Bundesheer: Wenn die Spionageabwehr im Visier steht

In dieser Woche gab es mehrere Meldungen, die das Abwehramt betreffen, das naturgemäß äußerst öffentlichkeitsscheu ist. Am 4. November verstarb plötzlich dessen Vizechef Brigadier Ewald Iby, und nun wird es auch vor Gericht um Spionageabwehr gehen, weil ein pensionierter Offizier für die russische GRU tätig gewesen sein soll. Dafür gibt es angeblich eine Menge an Beweisen, was jedoch nicht davon ablenken soll, dass in Österreich kreuz und quer spioniert wird. Nicht von ungefähr wird darüber auch berichtet, während Ibys Tod nur vom „Standard“ am 5. November erwähnt wurde; zudem mit reichlich geschmackloser Illustration. Das würde Iby wohl verstanden haben und auch, warum sonst der Mantel des Schweigens über seine pure Existenz gebreitet wird (auch in burgenländischen Medien). Dies ist viel merkwürdiger als die Anklage gegen Martin M., der bis 2013 im Verteidigungsministerium tätig war; doch zuerst erinnern wir uns an den November letzten Jahres. 

Ressortsprecher Michael Bauer, der vor wenigen Tagen dem „Standard“ bestätigte, dass Iby nicht mehr unter den Lebenden weilt, postete vor genau einem Jahr auf Twitter: „Das Abwehramt hat mit Hilfe internationaler Kooperation einen Spionagefall aufgedeckt. Ein pensionierter Offizier des hat seit den 1990-iger Jahren das Bundesheer ausspioniert und Daten an Russland weitergegeben. Er wurde angezeigt.“ Wenig später wurde die nun mehr oder minder abgedrehte Integrity Initiative als angloamerikanische Operation von Militärs und Geheimdiensten geoutet, was dazu passt, dass der entscheidende Hinweis aus UK gekommen sein soll. Hier zeige ich auch auf, wie verdeckt Stimmung gegen das Abwehramt gemacht wurde, dessen Chef Rudolf Striedinger ist (und dessen Stellvertreter Ewald Iby war). Am 9. November 2018, einem Freitag, forderte Bundespräsident Alexander Van der Bellen Aufklärung, und Ex-Kanzler Sebastian Kurz trat mit Ex-Verteidigungsminister Mario Kunasek vor die Presse.

Putin und Van der Bellen am 5. Juni 2018

 

Wie man auch bei Versuchen sehen kann, US-Präsident Donald Trump des Amtes zu entheben, ist alles international vernetzt und es geht immer um mehrere Geheimdienste. So mag M., der als unauffällig beschrieben wird und nicht auf andere zuging, Infos zum Verkauf von Panzerhaubitzen an Lettland gehabt und NATO-Papiere gekannt haben, über die Österreich durch die Teilnahme an der Partnership for Peace verfügt. Auf jeden Fall aber waren die letzten sechs Jahre seiner Tätigkeit beim Bundesheer auch eine Zeit, in der die SPÖ das Ressort innehatte und es für fremde Interessen benutzt wurde. Hier wird nicht ermittelt, sondern die Justiz deckt dies ebenso wie Politik und Medien; man muss sich die Frage stellen, ob das Abwehramt etwas (mehr?) unternehmen hätte können. Oder ob es Kräfte gibt, gegen die man nichts ausrichten kann, was all jene nachvollziehen sollten, die in ihrem Erkenntnisprozess überhaupt soweit gekommen sind.

Illustration im „Standard“ (5.11.2019)

Tatsache ist, dass versucht wurde, nach dem Strickmuster der BVT-Affäre auch einen Abwehramts-Skandal zu kreiern, auf den dann Presse und Politik einsteigen können. Nicht von ungefähr tat sich dabei Fabian Schmid im „Standard“ hervor, der nun Ibys Tod melden durfte. Man beachte, wie Schmid jetzt betont, dass Iby gegen den beim Bundesheer durchaus vorhandenen rechten Rand vorging. Das ist notwendig, weil es in der Natur der Sache liegt, dass sich vom Engagement für Sicherheit relativ wenig Linke angezogen fühlen, eher schon Rechte, die zuweilen extremere Ansicht haben können. Schmid und seine Kollegen tun aber so (hier 2017 mit obigem Foto), als ob es fürs Abwehramt nichts anderes zu tun gäbe und Analysen plus Handlungsbedarf nicht auch andere Bereichen betreffen. Außerdem wird der Focus nach Rechts gerichtet, um auszublenden, wo der Eigenschutz des Bundesheers und seiner Fähigkeit zur Landesverteidigung sich auf fremde Dienste konzentrieren muss.

Screenshot vom APA-Picturedesk (1)

Robert Jäger, der damals für die APA fotografierte, wurde 2018 für das Pressefoto des Jaheres ausgezeichnet (Van der Bellen, der sich an den Kopf greift, als er die Regierung Kurz angelobt). 2009 lichtete Jäger die Standorte von Heeresabwehramt und Heeresnachrichtenamt am 14. Juli ab in Vorbereitung auf den U-Ausschuss zu Abhör- und Beeinflussungsnahmen im Parlament, der am 16. Juli begann. Peter Pilz produzierte sich dabei wie zu erwarten ziemlich stark und nahm am 26. November 2009 Ewald Iby und andere Nachrichtendienstler ins Visier (siehe auch Fraktionsbericht der FPÖ). Beim 1. Eurofighter-Ausschuß war Iby nicht geladen, aber Thema, als der frühere Chef des Abwehramts Erich Deutsch (inzwischen auch verstorben) am 13. Juni 2007 befragt wurde. Das klang dann so: „Mag. Erich Deutsch: Entweder war ich in Urlaub, oder es hat andere Gründe oder war ich nicht anwesend. Abgeordneter – Mag. Ewald Stadler (FPÖ): Sie müssen dauernd auf Urlaub gewesen sein, weil es taucht nur der Herr Iby auf. – Mag. Erich Deutsch: Der Herr Iby war der zuständige Abteilungsleiter bis vor kurzem, bevor er Stellvertretender Leiter geworden ist, für diese speziellen Angelegenheiten.

Screenshot vom APA-Picturedesk (2)

Abgeordneter Mag. Ewald Stadler (FPÖ): So ist es. Und der Herr Iby hat Sie nie informiert? Haben Sie die Protokolle nie gesehen? Mag. Erich Deutsch: Ja, er hat mich informiert, ja. Abgeordneter Mag. Ewald Stadler (FPÖ): Er hat Sie informiert. Er hat Ihnen da Protokolle vorgelegt. Mag. Erich Deutsch: Protokolle kann ich jetzt nicht sagen, aber hat mich sicher mündlich informiert. Abgeordneter Mag. Ewald Stadler (FPÖ): Sie wollen also dem Ausschuss erklären, dass Sie die Protokolle, die hochbrisante Aufträge Ihrer Abteilung beinhalten, als Behördenleiter nie gesehen haben? Sie können ruhig sagen, das stimmt so, weil es deckt sich mit den Informationen, die ich über Ihre Tätigkeit habe, beziehungsweise über Ihre Untätigkeit im Amt. Mag. Erich Deutsch: Ach so.“ Auf Seite 60 des Protokolls fragt Stadler: „Kennen Sie die Tonbandaufzeichnungen des Gesprächs zwischen Elisabeth Kaufmann-Bruckberger und dem Herrn Chaimschevit, worüber in den Medien berichtet wurde?“ Deutsch meint:  „Beide Namen sind mir unbekannt und ich kenne daher auch keine Tonbandaufzeichnungen.“ Es geht um Chaim Sharvit, einen israelischen Ex-(?) Agenten, der für den SPÖ-Wahlkampf angeheuert wurde. Bemerkenswert war auch, was Deutsch auf Fragen der Abgeordneten Maria Fekter zur Rolle von Kabinettschef Stefan Kammerhofer antwortete, der Darabos abschottete, aber nie sicherheitsüberprüft wurde.

Screenshot vom APA-Picturedesk (3)

Für Deutsch sprang Iby dann jedenfalls interimistisch als Chef ein, bis Wolfgang Schneider übernahm. Hier sehen wir eine der Aufnahmen der APA vom Kommandogebäude Theodor Körner, wo das Heeresnachrichtenamt beheimatet war. Das Abwehramt logiert in einem nicht renovierten Haus in Wien-Landstraße, das Anfang des 20. Jahrhunderts für die Post- und Telegrafendirektion errichtet wurde. Apropos APA: eine ihrer auf den Webseiten der Printmedien verbreiteten Meldungen verkündet, dass ab Montag, den 11. November 32 Soldaten der Garde und Pioniere eine Woche lang am Jüdischen Friedhof Währing helfen werden. Mit einer Aussendung (die einzige in seiner Pressemappe) informiert der Verein Jüdisches Erbe Austria am 8. Oktober 2019 über „erfolgreiche Instandsetzung“ auf diesem eigentlich in Döbling liegenden Friedhof. Wenn es um die APA und andere Agenturen geht, sollten wir bedenken, was Volker Bräutigam (Ex-Tagesschau-Redakteur) und Friedhelm Klinkhammer (ebenfalls Ex-ARD) über die (transatlantische und israelische) Funktion von Nachrichtenagenturen erzählen.

Bräutigam und Klinkhammer bei KenFM

Am 30. Oktober 2019 (mit Ergänzungen am 1. November) berichtete der „Standard über die „Grabmalretter“ am Jüdischen Friedhof Währing, wobei ein User oder eine Userin die einst sehr aktive Frau Walzer vermißt: „Leider ist Frau Tina Walzer dort nicht mehr tätig, nachdem sie Kritik geäussert hat an der IKG und deren Finanzgebarung rund um die extrem teure ‚Neuvermessung‘ des Friedhofareals via Drohnen (sie wurde einfach umgangen, warum?) wobei man nur in die Unterlagen hätte schauen brauchen und neues ist klarerweise auch nicht herausgekommen. Frau Walzer kennt diesen Friedhof und seine Geschichte wohl wie kein anderer, leider wird man sie dort wohl nicht mehr beruflich antreffen.“ Drohnen kosten heutzutage bekanntlich nicht mehr die Welt, sofern sie nicht für „targeted killing“ eingesetzt werden. Zur Anfrage von „Jüdisches Erbe Austria“ an Verteidigungsminister Thomas Starlinger schrieb der „Kurier“ am 9. November: „Dieser Verein ist 2017 vom Unternehmer Günther W. Havranek und Ariel Muzicant, Ex-Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG), gegründet worden.“

mbfriedhof

Tweets von Ressortsprecher Bauer

Muzicant gilt als SPÖ-nahe, während sein Sohn Georg Sebastian Kurz unterstützte, aber Business-Partner der Kerns bei ihren Israel-Firmen und von Martin Schlaff ist. Bei den Kerns sind neben Schlaff auch Alfred Gusenbauer, Hans Peter Haselsteiner und Gerald Schweighofer an Bord. In der Kanzlei HFP Steuerberater finden wir neben Günther auch Thomas Havranek, der Schatzmeister der Österreichisch-Israelischen Handelskammer ist (Präsident: Gabriel Lansky; Vize: Eveline Steinberger-Kern). 2011 lasen wir im „profil„: „Dem Wirtschaftstreuhänder Günther Havranek gehört – angeblich – die U-Bahn-Zeitung ‚Heute‘. Jetzt räumt er für Werner Faymann in der SPÖ auf.“ Sprecherin des Vereins „Rettet den Jüdischen Friedhof Währing“ (ebenfalls 2017 gegründet) ist übrigens die grüne Gemeinderätin Jennifer Kickert, die einst Mitarbeiterin von Van der Bellen war, als er an der Spitze des grünen Parlamentsklubs stand. Da ich auch Kontakt mit Iby hatte, konnte ich ihm Fragen stellen, die teils rhetorisch waren, denn natürlich signalisieren Geheimdienste etwas mit Bildsprache, etwa um jemandem mehr oder weniger subtil zu drohen. Er konnte bei mir viel an grundsätzlichem Verständnis voraussetzen, sodass ich auch wusste, dass es auf manche Fragen keine ehrlichen Antworten geben kann, er aber dennoch aufrichtig ist. Wie sein plötzlicher Tod fast verschwiegen wird und man ihm via „Standard“ auch noch nachtritt, ist jenseits dessen, was mit Geheimniskrämerei einher gehen sollte.

fragenanb

Fragen an Schmid und Bauer

Da wir auch über israelischen Einfluss sprachen, sollte man der Rolle des „Standard“; aber auch der Friedhofsaktion besondere Aufmerksamkeit widmen. Denn es hat unweigerlich Todessymbolik, Soldaten auf den Friedhof zu schicken, sie also mit dem „Ende“ s. Bild in Verbindung zu bringen. Zumal siehe „Standard“ hier Namen und Schicksale betont werden, während Ibys Andenken nicht bewahrt werden soll. Heute standen Soldaten der Garde beim Holocaustdenkmal am Wiener Judenplatz, als Van der Bellen dort einen Kranz sich beugend niederlegte. Wenn die Garde zwischen Gräbern Hand anlegt, heißt der Auftrag übrigens geradezu freudsch „handwerkliche, manipulative Tätigkeiten“. Ich vertraue nicht nur auf meinen Instinkt,  sondern erinnere mich auch an zahlreiche kryptische Ansagen von Iby, deren Bedeutung erst im Nachhinein voll aufgeht. Es ist natürlich klar, dass man den Jahrestag des Novemberpogroms begeht und dass geraubtes Eigentum zurückgegeben wird. Aber wer war überhaupt wohlhabend genug, um teilweise noch ersetzbare Verluste zu erleiden? Und beinhaltet das Setting mit Garde bei Mahnmal, Van der Bellens „Kniefall“, Soldaten am Friedhof nicht auch Unterwerfung?

Martin Schlaff am Titel des neuen „profil“

Bekanntlich hat der „Kurier“ sene Anteile am „profil“ zurückgekauft und gehört wiederum zum Teil Raiffeisen und der Signa Holding von Rene Benko (mit Gusenbauer und Co.), wie Signa auch bei der „Krone“ eingestiegen ist. Es fällt auf, dass Richard Schmitt, der nach Ibizagate bei der „Krone“ in die Kritik geriet und jetzt bei „Österreich“ ist,  stolz auf Twitter postet: „Haben hier ja auch einige ins Lächerliche gezogen – jetzt die Anklage: #heftig“ und zu diesem Artikel puncto Spionage verlinkt. Warum verwendet „profil“ das 30jährige Jubiläum des Mauerfalls für eine Titelgeschichte mit Martin Schlaff? Dies, wo er nur sehr selten Interviews gibt und ungemein von der DDR profitiert hat? Doch Schlaff ist Teil jener Netzwerke, zu denen auch Gusenbauer gehört und mit israelischer Politik verbandelt. Als er 1999 den Wahlkampf von Ehud Barak mit 600.000 Dollar unterstützte, hatte Tal Silberstein sein Debut in diesem Bereich. Diese und andere Faccetten habe ich immer wieder angesprochen, sodass hier nur auf ein paar weitere Punkte vewiesen werden soll. Dazu ziehe ich das Feature „Stasi, Gangster, Russenmafia? Wie der österreichische Investor Martin Schlaff zum Milliardär wurde“ von SWR 2 2016 heran, das auf umfassenden Recherchen basiert. Ein Sprecher sagt darin siehe Seite 8 des Transkripts: „Ich finde einen weiteren Bericht, der sich mit dem Verbleib der DDR-Millionen beschäftigt. Verfasst im Jahr 2006 von der Unabhängigen Kommission zur Überprüfung des Vermögens der Parteien und Massenorganisationen der DDR. Hier geht es unter anderem um Transferrubel-Betrug. Der Transferrubel war die Verrechnungseinheit für den Handel innerhalb der sozialistischen Länder. Wer Transferrubel besaß, konnte diese künstliche Währung im Jahr 1990 in harte D-Mark umtauschen.

Diskussion mit Walter Unger vom Abwehramt

Clevere Geschäftsleute mit guten Verbindungen in den Osten organisierten damals Scheingeschäfte – und hielten anschließend die Hand auf. Das Bundesfinanzministerium schätzte 1998, dass der bundesdeutsche Staat durch Transferrubel-Betrug bis zu 2,5 Milliarden D-Mark, also rund 1,2 Milliarden Euro, verloren hat. Auch im Abschlussbericht der Unabhängigen Kommission fällt der Name Martin Schlaff.“ Allein das spricht neben all den anderen Vorwürfen schon für sich. Gegen Ende des Transkripts wird es auf Seite 25 noch einmal interessant: „Spätsommer 2014. Ich besuche das Palais Schwarzenberg, einen barocken Palast in der Nähe des Karlsplatzes. Auch Martin Schlaff schätzt diesen Ort. Georg Brockmeyer: ‚Sehr barock, was die Ausschmückung belangt. Sehr viele Fresken. Sehr viel Gold, sehr viel Stuck…‘ Sprecher: Sagt Georg Brockmeyer, der 2014 als PR-Mann für den Eigentümer des Palais Schwarzenberg arbeitet. Im Park des Palastes feierte Martin Schlaff im Jahr zuvor die Hochzeit seiner Tochter, mit 1.000 Gästen. Dutzende Geladene seien First Class aus New York eingeflogen worden, berichtete die Klatschpresse. Und für die musikalische Untermalung sorgte angeblich David Guetta, der französische SuperDJ. Georg Brockmeyer: ‚Bei der Hochzeit war es so, dass es hier auf den zwei schönen Rasenflächen vor dem Palais zwei große Zelte aufgebaut waren. Mit einem Verbindungsgang dazwischen. Muss aber auch sehr prächtig ausgesehen haben. Es ist sehr viel auch mit Rollrasen gearbeitet worden. Muss ein tolles Fest gewesen sein (lacht).'“

Minister Starlinger bei „Österreich“

Brockmeyer ist sein einem halben Jahr Landesgeschäftsführer der SPÖ Oberösterreich, während Vorgängerin Bettina Stadlbauer plötzlich abmontiert wurde.Er war Landesgeschäftsführer der SPD Niedersachen, leitete 2018 die Kommunikation der Bundes-SPÖ und war von 2007 bis 2015 Vorsitzender der SPÖ Wien-Penzing,. Als die prunkvolle Schlaff-Hochzeit stattfand, war er Partner bei trummer + team. Dietmar Trummer war mit dem Lobbyisten Peter Hochegger verbandelt, wie diese Meldung von 2009 zeigt. Hochegger steht auch für die Privatisierung der BUWOG, Mobbing gegen den Dutyfreeshop-Betreiber Rakesh Sardana (von wenigen Monaten verstorben) und die Telekom-Ostgeschäfte Schlaffs. Der jetzige SPÖ-Kommunikationschef Stefan Hirsch (Nachfolger Brockmeyers) arbeitete damals bei ihm, der wie Brockmeyer „natürlich“ Silberstein-Connections hat.Hirsch war euch einige Zeit im SPÖ-Kabinett im BMLV, wo er Offiziere gegenüber Journalisten diffamierte. Es sei noch bemerkt, dass Schlaff Grund zum Feiern hatte, als Alfred Gusenbauer 2007 Kanzler wurde (das Bundesheer konnte hingegen nicht jubeln, wie auch die kommenden Jahre zeigten).

Die Garde im Einsatz

Ob Martin M. spioniert hat oder nicht, er ist ein kleiner Fisch, wenn z.B. ein Schlaff von allen hofiert wird, der mit Stasi und Mossad in Verbindung gebracht wird, Die Machtverhältnisse werden allein schon bei diesen Zeilen aus dem neuen „profil“ deutlich: „Zum 30. Jahrestag des Mauerfalls ist es profil gelungen, den prominenten Zeitzeugen zu einem Gespräch zu bewegen. Es ist eine Premiere: Nie zuvor hat Schlaff über seine Geschäfte und Kontakte in der DDR gesprochen (ganz abgesehen davon, dass er in seinem Leben kaum mehr als ein halbes Dutzend Interviews gegeben hat, fünf davon in profil). Schlaff nutzte die Gelegenheit, um auch Österreichs aktuelle Innenpolitik zu kommentieren. Überraschung: Er sah ausgerechnet in Heinz-Christian Strache einen ‚Hoffnungsträger für einen anständigen Populismus‘.“ Strache war auch in Ibiza stolz auf seine Gesprächsbasis zu Schlaff, die jedoch nicht implizierte, dass Israel sich ihm gegenüber auch nur einen Millimeter bewegt. Rabbi Moishe A. Friedman, der davon ausgeht, dass Jörg Haider ermordet wurde, sieht darin einen kapitalen Fehler Straches. Nicht von ungefähr sprach Claus Pandi in der „Krone“ davon, dass Ibiza für Strache „wie ein Autounfall“ gewesen sei – soll froh sein, dass er noch am Leben ist?!

PS: Oben aus dem E-Paper von „Heute“, 11. November 2019, Seite 17: Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein spazierte am 9. November über den Jüdischen Friedhof Währing, wo nun Soldaten im Einsatz sind.

PPS: Das Interview mit Martin Schlaff behandelt nicht die SPÖ, Israel, seine aktuellen Geschäfte, sondern die Zeit des Handels u.a. mit der DDR und sein Verhältnis zur FPÖ bzw. warum er von Strache enttäuscht ist.

PPPS: zum Achten auf Symbole und Bilder diese chronologischen Ergänzungen:

Posting im Doppeladler-Forum an Ibys Todestag, dem 4.11. gegen Mitternacht, Aufnahmen vom neuen Sitz des Heeresnachrichtenamts in der Maria Theresien-Kaserne; das Abwehramt soll an dessen alten Standort ins Kommandogebäude Theodor Körner übersiedeln.

Als Ibys Tod noch nicht (am 5.11. via „Standard“) bekanntgegeben wurde, blies man via „Österreich“ zum Halali auf das BVT, am 5.11. um genau 6 Uhr.

Maschek am 12.11.2019:

Am 13.11. wird Iby mit militärischen Ehren inkl. Garde (ihr Sitz ist in der Maria Theresien-Kaserne) in Raiding bestattet.

Der ehemalige Chef des Abwehramts Wolfgang Schneider postet am  13.11. auf Trauerportal: „Der Tod ist Begegnung mit Gott! Leider erfolgte diese Begegnung für dich viel zu früh! Die Zeit heilt nicht alle Wunden,  sie lehrt uns nur, mit dem völlig Unbegreiflichen zu leben. Mein tiefstes kameradschaftliches Beileid und Mitgefühl!“

Nacht vom 13. auf 14.11. 2019: Unteroffizier (Jagdkommando) von zwei Hunden getötet. die er am Nachmittag des 13.11. füttern sollte; er wurde gegen 2 Uhr früh des nächsten Tages entdeckt; Maschek spricht von „diesen ungefährlichen Wauzis“. Ein Gutachter bemerkt, dass der zur Fütterung eingeteilte Soldat eben nicht das Alphatier für diese speziellen, ihm nicht zugeteilten Hunde  war. Man beachte auch die Symbolik „Unter“-Offizier….

Van der Bellen (Maschek legten ihm „da wird das Land nicht vor die Hunde gehen, hehehe“ in den Mund, auf den verwendeten Aufnahmen sieht man auch Bierlein und Doskozil) bedauert den Tod des Soldaten:

Ich postete:  „ähem… auch ewald iby hatte kameraden und angehörige????“ – keine Reaktion

Am 14.11. findet die Budgetdebatte im burgenländischen Landtag statt, mit einem sehr angeschlagenen Doskozil.

Am 14.11.2019 gibt es einen am 13.11. gegen 9 Uhr per Aussendung angekündigten Fototermin mit Minister Starlinger und Oskar Deutsch von der IKG am Jüdischen Friedhof Währing, wo u.a. die Garde hilft.

Am 16.11. hat die SPÖ Burgenland ihren Wahlparteitag in Raiding.

6 Kommentare zu „Bundesheer: Wenn die Spionageabwehr im Visier steht

  1. Zum Thema Spionage: bei uns wird kaum berichtet, dass WhatsApp mit der isralischen Spyware Pegasus (erzeugt von NSO Group) gehackt wird:

    https://arstechnica.com/information-technology/2019/10/activists-phones-targeted-by-one-of-the-worlds-most-advanced-espionage-apps/

    https://indianexpress.com/article/explained/whatsapp-nso-group-pegasus-spyware-attack-6101443/

    https://www.asiatimes.com/2019/11/article/israeli-spyware-whatsapp-hack-raises-global-fears/

    NSO gehört Novalpina Capital:
    https://www.amnestyusa.org/reports/human-rights-defenders-in-morocco-targeted-using-malicious-nso-israeli-spyware/

    https://www.reuters.com/article/us-facebook-cyber-whatsapp-nsogroup/whatsapp-sues-israels-nso-for-allegedly-helping-spies-hack-phones-around-the-world-idUSKBN1X82BE

    HIer mehr;

    https://www.juve.de/nachrichten/deals/2019/02/private-equity-management-uebernimmt-cybersicherheitsfirma-mit-hilfe-von-weil-gotshal-und-white-case

    Private Equity: Management übernimmt Cybersicherheitsfirma mit Hilfe von Weil Gotshal und White & Case

    Das Management der NSO Group hat mit Unterstützung des Investors Novalpina das Cybersicherheitsunternehmen gekauft. Verkäufer sind die Beteiligungsgesellschaft Francisco Partners und weitere Gesellschafter. Abgesichert wird der schätzungsweise eine Milliarde Dollar (rund 880 Millionen Euro) schwere Deal mit einer Finanzierung.

    NSO ist eines der führenden Unternehmen in der Cybersicherheit. Sein Hauptsitz ist Luxemburg, der wichtigste Standort mit etwa 500 Mitarbeitern liegt in Israel. Nach der Gründung 2010 wuchs der Umsatz rasch und wurde fünf Jahre später auf 150 Millionen Dollar geschätzt. NSO erstellt nach eigenen Angaben Technik zur Verbrechensbekämpfung für Regierungen, die von manchen Bürgerrechtlern auch als Spionage- oder Hackertechnik bezeichnet wird.

    Die Gründer Shalev Hulio und Omri Lavie sowie das Management werden im Zuge des Management-Buy-outs von Novalpina Capital unterstützt. Den Gründern gehörten bisher nach Marktangaben rund 30 Prozent der Anteile an NSO.

    Hat einiges mit dem britischen „Remain“-Lager zu tun:

    https://sputniknews.com/military/201911081077259935-spying-whatsapp-best-for-britain-nso/

    Und man trifft sich bei der „Mind the Tech“-Konferenz:

    https://www.calcalistech.com/ctech/articles/0,7340,L-3760054,00.html

    “Mind the Tech” is the culmination of a partnership between Calcalist; Leumitech, the technology banking arm of Israeli Bank Leumi; the Jerusalem Municipality and the Jerusalem Development Authority; international accounting firm KPMG; Israel Electric Corporation; Nespresso; Tel Aviv-headquartered startup network SOSA; and Israel’s national carrier El Al Israel Airlines Ltd.


    NSO ist dabei:

    The first panel of the day will be the cybersecurity panel, with NSO co-president Tami Mazel Shachar up as the first speaker. Formerly of Q Cyber Technologies and 3M Electronic Monitoring, Mazel Shachar was appointed to her current position at the beginning of the year.

    Zu den Kerns und SOSA Ventures:

    https://www.oe24.at/oesterreich/politik/Neue-Jobs-fuer-Kern-Ex-SPOe-Kanzler-dockt-an-Sicherheits-Netzwerk-an/388368514

    https://www.oe24.at/oesterreich/politik/Neue-Jobs-fuer-Kern-Ex-SPOe-Kanzler-dockt-an-Sicherheits-Netzwerk-an/388368514

    https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20190315_OTS0195/blue-minds-group-formt-digital-joint-venture-mit-sosa-hlstech-aus-israel

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    1. Und neu aus der Schweiz:

      https://www.woz.ch/1945/dreissig-jahre-fichenskandal/sie-wissen-mehr-als-1989

      Sie wissen mehr als 1989

      Nach dem Auffliegen des Fichenskandals wurde öffentlich die Abschaffung des Geheimdiensts gefordert. Das ist heute kaum noch vorstellbar. Ein Millennialessay.


      Über 900 000 Kartonfichen hatte der Schweizer Geheimdienst über Jahrzehnte angelegt. Den Kalten Krieg im Knochenmark und mit Sehschwäche auf dem rechten Auge überwachte der Staatsschutz soziale Bewegungen, Schriftstellerinnen, linke Politiker, Gewerkschafterinnen, Journalisten und Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International. Ein Drittel aller hier lebenden AusländerInnen waren fichiert. Dabei sahen sich die Betroffenen nicht selten mit schwerwiegenden Konsequenzen konfrontiert – bis hin zum praktischen Berufsverbot.

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  2. Heute früh ist James Le Mesurier. der Gründer der White Helmets, in Istanbul tot aufgefunden worden:

    Weil Russland am 8. November geoutet hat, dass er für den MI6 arbeitet(e) und IS-Kämpfer im Kosovo trainierte, wollen manche den Russen die Schuld geben:

    https://www.bbc.com/news/world-europe-50375869

    https://www.welt.de/politik/ausland/article203374016/James-Le-Mesurier-Gruender-der-Weisshelme-tot-in-Istanbul-aufgefunden.html

    https://www.bild.de/politik/ausland/politik-ausland/nach-verurteilung-durch-russland-weisshelme-gruender-vom-balkon-gefallen-65961030.bild.html

    Zu den White Helmets und Israel:

    https://alexandrabader.wordpress.com/2018/07/22/deutschland-white-helmets-welcome/

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    1. Mehr zu Le Mesurier:

      https://www.theblogcat.de/uebersetzungen/lemesurier-17-01-2017/

      Seine Wohnungstür in Istanbul (im 3. Stock) konnte man nur mit Fingerprint öffnen.

      Er und seine Frau nahmen nach dem Abendessen Schlaftabletten, daher bekam sie nichts mit und wurde im Morgengrauen von der Polizei geweckt, die seine Leiche auf der Straße fand.

      fhttps://www.zerohedge.com/political/white-helmets-mi-6-co-founder-found-dead-turkey

      mehr mit dem Hashtag #lemesurier

      https://twitter.com/search?q=%23LeMesurier&src=typeahead_click

      Nicht vergessen, dass der Oskar-prämierte White Helmets-Film von Soros finanziert wurde:

      http://www.wrongkindofgreen.org/tag/the-white-helmets/

      Le Mesurier arbeitete auch für Erik Princes Blackwater/Academi:

      https://off-guardian.org/2019/11/11/breaking-james-le-mesurier-found-dead-in-turkey/

      Siehe Olive Group:

      https://www.heise.de/tp/features/Die-obskuren-White-Helmets-3380394.html?seite=all

      Eric Prince hatte einen Wohnsitz im Burgenland:

      https://kurier.at/chronik/oesterreich/wer-ist-blackwater-gruender-erik-prince/400418096

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    1. Zum Teil, ja – man weiss ja wirklich nicht, was passiert ist. Und wer es war, falls es jemand war. Da gibt es mehrere Möglichkeiten, man kann ihn zum Schweigen bringen oder aber jemand signalisierte, dass er zum Abschuss freigegeben ist.

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