Die SPÖ, Gottes Segen und ein getäuschter Papst

Vor einem Jahr besuchten Landeshauptmann Hans Niessl, Landesrat Hans Peter Doskozil und Bischof Ägidius Zsifkovics Papst Franziskus im Vatikan. Es ging darum, den bevorstehenden Landeshauptmannwechsel mit Gottes Segen über die Bühne zu bringen. Dabei war es aber notwendig, dass Niessl und Doskozil dem Papst vortäuschten, dass alles mit rechten Dingen zuging, also auch in Einklang mit den Zehn Geboten steht. Es war jedoch dafür notwendig, dass die beiden den Namen Gottes missbrauchten, falsch Zeugnis wider den damaligen Landesrat Norbert Darabos redeten und seine Rechte gröblichst verletzten. Der ehemalige Abgeordnete Peter Pilz zeigte Darabos wegen des Vergleichs mit Eurofighter 2007 an, um Ex-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer zu decken und den Weg für Doskozil an die Lanndesspitze freizumachen. Meldungen zum Rom-Besuch samt Audienz bei Franziskus lasen sich dann so: „Franziskus bittet Landeshauptmann Niessl und designierten Nachfolger Doskozil um weitere Arbeit zum Wohl der Menschen.“ Natürlich muss das Oberhaupt der Katholischen Kirche darauf vertrauen können, dass man sich ihm mit lauteren Absichten nähert und den Namen Gottes und ihn nicht für ein Betrugsmanöver benutzen will, um dieses zu legitimieren. Weil das Handeln von Niessl und Doskozil nicht nur die Führung des Landes in Frage stellt, sondern auch weitreichende Hintergründe hat, wende ich mich nun an den Papst: 

Sehr geehrter Heiliger Vater,

vor einem Jahr besuchten Sie der burgenländische Bischof Ägidius Zsifkovics, der damalige Landeshauptmann Hans Niessl  und sein designierter Nachfolger Hans Peter Doskozil. Zsifkovics sah dies als „Dankwallfahrt“, die zugleich eine „Bittwallfahrt“ war, bei der er auch Doskozil um „Wohlwollen in kirchlichen und gesellschaftlich bedeutsamen Dingen ersuchen“ wollte. „Doskozils professionelle, menschliche und beherzte Art, mit Herausforderungen umzugehen, habe ihn bereits 2015 als Landespolizeikommandanten in der Flüchtlingskrise ausgezeichnet“, heisst es in der Meldung dazu; den Rom-Aufenthalt nutzte Niessl auch, um Zsifkovics in kirchlichem Rahmen die höchste Landes-Auszeichnung zu übergeben; Sie wurden mit einem Trikot der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft beschenkt. Da Sie laufend von Vertretern der Spitzenpolitik aufgesucht werden, die dadurch auch Gottes Segen für ihre Vorhaben sichern wollen, werden Sie mit den jeweiligen Hintergründen nicht vertraut sein. In diesem Fall gehörte dazu, den früheren Verteidigungsminister und Landesrat Norbert Darabos, der wie Zsifkovics der kroatischen Volksgruppe angehört, brutal aus dem Weg zu räumen.

Webseite der Diözese Eisenstadt

Ich werde im Folgenden für Leserinnen und Leser moderne Interpretationen der Zehn  Gebote von der Webseite der Erzdiözese Wien zitieren, um die Tragweite der Vergehen deutlich zu machen, die mit Ihrer durch Täuschung erlangten Mithilfe Gottes Segen erhalten sollten. Bei „Du sollst nicht töten!“ steht am Ende: „Provokant ist eine individualethische Interpretation des Tötungsverbots, die sich auf Jesus berufen kann, der das Tötungsverbot des Alten Testaments wiederholt und im Hinblick auf die Gesinnung des Menschen gegenüber seinem Mitmenschen in der Bergpredigt (Mt 5, 21ff) zuspitzt und ausweitet: Nicht nur Töten, sondern jegliche Beschimpfung und Herabwürdigung des Mitmenschen wird hier verboten, also auch Rufmord und Mobbing. Das Tötungsverbot bleibt eine Provokation – für den Einzelnen wie für die Gesellschaft!“ Genau das fand statt, um Darabos loszuwerden, denn er wurde medial immer mit Fake News falsch dargestellt und es wurden dann gezielt bösartige Gerüchte über ihn gestreut, um seinen erzwungenen Rückzug aus der Politik plausibel zu machen; auch mir gegenüber wurde und wird Rufmord nach wie vor eingesetzt, weil ich dazu nicht schweige, sondern recherchiere. „Du sollst nicht falsch gegen deinen Nächsten aussagen“ ist genau das, was Doskozil mit Niessls stillschweigender Duldung nicht getan hat, als Darabos wegen eines 2007 mit Eurofighter geschlossenen Vergleichs vom Komplizen Doskozils, dem Ex-Abgeordneten Peter Pilz 2017 wegen vermeintlicher Untreue angezeigt wurde.

Bericht zu Finanzskandal

Ich binde hier bewusst diesen Beitrag ein, weil er zeigt, dass der Vatikan immerhin imstande ist, selbst solche Machenschaften ans Licht zu bringen und abzustellen; im weltlichen Bereich verhält es sich meist ganz anders. Es wird jedoch kritisiert, dass auch bei Ihnen Experten mitunter zu spät zum Zug kommen; genau so wird im säkularen Bereich Korruption und deren langjährige Duldung möglich gemacht oder dass sich vernetzt agierende „Player“ am Staatsvermögen zum Schaden der Allgemeinheit bereichern. Ich habe die Causa Eurofighter umfassend dargestellt, sodass ich Sie darauf verweisen kann; in Stichworten geht es darum, dass die Regierung von Wolfgang Schüssel, einem Christdemokraten, 2003 einen Vertrag mit Eurofighter über den Ankauf von 18 Jets unterzeichnete. Eurofighter gehörte zu EADS (heute Airbus) und führte den Eurofighter Typhoon mit Erstflug 2006 auf dem Markt ein. Es mag einem nicht gefallen, dass Luftfahrtindustrie auch Rüstungsindustrie ist, doch hier geht es auch um Konkurrenz z.B. mit US-Konzernen wie Boeing oder Lockheed. Hans Niessl wurde im Jahr 2000 durch den geschickten Wahlkampf seines Geschäftsführers Norbert Darabos Landeshauptmann,  sodass viele dachten, der Jüngere sei damit auch sein „Kronprinz“. Die SPÖ zog ab 2001 internationale Wahlkampfberater bei: Stanley Greenberg aus dem Umfeld der Clintons und den bei ihm tätigen Tal Silberstein, dessen Wahlkampfdebut 1999 bei Ehud Barak stattfand. 2002 gewann Schüssel haushoch bei vorverlegten Wahlen, obwohl SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer (der nach wie vor der Katholischen Kirche verbunden ist) Greenberg und Silberstein engagierte.

Clip zu Papst Franziskus

Im März 2003 wurde Darabos SPÖ-Bundesgeschäftsführer; 2006 vertrat er nach außen einen „Sozialfighter statt Eurofighter“-Wahlkampf, den aber Gusenbauer, sein Freund, der Oligarchenanwalt Leo Specht, Greenberg und Silberstein gestalteten. Danach trennten sich die Wege von Greenberg und Silberstein, weil dieser dem amerikanischen Juden viel zu brutal agierte. Da es nach der Wahl erst recht gegen Eurofighter gehen sollte, heuerte man den israelischen Privatdetektiv Chaim Sharvit an, der wie Silberstein Geheimdienst-Vergangenheit haben soll. Die SPÖ gewann die Wahl knapp und setzte gegen die Stimmen der ÖVP, aber mit Unterstützung der Freiheitlichen und der Grünen einen Untersuchungsausschuss zu den Eurofightern ein, dessen Vorsitzender Peter Pilz wurde. Darabos wurde zum Verteidigungsminister wider Willen (so Schüssel), der von Anfang an über Gusenbauers ehemaligen Sekretär Kammerhofer abgeschottet wurde, den man zum Kabinettschef machte, der nur echte Ministerweisungen weitergeben dürfte und sonstnichts. Sehr viele scheiterten daran, mit dem Minister zu reden, da Kammerhofer sie abwimmelte und selbst rechtswidrig „Minister spielte“. Dies impliziert Druck und Überwachung, weil ihn Darabos nicht hinauswerfen und auch niemanden treffen konnte, der nicht mit ihm reden durfte. Er hatte ein wenig Spielraum insofern, als dass man ihn schwer mit Handschellen vorführen konnte, also zumindest oberflächlich den Anschein erwecken musste, dass er sein Amt ausübte. So machte er den „Anwalt der Republik“, den Chef der Finanzprokuratur, zum Verhandlungsleiter gegenüber Eurofighter. Darabos kannte den Kaufvertrag sehr gut (auch wenn er nicht mit den Verhandlern von 2003 reden durfte) und wusste, dass ein Ausstieg wie versprochen aussichtlos ist.

Doskozil und Niessl 2019 im Interview

Es sollte also ewig verhandelt werden, damit die Jets wie von der Regierung Schüssel bestellt geliefert werden. Gusenbauer durchkreuzte dies, indem er einen von Specht empfohlenen Zivilrechtsexperten als Verhandlungsleiter einsetzen ließ und Darabos sich zu fügen hatte. Anders als beispielsweise die deutsche Kanzlerin hatte er jedoch keine Richtlinienkompetenz, es galt allein das Weisungsrecht des unter Druck gesetzten Ministers. Der „Anwalt der Republik“ wurde mit einem Anruf des Minister spielenden Kabinettschefs aus dem Verhandlungsteam entfernt, sodass es zu einem Vergleich kam, der Eurofighter und Österreich schadete (weil wir weniger und ältere Jets bekamen, die extra nicht mit Selbstverteidigungs- und Nachtsichtvorrichtungen ausgerüstet wurden). Es gab im Ministerium nur sehr selten, ein paarmal pro Jahr, schriftliche Ministerweisungen, d.h. eindeutig auf Darabos zurückzuführende Anordnungen; alles andere verlief mündlich via Kammerhofer, der fremde Befehle ausführte und den Minister in Schach hielt (cui bono?). 2016 wurde Doskozil Verteidigungsminister und brachte Kammerhofer bei den Bundesbahnen unter, wo man ihn zum Abteilungsleiter ohne Aufgaben machte.  Meine erste Begegnung mit Doskozil bestand darin, dreist angelogen zu werden, da er behauptete, dieser sei „beurlaubt“ und mir versprach, darüber zu reden, wie dieser mir geschadet hatte (dazu kam es dann nie).

Doskozil 2019 im Wahlkampf

Weil ich zu den Personen gehörte (gehöre!), für die Darabos tabu war (ist!), obwohl er Kontakt zu ihnen wollte/will (bzw. umgekehrt), fing Kammerhofer an, mich zu bedrohen, zu verleumden und mir mit Komplizen auch via Justiz zu schaden, in der man Gottes Gebote vielfach auch nicht kennt und sich Netzwerke gebildet haben, die vielen Menschen ihren  gesamten Besitz rauben, sie quälen und vorzeitig sterben lassen. Ich habe auch in höchster Not (ohne eigene Wohnung, ohne persönlichen Besitz) dank Internet nicht aufgehört, den Hintergründen nachzugehen und so auch rekonstruiert, auf welch perfide Weise Doskozil – immer mit Niessls stillschweigendem Einverständnis – Darabos ausschaltete. Weil im Internet auch diejenigen sich leicht beeinflussen lassen, die angeblich kritisch sind, ist dsas Vernichten einer Frau aber nicht so schlimm wie irgendein Posting, über das sich alle mpören.  Auf die Beteiligung Niessls machte mich der letztes Jahr verstorbene ehemalige Vizechef des Abwehramtes (Heeresnachrichtendienst) Ewald Iby aufmerksam, der Burgenländer und Ritter vom Heiligen Grab ist.  Als Doskozil Minister wurde, ging er einen Pakt mit Pilz ein, der gerade auch im Kontext Eurofighter immer wieder Zeugen einschüchterte und Drohungen in den Raum stellte; dies richtete sich auch gegen Darabos (bereits 2007). Zu diesem Pakt gehörte, dass Pilz für ihn (und für seinen Förderer Gusenbauer) Darabos anzeigt und ihm dabei hilft, Airbus anzuzeigen. Im August 2016 landete der Eurofighter-Vergleich vom 24. Juni 2007 bei Pilz, der Medien Auszüge gab, was schon vorwegnahm, wie gegen Darabos und Airbus 2017 vorgegangen wird. Im Februar 2017 zeigte Doskozil Airbus überfallsartig wegen angeblicher arglistiger Täuschung und Betrugs an; er hätte sich einmal in den Spiegel sehen und die Zehn Gebote zur Hand nehmen sollen. Er verwendete dafür Millionen an Steuergeld, unter anderem, um ehemalige Ukraine-Lobbying-Partner von Gusenbauer zu engagieren, gegen die inzwischen bereits US-Behörden (wegen der Ukraine) ermittelt haben. Es zielte darauf ab, Airbus auf dem Markt zu schaden, die Marktkapitalisierung des börsennotierten Unternehmens zu beeinträchtigen, also indirekt auch Arbeitsplätze zu zerstören.

SPÖ-Wahlkampfzentrale mit Medien 2019

Dann brachte Pilz mithilfe der FPÖ einen Untersuchungsausschusss auf Schiene, der vor allem dazu diente, eine Anzeige gegen den unschuldigen Darabos zu rechtfertigen. Pilz hatte den geheimen Vergleich vom Juni  2007 unter Geheimnisverrat erhalten, was Doskozil anzeigen hätte müssen, doch das tat er natürlich nicht. Man wollte dann weismachen, dass in einem einst von Kammerhofer benutzten und regelmäßig geleerten Stahlschrank im Ministerium „plötzlich“ ein Vergleichsentwurf vom 24. Mai 2007 gefunden wurde, handschriftlich verfasst von Gusenbauers neuem Verhandlungsleiter. Pilz lobte Doskozil immer wieder öffentlich dafür, das Ministerium auf den Kopf gestellt zu haben, um den nur in einer einzigen Kopie vorhandenen Entwurf „gefunden“ zu haben (der extra für dieses Täuschungsmanöver dort platziert wurde). Dazu befragte man nie Darabos, sondern nur einen Zeugen, der die Handschrift wiedererkennen sollte; am Nachmittag nach Darabos‘ Auftritt am 1. Juni 2017 im Ausschuss; das Schriftstück langte dort am Vormittag des 2. Juni  ein. Gusenbauer spielte dann den Ahnungslosen und pochte auf eine Ministerverantwortung laut Verfassung, die der von seinen Hintermännern unter Druck gesetzte Darabos so nie ausüben konnte. Pilz zeigte Darabos wegen der Unterschiede zwischen Entwurf und Vergleich an; über diesem schwebt seither das Damoklesschwert einer möglichen Anklage wegen eines Delikts mit Strafrahmen bis zu zehn Jahre; dazu kommen gezielt gestreute bösartige Gerüchte. Die Justiz weigerte sich stets, Zeugen einzuvernehmen, die über Darabos‘ Abschottung berichten und andere Wahrnehmungen zu Protokoll geben können, obwohl  sie laut Strafprozessordnung Entlastendes ermitteln muss und sich im Zuge dessen auch andere Verdachtslagen (etwa bei Doskozil oder Pilz) ergeben können. Auch im Burgenland selbst mauerten Justiz und Verfassungsschutz, weil Darabos um jeden Preis aus der Politik entfernt und Doskozil (mit Gottes Segen!) emporgehoben werden musste, mir widerfuhr deshalb auch weitere Einschüchterung.

 

 

Jänner 2019, ehe Darabos auf Facebook verstummen musste

Dieser teuflische Pakt stand im Hintergrund, als sich Niessl und Doskozil Gottes Segen auch für den erzwungenen Abschied von Darabos aus der Politik holen wollten. Als Doskozil ab März 2019 Landeshauptmann war (und Darabos keine politische Funktion mehr haben darf, obwohl/weil er der beste Stratege der SPÖ ist), bekam er immer größere Probleme mit den Stimmbändern, was Operationen nötig machte. Man kann die Weichenstellungen in Richtung Doskozil bereits auf Herbst 2008 datieren, als er in Niessls Büro zu arbeiten begann und Gusenbauer aus dem Kanzleramt ausschied; Darabos war out, weil er kein willenloser Statist sein wollte. Ob er selbst sich je als Landesshauptmann sah, alles durch das Erleben von Druck anders wurde oder nicht – im öffentlich produzierten, sicher auch trügerischen Bild war er der logische Nachfolger Niessls. Insofern geht es dann schon auch um „Du sollst nicht begehren deines Nächsten Gut“, wobei zum neunten und zehnten Gebot schön erklärt wird: „Beide Gebote appellieren und mahnen, die Sphäre des Mitmenschen auch gedanklich zu achten und zu schützen. Theologische Ethik spricht hier von ‚Paränese‘, Ermahnung an die innere Gesinnung von Menschen. Menschen und ihre Beziehungen sind nicht nur in der Tat, sondern auch in Gedanken zu respektieren.“ Mit jedem Job und mit politischen Ämtern sind auch Kontakte verbunden, Emotionen, der Austausch mit aanderen, die ohne entsprechende „Legitimation“ oft nur schwer oder gar nicht herzustellen sind. Ein Begehren des Nächsten Gut war ja auch Kammerhofers „Ministerspielen“, das nicht nur der Republik Österreich Schaden zufügte, sondern auch dem Menschen Darabos. Anders als Doskozil und Kammerhofer ist Darabos jemand, der Situationen blitzschnell erfasst und sich nicht selbst überschätzt, weil er Täuschung und Manipulation durchschaut.

Wahlwerbung 2017

Die Eurofighter sind natürlich keineswegs „Geschichte“, sondern sichern gerade das World Economic Forum in Davos. Als Doskozil wie oben ersichtlich beworben wurde, hatten er und Pilz gerade Darabos aus dem Feld geräumt; Doskozil wurde dann auch als vermeintlicher Gegner von Korruption verkauft; bei Pilz gehen viele davon aus, dass er Agent einer fremden Macht ist, was weder Niessl noch Doskozil je hören wollten.  Doskozil wird von der politischen Konkurrenz so beschrieben, dass er einmal mit Experten spricht, eine Nacht darüber schläft und sich selbst für einen Experten hält, der stur an seinem Vorhaben festhält, egal welche Einwände kommen. Als gerade die zweite Boeing 737 Max abgestürzt war, sagte Doskozil (am 14. März 2019) im mittlerweile dritten Eurofighter-U-Ausschuss aus. Er sah hinter jeder Ecke einen Vertreter von Airbus, wenn er kritisch gefragt wurde und verdammte den europäischen Arbeitgeber, mit dem man keine Geschäfte machen dürfe; Darabos aus der Politik gedrängt zu haben (mit Lügen und Täuschung) betrachtete er als notwendiges Opfer. Es kam auch zutage, dass er seinen Nachfolger im Ministerium Mario Kunasek von der FPÖ hintergangen hatte, indem er den USA und Schweden mitteilte, dass angeblich Alternatven zu den Eurofightern gesucht werden, ohne dies Kunasak zu verraten. Er stellte sich beeinflusst von Pilz vor, dass man die Eurofightern auf Halde legt und einfach andere Flugzeuge kauft; vielleicht gebrauchte F-16 (von Lockheed) aus Israel, wie Pilz 2018 von Kunasek forderte. Dass die Jets nicht „Schrott“ sind, wie ihm Pilz einredet, zeigt die deutsche Debatte über die nukleare Teilhabe; außerdem wurden kürzlich welche nach Kuwait geliefert.

Medien-Schützenhilfe für Pilz und Doskozil (Februar 2017)

Als er noch Minister war, machte Doskozil absurde Schlagzeilen wie „Lasse mich nicht einschüchtern“  (von einem „Rüstungskonzern“ wie Airbus, während er bei einem anderen teuer einkaufte) oder dass „die Republik“ Österreich von Airbus 1,1 Milliarden Euro „zurückfordere“. Doskozil, der sich im Handumdrehen für einen Experten hält, attackiert andere aus dem Hinterhalt und wundert sich, wenn sie reagieren, was dann gleich „einschüchtern“ ist. Ich denke, es ist auch „einschüchternd“, wenn ich trotz aller Schikanen auch gegen mich persönlich nicht schweige und darauf hinweise, dass er in seinem Innersten wissen wird, dass er in zu große Schuhe gedrängt wurde, als er in die Politik einstieg. Hier muss man auch das internationale Umfeld betrachten, vor dem man sich leicht zur Lachnummer macht, während man noch dachte, sich erfolgreich mit einem Konzern anlegen zu können. Die Probleme von Boeing nicht nur mit der Max sind heute viel stärker bekannt als 2019; sie haben auch damit zu tun, dass der amerikanische Konzern auf den Erfolg der A320neo-Familie mit untauglichen Mitteln reagierte. Man hörte dieser Tage Aussagen amerikanischer Politiker, wonach Boeing ein entscheidender Faktor für das BIP der USA ist; zugleich aber ist Airbus jetzt der weltgrößte Flugzeugbauer. Airbus ist aber zum einen Konkurrent, zum anderen auch US-Arbeitgeber; deshalb legte das US-Justizministerium eine Sachverhaltsdarstellung von Doskozil in seinen letzten Tagen als Minister (Dezember 2017) auch bloß ab. Er hatte auch in  Großbritannien keine Chance, obwohl die Negativ-PR, die er lancierte, auch auf die City of London abzielte (die Gusenbauers Oligarchen-Verbindungen ganz gut kennen).

11. Jänner 2019, ein letztes Darabos-Posting

Ein Landeshauptmann wirkt natürlich wie jeder Politiker, auch wie jeder kirchliche Würdenträger durch seine Stimme; Doskozil hat jedoch anhaltende Stimmbandprobleme. während Darabos auch virtuell zu verstummen hatte. Dass er nicht freiwillig aus der Politik ausgeschieden ist, sieht man auch im Video von jener Pressekonferenz, bei der Doskozil verkündete, wer Darabos in der Landesregierung nachfolgen soll. Charakteristisch ist auch, dass Doskozil mit Piepsstimmchen gerne „Haltet den Dieb“ ruft, etwa wenn er dafür ist, Menschen präventiv einzusperren („Sicherungshaft„), weil sie vielleicht einmal Straftaten begehen könnten. Als sich ein Betrunkener bei einem Doskozil-Verwandten über den Politiker auslies, wurde der Mann gleich verhaftet, vor Gericht gestellt und eingesperrt – von wegen „Morddrohung“ – bestehender Druck auf Darabos, der mit vielen immer noch nicht reden „darf“, wird von den gleichen Behörden ignoriert. Wenn man beständig mit Täuschung arbeitet und Menschen manipuliert, glauben sie an einen Berg an Lügen und sind nur schwer dazu zu bewegen, umzudenken oder sich zumindest einige Fakten anzusehen,  die ein anderes Bild zeichnen. Paradoxer Weise werden jene als störend und unfair empfunden, die Manipulation nicht mit Manipulation, Lüge nicht mit Lüge beantworten, sondern an Verstand, Herz und Gewissen appellieren. Ich weiß nicht, inwieweit Bischof Zsifkovics bewusst war, an welch einer Farce er mitwirkte; er wird als sehr ehrgeizig beschrieben auch was eine allfällige Nachfolge von Kardinal Christoph Schönborn betrifft.

Fastensuppe mit dem neuen Landeshauptmann (2019)

Es ist gut möglich, dass er an den gerade im Amt befindlichen „Weltlichen Obrigkeiten“ orientiert ist und da eben zuerst Niessl zählte, dann Doskozil, nicht aber Darabos, der auch einmal an ihm Kritik übte. Ich habe natürlich keine Ahnung, ob der Glaube von Niessl und Doskozil nicht doch nur vorgetäuscht ist; jedenfalls wollten sie sich Ihren Segen für die lang geplante Rochade holen und unterwarfen sich somit eben auch den Zehn Geboten. Vielleicht holte sich der geschiedene Hans Niessl auch indirekt Ihren Segen für seine neue Beziehung zur Mitarbeiterin eines Ordensspitals; Doskozil reiste (noch) ohne Freundin nach Rom; diese war aber nach seiner Wahl zum Landeshauptmann Thema in der Presse. Wenn Sie in dieser Hinsicht allzu streng sind, werden Ihnen wohl viele Gläubige davonlaufen; ich selbst bin evangelisch sozialisiert, sodass ich nicht alles nachvollziehen kann. Ich weiß aber dadurch auch, dass man alles im Grunde auf „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ verdichten kann, weil es Täuschungsmanöver auf dem Rücken anderer Menschen wie die Geschilderten, Drohungen, Verleumdungen, absichtliche Schädigung anderer, feiges Wegsehen usw. ausschließt. Weil ich wahrhaftig sein und die Wahrheit finden, bei ihr bleiben und sie verbreiten wollte, werde ich eingeschüchtert; bislang gab es immer doch helfende Hände, sodass ich nicht unter der Brücke schlafen musste; die meisten mauern aber, wenn ich sie um Hilfe ersuche, gerade auch (indirekt) Mitverantwortliche. Ich habe eine vorübergehende Unterkunft in Wien, jedoch nur bis Mitte Februar und weiss nicht, was danach kommt. Ja, ich bitte auch Sie um Hilfe, und natürlich darum, dass Sie sich gegen Täuschung zur Wehr setzen.

Mit freundlichen Grüssen

Alexandra Bader

erreichbar unter 00436508623555

alexandra(at)ceiberweiber.at

 

 

7 Kommentare zu „Die SPÖ, Gottes Segen und ein getäuschter Papst

  1. Ich würde auf Franziskus nicht zuviel Hoffnung setzen – er meint es gut, ist aber nicht der intelligenteste. Er studierte einige Zeit in Deutschland, wo er über Romano Guardini dissertieren sollte, kehrte aber wieder nach Argentinien zurück, weil er damit überfordert war.

    Franziskus soll dabei helfen, eine weltweite Co2 Steuer einzuführen. Deswegen die Klimaenzyklika, der Empfang Gretas in Rom, und die Aufstellung der Erdgöttin Pachamama, Mutter Erde. Diese hat übrigens mit indigener Spiritualität wenig zu tun, im Amazonasgebiet gelten ihre Statuen als Touristenkitsch .Papst Franziskus gehört zu den öffentlichen Kritikern von Trump und Bolsonaro und würde gerne, dass das Amazonasgebiet unter internationale Kontrolle kommt, daher auch die Amazonasynode und die Einführung von Umweltsünden im Katechismus.

    Franziskus befürwortet die sofortige Staatsbürgerschaft von Flüchtlingsbabies, predigte zu Ostern und Weihnachten über Flüchtlinge, warnt Jugendliche vor rechtspopulistischen Parteien und erklärte ihnen :“Habt keine Angst vor den Fremden, die Fremden haben Europa aufgebaut.“

    Die Freundinnen von Doskozil und Nissl und die Scheidungen der letzteren sind kein Problem, da mit „Amoris laetitia“ die Sexualmoral abgeschafft wurde und jeder zu Kommunion gehen kann. Manche konservative Theologen interpretieren die Enzyklika anders, aber Franziskus erklärte gegenüber den lateinamerikanischen Bischöfen, dass niemand mehr ausgeschlossen werden soll von der Kommunion, auch noch unverheiratet Zusammenlebende/ promiskuitiv Lebende.
    Gleichzeitig kann man nach wie vor nur einmal heiraten!

    Ich weiß nicht, ob sie von Märthe Louise gehört haben. Die norwegische Prinzessin gilt als eine der bekanntesten Persönlichkeiten der internationalen Esoterikszene, die mit Engeln spricht und eine Engelakademie gegründet hat. Die Prinzessin lernte die Esoterik auch durch die Mutter ihres späteren Ehemannes Ari Behn kennen. Ari Behn hat sich am Wehnachtsabend umgebracht. Seine Frau hatte ihn zuvor für einen Schamanen verlassen, der über seinen Sex mit der Prinzessin öffentlich prahlt und teure Seminare abhält.

    Natürlich gibt es in der Esoterikszene viele Scharlatane. Der Hund liegt aber auch teilweise in der Esoterik selbst begraben, da eine christlich-humanistische Ethik häufig abgelehnt wird und Spiritualität als persönliche Wellnessreligion gesehen wird.

    Gleichzeitig ist aber die christliche Ethik so schwer, dass niemand danach leben kann. Jesus sagt in ein und denselben Satz:“Seid vollkommen wie euer himmlischer Vater“ und spricht in einem Atemzug von 77x Vergebung. Wenn einem aber eh 77x vergeben wird, warum sollte man dann noch noch nach christlicher Vollkommenheit streben (Feindesliebe, Unauflöslichkeit der Ehe usw.), darin liegt das Paradoxon des Christentums.

    Liken

    1. Es geht auch um seine offizielle Rolle, darum, was er symbolisiert und was Doskozil und Niessl genau deswegen signalisieren wollen.

      Ich glaube auch nicht, dass der Papst dies slebst lesen wird, aber doch Mitarbeiter, und die sollten dem nachgehen.

      Liken

  2. Das, liebe Alexandra, sind einfach westliche Werte. Also keine mitteleuropäischen Werte. Die Vorfälle auf der Baumgartner Höhe dürften auch westlichen „Werten“ entsprungen sein. Ute Bock wurde auch dafür ausgezeichnet. Das Transatlantikfa Symbol z.B. kann man in okkulten Bezug stellen. Elisabeth T. Spira mit Bezug zu Glasgow. Pffffff.. Tja
    Nun gut. Damit soziale Bindungen zerstört werden, muss man die gewachsenen Kulturen unterbinden. Nur so ist es möglich auf der Weltbühne den steuerbaren Menschen zu schaffen. Kultur ist Nazi. Zudem löscht man unwertes Leben aus. So kann man leichter kontrollieren, intrigieren etc. Es fällt auf, dass die Protagonisten, wie soll ich sagen, bestimmte wurzeln haben. Soll noch nichts heißen. 😉 Stichwort Revision des westfälischen Friedens und Anstachelung zum 1. Weltkrieg. Einen modernen Staat zeichnet aus, zu spaleten.

    Zu Airbus und Boing fiel mir die ungarische Fluglinie ins Auge, die in diesem Zeitraum in Konkurs ging, just dann, als sie keine Boeing kaufen wollte (siehe Flotte). Jeder kann sich selbst ein Bild machen.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Malév

    Nur um Orban besser zu verstehen 😉

    Aja westliche „Werte“ Hier ein gutes Video dazu:

    Gefällt 1 Person

    1. Es geht hier aber darum, dass Doskozil und Niessl noch eins draufsetzten bei ihrer fiesen Aktion, idnem sie zum Papst fuhren. Sie hätten sich das ja auch mit einem Anflug an schlechtem Gewissen verkneifen können.

      Die Richtschnur müssen da auch die Zehn Gebote sein, wenn sie das schon tun.

      Was Malev betrifft, danke für den Hinweis.

      Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.