Coup Teil 57: Glück im Spiel?

Ist nur die FPÖ Glücksspiel-affin, wie manche Medien meinen, oder betrifft es doch alle? Immerhin war Novomatic-Berater Alfred Gusenbauer (SPÖ) im Aufsichtsrat der Novomatic-Tochter Löwen Entertainment, und Eva Glawischnig (Grüne) beerbte ihn in dieser Funktion. Novomatic-Gründer Johann Graf ist im Beirat der Signa Holding zu finden; wie Novomatic-Aufsichtsratschef Herbert Lugmayr war er bei der Alizee Bank (mit roten Politikern wie Franz Löschnak oder Franz Schnabl) an Bord. Martin Schlaff (SPÖ) lockte die Casinos Austria AG mit BAWAG-Geld in die Wüste ins Westjordanland, und Tal Silberstein wollte mit Beny Steinmetz und Gusenbauer Video Lottery Terminals aufstellen. Im Clinch darüber mit den Casinos Austria nahm er Gusenbauer-Freund Leo Specht als Anwalt, während sich die CASAG von Gusenbauer-Freund Gabriel Lansky (SPÖ) vertreten ließ. oe24 mutmaßt nun, dass der ehemalige CASAG-Vorstand Dietmar Hoscher (SPÖ) Verfasser jener anonymen Anzeige ist, die zu Hausdurchsuchungen führte (und ihm ein SPÖ-naher Anwalt dabei geholfen hat – Michael Pilz? Gabriel Lansky? Heinrich Vana? Hannes Jarolim?): „Der seit Leo Wallner längstdienende Vorstand der Casinos, der auf einem ‚SPÖ-Ticket‘ agierte, ist das eigentliche Opfer des Sidlo-Deals der FPÖ. Er hat durch die Bestellung des neuen FPÖ-Finanzvorstandes nicht nur sein Vorstandsmandat verloren, sondern auch seinen Job, sein Gehalt, seinen kompletten Einflussbereich (er wollte unter anderem Rapid-Präsident werden) und wurde mit einem ‚Beratervertrag‘ abgespeist.“

Man begründet die Vermutung so: „Zumindest zwei hochrangige Insider der Wiener Szene sind sich ’sicher, dass die anonyme Anzeige von Ex-Casinos-Vorstand Dietmar Hoscher stammt‘. Denn: ‚Er hat das komplette Insiderwissen, er war in den gesamten Poker um die Zustimmung von Novomatic für den FPÖ-Mann Sidlo eingebunden, weil er selbst bei der Novomatic intensiv für seinen Job lobbyierte. Er kannte und besaß als einer von wenigen alle Zehnder-Gutachten. Kurz: Es gibt keinen besseren Insider als ihn in dieser Causa.'“ Gemeint ist der Headhunter Egon Zehnder, aus dessen Erstentwurf einer Personalbewertung in der Anzeige ausführlich zitiert wurde – und diese war nur ehemaligen Casinos-Voständen, Aufsichtsratspräsident Walter Rothensteiner und Zehnder selbst zugänglich. Einer der „Insider“ sei ein „bekannter Wiener Anwalt“, der auch meint, dass Hoscher bei seiner Anzeige die Unterstützung einer „prominenten SPÖ-nahen Wiener Anwaltskanzlei“ hatte. All dies mag immer noch gegen den blauen CASAG-Vorstand Peter Sidlo sprechen, zeigt aber auch, welch massiven Erklärungsbedarf Pamela Rendi-Wagner hat. Doch sie spult ohnehin nur tapfer ein Wahlkampfprogramm ab, das nichts mit der Realität der Partei mehr zu tun hat.

oe24 am 18.8.2019 über Hoscher

oe24 bezeichnet Hoscher übrigens auch als Politiker, aus dem einmal viel werden hätte können. „Dietmar Hoscher galt in der Faymann-Ära als große Zukunftshoffnung der SPÖ. Er war Abgeordneter, wurde sogar als Finanzstaatssekretär gehandelt, ehe er im hochbezahlten Vorstands-Job der Casinos landete und von dort sein Netzwerk ausbaute.“ Seine bisherigen Stationen sind ohnehin typisch SPÖ: „zwischen 1998 und 2003 Sekretär der Zentralen Kontrollkommission des ÖGB“ und „ab 2012 war Hoscher Mitglied des ORF-Stiftungsrates, der ihn im Mai 2014 zu seinem Vorsitzenden wählte. Im Mai 2018 folgte ihm Norbert Steger in dieser Funktion nach.“ Das gilt auch dafür: „Dietmar Hoscher ist derzeit Vorsitzender des Kuratoriums des SK Rapid Wien, und wurde 2009 von Rapid Präsident Rudolf Edlinger als Kandidat für den Präsidenten der Österreichischen Bundesliga aufgestellt. Er unterlag in der Abstimmung aber gegenüber Hans Rinner.“ Wir erinnern uns, dass sich Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (der zuvor Norbert Darabos aus dem Rapid-Kuratorium verdrängte, in dem wir übrigens auch Doskozils Komplizen Peter Pilz finden) und Michael Tojner einmal um die Rapid-Spitze matchten. Der Bericht von oe24 kann Hoscher jedenfalls Troubles bescheren: „Brisant ist, dass in der Anzeige wörtlich die Rede davon ist, dass die FPÖ ’nach Ausscheiden des SPÖ-Vorstandes Hoscher‘ mit Sidlos Hilfe ‚die bisherigen roten Zuwendungen‘ der Casinos ‚gut umleiten‘ könne. Wenn Hoscher das Papier verfasst hätte, käme das fast einer Selbstanzeige gleich.

oe24-Titel am 17.8.2019

Hoscher selbst soll die Ur­heberschaft gegenüber Freunden mit einem Schmunzeln dementiert haben – gegenüber ÖSTERREICH wollte er zu der Causa ganz offensichtlich nicht Stellung nehmen und drückte alle Anrufe der ÖSTERREICH-Redaktion auf seinem Handy konsequent weg.“ Auf der CASAG-Webseite ist er jedenfalls durch Sidlo ersetzt worden, sodass man den (ernannten) Professor inzwischen als „Chairman des Europäischen Verbands für Glücksspielforschung“ findet. Er ist auch „Member of the Board“ bei WeXelerate, jenem Wiener Start Up-Hub, der auch unter der Schirmherrschaft von Eveline Steinberger-Kern mit einem Strohmann als Geschäftsführer startete. Strache gab am 16. August 2019 mehrere Inteviews, in denen er bereits auf eine mögliche Verwicklung Hoschers hinwies: „Gemeint ist das Ausscheiden des früheren SPÖ-Manns im Casinos-Vorstand, Dietmar Hoscher, und die Bestellung von Bettina Glatz-Kremsner von der ÖVP zur neuen Chefin des teilstaatlichen Glückspielkonzerns. Wenn hier in alle Richtungen gleichermaßen ermittelt werden würde, dann fände er das auch korrekt, erklärt der einstige Obmann der Freiheitlichen. So aber werde deutlich, dass es sich um ein ‚Politikum‘ handle.“

SPÖ-Wahlkämpferin Julia Herr

DIe SPÖ tut so, als gäbe es nur FPÖ- (und ÖVP-) Skandale, wie man z.B. an einer Aussendung von Christoph Matznetter sieht, der als Gusenbauer-Freund den Silberstein-Skandal vertuschte. Er sitzt mit dem blauen Ex-Mandatar Markus Tschank in der  Österreichisch-Russischen Freundschaftsgesellschaft, dessen Think Tank wegen einer  Zuwendung der Novomatic im Gerede ist. Doch er wurde auch von Doskozil unterstützt, als dieser Verteidigungsminister war –  der ihm auch einmal im Aufsichtsrat der BELIG Gesellschaft leistete (Doskozil wusste vom Novomatic-Deal). Wie Matznetter ist auch SPÖ-Justizsprecher Hannes Jarolim mit allem verbandelt, was man als skandalträchtig bezeichnen kann. Auch wenn Medien die „Casinos-Affäre“ hochschreiben, bleibt die Frage, warum es anderswo nicht nur keine Hausdurchsuchungen gibt, sondern Verfahren eingestellt werden. Kann man es Heinz Christian Strache da verdenken, dass er sich zum Opfer stilisiert? Schließlich landet man immer bei der SPÖ und ihrem Umfeld, was ja auch für bisher bekannte Ibizagate-Beteiligte gilt. Man beachte, dass die Korruptionstaatsanwaltschaft nur Straches Handy mitnehmen ließ, während sich die Redakteure der „Süddeutschen“, deren Buch jetzt erscheint, auf WhatsApp-Nachrichten beziehen.  Von „Aufdecken“ kann natürlich keine Rede sein, wenn man ohne eingehende Recherche zum Handlanger wird, der nach Handlangern wie Julian H. und Ramin M. eingesetzt wird.

Justizsprecher Hannes Jarolim

EU-Infothek hat eine gewisse Nähe zu Novomatic und weist darauf hin, dass der Vorwand für die Hausdurchsuchungen haltlos ist. Auf dieser Webseite wurde kürzlich auch thematisiert, dass in der Schweiz Gerichtsverfahren wegen des Casino Jericho stattfinden. Damit sind wir bei Martin Schlaff, den das „profil“ 2005 noch porträtierte, ohne den Namen Alfred Gusenbauer zu erwähnen. Während das Casino (vor der Zweiten Intifada) ganz gut lief, sponserte Schlaff mit 600.000 Dollar jenen Wahlkampf von Ehud Barak, in dem Tal Silberstein sein Debut hatte (Wahltermin war genau 20 Jahre vor Ibizagate). Barak stieß immer wieder Drohungen gegen Österreich und da besonders FPÖ-Chef Jörg Haider aus, was Schlaff in die Rolle eines Vermittlers zwischen Schwarzblau und Israel brachte. Es war auch jene Zeit, in der er (wie als Gusenbauer Kanzler war) erfolgreiche Telekom-Ostdeals machte, und als beim involvierten Lobbyisten Peter Hochegger der nunmehrige SPÖ-Kommunikationschef Stefan Hirsch tätig war.  „Investoren mit Ex-Kanzler Gusenbauer an Bord setzen Casinos-Chef Karl Stoss zu“, schrieb der „Kurier“ am 28.6.2015: „Eine Investorengruppe, mit der Stoss nach intensiven Verhandlungen fast ins große Geschäft mit Automaten gekommen wäre, pocht hartnäckig auf die Realisierung des Projekts. Mit dem dezenten Hinweis, ein Rechtsstreit sei hoffentlich nicht notwendig.

Herr 2017 zu Silberstein

Zentraler Player ist der ehemalige Polit-Berater Tal Silberstein. In der Öffentlichkeit ist er kaum bekannt, dafür aber seine Kunden umso mehr. Der frühere israelische Ministerpräsident Ehud Barak zählte ebenso dazu wie die ehemalige ukrainische Regierungschefin Julia Timoschenko. Oder  Wiens Bürgermeister Michael Häupl und Alfred Gusenbauer, als er noch SPÖ-Chef war. Silberstein stieg vor fünf Jahren aus und gründete den auf Glücksspiel fokussierten Investmentfonds Novia. Mit an Bord sind Gusenbauer, heute Österreichs bestverdienender Ex-Politiker, sowie Herbert Stepic, Ex-Chef und Berater der Raiffeisen Bank InternationalStepic wechselt demnächst allerdings in einen anderen Gaming-Fonds.“ Man hat den Eindruck, dass alles aus einer Hand kam: „Die Verträge waren so gut wie unterschriftsreif. Stoss allerdings bekam im letzten Moment kalte Füße und sagte Silberstein am 24. April per Mail ab. Inhaltliche Differenzen über den Business-Plan, außerdem sei die künftige Eigentümerschaft der Casag unklar. Gut möglich, dass die Anwälte beider Seiten bald neue Arbeit bekommen. Novia wird von Leopold Specht vertreten, in dessen Kanzlei Gusenbauersein Arbeitszimmer hat. Die Casag beschäftigt Lansky, Ganzger +Partner. Gabriel Lansky ist mit Gusenbauer bekanntlich im Kasachstan-Business. Der Ex-Kanzler sitzt auch im Aufsichtsrat des Immobilien-Zampano René Benko – gemeinsam mit Stoss.“

„Wir Staatskünstler“ – Dietmar und Laura

Man sieht hier, wen man alles auf Einladung von Rene Benko im Park Hyatt sieht (auch Strache). In Benkos leerem Goldenem Quartier wurde im September 2017 die Eröffnung eines Edel-Japaners (eines libanesischen Investors) gefeiert; im Mai 2018 war bereits von Insolvenz die Rede (zur Ibiza-Connection des Quartiers hier mehr). „Alles aus einer Hand“ schien auch zu gelten, als Barak mit Silbersteins und Schlaffs Hilfe Wahlsieger wurde, dann den Gewinnern in Österreich zusetzte und Schlaff in einer Vermittlerrolle glänzen konnte. Oder als Gusenbauer mit der Podesta Group. Skadden (erstellten Dossier über Juia Timoschenko) und FTI Consulting für die frühere ukrainische Regierung lobbyierte, Timoschenko aber von Silberstein beraten wurde. Erleben wir auch bei Ibizagate „alles aus einer Hand“ mit Zentrum für politische Schönheit, Ramin M. und Julian H., dem Videoclip, dem kommenden Enthüllungsbuch und der anonymen Anzeige, die Hausdurcsuchungen auslöste? Wir können immerhin mit diesem Satz zu Dietmar Hoscher bei der CASAG schließen: „Interessant, in Hoschers Vorstandsära fiel unter anderem auch der Deal mit Tal Silberstein, inklusive Gerichtsverfahren und Vergleich.“

PS: Es geht auch noch um den Unterschied zwischen kleinen und großem Glückspiel. Das Kleine ist in Wien verboten (mit Hintertüren im Wortsinnn). was ein Erfolg der Sektion Acht in der SPÖ war (zum Verdruss von Ex-Bürgermeister Michael Häupl). Beim Stichwort Novomatic muss man auch an den jetzigen EU-Kommissar Johannes Hahn denken, dessen Partnerin Susanne Riess im Signa-Beirat sitzt. Hahns Wege kreuzen durchaus jene von Tal Silberstein, wie man etwa in Mazedonien sehen kann.

PPS: EU-Infothek kennt das Schreiben an die WKStA und datiert es mit 21. Mai 2019 (oder 31.) – d.h. es war Teil einer konzertierten Aktion, zu der auch gehörte, das Ibiza-Video am 17. Mai an  die Öffentlichkeit zu spielen. Die Webseite weist auch darauf hin, dass die Kanzlei Lansky „der“ Anwalt der CASAG ist – was an den Rahmenvertrag mit den ÖBB denken lässt.

PPPS: Zu „Dietmar und Laura“ sei auch auf Teil 1 verwiesen und darauf, dass es um Niko Pelinka („Faymanns Mann im Stiftungsrat“) ging, der 2012 auf einen ORF-Spitzenposten geschachert werden sollte. Stattdessen war er dann mit Eveline Steinberger-Kern und Markus Wagner im Geschäft, dem Lebensgefährten von Laura Rudas, die in die USA ging und bei Palantir anheuerte. Rudas spielte auch Aufpasserin für den unter Druck gesetzten Darabos, während ihr Vater Stephan zu jenen gehörte, die gegen mich vorgingen, weil ich Darabos‘ Situation erkannte. im Wahlkampf 2006 gab es die Sponsoring-Initiative Change 06 am Sitz der Österreichisch-Israelischen Handelskammer, u.a. mit Lauras Onkel Andreas und Gabriel Lansky (und den Pelinkas). Pointe am Rande:  Dietmar Hoscher fühlt sich von Norbert Hofer in Sachen anonyme Anzeige geoutet und klagt ihn mit Anwalt Michael Pilz (mit Frau Kern und Ex-Wahlkampfleiter Stefan Sengl geschäftlich verbunden).

6 Kommentare zu „Coup Teil 57: Glück im Spiel?

  1. Man sieht hier, wen man alles auf Einladung von Rene Benko im Park Hyatt sieht (auch Strache).

    Das Park Hyatt ist bestimmt eine tolle Location – Keine Frage. Gegen das Flair im Imperial tut das Hyatt trotzdem verblassen – Garantiert !!!

    Da Gusi allerdings, schaut mit dem 7? Tage Bart irgendwie aus wie ein Strizzi aus dem gehobenen Rotlichtmilieu (alá Schimanko). Vielleicht wollte er genau diesen Eindruck beim Gastgeber Benko provozieren – wer weiß ? 🙂

    Wie auch immer

    MfG

    Gefällt 1 Person

  2. Ja immer der gleiche Sumpf. Eigentlich wären Hausdurchsuchungen bei etlichen nötig vor allem bei den Novomatic Geschäften. Aber nur beim Strache das ist schon eindeutig politische Willkür.
    Jetzt wieder die Aufregung wegen der Identitären. Der Kickl hat eine super Rede dazu gehalten die im ORF ja nur sehr verkürzt wieder kam. Alles echt ein Kasperltheater im Mainstream.

    Liken

    1. HDs scheint es nur dann zu geben, wenn jemand kein Mandat mehr hat oder nicht mehr in der Bundesregierung ist. Musste Strache deswegen erst zurücktreten?

      Hier ein anderer Fall:

      https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Haberzettl

      Auch Kammerhofer war Eisenbahnergewerkschafter, Untreue bei Bundesheerimmobilien wird aber geduldet (cui bono?):

      https://oeaabfcggoed.wordpress.com/tag/stefan-kammerhofer/

      Freyo Apfalter leitete die Rüstungsbeschaffung und ihm fielen Unregelmässigkeiten bei BH-Liegenschaften auf. Retourkutsche von Kammerhofer und Hintermännern:

      https://www.tt.com/politik/innenpolitik/12388736/bericht-ermittlungen-gegen-generalstabschef-commenda

      Freyo Apfalter ist verwandt mit Heribert Apfalter:

      http://www.hallo-zeitung.atwww.hallo-zeitung.at/ausgaben/173/488_raetsel_um_zwoelf_tote_und_55_verschwundene_millionen/

      Tatsächlich umfasste diese Waffen-Affäre alles, was zu einem Krimi gehört: Mord, mysteriöse Todesfälle, Bestechung, Geldwäsche, Gier. Schmiergeld in der Höhe von 55 Millionen Euro blieb bis zum heutigen Tag verschwunden, zwölf Todesopfer blieben auf der Strecke. Der Erfinder der GHN-45, der Kanadier Gerald Bull, wurde vor seiner Wohnung in Brüssel mit fünf Schüssen hingerichtet, den österreichischen Sicherheitsattaché im Libanon, den Kriminalbeamten Gerhard Loitzenbauer, trafen in Beirut tödliche Kugeln, ein „Mitspieler” nahm sich selbst das Leben, neun Männer starben an mysteriösen Herzattacken.

      Einer davon war Ex-VOEST-Generaldirektor Heribert Apfalter. Er wurde am 26. August 1987 in einem Haus in Weistrach tot im Bett aufgefunden. Einer der letzten, der mit ihm sprach, war der Linzer Krone-Journalist Richard Schmitt. „Ich habe am 24. August 1987 Herrn Apfalter getroffen, als er nach der Einvernahme durch den Untersuchungsrichter das Linzer Landesgericht verlassen hat,” erinnert sich Schmitt. „Zu Fuß haben wir für die Strecke bis zum Bahnhof zwei Stunden benötigt, in denen wir über die Schmuggelaffäre gesprochen haben. Immer wenn ich einen Notizblock gezückt habe, stoppte Apfalter seine Erzählungen, also musste ich mir seine ganzen Darstellungen merken.”

      Nächsten Tag erschien Schmitts Exklusivstory. Die Zeitung war kaum erschienen, läutete das Telefon des Redakteurs. Am Apparat: Heribert Apfalter. „Sie haben mir was angefangen,” sagte er zu Schmitt. „Die Wiener machen mir die Hölle heiß. Ich solle verschwinden, sagen sie.” Tags darauf war Apfalter tot – Herzversagen.

      mehr hier: https://alexandrabader.wordpress.com/2019/01/21/schweden-oesterreich-und-der-waffenhandel/

      Liken

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