Die SPÖ und die Ibiza-Affäre

Als Richard Schmitt bei oe24 schrieb, dass die „Sektion Ohne Namen“ der SPÖ in die Ibiza-Affäre verwickelt sein könnte, schwiegen die „Qualitätsmedien“ zunächst, um dann siehe „Standard“ und ORF zur Relativierung auszurücken. Die Soko Ibiza ermittelt nämlich nach einer Anzeige des  Wettanbieters bet-at-home, weil zwei junge Männer auf einen Koalitionsbruch setzten, recht genau getimt und ca. eine Woche vor Ibizagate. Der von Schmitt verklausuliert beschriebene Anwalt, der auch einvernommen wurde (aber beteuerte, damit nichts zu tun zu haben) ist rasch als Oliver Stauber identifiziert. Er war ein Mitgründer der Sektion, einmal Konzipient bei Gabriel Lansky (wie auch der an der Ibizafalle beteiligte Anwalt Ramin Mirfakhrai) und wechselte kürzlich von Hannes Jarolim zu Stadler Völkel. Interessanter Weise hatte auch er einmal eine Funktion bei der Österreich-Israelischen Handelskammer (Präsident: Gabriel Lansky, Vizepräsidentin Eveline Steinberger-Kern). Man beginnt sich dann zu fragen, was die Sektion Ohne Namen sein sollte, in der auch Lanskys Sohn David und Niko Kern aktiv waren. Derzeitiger Vorsitzender ist Thomas Stiegmaier, einst Referent bei der EU-Abgeordneten Evelyn Regner und jetzt als Manager Public Affairs am Flughafen Wien tätig (wie Lansky-Schwager Julian Jäger), Bei Berichten zu Querelen in Schwechat fällt nicht nur der Name Jäger auf, mit Sidestep zur Alijew-Affäre, sondern auch Christoph Edlinger, dessen Vater Rudolf seinen Hinauswurf wohl nicht verhindern konnte.

Der frühere Flughafenshop-Betreiber Rakesh Sardana lieferte sich ein Match mit dem Vienna Airport, zu dem es heißt: „Sardana ist der Ansicht, er sei wegen seiner indischen Herkunft diskriminiert worden. Laut Klageschrift, die JUVE vorliegt, habe der damalige Flughafen-Vorstand 2004 beim Ex-Lobbyisten Peter Hochegger eine Schmutzkampagne in Auftrag gegeben mit dem Ziel, den Ruf Sardanas zu zerstören. Unterstützung sollen sich Hochegger und der Flughafen auch von dem bekannten Wiener Anwalt Dr. Gabriel Lansky (Lansky Ganzger + Partner) geholt haben, der seinerseits Privatdetektive eingeschaltet habe, um ‚Dreck gegen Sardana zu sammeln‘, wie es wörtlich in der Klageschrift heißt.“ Nicht von ungefähr dachten viele bei „Ibizagate-Detektiv“ Julian H. sofort an Lansky (primär wegen Alijew), wobei sich dann herausstellte, dass er auch für die Strabag und die ÖBB tätig war. Wir finden Gabriel Lansky nahezu überall, etwa im Österreichisch-Deutschen Länderforum (u.a. mit Brigitte Bierlein, Norbert Hofer und Hans Niessl) oder bei der Österreichisch-Russischen Gesellschaft.

oe24 am 4. Oktober

Vor wenigen Wochen konnte man auf der Webseite der Gesellschaft noch den Namen Markus Tschank lesen, wie hier in Folge 61 der „Coup“-Serie ausgeführt wird. Ein Zitat von meinen damaligen Recherchen:  „Außerdem regte Ex-SPÖ-Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil die Gründung jenes Instituts für Sicherheitspolitik durch Tschank an, das auch die Novomatic förderte.“ Ich schrieb in Teil 56 der Serie auch: „Was die Novomatic betrifft, so findet man immerhin eine Intervention, indem das Institut für Sicherheitspolitik des Abgeordneten Markus Tschank mit 200.000 Euro unterstützt wurde. Aber da freuen sich FPÖ-Gegner zu früh, denn auch Ex-SPÖ-Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil zeigte sich großzügig, und wieder ging es um 200.000 Euro. Bei Meine Abgeordneten erfahren wir, dass Tschank wie Doskozil und der ÖVP-Abgeordnete Niki Berlakovich dem Aufsichtsrat der BELIG angehörte (Doskozil wusste vom Novomatic-Deal). Und wir finden ihn im Vorstand der Österreichisch-Russischen Freundschaftsgesellschaft – mit Richard Schenz (Wirtschaftskammer, Ex-OMV, Ex-Alizee Bank – wie Novomatic-Gründer Johann Graf und andere), Christoph Matznetter (deckte Silberstein-Affäre zu) oder Gabriel Lansky und Christoph Ulmer (Ex-BMI). Hängt eh immer alles mit allem und jeder mit jedem zusammen? Es ist interessant, wann Ermittlungen eingestellt werden – etwa dann, wenn es um Martin Schlaff oder Rene Benko geht. Apropos Schlaff: 2008 kam das Gerücht auf, dass er den Wahlkampf der SPÖ mitfinanziere, damit sein ‚Freund‘ Alfred Gusenbauer Außenminister wird. Die Löwelstraße wies dies zurück,  doch Schlaff ist bekannt dafür, in Israel Wahlkämpfer zu unterstützen – so begann Tal Silbersteins Karriere im Jahr 1999, als er Ehud Barak beriet, dem Schlaff 600.000 Dollar zukommen ließ.“

Richard Schmitt auf Twitter

Nochmal Novomatic haben wir bei der Verbindung zwischen Lansky und Harald Neumann. Man wird nachdenklich, wenn Niko Kern sich gerade mit Hans Peter Doskozils Sprecher Herbert Oschep fetzt und aus der SON bereits vor einem Jahr ausgetreten ist. Nicht nur er scheint hypernervös und bringt sachliche Kritik damit durcheinander, dass seine Familie persönlich angegriffen werde. Es war jedoch die Entscheidung der Kerns, sich auf jene Seilschaften einzulassen, zu denen auch Ex-Kanzler Alfred Gusenbauer gehört. Es war finanziell ja durchaus zu ihrem Vorteil, und ein zwischenzeitlicher Kanzlerjob sprang dabei auch raus. Die Österreichisch-Israelische Handelskammer fiel auch im Wahlkampf 2006 auf, als es an ihrem Sitz auch das Komitee Change ’06 (natürlich auch mit Lansky) gab. Wie 2017 war 2006 ein Jahr des Wahlkampfes mit dem israelischen Agenten Tal Silberstein, wobei die SPÖ zwar knapp gewann, aber dann der Wahlkampfeiter Norbert Darabos alles als Minister ausbaden musste. Seit damals steht er unter Druck, wird überwacht und abgeschottet, man kann es sich gut vorstellen, wenn man hört, wie Moishe A. Friedman die Vorgangsweise und die Ziele des Mossad beschreibt.

Moishe A. Friedman

Friedman war mit Jörg Haider befreundet und beschreibt anschaulich, wie Österreich erpresst wurde und es darum ging, diese Erpressbarkeit zu erhalten. Es gab immer wieder unverhohlene Drohungen gegen Haider seitens Israels, bezeichnender Weise auch von Ehud Barak, der ja 1999 zum Staatschef gewählt wurde. Zur Erpressung Österreichs tragen verdeckte Aktionen bei, mit denen scheinbar nicht miteinander verbundene Personen Narrative schufen. Dabei sind sich die meisten Beteiligten ihrer Rolle gar nicht bewusst, was auch für die Hilflosigkeit vieler Roter angesichts des Wahlergebnisses gilt. Spott über den derzeitigen Bundesgeschäftsführer Christian Deutsch ist daher nicht angebracht, denn wahrscheinlich stößt er auf unsichtbare Mauern, wen er etwas verändern will. Grabenkämpfe in der Partei besagen nämlich nur, dass die Allermeisten nicht wissen, wer ihre wahren Gegner sind (Darabos, der voll im Bilde ist, wurde ja genau deshalb aus der Politik eliminiert). Wir sehen unten eine Doku über den Mossad-Mord an Mahmud Al Mabhuh, einen Hamas-Führer, dem man in einem Hotel in Dubai auflauerte. Die Kommunikation lief per SMS über Wien, wobei die Personen vor Ort in Österreich besorgte Prepaid-Handys verwendeten.

Der Mord an Mabhuh

Laut englischsprachigem Wikipedia-Eintrag zu Martin Schlaff gibt es das Gerücht, dass die Koordination in einem seiner Büros stattfand. Siehe Fußnote 15: „In Austria it’s believed that he is actually an Israeli Mossad agent, which explain his connections with the stasi police in east Germany during the cold war and his connections with top Israelis officials. Also it’s believed that during the operation in Dubai, the network connection was established in Austria from his company building.“ Schlaff ist an der Kern-Firma FSight beteiligt, und Christian Kern hatte schon einen Vertrag als Vorstandsvorsitzender des RHI-Konzerns in der Tasche (Schlaff hielt 30% der Anteile), als er doch lieber Kanzler wurde (als solcher eingesetzt wurde?). Ich lade euch, liebe Leserinnen und Leser, daher dazu ein, das nun folgende Video anders zu betrachten: warum wirkt Christian Deutsch so verknöchert und unflexibel? Was die Hintergründe betrifft, fällt bei Oliver Stauber auch auf, dass er einer der beiden Zeugen gegen Peter Pilz wegen eines Übergrifs an Rande des Forum Alpbach 2013 war. Der andere ist Christian Niedermüller, ein ÖVPler, und arbeitet mit Stauber in der Digital Asset Austria Association zusammen.

Deutsch bei Fellner

Im November 2017 gab es plötzlich negative Pilz-Schlagzeilen, nachdem der Mainstream eifrig bei seinem (und Doskozils) Krieg gegen Airbus mitgemacht hatte und auch seinne Fake-Anzeige gegen Darabos unterstützte. Pilz malte zunächst noch die große Verschwörung an die Wand: „Er kenne die politischen Hintergründe besser als noch zwei Tage zuvor, so Pilz. ‚Ich weiß heute viel mehr, wie und wer hier Vorwürfe konstruiert hat. Ich werde das alles in den nächsten Tagen veröffentlichen.‘ Versuche, ihn politisch zu zerstören, werde er nicht akzeptieren und sich dagegen wehren, kündigte Pilz an.“ Wie wir wissen, tauchte er aber in die Toskana ab, nicht ohne sich zuvor in Höhe eines Abgeordnetengehalts selbst anzustellen. Pilz wollte am 4.11.2017 eigentlich eine Pressekonferenz geben (an einem Samstag), in der er zu Vorwürfen Stellung nimmt, was Anhaberigkeit gegenüber einer Mitarbeiterin früher bei den Grünen betrifft. Dann aber kam die Alpbachrecherche und sein Freund Florian Klenk warnte ihn, dass er besser Konsequenzen ziehen solle. Hängt hier alles mit allem zusammen? Und was ist mit weiteren Querschüssen Doskozils?

Zoom auf Twitter (2019 in Alpbach akkreditiert)

PS: Aktuell vertritt der seit Jahren bestens vernetzte Lansky die Betreiber von Sisha-Bars, die gegen das Rauchverbot zum Verfassungsgerichtshof ziehen wollen. Auch Anwalt Michael Pilz war einmal Konzipient bei ihm, der eine einstweilige Verfügung gegen Sebastian Kurz puncto SPÖ und Silberstein im Kontext von Ibizagate erwirkte. Pilz ist mit Stefan Sengl (Wahlkampfleiter 2017) und Eveline Steinberger-Kern geschäftlich verbandelt. Er begleitete Darabos am 1. Juni 2017 in den Eurofighter-U-Ausschuss als vermeintliche Vertrauensperson. Niko Kern verkörpert die Annäherung der SPÖ an die Haselsteiner-NEOS (siehe Wahlkampfteam 2017) auch persönlich, da seine Freundin dort aktiv ist. Er wählte diese Partei auch, mit Vorzugsstimme für Helmut Brandstätter. Hannes Jarolim, bei dem Stauber bis eben tätig war, sah schon als SPÖ-Mitglied des 1. Eurofighter-Ausschusses 2007 bei Druck auf Darabos geflissentlich weg. Beim erwähnten Lobbyisten Hochegger arbeitete ein gewisser Stefan Hirsch (zur Zeit der BUWOG-Privatisierung und von Telekom-Ostgeschäften), der später Gusenbauer-Sprecher und Darabos-Aufpasser war und an  Doskozils Krieg gegen Airbus mitwirkte. Als SPÖ-Kommunikationschef, der Rendi-Wagner schon mal auflaufen läßt,  ist er an der Wahlniederlage mit Schuld. Ihn empfahl Signa-Sprecher Robert L. übrigens ausdrücklich für höhere Weihen in seinem nun berüchtigten Dossier für Silberstein vom Februar 2017.

Twitter-Meinung zum roten „Antifaschismus

PPS: Oliver Stauber gründete Vidaflex für Selbständige (Ein Personen-Unternehmen) bei der Gewerkschaft Vida; im Firmenbuch finden wir mit der BCB4U AG eine gemeinsame Firma von Stauber und Ex-Raiffeisen-Banker Herbert Stepic. Dieser ist auch im Vorstand der Hanno Soravia-Privatstiftung, was den Link zum grünen Flächenwidmungsskandal legt (der auch eine rote Schlagseite hat) Bei Stepic klingelte es ebenso wie bei Gusenbauer, Silberstein, Schlaff und anderen beim Stichwort Offshore Leaks. Weil die Casinos Austria in den Ermittlungen nach Ibizagate eine Rolle spielten, sei auch ein Artikel von 2015 zitiert; „Das Kaufinteresse der Republik hat indes auch private Interessenten auf den Plan gerufen. Investoren wie Ronny Pecik und Peter Goldscheider, bekannte Größen auf dem Markt der Firmenübernahmen, wurden genannt. Nun steigt aber auch die ‚Novia Management‘ auf den Plan, die in Malta beheimatet ist. Der Investmentfonds hat sich auf Glücksspiel spezialisiert und ist bereits in Rumänien tätig. Interessant ist das Management-Team von Novia: Mit Rudolf Binder und Josef Schöpf sitzen dort zwei ehemalige Spitzen-Manager von Novomatic in der Leitung.

SPÖ Penzing einst und jetzt 

Novomatic ist das zweite Glückspielunternehmen in Österreich, weltweit aktiv – und verschwiegen. Es gehört der Familie Graf und setzte 2014 zwei Milliarden Euro um. Der Gewinn lag bei 277 Millionen Euro. Graf gehört zu den reichsten Österreichern. Besonders interessant sind dabei aber die zwei ’non-executive‘-Manager, die man salopp als Aufsichtsräte der Novia-Gruppe bezeichnen kann: Herbert Stepic, Ex-Chef der Raiffeisen Bank International, und Ex-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer.“ Natürlich klingt „Novia“ ein wenig nach „Novotalica“ mit Silberstein, Steinmetz und Gusenbauer. Man sieht Stepic bei Rene Benkos Festen, was ihn ebenso mit Gusenbauer verbindet wie eine Klage Silbersteins gegen die Casinos Austria (hier Anwalt Leo Specht, dort Gabriel Lansky, also zwei Gusenbauer-Freunde). Raiffeisen ist übrigens an der Strabag (Aufsichtsratsvorsitzender: Gusenbauer) beteiligt wie auch Oligarch Oleg Deripaska.

PPS: oe24 weist nun darauf hin, dass das Pilz-Opfer in Alpbach 2013 – so eine Überraschung! – auch einmal Konzipientin bei Lansky war. Es gibt in Wien das nur halb scherzhafte Gerücht, dass dies auch auf die „Oligarchennichte“ zutrifft…

37 Kommentare zu „Die SPÖ und die Ibiza-Affäre

  1. Mich irritiert, daß vor dem Video Kurz die Identiären derart skandalisierte. Was das Koalitionsklima trübte.
    Sowie das darauf folgende herumreiten auf den eigentlich lächerlichen Thema. Da hat’s doch was?

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    1. Ich bin Ihrer Meinung! Kurz hat die Identitären skandlisiert. Und Hofer und Strache sind brav übers hingehaltene, linke Stöckchen gehüpft. Sellner ist weder aggressiv nich kriminell.

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      1. Das war ja wie orchestriert – final das Video als Vernichtungsschlag.
        Da waren EU-Tipps im Spiel. War der Wunsch vom Weber, bei dem Kurz sich einschleimte, rechte Parteien EU-weit zu verbieten.

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      2. Man weiss nicht, ob Kurz nicht unter Druck steht – was ollten die Kampagnen via Zoom und Falter?

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      4. Sehr interessant! Oliver Stauber wird ja auch als Kern-nahe bezeichnet, was kein Wunder ist nicht nur wegen der Sektion Ohne Name mit Niko. Sicher hat man ihn auch als relativ jungen Kandidaten verkauft.

        Außerdem wird da wohl noch mehr durchsickern:

        https://www.diepresse.com/5701685/wette-soko-ibiza-pruft

        „Heikel ist die Causa, weil der Wettanbieter ein Dossier anlegen ließ, in dem Facebook- und Instagram-Verbindungen der beiden Betroffenen dargestellt wurden. Daraus lasse sich, so heißt es, ein Kontakt zwischen einem der Männer und der SPÖ ablesen. (Der andere ist aber bei der ÖVP). Die Spur führt zur SPÖ-Gruppe Sektion ohne Namen. Einer deren Mitbegründer, der 2017 auch an wählbarer Stelle für die SPÖ bei der Nationalratswahl kandidiert hatte, wurde einvernommen.“

        Frage der Zeit, wann aus diesem Dossier zitiert wird

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    1. Erklärt im Grunde auch Rabbi Friedman: über sie hält jemand schützende Hand, wie ja auch nicht wegen Haiders Tod ernsthaft ermittelt wurde. Erlebte ich auch so, als ich darstellte, welche Zeugen Darabos als abgeschottet erlebten und dazu recherchierte – instrumentalisierte Justiz und Polizei gegen mich eingwsetzt, null ernsthafte Ermittlungen- klar, wenn der Mossad Darabos bedroht…

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  2. Nach dem – fürwahr epochalen – Video mit Dr. Friedmann kann man berechtigt die Theorie von einem erpressten Norbert Hofer aufstellen.
    Dieser hätte sich demnach durch allzu innige Umarmung mit dem (getarnten) Mossad, durch seine Israel-Reisen und vielleicht auch durch Personalien die FP betreffend in eine Situation begeben, aus der es kein Zurück gibt.
    Aus einer Umarmung mit dem Ziel, endlich akzeptiert zu werden, einer lange psychologisch aufbereiteten Situation, wird letztendlich eine „tödliche“ Umarmung, aus der es kein Entrinnen gibt?
    Mit anderen Worten MUSS sich der Vorzugsstimmensieger Kickl im Machtkampf um die Partei (eine Art Überlebenskampf) durchsetzen, trojanische Pferde wie der unsägliche Haimbuchner und Überforderte/Erpresste wie Norbert Hofer werden ansonsten die Partei zerstören.

    Kennt jemand hier nähere Umstände zum kürzlichen unfreiwilligen Ausscheiden von David Lasar, dem Mossadverbindungen nachgesagt wurden?

    Ich verneige mich vor Dr. Friedmann, in dessen Leben ich schon seit vielen Jahren Einblicke bekam, was seinen Kampf – oder besser den Kampf gegen ihn und seine Sippe durch die „Israelitische Kultusgemeinde“ betrifft.
    Hier geht es wohl auch um einen größeren Kontext, nämlich die Übernahme des Judentums durch die CHABAD-Bewegung, eine „jüdische“ Endzeitsekte mit weltweiter, enormer Macht – aber das ist ein anderes, sehr komplexes – eigentlich eminent wichtiges Thema.
    Ich hoffe inständig, dass Dr. Friedmann noch lange gesund bleibt, denn er rüttelt an mächtigen Grundfesten!

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    1. Die Chabad sind in Wien zB durch die Lauder-Schule präsent

      https://lauderchabad.at/ueber-uns/

      Hofer kam mir durchaus ängstlich vor, halt auf Videos (aus der Nähe sah ich ihn jetzt nicht).

      Das grössere Problem ist die SPÖ, wo wie ich erwähnte einige nicht checken, WARUM manche kritisiert werden (nicht nur Kritik an Kern ist gemeint).

      In der FPÖ sahen manche David Lasar ja durchaus als problematisch an, also könnten Sie Recht haben.

      Offizielle Gründe für einen Abschied aus der Politik sind so gut wie nie die wahren…

      PS: Nach langer Schrecksekunde Reaktion auf die neuesten Enthüllungen:

      https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20191006_OTS0001/fp-hofer-fordert-volle-aufklaerung-der-neuen-ibiza-hintergruende

      „Es ist natürlich mit Sicherheit kein Zufall, dass die Österreicher erst in der Woche nach der Wahl von diesen schockierenden Vorfällen erfahren durften.“

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      1. Mit Bezug auf Hofers Presseaussendung

        Irgendwie beschleicht mich das Gefühl, als hätte sich Hofer dazu verpflichten müssen, gegenüber welchen in einschüchternder Erpressung geübten Hintermänner immer, in regelmäßigen Abständen zu Gunsten der Mitbewerber , sich am Lancieren von z T der FPÖ schädigender DesInfos zu beteiligen. Warum wohl wird der Wettanbieter nicht genannt ?

        Das selbe Gefühl beschlich mich, als er am 01 oder 02 Okt 2019 im Zuge einer BK vors Mikro trat, um in verschlagener Hofer Manier die Suspendierung eines eh schon seit 18. Mai. 19 von allen politischen Ämtern zurückgetretenen, daher eh schon auf ein „einfaches (daher nicht-suspendierbares) Parteimitglied“ reduzierten, HC Strache zu verkünden.

        Wie auch immer

        MfG

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  3. Danke großartig wie immer Alexandra.
    Es hängt alles zusammen und leider sind viele aus der jüdischen Glaubensgemeinschaft mit dem Mossad verbandelt oder werden von diesen erpresst. Aber ich hoffe viele Menschen durchblicken das alles. Werden wohl immer mehr.

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    1. Danke liebe Karine, wenn du wissen willst, wie es bei den Juden in Wien intern zugeht, schau mal hier:

      http://www.juedische.at/

      bei „österreich“ haast du querelen in der kultusgemeinde

      erpresst werden müssen aber regierungen und politiker…

      und da sind die beschreibungen von friedman, was haider betrifft, dem sehr ähnlich, was ich bei darabos rekonstruierte – auch, wie er wohl endet, wenn er sich nicht mehr einschüchtern lässt (dennoch muss er aufstehen)

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    1. 🙂 werden wir ja sehen – man kann manches nicht erfinden wie das schwule Paar von Sektion ohne Namen & JVP, das eine Wette auf Neuwahlen platzieren wollte…

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      1. In dieser Causa stellt sich mir schon eine Frage:

        warum sollte ein Wettanbieter bei einem Einsatz von angeblich ein paar € Ermittlungen einleiten, also gemäß dem „potenziellen Betrugsprotokoll“ vorgehen?
        Dazu müsste es sich doch um wesentlich höhere Beträge handeln, bzw. um konzertierte Einsätze mehrerer Personen?

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      2. vieles ist strange… auch wenn man zu alpbach und pilz sucht, denn die EVP-mitarbeiterin kann nicht so schwer aufzutreiben gewesen sein für die justiz…

        schon in den ersten berichten wurde sie zugeordnet:

        https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Pilz

        https://www.derstandard.at/story/2000078250618/fall-alpbach-evp-mitarbeiterin-zu-peter-pilz-bereits-einvernommen

        ausserdem siehe silbersteins facebook-gruppen zuerst profil und presse (wegen der grünen referentin) im einsatz…

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  4. Hofer & Strache hatten absichtlich die Bundespräsidenten-Wahl vergeigt…
    Hofer hätte es schaffen können. Im zweiten Durchgang gab er auf.
    Die Wahl-Wiederholung wurde absichtlich vergeigt.
    Auch interessant, wie die FPÖ das Auszählen generell den anderen überlässt.

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    1. Sehe ich ähnlich.
      Es gab 2 Dinge, die ein Mensch mit Verstand aus FP-Sicht ins Regierungsprogramm hätte schreiben lassen und dann auch zügig zur Umsetzung bringen müssen, als da waren die

      *) Abschaffung der Wahlkarten, oder mindestens die Ausschaltung der Betrugsanfälligkeit (spätestens als Lehre aus dem ersten Durchgang BP-Wahl) sowie die

      *) umfassende Reform des ORF

      Ersteres war nicht einmal Thema, letzteres halbherzig und nicht prioritär.
      Man sieht, wie es geendet hat…ja beinahe enden musste.
      Ich hatte damals schon den starken Verdacht, dass sowohl Hofer als auch Strache – warum auch immer… – diese offenkundig essenziellen Dinge absichtlich nicht verfolgten.
      Dazu passend auch der gigantische Umfaller bei der im Wahlkampf zentralen Forderung einer Stärkung der direkten Demokratie, welche in eine üble Farce mündete.

      Es stellte sich öfters die Frage nach dem „Warum“…heute wissen wir diesbezüglich etwas mehr, oder können es zumindest vermuten.

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      1. Andererseits, warum sollten die FPÖ-Politiker die einzigen sein, die den Wähler nicht verarschen wollen und genuin das Beste für ihn wollen?`

        Nach logischer Betrachtungsweise bleibt eigentlich nur noch der Schluss, dass wir in einer gewaltigen Demokratie-Simulation leben und die FPÖler ihre Rolle spielen und die nationalistischen Wähler abgreifen sollen. Ehrlich meint da niemand was, außer vielleicht der siebte Gartenzwerg von links, aber der wird bei nächster Gelegenheit abgesägt.

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      2. @TiredJoe
        Zu diesem Gedankengang bin ich auch schon das eine oder andere Mal gekommen, darum kann ich nicht sagen, es wäre falsch, was Sie schreiben.
        Meine Erklärung ist, dass die wenigen, die aufgrund von Altruismus oder Idealismus in die Politik gehen, sich in einer Todesmühle wiederfinden, wo sie dann entweder bei der durch und durch korrupten Verarsch-Politik mitmachen, oder rechtzeitig ausgeschieden werden.
        Es gibt garantiert in jeder Partei „Kukuckseier“, und diese reichen, um im Zusammenspiel mit den gelenkten Medien jedwede Ausreisser im Sinne einer aufrichtigen Politik niederzubügeln, zu sabotieren und letztendlich zunichte zu machen.
        Anders gesagt – es reicht ein (gut platzierter) fauler Apfel, um den ganzen Obstkorb vergammeln zu lassen; und es gibt unzählige faule Äpfel in der Politik, Justiz, Exekutive, Wirtschaft, …
        Darum kann nur ein Systemwechsel (Politiker als reine Exekutoren des Souverän-Willens) Besserung bringen, aber das ist sehr sehr nahe an Wunschdenken…

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      3. @Ron_Nie
        Zu den „Kuckuckseiern“, die es in jeder Partei gibt: Karl Steinhauser hat dazu Bücher geschrieben, in „Die legale Mafia“ und „Who is Who ohne Maske“ legt er seinen Erkenntnisprozess dar (er hat sich bei der ÖVP engagiert), wie er dahintergekommen ist, dass die gesamte Politik von Freimaurern und anderen Logen unterwandert ist. Sind interessante Bücher.

        Das größte Problem an unserer Regierungsform ist IMHO das Wörtchen „repräsentativ“. Warum sollte sich der Souverän bei einer derart wichtigen Angelegenheit von finsteren Typen „repräsentieren“ lassen, die alle wie Huren gekauft werden können? (Nichts gegen Huren…)

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      4. Es ist ein wenig eindimensional, nur an „die“ Freimaurer oder andere „die“ zu denken, denn es wirken immer mehrere Faktoren zusammen. Und dann fügen sich auch die Meisten einfach dem Vorgegebenen,
        ohne zu fragen, wer denn wirklich vorgibt und warum.

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  5. Jetzt wird es zT kitschig aber auch klarer, in welchem (Auftrage) Wunsch der liebe René Benko sich bei der Krone einkaufen hat müssen:

    Rhetorik-Profi über Kurz: „Er verkörpert Wahrheit“

    Wie auch immer

    MfG

    P.S.: Ho !- Da Benko mitm Göd ist halt doch immer noch da bessere Hawara – Ho ! 😉

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  6. Friedmanns und Albrechts Bücher zusammen: „Die Pathologie einer Gesellschaft per Marketing auf zufrieden getrimmt“

    Kurz als rhetorisches Talent, auf verbale Optimierung gecoacht, gibt den perfekten Verkäufer von „nichts“.

    M f G

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  7. Exakt.
    Kurz verkauft den Österreichern sogar einen Neutralitätsgesetzesbruch(Verfassungsbruch) und einen nicht Vorhandenen Neutralitätsvorbehalt beim PESCO-Beitritt. Die Österreicher, die angeblich die Neutralität so schätzen, wählen ihn mit großer Mehrheit. Genial. (Wir) sind mit „nichts“ zufrieden.
    Kurz ist ein Verkaufsgenie.
    Aber, da ist noch eine Mitteilung Rudolf Steiners, GA 185a/3/4, die besagt, dass Wahrheit nicht nur Irrtum und Fehlverhalten vermeidet, sondern außerdem eine Heilwirkung hat. „Dem Anthroposophen sollte klar sein, daß bildend, entwickelnd, aufbauend, wachstumfördernd nur das Leben der Menschen in der Wahrheit sein kann, daß dagegen alles dasjenige, was Leben in der Unwahrheit ist, zerstört, isoliert.“
    Und in GA 99/6/7 sagt Rudolf Steiner: „Tatsächlich bringt ein jeder, der die Wahrheit sagt, die Entwickelung der Menschheit vorwärts, und der, welcher lügt, hemmt dieselbe.“

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  8. Liebe Alexandra Bader und Freundinnen und Freunde, ich bin nur selten auf dieser Seite aber ich finde euer „Fachwissen“ immer sehr interessant und natürlich sehr spannend. Sozusagen Agatha Christie und Alfred Hitchcock in einem.

    Zum Ibiza Gate: Bei euren Beobachtungen und folgenden Analysen wurden Details nicht genug beachtet (die Personen im Vordergrund) bzw. anderen Details wieder Zuviel beachtet (die Personen im Hintergrund).

    Schöne Grüße an dich und alle anderen Seba

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    1. Lieber Sebastian, danke sehr – die Personen im Vordergrund sind aber immer auch diejenigen, die die Medien dorthin stellen – deshalb gibt es eh viel über sie und es soll auch ablenken. Daher ist mein Blog auch eine Ergänzung (zumal immer wieder auch auf bekannte Akteure eingegangen wird, so ist es ja nicht, aber aus einem anderen Blickwinkel).

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      1. Du meinst jetzt aber nicht den braven, guten Heli Brandstätter?! Oder?!
        Das ist doch ein Einzelfall ; )

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  9. P.S. zu meinen Kommentar: Das ist nur meine Meinung.

    Und weil es immer wieder so schön anzusehen ist und auch passend ist (finde ich):

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