Die SPÖ und das Stockholm-Syndrom

Pamela Rendi-Wagner wirkte so aufgezogen am Wahlabend im Burgenland, dass man sich fragt, was mit ihr passiert ist. Wird sie unter Druck gesetzt, wenn sie nicht darauf reagiert, dass Landeshauptmann Hans Peter Doskozil sich ständig von ihr und der SPÖ distanzierte? Möglich ist alles, denn Ex-Landesrat Norbert Darabos wird schon lange brutal zugesetzt, der zumindest offiziell immer als „Kronprinz“ von Alt-Landeshauptmann Hans Niessl galt. Wenn man alles aus dem Weg räumt und keinerlei Skrupel kennt, bleibt dann derjenige übrig, den man pusht. Derzeit wundern sich einige, dass die SPÖ in einem ländlich geprägten Gebiet so erfolgreich ist; das war sie zum einen schon früher und zum anderen fehlt es dort auch weitgehend an politischen Diskussionen, mit denen man Doskozil aufgeblattelt hätte. Dies weniger beim Thema Migration als vielmehr, weil er einen Pakt mit dem Ex-Abgeordneten Peter Pilz einging, auch um Darabos zu beseitigen. Man erklärt Parteidynamiken auch gerne damit, dass die Leute sich eben anpassen, einen Job haben und ihn nicht verlieren wollen usw. Doch die Entwicklung, welche die SPÖ in den letzten Jahren genommen hat, hängt mit dem beiseite Räumen von allfälligem Widerstand, mit Infiltration und willigen Handlangern zu tun, die ihre Rolle meist nicht durchschauen.

Gerade die SPÖ-Frauen wissen auch sehr viel über Gewalt, kommen jedoch wohl kaum aif die Idee, dieses Know How intern anzuwenden. Wo verläuft die Grenze zwischen jenem opportunistischen Jubel, den man als Funktionär halt anstimmt, und zum Zurückweichen vor unterschwellig spürbarer Gewalt? Wenn in der Partei Politiker abgeschirmt werden  können und sich ihre Kontakte nicht selbst aussuchen „dürfen“, dann wird dies zwar hingenommen, ist aber unbewusst bei allen präsent. Wer davon mehr mitbekommt, verhält sich dann wie Kinder, die sehen, wie die Mutter geschlagen wird, sich aber zu schwach und zu ohnmächtig fühlen, um etwas dagegen zu unternehmen. Sieht man sich die Aufnahmen vom Wahlabend an, dann wirkt Rendi-Wagner gerade zu grell, während Darabos  (gezwungenermaßen) mitklatscht, aber wohl lieber ganz woanders wäre; es ist so beiläufig, wie man es aus Höflichkeit machen würde. Es gibt auch unterschiedliche Arten von Frauen und Männern, mit Gewalt umzugehen; Rendi-Wagner erinnert eher an die Frau, die an der Wohnungstür aufgekratzt antwortet, wenn die Polizei wegen Schreien und Schlägen gerufen wurde: Ist eh alles in Ordnung, nein, es ist nichts passiert. Oder die, von wegen #MeToo, sexuelle Übergriffe wegstecken müsste, weil sie diesen ausgeliefert war und diese dann verharmlosen „muss“.

Gender Bias im Wahlkampf

Die meisten Menschen verlassen sich immer noch auf Medien, die ihnen nur ein unvollständiges und verzerrtes Bild der Wirklichkeit liefern. Niemand wollte die Schattenseiten von Doskozil aufgreifen, weil dies nicht nur seinen Einsatz beendet hätte. Dass aber weit mehr dahintersteckt, werden nur wenige ahnen, sodass sie gerne an der Oberfläche bleiben. Wenn man genau hinsieht, wird Rendi-Wagner jetzt von mehreren Männern zugesetzt, die Doskozil unterstützen; dies soll wohl ihren öffentlichen Spielraum einschränken. Aktuelle Berichte zeigen, dass Doskozil zu einem nahezu absoluten Herrscher gehypt wird, der „nur mit dem Finger zu schnippen braucht“. Wenn er „besonders auch bei Frauen“ das wichtigste Wahlmotiv war, dann beweist dies, dass endlos wiederholte Genderstereotypien ihre Wirkung nicht verfahlen. Diese waren auch notwendig, um ihn mit dem Bereich „Sicherheit“ zu verknüpfen, wo er zwar einmal bei der Polizei war, aber auch als Verteidigungsminister nur wenig Interesse an Landesverteidigung hatte (haben sollte). „Sicherheit“ und Frauen ist Sorge für Kinder, „Sicherheit“ und Männer ist Doskozil, der angetretene Soldaten abschreitet. Traditionell sind Männer im öffentlichen und beruflichen Bereich „stark“, Frauen hingegen im privaten und häuslichen; deshalb wurde auch Doskozils Verlobte in Szene gesetzt, die einen passenden Hintergrund für seine „Stärke“ abgab.

Posting 2011 in der „Presse“ zur beherrschenden „Nomenklatura“ der SPÖ

Da verkündete er dann zum Beispiel, dass sie beide nach der Hochzeit im Mai Doskozil heißen werden, was nicht gerade nach einer Beziehung auf Augenhöhe klingt. Doch diese würde ihn schrumpfen lassen, und man musste ja auf des Kaisers neue Kleider aufbauen. Wenn wir dies weiterspinnen, ist auch klar, warum Rendi-Wagner wirkungsvoll öffentlich attackiert werden kann (ganz zu schweigen von allem, was hinter den Kulissen vor sich geht). Wegen seiner anhaltenden Stimmprobleme muss Doskozil auch geradezu überzeichnet „stark“ dargestellt werden; davon abgesehen weicht er jedem Konflikt aus und lügt anderen ins Gesicht. Es versammeln sich die Machos zu Doskozils Unterstützung,, vom Porsche-Schütze Georg Donauer in Tirol, der keine Doppelnamen mag bis zu Hans Niessl, der jetzt als Präsident der Bundessportorganisation voll ausgelastet ist (praktisch, dass Vorgänger Rudolf Hundstorfer beizeiten verstarb), Es geht dabei auch um den Kurs der Bundes-SPÖ, den man ja jederzeit auch brachial ändern könnte, der jedoch mitgetragen werden muss auch über die Parteimitglieder hinaus.

Niessl und Doskozil täuschen den Papst

Wenn man es vollkommen nüchtern und rein strategisch betrachtet (was in der Männerwelt von Doskozil, Niessl und Dornauer ganz sicher keine Frau kann), spielte es keine Rolle, wo man ihn zum Hero aufbauscht. Er soll jetzt unter anderem einen Gegenpol zu ÖVP-Bundeskanzler Sebastian Kurz bilden, was Skeptiker zweifeln lässt, ob sie wirklich Gegenspieler sind. Wie weit die Netzwerke reichen, die Doskozil kreierten, stelle ich hier dar; dazu ist auch erforderlich, einen Blick für Muster und Zusammenhänge zu haben. Es geht immer auch um Druck, Drohungen, Überwachung, Abschotten, Lügen, Amtsmissbrauch, Täuschung, Verleumdungen, Korruption und verdeckte Einflussnahme in internationalem Maßstab – und da wird Doskozil dort eingesetzt, wo er die größte Wirkung entfaltet. Nicht von ungefähr wurde der Wahlkampf sehr personalisiert, was anderswo wohl leicht spöttisch wie bei Kurz aufgenommen worden wäre. Es wird dabei auch darauf gesetzt, dass sich die Burgenländer als „Provinzler“ oft im Eck fühlen und es daher gerne ganz Österreich zeigen. Das hätten sie auch getan, wenn sie sich dem Abschuß von Darabos entgegengestellt hätten, zumal man dies gut darstellen konnte, aber sie taten es nicht. Man kann die SPÖ zuerst schwächen, um dann jemanden wie ihn zum Messias aufzubauen;  zugleich sind sie „Provinz“, weil abseits städtischer Strukturen nur wenige Querdenker überhaupt erkennen können, in welchem Ausmaß inszeniert wird bzw, was Darabos angetan wurde (wird).

Rendi-Wagner kürzlich bei Fellner

Doskozil und seine Geschäftsführer ließen keine Gelegenheit aus, um die Bundespartei zu demütigen und vorzuführen; darauf wurde nie adäquat reagiert, was für Schwäche, aber auch Druck steht. Rendi-Wagner unterwarf sichStockholm-Syndrom? – Doskozil öffentlich, wie man vor der Wahl auf oe24 gut sehen konnte. Außerdem unterstützt ihr Berater-Umfeld in Wahrheit Doskozil, unterminiert also ihre Position. Immerhin findet man dort auch Kommunikationschef Stefan Hirsch, der zu den Darabos-„Aufpassern“ gehörte. In einer schon länger paralysierten Partei wurde dies einfach hingenommen, selbst dass eine Genossen wie Ex-Minister Erwin Lanc oder Joe Weidenholzer von der Volkshilfe nie mit ihm reden durften. Beim Video unten ist auch interessant, mit wem die Gäste so vernetzt sind; aber auch gewisse Aussagen. Etwa wenn Josef Cap Doskozil lobt, weil er für „Recht und Ordnung“, aber „immer menschlich“ sei – was das genaue Gegenteil auch meiner Erfahrungen ist, „Das Verständnis eines Lebensmodells und einer politischen Strategie, um mehrheitsfähig zu sein“ dichtet Cap Doskozil an und bringt auch Formulierungen wie „Grenzüberschreitungen, die einfach stattfinden“, gemeint nicht die Skrupellosigkeit gegenüber anderen Menschen, sondern illegale Migration, die man ablehnen darf.

Cap, Westenthaler, Rauch-Kallat und Co. 

Maria Rauch-Kallat war 2003 für Schwarzgrün und setzte sich jetzt für Türkisgrün ein; sie sieht in Doskozil ein „wirkliches politisches Talent“, den sie in seiner Ministerzeit als „unglaublich jovialen und kontaktfreudigen Politiker“ erlebt habe. Sie blendet aus, dass bei Darabos (der ebenfalls auch Sportagenden hatte) in dieser Form nie möglich sein sollte. In der Runde oben sitzt auch Georg Hofmann-Ostehof vom „profil“, an dem jetzt auch Rene Benko beteiligt ist wie an der „Kronen Zeitung“: „Nachdem sich die Kronen Zeitung schon vor einem halben Jahr auf Doskozils Seite gestellt hatte, ist er mit dem Landtagswahlergebnis ein ernster zu nehmender Gegner der schwarz-grünen Bundesregierungskoalition als die rote Parteichefin Pamela Rendi-Wagner.“ Die Diskussion wird komplettiert durch Peter Westenthaler, für den Frank Stronach einmal „fast wie ein Vater“ war. Westenthaler arbeitete einmal bei Magna Steyr, doch war auch im Auftrag Stronachs im Vorstand der Fußball-Bundesliga aktiv, deren Präsident Stronach von 1999 bis 2005 war. Stronach engagierte sich finanziell bei der Wiener Austria, deren Kuratoriumsvorsitzender Michael Häupl ist und wo wir Martin Schlaff oder Hans Niessl auch unter den Anhängern finden. Westenthaler, Cap und Stronach verbindet ausgerechnet Philippa Strache, die bei Josef Cap im SPÖ-Parlamentsklub arbeitete, Geschäftsführerin von Bauträgern im Umfeld des Beraters von Fußballspielern Skender Fani und Pressesprecherin des Team Stronach war.

Heimlich aufgenommene Sitzung (oe24)

Wird hier also relativ einheitlich Stimmung gemacht, ein Bild erzeugt? Cap war geschäftsführender Klubobmann, Alfred Gusenbauer hingegen Klubobmann, als die SPÖ in Opposition war, später wurde er Klubobmann und dann geschäftsführender Präsident des Renner Instituts (Präsident: Gusenbauer). Gusenbauers Verbindungen ins blaue Lager, ob man es FPÖ oder BZÖ nennt, kann man auch daran erkennen, dass er sich schon mal von Anwalt Michael Rami vertreten ließ, den die FPÖ dann in den Verfassungsgerichtshof entsandte. Rami hat eine Kanzleipartnerschaft mit Huberta Gheneff, die bis zum Jahr 2000 mit Dieter Böhmdorfer praktizierte, der dann Justizminister wurde. Böhmdorfer vertrat auch Rene Benko, in dessen Signa Holding Gusenbauer im Aufsichtsrat sitzt, und den ukrainischen Oligarchen Dmytro Firtash. Dieser verlegte zu Gusenbauers Kanzlerzeit 2007 Firmen nach WIen (passender Weise zuerst in die Löwelstraße), während sein Ex-Geschäftspartner Oleg Deripaska im April 2007 bei Magna International einstieg und im Mai bei der Strabag, deren Aufsichtsratsvorsitzender Gusenbauer jetzt ist. Gheneff, Sommer und Rami übersiedelten am 10. Oktober 2006 in die Floragasse 5, 1040 Wien. Dort befand sich seit 2005 die  X.O. Beratung und Managment GmbH mit Vermerk im Firmenbuch, dass es laut Telekom Austria keinen Telefonanschluss gibt. Diese Zusammenhänge entdecken wir, wenn wir uns Moshe Russo  (Schwiegersohn von Martin Schlaff?) bei der Robert Placzek Holding AG ansehen, der bei X.O. alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer ist; als Gesellschafter gibt es auch die NMRS Privatstiftung an der bewährten Schlaff-Adresse An der Hülben 4, 1010 Wien.

Kern-Biograf Misik, einst mit Pilz in der GRM; und der blaue Mölzer

In der Floragasse 5 hat auch eine Filiale der ULL 34 Beteiligungs- und Management GmbH mit Huberta Gheneff an Bord ihren Sitz. Da es ums Fliegen geht, denken wir da an die Avcon Jet mit der ULL 39 Beteiligungs- und Management GmbH, also an Ex-Minister Andreas Staribacher und Andrej Kotchetkov. Aufsichtsrat der Avcon Jet ist Andreas Bierwirth, T Mobile-Geschäftsführer und Aufsichtsrat des FK Austria Wien – sein Vorgänger bei T Mobile war Sazka-Geschäftsführer Robert Chvatal, der sich auch bei der Austria engagierte.  Staribacher ist Steuerberater und Geschäftsführer der Firmen ULL 24 und ULL 27 und der mit diesen verbundenen TreuTrust, die an ULL 11 beteiligt ist. Kotchetkov war in den Ibiza-Nachwehen Thema, obwohl er nicht direkt mit diesem Skandal zu tun hatte; es gab jedoch Turbulenzen um Güssinger Mineralwasser und eine Auseinandersetzung mit Johann Gudenus. Bei Kotchetkov sei verwiesen auf die Alizee Bank, bei der sich unter anderem einige Genossen einbrachten. Generell scheinen die Blauen, die ja fast nie in der Regierung waren, dort Amateure, wo eben zum Beispiel die Gusenbauer-Netzwerke Profis sind. Wenn das nun jemandem in der Partei nicht gefällt? Wenn er oder sie möchte, dass die Fähigsten Mandate und Ämter übernehmen, statt auf Nutzen für ganz andere Interessen zu setzen? Bezeichnend ist, dass Rendi-Wagner am Tag nach der Burgenland-Wahl Gast in der Zeit im Bild 2 war und dies kritische Reaktionen auf Twitter hervorrief, weil sie nun einmal schlecht beraten sei und nicht mit Doskozil mitkönne.

Doskozil noch als Minister bei Fellner

 

An Doskozils Erfolg bastelten zwei Männer mit (wer auch sonst?), unter anderem Herbert Oschep, den er vom Büro Niessl geerbt hatte und der aus einer Offiziersfamilie stammt (also Oschep wie Anton Oschep, Ex-Chef des Abwehramtes). Es ist unfreiwillig komisch, aber nicht wie im Fasching, wenn berichtet wird: „Beim Güssinger Faschingskabarett am Samstagabend hatte sich der Moderator bereits einen kleinen Scherz erlaubt und neben dem ‚Wiener Kardinal Ägidius Zsifkovics‘ auch ‚SPÖ-Bundesparteichef Hans Peter Doskozil‘ willkommen geheißen. Um sich gleich zu korrigieren: Er halte schon den Begrüßungszettel für 2022 in den Händen.“ Zsifkovis würde gerne Kardinal Christoph Schönborn nachfolgen; er begleitete Niessl und Doskozil vor einem Jahr nach Rom, wo sie sich päpstlichen Segen für ihre Rochade holten. Auf einem der Fotos sah man Doskozil mit wie im Gebet gefalteten Händen, irgendwie passend. Nun soll er „den Ton angeben“ und „zum roten Puppenspieler“ werden, was wohl eher für seine Hintermänner gilt. Es wird nicht zufällig auch so formuliert: „Die Wiener Roten wollen sich vor allem das ‚Sozial­fighter-Image von  Dosko zum Vorbild nehmen‘ und betonen, dass er mit ‚Sozialpolitik‘ gewonnen habe.“ Deutlicher kann man kaum auf die Gusenbauer-Seilschaften hinweisen, denn 2006 hieß es „Sozialfighter statt Eurofighter“, mit Gusenbauer, seinem Freund Leo Specht, Gabriel Lansky, den israelischen Ex(?)-Agenten Tal Silberstein und Chaim Sharvit. Darabos war der formale Wahlkampfmanager, der alles als Minister ausbaden sollte. Wie im „Presse“-Posting, das drohenden Unterton hatte, ausgeführt wird, wurde er unter Druck gesetzt und der Kabinettscher „regierte“ rechtswidrig.

Facebook: Bussi im Namen der „Nomenklatura“

Befremdende bis infantile Facebook-Postings im Namen Rendi-Wagners werfen die Frsge auf,. ob man ihr auch zu verstehen gab, dass sie ja schließlich Kinder hat (wie Darabos). Denn auch sie fügt sich Aktionen, die ihr schaden und sie unfähig erscheinen lassen, obwohl man ihr ebenfalls die Intelligenz nicht absprechen kann. Sie kennt auch meine letzte Eurofighter-Sachverhaltsdarstellung, die Ermittlungen gegen Doskozil, Pilz, Gusenbauer und andere anregt und kann sie bestimmt nachvollziehen, unternahm jedoch nie etwas. Steht so viel auf dem Spiel, dass nicht einmal die Verankerung ihres Diplomatengatten in der Israelitischen Kultusgemeinde davon abhält, ihr zuzusetzen? Ich hätte als letzte Illustration auch ein Wahlkampfsujet von 2017 (auch damals beriet Silberstein) verwenden können, auf dem Doskozil verkündete, dass der teure Eurofighter Geschichte sei. Das war Vollholler, auch weil die Anzeige Doskozils gegen Airbus Schwachsinn war und seine Kampagne mit Firmen zusammenhängt, die mit Gusenbauer für die Ukraine lobbyierten. Eben haben die Eurofighter das World Economic Forum in Davos gesichert und sie fliegen auch sonst regelmässig Einsätze. 2020 kam die zweite Hälfte des Mottos von 2006 hinzu, eben der „Sozialfighter“ – damit tritt Doskozil also das Erbe Gusenbauers für die „Nomenklatura“ an, die ihn einst installierte.

PS: Hier auch mehr zur Rolle Heinz Fischers als Teil der „Nomenklatura“; Pamela Rendi-Wagner scheint den Titel dieses Artikels zu bestätigen, wenn man sie am 28. Jänner 2020 bei Niki Fellner auf oe24 gesehen hat; wie eine Doskozil-Sprechpuppe….. Die FPÖ wollte auch im Burgenland nichts von Kritik an Doskozil wissen, ist aber jetzt enttäuscht, dass er „sein wahres Gesicht“ zeige, weil er sich beim bisherigen Koalitionspartner nicht einmal bedankt.

3 Kommentare zu „Die SPÖ und das Stockholm-Syndrom

  1. Unzählige Freimaurerlogen haben 2015 im Brief die Grenzöffnung gefordert. Und jetzt wollen einige von ihnen zumachen. Das führt zu Spannungen innerhalb dieser feinen Gesellschaft.
    Die Konzernreichen sind Internationalisten. Die wissen: Wenn man einmal anfängt Grenzen zuzumachen, dann sind bald auch die Warenströme dran, Schutzzölle gegen China und dann ist das ganze internationale Abcashen ( Ausnützen der unterschiedlichen Sozialniveaus) vorbei.
    Die österreichischen Oligarchen und Parteisponsoren werden sich heftig gegen das Zumachen wehren.
    Und Rendi kann gar nicht das tun, was das einfache Volk fordert und Doskozil vorzeigt.

    Man wird sehen MIT WEM die (pleite) SPÖ tatsächlich solidarisch ist: MIT dem armen VOLK oder mit den Oligarchen.

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  2. Brocki is King!

    Das Burgenland und Teile von Wien sind (eher noch) mit Bezug auf Kultur deutschnationale Hochburgen. Das ‚Deutschnationale‘ ist im Rückzug begriffen, der Prozess dauerte an.

    Teil der deutschnationalen Identität gehört auch die Wahrnehmung von der eigenen Hände Arbeit leben zu wollen und auch zu können. Das heißt nicht, dass es nicht andere gibt.

    In Österreich sind dann schon jene mit dem Kapperl die preußische Tugenden hochhalten, welche diese Wahrnehmung noch um Pünktlichkeit, Genauigkeit usw… ergänzen. Sprach auch der Hofer wie alle Jahre wieder in der Eröffnungsrede des Akademikerballs an, ein wenig mehr zu tun als alle anderen.

    Kommunitaristischer Natur wäre in irgendeiner Form vom Verweilen auf einem Betriebsgelände anderer profitieren zu können. In dem Zwiespalt ist die SPÖ in Wien gefangen. In NÖ und OÖ zum Teil auch, aber ansonsten ist mit deutschnational nicht mehr viel.

    Die Neoklassik in deren Rahmen Lohnanteile über den Staat transferiert werden vs. Klassische Industrie wäre auch so einen Übergangsbereich zu dem sich die eine oder die andere Gruppe hingezogen fühlt.

    Die ‚linkslinke‘ Jagdgesellschaft in den Medien Mitteleuropa dachte sich mit dem E.U. Beitritt, das ‚Deutschnationale‘ würde verschwinden oder zumindest die preußischen Tugenden würden nicht länger hochgehalten. Zuerst hat man die SPÖ kaltgestellt und hernach versucht die FPÖ zu liquidieren, als wie von der Politik weisgesagt, dieses ‚deutschnationale‘ Element nicht ließ vertreiben. Denn dann dachten Sie, würde sich im von ihnen selbst orchestrierten Rahmen eines Wettbewerbs der kommunitaristischen Strömungen die beste durchsetzen. Der Nationalsozialismus gewann einst diesen Wettbewerb. Mehr sage ich nicht. Auf jeden Fall wollten sie hernach derartige Untriebe ausleben, wie bspw. auch im Rahmen Des Gret’a’lismus & Friends.

    Dabei spielen die Freiheitlichen sowieso nicht mit. Auf der anderen Seite haben wir sowieso noch

    Das bringt uns zurück zur totgeglaubten historischen Verantwortung der FPÖ, nämlich die Verbindung von deutschnationalen Elementen mit dem Kommunitarismus zu unterbinden und Menschen die einer solchen Verbindung, völlig wertfrei, etwas abgewinnen können, gegebenfalls im Umfeld der Politik im Kreis oder bis zu einem gewissen Alter ins Leere laufen zu lassen. Ob die Strategie in Zeiten des Internets funktioniert, das wird sich weisen. Der Nachteil für die FPÖ, dass sie im Kern die Alternative deutschnational ja, aber dann klassisch liberal, mehr oder minder nur, kann anbieten und das im Rahmen von Netzwerken. Selbst die Verbindung zu einer Bundes FPÖ ist elastischer Natur.

    Das dritte Lager (ein Netzwerk Freiheitlicher) hat sowieso auch die Aufgabe, die durch die ÖVP errichtete ‚Verstaatlichte aus Amterl‘ (lange Geschichte) aka. die Hydra mit dem Feuer im Herzen und das flammende Schwert schwingend den Garaus zu machen. Diese Hydra kannst du nicht würgen und auch nicht den Kopf abschlagen. Auch Kurz nicht, selbst wenn er wollt. Wenn es hoch herkommt kann er sie würgen und damit ginge ihm vermutlich schnell selbst die Luft aus.

    Die lange Geschichte: Vor 1980 wurde noch gescherzt, ohne zerschnittenes Gesicht (mit Anspielung an den CV) wirst in Österreich kein Industrieller. Die besetzen heute die (besten) Plätze in dieser Verstaatlichten der Amterl. Die Grünen haben vermutlich geglaubt sich könnten politisch etwas bewegen. So kann man sich irren.

    Im Sinne im Sozialismus die Schwarzen kontrollieren das Investitionskapital des Klassenfeinds der Roten ….

    Die Kontrolle weichte sich mit der ach so bösen Neoliberalisierung zuerst auf. Mateschitz (Red Bull) weit über Österreich hinaus bekannten Gesichter und ’self-made‘ Industriellen. Die Bildung verbesserte sich und klügere Menschen als in den Ländern in den Ämtern saßen wurden Mitarbeiter in Mittelstandbetrieben eingestellt. Das hat den Schwarzen gar nicht gepasst, dass jemand ohne sie in ihrem Land etwas werden könnte. Dann rüsteten sie die öffentl. Hände auf, tauchten die Zeit bis zum E.U. Beitritt durch und seitdem würgt zu diesem Zweck geschaffene Hydra *) frisch fröhlich alle Industriellen.

    *) Die Jobs die bspw. in der Voest wegfielen wurden in Posten im Einflussbereich der ÖVP gewandelt, denn zuvor saßen in Städten und im Bund eher die Roten in Amt und Wür(d|g)en.

    Mag sich einer denken. Naja, sind eh nur die Industriellen. Hört. Hört. Da denkt einer nicht allzu weit

    Vergänglich ist allein, dass durch das Ausrollen des Industriemodells auf alle Bewirtschaftungsbereiche jeder aus Sicht der ÖVP zum Industriellen wurde und auch der selbstständige und damit auch die ‚Deutschnationalen‘ usw…

    Deswegen müssen freiheitlich orientierte Menschen (sich der Freiheit verbunden fühlend) sich a) aus dem Würg und b) dieses Monster in Schutt und Asche legen. Wenn der Phönix glaubt er möge sich aus der Asche erheben, dann gibt es von Hoppelchen & Co eine auf die Mütze. Wollt’s nur zuvor gesagt haben, damit sich der Phönix hernach nicht beschweren kann.

    Die Hydra wird sich um Grüne Ideen einen warmen Schas scheren, sofern sie Ideen von Joschi Riegler übertreffen und zu den selben Akten legen in dem die seinen vermutlich zu großen Teil verend(et)en.

    Freiheitliche Menschen sind auch in der SPÖ zu finden, genauso wie z.T. bei den Grünen (die bei uns eher schwarze Kinder sind und auch Kinder der Liberalisierung). Deswegen ist es im Moment bei den älteren Grünen nicht so dramatisch.

    Die Pamela Rendi Wagner ist mit Bezug auf die SPÖ und ihre Landesorganisationen eher Mrs. President welche ein Plattform ala Washington in der Löwelstraße betreiben wird. Die Bundesländer sind jeder ein Fall für sich. Die SPÖ wird im Bund genauso wie alle anderen kaum die Möglichkeit haben eine Linie zu fahren.

    Sie wird halt nicht Bundeskanzler. Denn ein Xer erfreut sich halt nicht großer Beliebtheit.

    Ein Xer steht allein von Anfang an, genauso wie ein Freiheitlicher, kommunitaristisch anmutenden Strömungen, Entwicklungen oder was auch immer gegenüber.

    Allein denkt sich unsere Generation, ‚Ist der Ruf mal ruiniert, lebt es sich weiter ungeniert‘ ist eine komfortable Ausgangsbasis für No Future Kids. Wer mal am Vorbau einer Schanze aufspringt, bei dem Spielen die Haltungsnoten keine Rolle mehr. Aber die Fahrt, ja die Fahrt, die wird auf ewig holprig. Unsereins packt das Schwert und das Schild und stürmt auf den Hügel los, just jenen, auf dem der König das rege Treiben der Schlacht schaut.

    Die PRW kann die versammelten Kamikaze Attacken in der SPÖ durchaus gut koordinieren. Sie hat Talent. Was wird sich sich wohl denken watch?v=SrVMzDw7ncs.

    Was wohl der Sebastian. Kurz … watch?v=OMrwcix41sY. Wenn ich schon eine schwarze Alleinregierung habe, dann fühlt sich das an wie der Frühling im kommunistischen Wien, wo der Flieder gemäß oben genannter kommunitaristischer Natur…. Nah, eh schon wissen. Den Klassenfeind hängen wir am Ende wieder den Roten um.

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