Alle Wege führen nach Malta

Während sich Mainstream-Journalisten zunehmend selbst entlarven, publizieren immer mehr Menschen abseits etablierter Medien. Sie sind es oft, die wirklich noch aufdecken, während die anderen nur Gatekeeper sind. Viele verstehen sich nicht so sehr als Journalisten und stellen in den Mittelpunkt, was andere tabuisieren. Es kann auch bedeuten, das eigene Leben zu riskieren, wie man z.B. in Malta sehen konnte, als die Bloggerin Daphne Caruana Galizia am 16. Oktober 2017 ermordet wurde. Bezeichnender Weise heucheln jene „Starjournalisten“ Anteilnahme, die selbst stets einer Agenda dienen. Malta ist u.a. wegen seiner Überschaubarkeit ein Panoptikum an Korruption und attraktiv auch für Aserbaidschan und dessen mit der Gazprom kooperierende Gasgesellschaft Socar.

Verbindungen zu Socar spielen auch eine Rolle bei jenen Netzwerken, denen Galizia zu gefährlich wurde, denn als Labour in Malta wieder an die Macht kam, sollte ein Gaskraftwerk gebaut werden: „Daphne Caruana Galizia bekämpfte das Projekt, das von der Regierung massiv gefördert wurde. Die Tumas Group ist an dem Konsortium indirekt beteiligt. Weitere Aktionäre sind die aserbaidschanische Staatsfirma Socar und der deutsche Konzern Siemens. Dieser bewirkt im November den Rücktritt Yorgen Fenechs von der Electrogas-Führung“, der im Mordfall Galizia als Auftraggeber gilt. Socar verkauft auch Öl, von dem Malta natürlich abhängig ist und ist an der Trans Adriatic Pipeline und der Trans Anatolian Gas Pipeline beteiligt. Wir sehen, dass wir ein Puzzle zusammensetzen können, das Parallelen zu uns Bekanntem aufweist (z.B. zu Dmytro Firtashs Rolle, RosUkrEnergo und Gazprom). Genau das tun aber Mainstream-Leute in der Regel nicht, wenn sie allzu viel von dem offenbaren könnten, was auch bei uns hinter den Kulissen stattfindet.

Rauer Umgang mit Medien in Malta

 

 

Autor Manuel Delia meint zu diesem Video auf Twitter: „Covering news in #Malta is a dangerous business. You never know which politician or whose thug would consider do more than physically assault you. #DaphneCaruanaGalizia was killed standing up to these guys. @JosephMuscat_JM resign now. #mafiaout.“ Joseph Muscat ist der sozialdemokratische Premierminister, der nach Protesten der Bevölkerung erklärte, dass er zurücktreten wird, auch wenn er beteuert, selbst nicht involviert zu sein (aber alles duldete). Malta sollte uns auch ein Begriff sein, weil der ehemalige kasachische Botschafter Rachat Alijew dorthin flüchtete und schließlich nach Wien zurückkehrte, wo er in U-Haft ermordet wurde. Als Lobbyisten seines Gegners Staatschef Nursultan Nasarbajew fungierten Gabriel Lansky, Alfred Gusenbauer und andere. Über Lansky hieß es, dass er wegen Alijew einen Staatsanwalt bespitzeln ließ, der nach Malta reiste; in diesem Fall war es nicht Julian H. von Ibizagate, der den Auftrag erhielt, sondern ein ehemaliger GSG9-Mann,  Zur „Smear Campaign“ des kasachischen Geheimdienstes –  wie man so etwas in den USA nennen würde – gehörte auch, die Agentur Mhoch3 zu engagieren, die mit Fake-Postings Stimmung machte.

Socar-Chef Rovnag Abdullayev beim Atlantic Council

Von ihr ist der Weg nicht weit zu Martin Schlaff, den man wie Alfred Gusenbauer und Tal Silberstein (diese beiden im Kontext Malta) in Offshore Leaks finden kann. Die Modern Mind Marketing GmbH  ist mit der Sol Luz Privatsstiftung verbunden, von der man zur Fundula Beteiligungsverwaltungs GmbH gelangt. Von dort kommt man zur Firma AFreeze mit Rainer Münz („refugee welcome“-Bevölkerungsexperte der Erste Bank) und der Aschoka Privatstiftung (An der Hülben 4, Top 1, 1010 Wien, eine Schlaff-Adresse; weitere Verflechtungen via Anwalt Harry Neubauer). Als Christian Kern ÖBB-Chef war, führte Mhoch3 eine ähnliche Aktion durch, die aus scheinbaren Kundenbewertungen bestand. Bekanntlich hatte Kern schon einen Vertrag über 2 Millionen Euro Jahresgage als Vorstandsvorsitzender von RHI (Schlaff-dominiert) in der Tasche, als er doch lieber Bundeskanzler wurde. 2015 wurde über Turbulenzen am Flughafen Wien berichtet: „Ende Juni bestellt der Aufsichtsrat des Flughafen Wien die neuen Vorstände. Dass die ‚alten‘, Julian Jäger und Gerhard Ofner, in die Verlängerung gehen, gilt als fix. Die fünf Manager, die sich dennoch beworben haben, können sich keine Chancen ausrechnen. Unter ihnen findet sich Markus Klaushofer. Seit 2011 leitete er den Airport Malta, an dem der Flughafen Wien 33 Prozent hält.

Ulli Sima und Julian Jäger 2017 bei Rene Benko 

Der ehemals enge Freund von Jäger wurde im März entlassen. Weshalb, ist Klaushofer nicht klar, jedenfalls zu Unrecht, meint er. Er bekämpft die Entlassung bei Gericht.“ Von 2008 bis 2011 war Jäger Leiter des Malta-Airports: „Nun kam zu Tage, dass Jäger 2010 versucht hatte, seinem Schwager, dem Wiener Anwalt Gabriel Lansky, in Sachen Alijev behilflich zu sein. Der ehemalige kasachische Botschafter Alijev, der sich vor einigen Wochen das Leben genommen hat, hielt sich damals in Malta auf. Lansky betrieb dessen Auslieferung nach Kasachstan und bat Jäger, ihn mit einflussreichen Maltesern zusammenzubringen. Das tat dieser auch, wie der ‚Kurier‘ berichtete. Mit einem einflussreichen Geschäftsmann flog er in einem Privatjet nach Wien und traf Lansky in dessen Kanzlei. Geld habe er für diese Gefälligkeiten nie erhalten.“ Reiner Zufall ist es, dass Julian Jäger mit Martin Schlaff Funktionär des FK Austria Wien ist; diesem gehörte auch der Chef der Sazka Group Robert Chvatal in seinem früheren T-Mobile-CEO-Job an siehe Casinos Austria-Affäre. Bei den Ermittlungen in Sachen Ibizagate wurden auch (Ex-) Mitglieder der Sektion Ohne Namen der Wiener SPÖ einvernommen, bei der sich einst Niko Kern und David Lansky engagierten. Derzeitiger Vorsitzender ist Thomas Stiegmaier, der Public Affairs Manager am Flughafen Wien ist.

 Die vielen Geschäfte des Rashad Abdullayev (Sohn)

Die Alijew-Affäre bietet auch Ansatzpunkte wegen des Media Quarter Marx. an dem die Stadt Wien mit der Witwe Elnara Shorazova beteiligt war. Wir finden sie allerdings noch im Firmenbuch via VBM Beteiligungsmanagement GmbH (60%), die der AV Maximus Holding gehört. Die 40%  der Wirtschaftsagentur Ŵien sind natürlich Stadt Wien, doch besonders interessant ist die AV Maximus zum Stichwort Geldwäsche: „Aliyev’s money was allegedly fed into two offshore companies, A.V. Maximus SA and Argocom Ltd, both based in the British Virgin Islands. From here, the money went into A.V. Maximus Holding AG, their parent company.  Reportedly, A.V Maximus SA’s British Virgin Island’s affiliate received €24.8 million and US$91.4 million, while Agrocom received €15.6 million. The money was the directed into Armoreal Trading GmbH and S.T.A.R.T Management consulting GmbH, among other subsidiaries. Loans between these subsidiaries were then sent to Metallwerke Bender Rhineland, some of it via ITR Information Technology GmbH. Metallwerke Bender Rhineland (MBR) then paid it back through Armoreal trading, ultimately going to A.V. Maximus SA. Money was returned to A.V. Maximus SA as a return on investments, which enabled the money to be legally wired to A&P Power Ltd via A.V. Maximus Holding AG. A&A Poweris owned by A&P Power Holdings Ltd, which is housed in Nevis.

Neue Arte-Doku über Daphne Caruana Galizia

Aliyev moved to Malta with his second wife Elnara Shorazova; the two allegedly began to dissolve and reorganize their money laundering network. MBR was sold to a Dubai-based company in March 2010.  Armoreal Trading was liquidated in December 2010 while an Austrian company known as Veitlissen transferred 2.4 million Euro to A&P Power Ltd. In March 2011, A.V. Maximus Holding was sold to A&P Power Ltd and renamed Zurich Asset management.“ Dass niemand bei der Stadt Wien irgendwelche Bedenken hatte, verwundert nicht, weiß man, an wen  Bürogebäude beim neuen Hauptbahnhof verkauft wurden (siehe Ergänzungen hier). Zypern fror übrigens im November 2016 Assets ein, die Alijews Witwe gehören. Alijew wurde in Kasachstan das Verschwinden von zwei Managern der Nurbank angelastet, die tatsächlich ermordet wurden; zum Tausziehen um seine Auslieferung vermerkt Wikipedia: „He also reportedly called the lawyer, Gabriel Lansky, who had been helping the bankers‘ widows and their campaigns to bring justice, as ‚fronts of the Kazakh regime.‘  Aliyev was reported to have circulated forgeries of documents to defame those he sees as critics, including former British prime minister Tony Blair, former U.S. president Bill Clinton, former Austrian chancellor Alfred Gusenbauer and current President Heinz Fischer, former Polish president Alexander Kwaśniewski, former Italian prime minister Romano Prodi, and former German chancellor Gerhard Schröder.“

Matthew Caruana Galizia ist einer der Söhne

Das erinnert irgendwie an Gusenbauers Ukraine-Lobbying mit Prodi, Kwasniewski und der Podesta Group, was auch Clinton-Bezug bedeutet. Denn salonfähig wurde Nasarbajew durch einen Besuch Bill Clintons, dessen rechte Hand John Podesta ist. Zur Hochzeit 2009 mit der Geschäftsfrau Shorazova, die österreichische Staatsbürgerin ist, hatte Ewald Stadler vom BZÖ einige Fragen an die Justizministerin, die er mit dieser Begründung einleitete: „Bei seiner Hochzeit mit Elnara Shorazova am 27.6.2009 in Eggenburg genoss Aliyev lt. Gerichtsakt nachweislich Personenschutz durch zwei Polizeibeamte. Die Wiener Villa von Aliyevs Mittäter Koshlyak wird vom BVT /LVT gesichert. Privatdetektive vor Ort, die seinen Aufenthalt ermitteln sollten, wurden binnen weniger Minuten nach deren Aufdeckung durch LVT-Beamte angehalten, offenbar gibt es einen direkt mit dem LVT verbundenen ‚Alarmknopf‘ im Haus. Aliyev steht unter Verdacht, Beweismittel zwecks Nachweises seiner politischen Verfolgung gefälscht und manipuliert zu haben (gefälschtes Schreiben über einen angeblichen Mordkomplott gegen ihn, welches vom ‚Falter‘ zitiert wurde).

Paul Caruana Galizia, einer der Söhne

Ein Strafverfahren gegen ihn, in dem wiederum keine nennenswerten Ermittlungsschritte seitens der Staatsanwaltschaft Wien gesetzt wurden, ist seit August 2010 anhängig. Das BVT stützt sich auf diese Dokumente zur Begründung von Aliyevs Gefährdung, obwohl nicht einmal StA Dr. Seda an deren Echtheit glaubt. Dennoch sind sie als Beweismittel für Gefährdung und somit Auslieferungshindernis im Auslieferungsakt.“ Österreich kann mit Malta durchaus mithalten, denn Alijew fand Unterschlupf bei seinem Anwalt, dem späteren Justizminister Wolfgang Brandstetter. Der erwähnte „Falter“ folgt immer einer Agenda und soll ebenso vertuschen, wie es Medien taten, die weniger Courage haben als Daphne Caruana Galizia. Sie arbeitete auch im Mainstream, widmete aber ihren Blog dem Aufdecken von Korruption: „Daphne Caruanas kontroverse Beiträge in ihrem Blog führten mehrfach zu Rechtsstreitigkeiten. 2010 erhob sie dort Vorwürfe gegen die Untersuchungsrichterin Consuelo Scerri Herrera, von der sie im Gegenzug wegen Verleumdung angezeigt wurde. Im November 2011 wurde Caruana von diesem Vorwurf freigesprochen. Die Richterin hatte zuvor angeboten, ihre Strafanzeige zurückzuziehen, wenn Caruana zugebe, die rufschädigenden Anschuldigungen selbst nicht hinreichend überprüft zu haben, was diese jedoch ablehnte.[7] Nach Daphne Caruanas Ermordung richtete ihre Familie einen dringenden Appell an die maltesische Justiz, die gerichtliche Voruntersuchung des Falls nicht der turnusmäßig zuständigen Untersuchungsrichterin Scerri Herrera zu überlassen, da diese zu häufig mit ihr aneinandergeraten war.“

Proteste gegen Premier Joseph Muscat

Laut Wikipedia war sie „die maltesische Partnerin des International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ) bei der Auswertung der Panama Papers. 2016 war Daphne Caruana die Erste, die die Verwicklung von Konrad Mizzi und Keith Schembri in den Panama-Papers-Skandal aufdeckte. In der Folge wurde sie von dem Magazin Politico in das Ranking ‚POLITICO 28‘ aufgenommen, das die 28 Personen auflistet, die Europa am meisten ‚formen, aufrütteln und anrühren‘.[ Das Magazin bezeichnete sie als ein ‚Eine-Frau-WikiLeaks‚ und bescheinigte ihr, dass sie ‚einen Kreuzzug gegen Intransparenz und Korruption‘ führe. 2017 schrieb Daphne Caruana, dass die in den Skandal verwickelte panamaische Firma Egrant Michelle Muscat gehöre, der Frau von Premierminister Joseph Muscat. Diese Anschuldigungen führten dazu, dass Muscat im Juni 2017 vorzeitige Parlamentswahlen anordnete, mit dem Ergebnis, dass seine Arbeiterpartei an der Regierung blieb. Nach der Wahl zeigte sich Caruana Galizia auch als harte Kritikerin der Nationalistischen Partei Maltas unter Oppositionsführer Adrian Delia.“ Guy Adams vom Daily Mirror kannte Galizia sehr gut und sagt, dass sie mit ihrem Tod rechnete. „There are crooks everywhere you look now. The situation is desperate.’ – das waren ihre letzten Worte im Netz, ehe sie ermordet wurde.

Proteste in Malta

Matthew erzählte Adams, dass er loslief, als er die Explosion hörte, und die zerfetzte Leiche seiner Mutter fand; für ihn war es ein politisches Attentat. Malta ist zunehmend zu einem Gangster-Staat geworden, für Geldwäsche, mit Korruption in Justiz und Politik und Polizisten als Handlanger. Guy Adams dachte zuerst, dass Galizia übertreibe, doch ihm war dann klar, dass sie Recht hatte. Er sah sich deshalb die Freundschaft zwischen Tony Blair und Joseph Muscat näher an. Immerhin kamen die Blairs im Herbst 2017 für weniger als 24 Stunden nach Malta um Muscat uund seine Frau zu besuchen. Oberflächlich mag man denken, dass es um den Brexit gegangen ist, aber Daphne wies auf die Beziehungen beider Männer zu Aserbaidschan hin (und wir wissen, dass Blair auch für Kasachstan lobbyierte). Das Regime von Ilham Alijew (der nichts mit dem kasachischen Alijew zu tun hat) wird von Malta unterstützt und wäscht Geld in mehreren europäischen Staaten (in Österreich im Goldenen Quartier und nicht nur dort). Tony Blair erhielt einmal 90.000 Pfund, um in Aserbaidschan zu sprechen; 2014 lobbyierte er dann für eine Gaspipeline zwischen Aserbaidschan und Südeuropa.

Zur Bedeutung alternativer Medien

Durch die Panama Papers weiss man, das Energieminister Konrad Mizzi und Stabschef Keith Schembri Firmen zwecks Geldwäsche gründeten. Daphne fand heraus, dass dies auch auf Michelle Muscat zutrifft. Es gab für Muscat und andere wohl Kickbacks für lukrative Verträge für die staatlichen Energiefirmen Aserbaidschans, unter anderem über Gaslieferungen. Man sollte sich daher auch aserbaidschanische Aktivitäten in Österreich ansehen, wo wir auf Namen wie Alon Shklarek, seinen Geschäftspartner Alfred Gusenbauer. natürlich Gabriel Lansky und andere treffen. Das klingt dann wie beim „ataz Honorary Board Wine Tasting and Dinner at Hofmeisterei Hirtzberger, Wachau“ der Österreichisch-Aserbaidschanischen Handelskammer: „This year’s ataz Honorary Board Dinner was dedicated to the topic ‚New Silk Road and Political Developments behind the Scenes‘ and took place at the Hofmeisterei Hirtzberger (Wachau). The keynote speakers and guests were welcomed by ataz President Gerald Gerstbauer: Dr. Alfred Gusenbauer, former Austrian Chancellor, WKÖ Secretary General Karlheinz Kopf and GD Javid Gurbanov, CEO of Azerbaijan Railways held the keynote speaches. The meeting began with a wine tasting led by Mathias Hirtzberger and was followed by a networking dinner, where both Azerbaijani and Austrian Wines and Spirits were served. Amongst the participants were: GD Thomas Kargl (CEO Austrian Railcargo), Leopold Berthold (CEO of Liebherr), Sophie Karmasin (former Austrian Minister), and actress Kristina Sprenger.“

Arte-Doku auf Twitter

Man lädt auch in Rene Benkos Park Hyatt im Goldenen Quartier ein oder ins Steirereck am Pogusch. Unter den Mitgliedern finden wir natürlich die Kanzlei Lansky, aber auch Siemens – was dann zu den Querelen um das Gaskraftwerk in Malta passt, das ja Siemens baut. Wir müssen nicht nur in der Alijew.Affäre an Geheimdienste denken, da Aserbaidschan ein Backdoor für den Mossad in den Iran darstellt. Es trug sicher zum Attentat bei, dass Galizia zwar Zuspruch aus der Bevölkerung hatte, aber auch eisigem Wind ausgesetzt war, Besonders die Labour-Partei kanzelte sie ab und die mediale Solidarität wird auch enden wollend gewesen sein. Wir sollten auch an Julian Assange und andere Whistleblower denken, weil ihr Leid verschwindet unter dem künstlichen Jubel über Pseudoaufdecker, die mit zugespieltem Material angeben siehe Ibiza. Ein Video aus unbekannter Quelle plus eine unerkannt bleibende „Oligarchennichte“ ginge anderswo nicht, etwa in der New York Times, der anonym Infos über Jeffrey Epstein angeboten wurden.

PS: Wer sich mit Malta, aber auch dem Trump-Impeachment befasst, dem fällt in beiden Fällen der Name Mifsud aus. Was Trump betrifft, ist der maltesische Professor Joseph Mifsud gemeint: „Mifsud, who turns 60 next year, remains one of the most mysterious — and in many ways bizarre — characters in former special counsel Robert Mueller’s investigation of Russian interference in the US election. He went to ground days after his identity as the unnamed ‚overseas professor‘ at the center of the Trump-Russia probe was revealed — and his whereabouts have been unknown since. Described as ‚a Russian agent‘ by former FBI director James Comey, in recent weeks Mifsud has become central to an unsubstantiated conspiracy theory pushed by some of Trump’s allies and right-wing media outlets that claims Mifsud was a Western intelligence asset and FBI informant used to entrap the Trump campaign. Others claim, less excitingly, that he is a charlatan.“

10 Kommentare zu „Alle Wege führen nach Malta

    1. Auf Malta sind auch etliche Glücksspielfirmen ansässig, wie die Cashpoint Limited der Gauselmann Group, wohl aus steuerrechtlichen oder sonstigen lizenztechnischen Gründen.

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  1. Österreich kann mit Malta durchaus mithalten, denn Alijew fand Unterschlupf bei seinem Anwalt, dem späteren Justizminister Wolfgang Brandstetter

    Ja, Österreich kann nicht nur, was das Mithalten betrifft, mithalten, sondern hält sich seit Jahren schon neben korruptionsanfälligen größen wie England, Germoney, Malta, Schweden – you name it – wacker im europäischen Spitzenfeld sinistrer Traditionen, auch oder besser gesagt vor Allem in der ach so unabhängigengelinde gesagt launenhaften Justiz.

    Man erinnere sich daran, wie der „offensichtliche“ Mord an Dr. Jörg Haider R.I.P, von der österreichischen Justiz, unterstützt von den latent kriminellen Handlangern in den Schreibstuben der MSM, unverschämt als ein Selbstverschulden – wegen zuviel Alk am Steuer – kaschiert worden ist. Maria Berger von den Gusenbauer-SPÖsen mimte dazumal 2008 mehr schlecht als recht eine Justizministerin.

    Wie auch immer

    MfG

    P.S.: R.I.P Daphne Caruana Galizia

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    1. Launenhafte Justiz? Weisungsgebundene Staatsanwälte die vom Justizminister ernannt werden, Gerichtsvorsteher/innen und -präsident/innen durch die Bank Parteibuchsoldaten… das ist doch keine Gewaltentrennung.

      Was Brandstetter angeht so hat er mich in einem persönlichen Gespräch bei einem zufälligen Aufeinandertreffen wissen lassen dass man nichts gegen die faschistoiden Entrechtungen und Enteignungen tun könne da „zu viele Juristen involviert wären“… klar, war ja unter Hitler auch so – also wird’s schon passen.

      Generell ist die Justiz klar parteipolitisch motiviert – Lucona, Club45, KH Nord, Kampusch, Kinderheime, Haider, Ibiza, Bilderbergkonferenzen, Asyl für Illegale, Verfolgung von Meinungsdelikten, Entrechtungen & Enteignungen unbescholtener Bürger,…

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      1. All das ist in einem Land, das von sich in Anspruch nimmt ein Rechtsstaat zu sein, nur mehr zum Ko…. !
        Ich mußte die Bilder vom Benko-Törggelen wegschalten, weil mir die in die Kamera grinsenden Gesichter, ein Kurz neben Gusenbauer,…….. einfach nur zuwider waren. Ein braver Bürger/in zahlt, wird abgezockt mit hohen Steuern bis ins Grab, aber die Geschäfte der „Elite“ werden von besonderen Anwälten gestützt. Als Kurz seinem „Freund“ Benko z.B. das „Leinerhaus“ verschaffte, war ich sprachlos. Ich bin es nicht mehr.
        Ich bewundere ich den Mut von Frau Bader und ihr Wissen um die Vernetzungen.

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      2. Danke sehr – es gibt noch einen Aspekt bei Malta:

        Der Chef der konservativen Opposition leitete die Erste Bank Malta:

        https://de.wikipedia.org/wiki/Adrian_Delia

        Er lag auch um Clinch mit Daphne Caruana Galizia:

        https://www.maltatoday.com.mt/news/national/98061/watch_daphne_caruana_galizia_sister_confronts_adrian_delia_while_paying_respects_to_slain_journalist#.XeaUot-E7rc

        Und er schrieb gerade diesen Kommentar:

        https://timesofmalta.com/articles/view/the-friends-of-friends-adrian-delia.752134

        Ich sah ihn mir wegen dieser Geschichte an – das erste Foto sagt doch alles:

        https://daphnecaruanagalizia.com/2017/09/leader-nationalist-party-miss-rebecca-dimech/

        Dann seine und ihre Kommentare auf Facebook (maltesische kann man nur raten, es ist eine semitische Sprache mit viel Italienisch)

        Die User bei Daphne sind zum Teil Politiker, sodass wohl jeder jeden kennt. Das ist bei den Eckdaten von Malta aber verständlich (Einwohnerzahl, Größe).

        Es geht sehr ins Persönliche, auch die Untergriffe gegen Daphne.

        Aber was finden wir dann noch?

        Hier 2018 Delias Gattin Nickie Vella de Fremeaux

        Hier beide 2017:

        Hier im Oktober 2017, ein paar Wochen vor dem Mord:

        https://www.independent.com.mt/articles/2017-10-08/local-news/After-all-the-outrageous-lies-I-feel-vindicated-Nickie-Vella-de-Fremeaux-6736179941

        Die Anwältin de Fremeaux verteidigt ihren Mann und spricht von Lügen; Rebecca sei halt so und kleide sich so; sie daran zu messen sei sexistisch. Sie betrachtet sie als enge Freundin; außerdem erklärt sie, dass sie ihre fünf Kinder aus der Politik heraushalten will und sich zuhause um alles kümmere.

        Doch was sind die neuesten Meldungen?

        https://www.maltatoday.com.mt/news/court_and_police/91926/pn_leaders_wife_claims_domestic_violence_in_legal_bid_to_prevent_access_to_children#.XeaXjd-E7rc

        Sie trennt sich von Delia wegen häuslicher Gewalt und wirft ihm vor, auch gegen die Kinder gewalttätig geworden zu sein….

        Und ihr Mann liess sie ausspionieren:

        https://lovinmalta.com/news/news-politics/delias-associate-attempted-to-spy-on-nickie-vella-de-fremaux-and-created-fake-profiles-to-pn-critics/

        Man muss auch wissen, dass Malta sehr katholisch ist, Abtreibung ist in jedem Fall verboten und de Fremeaux wurde auch gefragt, wie sie zur Scheidung steht (man sollte ewig verheiratet bleiben, sagte sie mal).

        Bei Daphnes Blog waren sicher einige für viele unangenehme Enthüllungen dabei, die andere nicht wagten – aber es war offenbar eben kein Klatsch und Tratsch, sondern nur politisch Relevantes. Sie hatte ja auvh bei Delia Recht.

        Ich sehe meine Arbeit so ähnlich und es ist zugleich beruhigend und beunruhigend, dass auch Daphne wenig Unterstützung hatte, aber auf viel Schweigen und auf Mauern stieß.

        Übrigens konnten Sie Kurz & Benko wieder einmal bewundern, als Kurz zum Maroniessen einlud:

        https://kurier.at/politik/inland/kurz-lud-zu-punsch-und-maroni-1500-gaeste-und-viel-prominenz/400692140

        Gefällt 3 Personen

      3. Brandstetter hätte da sofort zurücktreten müssen – stattdessen deckte er diese Mafia und ist mit Schuld am Tod vieler Menschen und daran, dass Tausende gequält und ausgeraubt werden.

        Es ist so ungeheuer bizarr, dass Brandstetter engagiert wurde, um der Ukraine Rechtsstaatlichkeit beizugbringen, noch als er Minister war.

        Er kann ihnen höchstens das österreichische Arisierungsmodell nahebringen….

        Nicht zu vergessen auch sein Freund Helmut Brandstätter, der mit ihm ein Buch herausgab und selbst immer im „Kurier“ die gewollten Narrative brachte, wie er es ja auch bei den NEOS tut.

        Gefällt 2 Personen

    1. Erstes Bild ist etwas übertrieben, im Profil mit Balken vor den Augen. Ich denke,, da wird sie niemand wiedererkennen.

      Aber immerhin zeigt Schmidt damit auch unermüdlich auf, wie sehr alles verschlampt und vereschleppt wird.

      Und er hat Recht, dass die Pseudoaufdecker gefeiert werden, die nur Handlanger waren.

      Gefällt 3 Personen

      1. Wobei Schmidt selbst auch eher fragwürdig ist… ich denke er ist mehr Zu- als Aufdecker und wird niemals die wahren Hintermänner nennen (dürfen).

        Mein Tipp ist nach wie vor dass die ganze Aktion vom Herrn Bautycoon ausgegangen ist – also zumindest die Finanzierung. Hat sich ja schon 2016 & 2017 mit enormen Beträgen in die politische Meinungsbildung eingekauft.

        Aber ganz ehrlich, nach den letzten Wahlergebnissen hat es der Östertrottel eh nicht anders verdient… wenn man wenigstens jene Menschen die nicht unter einem faschistischen Regime dahinvegetieren wollen nicht ihres Eigentums berauben und sie damit in ihrer Wohnhaft festsetzen würde… aber so gilt eben „Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht“. Auch Stauffenbergs Taten wurden erst viele Jahre später gewürdigt.

        Dass man seine Staatsbürgerschaft nicht ablegen kann wenn man dann staatenlos wäre ist eine Frechheit – ich jedenfalls will kein Teil eines faschistischen Terrorunterstützer- und Menschenrechtsbrecherstaats sein.
        Der größte Witz ist aber dass man als EU-Bürger nicht in anderen EU-Staaten um Asyl ansuchen kann – da ja die Wahrung der Menschenrechte angeblich eine Grundvoraussetzung für einen EU-Beitritt ist; schön dass der EGMR rund 99% aller Menschenrechtsbeschwerden unbehandelt abweist, nur die Themen Russland, Gender und Asyl sind dort von Interesse… alle anderen Menschenrechtsverletzungen werden komplett negiert und sind daher in der Statistik nicht vorhanden.

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