindest zu bestätigen, dass Trump ihm einen Deal anbietet; freilich fragt sich, was er so Wertvolles aussagen sollte, wenn Hacks der GRU bei den Wahlen 2016 eine wichtige Rolle spielten. Wir können aber jedenfalls festhalten, dass Deripaska mit Manafort, Steele und Assange verbunden ist: „No matter how you look at it, Oleg Deripaska is the central figure connecting all aspects of the main crime of Trump-Russia. The oligarch is the only known person with access to the three identified nodes of the WikiLeaks operation: the GRU, Manafort’s campaign tenure and Julian Assange, at the time of the crime.“ Aus österreichischer Sicht (mit internationalen Auswirkungen) darf auch nicht vergessen werden auf Gusenbauer, Benko, Hameseder, Hans Peter Haselsteiner, Siegfried Wolf und andere; schließlich muss man auch an Dmytro Firtash denken: „In 2007, Manafort and Deripaska partnered in an offshore company registered in the Caymen Islands. Deripaska invested $18.9 million in a Ukrainian telecom and paid Manafort’s firm $7.4 million. Deripaska later backed out of the deal and sued Manafort for the return of his Money. It should be noted that a favorite Russian money laundering technique is for two conspiring companies to set up a joint offshore company whose only purpose is to connect two international parties via a phony transaction. One of the parties then sues the other in order to obtain a judge’s ruling which effectively ‚cleans‘ the money through a corrupt court in the country in which the offshore holding is registered.

Deripaska im März 2020 – vielleicht hat er ja recht?

Manafort set up a similarly suspect offshore company with Ukrainian oligarch Dmitro Firtash. They hatched a plan to buy New York’s Drake Hotel then cancelled the deal leaving employees stranded without salaries. Firtash is wanted in the U.S. on suspicion of bribery and organized criminal activity.“ Wir sollten daher bei allen Meldungen skeptisch sein, die sich darum drehen, dass z.B. Oligarchen einander (oder Staaten) klagen; davon abgesehen, dass dies nebenbei auch eine Show für die Medien sein kann. Hier zitiere ich einen übersetzten russischen Artikel über Andrei Kotchetkov, in dem auch auf eine Klage der Sberbank Europe gegen ihn in Wien verwiesen wird. Bei Firtash sollten wir uns daran erinnern, dass er über Lew Parnas Trump zunächst „helfen“ wollte von wegen Impeachment, dann aber sollte sich Parnas gegen den Präsidenten wenden. Das russische Netzwerk in Österreich kann man bis ins Detail rekonstruieren, was Aufgabe des Verfassungsschutzes und der Bundesheer-Nachrichtendienste ist, die jedoch alles daran setzen, dass dieses Netzwerk ungehindert agieren kann. Als 2007 Norbert Darabos Verteidigungsminister wurde, wollte er kein Landesverräter für russische Interessen sein und wurde (wird) abgeschottet, totalüberwacht, bedroht. Dies offenbart die ungeheure Heuchelei von wegen „österreichisch-russische Freundschaft“, weil russische Geheimdienste einen integren Politiker mit allen Mitteln einschüchtern, damit er sich auch seine Freundschaften nicht selbst aussuchen kann.

Tweet von Stephanie Krisper, NEOS

Um dies darzustellen bzw. dahinter zu kommen, wer ihn bedroht, sodass er sich mit vielen nicht zu reden traut, habe ich das russische Netzwerk recherchiert. Wenn wir uns dem Fall Marsalek zuwenden, ist nicht nur der Konnex zur ORFG bemerkenswert, denn er floh mit der Avcon Jet, an der Andrei Kotchetkov beteiligt war, der auch in die Alizee Bank investierte, bei der Maximilian Habsburg-Lothringen involviert war, der seit Montagabend neuer ORFG-Präsident ist. Wir können uns natürlich auch selbst verarschen, doch dies gilt ebenso für den obigen Tweet von Stephanie Krispern von den Haselsteiner-Deripaska-NEOS, die auch mit einem Gusenbauer deckenden Eurofighter-Narrativ auffielen. Zwar wurde OMV-Chef Rainer Seele der Lüge überführt, wenn er im U-Ausschuss behauptete, er kenne Brigadier Gustav Gustavenau vom Verteidigungsministerium nicht, aber was machen die NEOS daraus? Sie deckten die Infiltration des BMLV durch russische Geheimdienste und attackierten den bedrohten Darabos via Eurofighter. Auch wenn es um die OMV und die russischen Netzwerke geht, vermeiden es nicht nur die NEOS, wirklich in die Tiefe vorzudringen. Es wird daher so getan, als würde aufgedeckt, um in Wahrheit umso mehr zu verschleiern.

Zackzack zu Christoph Matznetter (Ex-ORFG-Präsidium)

Das gilt auch für Peter Pilz und sein Magazin Zackzack, da er bei verdeckten Angriffen auf Airbus dabei war und Darabos nicht nur wegen Gusenbauer ins Visier nahm, sondern auch, um ihn dem jetzigen Landeshauptmann Hans Peter Doskozil aus dem Weg zu räumen. Doskozil wird auch noch vom U-Ausschuss befragt werden, weil er an der Gründung des FPÖ-„Instituts für Sicherheitspolitik“ beteiligt war, das er mit dem Ex-Abgeordneten Johannes Hübner vom ORFG-Präsidium auf Schiene brachte. Matznetter gehört nun zwar nicht mehr dem Präsidium an, deckte aber für Gusenbauer die Silberstein-Affäre zu, war für die Finanzen der SPÖ zuständig, ist CFO bei Lafarge Zement (was Connections zu Strabag und RHI-Magnesita geradezu bedingt) und Aufsichtrat bei ATB und publiziert mit dem Vertrauensanwalt der russischen Botschaft Gabriel Lansky, über den es auch viel zu sagen gibt. Matznetter ist auch Vizepräsident der Wirtschaftskammer, deren Präsident Harald Mahrer nun ebenfalls nicht mehr ORFG-Funktionär ist. Beim Thema Doskozil sind wir wieder bei Deripaska, denn als er (im Namen von Putin?) wünschte, dass die Jumaschews eingebürgert werden, schloss man im November 2008 einen auf ein Jahr befristeten Mietvertrag ab. Dafür wurde ein heruntergekommenes Haus an einer Durchzugsstraße in Winden am See im Burgenland ausgewählt, in dem man die Jumaschews nie antreffen konnte.

Erste Folge der ABC News-Doku

Es war der tägliche Weg von Landeshauptmann Hans Niessl von Frauenkirchen nach Eisenstadt; seit November 2008 war Doskozil in seinem Büro beschäftigt und zunächst für den überschaubaren Fuhrpark und die Chauffeure zuständig. Damit erklärt sich dann wohl auch der Aufstieg Doskozils, der ja bewiesen hatte, dass er der „Richtige“ ist für Landesverrat; damals wurden auch die Weichen dafür gestellt, dass Gusenbauer außerhalb des Bundeskanzleramts Moskau erst recht sehr nützlich war. Der U-Ausschuss darf nur ja nicht anstreifen beim wirklichen Ausverkauf Österreichs an Russland; dies kann man mit kompromittierten Mitgliedern wie Christoph Matznetter von der SPÖ erreichen und dadurch, dass wichtige Zeugen nicht erst geladen werden. Interessant war bei der Einbürgerung des Jelzin-Clans auch, dass sich Günther Apfalter (Europa- und nun auch Asien-Chef von Magna) und Franz Schnabl (LH-Stellvertreter in Niederösterreich, Ex-Magna-Sicherheitschef) dafür stark machten. Und dass für die Staatsbürgerschaften auch sprach, dass Deripaska in der Wiener Riemergasse Luxusappartements bauen wollte; die dafür notwendige Firma hat ihren Sitz in der Teinfaltstrasse 8, wo auch Gusenbauer und sein Anwalt und Geschäftspartner Leo Specht lange Zeit ihr Büro hatten. Auf deren Kappe gehen übrigens Eurofighter-Scheinverhandlungen gegen den Willen des bedrohten Darabos.

Novomatic unterstützt Clinton

PS: Neben Jan Marsalek und Markus Braun von Wirecard unterstützten auch Konzerne die ORFG, etwa Signa, Magna, Strabag und auch Novomatic. Hier sei auf den Ausspruch von Heinz Christian Strache auf Ibiza verwiesen, wonach Novomatic „alle“ zahle. Als Bill Clinton 2007 erstmals zum Life Ball nach Wien kam, bemühte sich Bundeskanzler Alfred Gusenbauer sehr darum und sorgte auch dafür, dass eine Million Dollar für die Clinton Foundation zusammenkamen. Davon brachte allein Novomatic die Hälfte auf; Novomatic war auch an Bord beim Vertrag zwischen dem Doskozil-Verteidigungsministerium und dem Institut für Sicherheitspolitik. Im U-Ausschuss wurde auch angesprochen, dass der Lobbyist Peter Hochegger einen „Masterplan“ zur Einflussnahme für Novomatic entwickelte; bei ihm arbeitete der spätere SPÖ-Kommunikationschef Stefan Hirsch, der auch Sprecher für Gusenbauer und Doskozil und gegen Darabos war. Der 24. Mai 2007, an dem Bundespräsident Heinz Fischer und Gusenbauer Clinton in Wien empfingen, war ein wichtiger Tag, da sich auch Putin und Deripaska hier aufhielten, und andem Eurofighter-Vetragsausstiegsverhandlungen zu Scheinverhandlungen wurden. Damals beteiligte sich Deripaska an Strabag und Magna; außerdem übersiedelte Firtash einen Teil seiner Geschäfte nach Wien. Wenn es um Österreich geht, darf man den Brief nicht vergessen, den die russische Society against Terror and Corruption SATCOR 2004 an Innenminister Ernst Strasser (damals auch Präsident der ORFG) schrieb, um vor Putin und Deripaska zu warnen. Als Doskozil gegen Airbus vorging, engagierte er übrigens Ukraine-Lobbying-Partner Gusenbauers (= Manaforts, Deripaskas, Putins), nämlich Skadden (auch Benkos Anwalt) und FTI Consulting, eine Lobbyingfirma.

ABC News-Doku

PPS: In der letzten Folge der ABC News-Doku geht es auch um Trumps Visite in Moskau 2013 (Miss-Wahl); dabei spielte der aserbaidschanische (Kreml-) Geschäftsmann u.a. im Bereich Immobilien Aras Agalarov eine Rolle, dessen Sohn Emin mit einer der Töchter des aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Olijew verheiratet war. Bei Aserbaidschan muss man nicht nur an Malta denken, sondern auch an Österreich-Connections zu Aserbaidschan, die zum Teil auch mit Malta zu tun haben. Statt dem erwähnten Franz Schnabl hätte auch Gerald Gerstbauer, der Präsident der Österreichisch-Aserbaidschanischen Handelskammer (ATAZ), Chef der SPÖ NÖ werden können. Mit der ATAZ verbinden wir neben Gabriel Lansky auch Alfred Gusenbauer und seinen Geschäftspartner Alon Shklarek. ABC News geht auf das Steele-Dossier ein, in dem behauptet wird, Trump habe sich in Moskau von Prostituierten einen „Golden Shower“ verpassen lassen. Allein die Behauptung ist typisches Kompromat, da man Deep Fakes schon verwendete, ehe es diesen Begriff gab, wie man etwa am Beispiel des für Boris Jelzin unangenehmen Generalstaatsanwalts Juri Skuratow sehen kann. Genauer gesagt erledigte das FSB-Chef Wladimir Putin für Jelzin; es ging um in die Schweiz transferierte Gelder, unter anderem für Jelzins Tochter Tatjana, die dann Jumaschew heiratete und jetzt Österreicherin ist.

5 Kommentare zu „Trump, Deripaska und Österreich

  1. Deshalb gibt ja Nobelpreise, Literatur usw.. damit man diese Leute benutzen kann.

    Alles Vorwürfe, gegen Trump, General Fyln sind getürkt, von dem FBI Mann Comey, dessen Ehefrau bei Hillary Clinton Foundation einen guten Job hatte. Alles von den Clinton, Obama Leuten organisiert und die Fakten sind bekannt. Generla Fyln, wurde von allem Vorwürfen frei gesprochen. Judge Appoints Amicus Curiae to Assess Michael Flynn Dismissal, May 14, 2020 https://cryptome.org/2020/05/flynn-205.pdf

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  2. Hallo lapsi,

    gut gemacht, daher unterschreibe ich ihren Post.

    Die Gang, die damals schon gegen Trump arbeitete,
    hat nun eine ganz besonders teuflische Aktion vor,
    falls die Wahlen 2020/November nicht in ihrem Sinne ausfällt.

    Recherchieren sie mal:

    Transition Integrity Project… TIP
    —————————————————-
    Wenn man sich die Mitgliederliste dieser NGO
    ansieht, ist kein einziger Russe dort aufgeführt.

    Die meisten gehören übrigens dem Silicon Valley
    an und sind sehr, sehr reiche US-Oligarchen.

    Falls diese Leute sich durchsetzen, wird es evtl.
    zu einem Bürgerkrieg in den USA kommen.

    Das ist auf jeden Fall von dieser Gruppe so geplant.
    Auch von „eliminieren“ D. Trumps wurde schon
    nachgedacht….also kennedysieren.

    Kalifornien soll in mehrere Staaten aufgeteilt werden,
    damit gesichert wird, dass auf jeden Fall die Demokraten gewinnen. Die beiden Clintons, Obamas und Bidens geben nicht auf.

    Es werden jetzt schon Artikel verbreitet, dass Russland/Putin die Wahlen in den USA manipulieren wird…. falls das Ganze aus dem Ruder läuft, womöglich auch noch blutig, muss wieder Russland den Kopf hinhalten.

    An vorderster Front mal wieder das Netzwerk aller
    Netzwerke…… das Desinformations-Büro Integrity Initive, mit seinen vielen hunderten gekauften Journalisten rund um den Globus.

    Auch New Knowledge und C4SS u. a. spielen mit.

    Gegen Trump sind/sollen z.B.:

    American Enterprice Institut
    Hudson Institute
    Freedom House
    Hoover Instition
    Center for American Progress
    Center for New American

    Diese Orgas – ich habe nur einige aufgelistet – sind
    alle Anhänger der DEMs/Demokratische Partei,
    also Clinton, Obama, Biden u. anderen Quer-Treibern.

    Einige „Friedensstifter“ wurden aber schon
    angeklagt. Es sollen ca. 37 – 40 Personen sein. Ich
    habe eine Namensliste mit 37 Personen gesehen.

    Erst die kleineren Halunken, die der USA enorm
    geschadet haben. Später dann hoffentlich auch die
    sehr mächtigen US-Oligarchen.

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