Wo wären die Grünen ohne Ibiza?

Von Ibizagate profitierten vor allem die Grünen, die nun erstmals Teil einer Bundesregierung sein sollen. Die Grünen müßten doch eine „Pilgerstätte“ in der Finca errichten, hieß es ironisch in der ATV-Sendung aus der nun berühmten Villa. Auch wenn wir wissen, wer die Aufnahmen machte und die Falle aufstellte, besteht doch die Möglichkeit, dass das Material bereits 2017 politisch eingesetzt werden sollte. Man hätte es damit wohl in der Hand gehabt, eine Regierungsbeteiligung der FPÖ zu verhindern. Es wird aber auch so ein neuer Schuh daraus. wenn wir uns einmal die Verbindungen der Grünen ansehen. 2019 wurde das Video dazu verwendet, die Regierung zu sprengen: dies war gerade Bundeskanzler Sebastian Kurz bewusst, der geradezu lakonisch reagierte, als man ihm nach der EU-Wahl das Misstrauen aussprach. Noch am 17. Mai 2019 verwiesen heimische Medien auf das US-Magazin „Politico“, die „Salzburger Nachrichten“ etwa um 13:11 Uhr: „Polit-Journal nennt Bundeskanzler Kurz einen ‚Spieler'“: „Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat es mit seinem während des EU-Wahlkampfes geäußerten Vorwurf der Überregulierung innerhalb der Europäischen Union auf die Titelseite der aktuellen Ausgabe des Magazins.‘Politico‘ geschafft. Unter dem Titel ‚The Gambler‘ (Der Spieler) fasst das in Brüssel ansässige Polit-Journal die jüngsten Standpunkte des Kanzlers zusammen.“

Tags darauf konnte „Politico“ verkünden: „Sebastian Kurz triggers Austrian election after far right scandal“ bzw. „Austrian government collapses over Russia scandal“:  „The move came barely 24 hours after the release of a bombshell video showing Heinz-Christian Strache, the far-right leader of his junior coalition partner, trying to trade public contracts for party donations from a woman he believed to be the wealthy niece of a Russian oligarch. Turns out Russian collusion isn’t a ‚witch hunt hoax‘ after all. At least not in Austria.The country’s government collapsed on Saturday after Chancellor Sebastian Kurz said he was pulling the plug on his ruling coalition after just 17 months in office.“ Man wagte auch schon eine Prognose, wie Kurz Neuwahlen für sich nutzen könnte:  „The chancellor is by far Austria’s most popular politician and could well strengthen his party’s position in a new election if he can win over disgruntled Freedom Party voters. The question is how he would form a government without the Freedom Party in Austria’s increasingly Balkanized political landscape. Kurz’s opponents, however, will likely use the election campaign to question his judgment in choosing to go into government with the Freedom Party in the first place. The People’s Party holds a clear lead in national opinion polls, securing 33 to 34 percent support every week for the past year, according to POLITICO’s poll of polls.“

Neueste Meinungsforschung (Peter Hayek)

 

Im Rückblick betrachtet lag der aus den USA stammende Newsletter nicht mal so falsch:  „Kurz’s Social Democrat rivals likewise poll at exactly the same 26 percent they achieved a year ago, with the Freedom Party trailing in third on 22 percent. All the polls were conducted prior to Strache’s resignation. President Alexander Van der Bellen joined the widespread condemnation of Strache’s behavior and accepted Kurz’s call for a new election.“ Wikipedia verrät über den Hintergrund von „Politico“:  „Seit April 2015 erscheint in einem Joint Venture mit dem Axel Springer Verlag die europäische Ausgabe Politico. Chefredakteur ist Matthew Kaminski. Vorgänger war von 1995 bis 2015 die European Voice.“ Glenn Greenwald schrieb einmal, dass „Politico“ von „Reaganites“ gegründet wurde, was gut zu Berichten über Östereich passt: „So the President and CEO of The Politico, Frederick Ryan, is also the Board Chairman for the Reagan Library. And that makes sense, because Ryan is a long-time, hard-core Reaganite.“ Ronald Reagan nahm für sich in Anspruch, den Kommunismus „besiegt“ zu haben, auch wenn in den 1980er Jahren viele Faktoren eine Rolle spielten. In der Logik von „Politico“ macht es Sinn, wenn eine Regierung über Versprechen an eine falsche Oligarchennichte stolpert; aber was, wenn die nur Nebelkerzen sind?

Kurz am 18. Mai 2019

Immer wieder wird spekuliert, was am 18. Mai passierte, als Kurz zunächst damit zufrieden schien, dass Heinz Christian Strache und Johann Gudenus die politische Bühne verlassen. Dann aber forderte er auch den Kopf von Innenminister Herbert Kickl, der beteuerte, nichts mit Ibiza am Hut zu haben; Neuwahlen schienen ab dann unausweichlich. Kickl gehörte wie z.B. Manfred Haimbuchner von der FPÖ Oberösterreich zu denjenigen, die sowieso nie vom Vertrag mit einer russischen Partei begeistert waren. Dass so etwas nicht mehr in Frage kommt, ändert jedoch nichts an den auf minimal geschrumpften Chancen auf eine neuerliche Regierungsbeteiligung. Die meisten haben die Ereignisse im Mai noch atemlos mitverfolgt und kommentiert und sind später nur selten zum exakten „was passierte eigentlich wann?“ zurückgekehrt. Doch wir sollten uns daran erinnern, dass es eine halbe Übergangsregierung für wenige Tage gab, nachdem die blauen Minister mit Kickl sollidarisch waren; nur Karin Kneissl scherte da übrigens aus. Erst ein Jahr zuvor machte sie mit ihrer „spontanen“ (?) Hochzeitseinladung an Wladimir Putin weltweit Schlagzeilen, nicht unbedingt zur Freude aller.

„Politico“ diskutierte zur EU-Wahl über das Klima

Nachdem die Grünen bei der EU-Wahl erfolgreich waren, die FPÖ einen Dämpfer erhielt und die ÖVP triumphierte, stimmte die FPÖ dem von der SPÖ gestellten Misstrauensantrag gegen Sebastian Kurz zu. Die Liste Jetzt/Pilz wurde nicht müde zu beteuern, dass sie ja alles ins Rollen gebracht habe, und „sogar die ‚New York Times‘ hat darüber berichtet“. In der SPÖ beharrte Hans Peter Doskozil darauf, dass kein Weg zurückführe, die Abgeordneten also bei der Stange bleiben müssen; er machte wenige Wochen zuvor im Eurofighter-U-Ausschuss erneut deutlich, wie eng er mit Pilz kooperiert. Kurz wirkte nicht wirklich erschüttert, sondern eher gelassen, als ob er bei Weichenstellungen anderswo hinter den Kulissen eh nur mit den Achseln zucken könne. Obwohl/weil es ein historischer Tag war, blieb Bundespräsident Alexander Van der Bellen der Sitzung fern, weil er Greta Thunberg empfing. Sie sprach auch bei einem Klima-Event auf dem Heldenplatz, den Barbara Maier moderierte, deren Partner Klemens Hallmann auch als Sponsor auftrat. Bekanntlich macht Hallmann auch Geschäfte mit Rene Benko, der traditionell im November die Puppen
… äh Politiker, Medienleute und andere in seinem Park Hyatt Hotel antanzen lässt. Van der Bellens Rolle war es, ein paar ehrfurchtsvoll zitierte Sager von der „Schönheit unserer Bundesverfassung“ vom Stapel zu lassen und Zuversicht zu verbreiten („Wir kriegen das schon hin“).

„Politico“-Clip: European Army, Davos and Disinformation‬

Als Nächstes kam eine Übergangsregierung, bestehend als Experten. die Amtsgeschäfte moderat fortsetzen sollte, ohne sich an Innovationen zu wagen. Viele meinen, dass die Mitglieder maßgeblich von Ludwig Adamovich ausgesucht worden seien, der Van der Bellen wie dessen Vorgänger Heinz Fischer in verfassungsrechtlichen Fragen berät. Sicher und von Van der Bellen bestätigt ist dieser Zusammenhang bei Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein, die zu den Nachfolgern von Adamovich an der Spitze des Verfassungsgerichtshofes gehörte (und mit Susanne Riess vom Signa-Beirat befreundet ist). Innenminister Wolfgang Peschorn ist als Leiter der Finanzprokuratur wichtig für das via PIlz und Doskozil verbreitete Eurofighter-Narrativ. Verteidigungsminister Thomas Starlinger gilt als grün-affin und war seit Jänner 2017 persönlicher Adjutant Van der Bellens. Welche Rolle Adamovich auch immer bei der Installierung eines Beamtenkabinetts spielte, er ist jedenfalls mit Alfred Gusenbauer, Leo Specht und den Grünen zumindest durch seinen Wohnsitz verbunden. Die Grünen sehen zwar an jeder Ecke russische Trolle; mit Gusenbauer, Specht und Co. sind wir nun aber bei einem Personenkreis, für den Straches Flirt mit einer falschen Oligarchennichten einfach lachhaft ist. Bei der Adresse Rooseveltplatz 4-5 in Wien fällt auf, dass die Grünen dort auch zuhause waren, aber nicht gleich auszogen, als sie 2017 aus dem Nationalrat gefolgen sind; zum Teil verwenden sie diese Adresse immer noch.

Begehrte Adresse: Rooseveltplatz 4-5 in Wien

In den letzten Monaten wurde viel recherchiert über den Personenkreis, der an der Ibiza-Falle mitwirkte. Das mag durchaus interessant sein auch wegen diverser Querverbindungen, aber ist es nicht ebenso Brot und Spiele, um uns abzulenken? Wir kennen ja nur wenige Ausschnitte, und da ist Strache nur ein schwacher Abklatsch von ganz anderen Kräften. Wenn er sich über Hans Peter Haselsteiner und die Strabag auslässt – was ist dann mit Oleg Deripaska oder mit Raiffeisen, das dem ehemaligen Geschäftspartner von Igor Makarow, Dymtro Firtash, bei der Errichtung einer Treuhandgesellschaft half? Strache behauptete dreist „Novomatic zahlt alle“ – was ist mit „Berater“ Alfred Gusenbauer, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Strabag? Und was mit Johann Graf, dem Gründer der Novomatic, und der Signa Holding wiederum auch mit Gusenbauer?  Strache stellte sich vor, „Olga Makarowa“ werde bei der „Kronen Zeitung“ einsteigen, damit über ihn besser berichtet wird; inzwischen ist Signa an der „Krone“ beteiligt. User/innen führen auch in meinem Blog heftige Dispute darüber, was mit dem „Kompromat“. also den heimlichen Aufnahmen am 24. Juli 2017 bezweckt wurde. Erpressung kann es kaum gewesen sein, denn da wurde man etwas diskret aufbauen, um Leute in flagranti zu erwischen. Ibiza macht aber Sinn, wenn es auf bestimmte Aussagen abzielte und generell Geschwätzigkeit unterstreichen sollte, wo andere das Gesetz des Schweigens kennen.

Jarolim/Specht und Investieren in der Russischen Föderation„ (2005)

Man vergleiche einmal, wie sehr Russland auf der Agenda steht im Umfeld von Ex-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer – und wie intensiv Strache für ein paar patscherte und dumme Versuche gebasht wird. Er ist einfach zu durchschauen, weil er sich ungerechter Weise von den Deals des Establishments ferngehalten fühlt. Um zum Ausgangspunkt zurückzukehren, wurde mit einem Schlag eine Regierung gesprengt, der man das Etikett „russlandfreundlich“ umgehängt hatte. Nie wurde die Regierung Gusenbauer so tituliert, die am 11. Jänner 2007 antrat und natürlich vorher ihre Schatten vorauswarf. Machen wir in der Bewertung von Ibizagate und den Folgen vielleicht den Fehler, die Übergangsregierung zuwenig zu beachten, weil eh alles seinen gewohnten Gang zu nehmen scheint? Gehörte dies etwa zu einer Agenda, wie ein möglicher Schachzug, als Van der Bellen 2016 zum Präsidenten gepusht wurde (u.a. mit Haselsteiners Unterstützung)? Und wollte Adamovich dann wirklich der spiritus rector der ersten Beamtenregierung werden? War Sebastian Kurz am Tag der EU-Wahl schon klar, dass die Grünen sein nächster Partner sein müssen, egal wie er dazu stehen mag? Wir landen wieder bei der Frage, ob das Video doch aus  politischen Motiven entstanden ist. Gab es Kräfte, die dachten, es gehe sich schon aus für die SPÖ, trotz des pannenbehafteten Wahlkampfs 2017, in dem die Rolle des Ex(?)-Agenten Tal SIlberstein ausgewalzt wurde? Wurde das Video vielleicht deswegen für astronomische Summen angeboten, um erstmal abzuchecken, wie Ansprechpartner darauf reagieren?

Diskussion u.a. mit Martin Schulz zum Start von „Politico“ Europa (2015)

Warum wurde die „Legende“ so gewählt, dass die „Oligarchin“ eine Nichte von Igor Makarow sein sollte? Er wurde wie sein zeitweiliger Businesspartner Dmytro Firtash, der in Gusenbauers Kanzlerzeit Geschäfte nach Wien verlegte, mit dem Gashandel reich. Wir können natürlich in niemanden hineinsehen und Chronologien auch nur ungefähr erstellen – aber in der ÖVP war die Reaktion auf Christian Kern anstelle von Werner Faymann in der SPÖ, dass sich Kurz daran machte, Reinhold Mitterlehner abzulösen (der mit Gusenbauer Tarock spielt). Ebenfalls 2016,  und zwar im Herbst, befürchtete Kurz, Silberstein lasse ihn observieren, der bekanntlich Kern „beraten“ hat. Die Ibizafalle-Planungen sollen ebenfalls bis in den Herbst 2016 zurückreichen, da man einen Ansatzpunkt fand, als Johann Gudenus‘ Vater starb. Die „Nichte“ sollte ja über eine Immobilienmaklerin eingeführt werden, was auch klappte, da Gudenus angebissen hat. Auch an jüdische Oligarchen sollten wir denken, denn Kern hatte schon einen Vertrag als Vorstandsvorsitzender bei RHI in der Tasche, als er dann doch lieber Kanzler wurde; Martin Schlaff hält seit Gusenbauers Kanzlerzeit einen veritablen Anteil am Feuerfest-Konzern. „Politico“ beschrieb Kurz schon richtig von wegen Risiko, denn die Neuwahlen 2017 waren keine g’mahte Wiesn. Als die türkisblaue Koalition mit Ibiza gesprengt wurde, setzte er wieder alles auf eine Karte, bekam jedoch dann auch via Medien einen neuen Koalitionspartner verordnet. Wir wissen sehr viel über die Ibiza-Falle dank der Recherchen von Gerd Schmidt, der seine Nähe zur Novomatic nicht verschweigt. Es können Trittbrettfahrer gewesen sein, die nach  Ibizagate die Aufmerksamkeit auf die Casinos Austria lenkten, was zum Verkauf der Novomatic-Anteile an die tschechische Sazka-Group führte, deren Methoden berüchtigt sind.

„Täuschung – Die Methode Reagan“

Erinnern wir uns noch einmal daran, wie Gusenbauer 2006 die Wahlen gewann und Wolfgang Schüssel als Kanzler ablöste: Er und sein Freund Leo Specht engagierten die israelischen Ex(?)-Agenten Tal Silberstein und Chaim Sharvit, versprochen wurde ein Ausstieg aus dem Eurofighter-Vertrag. Jarolim machte eine eigene Kanzlei auf und war als SPÖ-Abgeordneter Mitglied  des 1. Eurofighter-U-Ausschusses, den SPÖ, Grüne und FPÖ noch vor Abschluss der Koalitionsverhandlungen auf Schiene gebracht hatten. Während Gusenbauer sich von Martin Schlaff und Freunden feiern ließ, sollte Norbert Darabos als neuer Verteidigungsminister nur Statist sein und fremde illegale Befehle ausführen. Der Ausschuss tagte unter Vorsitz von Peter Pilz, der sein Möglichstes tat, um zu  verschleiern,w was im Hintergrund ablief. Seit den 1980er Jahren ist Pilz Heinz Fischer und seinem Nachfolger Van der Bellen verbunden, der mit der ersten Beamtenregierung 2019 vollendete Tatsachen schuf. Es wird immer nur ein Teil dessen kommuniziert, was Regierungen tun; hier ist es jedoch besonders wenig. Auf jeden Fall konnte keine Partei mit einem Regierungsbonus in den Wahlkampf gehen, was sicher zumindest indirekt den Grünen nutzte. 2017 „wagten“ es die Grünen, Pilz nicht mehr auf den gewünschten Listenplatz zu wählen, sodass er selbst kandidierte; 2019 ist dieser Spuk schon wieder vorbei.

oe24 und das Ibiza-Netzwerk

Pilz wechselt nun nahtlos zum Herausgeberdasein, weil seine Rolle immer einer Agenda diente, egal wer dabei zu Schaden kam. Als Resultat sind die Grünen fast zur Gänze mit Newcomern angetreten, was der ÖVP vielleicht über die Mandatsverteilung hinaus eine gute Verhandlungsposition sichert. Übrigens ist Igor Makarow kein bei uns so bekannter Oligarch, dass sofort jemand einhakt und meint, dieser habe ja gar keine Nichte.. Er stammt aus Turkmenistan, wo die Verbindungen nicht so offensichtlich sind wie nach Kasachstan oder Aserbaidschan. An der Spitze der Österreichisch-Turkmenischen Gesellschaft steht seit 2008 Gründerin und Präsidentin Neda Berger, die aus Moskau stammt und zugleich Gründerin und Präsidentin der Österreich-Kasachischen Gesellschaft – die Seidenstraße ist. Bergers Onkel Emil Gilels entstammte der jüdischen Gemeinde von Odessa und war einer der bedeutensten Pianisten der Sowjetunion; Bergers Vita hat viel mit Aserbaidschan zu tun: „2000 -2011 – Präsidentin und Gründerin der bilateralen Österreich-Aserbaidschanischen Gesellschaft ‚New Baku and Vienna‘ in Wien. 2011 wurde die Gesellschaft geschlossen. Neda Berger ist der Ehrendoktor der Aserbaidschaner Staatlichen Ökonomischen Universität. Diesen Titel hat sie am 14. November 2001 verliehen bekommen, für besondere Verdienste in Wissenschaft, Zusammenarbeit und Frieden. 2002 – Ständige Korrespondentin der aserbaidschanischen Medien in Österreich (FS Kanal ‚SPACE‘ und Zeitung ‚Spiegel‘).“ Heute gibt es eine Österreichisch-Aserbaidschanische Handelskammer, an deren Spitze schon Gabriel Lansky und Alon Shklarek standen; besonders bedeutsam im negativen Sinne sind die Connections zwischen Aserbaidschan und Malta.

oe24 und der „Ibiza-Krimi“

Auf der ATAZ-Webseite lesen wir: „This year’s ataz Honorary Board Dinner was dedicated to the topic ‚New Silk Road and Political Developments behind the Scenes‘ and took place at the Hofmeisterei Hirtzberger (Wachau). The keynote speakers and guests were welcomed by ataz President Gerald Gerstbauer: Dr. Alfred Gusenbauer, former Austrian Chancellor, WKÖ Secretary General Karlheinz Kopf and GD Javid Gurbanov, CEO of Azerbaijan Railways held the keynote speaches.“ Karlheinz Kopf übernahm Ende 2017 eine Funktion bei der Österreichisch-Turkmenischen Gesellschaft, nachdem er als 2. Nationalratspräsident auch den 2. Eurofighter-U-Ausschuss leitete. bei dem man dem Gusenbauer/Doskozil/Pilz-Narrativ zu folgen hatte. Kopf finden wir auch im Vorstand der Österreichisch-Russischen Freundschaftsgesellschaft, was auch für Hannes Jarolim, Wolfgang Katzian, Josef Kalina und viele andere gilt. Im Präsidium sitzen z.B. Christoph Matznetter, Gabriel Lansky oder Richarc Schenz; Lanskys Kanzlei ist auch Mitglied der ATAZ, in deren Advisory Board wir u.a. Kopf, Gusenbauer, Matznetter, Katzian, Ex-Verteidigungsminister Herbert Scheibner finden. Auch die staatliche Ölgesellschaft SOCAR ist vertreten, die in Malta mitmischt. Kein Zufall wird wohl sein, dass die Sektion Ohne Namen der SPÖ Wien im Ibiza-Randbereich auftaucht und der beteiligte Anwalt M. einmal Lansky-Konzipient war.

PS: M.s Freundin Katia Wagner rät Kurz, sich ein Beispiel an der Regierung Bierlein zu nehmen.

PPS: An Lanskys Kanzleiadresse in der Biberstrasse 5, 1010 Wien, finden wir auch ATAZ, die Österreichisch-Israelische Handelskammer und die Österreichisch-Kasachische Gesellschaft. 2006 hatte die Österreichisch-Israelische Kammer ihren SItz noch in der Wollzeile 24 (mit Präsident Lansky). In der Schlußphase des Wahlkampfes wurde damls über Prersonenkomitees berichtet: „Und hinter ‚Change 06‘, das sich einen politischen Richtungswechsel in Österreich zum Ziel gesetzt hat, stehen der Wiener Anwalt Gabriel Lansky als Obmann und Ex-Finanzminister Ferdinand Lacina als dessen Stellvertreter…..Und hier schließt sich nun ein Kreis: ‚Change 06‘ und AICC haben nicht nur Lansky als Obmann, sondern auch Adresse (Wollzeile 24/18, 1010 Wien) und Fax-Nummer gemeinsam. Unter §2 der AICC-Statuten heißt es allerdings: ‚Die Kammer verfolgt keine parteipolitischen Ziele (. . .)'“

21 Kommentare zu „Wo wären die Grünen ohne Ibiza?

  1. Was wären die Grünen ohne Sorosunterstützung. Wer die Medien hat, gewinnt. Man erinnere sich an die freundlich gewährten TV Auftritte mit inszeniertem Kogler mit aufgekrempelten Ärmeln obwohl eigentlich nur Parteien, die auch im Parlament vorhanden sind zugelassen sind.

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    1. Es kommt schon einiges mehr zusammen – ich kann da nur Puzzleteile einsammeln….

      Noch ist nicht aller Tage Abend, es kann sich in der Politiik jederzeit etwas ändern….

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    2. Die Medien spielen immer eine Rolle, noch. Die Klimaagenda ist auf jeden Fall, auch international gesehen, viel wichtiger als jetzt Ibizavideo. Die Grünen spielen ein übles Spiel! Mal schauen, wie lange es dauert, bis es Herr/ Frau Österreicher merkt? Der Schaden den diese Partei hinterlässt, sofern die in der Regierungsfunktion landet, wird beträchtlich und nicht mehr rückgängig zu machen sein.

      MfG Michael!

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      1. „Die“ würde ich da nicht sagen, denn es werden nur wenige durchschauen – die Quote ist in anderen Parteien doch auch nicht höher.

        Es ist auch aus dem Grund reizvoll, sich mal so Ibiza zu nähern, weil gerade die Grünen auf stramm antirussisch getrimmt wurden.

        Das macht dann aber auch das Teilchen zusammentragen wieder einmal spannend.

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  2. Oja. Damit sind sie auf Linie mit den Deutschen (umsonst hatten sie den Habeck nicht für den Wahlkampf eingeladen), bereit zum ultimativ großen Anschluss.
    Auf der anderen Seite der Weber, bei dem sich der goldene Bub so einschleimt, der Ungarn dauerhaft ausschließen möchte.
    Und vorwärts gehen traditionell die häßlichen Deutschen.
    Da machen wir wieder mit fliegenden Fahnen mit.

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    1. Manfred Weber ist ein interessantes Stichwort, denn für ihn machte sich ja Kurz stark – nach den Ibiza-Wirren wurde es aber von der Leyen, für die wiederum Bierlein war….

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      1. kann es nicht sein, dass er zumindest ein bisschen besser als von der Leyen gewesen wäre?

        Da hier die Latte nicht gerade hoch liegt wären das viele.
        Bei Weber hat es den Anschein, daß er mit Macht mißbräuchlich umgeht.

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  3. Es hätte genügt der Rücktritt vom Strache.Die Regierung hätte weiter arbeiten können.Aber die Hysterie und der Geschrei …Jetzt werden wahrscheinlich die Grünen, die ohne Gretel im Mäuseloch wären,in die Regierung kommen.Halelluja!!!!Ich freue mich schon darauf denn,die Dummheit und Wankelmut der Wähler wird durch die Grünen bestraft werden.

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    1. Ich denke, es hat dann rasch Eigendynamik gewonnen, das war das Problem. Und wer auch immer das Ibiza-Material gezielt eingesetzt hat, wollte sich nicht mit Strache begnügen.

      Man kann hinterher nie genau feststellen, was alles wirklich von A bis Z geplant war und was sich spontan ergeben hat, aber natürlich auch genutzt wurde.

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  4. Die Grünen wären ohne Ibiza wo sie nach dieser Regierungsbeteiligung bald wieder sein werden und von wo sie nochmal zurückkehrten, nämlich dort wo sie hingehören.

    Jene den du beim Auftrieb begegnest, triffst du beim Abtrieb wieder. Ich bin schon da, aber die Grünen nicht mehr lange. Eine Partei in der Regierung von außerhalb zu schlachten, dieses Gelegenheit bietet sich selten. Korsika!

    Ich freue mich drauf – nach dazu Kommunitaristen. Das gesellst sich zu Weihnachten auch gleich das Osterfest.

    NGOs haben am Ende das Problem, dass sie bspw. von SOS Mitmensch zu SOS Mitspieler und wenn ihr nicht mitspielt lassen wir euch prügeln, werden mutieren und das Management.

    Karriere heißt nichts anders als einen besseren Platz am Futtertrog egal ob im Rahmen einer wie auch immer gearteten national oder international agierenden zu versuchen die ‚Leiter des Erfolgs‘ nach oben zu steigen oder sich hinaufheben zu lassen. (Orange Weltbild)

    Wie Sun Tzu einst zu den Häschen sagte, ‚Wer lange genug am Ufer sitzt und zarte Kräutlein nascht, sieht seine Feinde den Fluss runterschwimmen‘.

    Der Weisheit folgen alle, selbst die Arbeitnehmervertreter.

    Auf die Politik übertragen, ‚Wer sich nur lange genug am Futtertrog labt und sich im rundherum gestreuten medialen Dreck suhlt, der sieht am Ende die aufgeblähten Wänste der Arbeitnehmervertreter vorbeitreiben‘.

    Es geht nicht um die Nähe zum Staat welcher einst der alleinige Geldschöpfende war. Die Geldfunktionen selbst sind im Unternehmen selbst angesiedelt. Damit hat sich die gesellschaftliche Geldfunktion (unfreies Marktgeld im Sozialismus resp. im Kapitalismus aka. klassische Industrie) erübrigt.

    Wenn die Leute dem Strache das schon nicht so ganz nachsehen, … Tja.

    Unter dem Deckmantel von ‚grünen‘ Ideen kann man auch wunderbar im Sinne von ‚Back to no future‘ ins Mittelstandsmodell mit Häuschen (Wohnraum), Papa + Mama, Hund, Vogel und Katze + einem Auto davor, aber eben einem, ins Mittelstandsmodell zurück.

    Saß der Vogel früher noch im eigenen Häuschen, so hat er sich mit der Vereinzelung des Einkommens ein neues Plätzchen im Oberstübchen des Verbrauchers gesucht. Daran werden auch die Grünen wenig ändern können.

    Der Mensch ist reich, aber nicht zwingend vermögend geboren Der Mensch steigt in den Mittelstand ab und nicht auf.

    Mittelstandsmodell heißt nichts anderes, als dass zwei Absteiger gemeinsam mit einem Auto zur Arbeit fahren. Deren Kinder sollen die Welt retten? Erstaunlich wie dieses Modell als ein attraktives vermarktet wird. Stellt sich nur die Frage von wem.

    Wellen schlagt eh keiner. Wir werden die Sintflut in Richtung Wien vor uns hertreiben.

    Ich bin optimistisch, dass die Grünen den Krieg auf mehreren Fronten selbst gegen mich allein nicht gewinnen. Wie wird der Sebastian Kurz nach den nächsten gescheiterten Regierung zu Weihnachten rufen … watch?v=Bw2jQmV53x0. Stellt sich nur die Frage, welche Weihnachten. Auch das flotteste Häslein ist kein Gachzug und schon gar nicht aus dem Zilltertal.

    Gut. Die Frau Bierlein machte eine ordentliche Ansprache und diese durchaus lebendig. Aber den neuen Wind welcher vor uns die Sintflut übers Land treibt, den bringt dann doch eher die Daria zum Ausdruck.

    So nun lasst uns zur Tat hopsen. Es stellt sich klarerweise die Frage, setzt man das Streben nach sozialer Gerechtigkeit voraus, welche nur über mehrere verschiedenartige Einkommen in ein Haushaltseinkommen kombiniert em Ende erreicht wird, allein ankommende Menschen unterbezahlt in einen Job steckt.

    Es verging nicht ein einziger Tag und schon fühlten sich Unternehmer bereits bemüssigt Zuwanderer um 1 EUR in der Stunde (oder Tag wäre denen vermutlich lieber gewesen) im Rahmen eines Praktikums schuften zu lassen. Solche Fälle gibt es mittlerweile genug. Wer brav die Nüsschen zusammenträgt … der hat in der kalten Jahreszeit kein Problem mit den heruntergelassenen Hosen der anderen, ‚aller‘ anderen.

    Gefällt 6 Personen

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